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Zum Dach der Welt
Da ja Donnerstag, am 29.Mai, der 50te Jahrestag der Erstersteigung des Mount Everest durch Edmund Hillary und Tensing Norgay ist, wäre ein Jubiläumsflug zum höchsten Punkt der Erde dann doch eigentlich ein Muss, oder?
Als Flugzeug ist natürlich ein Apparat erforderlich, der auch 29000ft erreicht, wenn man mit dem Gipfel auf Augenhöhe sein will. Von den MS-Standardfliegern taugt da eigentlich nur die Kingair, wenn man nicht auf eine der stilistisch etwas unpassenden Warmluftduschen von Lear oder Boeing zurückgreifen will ;-) Hartgesottene Kolbenproppler sollten Maschinen mit Turbolader ins Auge fassen - unmodifizierte Cubs, C152 oder UL's schaffen bedauerlicherweise noch nicht einmal die Höhe des Basislagers am Fuss des Kumbu-Eisbruchs :lol: Fortsetzung folgt ;) Peter |
Der Weg ist das Ziel
Der Flug geht von Kathmadu nach Osten über Ramechap VNRC, Rumjatar VNRT und Lamidada VNLD, wo sich auch ein NDB befindet (LDA 236.0 kHz). Dort kurvt man nach Norden in Richtung Lukla VNLK. Man sollte daran denken, spätestens jetzt kräftig(!) Höhe zu gewinnen :D
Der Flugplatz Lukla wurde übrigens auf einen Vorschlag von Edmund Hillary hin errichtet, es ist ein Grasplatz in abenteuerlicher Lage auf 9100ft MSL, hat 1600ft Länge und wird regelmässig von Maschinen vom Typ Twin Otter angeflogen. Von Lukla fliegt man noch 20nm Richtung 30 Grad und ist am Mount Everest. Klappen raus, Langsamflug, Sightseeing bis zum Abwinken. Rückflug nach Kathmandu VNKT nach Lust und Laune, NDB KAM 318 kHz, VOR KTM 112.30 MHz, RWY 02/20, 10007ft auf 4390ft MSL Angehängt ist für Leute ohne Atlas :D ein Flugplan Kathmandu nach Lukla (Kathmandu to Lukla.PLN). Wer will, kann auch die FLT- und WX-Datei benutzen, für die MS-Kingair am 29.5.2003. Viel Spass am Dach der Welt Peter P.S. Am 3. Juli jährt sich dann zum 50ten Mal die Erstersteigung des Nanga Parbat durch Hermann Buhl ;) |
Oooops - der Fortschritt...
... hat auch vor Lukla nicht haltgemacht: Der Airport :eek: wurde 2001 modernisiert: Die Piste ist jetzt 1900ft lang und hat einen Hartbelag. Sie hat aber noch immer eine Neigung von fast 10 Grad :p
http://www.markhorrell.com/travel/ne.../airstrip.html Viele Grüsse Peter |
@Peterle: Bericht und Bilder per mail an mich und ich bau ihn ein! ;)
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Mann Peter,
mach das nicht nochmal. Du reisst bei mir alte Wunden auf mit diesen Bildern. Habe seinerzeit bei meinen Nepal-Tripps (in den 80ern) immer vergeblich versucht, auf einen der Flieger nach Lukla zu kommen. Immer haben Trekking-Gruppen mit reichlich "Zusatzgebühren für bevorzugte Behandlung" die wenigen Sitzplätze ergattert. :heul: Andererseits: war auch nicht sooo schlimm, denn erstens scheint es im Kumbu-Gebiet meistens ar..kalt zu sein, und zweitens sind Susi und ich mit der Twin-Otter der Royal Nepal Airlines als Alternative von Pokhara nach Jomosom geflogen. Zurück ging es zwei Wochen lang zu Fuss auf dem herrlichen Kali Ghandaki-Trail im Tal zwischen Annapurna und Dhaulagiri. Falls es jemand interessiert: Bilder gibt es h i e r . Der Flug war auch nicht von schlechten Eltern, erst der Blick auf die Achttausender (bzw. deren Eiswände), dann die Landung in Jomosom, inklusive Steilkurve vom Gegen- in den Endanflug. :eek: Lang ists her. :heul: Gruss, Wolfgang |
Nachtrag...
beim Schmökern in meinem Link sehe ich, dass sich die politische Lage entspannt zu haben scheint. Interessant...
