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Hallo Leute,
Warum fallen in letzter Zeit so viele Flugzeuge vom Himmel? Ich habe den Eindruck das bei so manchen Airlines bewußt Menschenleben auf's Spiel gesetzt werden! Werden da Prüfprotokolle getürkt? Werden Prüfungen als abgeschlossen angegeben, die in Wahrheit gar nicht durchgeführt wurden um die Wartungskosten der Maschinen zu reduzieren? Wird vielleicht schon bei den Herstellerfirmen geschlampt? Vor einiger Zeit lief mal ein interessanter Beitrag auf Premiere über die "Crash Cops" der NTSB. Da habe ich Dinge gesehen wo ich nur noch verständnislos mit dem Kopf schütteln konnte. Da wurde am hinteren Druckschott eine ganze Nietenreihe "vergessen" - mit dem Ergebnis daß das komplette Heck, also Seiten- und Höhenruder inkl. der Hydraulikleitungen weggefetzt wurde, weil das Druckschott der Belastung nicht standhielt. Bei einer anderen maschine sorgte ein Lunker der gerade einmal so groß war wie eine Erbse dafür daß ein Turbinenrad barst und die ganze Turbine sprengte. Unglücklicherweise war es gerade auch noch das Mitteltriebwerk einer dreistrahligen Maschine. Wieder wurde das Seitenleitwerk in Mitleidenschaft gezogen. Nachtigall ick hör dir trapsen. Was meint ihr dazu? |
Ai, das ist ein heißes Eisen!
Nun ja, es gibt sicher mehrere Aspekte. Zum einen nimmt der Flugverkehr immer mehr zu und damit auch die statistische Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Unfall kommt. Dann werden (teilweise) die Prüf- und Wartungszeiten verkürzt, denn nur ein Flieger, der fliegt, bringt Geld. Was einige exotische Airlines da treiben, darüber gab es schon Berichte der Flugaufsicht (oder wie das heißt) z.B. aus Frankfurt. Da gab es schon einige Beanstandungen und Start- bzw. Landeverbote. Aber die können nicht alle Maschinen überprüfen, somit gibt es eine ziemliche Dunkelziffer. Ich habe von Kollegen gehört, dass es im Osten vorkommt, dass der Pilot bei den Passagieren sammeln geht, um Geld für den Sprit zu bekommen. Damit fliegt er dann, solange es reicht, dann wird wieder gesammelt. Man kann sich ausdenken, wie es da mit der wartung aussieht. Ein besonders heikles Thema ist der Handel mit gefälschten Ersatzteilen, die als Plagiate weitaus billiger sind als die Originale. Jeder Auto-Bastler kennt das, nur ist beim Flugzeug das Risiko sehr viel höher. Die Teile unterliegen nicht den strengen Qualitätskontrollen. Und wer seine Maschinen nicht bei Lufthansa, Boeing oder Airbus warten läßt, sondern in einer Bananenrepublik, spart ebenfalls. Dieses können aber die Passagiere selber beeinflussen! Wer für DM 500,- Normalpreis von FRA nach Singapur fliegen will, darf nicht erwarten, einen Flieger im Bestzustand besteigen zu dürfen. Aber für niedrigere Preise nimmt man ja schon mal etwas Risiko im Kauf ... Last not least muss man sagen: Das Material ist sehr hohen Belastungen ausgesetzt. Die Materialprüfung ist zwar schon sehr fortgeschritten, aber noch immer nicht perfekt. Es können immer verdeckte Fehler vorhanden sein, die erst später plötzlich zum Ausbruch kommen. Meine Meinung: Es liegt viel an der Qualität von Wartung und Ersatzteilen, vielleicht auch an den Piloten, die nichtzugeben, wenn sie mal die Maschine überbeansprucht haben. Ich persönlich versuche nach Möglichkeit, die sog. Billigairlines zu vermeiden. Gruß Cliff |
Ich sage nur: Capton!!!!
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Abstürze
Dazu Buchtips:Runter kommen si immer, von Tim van Beveren, Campus Verlag. Flug-Unfälle und Ihre Ursachen, R.Hurst, Motorbuchverlag Stuttgart. Gru? UweG |
Hallo Leute!!!
