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Kleine Turboprops zurücksetzen
Hallo,
weiß jemand wie man kleine Turbopropmaschinen in der Realität zurücksetzt? Bei mittelgroßen wie der Dash 8 kann ich mir ja noch vorstellen, dass sich vielleicht doch ein Pushbackfahrzeug dazu herablässt. Aber wie ist das z. B. bei einer Kingair, einer Do228 oder ähnlichem? Machen die das mit Umkehrschub? Gruß Horst |
na, händisch :hehe:
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Ich denke mir, die parken schon entsprechend. Die Benutzung vom Umkehrschub ist auch nicht unproblematisch.
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Gedankenspiele ...
Hallo Simmer, das müsst ihr Euch einmal vorstellen: ein JET steht im Hangar und schaltet den Umkehrschub ein. Da lernen sogar die Bierflaschen in der Frühstücksecke das Fliegen.
MfG D.:bier: :engel: |
Es gibt Pushback-Gerät in jeder Größe, sogar solche die wie wie ein überdimensionaler Handrasenmäher aussehen. Die haben dann einen Motor mit 4-5 PS draufsitzen und eine Stange die ans Bugrad geschraubt wird, ja, und dann geht es töff-töff-töff-töff-töff rückwärts :)
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Tja,
und es gibt manche Flieger, die auch einen Power Push, d.h. Pushback aus eigener Kraft durchführen können. Ich habe sowas bei einem Flugtag in Seligenstadt bei Frankfurt mal bei einer Pilatus Porter des österreichischen Bundesheeres beobachten können. War recht spektakulär, und die vorderste Zuschauerreihe ist auch kräftig durchgewirbelt worden :) |
Hallo,
soweit ich weiß ist es außerhalb von Deutschland auch auf manchen Plätzen erlaubt, per Umkehrschub die Parkposition zu verlassen. Ob das dann auch so praktiziert wird, ist eine andere Frage, da dieses Manöver die Triebwerke wohl auch ziemlich belastet. Konkretes Beispiel hab ich jetzt gerade keines zur Hand, aber ich meine einen solchen Hinweis schonmal auf einer Jeppesen Chart gesehen zu haben. Innerhalb von Deutschland gibt es aber definitiv keinen Platz wo das erlaubt ist. Genutzt wird häufig ein Manöver, bei dem sich die Flieger um die eigene Achse aus der Parkposition herausdrehen. In Münster/Osnabrück zum Beispiel gibt es auch für Jets keinen Pushback (ich hab zumindest noch nie einen erlebt) und alle drehen raus. Mit den kleinen Turboprops ist dieses Manöver natürlich noch einfacher. Dazu ein Beispiel aus meinen Anfängen bei SATCO (heute VATSIM) EWGxxx: requesting startup and pushback TWR: startup approved, but are you sure you really want to push your ATR back??? :lol: Gruß aus EDDG Philipp |
Hallo,
die o.a. Toeff, toeff, toeff - Geschichte habe ich auch schon gesehen (Gibt es uebrigens auch als Batterie-Elektro-Variante, sieht aus wie ein kleiner Elektro-Ameisen-Gabelstapler) Die Sache mit dem in BRD nicht erlaubten Rueckwaertsfahren aus eigener Kraft hat aber einen ganz banalen Grund! Die Piloten muessten sozusagen Blind Rueckwaerts fahren, da sie nun einmal keine Rueckspiegel haben: :D Und so ein Kamera-System zum Zurueckrollen hat wohl noch keiner entwickelt.... Das es praktisch moeglich ist, hat z.B. einmal in Hannover eine Saab-Viggen eindrucksvoll waehrend einer ILA vorgefuehrt. Das Ding kam herunter, bremste auf kuerzester Strecke ab, fuhr dann ein paar Meter auf der Bahn rueckwaerts, drehte quasi auf dem Teller (so wie man das Wendemanoever aus voller Rueckwaertsfahrt bei Verfolgungsjagden in Amerikanischen Krimis kennt, schaltete den Nachbrenner ein und war nach ca. 400m in der Gegenrichtung wieder in der Luft, mit fast ballistischer Steigrate. WOW! Gruss The Sky is the Limit |
