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revell 02.08.2002 16:57

ÖBB Umfrage
 
Mich würde eure Meinung und Erfahrungen zur Bahn interessieren. Bin ich der einzige der den Verein zum Zusperren freigeben möchte, oder gibts noch andere und wenn, können wir vielleicht sogar ein Volksbegehren initiieren? ;):D:ms:

Ferry Ultra 02.08.2002 17:24

des problem mit der öbb sind die sparmassnahmen.
die mitarbeiter san dermaasen demotiviert das a freid is.
im personenverkehr san die leidtragenden die schaffner(zugbegleiter),die von dem disaster rund um verspätungen etc. meistens gar nicht seitens ihrer mitarbeiter erfahren.

vor kurzem noch gabs keine störungsbehebungen mehr ausserhalb der normaloarbeitszeit,weil wartungseinsätze nicht mehr abgegolten werden sollten.
nach 4 tagen ohne störungsbehebungen auf hauptstrecken,u. der damit verbundenen verspätungen,kam die "geschäftsführung" drauf,das doch besser wäre zu zahlen.

und ein weiterse problem is die aufsplittung der verschiedensten abteilungen zu einer "tochterfirma".
arbeiten die früher als normal angesehen wurden,müssen jetzt bestellt werde,mit vorlaufzeit,und kosten fallen jetzt auch an.
das des den fahrgast net interessiert is kloar,aber wer des in seiner firma schon mal mitgmacht, hat weiss bescheid....

zur umfrage.
in die arbeit in den ballungszentren käme für mich sowieso nur die öffis in frage.
weil parkgebühr (in wien is ein firmenparkplatz steuerpflichtig!),fahrzeit ,etc. kannst niemals so billig jriegen wie eine monatskarte.

athropos 02.08.2002 21:21

einersteits fehlt mir eine anwortmöglichkeit in der art (ich fahre nicht öbb - weinen ist zuviel des guten)

@ferry - gottseidank ist es bei uns (:hehe:, typisch wiener, hält wien für das zentrum des universums) nicht gebührenpflichtig, mit einem einspurigen kfz in der kurzparkzone zu stehen (obwohl die parkzeiten einzuhalten sind :p) bzw. findest auch immer einen parkplatz...

Phantomias 02.08.2002 21:30

da geb ich dem Ferry voll und ganz recht..
Sparmassnahmen und ihre Folgen...
Und wie schon gesagt wurde, für viele Dinge die die Bahn bis jetzt selber erledigt hat sind jetzt Fremdfirmen zu beauftragen..

Wenn Du das ernst meinst mit "dem Verein zum zusperren freigeben" dann spricht das nicht gerade für eine objektive Sichtweise...

Du machst es Dir verdammt leicht genauso wie die üblichen Stinkereien und Anfeindungen zwischen Leuten die in der Privatwirtschaft arbeiten und Leuten die beim Staat sind.. Sowas geht mir genauso am Senkel...

Die meisten glauben daß nur sie etwas arbeiten und alle anderen sich mit Nichtstun das geld verdienen oder ständig Fehler machen und gänzlich inkompetent sind....


Versuche eimal auch auf die Zusammenhänge und Auswirkungen zu achten, bevor Du solche beschränkten Aussagen tätigst..

Aber bitte ja - sperren wir alle öffentlichen Verkehrmittel zu... ÖBB, Wiener Linien einfach alles...damit wir den motorisierten Individualverkehr noch weiter in die Höhe treiben als wir es je für möglich gehalten haben.. und die Schadstoffemissionen zu steigern anstatt wie eigentlich gedacht, zu senken... und um die Zersiedlung voranzutreiben die wieder nach neuen, versiegelten Verkehrsflächen und den dafür beötigten Geldern giert... plötzlich gibts dann noch mehr Vekehrsflächen um den geisteigerten Verkehrsbedarf zu decken und um noch weniger Wohnplätze zur verfügung zu haben und so weiter und so fort...

Mit der Umsetzung Deines Vorschlages würdest Du eine gewaltige positive Rückkoppelung in Gang bringen die zu einem wahren Teufelskreis führen würde aus dem wir nur mehr sehr schwer einen Ausweg finden würden...


und ach ja wenn wir schon dabei sind dann könnten wir ja auch den Transportverkehr eliminieren... oder?

