WCM Forum

WCM Forum (http://www.wcm.at/forum/index.php)
-   Linux, UNIX, Open Source (http://www.wcm.at/forum/forumdisplay.php?f=13)
-   -   WElches Linux? (http://www.wcm.at/forum/showthread.php?t=95108)

frog_1 25.04.2003 18:17

WElches Linux?
 
Bin mehr oda weniger der totale linux n00b aber jeder muss mal anfangen!!
also welches linux soll ich kaufen bzw saugen?

flinx 25.04.2003 18:25

http://www.wcm.at/vb2/showthread.php...t=distribution

flinx 25.04.2003 18:26

Vielleicht hilft der Thread:
http://www.wcm.at/vb2/showthread.php...t=distribution

edit: Sorry, Doppelpost. :(

frog_1 25.04.2003 18:38

mhh aba da haben die meisten für debian gevotet und das is doch so eine pro distri

batigol1860 25.04.2003 19:19

Saug die aktuelle Mandrake runter, wirklich sehr zu empfehlen - ideal für erste Versuche.

_THE_LAW_ 25.04.2003 20:35

Zitat:

Original geschrieben von frog_1
mhh aba da haben die meisten für debian gevotet und das is doch so eine pro distri

ähm gleich zur warunung . Hier im Forum sind die meisten debian user und hobby suse hasser ;o) ( net bös gemeint ² all deabian users ) ehrlkich gesagt würde ich dir suse empfählen am anfang zum rein schnuppern .

frog_1 25.04.2003 20:36

was is an debian so toll?
ich dachte das is eh alles das selbe!!

LeComte 25.04.2003 20:42

Darf ich mich hier mit Fragen anhängen?
1) Ich hab versucht, die download site von Suse zu verstehen... man kommt in Unterverzeichnisse, kriegt eine Menge von files zum Runterladen aufgelistet und ich hab keine Ahnung, was ich damit tun soll, weil ich z.T. die (deutsche) Sprache gar nicht verstehe. Gibts nicht __einen__ großen File, den man sich irgendwo abholen kann?
2) Ist es gscheiter, mir eine CD-Installation zu kaufen? (Es soll mir auf ein paar Schilling nicht ankommen, allerdings muß ich mein Geld auch nicht zum Fenster hinauswerfen)
3) Ich hab zwei (Windows-) Festplatten: muß ich eine leerräumen und neu formatieren, um sie für Linux verwenden zu können? Oder kann ich das alles unberührt lassen und nur auf einer Festplatte im unbenützten Bereich Linux installieren?

Lotussteve 25.04.2003 20:44

Zitat:

Original geschrieben von _THE_LAW_
1.) ähm gleich zur warunung . Hier im Forum sind die meisten debian user und hobby suse hasser ;o)

2.) ( net bös gemeint ² all deabian users )

Hallo!

ad 1.) Debianuser bin ich schon, aber kein SuSEhasser (siehe 2.) . Ich habe halt meine ersten Schritte damit gemacht und damals (Version 7.0) sehr schnell die Einschränkungen und Ärgerlichkeiten festgestellt, die ich mit Debian nicht mehr hatte.

ad 2.) Ich weiss ;) :)

@frog_1 : Benutze bitte die Suchfunktion, das wurde sicher schon oft behandelt. Eine gute Zusammenfassung bringt IMHO die LUG meiner Stadt:

http://www.salzburg.luga.or.at/warum_debian.html


Ciao,

Steve

_THE_LAW_ 25.04.2003 20:52

Zitat:

Original geschrieben von LeComte
Darf ich mich hier mit Fragen anhängen?
1) Ich hab versucht, die download site von Suse zu verstehen... man kommt in Unterverzeichnisse, kriegt eine Menge von files zum Runterladen aufgelistet und ich hab keine Ahnung, was ich damit tun soll, weil ich z.T. die (deutsche) Sprache gar nicht verstehe. Gibts nicht __einen__ großen File, den man sich irgendwo abholen kann?
2) Ist es gscheiter, mir eine CD-Installation zu kaufen? (Es soll mir auf ein paar Schilling nicht ankommen, allerdings muß ich mein Geld auch nicht zum Fenster hinauswerfen)
3) Ich hab zwei (Windows-) Festplatten: muß ich eine leerräumen und neu formatieren, um sie für Linux verwenden zu können? Oder kann ich das alles unberührt lassen und nur auf einer Festplatte im unbenützten Bereich Linux installieren?