Gruss, Wolfgang |
Wolfgang, ich kenne...
... diesen Landstrich ja leider nur aus dem FS und diversen Bersteigerbüchern (die wir in den Sechzigern geradezu verschlungen haben - bevor wir uns dann UNTER die Berge verzogen haben, weil ja OBEN schon alles entdeckt war :lol: ).
Mich hat doch beeindruckt, dass die Standardszenerie im FS zwar nicht sooo detailliert ist, aber den generellen Eindruck des Berges doch ganz gut wiedergibt. Es gibt übrigens bei AVSIM.COM eine Zusatzszenerie mit einem etwas detaillierteren Lukla und einem noch mieseren Platz oben bei Namche Basar, Suchstichwort "Lukla", da ist ist auch recht schöne Karte des Gebietes bei. Ausprobiert hab' ich sie noch nicht. Im Augenblick (gestern ;) ) treib' ich mich am Nanga Parbat herum (leider nur im FS) , mit der Ju-52. Die Expedition von 1937 (das Raktiot-Tal hinauf, ausgehend von Gilgit) wurde tatsächlich auch mit Materialabwürfen aus einer JU-52 versorgt. Na, ok, um noch weitere Wunden aufzureissen ;) : Unten rechts der Lhotse, Lhotseflanke und der Aufstiegsgrat zum Everestgipfel links. Im Hintergrund der Makalu. Viele Grüsse Peter P.S. Wenn ich eine FS-Landung in Pokhara machen will, dann werden vorher immer alle Einwohner evakuiert.... komisch... :eek: :D |
Aufhören!!!!!!
Aber ich muss dir rechtgeben, Peter. Die Himalaja-Riesen sind einfach so gigantisch, dass selbst ein Höhenmodell mit groberem Raster den allgemeinen Eindruck noch gut rüber bringt, mit Ausnahmen allerdings. So fehlt z.B. immer der wunderschöne Fishtail (Machapuchare) bei Pokhara, für mich einer der schönsten Berge der Welt. :) Gruss, Wolfgang |
Moin Moin!!!
Wirklich interessant....Der Flughafen sieht echt abenteuerlich aus :eek: :eek::eek: |
Boerries, ich...
... pack's zusammen und schick's Dir. Ich hatte vorher natürlich die Strecke mit der DASH-7 versucht: Mit der kann man zwar in Lukla landen (mit angehaltener Luft :lol: ), aber sie schafft, wie die reale, leider nur 6400m Dienstgipfelhöhe, also nicht den Everest on Top.
Schade, die Kingair ist natürlich - rein buschfliegerisch gesehen - schon ein Stilbruch :( Viele Grüsse Peter P.S. Noch ein Bild aus dem Netz vom alten Abfertigungsgebäude :eek: in Lukla: http://www.reinold-online.de/Khumbu/00-24-01.jpg Genau SO stell' ich mir einen kuscheligen Flughafen vor :D Sehr hübsch auch das Schild der "Yeti-Airline". Ich will sofort ein Repaint der Dash-7 in DEN Farben :) |
Hallo!
Dies ist mein erster Beitrag hier, obwohl ich bereits seit ein paar Wochen dieses nette Forum hier durchstöbere. Mir scheint es so, als ob ich grad ein Dejavu (wie schreibt man das, na Ihr wisst schon was ich meine ;) )habe. Ich bin am Sonntag ebenfalls im Rahmen meiner Weltumrundung im FS2002 (ohne großartigen Plan, fast immer der Nase nach mit Propellermaschinen) in der Nähe des Everest auf dem Weg von Islamabad nach Kathmandu mit der King Air geflogen. Das Wetter in Kathmandu war ja recht bescheiden gestern laut ActiveSky. Genau über dem Flughafen war ne schicke Gewitterwolke mit allem was dazugehört. Werde demnächst noch nen Abstecher nach Lukla machen, ist ja nicht weit, und wenn ich Glück habe, finde ich den Everest auch noch. Ich nehms nicht so genau mit VOR, NDB etc., weil ich mehr ein Funflieger bin. Gibt ja GPS :cool: . Deshalb Danke an Peterle, hast mir eine schöne einfach zu verstehende Routenbeschreibung für den Everest gegeben (hinter Lukla rechts abbiegen und schon ist man da...naja so ähnlich ;) ) Gruss Frank |
Frank, ich denke mal,...
