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SerenDwyn 30.07.2006 13:36

Scanner-Kauf: auf was achten?
 
Ich überlege mir, einen Scanner anzuschaffen. Hauptsächlich möchte ich damit Seiten von Büchern, also hauptsächlich schwarz-weiß, scannen, sowie Diagramme.

Jetzt hab ich mal bei (A4 Scanner bei) Geizhals geschaut, was da so im Angebot ist... auf was muss ich denn achten?
  • DPI?
  • Durchlichteinheit?
  • Bit-Tiefe?
  • Reicht USB 1.1?
  • Wie siehts mir Texterkennung (OCR) aus? Welche Hersteller legen brauchbare Programme bei? Funktionieren die mit StarOffice / OpenOffice?
System wäre WinXP SP2 Home.

Danke!

Herwig 31.07.2006 23:19

Fuer deine Anforderungen kannst du wirklich bedenkenlos einen jeden Scanner nehmen. Einzig die Abwaegung: Billigsdorferscanner und alle zB zwei Jahre wegschmeissen und neuen Billigsdorfer. Oder einen Semi-Profi-Scanner der das drei oder vier fache des Billigsdorfers kostet, stabiler und schneller ist und mehrere Jahre haelt.

Besonderheiten musst nur beachten, wenn du Dias und Co scannen willst, bei Buechern ist es wirklich total egal.

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Fuer Buecher mit unflexiblem Buchruecken sollte es ein CCD und kein LED-Scanner sein, LED werden in der Tiefe, also dem Buchfalz in der Mitte, unscharf.
Vor langer Zeit gab es mal einen Spezialflachbettscanner besonders fuer Buecher, deren Glasplatte ging bis zum Rand, daher konnte man jeweils eine Seite des Buches gut drueberlegen, der Scan war unverzerrt und das Buch wurde geschont. Die sonstigen Daten des Geraetes waren Mittelmass doch preismaessig ganz oben dabei. Noch dazu dauert das Scannen doppelt so lange und die jeweils zweite Seite muss gedreht werden. Fazit: unnoetig.
Schnapp dir einen CCD-Flachbettscanner eines Markenherstellers und fertig.

zB Canon CanoScan 4200F um etwa 90 Euro.
USB2 sagt uebrigens nix aus, denn guenstige Scanner sind von den Verwertungsgesellschaften (aka Aasgeier) von der Uebertragungsrate beschraenkt, d.h. ein Scanner der USB2 ausnutzt, kostet um Hausecken mehr.
Rein materialmaessig trennen diese Scannergattungen vielleicht 30 Euro, dank der Urheberrechts-Wahnsinnigen darfst du aber um 100 Euro mehr bezahlen.
Bei Leermedien gibt es die Leermedienrueckverguetung wenn man nachweislich nur privaten Daten draufschreibt, zB grosse Backupmengen in Betrieben usw. Bei Scannern gibts sowas leider nicht, die Verwertungsgesellschaften behandeln JEDEN Scanner-Kaeufer so, als ob er/sie jeden Tag einen Bestseller einscannt ...

Traveller23 06.08.2006 20:48

hi, ich hätte einen älteren, aber gut funktionierenden Scanner zu verkaufen, schick dir eine PN.

lg

kikakater 06.08.2006 22:33

Canon CanoScan 8400F (9554A003) für 167,86 EU bei 1ashop.at

3200x6400dpi • USB 2.0 • Durchlichteinheit

schnell, retouchieren, Dias scannen

A4+ Format !

Nicht so wie bei allen Multifunktionsgeräten, die nur A4 Small als Auflagefläche anbieten.

enjoy2 07.08.2006 00:41

http://www.geizhals.at/a112536.html wäre so ein spez. Buchscanner

mehr darüber http://www.plustek.de/Home/index.htm od. https://www.ssl-id.de/1a-mediashop.d...uchscanner.htm

ob unnötig oder nicht, hmm, kommt auf die Bücher an, imho, wie wertvoll sie sind

wichtig für mich ist USB 2.0, da 1.1 schon sehr langsam ist, vorallem bei hohen Auflösungen.

enjoy2 07.08.2006 00:42

@kika, wäre nicht der Geizhalslink auf österr. Händler sinnvoller? ;)

http://www.geizhals.at/a116291.html

row 07.08.2006 10:46

Bezüglich Seiten von Büchern:
wenn Du sehr dicke Bücher einscannen möchtest würde ich Dir von einem Scanner mit LEDs (LIDE) abraten. Hier ist die Tiefenschärfe wesentlich geringer ist als bei normalen Flachbettscannern, was zu Problem führt wenn die Seite wegen dem starken Bug nicht zur Gänze plan aufliegt!