1.) ich glaub nicht das es ja 7 cds sind
2.) ja für anfänger schon weil dann hast gleich ein handbuch ( das oft sher hilfreich sein kann );)
3. ja wäre sicher von vorteil .

Lotussteve 25.04.2003 20:56

Zitat:

Original geschrieben von LeComte
Darf ich mich hier mit Fragen anhängen?
1) Ich hab versucht, die download site von Suse zu verstehen... man kommt in Unterverzeichnisse, kriegt eine Menge von files zum Runterladen aufgelistet und ich hab keine Ahnung, was ich damit tun soll, weil ich z.T. die (deutsche) Sprache gar nicht verstehe. Gibts nicht __einen__ großen File, den man sich irgendwo abholen kann?
2) Ist es gscheiter, mir eine CD-Installation zu kaufen? (Es soll mir auf ein paar Schilling nicht ankommen, allerdings muß ich mein Geld auch nicht zum Fenster hinauswerfen)
3) Ich hab zwei (Windows-) Festplatten: muß ich eine leerräumen und neu formatieren, um sie für Linux verwenden zu können? Oder kann ich das alles unberührt lassen und nur auf einer Festplatte im unbenützten Bereich Linux installieren?

Hallo!

ad 1.) Ich denke du siehst da die Files für die FTP-Installation, CD-Images bietet SuSE nicht an.

ad 2.) Ja, wäre sinnvoll.

ad 3.) Du kannst beides machen, kommt halt darauf an wieviel Platz du noch frei hast.



Ciao,

Steve

Jumper_online 25.04.2003 21:03

hy!
warum saugst du dir am anfang nicht knoppix?
für den anfang sollte es reichen und im übrigen siehst du dann ja eh ob dir debian gefällt oder nicht.

Philipp 25.04.2003 21:13

Re: WElches Linux?
 
Zitat:

Original geschrieben von frog_1
Bin mehr oda weniger der totale linux n00b aber jeder muss mal anfangen!!
also welches linux soll ich kaufen bzw saugen?

Ich würde zu Mandrake Linux 9.1 raten, da es das einstiegsfreundlichste Linux ist.

Die 3 CD ISOs gibt es z.B. hier zum herunterladen:
ftp://ftp.tuwien.ac.at/linux/mandrake/iso

Falls es leicht kompilizierter sein kann, gibt es auch noch Red Hat 9:
ftp://ftp.tuwien.ac.at/linux/redhat..../9/en/iso/i386

Vorteil dieses System ist die extrem hohe Stabilität. Dafür fehlen diverse Dinge wie NTFS Unterstützung, Video/MP3 Software aus Patenrechtlichen Gründen. Diese können aber mit inoffiziellen Paketen nachinstalliert werden.

Philipp 25.04.2003 21:15

Zitat:

Original geschrieben von frog_1
Bin mehr oda weniger der totale linux n00b aber jeder muss mal anfangen!!
also welches linux soll ich kaufen bzw saugen?

Ich würde zu Mandrake Linux 9.1 raten, da es das Einstiegsfreundlichste Linux ist.

Die 3 CD ISOs gibt es z.B. hier zum herunterladen:
ftp://ftp.tuwien.ac.at/linux/mandrake/iso

Falls es leicht kompilizierter sein kann, gibt es auch noch Red Hat 9:
ftp://ftp.tuwien.ac.at/linux/redhat..../9/en/iso/i386

Vorteil dieses System ist die extrem hohe Stabilität. Dafür fehlen diverse Dinge wie NTFS Unterstützung, Video/MP3 Software aus Patenrechtlichen Gründen. Diese können aber mit inoffiziellen Paketen nachinstalliert werden.

Sloter 26.04.2003 00:47

Zitat:

Original geschrieben von Lotussteve


Hallo!

ad 1.) 7.0) sehr schnell die Einschränkungen und Ärgerlichkeiten festgestellt, die ich mit Debian nicht mehr hatte.


Welche Einschränkungen bitte :confused:

Sloter

Lotussteve 26.04.2003 03:02

Zitat:

Original geschrieben von Sloter
Welche Einschränkungen bitte :confused:

Hallo!

