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Don Manuel 18.05.2010 09:05

Tabak radioaktiv!
 
Bekanntlich gehöre ich ja noch zu den bösen Rauchern, wenngleich ich mit 10-15 Stengeln täglich nicht zu den schwersten Fällen gehöre. Auch erfreue ich mich bester Gesundheit und habe bisher gut damit gelebt. Da bei diesem Konsum die Sucht noch einigermaßen beherrschbar ist, konnte ich auch gut zugunsten eines angenehmen Kontaktes mit Nichtrauchern temporär drauf verzichten. Aber in über 25 Jahren habe ich eigentlich kaum Versuche unternommen, wirklich aufzuhören. Grad einmal ein paar Tests, die mir zeigten: nicht unmöglich, aber etwas anstrengend. Wie gesagt, ohne Leidensdruck keine ausreichende Motivation.

Aber dann stoße ich gestern völlig ungewollt auf diese Information. Ich als entschiedener Kernkraftgegner.

Wikipedia (was man nicht alles so übersieht...)
Die Radioaktivität des Tabak
Ein Rauch wie 250 Röntgenaufnahmen — pro Jahr

Mit "Tabak radioaktiv" spuckt Google noch unerträglich viel mehr dazu aus.

Gedanklich werde ich jetzt ein
http://www.rauchstoppzentrum.ch/images/images.jpg
auf meine Zigaretten kleben und hoffentlich auch bald clean sein.
Mit allem anderen konnte ich mir vorstellen, werde meine gute Vitalität schon fertig werden, zumal ich eben keine wesentliche Beeinträchtigung durch das Rauchen verspüre, aber Radioaktiviät, noch dazu in dieser riesigen Menge, das ist zu viel, da helfen keine Gedankenkonstruktionen mehr. Auch das Mitrauchen erhält eine neue Qualität der Gefährdung dadurch für mich.

Es wird Zeit, diese Information besonders unter Grünen, Ökofreaks und Kernkraftgegnern zu verbreiten. Denn jeder Raucher unter denen befindet sich in besonderem Widerspruch zur Realität. Gilt aber womöglich in Fragen von Umwelt und Gesundheit in seiner Menschenumgebung als gewisse Autorität ("Wenn der raucht, kann es nicht so schlimm sein...").

Um einen blinden Fleck bin ich jetzt ärmer, hoffentlich bekomme ich das in nächster Zeit zusammen...

LouCypher 18.05.2010 10:19

Jeder hat seine toleranzgrenze aber dass genau das dich jetzt zum nichtraucher macht? So schädlich rauchen auch sein mag, es gibt wohl kaum eine droge die man in derartigen mengen über jahrzehnte konsumieren kann die so wenig schaden anrichtet.

Don Manuel 18.05.2010 10:26

Im Grunde muss ich Dir ja Recht geben, nur sind die Krebszahlen ein Fakt. Kann ich mir immer noch einreden, dass ich keinen bekomme, wenn ich sonst besonders gesund lebe. Aber gegen Radioaktivität hilft auch kein gesundes Leben. Und nun lese ich, dass zahlreiche Forscher bereits davon ausgehen, dass ausgerechnet die Radioaktivität des Rauchens als Hauptursache für den Krebs verdächtigt wird. Das erscheint mir plausibler als bei allen anderen Begleitsubstanzen und der wahrscheinlich harmlosen Droge Nikotin. Verständlicher?

LouCypher 18.05.2010 11:22

Cancer-causing chemicals in tobacco smoke

welche dieser substanzen dich am ende umbringt ist doch eigentlich egal.

Don Manuel 18.05.2010 11:45

Jaja, kenne ich alles. Aber was soll ich machen. In meiner Welt beeindruckt mich nur wirklich das Polonium. Es soll Tabak ja auch bei Vorhandensein viele andere radioaktive Substanzen absorbieren und beim Rauchen wieder freisetzen. Radioaktivität hat eine andere Dimension als "normale Gifte". Und bisher habe ich davon nirgends gehört, was mich einigermaßen schockiert hat.

LouCypher 18.05.2010 11:55

wenn polonium dich vom rauchen abbringt dann: viva polonium! :D

Don Manuel 18.05.2010 12:04

Ja wenn, aber selbst dann werde ich wohl nicht viel Gesellschaft mit dieser spezifischen Motivation haben ;)

J@ck 18.05.2010 13:48

Was die restlichen Nichtraucher motiviert ist doch egal. Hauptsache qualmfrei ;)

The_Lord_of_Midnight 19.05.2010 16:17

Das Problem ist leider, daß bei den meisten Menschen die verstandesgemäße Erfassung nicht reicht, um von der Sucht loszukommen.
Das Rauchen eines der größten Gesundheitsrisiken überhaupt ist, wird wohl niemand anzweifeln.

Angeblich ist die effektivste Methode um vom Rauchen loszukommen, eine Psychotherapie. (irgendwas im Bereich von 40% Erfolgsquote)
Ich verstehe das so, daß der Mißbrauch von Nahrungs- und Genussmitteln eine Möglichkeit ist, um sich nicht mit seinen persönlichen Herausforderungen auseinandersetzen zu müssen.
Im Falle einer Therapie arbeitet man daran und daher benötigt man irgendwann auch das Suchtmittel nicht mehr, um sich abzulenken oder zu betäuben.

Don Manuel 19.05.2010 17:02

Wenn es sich um eine einfache Wahrheit, wie die Radioaktivität, welche ca 1 Röntgenuntersuchung täglich entspricht, handelt, ist das prinzipiell viel einfacher, als wenn wir von tausenden Chemikalien sprechen, denen krebsfördernde Wirkung zugesprochen wird. Meine persönliche, durchaus vom Verstand gebildete, Meinung war immer, dass der Mensch einen beträchtlichen Teil seiner Evolution am Lagerfeuer verbracht hat und damit bestens an Rauch adaptiert ist.

