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wolde 02.02.2002 18:43

Real Player 8 unter Mandrake 8.1 installieren
 
Gleich vorweg: ich bin Linux-Newbie, aber ich kann in dem Überangebot an Doku's und Howto's nicht das richtige finden.
Mein Problem:
Ich will Real Player 8. installieren und habe dazu folgende Dateien aus dem Internet runtergeladen:

rp8_linux20_libc6_i386_cs1.bin
und
rp8_linux20_libc6_i386_cs2.rpm

Die zweite Datei deswegen, weil ich mit der ersten nichts anzufangen wusste (und weiss) und ich schon einmal eine rpm-Datei ierfolgreich installiert habe.

Ich habe folgende Fragen (auf die ich trotz langem Suchen keine Antwort im Internet oder in Dokus finden konnte):
1. Was ist eine bin-Datei
2. Wenn ich die bin-Datei anklicke, kommt eine Meldung, dass Real player jetzt installiert wird. nach dem Drücken von Weiter kommt die Meldung, dass die bin-Datei schon installiert ist (DAS GLEICHE PASSIERT MIT DER *_RPM-DATEI). Wo ist in diesem Linux die dazugehörige ausführbare Datei (analog einer *.exe-Datei in Windows)

3. Ich habe mich natürlich auf die Suche nach einer ausführbaren Datei begeben, und folgendes gefunden:
file:/usr/share/apps/kappfinder/apps/Multimedia/mtv.desktop
ich glaube, dass das einer *.exe-Datei in Windows entspricht.
Beim Anklicken kommt jedoch ein Fehlerfenster:
"KDEInit konnte "realplay" nicht starten. Couldn't find 'realplay' executable (diese Meldung kommt sinngemäß bei allen Dateien in diesem Ordner)
Ich bin schwerst irritiert, wo bitte kann ich eine Doku oder ein Howto finden, wo erklärt wird wie ich ein Programm starte?
Es gibt sicher solche Dokus, und blöd bin ich ja auch nicht; die Beschreibungen von Linux-Programmaufrufen erwähnen, dass Programmdateien nur anzuklicken sind und dann die Programme gestartet werden. Aber ich kann nicht finden, wie ich Programmdateien erkenne. Obwohl ich schon einmal etwas installiert habe, was mit *.desktop geendet hat. Das habe ich dann auf den Desktop verknüpft, angeklickt und dann hats geklappt. Wieso geht das nicht mit Realplayer?

Ein verzweifelt um Hilfe rufender Wolde

quaylar 02.02.2002 20:05

sieh mal ob die datei in /usr/bin liegt oder in /usr/local/bin.

wennst sie nicht findest dann starte unter X einen paketmanager deiner wahl und sieh dir an welche dateien im realplayer paket enthalten sind.
da steht dann auch dabei wo diese files abgespeichert werden.

--quay

allwissende Müllhalde 03.02.2002 00:05

Wenn Du das Rpm ausgefürt hast dann sollte es jetzt auch installiert sein.Wenn dabei keine Fehler gemeldet wurden.
Und Du findest das Programm ganz einfach wie bei Windows links unten ( Windows Start Button) weiß jetzt nicht wie es bei Kde/Linux heißt.In dem Menü sind dann die Anwendungen und dort sollte es unter
Anwendungen/Multimedia sein.
Das was Du angeklickt hast worauf die Fehlermeldung kam ist genau das nur dardst Du es nicht direkt dort anclicken weil das ist vergleichbar mit - wenn Du in Windows in C:\Windows\System\irgendwas reingehst und dort "herumdoktorst"

wolde 03.02.2002 15:57

bin-Datei
 
quaylar schrieb:
>sieh mal ob die datei in /usr/bin >liegt oder in /usr/local/bin.

Die Datei rp8_linux20_libc6_i386_cs1.bin liegt in /home/xxx/downloads.