Ich habe schändlicherweise probiert, manche Sachen upzudaten, was weder YaST noch rpm selber gefiel ;) !



Ciao,

Steve

Quintus14 26.04.2003 06:40

Zitat:

Original geschrieben von flinx
Vielleicht hilft der Thread:
http://www.wcm.at/vb2/showthread.php...t=distribution

Ich hab' jetzt diesen Thread zu Ende gelesen, hier findet sich:
Zitat:

1) Quintus14 dürfte sich jetzt wohl endgültig wieder Windows widmen:
http://www.wcm.at/vb2/showthread.php?s=&threadid=94104 Mit einer anderen Distribution wäre diese Geschichte möglicherweise anders ausgegangen.
Ich darf mitteilen: den Debianserver hab' ich (fast) fertig konfiguriert, er ist bereits im Einsatz. Natürlich gibt's noch ein paar Schräubchen, an denen noch zu drehen ist.

Trotz Lesens der heißen Diskussion bin ich als (fast-noch-)Newbie bzw. Debian-für-Server-Anwender mir jetzt nicht im klaren, ob ich auch Debian nehmen soll, wenn es um ein Desktop-System geht.

Ich hab' ja in der Zwischenzeit mit der Knoppix-CD mein Systembackup gemacht - die graphische Oberfläche gefällt mir recht gut (ob und wieweit diese Office-ähnliche Geschichte funktioniert, kann ich nicht beurteilen).

Soll ich mir jetzt testweise mal auf einer Windows-Workstation einige GB an Plattenplatz frei machen und Debian installieren - oder doch Redhat?

Soll heißen: was spricht gegen Debian im Desktopeinsatz (das hätt' ich bereits und ich kenn' mich schon ein wenig aus)?

Wichtig wär' natürlich, dass NTFS + FAT32, die beide auf der WS existieren, bearbeitet werden können.

Thx
Quintus


P.S.: Die Umstellung des Netzwerkes von KOAX-LAN auf strukturierte Verkabelung (mit LWL zwischen 2 Häusern) haben wir die letzten Tage jetzt endlich hinter uns gebracht...;)

TuXuS 26.04.2003 10:13

FAT32 kannst du schreiben und lesen, NTFS nur lesen, der Schreibsupport ist noch experimentell. Daher ist es generell eine gute Idee sich eine Austauschpartiton mit FAT32 anzulegen.

Eigentlich ist es egal welche Distribution, sie haben alle ihre Vor- und Nachteile. Die Erfahrung muss man leider meist auch selber machen. Bei einem funktioniert mit Distri A alles supper, bei anderen nicht, dafür gehts dort mit Distri B, die Gründe sind oft vielfältig. Generell sind sowohl Mandrake als auch Red Hat sowie SuSE für den Desktop zu empfehlen. Diese 3 sind auch sehr gut vorkonfiguriert und man bereits mit der Defaultinstallation hervorragend arbeiten.

Debian bedeutet mehr Konfigurationsaufwand und man muss sich etwas intensiver damit auseinandersetzen, was aber nicht umbedingt ein Nachteil sein muss. Um mit der Aktualität der oben genannten DIstributionen mitzuhalten, muss man allerdings auf Backports für Woody zurückgreifen oder (wenn man mutig ist bzw. schon etwas mehr Erfahrung hat) unstable fahren.

Ich kann Red Hat 9 auch nur sehr empfehlen, ein kleines Ärgernis sind halt die fehlende MP3 und NTFS-Unterstützung wie Phillip schon erwähnt hat.

:tux:

Philipp 26.04.2003 12:39

Zitat:

Original geschrieben von Lotussteve
Ich habe schändlicherweise probiert, manche Sachen upzudaten, was weder YaST noch rpm selber gefiel ;) !
Das kenne von einer anderen Distribution. Ich hatte schon öfter Probleme wenn ich diverse Pakete mittels dpkg -i bei Debian installiere.

Was ist passiert? Nichts. Die installierten Programme liefen wunderbar wie erwartet. Doch dann kam der Augenblick wo ich etwas mit apt-get nachinstallieren wollte. Ergebnis: apt hat als erstes die neuen Pakete deinstalliert :heul:

Zu RPM:
Ich lese öfter wie schlecht doch RPM ist. So schlecht wie alle tun ist dieser Paketmanager auch wieder nicht, meistens wird er nur falsch angewendet.

