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mig 06.11.2001 09:41

Bildungsvolksbegehren
 
Liebe Leute!

Ab heute beginnt das Bildungsvolksbegehren, bis zum 11. November kann noch unterschrieben werden. Grundsätzlich wird damit u.A. eine Abschaffung der Studiengebühren und eine Verkleinerung der Schulklassen gefordert.

Ein kurzes Nachfragen unter Kollegen hat gezeigt, daß man mit diesen Gebühren vorallem die Leute trifft, die nicht Vollzeit studieren können, sei es aus finanziellen oder privaten Gründen, und daß keine der versprochenen Verbesserung für die Studierenden eingetreten ist.

Jeder am 1.1.2001 wahlberechtigte Österreicher kann also, falls er nicht schon die Unterstützungserklärung unterschrieben hat, hier sein Mißfallen über diese Sparmaßnahmen ausdrücken.

http://www.oeh.ac.at/oeh

lG, mig

ps: Den "Gürtel enger geschnallt" haben die Studenten schon vor einigen Jahren mit Wegfall der Freifahrt, und Verlust der Familienbeihilfe ohne "günstigen Studienerfolg"

Oli 06.11.2001 09:59

Naja - sind ja die Studiengebühren kein Hindernis, wie so viele jammern. Die aktuellen Zahlen der NeuEintragungen sind jedenfalls österreichweit nicht geringer als vorher.

Ich finde, daß Studiengebühren sehr wohl gerechtfertigt sind - wenn Sie NICHT in Budgetlöcher verschwinden, sondern direkt den Unis zugute kommen.

Außerdem gibts für sozial Schwache sowieso Förderungen - man will ja vor allem die Langzeitstudenten damit treffen.

Wenn man internationale Vergleiche anstellt, so ist die Studienzeit in Österreich einer der längsten überhaupt.

Ciao Oliver

mig 06.11.2001 10:25

Ja, aber genau da hapert's ja meiner Meinung nach ...
Die TU Wien zum Beispiel hat zwar nicht so sehr mit überfüllten Hörsäälen zu kämpfen, dafür mangelt es an Organisation durch und durch, es gibt im Servicebereich und EDV Bereich schwere Defizite (im Vergleich mit der WU (Notenauskunft, zentrale Prüfungsanmeldung) z.B.), und es mangelt auch hier an Geld und Personal.

Ich kenne zum Beispiel keinen Hörsaal, wo der Datenprojektor funktioniert. Da können die Institute selber ihr 300 Lumen Klump mitschleppen. Und wenn jetzt dann alle "Dienst nach Vorschrift" machen, wie von Gehrer & Co. gefordert, wirds auch nicht besser.

Und nochmal, die Studenten, die jetzt aufgehört haben, haben keinem Erstsemestrigen einen Übungsplatz weggeschnappt. Die kosten aber auch kaum Geld, sie beziehen ja, wenn sie nur inskribiert sind zum Beispiel keinerlei Sozialleistungen. Ich hab nirgendwo Investitionen gesehen (außer das die Fassade des EI renoviert worden ist), wo ist die "Universitätsmilliarde" (die den Unis übrigens vorher gestrichen worden ist, um sie dann nachher wieder groß anzukündigen)?

lG, mig

ps: Punkto Service: Ich hab mir ein Sammelzeugnis mit 13 Einzelscheinen zuschicken lassen. Ist nie angekommen. Nach telefonischer Rücksprache mit der Evidenzstelle ist der Herr dort zu dem Schluß gekommen, daß ich JEDES EINZELNE ZEUGNIS seperat beim Institut nachbestellen und auch dafür zahlen soll, weil der Postweg mein Risiko ist. Ich fühle mich aber dennoch besser behandelt ;).

callas 06.11.2001 11:34

Zitat:

Original geschrieben von mig
Ich hab nirgendwo Investitionen gesehen (außer das die Fassade des EI renoviert worden ist), wo ist die "Universitätsmilliarde" (die den Unis übrigens vorher gestrichen worden ist, um sie dann nachher wieder groß anzukündigen)?


für unsere uni kann ich dir sagen, was mit dem geld gemacht wurde:

neue ausstattung in den studentenpc-räumen
neuer mail/webserver für die studenten
neue notebooks im verleih für studenten
multimedia ausstattung für div. hörsäle
internetanbindung für die studentenheime
neuer pc übungsraum
bessere ausstattung der stud.&prüfungsabt.
etc

mig 06.11.2001 11:46

Das klingt fein, ich glaub auf der Montanuni und der KFUni Graz schaut's eh ganz gut aus, in Wien dafür eher mies. Naja, vielleicht kommen die Verbesserungen ja noch. Außerdem braucht der Süden und Westen ja auch ein paar Zuckerl :).

