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Störklappen beim Landen?
Hallo Freunde,
ich weiß, daß die Stör oder Bremsklappen beim Reduzieren des Speeds in der Luft eingesetzt werden. Beim Landen scheint ja das nicht zu gehen, weil dann der Flieger, wie ein Tennisball aufschlägt und wieder hoch springt, so meine Erfahrung. Meine Frage wäre, können die Störklappen, wenn der Flieger schon am Boden ist zusätzlich als Bremswirkung eingesetzt werden? Schöne Grüße Helmut |
ja geht
du musst zuerst ohne störklappen aufsetzen, dann kannst du sie ausfahren. |
Hallo!
Warum kann man nicht mit ausgefahrenen Störklappen landen? Z.B bei Segelfliegern landet man immer mit gezogenen Klappen. Tschüß David P.S: Bei den ganz großen Fliegern ist es aber üblich erst aufzusetzen und dann auszufahren. |
Störklappen
Hi Helmut,
natürlich können die Störklappen auch am Boden eingesetzt werden. Sie stören ja die Strömung der Luft um das Profil der Tragfläche und sorgen dafür das die Strömung nicht mehr "anliegt". In wirklichem Fliegerleben :D werden die Spoiler ja auch gesetzt und nach dem Touch Down wieder eingefahren sobald das Flugzeug abgebremst hat. Ich meine das die Störklappen kurz vorm Aufsetzen im sogenannten Abfangbogen auf max. gesetzt werden kann mich da aber auch irren. Ich benutzte sie halt nach Bedarf, arbeite aber immer mit ihnen auch am Boden. |
Re: Störklappen
Zitat:
Andere Airlines wiederum lassen zwar die sonstige Landekonfiguration drin, nehmen aber die Spoiler zusammen mit den Reversern bei ca. 60kts wieder rein. Die dritte Gruppe von Airlines macht es wieder ganz anders, die lassen zwar die Spoiler draußen, nehmen aber sofort nach dem Touchdown die Flaps wieder um eine oder zwei Stellungen zurück. Das soll einerseits helfen, noch mehr Auftrieb zu vernichten, und zweitens soll es bei einem eventuell notwendigen Durchstarten helfen, die Maschine schneller in der Startkonfiguration zu haben. Ist also alles eine Frage der SOP der jeweiligen Airline bzw. der Vorliebe eines jeden Piloten. Ich persönlich z.B. mache es wie British Airways und lasse alles draußen, bis ich von der RWY runter bin. Erst da "cleane" ich die Maschine, also Spoiler rein, Flaps auf Null, Strobes aus, Landing Lights aus etc. |
@Andre
Hi Andre,
na ja da war ja meine Vermutung nicht ganz falsch, warum das immer wieder unterschiedlich ist. Ist halt Geschmackssache. Aber trotzdem haben die Störklappen ja einen Sinn und wenn die Airlines ihren Piloten sowas auf´s Auge drückt damit sie wie Hahn aussehen -> bitte sehr. Aber man muß ja zugeben sieht schon irgendwie gut aus wenn alles ausgefahren ist :D Schönes Wochenende |
Hi
Bei Jets mit an den Flügeln befestigten Triebwerken, aber auch bei Propellermaschinen sind ausgefahrene Flaps am Boden durch die Triebwerke aufgewirbelte Steine oder aufgewirbelten Sand gefährdet. Deshalb ist das Einfahren der Flaps nach der Landung (in der Praxis) zweckmässig. Herbert Frehner |
ja bei höheren geschwindigkeiten ist noch eine bremswirkung vorhanden, je langsamer desto weniger.