Beispiel:

Wir haben 3 Pakete -
paket1.rpm
paket2.rpm
paket3.rpm


Alle drei sind voneinander abhängig.

Falsch:
rpm -ivh paket1.rpm

RPM wird in einen solchen Fall eine Fehlermeldung ausgeben da Paket 2 und 3 fehlen.

Richtig:
rpm -ivh paket*

RPM ladet in diesen Fall die Header aller drei Pakete und löst die abhängigkeiten automatisch auf. Danach werden die drei Pakete installiert.

Das ist auch der Grund warum die RPMs in meinen Evolution 1.32 HowTo in einen separates Verzeichnis ausgeführt werden.

Zitat:

Original geschrieben von Quintus14
Soll heißen: was spricht gegen Debian im Desktopeinsatz (das hätt' ich bereits und ich kenn' mich schon ein wenig aus)?
Vorallem die ältere Software. Gerade in den letzten Monaten hat sich relativ viel in Punkto Desktop Linux getan.

Als Gegenargument wird immer gerne Debian's Stabilität angegeben. Allerdings bekomme ich langsam zweifel ob das ganze wirklich so stabil ist.

Beispiel aus den letzten Tagen:
Spunz hat schon öfter geschrieben das Ximian Evolution (1.0.5?) zeitweise instabil ist.

Ich selber verwende seit Wochen Evolution 1.2.2 bzw. neuerdings 1.3.2 (unstable aus Rawhide) auf meiner Red Hat 9 Workstation. Ich hatte bisher keine Stabilitätsprobleme, im Gegenteil RH9 samt Programme läuft hier erschreckend stabil.

Das zeigt leider eine Problematik von Debian. Backports von Securityupdates werden zwar regelmässig veröffentlicht, allerdings keine generellen Korrekturen wie z.B. gegen Memory Leaks usw.

Zitat:

Original geschrieben von Quintus14
ob und wieweit diese Office-ähnliche Geschichte funktioniert, kann ich nicht beurteilen
Office ähnlich? Notfalls läuft auch das Original (sieht Attachment). Ich sage nur CrossOver Office 2.0, Billy's schimmster Alptraum ist seit letzter Woche verfügbar :eek: ;)

spunz 26.04.2003 12:59

Zitat:

Original geschrieben von Philipp

Als Gegenargument wird immer gerne Debian's Stabilität angegeben. Allerdings bekomme ich langsam zweifel ob das ganze wirklich so stabil ist.

Beispiel aus den letzten Tagen:
Spunz hat schon öfter geschrieben das Ximian Evolution (1.0.5?) zeitweise instabil ist.

Ich selber verwende seit Wochen Evolution 1.2.2 bzw. neuerdings 1.3.2 (unstable aus Rawhide) auf meiner Red Hat 9 Workstation. Ich hatte bisher keine Stabilitätsprobleme, im Gegenteil RH9 samt Programme läuft hier erschreckend stabil.

das liegt eher daran das evolution anscheinden massive probleme (hänger, SEHR langsam,...) hat wenn man tausende mails mit vielen anhängen verwalten will. mittlerweile hab ich auch neuere backports probiert und selbst unter debian unstable das gleiche problem. :(


vielleicht probier ich es spaßhalber noch unter rh9 aus, aber ich werde wohl komplett auf mutt umsteigen da ich so schöner per ferne an meine mails rankomme und es selbst dann kein problem hatte als ich meine mails 3 fach importiert habe

wer derzeit einen aktuellen desktop haben will kann auch mal debian unstable probieren. als desktop os rennts derzeit perfekt, die gröberen brocken dürften erledigt sein :)

Lotussteve 26.04.2003 13:59

Zitat:

Original geschrieben von Philipp
1.) Was ist passiert? Nichts. Die installierten Programme liefen wunderbar wie erwartet. Doch dann kam der Augenblick wo ich etwas mit apt-get nachinstallieren wollte. Ergebnis: apt hat als erstes die neuen Pakete deinstalliert :heul:

2.) Ich lese öfter wie schlecht doch RPM ist. So schlecht wie alle tun ist dieser Paketmanager auch wieder nicht, meistens wird er nur falsch angewendet.