Bedeutet Deine Antwort, dass die Datei rp8_linux20_libc6_i386_cs1.bin eine ausführbayre Datei ist (entsprechend *.exe in Windows)?
Kann ich diese Datei ausführen, wenn sie in einem der beidenvon Dir angeführten Verzeichnisse liegt?

wolde

wolde 03.02.2002 16:08

rpm (Replik auf Antwort von allwissende Müllhalde)
 
Allwissende Müllhalde Schrieb:
>Wenn Du das Rpm ausgefürt hast dann >sollte es jetzt auch installiert >sein.Wenn dabei keine Fehler gemeldet >wurden.
>Und Du findest das Programm ganz >einfach wie bei Windows links unten ( >Windows Start Button) weiß jetzt >nicht wie es bei Kde/Linux heißt.In >dem Menü sind dann die Anwendungen >und dort sollte es unter
>Anwendungen/Multimedia sein.

Unter Anwendungen - Multimedia finde ich realplayer nicht, es scheint also nicht - oder nicht richtig - installiert zu sein..
Und ob ich rpm ausgeführt habe, kann ich leider nicht sagen. Ich weiss, dass das sehr komisch klingt, aber ich habe die downgeloadete rpm-datei im softwaremanager des mandrake-control-centers eingebunden und dann leider nicht mehr eindeutig gefunden. Aber das, wovon ich der Meinung war, dass es das rpm von realplayer ist, habe ich installiert. Leider ist das wiederfinden von rpm's im softwaremanager des mandrake-control-centers nicht wirklich möglich.
Muss ich eigentlich, wenn ich ein rpm installiere, die rpm-Datei in ein bestimmtes Directory legen? Ich habs jetzt in einem Downloadverzeichnis (/Home/xxx/Downloads) und von dort gestartet. Vielleicht ist das der Grund, wieso das nicht richtig funktioniert.
Ich werde jedenfalls die rpm-Installation nochmals durchführen. Vorher würde ich aber die scheinbar verbliebenen Reste der unvollständigen Installation wegräumen, ich werd' halt die Realplayer-Dateien alle löschen.

wolde

Lotussteve 03.02.2002 19:08

Re: Real Player 8 unter Mandrake 8.1 installieren
 
Zitat:

Original geschrieben von wolde
1. Was ist eine bin-Datei
2. Wenn ich die bin-Datei anklicke, kommt eine Meldung, dass Real player jetzt installiert wird. nach dem Drücken von Weiter kommt die Meldung, dass die bin-Datei schon installiert ist (DAS GLEICHE PASSIERT MIT DER *_RPM-DATEI). Wo ist in diesem Linux die dazugehörige ausführbare Datei (analog einer *.exe-Datei in Windows)

3. Ich habe mich natürlich auf die Suche nach einer ausführbaren Datei begeben, und folgendes gefunden:
file:/usr/share/apps/kappfinder/apps/Multimedia/mtv.desktop
ich glaube, dass das einer *.exe-Datei in Windows entspricht.
Beim Anklicken kommt jedoch ein Fehlerfenster:
"KDEInit konnte "realplay" nicht starten. Couldn't find 'realplay' executable (diese Meldung kommt sinngemäß bei allen Dateien in diesem Ordner)
Ich bin schwerst irritiert, wo bitte kann ich eine Doku oder ein Howto finden, wo erklärt wird wie ich ein Programm starte?

4.) Muss ich eigentlich, wenn ich ein rpm installiere, die rpm-Datei in ein bestimmtes Directory legen? Ich habs jetzt in einem Downloadverzeichnis (/Home/xxx/Downloads) und von dort gestartet. Vielleicht ist das der Grund, wieso das nicht richtig funktioniert.


Hallo!

Ein vorneweg, wenn du Programme installieren willst musst du root sein!

ad 1.) Ist einfach ein binary-file, das nicht zu einem bestimmten Paketmanager gehört (RPM oder DPKG bei Debian)

ad 2.) Eine Installation per RPM ist einer bin IMMER vorzuziehen, da eine einfache Deinstallation möglich ist.
Das blöde an der Situation scheint jetzt zu sein, daß du das binary halb und damit problematisch für das RPM installiert hast. Wenn er sich einzig nach /opt oder ähnlich installiert hat (das bin!) dann ist ein Löschen möglich, ansonten würde ich abraten, da du leicht etwas übersiehst.