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Zitat:
Die Störklappen sind nicht umsonst genau vor den Landeklappen angebracht.Voll ausgefahren entsteht ein Luftwirbel hinter ihnen,so das die Landeklappen nicht mehr angeströmt werden und kaum noch Auftrieb erzeugen.Deshalb dürfen sie auch erst nach dem Touchdown ausgefahren werden. Bei manchen Fliegern ist das mit dem Umkehrschub gekoppelt,bei anderen mit der Federungshydraulik des Hauptfahrwerkes. Die Bremswirkung selbst dürfte wohl nicht so eine entscheidene Rolle spielen.Da bieten die voll ausgefahrenen Landeklappen wesentlich mehr Luftwiderstand. Zitat:
Bremsklappen am Heck des Flugzeuges,wie bei kleineren Jets oder Turboprops können über den gesamten Landeanflug genutzt werden. Bei Flugplätzen mit etwas steileren Anflugwinkeln ist das dann sehr hilfreich. |
Hy Freunde,
möchte mich bei jedem von Euch herzlichst bedanken, Ihr habt mir sehr geholfen. Herzliche Grüße Helmut:) |
Die Teile am Heck sind aerodynamische Bremsen. Die Störklappen im Anflug zu betätigen ist (in den Handbüchern beschrieben) nicht erlaubt. Das Profil einer großen Linienmaschine muss ja einen sehr grossen Geschwindigkeitsbereich abdecken (mit Hilfe von Klappen im unteren Bereich). Gerade im Landeanflug wird ziemlich nahe an der Stallspeed geflogen und meist mit ziemlich wenig Leistung. Jetzt könnte der Einsatz der Speedbrakes den Abriss der Strömung erreichen und es bleibt keine Zeit Höhenverlust auszugleichen und die Triebwerke so schnell hochzufahren. Ein richtig konfiguriertes Flugzeug "fährt wie auf Schienen" das Anflugprofil hinunter.
Beim Segler MUSS der zu gute Auftrieb zerstört werden. |
Spoiler "störklappen" sind doch auch für mehr Haftung auf der Piste gedacht, das lässt sich vorallem bei größeren flugzeugen bemerken, man wird förmlich in den sitz "gedrückt", gleiches gilt für die flügel, das ist doch das selbe mit F1 Wagen, wenn man die Form von hinteren Flügel (oder wie man die dinger nennt) etwas hoch dingstet, dann ist es mehr dingens, und wenn mans mehr runter dingstet dann machts halt das gegenteil
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Zitat:
Wenn du „in den Sitz gedrückt“ wirst, dann müsste das Flugzeug ja von unten nach oben dir in den Allerwertesten drücken. Das wäre aber genau das Gegenteil einer gesteigerten Bodenhaftung. Astronauten kleben beim Start einer Rakete ja auch nicht darin unter der Decke… |
vielleicht hab ich es auch falsch ausgedrückt? Jedenfalls meine ich das richtige :)
was ich sagen wollte: der druck kommt durch die Störklappen doch von OBEN? So wird das Flugzeug nach UNTEN gepresst, denn: die Luft prallt an den Störklappen ab und drückt die Flügel nach unten, somit auch das Flugzeug, geht allerdings nur bei hoher Luftdurchströmung? Ist das richtig? |
Eigentlich...
... muesstest Du nach vorne gezogen werden - wie bei einem bremsenden Auto (ist kurz nach dem Aufsetzen, also bei hoher Geschwindigkeit, sehr deutlich zu merken). Die Groundspoiler erzeugen zunaechst einmal Wirbel und vernichten den Auftrieb ueber einem Teil der Flaeche (und den Klappen), das macht einen festen Sitz der Maschine auf der Piste.
Was die Groundspoiler noch erzeugen ist ein kraeftiger Widerstand. Und der wirkt einfach in Richtung der Stroemung (also gegen die Bewegungsrichtung). Fuehlt sich einfach an wie eine Bremse und ist auch so gedacht. Nach unten koennen die Bleche nicht mehr druecken - tiefer als Piste geht ja schlecht ;) . Im Flug werden andere Spoiler (Flightspoiler) eingesetzt bzw die als Groundspoiler dienenden Bleche nur graduell ausgefahren. Sie dienen als moderate (regulierbare - anders als im Flusi) "Luftbremse" und, einseitig betaetigt, besonders als Gegenflaeche zu den Querrudern, sie kompensieren deren negatives Wendemoment. Je nach Geschwindigkeit und gewuenschtem Roll kommen bei Jets die eigentlichen Querruder garnicht zum Einsatz. Viele Gruesse Peter |
Zitat:
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Also ich setze die Störklappen fast überhaupt nicht ein. Wenn ich mich möglichst genau an die Sinkgeschwindigkeiten der Handbücher halte, reicht in der Regel die Länge der Landebahn auch dicke aus (Autobrakes full + Flaps oder Manual Brakes + Flaps full). Allerdings verwende ich die Störklappen schon mal beim Anflug, wenn ich (erheblich) zu schnell bin. Ob das der Praxis entspricht, weiss ich allerdings nicht.