3.) Als Gegenargument wird immer gerne Debian's Stabilität angegeben. Allerdings bekomme ich langsam zweifel ob das ganze wirklich so stabil ist.

4.) Das zeigt leider eine Problematik von Debian. Backports von Securityupdates werden zwar regelmässig veröffentlicht, allerdings keine generellen Korrekturen wie z.B. gegen Memory Leaks usw.

Hallo!

ad 1.) Da hast du aber viele Möglichkeiten das mit apt-pinning, hold setzen und anderen netten Sachen das zu verhindern. Aptitude kann das z.B.

ad 2.) Dein Beispiel ist klar und war damals kein Problem. Es war nur nach kurzer Zeit nicht möglich neuere Versionen als rpm zu installieren, musste sie backporten, was ich als Anfänger nicht wirklich konnte. Und am meisten Ärger machten die Ximian-Pakete mit ihrerer veränderten Namensstruktur.

Und du gehst bei deinem Beispiel davon aus daß alle drei benötigten Pakete da sind. Wenn man eins mit einer fehlenen Abhängigkeit installiert bekommt (bzw. bekam ich die bei SuSE 7.0) man eine Fehlermeldung daß XYZ.lib.so fehlt. Ohne rpmfind.net zu kennen war ich da ziemlich aufgehaut!

ad 3.) Das ist die Frage, meine Erfahrungen sind konträr zu deinen scheints. Ich habe mit Mandrake da "viel Spass" gehabt.....

ad 4.) Das ist eben die Policy, weil wo möchtest du da aufhören? Wenn der Fix für Fehler Y eine neue Abhängigkeit erzeugt ist das System eben nicht mehr "stabil und unverändert bis auf Securityupdates".......wie gesagt, man hat die volle Auswahl, ich mag den Ansatz von Debian, daß man hunderte Workstations einfach und stressfrei betreuen kann.
An der Dauer der Releasezyklen wird gearbeitet, ich denke einige Lehren wurden auch aus Woody gezogen. Wer mehr davon mitkriegen will kann gerne die entsprechenden Mailinglisten konsultieren.


Ciao,

Steve
der bei tollem Wetter schon wieder in der Firma sitzt und das sicher noch einige Zeit tut, obwohl er schon bis 3 Uhr in der Früh hier war........

santi 26.04.2003 15:10

Hi Leute,
der einzige Weg "seine" Distribution zu finden ist sie alle mal auszuprobieren und sich dann in die gewählte Distri einzuarbeiten.

Ich glaube das technische Aspekte bei unserer Beurteilung der verschiedenen Distris nicht wirklich ausschlaggebend sind. Wir entscheiden uns meist nicht wirklich nach streng rationalen, technischen Gesichtspunkten für eine Distri sondern eher aus dem Bauch heraus nach dem Image, Herkunftsland und der Ideologie die dahinter steckt. Mir zB. wird RH immer unsympathischer aber nicht weil die Distri schlecht wäre sondern weil ich lieber eine europäische Distri verwenden will...

Machen wir mal ein Gedankenspiel:
Was wäre wenn Debian eine kommerzielle Distri ohne Möglichkeit zum freien Download der ISOs wäre und SuSE ein Freiwilligenprojekt?
Würden wir diese Distris dann genauso beurteilen und ihnen treu bleiben?

Gruß
santi

TuXuS 26.04.2003 15:30

Zitat:

Original geschrieben von santi
Machen wir mal ein Gedankenspiel:
Was wäre wenn Debian eine kommerzielle Distri ohne Möglichkeit zum freien Download der ISOs wäre und SuSE ein Freiwilligenprojekt?
Würden wir diese Distris dann genauso beurteilen und ihnen treu bleiben?

Etwas gewagt, dieses Gedankenspiel! ;)

Würden wir Windows gegenüber Linux bevorzugen, wenn es Open Source wäre und es ISOs zum runterladen gäbe, Linux dagegen ein propietäres System wäre?