:rolleyes::rolleyes::rolleyes:

3of4 02.08.2002 22:26

ich bin von den ÖBB sehr überzeugt, vor allem ist es ein Vorteil mit dem Netzwerkticket, kann jeder bis einen Tag vor seinem 20. Geburtstag überall in ganz Österreich hinfahren, statt Stau muss man halt umsteigen, aber dabei kann man zumindest sich die Städte anschauen und verkommt nicht in einem kleinen engen Auto. Man kann mitten während der Zugfahrt aufs Klo gehen, Zeitung lesen, Mittag essen, Sekundenschläfchen halten, ohne Freisprecheinrichtung telefonieren und all die schönen Sachen die so Freude machen. Das Personal ist vielleicht etwas demotiviert, allerdings hat sich das in letzter Zeit auch sehr gebessert (vielleicht wegen den Frühpensionierungen ;)). Und wer vor kurzem den Bericht im ORF (ja ich oute mich als orf-Seher) gesehen hat, hat wahrscheinlich gehört das jetzt verstärkt auf Personenverkehr gesetzt wird, und das der Walde sich neuerdings als Dienstleistungsbetrieb sieht. Außerdem stehen im Personenverkehr angeblich jetzt neue Waggons zum Kauf an, inkl. Steckdose f. Laptops, Cd-Player usw..
Was will man noch mehr? (außer weniger Triebwerkschäden)

The_Lord_of_Midnight 02.08.2002 23:06

ich würde gerne mit den öffis fahren, aber leider würde bei mir die anfahrtszeit im bereich von stunden liegen. (dieser punkt fehlt mit in der umfrage) wenn ich einen termin in der stadt habe, fahre ich immer mit der ubahn. ist einfach ein traum wenn man sich etwas ausrasten und entspannen kann. ich genieße das immer, wenn ich die möglichkeit dazu habe.

insoweit geb ich dem ferry recht, wenn er von den vorteilen in den ballungszentren spricht. nur wenn man weiter draußen lebt ists blöd. denn das ist irgendwie schwer wenn in der höchsten frequenz jede stunde ein zug kommt und um 19 uhr der letzte geht.

was ich nicht nachvollziehen kann ist das permanente jammern über sparmaßnahmen. es gibt auch sehr viele private firmen, die sparen müssen. na und ? ist das ein grund, seine arbeit nicht mit bestmöglichem einsatz zu machen ? schließlich wird man ja dafür bezahlt. wenns einem nicht passt, kann er sich jederzeit eine neue arbeit suchen. ist auch für andere leute nicht leicht, alles aufgebaute aufzugeben und neu anzufangen.

aber ich versteh schon, wenn man seine "wohlerworbenen rechte" hat und seine gehaltserhöhung immer quasi garantiert hat, dann tut man sich schwer darauf zu verzichten. wäre wahrscheinlich bei mir auch nicht anders, wenn ich mein ganzes leben nur diese rechte eingetrichtert bekommen hätte.

das problem dürften dort eher die unfähigen sesselkleber sein, die zwar ein manager-gehalt kriegen aber nicht aufrund ihrer qualifikation diesen posten bekommen haben. ein qualifizierter manager weiß, wo er sparen kann und wo der falsche platz ist. die nachteile müssen wir alle ertragen und bezahlen.

das soll jetzt kein rundumschlag sein, der alle leute pauschal verurteilt, die bei der bahn arbeiten. da stimme ich schon zu, daß die genauso viel oder wenig qualifiziert sind als die privat angestellten. ich wollte damit nur sagen, daß es in der privatwirtschaft die gleiche situation gibt. nur dort lauft das anders ab: wenn man den bogen überspannt hat und glaubt man muss nichts mehr arbeiten, um es "denen da oben" heimzuzahlen, ist man gekündigt noch bevor man mitkriegt was überhaupt passiert ist.

so ist nun mal die realität: jeder nimmt sich was er kriegen kann.

aber egal was diskutiert wird oder was bei einem eventuellen volksbegehren theoretisch rauskommen würde: letztendlich brauchen wir die öffentlichen verkehrsmittel dringend. ein "zusperren" oder sowas in der art wäre mit sicherheit für uns alle fatal. mit sinnvollem einsetzen der öffis leistet jeder einen wichtigen beitrag zum umweltschutz, das sollte man nie vergessen.