Unter GNU/Linux sind ausführbare Dateien an folgenden Orten:
/bin
/usr/bin
/sbin/

Siehe hierzu die wirklich gute Dokumentation von Wolfgang Neudorfer hier:

www.cargal.org/downloads/windows2linux_v03.zip


ad 3.) .desktop-Dateien sind nur Menüeinträge in KDE oder GNOME, haben mit der Problemstellung nichts zu tun!

ad 4.) Wo die zu installierende RPM-Datei liegt ist völlig egal, es wird dann vom Paketmanager ausgepackt, verteilt und in die Datenbank eingetragen.

Bitte nicht Programmpaket (.rpm) mit dem ausführbaren File verwechseln!!!



HTH,


Ciao,

Steve

allwissende Müllhalde 04.02.2002 00:53

Re: rpm (Replik auf Antwort von allwissende Müllhalde)
 
Zitat:

Original geschrieben von wolde

Leider ist das wiederfinden von rpm's im softwaremanager des mandrake-control-centers nicht wirklich möglich.
wolde

Lotus-Steve hat ja schon alles wichtige beschrieben.
Ich möchte nur noch eins hinzufügen....
Wenn ein RPM installiert wurde (am einfachsten unter der graphischen Desktopumgebung einmal draufclicken genügt - oder auch im Softwaremanager) dann findet man es danach mit der Suchfunktion des Softwaremanagers auch - wenn nicht dann ist es auch nicht installiert worden.
Die andere(wie es Profis machen,welche lieber ohne Desktop auskommen) Möglichkeit der Installation wäre in der Konsole mit den vorgesehenen Befehlen.

wolde 04.02.2002 16:13

RPM nicht installierbar
 
Herzlichen Dank für die bisherigen Hinweise.

Ich habe probiert, rpm mit Mandrake Control Center zu installieren. Dabei kommt ein Fenster "... beim Installieren tritt ein Fehler auf ...".

Beim direkten Anklicken der rpm-Datei kommt die Meldung "... Softwarepaket ist bereits installiert ... Abbruch ...".

Offensichtlich wurde also das rpm-Package unvollständig installiert und kann nicht neu installiert werden.

Eine Deinstallation mittels Mandrake Control Center ist nicht möglich, weil der realplayer ganz einfach nicht angezeigt wird.

Ich komma also mit Mandrake-Bordwerkzeugen nicht weiter.
Ich beurteile die Situation wie folgt:
Wahrscheinlich gibt's jetzt nur mehr die Möglichkeit, die (fragmentarisch) installierten SW-Komponenten manuell rauszu"schiessen". Dazu muss ich das rpm-Package analysieren, was nur mit einem anderen Werkzeug als dem Mandrake-Control-Center (=Softwaremanager) geht.
"Allwissende Müllhalde" hat das so beschrieben, dass ich unter X einen Paketmanager meiner Wahl aufrufe und das rpm-Package analysiere.
Oh Elend!!!
Was ist X (ich bin Linux-Newbie), wo krieg' ich das her, muss ich kompilieren? Oder hab' ichs schon?

Die gleichen Fragen gelten für Paketmanager. Und: Was ist ein Paketmanager? wie Heißt er? wo finde ich ihn?
Verzweiflung, Verzweiflung. Und dabei wollte (und will) ich nur Real-Player installieren, um Radio Trinidad-Tobago zu hören, was unter Win$ows eh funktioniert.

allwissende Müllhalde 04.02.2002 16:52

Keine Angst wegen X, das hast Du sicher weil das ist nur die Bezeichnung für die graphische Oberfläche.
Ich befürchte nur das meine Kentnisse hier nicht ausreichen um Dir wirklich zu helfen ohne zu riskieren daß der Durcheinander dabei größer wird, also lieber auf eine Antwort von Steve oder jemand anderen der die Kompetenz hat warten :)
Ich probier es trotzdem:
Ich würde jetzt das RPM Packet welches zu deiner Distribution passen muß- (also entweder von der CD deiner Distri oder vom Mandrake ftp-Server heruntergeladen) auf dem Desktop ablegen (wo ist eigentlich egal) dann die Konsole öffnen (dieses Fenster ähnlich dem dos Fenster unter windows.
dort eingeben: login und dann root und mit Passwort bestätigen.
Als nächstes: /cd/home/hier dein Benutzername/desktop/ Enter-Taste
damit befindest du dich eben dort wo das RPM liegt.
Jetzt: rpm -i -force [hier der genaue Name des Rpm] Enter-Taste
Dann sollte er es installieren, möglicherweiße kommen jetzt Fehlermeldungen weil noch andere Packete fehlen welche er zusätzlich braucht - dann mußt du diese auch noch installieren.
Wenn aber eine Meldung kommt daß er den Befehl: rpm nicht kennt dann hast Du eben den Packetmanager nicht installiert - dieser befindet sich auch auf der Cd und sollte vom "Softwaremanager" unter Installierbare Packete gefunden werden.Dieses Packet dann halt auch nachinstallieren - was ja jetzt kein Problem mehr bedeuten dürfte.