Philipp 26.04.2003 15:37

Zitat:

Original geschrieben von Lotussteve
ad 1.) Da hast du aber viele Möglichkeiten das mit apt-pinning, hold setzen und anderen netten Sachen das zu verhindern. Aptitude kann das z.B.
Das funktioniert auch bei nicht APT Quellen? Werde das bei Gelegenheit einmal ausprobieren :)

Zitat:

ad 4.) Das ist eben die Policy, weil wo möchtest du da aufhören? Wenn der Fix für Fehler Y eine neue Abhängigkeit erzeugt ist das System eben nicht mehr "stabil und unverändert bis auf Securityupdates"
Die Grundidee ansich ist ja nicht schlecht. Nur ist sie nicht bei allen Paketen wirklich sinnvoll.

Webmin ist ein gutes Beispiel.

Webmin ist derzeit in Woody als Version 0.94 (Beta) enthalten. Das aktuellere 1.080 würde aber auch unter Woody laufen da es sich bei Webmin nur um eine Ansammlung von Perl Scripts handelt.

Stattdessen wurden relativ unmotiviert diverse Fixes von Webmin 1.0xx nach 0.94 backported. Der Maintainer hat stellenweise mehrere Woche für die Backports benötigt. Ich nehme an das der Unterschied zwischen den beiden Version in der Zwischenzeit schon fast zu groß ist.

Meiner Meinung nach ist manchmal ein Auffrischen mancher Pakete sinnvoller als Backports diverser Korrekturen. Vorallem wenn es signifikante Verbesserungen mit sich bringt. Es muss ja nicht gleich GNOME 2 sein ;)

Quintus14 26.04.2003 15:47

Zitat:

Ich sage nur CrossOver Office 2.0, Billy's schimmster Alptraum ist seit letzter Woche verfügbar
Ich hatte gerade die Schachtel von RH9 im MM in der Hand - darauf stand was von "Office" (aber nichts von "CrossOver"), auch was von 30-Tage-Updateberechtigung.

Wenn Du jetzt von "CrossOver Office 2.0" oder einem anderen Programm redest - ist das jetzt auf allen Linux-Distributionen installierbar? Oder muss man warten, bis selbiges für meine Distribution adaptiert ist (Beispiel jetzt "CrossOver Office 2.0" oder "Mozilla"): ? Und im Fall Debian kostets nix und im Falle RH dann doch ein bissl was, wenns nicht im Lieferumfang der 1. Schachtel dabei ist...?

-----------------------------

Ich überlege gerade, bei der Frage "Linux für Desktop" könnt' ich noch ein wenig zuwarten - beim Debian-Server ist ja noch Feintuning angesagt, dann muss ich noch einen PC neubauen und konfigurieren, dann sollte man das schöne Wetter ausnutzen und sich nicht mit Computern 'rumschlagen - und im September sieht die Sache vielleicht wieder anders aus - dann hat Debian vielleicht wieder ein paar Dinge von unstable auf stable gesetzt bzw. nachgezogen. Auf der anderen Seite sind die 54 Euronen für RH9 auch nicht gerade weltbewegend....

MfG
Quintus


P.S.:
Zitat:

Der Maintainer hat stellenweise mehrere Woche für die Backports benötigt.
Verstehe nur Bahnhof....

Philipp 26.04.2003 16:16

Zitat:

Original geschrieben von Quintus14
Ich hatte gerade die Schachtel von RH9 im MM in der Hand - darauf stand was von "Office" (aber nichts von "CrossOver"), auch was von 30-Tage-Updateberechtigung.
CrossOver Office ist ein separates Produkt welches es erlaubt Windows Software wie Office XP oder Photoshop 7.0 unter Linux auszuführen. Die Programme funktionieren wie echte Linux Applikationen, daher ist selbst Cut&Paste zwischen Internet Explorer und OpenOffice möglich.

Mehr Informationen gibt es hier:
http://www.codeweavers.com/products/office/

Eine 30 Tage Demo als Download hier:
http://www.codeweavers.com/products/download_trial.php

Zitat:

Wenn Du jetzt von "CrossOver Office 2.0" oder einem anderen Programm redest - ist das jetzt auf allen Linux-Distributionen installierbar?
Läuft auf allen Linux Distributionen, also auch Debian. Probiere am besten die Demoversion aus :)

Falls du ein Debian Desktop OS mit eingebauten CrossOver Office suchst gibt es auch http://www.xandros.com

Allerdings ist Xandros schon wieder veraltet da es nur CrossOver Office 1.3 enthält. Irgendwann soll aber Xandros Desktop 2.0 erscheinen

Zitat:

Original geschrieben von Santi
Mir zB. wird RH immer unsympathischer aber nicht weil die Distri schlecht wäre sondern weil ich lieber eine europäische Distri verwenden will...
Mir persönlich ist Mandrake auch sympatischer und hätte auch viel Potential. Leider mussten die Entwickler Kernel 2.4.21 und einige andere experimentelle Dinge einbauen :rolleyes:

Man könnte auch mal http://www.sol-linux.com/ ausprobieren ;)

Pavlovs_Dog 26.04.2003 17:00

Hallo zusammen!