Gruß, Günther |
Günther, da passt wieder der...
.. schoene Spruch aus "Der lange Weg nach vorne links":
"Es gibt mehrere Arten, ein grosses Flugzeug zu fliegen" ;) Ich lande Dickduesen im FS praktisch immer mit ga"armten" Groundspoilern, die nach dem Aufsetzen automatisch ausfahren. Ist nicht wegen der Laenge der Bahn, die reicht natuerlich (meistens :D ). Da ich aber im FS ein absoluter Billigflieger bin (nur gebrauchte Maschinen, und die noch geleased :lol: ), spar' ich so ein bischen Abrieb der Bremsscheiben, die halten dann laenger bis zum faelligen (teuren) Austausch ;) Viele Gruesse Peter |
Zitat:
Wie schon mehrmals beschrieben,vernichten die Störklappen den Luftstrom über den Flaps. Der Flusiflieger macht da aber keinen Unterschied in der Wirkungsweise.Der Einfluss der Störklappen lässt sich leider nicht getrennt für Flaps down und Flaps up editieren. |
Genau das was FlusiRainer beschrieb, hat zu einem schweren Flugzeugunglück 1970 bei Toronto geführt. Da fuhr der FO versehentlich die Spoiler schon vorm Aufsetzen aus, was zu einem überharten Aufsetzen führte, obwohl der Kapitän Vollschub gab. Die Maschine machte einen Go Around. Doch sie war auf Grund der harten Bodenberührung so stark beschädigt (ein Triebwerk riß ab) daß sie wenig später in de rLuft explodierte und zerschellte.
Seitdem gibt es eine Sicherung, die verhindert, daß die Störklappen vor der Landung voll ausgefahren werden. Störklappen setze ich im Flug nur an, wenn ich nach einem High Speed Approach die Geschwindigkeit zur Landung auf ein "gesundes Mass" reduzieren muß. Michael:cool: |
Ein bischen...
... scheinen mir die kleinen Ungenauigkeiten an den Begriffen zu liegen, die leicht zu verwechseln sind. Groundspoiler sind wirklich GROUND(!)Spoiler, sind im Sinne des Wortes STOERklappen. Die sind im letzen Teil des Endanfluges wirklich aeusserst kritisch. Ausser - natuerlich - bei Segelflugzeugen ;)
Der FS kennt leider keinen Unterschied zwischen Ground- und Flightspoilern. As real as it gets? :D Viele Gruesse Peter |
Hallo Peter
Zitat:
TLF (unser A320/ A340 FO) hat vor kurzen genau das gegenteil berichtet. Bei der LH wird lieber mit den Radbremsen gebremst, da diese leichter zu warten sind, als die Triebwerke. Dazu ist die Wirkung der Bremsen, im vergleich mit den Reversern viel stärker. Spoiler habe ich bei der Landung immer immer gearmt. Wenn ich mal was starker aufsetze, sorgen die Spoiler dafür, da ich nicht mehr rumhopse, und drücken das Flugzeug zu Boden. @FlusiRainer Ab welcher Stellung ist das ganze den Gefährlich? Ich kann mich an einen Anflug auf Palma erinnern, mit Boeing B737-400, wo wir lange, ein Hohes Fluglevel hatten. Dannach machte die Boeing einen ziemlich schnellen sinkflug. Ich saß hinter dem Flügel, und habe das ausfahren der Flaps beobachtet. Aufgrund, der weit aufgefahrenen Landeklapen, würde ich minds. 10° oder 15° Grad schätzen. Dannach wurde das Fahrwerk ausgefahren. Wärend das ganzen sinkfluges, waren die Spoiler voll ausgefahren. Die Maschiene rüttelte wie verrückt, und einige Leute hatten wirklich Angst. Also, ab welcher Stellung ist das ganze nun Gefährlich? Gruß Niko |
Also als nur Flusipilot bin ich natürlich kein Fachmann.
