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-   -   Reformvorschlag der Sozialpartner (http://www.wcm.at/forum/showthread.php?t=97610)

athropos 21.05.2003 16:28

Reformvorschlag der Sozialpartner
 
Nachdem ich heute im Ö1-Mittagsjournal wieder mal die Bedinungen/Eckpunkte des Pensionsreformvorschlags der Sozialpartner (der sich genau mit dem der SPÖ deckt :rolleyes: ) gehört habe, wüßte ich gerne, bei wem von euch sich die Rechung ausgehen würde, soll heißen, bei wem von euch wäre es (ohne zu/nachkauf von versicherungsmonaten) möglich, mit 65 auf 45 beitragsjahre zu kommen.

[edit]
zumindest die, die mit ja stimmen möchte ich um ein kurzes statement bez. ihrer beruflichen laufbahn bitten
[/edit]

Faserschmeichler 21.05.2003 18:14

Ich hätte mit 65 weit über 45 Beitragsjahre, werde aber, so wie es bis jetzt aussieht,
nur bis 57 berufstätig sein und dann in den wohlverdienten Ruhestand eintreten.
Zu bzw. Nachkäufe brauche ich nicht machen.

jayjay 21.05.2003 20:07

Zitat:

Original geschrieben von Faserschmeichler
im übrigen sind studenten die in diesem land die noch nicht aber auch schon garnichts für dieses land getan haben und immer alles umsonst wollen - abgesehen von demonstrieren, verkehr lahm legen, volkseigentum beschädigen ect. ect.

kommt der blödsinn von dir? war da einer zu dumm zum studieren? neid?

:D :D


ps. war noch nie auf einer demonstration, studiere 3 fächer und arbeite jeden sommer und krieg kein stipendium - so wie ein grossteil der studierenden!

Faserschmeichler 21.05.2003 20:52

Zitat:

Original geschrieben von jayjay
kommt der blödsinn von dir? war da einer zu dumm zum studieren? neid?

:D :D


ps. war noch nie auf einer demonstration, studiere 3 fächer und arbeite jeden sommer und krieg kein stipendium - so wie ein grossteil der studierenden!

Wenn du genau hinschaust, dann beantwortet sich die erste Frage selbst.
Die anderen kannst du dann gezielter stellen. :p

Lord Frederik 21.05.2003 21:09

originalzitat im zorn from me. ps dummheit hat nichts mit studieren zu tun, aber es erleichtert die sache ungemein ;)

jayjay 21.05.2003 21:09

Zitat:

Original geschrieben von Faserschmeichler


Wenn du genau hinschaust, dann beantwortet sich die erste Frage selbst.
Die anderen kannst du dann gezielter stellen. :p

ja, aber dann würd ich das ganze unter anführungszeichen setzen, weisst ja wie man zitiert ;)

(vielleicht noch wann er das geschrieben hat usw.) :D :D

Lord Frederik 21.05.2003 21:17

zitat 10.4.03 19.55 dieser thread

http://www.wcm.at/vb2/showthread.php...0&pagenumber=2

Faserschmeichler 21.05.2003 21:33

Zitat:

Original geschrieben von jayjay


ja, aber dann würd ich das ganze unter anführungszeichen setzen, weisst ja wie man zitiert ;)

(vielleicht noch wann er das geschrieben hat usw.) :D :D

Vielleicht auch die Körpergröße, Körpergewicht, Geburtsdatum, Name seines Goldfisches, Hochzeitstag seiner Schwiegermutter, Schuhgröße des besten Freundes seines Großvaters usw.? ;)

Ich habe es bewußt so gemacht, wie ich es gemacht habe.

PrinzRazzo 23.05.2003 12:03

Zitat:

Original geschrieben von Faserschmeichler
Ich habe es bewußt so gemacht, wie ich es gemacht habe.
und - nimmst es wieder raus? wir haben es eh schon alle gesehen <Gääääähn>

lg

könntes ja in deiner sig hermander durch jayjay und övp gegen "die F" tauschen.:lol: :lol: :lol:

Mupped 23.05.2003 16:22

Re: Reformvorschlag der Sozialpartner
 
Zitat:

Original geschrieben von athropos


[edit]
zumindest die, die mit ja stimmen möchte ich um ein kurzes statement bez. ihrer beruflichen laufbahn bitten
[/edit]


Karriere mit Lehre --- "mehr sogi ned"

Faserschmeichler 23.05.2003 19:26

Zitat:

Original geschrieben von PrinzRazzo
und - nimmst es wieder raus? wir haben es eh schon alle gesehen <Gääääähn>

lg

könntes ja in deiner sig hermander durch jayjay und övp gegen "die F" tauschen.:lol: :lol: :lol:

Nein, schaust halt nicht hin, wenn es dich langweilt.
Ich mach das bei dir auch so. ;)

The_Lord_of_Midnight 24.05.2003 19:32

Zitat:

Original geschrieben von Faserschmeichler
Ich hätte mit 65 weit über 45 Beitragsjahre, werde aber, so wie es bis jetzt aussieht,
nur bis 57 berufstätig sein und dann in den wohlverdienten Ruhestand eintreten.
Zu bzw. Nachkäufe brauche ich nicht machen.

45 Beitragsjahre kannst aber dann noch nicht haben ;)

Faserschmeichler 25.05.2003 01:19

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight


45 Beitragsjahre kannst aber dann noch nicht haben ;)

Stimmt, die werden sich knapp nicht ausgehen, so wie es jetzt aussieht.
Ich befürchte aber, dass ich nach der übernächsten Pensionsreform auch 45 Beitragsjahre schaffen muß. :(

Black Lord 25.05.2003 09:47

Zitat:

Original geschrieben von Faserschmeichler


Stimmt, die werden sich knapp nicht ausgehen, so wie es jetzt aussieht.
Ich befürchte aber, dass ich nach der übernächsten Pensionsreform auch 45 Beitragsjahre schaffen muß. :(

niemand "muss" 45 beitragsjahre schaffen.
es gibt nur dementsprechende abschläge,du kannst in pension gehen wann du willst.nur die jetztige Regelung ist ja ungerecht,weil es leute gibt die nach 40 Jahren die volle Pension erhalten.

The_Lord_of_Midnight 25.05.2003 16:51

genau. das ist ja das schöne an der pensionsreform, daß man nach wie vor früher in pension gehen kann. nur muss man dafür auch entsprechende abschläge in kauf nehmen. das ist mehr als fair.

Faserschmeichler 25.05.2003 20:30

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
genau. das ist ja das schöne an der pensionsreform, daß man nach wie vor früher in pension gehen kann. nur muss man dafür auch entsprechende abschläge in kauf nehmen. das ist mehr als fair.
Schön & fair?
Ist es schön, wenn man um bis zu 40% weniger Pension bekommt als bisher?
Ist es fair, wenn man von der Restpension auch noch einmal Abschläge hinnehmen muß?

athropos 25.05.2003 23:22

Zitat:

Original geschrieben von Faserschmeichler


Schön & fair?
Ist es schön, wenn man um bis zu 40% weniger Pension bekommt als bisher?
Ist es fair, wenn man von der Restpension auch noch einmal Abschläge hinnehmen muß?

vorausgeschickt: es is no nix beschlossen...

wer bekommt denn aller bis zu minus 40% (eine AG für Investment macht Werbung damit, daß sie seit 1.1.97 einen Kaptialgewinn für die Anleger von 479,74 % gemacht hat, ich hab leider woanders angelegt und steig für den selben zeitraum grad amal pari aus...), also bitte mit seriösen zahlen argumentieren (wobei ich durchaus zugebe, mich in keinster weise genauer informiert zu haben, vielleicht gelten die -40% ja auch für alle österreicher und nicht nur für einen kleinen teil...)
apropos 40%: gab es da nicht am runden tisch den vorschlag einer deckelung auf 10%?

ist es fair, auf einigen dingen zu beharren, auch wenn sich die rahmenbedinungen ändern (stichwort lebenserwartung, stichwort demographie)

PrinzRazzo 26.05.2003 00:12

Zitat:

Original geschrieben von Faserschmeichler

Ich mach das bei dir auch so. ;)

@faserschleimer
dann haben wir was gemeinsam:D

Faserschmeichler 26.05.2003 23:22

Zitat:

Original geschrieben von PrinzRazzo


@faserschleimer

Etwas mehr Niveau hätte ich dir schon zugestanden.

Was kommt noch?
"Wie kann jemand Faserschmeichler heißen, der soviel Dreck am Stecken hat?" :lol:

maXTC 26.05.2003 23:31

Zitat:

Original geschrieben von Faserschmeichler
"Wie kann jemand Faserschmeichler heißen, der soviel Dreck am Stecken hat?" :lol:
:roflmao:

athropos 27.05.2003 19:59

Zitat:

Original geschrieben von Faserschmeichler


Etwas mehr Niveau hätte ich dir schon zugestanden.