Mit ATS 1500.- pro Semester könnte ich mich übrigens durchaus anfreunden. Das filert die Karteileichen genauso raus und tut sozial Schwachen weniger weh.

lG, mig

PrinzRazzo 06.11.2001 13:03

hier kann man sich als wiener online die stimmkarte bestellen?!

Online-Beantragung von Stimmkarten

Bei einer Online-Beantragung einer Stimmkarte erfolgt die Zustellung durch die Post per Rückscheinbrief (RSb). Das Zusenden von Stimmkarten per E-Mail ist nicht möglich!
Letzter Termin für den Stimmkarten-Antrag ist der 10. November 2001.

Es wird empfohlen, die Stimmkartenanträge möglichst nicht in der letzten Woche zu stellen.


mfg

mig 06.11.2001 13:30

das gilt nur wenn Du nicht an Deinem Hauptwohnsitz unterschreiben kannst ...

lG, mig

PrinzRazzo 06.11.2001 14:06

...jetzt tu ich schon immer so schön schreiben, und jetzt sollte ich auch noch lesen können :heul::heul::heul:

(V)uh 06.11.2001 14:20

Ist ja nur eine frage aber ...
Wieso verursachen langzeitstudenten höhere kosten ?

1., Die meisten (wenn nicht der papa ein gstopfter ist) arbeiten nebenbei und zahlen somit 2x. Einmal durch die steuern die sie abdrücken und dann noch zusätzlich durch studiengeb. Ausserdem bezahlen sie die studienbeihilfe der anderen studenten. Etwas unfair oder ?

2., Wenn die institute und abteilungen nach jahrelanger erfahrung nicht wissen mit welchen zahlen sie tatsächlich rechnen müssen um kapazitäten planen zu können (wieviel besuchen wirklich eine bestimmte übung) dann ist eh hopfen und malz verloren.

3., Auch die verwaltung der langzeitstudenten sollte in zeiten des PCs nicht viel mehr kosten.

4., Nicht bei den studenten sondern in der organisation der unis (gibz die überhaupt) gehört mal aufgeräumt !!! Wie kann es sei dass professoren die ja hauptberuflich lehren sollten nebenbei eine consultingfirma haben ? Wird da etwas wärend der bezahlten unizeit consulting betrieben (kunden keilen, ...) ? Warum bekommt ein prof für das betreuen einer diplomarbeit extra bezahlt, wenn er dass eh in seiner arbeitszeit macht ? ...
Wird da nicht den herren professoren das geld in den hintern geschoben das eigentlch dazu da wäre die institute auszurüsten ?

Fragen über fragen .... und wo das herkommt gibz noch mehr ...

Sprechstunde des herrn prof W.....ner (name geändert) von 14:00-15:00 ! Man ist um 14:00 dort wegen der diplomarbeit muss aber noch bis 14:30 warten weil der herr prof und die dozenten noch kaffee trinken (häferln werden noch schnell weggeräumt als man eintritt)

Sauber und das darf ich durch studgeb auch noch bezahlen .. DANKE !

(V)uh 06.11.2001 14:30

Zitat:

Original geschrieben von Oli

Wenn man internationale Vergleiche anstellt, so ist die Studienzeit in Österreich einer der längsten überhaupt.

Und was sagt die länge der studienzeit über die qualität des studenten aus ?
Bsp.: Ein maschinebau diplomant kommt zu mir und fragt was brünieren und wirbeln ist (stoff 2te klasse HTL) ist aber in 12 semestern fertig gewesen (10 sem mindeststudiendauer).

