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kikakater 08.03.2005 14:06

Softwarepatente und wann
 
European democracy bogus, says Open Source Consortium

Softwarepatente sind unter bestimmten Voraussetzungen sehr wohl in Ordnung und notwendig. Das Geschrei der Open Source Gemeinde ist ein verkappter Versuch die GPL aufzuweichen :D zu legitimistischen Sun, IBM und Oracle GPLs.

Zielführende Definition:

Patente auf Kombinationen von Hard- und Software sind in Ordnung (Bindungszwang)

Patente auf Hardware sind in Ordnung (physisches Prinzip)

Patente auf Software alleine sind nur dann in Ordnung wenn sie kein Monopol abbilden (konzeptionelles Prinzip)


In diesem Zusammenhang ist die scharfe - und zurecht scharf ausgefallene - Warnung der EU Kommission bezüglich dem Windows Media Player 10 und seiner Rechteverwaltung sowie der Ankündigung neuer empfindlich hoher Strafen bei Weigerung der Durchsetzung eines niedrigeren Preises für eine Windows Version ohne Windows Media Player 9 und 10 ABER der grundsätzlichen Möglichkeit durch Fremdabspielsoftware (Open Source) das Abspielen von CDs etc. in der Registry nicht zu verunmöglichen, zu erwähnen.

Selbstverständlich gibt es gegen Patente weitere Ausschlußkritierien wie Trivialität und Prior Art wie auch Unpatentierbarkeit (menschlisches Genom, unrühmliches Beispiel durch das Müncher EU Patentamt in Zusammenhang mit der Patentierung einer Behandlungsmethode für müde Spermien und demnach auch (der Patentierung) der Spermien selbst, was ein Trugschluß ist, aber so - also in genau dieser Weise - sogar, mehrwöchig zumindest gesehen werden wollte von agressiven Soberminders "wissenschaftlicher" Natur).

Die Hedgefunds britischer Versicherungen und das Interesse am liberalen - tatsächlich aber extrem konservativen - "Befreiuungsweg" der Gesellschaften im Westen (Anglizismus, als Protestantismus getarnter Scientologismus) spielen hier hinein wie die Zusammenarbeit von Briten mit AIBOs herstellenden asiatischen Ländern, die pflegebedürftigen und der Ansprache ausgezehrten Älteren und Schwächeren angebliche HITECH Roboterstofftiere wie Gesellschaftomaten :cool: anzuleiern, die nur dem Handel treiben und Geschäfte machen dienen, nicht aber dem Fluß der Gerechtigkeit, sondern deren Aufstauung durch Hintanhaltung ... ..

frazzz 08.03.2005 14:20

Re: Softwarepatente und wann
 
Zitat:

Original geschrieben von kikakater



(Anglizismus, als Protestantismus getarnter Scientologismus)



das möchtest du so nicht stehen lassen.

Matchless 09.03.2005 16:49

Gesellschaftomaten ?

kenne nur rote, gelbe und grüne Tomaten
:confused:

kikakater 09.03.2005 17:54

Automaten, um Menschen Gesellschaft zu leisten. Die grausame Form von "Menschlichkeit" ...

shadow2043 11.03.2005 14:46

Das Problem ist aber trotzdem, dass sie ohne wenn und aber ausgenutzt werden.
Also gehören sie weg. Punkt.

kikakater 12.03.2005 16:34

Warum soll das Urheberrecht nur auf nicht Materielles anwendbar sein, aber auf physische Erfindungen nicht ? Oder auf nichttriviale Verbindungen von Software zu Maschinen, oder von komplexer Software, die für einen gewissen Zeitraum Schutz geniesst ?

Ich halte das für erstrebenswert. Jeder Betriebssystemtreiber oder jedes Betriebssystem muß von solchen Patentierungen ausgenommen sein. Genauso Dinge, die es schon gibt, oder die so einfach sind, daß ein Patentschutz technikfeindlich ist, aber nicht einen Schutz für eine Firma bedeutet, weil man im Nachhinein der Firma eben diesen Patentschutz als gesellschaftsschädlich vorwerfen und sogar Regreß verlangen kann für eine Blockadehaltung.

Schützenswert sind neue Entwicklungen, und es geht um Prinzipien nicht trivialer Natur.

Ob Patentschutz im Bereich Software überhaupt einen Sinn hat, kann man bejahen. Er fördert die Innovation. Er verhindert - richtig angewandt - die Blockade von Technologien, weil sich ein natürlicher Preis und ein entspanntes Vertrauensverhältnis zwischen Hersteller und Kunde entwickelt, wenn die Zwischenhändler sich entsprechend verteilend und nicht handelnd verhalten.

So wären neue Technologien schneller einsatzbereit. Jedenfalls sind Softwarepatente zum Markteintritt notwendig und nicht zur Monopolisierung. Nach fünf Jahren und einer einmaligen Verlängerung auf weitere fünf Jahre muss Schluß sein mit einem Schutz auf Erfindungen im technischen Sinn. Nicht aber auf Schutz in Bezug auf Produktpiraterie, wo es um das Vermeiden von Lizenzgebühren geht.

Das ist letztendlich gerecht und verhindert nichts, sondern beschleunigt die Forcierung von Technik, und mildert die Technikgläubigkeit in entscheidenden Bereichen ab.


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