... wir sind hier sämtlich Funflieger ;)
Ich habe die kleine Zusatzszenerie für Lukla und das Khumbu-Tal ausprobiert, sie ist bei Avsim herunterzuladen, Dateiname khumbu14.zip Nichts Weltbewegendes, aber eine nette Bereicherung: Zusätzlich zu Lukla gibt es den noch höher gelegenen Platz Syangboche, beide Runways sind realistisch geneigt, im Tal gibt es Ortschaften, und sogar das klassiche Basislager unterhalb des Everest am Begin des Eisbruchs, da kann man mit den passenden Buschflugzeugen (Beaver z.B.) auch brauchbare Gletscherlandungen machen. Viele Grüsse Peter |
Gute Idee Peterle, das Dach der Welt im Simulator zu zeigen, das hatte ich vor ein paar Wochen auch vor und Du bist mir zuvorgekommen.
Erstaunlich wie genau die Welt im FS Simulator nachgebildet wird, auch ohne Addon (Wobei ich diese gerne und hÄufig benutze): Aus dieser Perspektive lässt sich der Mount Everest (8850 Meter, links) genau vom Lhotse (8511 Meter, mitte) und vom Nuptse (7879 Meter links) unterscheiden, in der Mitte ist die bekannte Südroute mit dem Kumbu-Gletscher und der Lhotse-Flanke genau zu erkennen. TIP: Wer hier noch eine spannende LektÜre sucht: Das Buch "In eisigen Höhen" von John Krakauer ist das spannendste was ich je gelesen habe und dazu noch authentisch. GrÜsse Gregor |
Noch ein Buchtipp:
Norgay, Jamling Tenzing*
Auf den Spuren meines Vaters Die Sherpas und der Everest. Mit einem Vorwort des Dalai Lama und einer Einführung von Jon Krakauer 2003. 351 S., 40 meist farb. Fotos auf Taf. 19 cm Heyne, Heyne Sachbuch Nr.854 Einband: Kartoniert/Broschiert/Taschenbuch Heyne Sachbuch Nr.854 ISBN-Nr. 3453867254 Preis: EUR 8,95 Rezension "Jaming Tenzing Norgays Bericht der schrecklichen Ereignisse im Mai 1996 ist fesselnd und das vielleicht beste Buch, das je über den Everest geschrieben wurde ... auch ist es eine Auseinandersetzung mit seinem legendären Vater." (Jon Krakauer)"Dieses Buch wird vielen Lesern eine Quelle positiver Inspiration sein." (Dalai Lama) Verlagstext Der junge Sherpa Jamling Tensing Norgay, Sohn eines berühmten Vaters und Angehöriger eines stolzen, geheimnisvollen und legendären Himalaja-Volkes, erzählt von seiner Suche nach Identität auf dem heiligen Berg Chamalunga - dem Mount Everest. Spannung und Abenteuer und die Annährung an die Geschichte einer faszinierenden Kultur. ich lese es gerade. |
Ja, ja Lukla, einmal dort landen dürfen...:(
Schaut mal, so kann das dann aussehen. http://www.airliners.net/open.file/197485/L/ http://www.airliners.net/open.file/197484/L/ |
Zitat:
Mich würd mal das missed approach procedure für Lukla interessieren... Peter |
Ich glaube, offiziell...
... gibt's da keine missed approach procedure. Man kann wohl noch steil nach Norden abdrehen, aber die Gefahr eines accelerated stall ist wohl ziemlich gross.