Chesus 03.08.2002 02:08

ÖBB ist schon was feines.
5 Jahre Regionalzugfahren waren wirklich das schönste was ich mir vorstellen kann. Im Sommer wurde ich immer von den exotischsten Düften begleitet und im Winter fiel die Heizung entweder aus, oder es war soviel feuer dahinter das der Käse am Jausebrot im Rucksack geschmolzen ist :ms:

Oft wundere ich mich schon wie die ÖBB das schafft. Der Komfort ist (im Vergleich mit Deutschland zumindest) schlechter, der Preis höher, das Personal unfreundlicher und dann machen sie noch Verluste das es gleich so eine Freude ist.
Allein die letzte Meldung "Rekordgewinn bei der ÖBB" halte ich doch für eine ziemliche Frotzlerei :(

Und das die Mitarbeiter immer arbeiten würden, wage ich doch stark zu bezweifeln. Nicht das ich ihnen chronische Faulheit unterstellen will, aber durch relativ schlechte Anschlussverbindungen, hatte ich recht oft das Vergnügen zu beobachten wie oft der nette Herr im Büro Solitär spielte oder die Arbeiter im gelben Anzug sich im Patschenpicken übten :ms:
Das ist der Teil den ich selbst beobachtet habe; natürlich wird es auch in der ÖBB Leute die richtig was zu tun haben, denn von alleine werden sich die Gleise zB ja nicht verlegen, warten,....


V.V. Chesus

weckerchecker 03.08.2002 17:26

seids ihr alle bei der öbb angestellt???
 
die öbb is ein komiker verein

ferry: demotiviert sind die von der bahn schon immer gewesen und sind es noch immer, sparmaßnahmen hin oder her

ich find es einfach komisch, dass sich ein unternehmen als privatbetrieb ausgibt und millionen für unnötige und inkompetente mitarbeiter rauswirft weil ja der staat sowieso haufenweise geld reinstopft.

ps: man kann keinen menschen motivieren, wenn die arbeitseinstellung passt motiviert er sich selbst.

Ferry Ultra 03.08.2002 18:05

Re: seids ihr alle bei der öbb angestellt???
 
Zitat:

Original geschrieben von weckerchecker
die öbb is ein komiker verein

ferry: demotiviert sind die von der bahn schon immer gewesen und sind es noch immer, sparmaßnahmen hin oder her

ich find es einfach komisch, dass sich ein unternehmen als privatbetrieb ausgibt und millionen für unnötige und inkompetente mitarbeiter rauswirft weil ja der staat sowieso haufenweise geld reinstopft.

ps: man kann keinen menschen motivieren, wenn die arbeitseinstellung passt motiviert er sich selbst.

was würdest du sagen wenn du 40 jahre gewohnt warst nur das zu tun was angeschafft wurde(so sollte es eigentlich auch sein),und jetzt wird von dir eigeninitiative verlangt u. weisst nicht was du machen sollst?
wenn du heute nicht weisst was morgen mit deinem betrieb los ist ,geht keiner gern hackeln,auch in der privatwirtschaft net.
arbeitsmoral ist da,vor allem bei den jungen,wennst aber immer von der gewerkschaft behindert wirst hörst sicher auch einmal auf.
den die sinds die sich gegen die "privatisierung" streuben....

utakurt 03.08.2002 18:53

Zitat:

[i]...das problem dürften dort eher die unfähigen sesselkleber sein, die zwar ein manager-gehalt kriegen aber nicht aufrund ihrer qualifikation diesen posten bekommen haben. ein qualifizierter manager weiß, wo er sparen kann und wo der falsche platz ist. die nachteile müssen wir alle ertragen und bezahlen.... [/b]
Stimmt - nur setzt das ein bissel Betriebserfahrung voraus - ist bei der post detto - Manager werden bestellt und fangen sofort an zu werken, ohne das Auswirkungen, die auch zum Betrieb bgehören, bedacht werden, weil man es zB outgesourced hat oder das einfach in einen anderen Wirkungsbereich fällt!


Wunderwuzzis aus Produktionsbetrieben werden dann in Dienstleistungsbetriebe gesteckt usw.

Voll kanne mit viel Aktion einsteigen, ohne Rücksicht auf Verluste (geht es schief, verläßt man die Firma auf den nächsthöheren Posten) usw.