Ich glaub zwar nicht daß viel schiefgehen kann, aber eine wirklich sichere Anleitung ist es nicht - ich bin auch noch nicht so lange Linux Anwender

Lotussteve 04.02.2002 18:49

Re: RPM nicht installierbar
 
Zitat:

Original geschrieben von wolde
Die gleichen Fragen gelten für Paketmanager. Und: Was ist ein Paketmanager? wie Heißt er? wo finde ich ihn?

Hallo wolde!

AWMH hat es schon fast richtig gesagt, hier die Details:

Was ist: RPM ist ein System, um zu (de-)installierende Pakete und ihre Abhängigkeiten zu einander in einer zentralen Art zu verwalten.

wie heisst: R(edhat)P(ackage)M(anager)

wo findest: Du brauchst ihn nicht finden, er kommt wenn du ihn mit "rpm" rufst ;) !

Und jetzt meine Version der Installation:

1.) Eine Terminalemulation öffnen (Kterm ist der Bildschirm mit der Muschel)

2.) In das Verzeichnis wechseln in dem das .RPM des Realplayers liegt. ("cd /home/wolde" z.B.)

3.) "su" eingeben

4.) Rootpasswort eingeben

5.) "rpm -ihv --force NAME_DES.RPM" eingeben.

6.) Hoffen. :-)

7.) "exit" --> Du bist wieder wolde

8.) Da sich das Exe-file des Realplayers wahrscheinlich in ein Verzeichnis hininstalliert hat, das in deinem $PATH ist, brauchst du eigentlich nur "realplay" eingeben.

9.) Wenn du wissen willst wo und was er installiert hat, gib ein "rpm -ql realplayer" !

Und nein, man muss kaum was selberkompilieren und ja, du hast rpm sicher installiert, sonst hättest du kein System am Laufen :) !


HTH,

Ciao,

Steve

@AWMH: SÄNCKS 4 flowers :)

citizen428 06.02.2002 11:45

Zitat:

Original geschrieben von allwissende Müllhalde
1. Keine Angst wegen X, das hast Du sicher weil das ist nur die Bezeichnung für die graphische Oberfläche.

2. dann die Konsole öffnen (dieses Fenster ähnlich dem dos Fenster unter windows.

3. Wenn aber eine Meldung kommt daß er den Befehl: rpm nicht kennt dann hast Du eben den Packetmanager nicht installiert - dieser befindet sich auch auf der Cd und sollte vom "Softwaremanager" unter Installierbare Packete gefunden werden.

Sorry, falls dieses Posting jetzt pingelig erscheint, aber ich kann es wieder mal nicht lassen:

ad 1. Naja, ein bischen mehr als eine Bezeichnung für die grafische Oberfläche ist X schon, nämlich der Server der eben jene zur Verfügung stellt. Sowohl lokal als auch remote.

Das Mißverständliche an deiner Erklärung war, daß man X mit einem Desktopenvironment/Windowmanager verwechseln könnte. Daß dem nicht so ist, sieht man wenn man einfach nur X ohne eines der beiden startet.

ad 2. Warum immer dieser Vergleich mit der Eingabeaufforderung von Windows? UNIX-Shells gibt es schon viel länger...

ad 3. Ich benutze ja nicht wirklich rpm-basierte Distributionen (obwohl ich grade RedHat 7.2 teste - sehr zufrieden, aber ohne apt... ;) ), aber wenn dieser Softwaremanager nach Paketen suchen kann, ist er dann nicht selber ein Paketmanager?

