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Kosh 14.03.2000 18:24

Was bringen mir 133Mhz RAMs im Vergleich zu 100MHz RAMs? Da jedem, der ein neues System kaufen (oder nur CPU & Co wechseln) möchte, 133er RAMs empfohlen werden, möchte ich dazu einiges klarstellen:
133er bringen NICHT 33% mehr Leistung. Der Leistungszuwachs bewegt sich zwischen 3-6%. Der Grund dafür ist, daß nur 5-10% der Daten aus dem RAM gelesen werden. Der Rest aus dem L2-Cache.
Das heißt, wenn der Speicher um 100 Prozent schneller wird, schlägt das auf die Systemperformance nur mit 5 bis 10 Prozent durch.
Nur ist der Preisunterschied zwischen PC100 und PC133 RAM-Bausteinen bei 128MB nur 200 ATS. Die Unterschiede bei den Motherboards sind in derselben Größenordnung.
D.h. 3-6% mehr Leistung um ein paar Hunderter.
So, das wollt ich nur mal loswerden,

Gruß Kosh
PS Mit Zugriffs-Zeiten uä (Burst-Mode?)kenn ich mich Null aus, wäre schön wenn einer von Euch (ich glaub Angel kennt sich da aus) auch dazu etwas schreiben könnte.

randalica 14.03.2000 20:06

hallo kosh,
ein weiterer, nicht zu unterschätzender vorteil von pc-133 modulen ist, das bei cpu´s ab 550mhz auch bei einem bustakt von 100100mhz wesentlich mehr stabilität erreicht wird. ab diesr geschwindigkeit nämlich geht es in den grenzbereich der cpu-speicher zugriffsrate.

randalica

The_Lord_of_Midnight 15.03.2000 01:48

Hallo Kosh,
ohne jetzt Deine Informationen als unrichtig oder unwichtig hinstellen zu wollen:

Bei mir ist die Gesamtperformance eines Systems etwas ganz anderes. Da mußt Du dann auch noch die Harddiskzugriffe, die Grafikkarte, die Modemgeschwindigkeit, das Internet und alles andere mit hineinrechnen.

Ich empfehle die diversen Testberichte durchzulesen. Da sind Unterschiede in der Transferrate von 800 MB/sek bei PC100 zu 1.000 MB/sek bei PC133 zu lesen. Natürlich hängt das alles sehr stark von der Art der Anwendung ab.

Zum Thema Performance Tuning gibt es nur eine Wahrheit: Man muß den ENGPASS kennen, über irgendetwas anderes zu diskutieren ist sinnlos. Also hilft nur ein konkretes Problem, da gibt es dann eine konkrete Antwort.

Tatsache ist auf jeden Fall, daß die Memory-Transferrate heutzutage einer der wichtigsten Engpässe ist.

Andere, nicht so sehr auf Performance ausgerichtete Vorteile: Höhere Toleranzen, bessere Weiterverwendbarkeit bei Mainboardwechsel...


Quintus14 15.03.2000 08:26

Ich entnehme Peter Wohlschlaegers Kolumne (PC-Professionell 4/00 Seite 58) eine kleine Abhandlung über Taktzyklen und Waitstates.

Fazit: der einzelne Speicherzugriff ist beim 133er langsamer(!) als beim 100er, weil er einen Taktzyklus mehr braucht, bei der Bewertung des Burst-Modus (32-Bit in Folge) steht es 110 Nanosekunden für den 100er und 105 Nanosekunden für den 133er - mit den derzeit verfügbaren Chips.

5 Prozent!

Und 133er-Chips, die dieselben Waitstates wie die 100er vertragen, sind noch nicht in Sicht.

Vorläufig sind 133er also noch rausgeschmissenes Geld.

Und in diesem Sinne schließe ich mich unserem Lord an. Wegen guter Systemperformance würde ich in viel RAM und in eine ultraschnelle System-HDD investieren (z.B. IBM DMVS). Abgesehen davon laufen die Programme unter NT und Win2000 schneller als unter 95/98.

MfG, Quintus14

[Diese Nachricht wurde von Quintus14 am 15. März 2000 editiert.]

Kosh 15.03.2000 10:28

Hallo ihr zwei!
Mein Posting war nur auf RAMs bezogen, ich wollte keine generelle Performance-Diskussion vom Zaun brechen. Mir war es nur wichtig das mit dem L2-Cache klarzustellen, und damit die Position des 133Mhz zu dem des 100er. Zur Transferrate kann ich nur sagen, wenn 5-10% aus dem RAM gelesen werden, dann machen ein paar Bytes pro Sekunde das Kraut nicht unbedingt fett. Da ist es schon wichtiger, daß der L2-Cache mit vollem CPU-Takt angesteuert wird (darum ist der Coppermine auch besser als der Athlon, zumindest solange, bis der Thunderbird herauskommt).
Natürlich stimmt das mit dem Memory-Engpass, deshalb hat auch Intel den RAMBUS ins Leben gerufen, weil die genau wissen, wo es in Zukunft happern wird. Das es andere, billigere Varianten gibt, ist aber auch klar.
Zum Thema Gesamtperformance kann ich euch (Lord und Quintus) nur zustimmen.

TheMixer 15.03.2000 11:00

ad RDRAM (RamBus): Hat zwar viel höhere burst-Raten (sprich zusammenhängende Datenblöcke werden SEHR schnell übertragen), dafür (gegen SDRAM) miserabelste Latenzzeiten (sprich Daten die aus vielen verschiedenen Stellen im Speicher geholt werden müssen - zB Datenbank - sind SEHR langsam)!!
Siehe dazu auch aktuellen Vergleich zw. BX übertaktet auf 133, 820, 840 und Via Apollo 133Pro bei www.tomshardware.com - ratet mal, welches Chipset am schnellsten ist? ;)

tm

The_Lord_of_Midnight 15.03.2000 23:22

So einfach ist das nun auch wieder nicht. Denn man muß das Gesamtsystem sehen. Und bei einem Kx133-Board und einem Athlon ist man schon wesentlich besser dran, als bei einem kastrierten Intel-Board mit Mth. Vom Preis erst gar nicht zu reden !


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