Wäre es nicht sinnvoller mal zu fragen warum der student so lange studiert anstatt alles dem studenten zu zu schieben und zu sagen ER ist schuld ?
Warum soll der student dran glauben, wenn die obergescheiten unfähig sind die unis ordentlich zu organisieren ?

Upsi, schon wieder so viele fragen.

Faserschmeichler 06.11.2001 15:19

Zitat:

Original geschrieben von (V)uh


Und was sagt die länge der studienzeit über die qualität des studenten aus ?
Bsp.: Ein maschinebau diplomant kommt zu mir und fragt was brünieren und wirbeln ist (stoff 2te klasse HTL) ist aber in 12 semestern fertig gewesen (10 sem mindeststudiendauer).

Um das zu wissen muß man keine HTL besucht haben, und schon gar nicht ein Dipl. Ing. sein. Das lernt jeder Maschinenschlosserlehrling. Er wird halt jedesmal gefehlt haben, ein kränklicher Typ wahrscheinlich. ;)

Ich will sagen, der Besuch einer Schule/Uni alleine garantiert noch kein Wissen.

Oli 06.11.2001 16:03

Zitat:

Original geschrieben von callas


für unsere uni kann ich dir sagen, was mit dem geld gemacht wurde:

neue ausstattung in den studentenpc-räumen
neuer mail/webserver für die studenten
neue notebooks im verleih für studenten
multimedia ausstattung für div. hörsäle
internetanbindung für die studentenheime
neuer pc übungsraum
bessere ausstattung der stud.&prüfungsabt.
etc

Damit die Studenten schneller die Nackerten anschauen können? Bitte jetzt nicht bös sein, aber jedesmal wenn ich in Wien bin (ich komme aus der Provinz) und bei der TU vorbeigehe, sehe ich einer Menge Studenten durchs Fenster zu, wie Sie im Internet Nackerte schauen.

Übrigens - haben mir Arbeitskollegen auch schon bestätigt, daß das keine Ausnahmen sind.

Ciao Oliver

mig 06.11.2001 16:21

--- schnipp ---

Das Internet ist eine neue Hochtechnologie, dessen Ziel es ist, auf Kosten der Steuerzahler jedem Hochschulangehörigen auf elektronischem Weg Pornographie zugänglich zu machen.

--- schnapp ---

http://internet.ls-la.net/misc/sex-und-internet.html

Lies Dir das GUT durch, dann weißt Du auch wie solche Meinungen zu Stande kommen. Und wenn a paar in der Mittagspause zur Entspannung ein paar Nackerte schauen wollen, dann kann mich das auch nicht aufregen.

callas 06.11.2001 16:50

@oli: kommt sicher auch vor, genau so wie in den firmen und büros, ziel und zweck ist es aber nicht.

bitte nicht verallgemeinern... ;)

(V)uh 06.11.2001 18:00

Wenn man objektiv ist und das ist meine subjektive erfahrung :D ,
dann finden sich gerade am abend sehr viele ein (TU Freihaus - internetraum oben und unten), die entweder chatten oder "sehr offenherzige frauen" am bildschirm betrachten.

Als ich dipl arbeit geschrieben habe, keinen privaten i-anschluss hatte und infos brauchte hab ich mir schliesslich doch einen tu- account genommen und viel zeit in obrigen räumen verbracht. Da sieht man so einiges ... 3 frauenzimmer belagern einen pc und eine kreischt "frag ihn wie er ausschaut, lass dir ein foto schicken" >> 3 mädels beim chatten.
usw.

Aber warum nicht ?
Ob sie jetzt im kaffehaus sitzen oder ins kino gehen wenn die arbeit getan ist oder vorm pc spass haben ist doch egal. Und wenn dadurch ein pc blockiert ist, den ein anderer braucht so muss dieser halt überzeugungsarbeit leisten, dass seine sache wohl wichtiger ist.

In den büros wird ja auch moorhuhn gespielt und der pc wurde sicher nicht deshalb angeschafft !

Mash 06.11.2001 22:01

hmmm

Also grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Studiengebühren gar keine so schlechte Idee sind, WENN man dafür auch eine Gegenleistung bekommt!
ABER: Diese Gegenleistung gibt es nicht. Zumindest nicht in meinem Studium (Psychologie). Da studieren 7500 Leute, und wir haben gerade mal 9 Profs; insgesamt herrscht ein Verhältnis Lehrende:Studierende von 1:200...