Ich hab ja nie verstanden, was es für einen Unterschied macht ob ich jetzt Linux vom Maier oder vom Müller beziehe.

Schon viel eher ob ich mich für *BSD oder Linux entscheide.

Der Inhalt ist doch ohnehin überall der selbe.
Und spätestens nach einem Jahr hat man zumeist einen Stand, der von der Erstinstallation weit entfernt ist.
Ich hab mir damals SuSE 7.2 gekauft weil ich es nett fand, für den Notfall deutschsprachigen Support zu haben.
Des war auch schon der einzige Entscheidungsfaktor.
Alles was mir abging oder nicht gefallen hat, hab ich mir dann von den jeweiligen Hompeages nachinstalliert.


Zum ewigen Thema der verwendeten Paketmanager:
Linux ist nach wie vor ein Compile-System.
Wenn ich mir ein tarball runterziehe und "configure; make; make install" mach, muß ich ja auch selber darauf achten was da nun passiert.
Also was nützt mir der beste Paketmanager, wenn ich nun mal keine passenden Pakete zur Verfügung habe?

Und dann ist es in der Praxis meistens so, daß die Leute bei Problemen mit Paketabhängigkeiten gleich mal die "nodeps" Options anwenden - nach dem Motto - wäre ja gelacht wenn des nicht geht ;-)

LG
Pav

Lotussteve 26.04.2003 17:37

Zitat:

Original geschrieben von Pavlovs_Dog
Und dann ist es in der Praxis meistens so, daß die Leute bei Problemen mit Paketabhängigkeiten gleich mal die "nodeps" Options anwenden - nach dem Motto - wäre ja gelacht wenn des nicht geht ;-)

Hallo!

Hehehe, du möchtest dir vielleicht mal "checkinstall" anschauen, das baut dir nach einem ./configure und make mit make checkinstall ein .deb oder .rpm.

Habs zwar erst einmal gebraucht, da funzt es aber sehr gut :)



Ciao,

Steve

Philipp 26.04.2003 18:49

Zitat:

Original geschrieben von Pavlovs_Dog
Zum ewigen Thema der verwendeten Paketmanager:
Linux ist nach wie vor ein Compile-System.
Wenn ich mir ein tarball runterziehe und "configure; make; make install" mach, muß ich ja auch selber darauf achten was da nun passiert.

Also ich mach es neuerdings wie ein Redhat Entwickler und verwende RPM Build zum Kompilieren von Programmen :cool:

RPM Build erzeugt (wie der Name es schon sagt) ein RPM aus dem Source. Nebenbei kann man auch einen Menüeintrag definieren und einiges mehr.

Wie funktioniert RPM Build? Ein kleines Beispiel anhand von Tux Racer.

Tux Racer enthält in RH9 keinen Sound da einer der Patches eine (Patentierte) MPEG Library verwendet. Tatsächlich verwendet es diese Library nur für den Mixer :rolleyes:

Also ändern wie das Paket und rekompilieren Tux Racer ohne diesen Code.

Zu diesen Zweck brauchen wir das Tux Racer Source RPM: tuxracer-0.61-19.src.rpm (zu finden auf einer der Source CDs)

Dieses wird mittels rpm -ivh tuxracer-0.61-19.src.rpm installiert.

Jetzt wechselt man in folgendes Verzeichnis:
cd /usr/src/redhat/SOURCES

und öffnet die Datei tuxracer-0.61-config.patch in einen Editor.

Jetzt müssen alle Zeile beginnend ab @@ -3417,7 +3417,7 @@ bis Ende gelöscht werden. Diese Zeilen enthalten die Aufrufe zur MPEG Bibliothek.

