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3of4 18.08.2005 11:58

Ade Glühbirne?
 
http://orf.at/050816-90221/index.html
Zitat:

Die Glühbirne ist ein Energieverschwender. Nur wenige Prozent des verbrauchten Stroms setzt sie tatsächlich in Licht um. Wegen ihrer vergleichsweise primitiven Technik sind Glühbirnen und Halogenlampen nach Überzeugung vieler Forscher ein Auslaufmodell.

Das wissen auch die größten Hersteller - und rüsten sich für die Zukunft. Schon lange forscht Marktführer Philips gemeinsam mit dem Branchenzweiten Osram an der Weiterentwicklung von Leuchtdioden, der Technologie der Zukunft. Nun hat Philips den US-Leuchtdiodenhersteller Lumileds fast vollständig übernommen.

Boomender Markt

Der niederländische Elektronikkonzern hat damit sein Lichtgeschäft weiter ausgebaut, 765 Mio. Euro hat Lumileds gekostet. Nach Einschätzung von Unternehmenschef Gerard Kleisterlee wächst der Markt für leistungskräftige Leuchtdioden jährlich um 20 bis 25 Prozent.

Der Kauf von Lumileds, wo 1.760 Mitarbeiter beschäftigt sind, werde sich positiv in der Bilanz des kommenden Jahres niederschlagen.

Effektive Stromumwandlung

Leuchtdioden (Light Emitting Diodes, LED) basieren auf elektronischen Halbleiterverbindungen und wandeln Strom sehr effektiv in Licht um.

Sie werden bereits seit langem unter anderem als Kontrolllämpchen in Autos und Geräten eingesetzt, können jedoch auch in großem Maßstab - etwa zur Beleuchtung von Städten - genutzt werden.

Lange Haltbarkeit

Weiße Leuchtdioden können es in Sachen Effizienz schon heute leicht mit Halogenlampen aufnehmen. Anders als die Energie sparenden Leuchtstofflampen enthalten die LEDs aber kein giftiges Quecksilber.

Ihren größten Trumpf können die Leuchtdioden bei der Haltbarkeit ausspielen. Während eine herkömmliche Glühbirne für eine Lebensdauer von etwa 1.000 Stunden ausgelegt ist, halten weiße LEDs mehrere 10.000. Die altbewährten farbigen Leuchtdioden bringen es sogar auf bis zu 100.000 Stunden.

Geringer Stromverbrauch

Und noch einen Vorteil haben die Leuchtdioden: Ein nicht zu vernachlässigender Anteil des globalen Stromverbrauchs geht in die Beleuchtung. Rund 70 Prozent dieses Strombedarfs ließen sich durch effizientere Lichtquellen einsparen.

In den vergangenen Jahren ist die Entwicklung der LEDs rasant fortgeschritten. Als Leselichter in Bahn und Flugzeug und als punktförmige Lichtquelle für Spezialbereiche sind sie bereits in greifbarer Weite.

Bald als Autoscheinwerfer

Noch in diesem Jahrzehnt sollen weiße Leuchtdioden auch als Autoscheinwerfer zum Einsatz kommen, heißt es auch seitens der Firma Osram.

Technisch wie gestalterisch lassen die Leuchtdioden vollkommen neue Möglichkeiten zu, schwärmt man. Und die Leuchtdiode geht in der Lebensdauer eines Autos nicht kaputt.

Kosten müssen gesenkt werden

Bis die Herstellung für den Massenmarkt billig genug ist, wird es allerdings noch dauern. Derzeit ist dieselbe Lichtmenge aus einer Glühbirne noch um ein Vielfaches billiger als aus einer Leuchtdiode. Dieses Verhältnis soll sich aber immer weiter verringern.

Die letzte Glühbirne

Der Niedergang der Glühbirne ist aber absehbar. Noch sind die Leuchtdioden kein Ersatz für die herkömmliche Beleuchtung, sagte auch der Chef der Beleuchtungssparte von Philips, Theo van Deursen. Doch in rund 25 Jahren wird wohl die letzte Glühbirne produziert werden.

Organische LEDs der letzter Schrei

Doch auch die LEDs haben schon Konkurrenz bekommen. Wissenschaftler arbeiten bereits an der nächsten Generation: Als Lichtquelle der Zukunft gelten jetzt schon organische Leuchtdioden (OLEDs). Sie sind leicht, nur etwa einen Millimeter dick und hoch effizient.
Also ich mag das bläuliche, kalte Licht von LEDs nicht :(
Abgesehen davon, wie sollen die nachfolgenden Schülergenerationen Fieber vortäuschen, wenn es keine Lampen die heiß werden mehr gibt?

Tarjan 18.08.2005 12:08

Ich denke dass das Licht da auch natürlicher wird, sonst hängt es sich ja keiner ins Zimmer.

Und Energiesparen kann man jetzt auch schon, einfach statt normaler Glühbirnen Energiesparbirnen kaufen.

holzi 18.08.2005 12:20

hmmm...haltbarkeit 10000 Stunden, da müssen sich die Hersteller aber was einfallen lassen, damit sie weiter Geld scheffeln können.;)

christian1701 18.08.2005 12:53

Wer behauptet denn dass LEDs nicht heiss werden?
Grad die wärmeabfuhr ist doch eines der hauptprobleme bei leuchtstarken leds.

mike 18.08.2005 13:24

Vor allem, die Story kommt regelmässig alle paar Wochen beim ORF *gähn*

Aber was anderes, suche solche LED-Streifen, die man aufkleben kann. Hab ich mal vor einiger Zeit in einem Fernsehbericht gesehen. Sehen ziemlich cool aus und sollen angeblich schon erhältlich sein. Kann sie aber niergends finden. Weiss von euch jemand, wer sowas hat?

holzi 18.08.2005 14:18

Zitat:

Original geschrieben von mike
...Aber was anderes, suche solche LED-Streifen, die man aufkleben kann. Hab ich mal vor einiger Zeit in einem Fernsehbericht gesehen. Sehen ziemlich cool aus und sollen angeblich schon erhältlich sein. Kann sie aber niergends finden. Weiss von euch jemand, wer sowas hat?
gib beim conrad in der Suche LED-Streifen ein ;)

3of4 18.08.2005 14:19

ja, inzwischen kommts relativ häufig im orf, deshalb frag ich mich, inwiefern die 25 jahre realistisch geschätzt sind?

die led-streifen die du meinst, sind organische leds, allerdings erst im entwicklungsstadium ;)

mike 18.08.2005 14:58

Danke, beides richtig ;) Die Streifen vom Conrad werden's einstweilen tun, bis die OLED-Version da is :D

fredf 18.08.2005 15:20

Oder meinst du Elektrolumineszenzfolien Mike?


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