Was kommt noch?
"Wie kann jemand Faserschmeichler heißen, der soviel Dreck am Stecken hat?" :lol:

wahrscheinlich nicht mit fewa-wolle gewaschen :D

Dr. Acula 27.05.2003 20:59

Zitat:

Original geschrieben von Faserschmeichler


Schön & fair?
Ist es schön, wenn man um bis zu 40% weniger Pension bekommt als bisher?
Ist es fair, wenn man von der Restpension auch noch einmal Abschläge hinnehmen muß?

weis nicxht was du mit bisher meinst(pensionsbezieher?),aber warum sollen die nicht etwas beitragen.kann doch nicht sein das nur die nächste generation einbussen hat,auch die jetzigen beziehr müssen zur kasse gebeten werden,denn sie leben ja von unseren zahlungen.und wenn weniger einbezahlt wird kann doch nicht mehr ausbezahlt werden.
wenn doch, dann lügt uns irgendwer an.

Dr. Schnitzel 28.05.2003 11:11

Man muß sich über eines im Klaren sein:
Wenn der Staat mittels einer Pension den Lebensstandard der älteren Generation sicherstellen will, kostet das nun einmal viel Geld, und dieses Geld kann neben durch die Pensionsbeiträge allein nicht aufgebracht werden. Da wird der Bund immer hohe Beträge zuschießen müssen, Reform heute, morgen, hin oder her - ist halt eine Frage der Zahlungsbereitschaft, sowohl in der Bevölkerung, als auch im Parlament...
Durch diese Reform tendiert das System leider verstärkt in die Richtung, daß die gesetzliche Pensionsversicherung die finanzielle Altersversorgung nicht mehr ausschließlich tragen soll(--> Pensionskassen!)
Bis zu 40% Abschläge...fein, wenn man bedenkt, daß für neue Pensionsbezieher heute der Unterschied zwischen letztem aktiven Einkommen und Pension bei ca -30% liegt, und dann nehme ich schlechtestenfalls von der Pension nochmals bis zu 40% weg, so kann sich jeder am eigenen Leib ausrechnen, wie die zukünftige Einkommenslage im höheren Alter sein wird...
Dem Solidarbeitrag für laufende Pensionen kann ich im Prinzip nicht sehr viel abgewinnen, wenn schon, dann nur für Pensionsteile heranziehen, die über der ASVG-Leistung liegen, bringt dann wahrscheinlich aber nicht mehr so viel.

frazzz 28.05.2003 11:33

45 jahre? :eek:

soviel mir bekannt ist, wurden mir schon die anrechnungsjahre aus schul&studienzeiten geklaut -> der rentenklau geht um :(

Konrad 28.05.2003 11:36

Aus der Sicht eines Pensionisten
 
Da ist man mehr als ein halbes Jahrhundert
von Steuer und Versicherung geschröpft worden.
Man hat Dinge finanziert, die man selber nicht
in Anspruch nehmen konnte: Mutter-Kind-Paß,
Kinderbeihilfe, Kindergeld. Man mußte eigene
Kinder in Privatschulen schicken, weil es keine
Nachmittagsbetreuung gab und gerade jene denen
man mit Steuergeldern das Studium finanziert hat
sehn in uns Parasiten. Glaubt ihr wirklich, dass
das was jetzt beschlossen wird, zu Eurem Pensions-
antritt noch gilt ?
Dann werden die jetzigen Kleinkinder nach
Euthanasie schreien.
Wir gehen ( chinesisch gesehen ) interessanten
Zeiten entgegen.

Guru 28.05.2003 11:59

Zitat:

Original geschrieben von Herr Karl


weis nicxht was du mit bisher meinst(pensionsbezieher?),aber warum sollen die nicht etwas beitragen.kann doch nicht sein das nur die nächste generation einbussen hat,auch die jetzigen beziehr müssen zur kasse gebeten werden,denn sie leben ja von unseren zahlungen.und wenn weniger einbezahlt wird kann doch nicht mehr ausbezahlt werden.
wenn doch, dann lügt uns irgendwer an.

Einfache Frage, einfache Antwort:

wer heute zwischen 40 und 50 J. alt ist, hat keine Chance, zu vernünftigen Preisen eine Säule "Privatpension" zu erreichen, die auch nur die Abschläge der geplanten Reform abdeckt (wollte fast schon abfedern schreiben :) ).