Ich denke mal gefährlich wird es,wenn die Flaps voll ausgefahren sind und der Flieger sich im normalen Anflug befindet.Wenn jetzt die Spoiler ausfahren,möchte ich lieber nicht drinnen sitzen. In dem von Dir geschilderten Fall ist ja die Situation etwas anders. Die Klappen wurden erst nach den Spoilern gesetzt.Da produzieren sie zwar kaum Auftrieb,aber genug Widerstand für einen steilen Sinkflug. Der Strömungsabriss selbst betrifft ja nur die Oberseite der Landeklappen(dürfte wohl den holprigen Sinkflug verursacht haben).Die Tragfläche ist nicht davon betroffen.Also fliegen lässt es sich schon,aber nur steil bergab. Da ja im Sommer Palma zum amerikanischen RegioAirport,was die Slotdichte betrifft,mutiert,gehe ich mal davon aus,das der Pilot sich aus Zeitgründen,im Rahmen des gerade noch erlaubten,zu diesen spektakuleren Anflug entschieden hat.Anderenfals wäre er ein par Minuten später eingetrudelt und hätte womöglich erst ne Stunde später als geplant den Rückflug durchführen können.Am Ende des Tages fehlt dann vieleicht ein kommpletter Flug mit 140 zahlenden Reisenden. Das dürfte wohl der Airline nicht ganz gefallen. Chefpiloten sind fliegende Manager und müssen sich kümmern,das es keine Verspätungen gibt,bzw diese wieder aufgeholt werden. Hab mal ne Sendung gesehen,die den Aufgabenbereich um das Fliegen drumherum beleuchtete.Das Fliegen selbst ist da ehr ne Mittagspause. |
Wenn aus grösserer Höhe schnell abgestiegen wird, ist es legitim die Störklappen zu nutzen. Die Geschwindigkeitserhöhung durch schnelleres sinken wird damit verhindert, ebenso ein teilweises ausfahren der Klappen (Im erlaubten Geschwindigkeitsbereich).
Die Luftströmung ist auf jeden Fall hinter den Klappen über die gesamte Flügelflächen nicht mehr anliegend. Im finalen Anflug aber dürften die Speedbrakes nicht gesetzt werden. |
Bei Airbus unterscheidet man in SPEEDBRAKE und GROUND SPOILER.
Sowohl die Speedbrakes als auch die Ground Spoiler bedienen sich bei der A340 der SPOILER 1 bis 6. Unterschiede gibt es nur in wie weit sie ausgefahren werden. So kann man im Fluge die SPEEDBRAKES nur bis 30° (Spoiler 1 bis 25°) ausfahren, wobei dieses nochmals in CONFIG 2 reduziert wird. SPEEDBRAKES können in CONFIG 3 oder FULL übrigens gar nicht mehr gesetzt werden, mehr noch, sie fahren automatisch wieder ein! Wie schon angesprochen bedienen sich auch die GROUND SPOILER der Spoiler 1-6. Hierbei fahren die Spoiler allerdings bis auf 50° (35 für Spoiler 1) aus. Die GROUND SPOILER werden übrigens vor jeder Landung gearmed (außer Touch&Go). Darüber hinaus nutzen wir selten mehr als IDLE REVERSE, da dies allgemein von vielen Flughäfen nicht gewünscht wird, und im speziellen unsere Technik schont. Moderne Bremsen können das ab - die Nutzung von mehr als IDLE Reverse hat allerdings auch einen recht praktischen Vorteil: es hält die Bremstemperaturen unten...bei kurzen TURN AROUND Zeiten ohne BRAKE FAN von Vorteil. In diesem Sinne TLF P.S.: Bei VIP Flügen wird manchmal abweichend vom Standart Procedere verfahren. So wird auf der 747 zum Teil dann ohne SPEEDBRAKES ARMED gelandet, da das ausfahren selbiger beim Aufsetzen die Maschine richtig runterkrachen läßt uns so selbst die weicheste Landung nochmals spürbar härter macht! |
Ääääh, Niko...
