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kikakater 03.08.2006 00:13

Österreichische Piratenpartei gegründet
 
Österreichische Piratenpartei gegründet

Zitat:

Politische Ziele
Im Konkreten will sich die Partei für eine Reform des Urheberrechts einsetzen, die Straffreiheit für Privatkopien, Verbot von DRM sowie Herabsetzen der Schutzdauer auf fünf Jahre nach der Veröffentlichung beinhalten soll.

Beim Schutz der Privatsphäre wird vor allem die EU-Vorratsdatenspeicherung thematisiert, die die PPÖ abschaffen will. In Sachen Patente sollen vor allem so genannte Trivial- und Softwarepatente sowie medizinische Patente für die 3. Welt bekämpft werden.

chrisne 03.08.2006 10:47

http://www.wcm.at/forum/showthread.p...hreadid=197901

Chrisi99 03.08.2006 11:29

PiratenInnen ParteiInnen bitte! :D

kikakater 03.08.2006 17:13

Österreichische Piratenpartei kämpft für Privatkopie

Zitat:

Im Schwerpunkt der Arbeit der PPÖ soll eine nutzerfreundliche Reform des Urheberrechts stehen. Sie strebt eine "ausgewogene Balance zwischen den allgemeinen Anforderungen der Verfügbarkeit und Verbreitung" von Inhalten auf der einen und "den Forderungen des Schaffenden nach Anerkennung und Vergütung auf der anderen Seite" an. Die Schutzdauer für Werke soll daher drastisch auf fünf Jahre nach einer Veröffentlichung gekürzt werden. Andernfalls laufe die Gesellschaft Gefahr, "dass immer größere Teile unseres Kulturerbes in den Händen einiger Konzerne privatisiert sind." Darüber hinaus sollen Systeme zum digitalen Rechtekontrollmanagement (DRM) pauschal verboten, Filesharing dagegen auch als Werbung für die Künstler begrüßt werden. So fordert die PPÖ eine allgemeine "Straffreiheit für Kopien zu privaten, nichtkommerziellen Zwecken".

Weiter spricht sich die Piratenpartei gegen den "fieberhaften" Kampf von Konzernen um den Rekord bei der Anzahl gehaltener Patente aus. Die gewerblichen Schutzrechte würden dann aber oft nur "dazu verwendet, um Kleinunternehmer gar nicht in der Riege der großen Firmen mitspielen zu lassen." Die zunehmende Monopolisierung führe zu keinerlei Verbesserung des Kundennutzens sowie des Preises oder der Qualität von Produkten. Generell halten die Parteigründer das gegenwärtige Patentsystem im Bereich von Trivial- und Softwarepatenten für problematisch, bei Monopolansprüchen im Pharmasektor für "unmoralisch" bis hin zu "unnütz" für die etablierten Industrien. Die Schutzdauer von Patenten müsse daher eingeschränkt werden.

Generell sorgt sich die PPÖ, dass die Informationsgesellschaft eine "Kontroll- und Überwachungsgesellschaft" geworden sei, "in der jeder erfasst und beobachtet wird." Demokratie benötige aber einen starken Schutz der Grundrechte als Voraussetzung, um den Bürgern auch eine wirklich freie Meinungsäußerung zu ermöglichen. Konkret will sich die Piratenpartei daher etwa gegen die Einführung einer verdachtsunabhängigen Vorratsspeicherung von Telefon- und Internetdaten in Europa, gegen die E-Mail-Überwachung sowie Wirtschaftsspionage der USA auf dem alten Kontinent stark machen.

kikakater 03.08.2006 17:27

Willkommen im Wiki der Initiative "PiratenPartei Deutschland" PPD

Zitat:

Wir zielen auf die Gründung der "Piratenpartei Deutschland" / "PPD" ab. Diese soll Meinungsfreiheit und Privatsphäre aller Menschen in Deutschland wieder herstellen und die fortschrittsbehindernden Auswüchse des Urheber- und Patentrechts zugunsten einer freien Wissensgesellschaft neufassen. Die offizielle Gründung der Partei ist für Anfang September geplant.

Ziele

Zitat:

Das Urheberrecht betreffende Ziele

Hinweis: dies ist nur ein Entwurf

* Das Recht auf Privatkopie wird wieder eingeführt und klar formuliert.
* Daraus folgt: Verbot von DRM und Kopierschutz - Wenn die Filmindustrie per Gesetz vor die Wahl gestellt würde, einen Film gar nicht oder nur ohne Kopierschutz und mit funktionierendem (=kein KS) Recht auf Privatkopien, würde sie ihn dennoch rausbringen - denn Gewinn ist auch so groß genug! Nur so kann das Recht auf Privatkopie vernünftig durchgesetzt werden. (das geht ebenfalls zu weit, besser wäre eine Interoperabilitätsklausel, welche die jetzige Benutzung "verbietet")
* Alternativ bzw. zusätzlich (für Importe mit Kopierschutz): Das nichtkommerzielle Umgehen eines Kopierschutzes bleibt erlaubt.
* Keine Patente auf Software/Algorithmen (möglich: Urherberrecht ungleich Patentrecht (siehe Diskussion))
* Komplette Abschaffung des Urheberrechts (das geht zu weit)
* Informationen sind frei – Programmcode, Algorithmen, etc. sind Informationen (geht auch zu weit: Die Verbreitung von Informationen darf nicht verboten sein, eine Pflicht dazu besteht nicht)
* Die GEZ wird abgeschafft. ( wie werden die öffentlich rechtlichen dann finanziert? Steuern ? Kulturflatrate ?)

...

Kernsatz ist meiner Meinung nach, daß in einer wissensbasierten Gesellschaft der Urheberschutz keine lange Schutzdauer haben kann, weil sich sonst Oligopole und Kontrollkartelle, die politische Ambitionen durch Kontrolle ersticken, herausbilden.

Burschi 03.08.2006 17:38

Alles Komunisten! :D

Oli 03.08.2006 18:24

Alles recht und schön, aber eine Partei, welche im Kern nur dieses eine Ziel verfolgt ist genauso sinnlos & obsolet, wie eine Schwulenpartei (http://www.gay.or.at/news/1152804136).

Sinnvoller und zielführender wäre eine Lobby, welche als Ziel verfolgen würde, dass diese Punkte von existierenden Parteien in deren Programm oder zumindest dort als Diskussionsgrundlage aufgenommen würde.

Ciao Oliver

christian1701 03.08.2006 20:52

Zitat:

Original geschrieben von Chrisi99
PiratenInnen ParteiInnen bitte! :D
Die PiratInnen Partei ist aber von der KPÖ.

callas 06.08.2006 12:32

im Prinzip haben die Grünen aber auch mit einem Thema begonnen ( Umwelt), die Bevölkerung sensibilisiert und heute kann keine Partei mehr an diesem Thema vorbei.

Trifft im Prinzip auch auf die Bürgerlisten zu die heute recht erfolgreich in vielen Gemeinderäten sitzen.

Und da derzeit von den Parteien eh nur alles abgenickt wird, was die Konzerne der EU zum Thema Softwarepatente, Urheberrecht, Filesharing etc vorschreiben, hat eine Partei die sich dieses Themas annimmt ein Existenzrecht!


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