Uuups - hat Herwig schon geschrieben

adler 07.08.2006 11:12

kann den Epson Perfection 4990 Photo
 
empfehlen

super Qualität auch im Durcklicht bereicht.

row 07.08.2006 16:29

Zitat:

Wie siehts mir Texterkennung (OCR) aus? Welche Hersteller legen brauchbare Programme bei? Funktionieren die mit StarOffice / OpenOffice?
Die meisten OCR-Programme können Dateien als RTFs speichern, die dann von allen Textverarbeitungsproggis geöffnet werden können. ABBYY FineReader kann zusätzlich den Text direkt an StarOffice/OpenOffice schicken.

Herwig 08.08.2006 02:02

Bezueglich OCR moechte ich auch etwas anmerken und zwar was die Erkennungsqualitaet angeht. Vor einem Jahr oder so hab ich mal mehrere Programme durchgetestet und bin eben was die Erkennungsleistung angeht, sehr enttaeuscht worden. Egal welche Art Vorlage, egal wie das Programm intern funktioniert, es ist immer ein Riesen(zeit)aufwand mit OCR verbunden - und zwar wegen des Korrekturlesens verbunden mit manuellen Ausbesserungen.
Ich moechte mich sogar zu der Behauptung hinreissen lassen, man muss sogar nachbessern wenn auf dem A4-Blatt nur das Wort HALLO in 70-Punkt-Schrift drauf war!

Ausserdem sind die Ergebnisse in keiner Weise vorhersagbar. Mit einer Vorlage wo es einer Sau graust (Umweltschutzpapier, Nadeldrucker mit fast ausgelaugtem Farbband) hatte ich WESENTLICH bessere Ergebnisse als von einer Zeitschrift mit 1A-Schriftbild, super Kontrast usw.
Letztendlich hab ichs dann bleiben lassen, auch weil der erwaehnte Zeitazfwand es nicht rechtfertigt. Mit Selber-Tippen ist man da meistens nur geringfuegig langsamer - und das sagt einer der nur per Turbo-Adler tippt!

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Der Vollstaendigkeit halber sei noch erwaehnt dass PDF-Scannen, was manche (teurere) Scanner anbieten, keineswegs bedeutet dass man nur die Vorlage reinlegen braucht, auf einen Knopf drueckt und nach einigem Zahnrad-Rattern kommt dann ein PDF-Dokument bestehend aus Text und Bilder raus.
DAS waere die Wunschvorstellung.
In der Realitaet werden einfach die Bilder komprimiert, in einen PDF-Frame eingebaut und abgespeichert. Das entstehende File ist nix anderes als eine Bildersammlung mit mehreren Seiten die auf *.pdf endet. Man kann also keinen Text markieren oder gscheit zoomen oder so.

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Vollstaendigkeit - Teil2: Zufaelligerweise hab ich heute die Filmnegativ-Scan-Faehigkeit meines Canon 8400F ausprobiert. Kurz gesagt, das funktioniert wirklich und liefert gute Ergebnisse. Der Canon-Treiber bietet alle moeglichen Spielereien, die hab ich natuerlich alle aktiviert - und hab dem Scanner dann etwa eine Stunde beim Rattern zugehoert fuer acht Negative ;-)
Beim 8400F gibts so einen Rahmen, wo man bis zu 12 35er-Negative einlegen kann, 2x6, dummerweise sind die meisten Negativstreifen nur 4 Negative lang. Also hab ich einen zerschnitten schon hats gepasst, allerdings haben die Abstaende dann nicht gepasst und die Ergebnisbilder waren etwas verschoben.
Qualitativ jedenfalls recht gut, auch wenn die automatische Zuschneidung etwas ungenau schnippelt. Und jetzt weiss ich auch, warum 6400dpi ein Werbeschmaeh sind, zumindest bei den vorliegenden Negativen :-) Bei Dias die ein Fachmann geknipst hat, und die natuerlich noch von keinem Finger angetapst sein sollten, braucht man die hohe dpi-Zahl vielleicht wirklich, bei Bildern aus einer Schnappschusskamera mit einem Billigsdorferfilm tuts 1600dpi auch.


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