... ich verwende ja auch garkeine Reverser (wenn die Piste reicht ;) ), ich benutze ja nur die (vorher ge"armed"ten") "Bremsbleche" (Groundspoiler) - die bremsen fast umsonst :D . Ich muss doch sparen, jeder Tropfen Kerosin ist bares Geld :( .
@TLF: Danke fuer die Klarstellung - das wirkliche Leben ist doch immer das beste Vorbild :) Viele Gruesse Peter |
Hallo TLF,
ich höre das "Idle reverse" immer bei den A-320 Video- Kasetten. Kannst Du etwas mehr darüber sagen, bringt das überhaupt etwas an Bremswirkung? Gruß Rolf |
also ich als relativer neuling fasse mal zusammen: störklappen erst raus, wenn man aufsetzt auf der landebahn. warum will aber der fluglehrer bei den verkehrspilotenübungen immer, daß ich die störklappen einige nm vor dem tough down schon ausfahren soll?
und: ich hab halt ne taste für die störklappen, kann man die auch schrittweise ausfahren? und wo ist die anzeige ob sie ausgefahren sind oder nicht? (737) vielen dank Oliver |
ist Blödsinn (meint er vielleicht die Vorflügel(Slats)? das wäre verständlicher)
die Verwendung reduziert sich auf den Fall nach der Landung, um Auftrieb zu vernichten-Luftwiderstand zu erzeugen...oder in einem steileren sinkflug eine Geschwindigkeitserhöhung zu verhinden bzw Geschwindigkeit abzubauen. Das Ausfahren ist reglementiert (nicht wenn Engines im Idle laufen, wenn Klappen ausgefahren wurden). Eine Anzeige ist gelegentlich in Cockpits zu finden (Speedbrake). |
ich weiß inzwischen woran es liegt: es ist ein übersetzungsfehler von ms, er meint die normalen klappen und nicht die störklappen ;)
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@Flusirainer
Zitat:
Happy Landings Sebastian |
Stimmt, z.B. das Segelflugzeug Glasflügel 304. Das hat sogenannte Spreizklappen, die zusammen mit den Wölbklappen einen Bremsfallschirm nahe kommen :D Bin mir nicht mehr ganz sicher, aber in diesem Breich muß es liegen. Laut Handbuch mit vollen Klappen (die Wölbklappen werden automatisch mit genommen) und einem Bahnneigungswinkel von 60° nimmt das Flugzeug nicht mehr als 120 Km/h auf. Problem dabei das man dann die Klappen gerade in Bodennähe nicht mehr einfahren darf. Der Auftrieb durch die Wölbklappen wurde fehlen und das Flugzeug sackt dann durch.
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Der Glasflügel ist nur einer von vielen! Anzuführen wäre auf jedenfall noch ASW20, ASW22, ASH25, LS-7 usw.