Das hat sich auch mit den Studiengebühren nicht verändert.

Unser Institut sieht von dem Geld rein gar nix. Ehrlich nicht (Ich sitze selber in den Kommissionen, wo es u.a. um die Finanzen geht!)

Und jetzt soll mir mal einer erklären, warum Studenten Gebühren zahlen sollen, wenn sich rein gar nix am System ändert, man nicht in Proseminare kommt, weil sie einfach überlaufen sind, es bei uns viel zuwenig technische Ausrüstung gibt etc.

Auch und gerade wenn 5000 ATS nicht sonderlich viel sind, so wie die Studiengebühren in der jetzigen Form existieren haben sie imho nur einen Sinn: Das Stopfen von Budgetlöchern (bzw. in weiterer Folge das Verschwinden in der Verwaltungsmaschinerie!)

mash

Mash 06.11.2001 22:03

Noch eine Anmerkung zur PC-Nutzung:

In den Computerhörsälen des ZID auf der Hauptuni Wien im NIG habe ich persönlich noch niemanden dubiose, erotische oder sonstige unpassende Seiten betrachten gesehen...

Wenn so etwas passieren sollte dann sind das wohl Einzelfälle :rolleyes:

Cindy 06.11.2001 23:21

Zitat:

Original geschrieben von Mash
auch und gerade wenn 5000 ATS nicht sonderlich viel sind, so wie die Studiengebühren in der jetzigen Form existieren haben sie imho nur einen Sinn: Das Stopfen von Budgetlöchern (bzw. in weiterer Folge das Verschwinden in der Verwaltungsmaschinerie!)
genau um das gehts, es geht um keine verbesserung an den unis, es geht nicht darum dass studierende dem staat 5000 schü kosten im jahr, es geht darum, dass die studierenden keine starke lobby haben (und wen wundert das wenn man die öh betrachtet) und da isses halt leicht einfach milchmädchenrechnungs mäßig mal 200.000 * 5000 = 1.000.000.000 schilling abzukassieren

und zum thema sparen: Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ), der Vater des Sparkurses und Nulldefizits, hat sich den teuersten Dienstwagen der Bundesregierung zugelegt, berichtet "Die Presse". Der Audi A8 3,3 TDI kostet mehr als 1,1 Millionen Schilling, ein Navigationssystem weitere 80.000 S. Der Sprecher des Finanzministers rechtfertigte die Anschaffung damit, dass Grasser seit 20 Monaten den Wagen des früheren Staatssekretärs Wolfgang Ruttenstorfer fahre, der schon in "schlechtem Zustand" sei. 225 PS und 220 km/h Höchstgeschwindigkeit seien aus Sicherheitsgründen angebracht.

na da weiss ich ja wo meine 5000 schü hinkommen :/

cin

callas 07.11.2001 00:00

hätt sich der Grasser wenigstens an Jaguar kauft ! Abgesehn davon, das der wesentlich besser ausschaut, hätt er beim Autohaus Grasser in Sloza sicherlich ordentlich Prozente bekommen ... :D

(V)uh 07.11.2001 02:24

Na ja, die Studiengebühren sind ja kein einfall der derzeitigen regierung. Das hätte ja auch die SPÖ gemacht, wenn da nicht die gefahr bestanden hätte dass die FPÖ das dann ausschlachtet. Jetzt schlachtet es eben die SPÖ aus. Und das auto des hrn. ruttenstorfer war sicher auch nicht billig und dass es bei der regierung und deren verwaltung und "geld in den rachen schieberei" ettliches zu verbessern gibt ist auch klar (fahr ma gschwind mal nach brüssel in unser teures "schloss" / neue abfangjäger braucht das land), ...

Das alles ändert nix daran, dass die studiengebühren für die fische sind (wird 10x umgeschichtet vom familienausgleichsfond bis ...) und dass es die falschen trifft.