Obendrein gibt es für heute bereits pensionsbeziehende Menschen eine Rechtsgrundlage - und die kann man höchstens in einer Bananenrepublik wie Österreich einfach ändern. (Zeigt aber wieder das Verständnis für Rechtssicherheit einiger Politiker :( ).

In Wirklichkeit liegt das Problem ja nicht bei den ASVG-Pensionsbeziehern - die sorgen am wenigsten für das Defizit bei den Pensionen. Der Staat Österreich hat zuviele Dinge in die Zukunft verschoben - man sehe sich nur das Gehaltsschema der Beamten an, die am Anfang nahezu nichts bezahlt bekommen, aber dafür halt am Ende ihrer Dienstzeit eine ihrem Gehalt entsprechende Pension.

Guru

Hanneman 28.05.2003 12:22

wie Guru schon schreibt, den Generationenvertrag kann man nicht einfach kippen

sicherlich wäre es trasparenter, auf ein Kapitaldeckungsverfahren umzusteigen, doch dann würde eine Generation ausfallen, das geht nicht

ausserdem ist das pensionsproblem ja kein österreichisches, sondern jeder, der das umlageverfahren hat muss adaptieren

siehe streiks in frankreich, d ist derzeit mit anderen problemen beschäftigt

ich denke, der staat wird sich immer mehr bei der finanzierung zurückziehen und immer stärker die private säule betonen
dabei müssen dann aber die rahmenbedingungen geschaffen werden, dass nicht jemand dann ohne pension dasteht, da er das geld lieber glaich ausgegeben hat (also eine grundpension)

selbst die grundpension könnte irgendwann einmal abgeschafft werden oder stark reduziert werden, aber dann muss der bürger mündiger und erfahrener sein als heute

der vorteil der staatlichen pensionen liegt ja darin, dass man sich in jungen jahren keine gedanken machen musste, wie man seinen lebensstandard im alter finanzieren wollte, vorausgesetzt nat. man kam auf seine beitragsjahre bei "angemessener" pension

heute geht dies nicht mehr
wer heute seinen lebensstandard im alter sichern will muss HEUTE schon mit einem privaten pensionsspaarmodell beginnen

TheltAlpha 28.05.2003 13:44

Zitat:

Original geschrieben von Hanneman
selbst die grundpension könnte irgendwann einmal abgeschafft werden oder stark reduziert werden, aber dann muss der bürger mündiger und erfahrener sein als heute
Ob man die Grundpension abschaffen kann hat nichts mit der Mündigkeit oder der Erfahrung der Bürger zu tun, sondern schlicht und einfach von den Börsen. Das sollte sich mal jeder klar machen. Das ist keine Pensionsicherungsreform, sondern eine Pensionsriskierungsreform.

Dimitris

Dr. Schnitzel 28.05.2003 13:57

Nur birgt das Kapitaldeckungsverfahren größere Risiken, siehe dazu das Problem einer stärkeren Inflation oder z.B. die derzeitige Situation bei den Pensionskassen, die die garantierte Verzinsung nach unten revidieren wollen.
Ich sage, für eine gesetzlich verankerte Geldleistung bietet das Umlageverfahren eine größere Sicherheit, da leichter adaptierbar und von der Wirtschaftslage nicht so abhängig wie die Kapitaldeckung.

gaelic 28.05.2003 14:42

mal eine frage: was ist an einer privaten säule besser? welchen vorteil hat sie? wieso schaut dort dann mehr geld heraus, als wenn es der staat trägt?

irgendwie glaub ich, der staat wälzt da ein großes problem auf private firmen um, aber dadurch wird es meiner meinung nach nicht besser. und diese firmen müssen auch gehälter zahlen und wollen profit machen, wie soll das funktionierten?

Hanneman 28.05.2003 14:56

private säule heisst , dass jeder für sich selbst verantwortlich ist

das sind keine privaten firmen, sondern uA "finanzprodukte" von banken, die vom staat begünstigt werden, gibts jetzt schon an jeder bank
(man muss sich natürlich das kleingedruckte gut durchlesen :) )

vorteil: tranparent : man kann sich in etwa ausrechnen, wieviel geld man in der zukunft bekommen wird, im todesfall ist das geld nicht futsch
auszahlungsmodus kann gewählt werden (rente oder einmal)

nachteil: man muss sich selber darum kümmern
man kann den fondmanager der bank nicht überwachen und erhält keine reportings, allerdings müssen die fonds gewisse kiterien erfüllen, und dürfen nat. nicht mit dem geld wild spekulieren, ergo größtenteils anleihen
vielleicht nicht die beste risk/return variante, es wird mehr auf "risk free" wertgelegt

also etwas wie ein "pensionssparbuch", um in der österreichischen Sparmentalität zu bleiben

frazzz 28.05.2003 15:00

Zitat:

Original geschrieben von Hanneman
private säule heisst , dass jeder für sich selbst verantwortlich ist

das sind keine privaten firmen, sondern uA "finanzprodukte" von banken, die vom staat begünstigt werden, gibts jetzt schon an jeder bank
(man muss sich natürlich das kleingedruckte gut durchlesen :) )

vorteil: tranparent : man kann sich in etwa ausrechnen, wieviel geld man in der zukunft bekommen wird, im todesfall ist das geld nicht futsch
auszahlungsmodus kann gewählt werden (rente oder einmal)

nachteil: man muss sich selber darum kümmern
man kann den fondmanager der bank nicht überwachen und erhält keine reportings, allerdings müssen die fonds gewisse kiterien erfüllen, und dürfen nat. nicht mit dem geld wild spekulieren, ergo größtenteils anleihen
vielleicht nicht die beste risk/return variante, es wird mehr auf "risk free" wertgelegt

also etwas wie ein "pensionssparbuch", um in der österreichischen Sparmentalität zu bleiben


lies das kleingedruckte noch einmal ganz genau, keines dieser produkte ist wertgesichert...

Hanneman 28.05.2003 15:14

natürlich kann immer etwas passieren:

der fondmanager kann sich dumm anstellen, kann falsche angaben machen, der fond kann im schlimmsten fall einen teil der vermögens verlieren, weil zu viel spekuliert

die bank kann baden gehen

nur für diesen fall muss dann der staat als ausfallshaftung übernehmen

immer noch besser als alle 5 jahre eine erneute pensionsreform, wo schritt für schritt die pensionen gekürzt werden und irgenwann die leute blöd dastehen, weil sie niemand darauf aufmerksam gemacht hat, selber ein wenig vorzusorgen

und bei diesen reofrmen wird dann wieder um den heissen brei herumgeredet, die massnahmen so verwässert, dass man sich in 5 jahren streitet

daher gleich mit der wahrheit raus und den leuten die augen öffnen

für mich heisst das: grundpension für alle + stärkere fokussierung auf das individuum mittels privater gekoppelt mit der betrieblichen vorsorge
die betriebliche vorsorge wird vielleicht zum problem, da job rotation immer zunimmt und "soziale betriebe" aufgrund der shareholderausrichtung und dem internationalen wettbewerb immer seltener werden - grosse "staatsbetriebe" vielleicht noch am ehesten

gaelic 28.05.2003 16:06

das meine ich ja damit. ich finde es entstehen eher nachteile. was ist wenn eine bank, versicherung dann bankrott geht. dann hat man keine pension?

[utopie]

wieso kann der staat so etwas nicht selber machen. wer mehr einzahlt bekommt mehr heraus.
[/utopie]

Dr. Acula 28.05.2003 17:53

Zitat:

Original geschrieben von Hanneman
natürlich kann immer etwas passieren:

immer noch besser als alle 5 jahre eine erneute pensionsreform, wo schritt für schritt die pensionen gekürzt werden und irgenwann die leute blöd dastehen, weil sie niemand darauf aufmerksam gemacht hat, selber ein wenig vorzusorgen


vor 30 Jahren,als ich zu arbeiten begann wurde mir von meinen "roten" vorfahren erklärt für die pension vorzusorgen,weil ich mit 65 nichts mehr bekommen werde.
Gott sei dank sind sie jetzt "schwarz",und hatten recht,denn wenn "rot" weiterregiert hätte ,wäre schon für sie nichts mehr übrig.

gaelic 28.05.2003 18:15

Zitat:

Original geschrieben von Herr Karl


vor 30 Jahren,als ich zu arbeiten begann wurde mir von meinen "roten" vorfahren erklärt für die pension vorzusorgen,weil ich mit 65 nichts mehr bekommen werde.
Gott sei dank sind sie jetzt "schwarz",und hatten recht,denn wenn "rot" weiterregiert hätte ,wäre schon für sie nichts mehr übrig.

gott sei dank

frazzz 28.05.2003 19:27

Zitat:

Original geschrieben von Herr Karl


vor 30 Jahren,als ich zu arbeiten begann wurde mir von meinen "roten" vorfahren erklärt für die pension vorzusorgen,weil ich mit 65 nichts mehr bekommen werde.
Gott sei dank sind sie jetzt "schwarz",und hatten recht,denn wenn "rot" weiterregiert hätte ,wäre schon für sie nichts mehr übrig.


