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-   -   Datensicherheit bei Festplatten Garantiefall (http://www.wcm.at/forum/showthread.php?t=239631)

FritzS 13.07.2010 21:06

Datensicherheit bei Festplatten Garantiefall
 
Hallo,
ein etwas anderes Security Thema ....

Kann man den Festplattenherstelllern vertrauen das sie die Daten von Festplatten die sie mit RMA zu Reparatur bzw. Austausch bekommen auch tatsächlich und sicher löschen - wenn sie die Festplatten reparieren oder entsorgen?

Konkret will ich zwei 500 GB SATA Festplatten an Western Digital zurücksenden da beide von verschiedenen Controllern nicht ansprechbar sind, es gibt nur einen Klick, das war's dann.

Die Festplatten waren für Sicherungen eingesetzt - sind aber beide noch in Garantie!
Bei meinen Daten ist mir wichtig das sie nicht in fremde Hände kommen, andrerseits die Festplatten haben auch Geld gekostet und sie sind noch in Garantie ....

RMA bei Western Digital ist schon ausgelöst .....

Von WD hatte ich bisher schon vier kaputte HD's ... drei 500 GB SATA und eine 1 TB WD Book für Apple - die gab den Geist schon nach 14 Tagen auf - ich gab sie bei Saturn zurück (jetzt habe ich eine 1 TB Lacie mit FW 800).

pc.net 13.07.2010 21:38

schlicht und ergreifend:
entweder datensicherheit und die hdd's selbst vernichten oder das geld bzw. austausch-hdd über rma ... beides gibts nicht ...

FritzS 13.07.2010 22:02

Zitat:

Zitat von pc.net (Beitrag 2421603)
schlicht und ergreifend:
entweder datensicherheit und die hdd's selbst vernichten oder das geld bzw. austausch-hdd über rma ... beides gibts nicht ...

So etwas ähnliches habe ich schon befürchtet .... bei den beiden 500 GB SATA könnt' ich's gerade noch verschmerzen, bei der WD Book - nach 14 Tagen kaputt blieb mir keine Wahl, wer verschenkt schon gerne rund 150 EURO?

Das war aber die TimeMachine Sicherungsplatte meines MacBookPro's

Die Hersteller könnten sich das was einfallen lassen um den Sicherheitsbedenken der Kunden entgegen zu kommen!

apex 13.07.2010 22:12

Zitat:

Zitat von FritzS (Beitrag 2421599)
Hallo,
ein etwas anderes Security Thema ....

Kann man den Festplattenherstelllern vertrauen das sie die Daten von Festplatten die sie mit RMA zu Reparatur bzw. Austausch bekommen auch tatsächlich und sicher löschen - wenn sie die Festplatten reparieren oder entsorgen?

Nur ein Beispiel unter vielen: Bei einem Ersatz-Notebook von ASUS welches ich bei einem Garantiefall bekommen habe waren die Partitionen nicht einmal geloescht (geschweigedenn ordentlich geloescht und ueberschrieben), ich hab direkt in die Windows-Installation der Vorbesitzerin booten koennen. Das erste Programm im Autostart war MSN mit Autologin und gespeichertem Passwort. Nicht sehr loeblich :hammer:...

Ob das direkt bei den Festplattenherstellern besser funktioniert kann ich nicht beurteilen, ich wuerde mich aber _nie_ darauf verlassen. Wenn eine Festplatte meinen Besitz verlaesst wurde sie vorher sorgfaeltig darauf vorbereitet oder mit dem Hammer bearbeitet...ich bin da doch recht paranoid :-).

Christoph 13.07.2010 22:17

Das ist ein Vertrauensproblem, wenn der User seine Daten gerettet haben will wird es ihm wenig nützen wenn der HD-Hersteller die Daten unwiderbringlich löscht.
Images/Backups sind noch nicht jedermanns Sache.

Ob der Hersteller die Daten weitergibt, das ist (leider) Vertrauenssache???????? :confused:

Ich würde mal fragen ob es eine "Garantie für Nichtmissbrauch" oder so ähnlich gibt.

FritzS 13.07.2010 22:24

Zitat:

Zitat von apex (Beitrag 2421611)
Nur ein Beispiel unter vielen: Bei einem Ersatz-Notebook von ASUS welches ich bei einem Garantiefall bekommen habe waren die Partitionen nicht einmal geloescht (geschweigedenn ordentlich geloescht und ueberschrieben), ich hab direkt in die Windows-Installation der Vorbesitzerin booten koennen. Das erste Programm im Autostart war MSN mit Autologin und gespeichertem Passwort. Nicht sehr loeblich :hammer:...

zu ASUS habe ich volles Vertrauen :lol:

bei einer Serie der Apple TimeCapsule fällt manchmal das Netzteil aus - Apple gewährt (Berichten zufolge) auch Garantie wenn man die Platte ausbaut, sicher löscht und wieder einbaut.