Dem dauerstudenten der einen reichen vati hat, dem it's egal.
Der arme student kriegt das geld eh durch stip zurück (wenigstens einen teil).
Und übrig bleiben die "berufstätigen nebenstudenten" die erstens durch die steuern die uni finanzieren, zweitens das erhöhte stip der armen studenten blechen (auch durch steuern) und drittens jetzt auch noch ats 5000.- ablegen.

Zuerst gehört die struktur der unis geändert, denn wie Mash schon sagte verschlingt der universitäre wasserkopf das geld, wenn überhaupt was kommt.

So werden wir auf alle fälle die akademikerquote nicht erhöhen denke ich !

Oli 07.11.2001 11:18

Zitat:

Original geschrieben von callas
@oli: kommt sicher auch vor, genau so wie in den firmen und büros, ziel und zweck ist es aber nicht.

bitte nicht verallgemeinern... ;)

Daß glaube ich Dir auch, daß dies Einzelfälle sind - ich vergönns ihnen auch ja - aber das Problem ist, daß die ja in der Auslage sitzen und viele Passanten das mitbekommen - und das steigert sicher nicht die Beliebtheit der Studenten in der Öffentlichkeit.

Ciao Oliver

mig 07.11.2001 11:40

Korrekt, im "Aquarium" sitzen und Nackerte anschauen ist ein bisserl übertrieben. Trotzdem bitte ich alle, sich gut zu überlegen, ob sie nicht doch trotz der herrschenden Unmoral das Volksbegehren unterschreiben wollen :D.

lG, mig

Neutron 07.11.2001 13:04

Also wenn man schon unbedingt gebühren einheben will, wären Prüfungsgebühren der wesentlich bessere weg. Damit wäre man sämtliche studenten los die's einfach so oft probieren bis es doch einmal klappt. Wenn man das halbwegs intelligent machen würde (erste Prüfung nix oder wenig und dann halt a bisl mehr) würde das durchaus den effekt des antreibens haben.
Wenn man das geld dann auch noch direkt in die unikassa fliesen lässt wären wahrscheinlich weniger bürokratie-abgaben zu leisten und die uni hätte auch was davon.

Ansonst sieh ich eigentlich überhaupt nicht ein, dass man Studenten nach den Sparmassnahmen von 1996 noch einmal schröpft.

Leider sieh ich aber auch keinen wirklichen sinn in einem Volksbegehren, da das ja foch nur bedeutet, dass die regierungsparteien im parlament das wort "Studienbeitrag" aussprechen müssen, um dann direkt zur Tagesordnung überzugehen :(

mig 07.11.2001 13:24

Naja, je mehr Wind um die Sache gemacht wird, desto besser. Wer sagt denn, daß die Bundesregierung immer so bleiben muß, wie sie jetzt ist? Studiengebühren sind sicher ein Wahlkampfthema ab sofort, und da das eine der unpopulärsten Änderungen war, wird man seitens der Opposition sicher Alternativen zum status quo versprechen.

Prüfungsgebühren sind eigentlich keine schlechte Idee, ich finde sie aber insofern problematisch, da man damit Leute bestraft, die einfach das eine oder andere Mal hängen bleiben (so wie ich), und die dann aus Angst vor einer negativen Note beim 3. Mal lernen noch immer nicht hingehen. Außerdem werden dann bekannt schwierige Prüfungen noch öfter umschifft, wenn man sich keinen "Freischuß" mehr leisten kann. Und dann hat man wieder das Problem mit den "Scheinstudenten", die zwar nicht viel kosten, die man aber trotzdem draußen haben wollte. Das ist eine verzwickte Geschichte. Ich wäre immer noch für einen moderaten Schwellwert als Gebühr (ATS 1500.- z.B.), bei dem es für jeden überlegenswert ist, ob er das zahlen möchte "nur" um Student zu sein, der aber für sämtliche wollende Studierende (und wißbegierige Pensionisten) zusammenkratzbar sein müßte.

lG, mig

(V)uh 07.11.2001 13:30

Vom prinzip her richtig neutron, nur wenn man das auf prüfungsgebühren umwälzt dann hängt das noch mehr von der willkür der profs ab.