vor 30 jahren, als du arbeitsloser wurdest :p


oops, das geht ja gar nicht, da war vollbeschäftigung :D

The_Lord_of_Midnight 29.05.2003 20:27

Zitat:

Original geschrieben von Faserschmeichler


Schön & fair?
Ist es schön, wenn man um bis zu 40% weniger Pension bekommt als bisher?
Ist es fair, wenn man von der Restpension auch noch einmal Abschläge hinnehmen muß?

jemand so wie du, der schon von vorneherein plant in frühpension zu gehen, möchte sich natürlich gerne die volle pension auszahlen lassen. andere, die das finanzieren müssen, haben für sowas nicht das geringste verständnis, nehme ich einmal an.

ich mein, ist schon klar, so lange geld genug da ist, ist das alles kein problem. wenn aber irgendwann die lage schlechter wird, dann muss gehandelt werden. (nein, nicht nur in österreich, das wird manchen leuten nur von manipulativen politikern eingeredet) also wer soll die dramatisch steigenden pensionistenzahlen bei gleichzeitig dramatischem sinken der beitragszahler und zusätzlicher dramatisch gestiegener verschuldung in zukunft finanzieren ?

einen gedanken möchte ich der "wohlerworbene rechte fraktion" empfehlen: sollten wir nicht HEUTE, wenn wir noch eine chance haben, dringendst anfangen, die schulden zurückzuzahlen, als in wenigen jahrzehnten, wenn sich das verhältnis so extrem verschlechtert hat, daß wir froh sein müssen, als pensionist noch essen, kleidung und wohnung finanzieren zu können ?

wer soll das bezahlen, wenn heute ein durchschnittsverdiener schon 2/3 seines geldes an den staat abliefert ? wollt ihr den aktiven leuten auch noch das letzte drittel wegnehmen ? ist euch klar, daß dann niemand mehr so dumm ist, arbeiten zu gehen, wenn er im notstand genausoviel bekommt ?

sollten nicht die leute, die vom schuldenaufbau mitprofitiert haben, auch am schuldenabbau mitarbeiten ? was ist gerecht ? sind wir deswegen eine bananenrepublik, weil mir nicht das machen, was ein teil der bevölkerung erwartet ? und was ist mit dem anderen teil der bevölkerung ? sind die alle "banane" ?

sollen wir sehenden auges weiterwurschteln, bis alles den bach runtergeht, nur damit wir nur ja nicht die wohlerworbenen rechte berühren ? der nachbar und unsere nachkommen können in der eigenen not ersticken, wichtig ist die wohlerworbenen privilegierten müssen sich heute und auch in zukunft nicht einschränken.

die fatalen und zukunftsvernichtenden wirkungen der zinseszinsentwicklung wurden unlängst treffend in einem link von lotussteve erklärt. ich kann nur jedem reformgegner dringendst empfehlen, sich diesen gedanken zumindest für einen kurzen moment hinzugeben. das kann tatsächlich augen öffnen, wenn man will.

Faserschmeichler 29.05.2003 23:13

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight


jemand so wie du, der schon von vorneherein plant in frühpension zu gehen, möchte sich natürlich gerne die volle pension auszahlen lassen. andere, die das finanzieren müssen, haben für sowas nicht das geringste verständnis, nehme ich einmal an.

Du solltsest berücksichtigen, dass ich bestenfalls meine Pension nur etwa 7 Jahre genießen werde.
Wobei ich diese Pensionsjahre vermutlich gesundheitlich stark angegriffen verleben werde.
Ich werde dann ca. 42 Jahre eingezahlt haben.
Da behaupte ich, dass ich meine Pension sicher schon vorfinanziert habe.
Meine Pension wird bestimmt nicht von anderen finanziert.

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
ich mein, ist schon klar, so lange geld genug da ist, ist das alles kein problem. wenn aber irgendwann die lage schlechter wird, dann muss gehandelt werden. (nein, nicht nur in österreich, das wird manchen leuten nur von manipulativen politikern eingeredet) also wer soll die dramatisch steigenden pensionistenzahlen bei gleichzeitig dramatischem sinken der beitragszahler und zusätzlicher dramatisch gestiegener verschuldung in zukunft finanzieren ?
Die dramatisch steigenden Pensionistenzahlen hat mitunter auch die Regierung zu verantworten.
Dir brauche ich doch nicht den "niedrigen Arbeitslosenquoten-Schmäh" erklären?