Zitat:

Ob das direkt bei den Festplattenherstellern besser funktioniert kann ich nicht beurteilen, ich wuerde mich aber _nie_ darauf verlassen. Wenn eine Festplatte meinen Besitz verlaesst wurde sie vorher sorgfaeltig darauf vorbereitet oder mit dem Hammer bearbeitet...ich bin da doch recht paranoid :-).
Mit dem Hammer bearbeiten ... danach bekommst du einen Garantieaustausch :lol: Scherz beiseite .... das ist ein ungelöstes Problem ... die Platten verschlüsseln würde helfen, aber wer tut dies schon? Verschlüsseln hat auch negative Seiten, z.B. wenn die Sicherungsplatte das Einzige ist das von einer Computerlandschaft übrig bleibt. Zudem frisst Verschlüsseln Resourcen ... bei meinen Mac's könnte ich dies auch nutzen ...

FritzS 13.07.2010 22:32

Zitat:

Zitat von Christoph (Beitrag 2421612)
Das ist ein Vertrauensproblem, wenn der User seine Daten gerettet haben will wird es ihm wenig nützen wenn der HD-Hersteller die Daten unwiderbringlich löscht.
Images/Backups sind noch nicht jedermanns Sache.

Ob der Hersteller die Daten weitergibt, das ist (leider) Vertrauenssache???????? :confused:

Ich würde mal fragen ob es eine "Garantie für Nichtmissbrauch" oder so ähnlich gibt.

Bei mir ist es eher umgekehrt ... ich will unbedingt haben das die Daten sicher gelöscht werden! WD schreibt in seinem RMA Formular:

Zitat:

Alle von Western Digital im Rahmen einer RMA angenommenen Produkte erhalten Sie nicht zurück. Alle auf der bzw. den Festplatte(n) gespeicherten Daten werden gelöscht. Wir bitten Sie daher, vor dem Versand Sicherungskopien Ihrer Daten zu erstellen. Bitte lesen und beachten Sie unbedingt die untenstehenden Versand- und Verpackungsrichtlinien. Anderenfalls kann zu einer Verzögerung der RMA-Bearbeitung kommen.
Aber kann man sich darauf verlassen?

PS: Bei einer der Platten könnt ich noch einen FW Upgrade versuchen, geht dies auch an einer USB Schnittstelle? Oder muss die Platte unbedingt an einen SATA Controller hängen?

FranzK 13.07.2010 22:39

Zitat:

Zitat von FritzS (Beitrag 2421617)
....
PS: Bei einer der Platten könnt ich noch einen FW Upgrade versuchen, geht dies auch an einer USB Schnittstelle? Oder muss die Platte unbedingt an einen SATA Controller hängen?

Alles direkt am Controller!

(Über USB kommst du nicht einmal an die SMART-Werte.)

:hallo:

Hawi 13.07.2010 23:07

Ich bin sicher, die Mitarbeiter von Harddiskherstellern haben Wichtigeres zu tun, als irgendwelchen Daten auf kaputten Harddisks nachzuschnüffeln. In meiner Firma glaubten auch einige Mitarbeiterinnen, dass die Vermittlung bei den Gesprächen mithörte. Wer den Stress in einer Telefonzentrale mit eigenen Augen und Ohren gesehen / gehört hat, weiß, dass das ein Blödsinn ist.
Noch dazu läuft das ja international, die Wahrscheinlichkeit, dass da jemand mit den Daten etwas anfangen kann, ist da gering.
Bei WD habe ich gerade eine RMA gehabt. Anmeldung ist international, die Ersatzharddisk kam aus Deutschland aus der Gegend von Frankfurt, war lt. Begleitpapieren aber ursprünglich aus Budapest dorthin geschickt worden. RMA-Abwicklung war übrigens vorbildlich. Da meine HD zwar fehlerhaft war, aber noch lebte, nahm ich "Advance Replacement" in Anspruch. Ich erhielt eine neue (übrigens größere) Harddisk, auf die ich in Ruhe meine Daten überspielen konnte. Die Verpackung habe ich dann gleich für die Rücksendung verwendet (HD natürlich vorher gelöscht).

pc.net 14.07.2010 10:42

wenn nur der controller auf der hdd defekt ist, kann es schon vorkommen, dass diese hdd repariert wird (controller austausch geht ja recht einfach) und dann für einen anderen RMA-fall verwendet wird ...

ich würd mich jedenfalls niemals darauf verlassen, dass die daten gelöscht werden, auch wenn die hersteller das zusichern ...


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