2 Beispiele:
Bei uns hat es einen prof gegeben da sind sehr viele 5-6 mal hingegengen ! Der hat fragen gestellt die er nicht in der vorlesung behandelt hat ! In der fachschaft hat es 100 kopierte zettel gegeben mit lauter zusatzfragen die er irgendwann einmal bei der mündlichen gefragt hat. Maschinenbau studenten errinnern sich sicherlich (werkstoffkunde - he he). Nur war das nach der dritten prüfung keine kommissionelle prüfung sondern er hat es einfach nicht eingetragen, er hat nur bestimmt wann der student das nächste mal antreten darf z.B. 6 Monate, 8 Monate, ...

Frage aus einer Jus prüfung (eine bekannt ist da drinnen gesessen). "Auto - Reifen. Schlitten - ?". Und was sagt man dann ? "Äh, wie was, bitte noch einmal". Antwort des profs "Kufen wäre richtig gewesen "Auto - Reifen. Schlitten - Kufen" ganz logisch. Ein jurist muss in der lage sein sachverhalte schnell zu erfassen und darauf zu reagieren. Kommen sie in 4 Monaten wieder".

Ich könnte noch viele beispiele bringen und ihr werdet sagen "einzelfälle", aber wenn ich alleine schon so viele weiss dann muss man das mal auf alle stud hochrechnen ! Das mit der fernsehwerbung hat ja auch einen hintergrund ... "Wer prüft die prüfer? "

Also neutron dein vorschlag wäre ja nicht schlecht aber ...
So schauts nämlich aus - he he

MrWolf 09.11.2001 22:55

um an der tu im "schaukasten" surfen zu dürfen, braucht man einen account. um den zu bekommen, braucht man 8 absolvierte wochenstunden. im ersten semester kommt man da nicht um die mathematik grundvorlesungen und übungen rum ---> leute die das hinter sich haben, haben sich (imho) eine menge nacktes fleisch verdient ;)

im ernst: das ganze ist wohl kein argument für oder gegen studiengebühren.

momentan gibt es keine zweckbindung der studiengebühren
die 5000 ats sind ja erst der anfang. möcht nicht wissen, wie hoch wir in 5 jahren sind.

lg mrw

mig 11.11.2001 12:17

@MrWolf:

Das mit der Beschränkung im ersten Semester haben sie mittlerweile gottseidank aufgehoben, weil ein Teil der LVA-Kommunikation auch im ersten Semester schon online geschieht (sides4mi), somit wäre die Regelung Blödsinn. Trotzdem braucht man natürlich 8 Semesterwochenstunden, sonst geht da nix mit im Aquarium surfen und so.

Wegen Studiengebühren. Ich hab grad in so einem Uniheftl gelesen, daß im NIG die Decke wo runtergefallen ist. Vielleicht sollten die Verantwortelichen zusehen, daß zuerst ein sicheres Studieren gewährleistet ist, bevor man über Verbesserung der Lehre nachdenkt :D

Scherzal, mig

Neutron 11.11.2001 17:35

Das war der Hörsaal 3 im NIG, wo die Decke runter kam. 1 und 2 sind inzwischen auch gesperrt :lol:

Soweit ich weiß, gibt's gar keine Wochenstunden mehr zum surfen, weil wer sich um 5000 ATS im semester Internetsurfen erkauft, muss eh an vollschuss haben, und sponsert damit wenigstens die Uni ;)

Bender Unit 22 13.11.2001 23:57

173.596 haben es unterschrieben.

Mash 14.11.2001 00:00

@ bender: woher hast du die erfreulich info?

Bender Unit 22 14.11.2001 00:06

email von unimitarbeiter

mig 14.11.2001 10:34

Teletext Seite 113 oder http://www.oeh.ac.at/oeh/ ...

Die feine Frau Gehrer hat sofort gesagt, daß die geringe Beteiligung von über 170.000 Österreicher ein Zeichen dafür ist, wie zufrieden alle mit dem Bildungsangebot sind. Ich bezweifle, daß für die meiner Meinung nach ziemlich schiache Krot auch nur 500 eine Unterstützungserklärung unterschreiben würden.

Aber was solls, die Verdrehen doch alle alles so wie sie's brauchen.
Beispiele gefällig?

"Ich stehe dafuer, daß wir den freien Zugang zu Universitaeten sichern."