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight

einen gedanken möchte ich der "wohlerworbene rechte fraktion" empfehlen: sollten wir nicht HEUTE, wenn wir noch eine chance haben, dringendst anfangen, die schulden zurückzuzahlen, als in wenigen jahrzehnten, wenn sich das verhältnis so extrem verschlechtert hat, daß wir froh sein müssen, als pensionist noch essen, kleidung und wohnung finanzieren zu können ?

Ich bin dafür, dass Schulden zurückgezahlt werde.
Diese Regierung macht aber massive Schulden!
Sie gibt Geld für Sachen aus, das in Zeiten der Sparpakete und "Reformen" nicht da ist.

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
wer soll das bezahlen, wenn heute ein durchschnittsverdiener schon 2/3 seines geldes an den staat abliefert ?

Der "schönste" Finanzminister, und der schlechteste Ex-Außenminister wollen das so.
Vielleicht können die das beantworten?

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
sollten nicht die leute, die vom schuldenaufbau mitprofitiert haben, auch am schuldenabbau mitarbeiten ?

Ich sage, dass die Leute die am meisten profitiert haben, auch am meisten dazu beitragen sollen.
Du weißt schon wer die sind.

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight

sollen wir sehenden auges weiterwurschteln, bis alles den bach runtergeht, nur damit wir nur ja nicht die wohlerworbenen rechte berühren ? der nachbar und unsere nachkommen können in der eigenen not ersticken, wichtig ist die wohlerworbenen privilegierten müssen sich heute und auch in zukunft nicht einschränken.

Die Privilegierten erwischt es auch diesmal nicht.
Das sah man ja am Entwurf, der Politiker Frühpensionen per Gesetz zusichern sollte.
Das Ganze ist eine Geldbeschaffungsaktion, um die nächste "Steuerreform" zu ermöglichen.
Nach der "Steuerreform" kommt dann wieder ein Sparpaket usw.

Guru 30.05.2003 01:09

if you can read you can learn...
 
Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight


ich mein, [...]die lage schlechter wird, dann muss gehandelt werden. (nein, nicht nur in österreich, das wird manchen leuten nur von manipulativen politikern eingeredet) [...]dramatisch steigenden pensionistenzahlen [...]dramatischem sinken der beitragszahler [...] dramatisch gestiegener verschuldung in zukunft finanzieren ?

Keine Panik, dear Lord. Hast Du schon einmal überlegt, ob nicht gerade DU ein Opfer manipulativer Techniken bist?
Der Staatszuschuss zu den ASVG Pensionen fällt bereits wieder (auf Grund früherer Reformen).
Der Anteil des Staates an den Pensionszahlungen an ASVG-Versicherte ist nur ein Bruchteil dessen, was für Bedienstete des Staates bzw. im Staatseigentum stehender Betriebe zu zahlen ist.
Diese Staatsdiener sind in Zeiten der Mit - und auch Alleinregierung der ÖVP aufgenommen worden - wohlwissend, dass der Staat erst nach 35 - 40 Jahren die Zeche in Form höherer Pensionen zahlen wird müssen - dafür hat er sich ja insgesamt an Aktivleistungen in den Jahren zuvor bereits genug eingespart.
Aus diesem Negativbeispiel hat die ÖVP bis heute nicht gelernt - die Anschaffung der Abfangjäger verläuft wieder nach diesem Muster - zuerst konsumieren, später zahlen. Inklusive Finanzierungskosten...






Zitat:

[...]"wohlerworbene rechte fraktion" [...]HEUTE...zurückzuzahlen, [...]als pensionist ... finanzieren zu können ?
Wir zahlen bereits zurück, die Staatsschulden haben sich verringert.
Leider hat sich auch die Volkswirtschaft deutlich verringert, selbst Familiensilber wurde bereits verkauft. Da ist mit konjunkturdämpfendem Sparen nichts mehr drin. Ganz im Gegenteil: jetzt, in Zeiten wirtschaftlicher Schwäche, gehört die Volkswirtschaft durch staatliche Aufträge angekurbelt - zur Not muss man ja nicht soviel an die EU zahlen... (oder holt sich endlich auch etwas vom Förderungskuchen der EU zusätzlich ab).
In "wenigen Jahrzehnten", also 1 bis 2, werden unsere Pensionisten auch nicht wirklich darben - da gehen nämlich diejenigen Menschen in Pension, die bereits etwas angespart haben (betriebliche Pensionsvorsorge, neue Abfertigung).
Also was soll diese Panikmache?