The_Lord_of_Midnight 05.08.2002 02:27

> was würdest du sagen wenn du 40 jahre gewohnt warst nur das zu tun was angeschafft wurde(so sollte es eigentlich auch sein),und jetzt wird von dir eigeninitiative verlangt u. weisst nicht was du machen sollst?

das verstehe ich gut. aber das mit 40 jahren ist ein schlechtes beispiel. denn wenn man 40 jahre arbeitet, hat man schon irgendwann einen anspruch auf die pension. besonders bei den öbb dauerts meistens kürzer, wie man aus der statistik hört. aber ich weiß was du meinst.

ich würde es so sagen: wenn man immer jemanden zum anschaffen braucht, dann ist man eine ungelernte hilfskrat, die nur anspruch auf einen mindestlohn hat. da muss man mit dem mindesten zufrieden sein und darf keine hohen ansprüche haben.

ein qualifizierter und wertvoller mitarbeiter sollte sich am KUNDEN orientieren und immer dort wo er helfen kann, sein bestes tun. ich weiß nicht, ob das jetzt bei der bahn so einfach möglich ist. aber zumindest sollte man sehen, daß sich die leute bemühen. denn wenn der kunde sieht, daß man sich einsetzt, dann kann er auch sehr viel verständnis zeigen.

Ferry Ultra 05.08.2002 08:29

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight

ein qualifizierter und wertvoller mitarbeiter sollte sich am KUNDEN orientieren und immer dort wo er helfen kann, sein bestes tun. ich weiß nicht, ob das jetzt bei der bahn so einfach möglich ist. aber zumindest sollte man sehen, daß sich die leute bemühen. denn wenn der kunde sieht, daß man sich einsetzt, dann kann er auch sehr viel verständnis zeigen.

und auch gegen des willen deines chefs?
des schaffst net amol in der privatwirtschaft lang......

es gibt sicher welche die sich für den kunden einsetzen(aussendienst),aber die können a nur solangs der vorgesetzte will.

The_Lord_of_Midnight 05.08.2002 12:05

gegen den willen des chefs kann das nur sein, wenn es ein echter diskonter ist. das passt aber irgendwie nicht zu den vielen milliarden, die wir schon in die öbb investiert haben. und die gehälter sind auch nicht so niedrig wenn man bedenkt daß die praktisch alle sehr früh in die pension gehen. und umgekehrt müssen die sich ja auch nicht so wie wir mit einer privatpension von wenn ich richtig informiert bin 60% des gehaltes abgfrettn.

irgendwie kann ich mich schwer in diese situation hineindenken. warum sollte ein vorgesetzer bei den öbb was gegen kunden haben ?

Ferry Ultra 05.08.2002 14:14

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
gegen den willen des chefs kann das nur sein, wenn es ein echter diskonter ist. das passt aber irgendwie nicht zu den vielen milliarden, die wir schon in die öbb investiert haben. und die gehälter sind auch nicht so niedrig wenn man bedenkt daß die praktisch alle sehr früh in die pension gehen. und umgekehrt müssen die sich ja auch nicht so wie wir mit einer privatpension von wenn ich richtig informiert bin 60% des gehaltes abgfrettn.

irgendwie kann ich mich schwer in diese situation hineindenken. warum sollte ein vorgesetzer bei den öbb was gegen kunden haben ?

fakt is:

die mehrheit der öbb`ler arbeitet für die "bahn" u. net fürn personenverkehr.
für die is a zug afoch nur a zug der rollen muss.
fürs wagenmaterial is wieder wer anderer zuständig,etc.
früher wars net so,aber mit der aufsplittung in div. "privatfirmen" muss jetzt jeder selbst kalkulieren,was früher jo net der fall war.
früher war geld immer da,jetzt muss jede abteilung bilanzieren,ergo gewinne machen.
aber wie verkaufst du deine arbeit einer nebenabteilung?
wenn keiner deine kraft anfordert.
i ärger mi selber über die missstände(die öbb gehört zu unseren kunden),auch die bahnler san frustriert drüber,aber wie willst des ändern?
und was würdest du sagen wenn du beiträge für was leisten sollst was du niemals in anspruch nehmen kannst(arbeitslose!).
des und no mehr kummt dazu zum frust.
die jungen san eh nimmer pragmatisiert,und fast jeder bereut es zur bahn gegangen zu sein.
und es san wirklich gute dabei,die wollten wenn man sie lässt.
aber des gibts bei jeder firma.

The_Lord_of_Midnight 05.08.2002 22:16

hört sich nicht wirklich ermutigend an. wie sagt man so schön ? wie der herr so das gscher. oder der fisch stinkt von oben.


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