"Die Chipkarten sind ein Ersatz für den Krankenschein und die dadurch entstehenden Kosten und Gebühren."

blablablablablablabla

Die lügen sobald sie den Mund aufmachen, aber es ist eh egal, da sie ja wohl kaum wie in der Privatwirtschaft üblich mit solchen Methoden zu Pleitiers avancieren. Die verdienen gut, sind weitgehend immun, tragen wenig Verantwortung (außer für Sachen für die sie oft wirklich überhaupt nichts können - Spendenskandal, Omofuma etc.), und erzählen vor den Wahlen haarsträubend unsinniges Gewäsch.

Aber wer einmal lügt, dem glaubt man nicht (mehr).

lG, mig

MrWolf 14.11.2001 12:31

ja die bei der nächsten "grossen volksabstimmung" sprich nationalratswahl, hats hoffentlich ein ende mit der lügenliesl und ihren feinen freunden.

mrw

Oli 14.11.2001 12:47

Ich bin zwar wie erwähnt auch FÜR die Studiengebühr - wenn Sie ausschließlich den Unis und der Bildung zukommt.

Aber 170.000 Stimmen so von politischer Seite zu ignorieren, ist ein Skandal. Fakt ist, daß nun dieses Thema im Parlament behandelt werden muß und da tragen die gewählten Volksvertreter eine Verantwortung, welche Entscheidung auch sie treffen.

Ambulangebühren (da wurde gelogen, was das Zeug hält bzgl. den Ausnahmen - ich bin ein betroffener), jetzt auch noch Chipkartengebühren, usw.

Ich kann sehr wohl verstehen, daß gespart werden muß, aber wenn, dann sinnvoll. Und nicht Gebühren mit dem Gießkannenprinzip einheben und gleich wieder genauso verteilen. Da wird nicht gespart sondern nur das Problem veschoben.

Der Schüssel ist für mich eine Witzfigur und Marionette seiner Partei, aber sicher kein Kanzler, der den Staat und das Volk representiert (z. B. seine letzten Aussagen zum §209 kotzen mich an!).

Sorry der Ausdrucksweise - aber das mußte ich mal loswerden ...

Ciao Oliver

Mash 14.11.2001 12:58

Meine Meinung zu den Studiengebühren hab ich eh weiter vorne gepostet...

Was mich stört sind Aussagen wie: 'Zusammen mit den rund 750.000 Personen, die bei der ÖGB-Urabstimmung dafür votierten, hätten sich nun beinahe eine Million Menschen mit ihrem Namen zu einer Bildungsoffensive bekannt, betonte Mautz'

Was für ein statistischer Schwachsinn...
1) Sind das zwei verschiedene Abstimmungen gewesen (wobei der ÖGB ja ordentlich Druck gemacht hat!
2) Wer beim einen unterschrieben hat, hätte ja auch das andere unterschreiben können...

Bei solchen Aussagen denke ich nur, dass sich viele unserer ÖH-Funktionäre auf den oberen Ebenen (egal von welcher Fraktion!) nur profilieren wollen und eine zukünftige Karriere anstreben....

BTW: Ich bin froh, dass 170.000 unterschrieben haben; aber imho sind es trotzdem nicht sehr viele (man bedenke, dass alleine diesselbe Zahl mom studiert; dass es auch um Lehrer gegangen ist bzw. um die Schülerhöchstzahlen...)

Ich denke aber, dass unsere 'liebe' Bildungsministerin darauf 'sch**ssen' wird (sorry wegen dem Ausdruck!). Die muss man schon mit mails zuschütten damit sich was ändert!:rolleyes:

mash ;)

mig 14.11.2001 15:12

@Oli: Sehr vertretbare Meinung, immerhin wird das Geld wenn nicht da, dann halt dort geholt, insofern ist eine Ablehnung der Krankenscheingebühr "neu" (Chipkarte) eh Augenauswischerei, weil dann halt von mir aus 0.2% von der nächsten Steuererhöhung in diese Kassen fließt. Es ist ghupft wie ghatscht.

Dennoch sollte die Verteilung der eingesammelten Gelder sinnvoll passieren, Jaguars etc. nehme ich mal von der Sinnhaftigkeit aus, und wenn schon wo gefordert wird, wo eigentlich gefördert gehört, dann bitte zweckgebunden, jawohl.