Ebenfalls ein Buchtip: 'Luftfahrtkatastrophen' von David Gero Motorbuch Verlag Echt klasse!!! Gruß Benedikt |
Äääh... Capton???
Was oder wer ist das? Ansonsten Danke für die Buchtips. http://www.flightxpress.de/ubb/smile.gif Hab's notiert. <BLOCKQUOTE><font size="1" face="Arial, Verdana">quote:</font><HR>Original erstellt von Watsi: Ich sage nur: Capton!!!!<HR></BLOCKQUOTE> [Diese Nachricht wurde von Cyron am 06-02-2000 editiert.] |
Liebe Forumsteilnehmer,
ich denke, dieses Forum ist nicht der richtige Platz, um ohne jede Fachkenntnisse und Abschlussberichte der Untersuchungskomissionen durch totale Laien irgend welche Beurteilungen über Flugunfälle anzugeben. Die sensationslüsteren Presse, die sich am Unglück anderer Menschen ergötzt, wird hier offensichtlich noch dadurch unterstützt, das man Sachbücher über Flugunfälle und Tragödien als "Klasse" bezeichnet. Nicht nur wir Berufspiloten, sondern auch die hier am Forum teilnehmenden Personen, bei denen ich gewisse Sympathien zur realen Fliegerei erwarte, sollten den Opfern gebührenden Respekt zollen und nicht mit unvollständigem Wissen eine Diskussion eröffnen. Die Verkehrsfliegerei bleibt, trotz allen Schicksalen und menschlichen Schwächen mit Abstand das sicherste Trasportmittel, das je existiert hat. Wer an dieser Stelle ernsthaft über die Ursachen tragischer Unfälle diskutieren möchte, von dem erwartete ich zumindest reale, sachgerechte Kenntnisse über die Ergebnisse der Flugunfalluntersuchungen. Peter Guth |
Es gibt einschlägige Seiten (zB bei Yahoo - Aviation) die die Unfallberichte samt Photos veröffentlichen. Ich halte nicht viel davon, mich an Photos abgestürtzter Maschinen zu ergötzen.
Ich habe heuer 3 Segelfliegerkollegen verloren. Es ist jedenfalls immer eine Verkettung unglücklicher Fehler - meines Erachtens meistens wegen mangelnden Trainings (am eigenen Körper schon erlebt) Von PFUSCH oder AUFS SPIEL SETZEN VON MENSCHENLEBEN zu reden finde ich etwas an den Haaren herbeigezogen. Man muss sich nur vor Augen halten, dass auch der Pilot immer grosses Interesse daran hat, wieder heil am Boden anzukommen. |
Hi Cyron,
noch ein kleiner Beitrag, der deine These der falschen Sparsamkeit unterstützt: Die Airbusse sind normalerweise mit einem Bodenradar ausgestattet, das in niedrigen Höhen unabhängig von Höhenmesser die Höhe über Grund (nicht NN) angibt. Air Inter, die Inlandstochter von Air France, hatte sie aus Kostengründen nicht eingebaut. Mit diesem Instrument hätte der Crash von Straßburg eventuell vermieden werden können. Hinzu kam, daß die "moving map" aufgrund von Programmfehlern die Lage der Landebahnen manchmal falsch anzeigte. Gruß Cliff PS: Kapton ist ein robuster, hochtemperaturfester Kunststoff, der in der Elektrotechnik gerne als Träger- oder Isoliermaterial verwendet wird. [Diese Nachricht wurde von Cliff am 06-02-2000 editiert.] |
Ich halte es prinzipiell auch mit Cliff: durch das rasant steigende Verkehrsaufommen in der Luftfahrt kann (aber muss nicht!) die statistische Wahrscheinlichkeit eines Unglücks steigen. Man müsste eben zuerst mal in die Statistik schauen und sich nicht von einer Unglückserie zu Spekulationen hinreissen lassen.
Und nicht vergessen: das Leben ist einfach ein risikovolles! René |
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