Ich meine funktioniert der überhaupt wenn rpm nicht installiert ist? Wenn ja, was bringt er mir wenn ich dann nix installieren kann, weil ja eben kein rpm da ist? Also geh ich mal davon aus daß rpm bei den entsprechenden Distributionen immer installiert wird, denn sonst könnte ich es ja nicht mal nachinstallieren (ausser mit kompilieren natürlich).

Nur ein paar unmotivierte Rants,
citizen428

allwissende Müllhalde 07.02.2002 18:57

@ citizen428

Danke für die Ausbesserung.
So klingt es eben wenn sich ein Linux-Rookie mit einem Advanced-Linux-Rookie unterhält. ;)
Du hast natürlich recht, aber es hat auch einen Vorteil für das (erste)Verständnis wenn nicht alles bis ins Detail zerpflückt wird und Eselsbrücken zu Windows gebaut werden finde ich.
Es gibt halt auch (grob unterteilt) 2 Arten wie man an Linux herangeht,
die Einen erwarten sich ein besseres Windows mit nur Vorteilen für den Benutzer und lassen sich erst Aufgrund der fortschreitend benutzerfreundlichen Aufbereitung auf das "Abenteuer" ein.
Die anderen sind die Puristen für die Unix Unix bleiben soll und die mit einem Desktop nichts am Hut haben - diese werden sich auch eher selten einen Realplayer installieren.
Was RPM betrifft dürfte ich mich geirrt haben, wie Steve schon sagte wird das von Haus aus benötigt und daher immer mitinstalliert.

citizen428 08.02.2002 00:16

Zitat:

Original geschrieben von allwissende Müllhalde
2 Arten wie man an Linux herangeht, die Einen erwarten sich ein besseres Windows mit nur Vorteilen für den Benutzer und lassen sich erst Aufgrund der fortschreitend benutzerfreundlichen Aufbereitung auf das "Abenteuer" ein.

Die anderen sind die Puristen für die Unix Unix bleiben soll und die mit einem Desktop nichts am Hut haben - diese werden sich auch eher selten einen Realplayer installieren.

Stimmt schon, aber ganz so einfach ist es auch nicht.

Die Leute aus der ersten "Kategorie" erwarten oft zuviel, nicht zuletzt weil Linux in der letzten Zeit einfach zu viel gehypt wird - Gut ja, Lösung für alles aber trotzdem nicht. Ausserdem vermisse ich grade in dieser Gruppe oft den für Linux unvermeidlichen Schritt von "nur" anwenden, hin zu verstehen, welcher für den Spaß an diesem System IMHO aber maßgeblich ist.

Ich persönlich zähle mich laut deiner Aufzählung zur zweiten Gruppe, was aber keineswegs bedeutet daß ich Linux nicht auch als Desktop OS wertschätze. Nur weil man gerne mal die Shell benutzt heisst das nicht daß man GUIs nicht mag. Linux als Desktop OS bringt einem eben den Vorteil eine sehr mächtige Shell und eine grafiche Oberfläche nach eigenem Geschmack (oder eben auch keine) einzusetzen. Kein schlechter Weg, auch wenn nach meinem Geschmack die grafischen Oberflächen nicht unbedingt das Gelbe vom Ei sind (wobei GNOME+Sawfish oder Enlightenment schon ganz ok ist).

Just my 2 Cents,
citizen428

Und weil ich doch immer so pingelig bin: Linux ist nicht UNIX...

allwissende Müllhalde 08.02.2002 00:57

Zitat:

Original geschrieben von citizen428

Und weil ich doch immer so pingelig bin: Linux ist nicht UNIX...

Wie uns doch schon der Name sagt....

citizen428 08.02.2002 10:25

Ist ja schon offtopic...
 
Nein, das meinte ich nicht. Eigentlich wollte ich mehr darauf hinaus daß der Linuxkernel neu geschrieben wurde und darum kein "Unixkernel" (so wie die von Bell/AT&T oder BSD) ist.

Ausserdem ist UNIX ein eingetragenes Warenzeichen der Open Group, was es Systemen wie Linux eben nur ermöglicht "Unix-artig" zu sein, aber eben nicht UNIX.