Zitat:

...durchschnittsverdiener schon 2/3 seines geldes ...staat [...]
Ein Durchschnittsverdiener liegt noch unter 50% Abgabenquote, ein Spitzenverdiener nicht.
Firmen liegen noch extrem weit darunter und tragen auch zum STeueraufkommen seit Jahrzehnten immer weniger bei. Es wird Zeit für Dallingers Maschinensteuer (Wertschöpfungsabgabe für Maschinen).
Damit ist der Weg klar - eine Firma ist genauso verpflichtet, Steuern zu zahlen. Warum funktioniert es in Amerika? Weil wenn Firmen keinen Gewinn machen, gibt es keinen Shareholder Value - und damit können die sich ihre Aktien für Körperreinigungsaktionen klein zerschneiden. Da sie aber Gewinn machen müssen, diesen auch in den Bilanzen ausweisen, zahlen sie auch Steuern dafür.
Multinationale Konzerne verbringen Ihre Gewinne gerne in die USA und andere Steueroasen, da sie dort weniger Steuern zu zahlen haben als in good old Europe. Die Konsumenten aber schert dies wenig - sie futtern trotzdem McDonalds und finanzieren so letztendlich oft etwas, das sie gar nicht wollen... (Paradox: in den arabischen Staaten finanzieren so McDonalds Kunden den Krieg über McDonalds Gewinnsteuern gegen sich).
Bei Wertschöpfungsabgaben können sie aber ihre Gewinne ruhig im Ausland versteuern - hier zahlen sie sozusagen für den Rationalisierungsgewinn eine Abgabe.




Zitat:

[...]schuldenaufbau mitprofitiert ..schuldenabbau mitarbeiten ? ..."banane" ?

Das tun alle bereits jetzt durch weitaus überhöhte Steuerleistungen. Eine weitere Kürzung rechtlich zustehender Zahlungen hieße doppelt gemoppelt.
Es ist eine Frage, wie groß der Teil der Bevölkerung ist. Deutlich weniger als die Mehrheit - wäre dem nicht so, würde es in ÖVP und FPÖ nicht soviele Gegenstimmen zu dieser Vorgangsweise geben.
Und nicht jeder ÖVP_ oder FPÖ-Wähler hat den Entwurfsschrott der letzten Zeit bei der Wahl gewußt, weil sie sich sonst deutlich anders entschieden hätten.
Für die Streiks sind 79% (!) der Bevölkerung, obwohl knapp 90 % der Bevölkerung überzeugt sind, das Anpassungen vorgenommen werden müssen. Deutlichere Mehrheiten gibts wohl selten...


Zitat:

...weiterwurschteln ...wohlerworbenen rechte ... nicht einschränken.

[..]die fatalen und zukunftsvernichtenden wirkungen der zinseszinsentwicklung ...augen öffnen, wenn man will.

Das "weiterwurschteln" ist einzig und allein Deine Interpretation und die einiger ÖVP- und FPÖ-Politiker - was Guru an Manipulation DEINER Meinung nur wenig Zweifel läßt. Bis auf Politiker ist niemand "wohlerworben" privilegiert. Alle Pensionen beruhen auf Rechtsgrundlagen, also Gesetzen. Und die können in auf Rechtsverfassung basierenden Systemen wie einem seriösen Staat nicht alle 5 min geändert werden, nur weil ein paar Politiker nicht rechnen können und kopfscheu werden.
Und das hat nichts mit Einschränkungen zu tun, sondern mit Verträgen - und Verträge haben nun einmal eingehalten zu werden.
Wenn Du einen Kaufvertrag unterzeichnest, die Kündigungsfrist nach Gesetz nicht ausnützt und dann weit vor der Lieferung draufkommst, den Schrott nicht zu brauchen, hilft Dir das wenig - Du wirst zur Kasse gebeten. Zu Recht, denn ein mündiger Bürger sollte wissen, was eine Unterschrift bedeutet - Ein Staat daher noch viel mehr...

Das die zinseszinsgewinnbringende Wirkung aber bei Deinen Guthaben zuschlägt, wird weder Dir noch dem Staat unangenehm sein. Und nichts hindert den Staat, Guthaben auch anzulegen - mit Zins und Zinseszins und daher Gewinnen.

Und nichts sollte Dich hindern, die Meinung anderer auch anzuerkennen und vielleicht dadurch Deine Meinung zu ändern.


LG

Guru


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