Ich denke auf dem Bild im Anhang kann man die Wölbklappe gut erkennen. Happy Landigs Sebastian http://www.aufwind-magazin.de/redakt...403/img/03.jpg |
Spoiler
Hallo Helmut,
Es gibt drei Aufgaben der Spoiler: Ein Teil der Spoiler sind sogenannte Speed Brakes und dienen in der Luft dazu die Geschwidigkeit zu senken. Sie werden in der Hauptsache beim decent benutzt um nicht in einen overspeed zu kommen. Sie fahren nur um ein bestimmtes Winkelmaß aus. 2.Die Flight Spoiler werden bei modernen Jets für den Kurvenflug genutzt. Heißt auf der Seite wo das Querruder nach oben kommt wird ab einem bestimmten Ausschlag, deferenziert die Flight Spoiler mit ausgefahren( positives Wendemoment). Das Flugzeug dreht sich um die Hoch und Längsachse. Grund bei Airlinern wird in großer Höhe und bei hohen Geschwidigkeiten, das Seitenruder nicht genutzt, sodern nur im Langsam Flug und bei der Landung. Das zu geben der Spoiler zum Queruderausschlag wird bei Airbus über einen Computer geregelt, bei Boeing über einen mech. Spoilermixer. 3.Ground Spoiler, werden bei Boeing auch lift dumping genannt, werden zur Auftriebsvernichtung benutzt, direkt nach dem touch down. Dann fahren alle Spoiler voll aus. Das arming erfolgt zum Beispiel bei der 737 in dem man den Spoilerhebel in die arm Position bringt. nach dem Aufsetzen wird über ein Teleflexkabel (Fahrwerk eingefedert) die Hydraulik frei gegeben und über die Antiskidbox wird durch einen Stellmotor der Spoilerhebel nach hinten gefahren, die Spoiler fahren aus. Zweite Möglichkeit, der Pilot armed die Spoiler nicht, dann wird der Spoilerhebel beim betätigen der Schubumkehrhebel mit in die Armed Position genommen und die Spoiler auch wieder aus. Sollte man durchstarten müssen werden die Spoiler automatisch wieder eingefahren, wenn die Schubhebel nach vorne geschoben werden. Sind der Groundspoiler, ist wie gesagt die Auftriebsvernichtung um das Flugzeug nicht springen zu lassen. Ganz wichtig bei Seitenwind. Gruß Claus |
Hallo!
@Sebastian und Markus: Ja, ihr habt recht. Asche auf mein Haupt :( Naja, Wölbklappen sind mir jetzt auch ein Begriff, Beispiel auch Janus, ich glaub der Mini Nimbus und LS3 haben auch, oder? Schön, dass man mich genau liest und korrigiert, danke! ;) Tschüß David |
@ herar
Kurze Zusammenfassung: Im Flusi setzt du vor der Landung mit "Shift-#" die Störklappen auf "armed". Das bedeutet, dass sobald du aufsetzt dein Auftrieb vernichtet wird, weil die Klappen automatisch ausfahren. Wenn du noch die Autobrake auf 2 oder 3 einstellst (Weißer Drehknopf mit RTO, OFF, 1, 2, 3... MAX.) brauchst Du dich auch um das bremsen nicht mehr kümmern. Nur mehr das einsetzen des Umkehrschubes bleibt noch Dir vorbehalten und das ist doch schön! Gruß, Andi |
@ David
der Janus hat auf jeden Fall beim Mini Nimbus und bei der LS-3 bin ich mir nicht sicher,aber zumindest bei letzterem Beispiel gehe ich nicht von aus. Man sieht sich in EDRT! Happy Landings Sebastian |
Zu den Speedbrakes...
..also ich denke, daß im PSS A 320 auf dem Panel die Speedbrakes auch als solche genutzt werden können. Dann nämlich, wenn man steile Sinkflüge einleiten muß, ohne die Geschwindigkeit zu überschreiten. Deswegen heißen die Dinger ja auch Speedbrakes.
Ich nutze die immer vor dem Endanflug, im nicht verwalteten Modus. Werden die Speedbrakes "geschärft" (armed) - funktionieren sie als Auftriebsvernichter. Im Augenblick des Aufsetzens klappen sie hoch und sorgen für einen sofortigen Strömungsabriß an der Tragflächenoberseite. Dann springt die Kiste nicht und "setzt sich sofort hin" - was man auch im FS eindrucksvoll verfolgen kann. Zu Unfällen mit vergessenen Speedbrakes: http://www.linsenmaier.com/warschau.htm Wie die Dinger echt wilder Aktion ausschauen, sieht man hier: http://www.eddh.de/unterhaltung/clips.html Clickt mal das Video "runter kommen sie immer" an - echt wild! Ach übrigens - ich bin neu hier. FlightXPress ist 'ne Wolke - aber für'n Abo mir noch zu teuer. Freundliche Grüße Andreas |
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