Hallo Philipp,
wie ist dieses "um die eigene Achse herausdrehen" zu verstehen? Mit nur einem Triebwerk und einseitig gebremstem Fahrwerk? Gruß, Horst |
Hallo Horst,
im Gegensatz zu den Flugsimulator-Flugzeugen ist es im realen Pendant möglich, das Bugfahrwerk um fast 90° nach rechts oder links zu drehen. Ob dann noch eines der Hauptfahrwerke gebremst wird, weiß ich nicht. Auf jeden Fall geben die Piloten Schub auf beide Triebwerke. Bei der Drehung bleibt das innere Hauptfahrwerk (in Münster das rechte, da nach rechts rausgedreht wird) fast auf der Stelle stehen. Der Finger muss dafür natürlich extrem weit vom Flieger weggefahren werden. Das funktioniert in Münster zumindest mit Fliegern bis 737/A320. Bei den Turboprops funktioniert es im Grunde genauso, nur dass dort kein Finger vorhanden ist, der weggefahren werden muss. Gruß aus EDDG Philipp |
Also bei der Luftwaffe schiebt sich die Transall per Umkehrschub zurück.Durfte ich live erleben.Udn blind sind sie auch nicht,da der Lademeister hinten rausguckt (pushen sich also mit geöffneter Ladeklappe zurück) und vorn steht ein Einweiser der per Funk mit den Piloten in Kontakt steht!
Bye!Danny |
Also das war 'ne Menge Information. Jetzt bin ich wieder ein bißchen schlauer. Danke euch allen!
Horst |
Sogar Airbus...
..hat im Werk (Finkenwerder) so Staubsaugerähnliche Dinger.
Mit denen können die so nen Jet auch recht flott wegschieben. Bin ich mir ziemlich sicher, villeicht weiss jemand anderes ja noch mehr über diese Dinger. |
Hallo Zusammen
In Basel habe ich mit einer Saab 2000 der Crossair schon erlebt, mit Umkehrschub aus der Parkposition zurück zu Rollen. Das Manöver heisst Powerback. Da die Piloten nicht nach hinten sehen können, läuft ein Bodenmitarbeiter neben der Maschine her und gibt den Piloten Zeichen. Auf kurzen Pisten kommt es selten auch vor, dass das Flugzeug mit Umkehrschub ein Stück zurückrollt bis zur Pistenschwelle. Hab ich mal in Lanzarote beobachtet, wie eine DC10-10 der Airtours nach dem Line-up mit Umkehrschub zurückrollte. MfG Michel Verde |
Zitat:
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Antwort auf RÜCKSPIEGEL
Eine ganze Reihe Militär-Jets sind mit Rückspiegeln ausgerüstet. Es sind natürlich die vom Auto bekannten "Innenspiegel". Warum INNEN muss ich wohl in diesem Forum niemand erklären.
Leider sind die Flusi-Panels von Militär-Maschinen oftmals reine Phantasie-Gebilde, zum Teil mit unmöglichem Kram zugepflastert (damit die "Kleinen" ihre gewohnte Spielwiese haben). Ein gutes (im Sinne von übersichtlich) Panel zeigt dem MIL-Piloten nur die nötigsten Instrumente um Situation Awareness zu gewährleisten. Ganz extrem in dieser Beziehung, schon spartanisch zu nennen, sind die Panels (real) der sowjetischen MIL-Jets. MfG D. :engel: |
Das mit den Rückspiegeln kenne ich nnur von "Hot shots" *g* (Top gun Parodie mit Leslie Nielsen)
C U Michael :cool: :rolleyes: |
Nä, das stimmt. Schon die Spitfire hatte einen solchen :)
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Nochwas zum Thema Spiegel: bei der Mig-21 Trainingsversion hat der Ausbilder sogar einen nach vorn gerichteten Spiegel um dem Schüler auf's Handwerk sehen zu können.
http://www.meatwater.com/showcase/fs...g21_bremss.jpg |
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