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Neue Platten für das RAID
Hi
Ich habe wieder einmal eine Frage an Administratoren und RAID-Kennern. Mir ist ein HP ProLiant ML110 Server untergekommen, der im Betrieb praktisch stehengeblieben ist ("Eine große Datei am Server aufmachen führte zu einer Kaffeepause"). Er wurde kurzfristig ersetzt und ich konnte mir die Kiste näher anschauen. Der Hauptgrund war schnell gefunden. Die Datenpartition des RAID-5-Verbunds mit drei 80GB-Maxtor-SATA-I-Platten war praktisch voll. NTFS konnte sich darauf nicht mehr rühren. Ein genauerer Check ergab, dass mehr als ein Drittel der Daten nur Müll darstellten und problemlos entsorgt werden konnten. Danach eine Defragmentation und das Werkel lief wieder merklich flotter. Allerdings nicht so, wie sich eine 3,2GHz-P4-CPU mit W2k-Server anfühlen sollte. Alle Operationen reagierten höchst träge, und das bei praktisch nicht vorhandener CPU-Belastung. Weiters eine seltsame, minutenlange Nachdenkpause beim Laden des OS-Kernels (beim 13. Balkensegment in der Graphikanzeige des Bootvorgangs). Ich vermutete ein Problem mit den Platten. Aber alle Tests unter Windows fielen negativ aus, die Platten seien OK. Das sagt auch der Controller (Adaptec 2610SA), lediglich HD Tune - dessen Aussagekraft bei einem Cache-Controller ich nicht beurteilen kann - zeigte bei einem guten Viertel der Plattenkapazität einen Durchsatz zwischen 0,1 und 5MB/s! So ungefähr fühlte es sich aber auch an. Da über den reinen OEM-Controller kaum etwas zu finden ist, machte ich als letzte Aktion die Plattenprüfung mit Remapping im BIOS des Controllers. Nach jeder Plattenprüfung starte der Rechner erfolgreich und siehe da, nachdem alle drei Platten gecheckt waren (ohne dass das Prüfprogramm auch nur irgendwas vermeldet hätte außer, dass es fertig sei) bootete der Rechner zwar immer noch sehr langsam, aber einmal hochgekommen schnurrte er wieder wie ein junger dahin. Allerdings lieferten alle Tests das gleiche Ergebnis wie vorher, auch der Adaptec Storage Manager behauptete steif und fest, die Platten wäre vollkommen OK (inklusive SMART) und HDTune lieferte erfreulichere Diagramme. Allerdings wurden diese nach ein paar Tagen wieder schlechter, das erste Viertel des Verbunds wird immer langsamer, was man auch subjektiv beim Arbeiten am System spürt. Die Funktion des Fileservers läuft allerdings weiterhin sehr gut, am Netz merkt man noch keine Beeinträchtigung. Ich habe dennoch die Platten im Verdacht und möchte sie wechseln. Jetzt aber die Gretchenfrage. Die Platten sitzen in Einschüben und könnten eine nach der anderen gewechselt werden (mit jeweiligem Rebuild dazwischen) Wird der Controller anstandslos eine 160GB oder 320GB Platte als Ersatz schlucken? Kommt er mit einer SATA-II als Fremdkörper im Verbund klar (ein 1210SA bedient bei mir perfekt eine 1TB-Platte)? Oder muss ich mich nach offiziellen Ersatzplatten umsehen. Gibt es auch Quellen, wo ich passende Platteneinschübe gebraucht bekommen kann, um nicht die gewinnmaximierenden HP-Ersatzteilpreise bezahlen zu müssen? :hallo: |
Also ich bin jetzt nicht der RAID-Experte ;) Nur ich würde die Daten, es sind ja maximal 160GB, auf eine externe Platte spielen und dann einen komplett neuen RAID machen und dann retour. Der Grund ist ganz einfach, daß sonst mehrfach (3x) die Daten wiederhergestellt werden müssen, was erstens dauert und zweitens unsicherer ist und drittens ich den neuen RAID-Verbund testen kann, was nicht schlecht ist, wenn ich mir unsicher bin ob dies oder jenes geht
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Hi
Der Gedanke hat was für sich. Das Kopieren der Daten ist kein Problem, es muss mir nur gelingen, ein Image der Systempartition zu erstellen, das ich dann auch wieder auf den neuen RAID-Verbund zurückbringe (es ist viel Software installiert, um deren Neuinstallation ich mich liebend gerne herumdrücken würde). Wenn das kein Problem macht, dürfte die Prozedur schneller gehen als der dreifache Rebuild. Außerdem müsste ich dann doch auch die Option haben, zwei größere Platten im RAID-1-Verbund zu betreiben. Wenn der Controller mit meinen neuen Seagates umgehen will, wäre das dann auch die schnellere Lösung... :hallo: |
Acronis z.B. kann ein Image erstellen. Sollte kein Problem sein.
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Acronis funktioniert auch auf Raid-Verbunden problemlos.
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Ich würde mal alle Firmware Updates über den Server & die HDs laufen lassen, die HP dafür anbietet.
Ansonsten mal nur zwei HDs im RAID 1 verwenden und versuchen, durch kreuzweisen Tausch herauszufinden, ob eine der HDs im Betrieb zu spinnen beginnt. Ich hab' mit der KMU Schiene der HP Server nix zu tun, bei den größeren bzw den Rackmodellen kann man durchaus non-HP HDs einsetzen, allerdings können bei diesen die HP eigenen Firmwareupdates natürlich nicht durchgeführt werden, ebenso sind einige der Statistiken dann nicht verfügbar, die zB die Managementagents erstellen/brauchen. |
Hi
Ich habe am Sonntag ein Image mit CloneZilla gemacht. Das ging zwar gut, dauerte aber über drei Stunden. Daher werde ich mit dem heißen Versuch bis zum nächsten Wochenende warten. Programme wie Acronis werden vermutlich nicht funktionieren. Die wollen ja zuerst installiert werden, bevor sie loslegen. Das tun sie aber bei Server-Betriebssystemen in der Regel nicht. Dafür gibt es dann zumeist teure Server-Versionen. Auf der HP-Homepage habe ich für den ML110 G2 nicht viel gefunden. Ist offenbar schon ein wenig zu alt für ausführliche Online-Unterstützung. Lustigerweise gibt es z.B. Updates von Broadcom-Treibern für die Onboard-Gb-Netzwerkkarte. Es ist aber ein Intel-Pro-Chip verbaut... :hallo: |
Mit Arcronis kann man sich eine bootfähige CD erstellen, mit den gleichen Funktionen wie das Hauptprogramm.
Soferne der Raid-Controller erkannt wird, geht das sehr gut. Und zumindest die On-Board Controller werden mittlerweile problemlos erkannt. |
Von HP gibt es Firmware Maintenance CDs, musst halt schauen, welche die letzte ist, die den ML110 G2 unterstützt bzw. nach aktuellen FW Releases suchen.
Auf der HP Seite gibt es zwar so gut wie alles, allerdings kann die Suche durchaus langwierig sein, vor allem bei etwas betagteren Systemen... |
Zitat:
:hallo: |
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