Als nächstes wird in das SPECS Verzeichnis gewechselt:
cd ../SPECS

Jetzt wird die Datei tuxracer.spec in einen Editor geöffnet und die Zeile "Release: 19" in "Release: 20" geändert.

Die spec Datei ist die Schlüsseldatei. Dort ist enthalten welche Pakete kompiliert werden sollen, Paketbeschreibung, Changelog, Revision, Abhängigkeiten usw.

Als letztes wird das ganze mittels rpmbuild -bb tuxracer.spec ausgeführt.

In /usr/src/redhat/RPMS/i386/ findet man dann das Endergebnis => tuxracer-0.61-20.i386.rpm

Wer dieses Beispiel ausprobiert, hat jetzt viel über RPM gelernt. Zu weiteren Lernzwecken verweise ich auf die 3 Source CD. Diese erlauben interessante Einblicke hinter die Kulissen.

Ich selber habe schon OpenRacer auf Redhat 9 portiert :eek:. Das ist die Tux Racer Version in der Tux ein Surfbrett verwendet ;)

Quintus14 26.04.2003 20:38

Zitat:

CrossOver Office ist ein separates Produkt welches es erlaubt Windows Software wie Office XP oder Photoshop 7.0 unter Linux auszuführen.
Wenn eines unserer erklärten Ziele heißt "weg von MS", so wäre ein office-ähnliches Office-Ersatzprogramm (Clon), das mit MS-Office-Dateien zurechtkommt, aber nicht MS-lizenzpflichtig ist, interessant. MS-lizenzpflichtige Programme auf Linux zu betreiben ist ja nur der halbe Spaß.
Zitat:

Die Programme funktionieren wie echte Linux Applikationen, daher ist selbst Cut&Paste zwischen Internet Explorer und OpenOffice möglich.
Für mich sehr interessant wäre die Frage, ob auch DDE unterstützt wird. Ist bekannt, ob ja/nein?

Thx
Quintus

Philipp 26.04.2003 20:57

Zitat:

Original geschrieben von Quintus14
Wenn eines unserer erklärten Ziele heißt "weg von MS", so wäre ein office-ähnliches Office-Ersatzprogramm (Clon), das mit MS-Office-Dateien zurechtkommt, aber nicht MS-lizenzpflichtig ist, interessant.
OpenOffice wäre ein Open Source Ersatz für MS Office.

Zitat:

Für mich sehr interessant wäre die Frage, ob auch DDE unterstützt wird. Ist bekannt, ob ja/nein?
Das weiss ich leider nicht. Ich würde vorschlagen du probierst die Demoversion aus. Da kannst du dir selber ein Bild machen ob CrossOver Office für dich brauchbar ist oder nicht.

Pavlovs_Dog 28.04.2003 16:45

Zitat:

OpenOffice wäre ein Open Source Ersatz für MS Office.
Leider ist es schrecklich langsam und ein enormer Ressourcenfresser.
OO zu starten ist die reinste Qual.

Und das Argument, daß OO XML als Dokumentenformat verwendet und deshalb offener sei, hinkt auch ein wenig.
Bedingt durch XML sind die Dokumente extrem groß. Um sie wieder kleiner zu kriegen werden sie jeweils compressed.
Entpackt man mal so ein Dokument, hat man gleich 5 Files und ein Directory vor sich.

Andererseits scheint es aber hervorragent mit extrem großen Dokumenten umgehen zu können.
Ein 5.8MB großes Dokument (Leistungsbuch) kann problemlos bearbeitet werden.
Dieses Dokument ließ sich mit Word2000 nicht einmal öffnen.

LG
Pav

Philipp 29.04.2003 02:11

Zitat:

Original geschrieben von Pavlovs_Dog
Leider ist es schrecklich langsam und ein enormer Ressourcenfresser.
OO zu starten ist die reinste Qual

Kommt nur auf den passenden Rechner an ;)

Die Windows Version startet wesentlich schneller. Vielleicht sollte ich einmal versuchen sie mit CrossOver Office auszuführen.

Ich glaube aber das der Linux Port von OpenOffice einmal grunderneuert werden sollte, da die Codebasis noch immer auf dem original StarOffice 3.0 Port basiert.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 07:54 Uhr.

Powered by vBulletin® Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.
© 2009 FSL Verlag