Ist wohl ähnlich wie Courchevel <- absolut kein Goaround moeglich, wenn man ins Final eingedreht hat. Meine 2 Cents Peter P.S. Ich geb' zu, ich hab' auch in der Sim-Version schon einigen Aluschrott in Lukla produziert (Dash-7, allerdings mit 8/11 kts Wind aus 300 - Rückenwind, aber man MUSS ja auf der 07 landen), immer zu hohe Aufschlaggeschwindigkeit und Fussbruch :( Mit der Beaver geht's ganz gut ("Tiiiief einatmen.... die Luft anhalten!... und ausatmen... puh!") |
Und weil jetzt gerade auch...
... die Erstersteigung des Nanga Parbat durch Hermann Buhl 50 Jahre her ist, hier ein Überflug des Silbersattels mit einer Ju-52.
Eine solche Maschine wurde tatsächlich bei der (nicht erfolgreichen) Expedition 1938 eingesetzt, um Luftbildaufnahmen zu machen und die Camps mit Materialabwüfen zu versorgen. Wem dabei etwas auffällt: Eine normale Ju-52 erreicht nur 20000ft Dienstgipfelhöhe, zum Überflug des Silbersattels sind aber 23000ft erfrderlich. Die Lösung: Die Motoren sind modifiziert, wie bei der realen Ju-52 damals. Kurs: Ab Srinagar Kurs 350 Grad und KRÄFTIG steigen. Viele Grüsse Peter |
Und noch...
... vor der Überquerung ein Blick in die Rupalflanke (Südseite). Das ist mit 4500m die höchste Steilwand der Erde - dreimal die Eiger-Nordwand übereinander.
Viele Grüsse Peter |
Re: Und weil jetzt gerade auch...
Zitat:
tja, da kommt man ins Schwärmen... :) Mit der richtigen Dichtehöhe könnte die Ju52 u.U. den Silbersattel auch ohne Motorenmodifikation überklettern, z.B. wenn es in der Höhe kälter ist als nach Normalatmosphäre berechnet und/oder bei geringerer Luftfeuchtigkeit usw. Aber wem sag ich das... ;) Bis bald! Gruss, Wolfgang |
Hallo Peter,
in diesem Teil des Forum bin ich zum ersten Mal und stoße auf diesen für mich sehr emotionsauslösenden Beitrag: ich bin 1976 mit dem Auto nach Kathmandu gefahren, dann mit dem LKW nach Lamosangu, von dort gings nur zu Fuß bis zum Everest. Das Yeti-Schild habe ich auch noch gut in Erinnerung. Hast du auch eine Aufnahme links davon? Da ist nämlich der ""Tower"" gewesen: eine Bude (ca.4x4m) mit einem Fenster(chen), vor dem ein Holzgestell war damit es nicht verstellt wird. Der "Towerlotse" betrieb auf einem Holztisch genau das Yaesu-Funkgerät, welches ich zu Hause für meinen Amateurfunk benutzte. Und wie Jens schön dokumentiert sieht es jetzt anders aus: ein "riesiges" Lukla, eine lange Asphaltbahn - und die Seitenmarkierungen bestehen nicht nur aus Flugzeugwracks. Bei dem Stichwort "Missed Approach" mußte ich lachen, wie auch bei "Gletscherlandung" am Basislager... Aber das Khumbufile hol ich mir und eure Bilder schaue ich mir jetzt nochmal an. - Vielen Dank! |
Ich wollte Reinhold Messner
einen Rasierapparat raufbringen, aber der war schon mit ner Lawine ins Tal gefahren...:D
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Also weiter zum Nanga Parbat,
(ECHTE AUFNAHME von mir.)
Aber da war er auch nicht...:confused: |
Also weiter zum Nanga Parbat...
Echte Aufnahme von mir!
Aber da war er auch nicht... |
Sorry, das war doppelt gemoppelt. Aber...
schließlich trifft man auch noch andere Freunde am Rakaposhi, wenn man nur den Karakorum Highway (!!!???) weiter nach Norden fährt...
Ist ja auch knapp 8000m. |
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