Auch beim Frauenvolksbegehren hat nicht die Hälfte der wahlberechtigten ÖsterreicherInnen (generische Weiblichkeitsform ;)) unterschrieben. Überhaupt wird man nicht ganz schlau, wenn man sich die Anzahl der Unterstützungen für die bisherigen Volksbegehren ansieht. Und da die Akzeptanz von Studiengebühren in einigen Kreisen sehr groß ist ("60% von die Studierenden san faule Hund. Soin a wos zoin."), kann man durchaus zufrieden sein. Dennoch finde ich einige Sachen verwunderlich.

http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.v/v706093.htm

1989
Volksbegehren zur Senkung der Klassenschülerzahl
219.127 Stimmen

sei's drum

lG, mig

wol 14.11.2001 19:34

Volksbegehren sind traditionell in Österreich fürn Hugo. Das beste in der Hinsicht war das Volksbegehren GEGEN den Bau des Konferenzzentrums bei der Wiener Unocity, ist schon lange her. Damals haben 1,3 MILLIONEN dagegen unterschrieben, dennoch wurde es (von den Sozis) gebaut. Kreiskys Begründung damals: 1,3 Mio dagegen sind gleich (ca) 6,2 Mio (oder so) dafür. Die sind alle gleich die Politiker was das betrifft. Drum geh ich nicht mal mehr hin, ist schad um die Zeit. Das einzige, was irgendwas bringt, sind VOLKSABSTIMMUNGEN. Aber davor fürchten sich seit der Zwentendorfabstimmung, die in die Hose ging (für die Politiker) diese Windeier wie der Teufel vor dem Weihwasser. Das ist auch der Grund, warum über den Euro und die Osterweiterung zB. NICHT abgestimmt werden wird.

maXTC 14.11.2001 19:57

Zitat:

Original geschrieben von wol
wie der Teufel vor dem Weihwasser
senatoren habens mit weihwasser, dem teufel und vampiren, oder? :D

(V)uh 14.11.2001 21:35

Zitat:

Original geschrieben von MrWolf
ja die bei der nächsten "grossen volksabstimmung" sprich nationalratswahl, hats hoffentlich ein ende mit der lügenliesl und ihren feinen freunden.

mrw

Und was kommt dann ?
Unser wiener walross und seine bonzenfreunde !
Soll der mir mal erklären warum ein U-bahn km in wien das 2,5 fache kostet wie in münchen (haben damals die grünen recherchiert - hat man aber nie was gehört davon ausser dass dann irgendwann mal ein bauskandal mit preisabsprachen kam wo man auch wieder nix mehr hört).

In österreich ist das ja üblich, dass sessel getauscht werden wie bei der reise nach jerusalem - aus dem verkehrsminister wird der innenminister (ist eh fast das gleiche) und jeder wärmt sich oder schafft sich schon während seinem amtl die vorraussetzungen für seinen nächsten bonzenposten.

Was unsere ex finanzminister verwirtschaftet haben und was sie jetzt in der privatwirtschaft leisten kann man eh mitverfolgen.

Manchmal denke ich so ein "Kabinett der besten Köpfe" wär ned so schlecht.

Kann mir auch wer sagen was ein professor der eigentlich auf der uni sein soll, was ich ja auch bezahle, jetzt auf weltreise macht ? Alles "verbellen" oder was ?

maXTC 14.11.2001 22:41

Zitat:

Original geschrieben von (V)uh
In österreich ist das ja üblich, dass sessel getauscht werden wie bei der reise nach jerusalem - aus dem verkehrsminister wird der innenminister (ist eh fast das gleiche) und jeder wärmt sich oder schafft sich schon während seinem amtl die vorraussetzungen für seinen nächsten bonzenposten.
als arbeiter oder angestellter muss man heutzutage auch flexibel sein, man muss auch posten annehmen die nicht der qualifikation entsprechen...

so sind politiker auch, innenminister wird verkehrsminister, ein anderer der jahrelang nichts zuwege bringt wird verteidigungsminister, ein mann wird frauenminister,...(nur als beispiele)

oh,... du mein österreich :D


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