Siehe dazu das NetBSD Handbuch:
Zitat:

`UNIX' is a trademark of The Open Group, and NetBSD has not been branded with that trademark. Therefore, NetBSD is not UNIX. We refer to it as `UNIX-like' or `UN*X-like.'
Und hier noch Links zur UNIX History:

http://perso.wanadoo.fr/levenez/unix/history.html
http://www.dimi.uniud.it/~miculan/Di...x-history.html

Also: nicht bös sein, ich wollte niemanden damit ärgern, nur erklären. Gibt eben immer relativ viel Verwirrung rund um diese Begriffe...

TuXuS 09.02.2002 20:25

hi citizen!

apropos red hat und apt. da gibts schon was! :D

http://apt-rpm.tuxfamily.org/

funzt prima!

citizen428 10.02.2002 15:26

Ja, ich wusste von Connectiva daß sie so etwas einsetzen. Aber an Debian reizt mich ja nicht nur apt, sondern das ganze Konzept dahinter. Für mich ist es irgendwie einfach "Linux pur". Du verstehst schon was ich meine.

wolde 12.02.2002 20:54

Real Player geht jetzt, es war aber ein mühsamer Weg dorthin
 
Das Geheimnis war, dass das rpm-Package von RealPlayer keine Unterstriche "vertragen" hat.





Im Detail: Downgeloadet habe ich die Datei mit dem Namen "rp8_linux20_libc6_i386_cs2_rpm", die sich den oftmaligen Versuchen, sich als "stinknormale" rpm-Datei installieren zu lassen, auf#s hartnäckigste widersetzt hat. Aber auch ich war hartnäckig und habe nicht lockergelassen, im Internet nach einer Lösung zu suchen. Und nach Wochen unendlicher Geduld hab' ich's gefunden: Ich musste ganz einfach die Unterstriche im Dateinamen der Datei durch Punkte austauchen, sodass der Dateiname so ausschaut: "rp8.linux20.libc6.i386.cs2.rpm". Und dann war's kein Problem, durch einfachen Klick auf die Datei wurde der rpm-Dienst gestartet.


Allerdings gibt's noch eine raffinierte Hürde: auf dem KDE-Desktop kann man nicht so ohne weiteres eine Verknüpfung zum Real Player herstellen, man muss unter "Befehl" due Zeile "artsdsp /usr/lib/RealPlayer8/realplay" eintragen.


Die in diesem Thread geführte Diskussion habe ich sehr interessant gefunden. Und zwar aus einem sehr persönlichen Beweggrund heraus: ich habe vor 23 Jahren im IT-Betrieb als Programmierer begonnen, damals auf einem Betriebssystem namens "BS2000", für das es natürlich keine gscheite Präsentationsobefläche gegeben hat. Der Wechsel zum Windows-GUI war dann ein Hammer, UNIX habe ich nicht mitgemacht. Umso interessanter ist für mich die Auseinandersetzung mit LINUX, offensichtlich ein Betriebssystem, bei dem grafische GUI und Kommandozeileneingabe eine gleich wichtige Rolle spielen (ich hoffe, hier werden die LINUX-Puristen nicht aufschreien).

wolde

Lotussteve 12.02.2002 21:12

Re: Real Player geht jetzt, es war aber ein mühsamer Weg dorthin
 
Zitat:

Original geschrieben von wolde
ich habe vor 23 Jahren im IT-Betrieb als Programmierer begonnen, damals auf einem Betriebssystem namens "BS2000", für das es natürlich keine gscheite Präsentationsobefläche gegeben hat.


Umso interessanter ist für mich die Auseinandersetzung mit LINUX, offensichtlich ein Betriebssystem, bei dem grafische GUI und Kommandozeileneingabe eine gleich wichtige Rolle spielen (ich hoffe, hier werden die LINUX-Puristen nicht aufschreien).

Hallo wolde!

ad 1.) Erzähl mehr davon: auf welcher Hardware lief das?

ad 2.) Absolut nicht, du hast es genau erkannt. Beides gleich gut möglich, beides in seinem Bereich sinnvoll (bei mir: Surfen unter X, Rest auf Konsole)

"It`s all about freedom and choice" Richard Stallman www.gnu.org


Ciao,

Steve


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