Nur kommt in dieser Gleichung Radioaktivität nicht vor. Es gibt klare Gesetze, die jeden davor schützen sollen, zuviel Strahlenbelastung abzubekommen. Ob es sich um Mitarbeiter im Atomkraftwerk oder Röntgenfachkräfte handelt, alle werden peinlich überwacht. Da finde ich es unerhört, dass man nicht klar legt, dass ca 30 Tschick einer vollen Dosis Röntgenstrahlung einer durchschnittlichen Untersuchung entsprechen.

Noch einmal, bevor da wieder alles in tausend Aspekte zerredet wird: Mich persönlich stört Rauch und Qualm weiterhin nur sehr relativ. Aber so, wie ich mittlerweile weiß, dass die meiste Radioaktivität menschlichen Ursprunges und das meiste freigesetzte Quecksilber tatsächlich aus der Kohlekraft stammen, gehört meiner Ansicht nach die Strahlendosis des Tabakes ganz besonders "gewürdigt".

Denn wenn es um solche Gefahren geht, stehen den suchtbedingten und -bedingenden Irrationalitäten augenblicklich ein entsprechend irrationales Gefahrengefühl gegenüber. Das kann dem Süchtigen durchaus helfen.

The_Lord_of_Midnight 20.05.2010 00:46

Das Argument mit der Evolution und dem Lagerfeuer hat nur einen Haken:
Wenn du mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von vielleicht 30 Jahren zufrieden bist, dann wäre das Rauchen als Gesundheitsrisiko eher zu vernachlässigen.

Don Manuel 20.05.2010 08:41

Das Argument hat nur dann einen Haken, wenn ich es in irgendeiner Weise auf andere anwende. Solange ich das nur und ausschließlich auf mich beziehe, darf ich das ruhig so sehen.

The_Lord_of_Midnight 20.05.2010 10:32

Sicher, wenn du jeden Tag als Geschenk ansiehst, dann kannst du z.b. auch einen Lungenkrebs in relativ jungen Jahren als völlig natürlich und von der Evolution so gewollt sehen.

J@ck 20.05.2010 10:47

Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2415729)
Sicher, wenn du jeden Tag als Geschenk ansiehst, dann kannst du z.b. auch einen Lungenkrebs in relativ jungen Jahren als völlig natürlich und von der Evolution so gewollt sehen.

:confused:
Den Zusammenhang verstehe ich nun absolut nicht.

The_Lord_of_Midnight 20.05.2010 11:52

Na man kann das erreichte Lebensalter auch als Schicksal ansehen.
Mit diesem Gedanken ist es sowieso egal, was man tut und was passiert, denn alles ist sowieso vorbestimmt.

Oder man kann sich auf die Evolution ausreden.
Es war ja vor ein paar Tausend Jahren beim Lagerfeuer auch so.

Und dabei vergessen oder ignorieren, daß es gute Gründe dafür gibt, warum die Menschen heute durchschnittlich beträchtlich älter werden, als damals vorm Lagerfeuer.
Das ist sicher nicht nur dem Fortschritt in der Medizin alleine zuzurechnen.

Ich denke schon, daß es Sinn macht, sich nach Möglichkeit um seine eigene Gesundheit zu kümmern.
Und das eben nicht nur alles ein gottgegebenes Geschenk ist, sondern man auch selbst was tun kann und soll.

Welche Gedanken soll man sonst zu dem Thema haben, wenn jemand derart fatalistisch mit seinem Leben und seiner Gesundheit umgeht, indem er sagt, daß es vor ein paar Tausend Jahren auch nicht anders war ?
Heisst das nicht gleichzeitig auch, daß man die Umstände und Gegebenheiten von damals auch heute noch akzeptieren würde ?
Man kann eben nicht nur ein Detail aus dieser Zeit herausreissen, sondern man muss das Gesamte sehen, mit allen Gegebenheiten dieser Zeit.

Sonst kommt man wirklich zu so einer fatalistischen Einstellung:
Damals hat man auch den Rauch eingeatmet, also kann Rauch nicht gesundheitsschädlich sein.
Entsetzlich !

Denn man vergisst dabei wiederum, daß es eine Zeit gegeben hat, wo der Mensch das Feuer noch nicht genutzt hat.
Vielleicht sind die Menschen davor noch früher gestorben, aus anderen Gründen wie zum Beispiel erfrieren im Winter.
Aber will man deswegen noch früher zurückgehen und auch auf die Heizung und unsere Häuser verzichten ?

The_Lord_of_Midnight 20.05.2010 11:56

Ahja, noch ein kleines, aber nicht unwichtiges Detail:
Damals hat es noch keine Tabakindustrie gegeben, die noch stärker süchtigmachende Stoffe hinzugefügt hat.
Also für mich sieht das nach verbrecherischen Methoden aus, aber das müsste man dann die Leute fragen, die das entschieden haben.
Die haben ja immer gute Argumente.

Und nein, das heisst nicht zwangsläufig, daß das regelmäßige Einatmen von Rauch nicht gesundheitsschädlich sein kann.

ce 18.09.2010 00:30

ein paar Tage alt, aber ein EWIGES Thema...
 
... daher folgende Info:

Ich empfehle wärmstens, einen Nachmittag mit Dr. Stefan Frädrich zu verbringen, und zwar unter der Überschrift "In 5 Stunden zum Nichtraucher".

* wer ernsthaft mit dem Rauchen aufhören möchte
* wer ein "Normalmaß" an IQ u/o HV (.aus.erstand ;)) mitbringt
... hat dabei sehr gute Chancen, aus Überzeugung zum NR zu werden!

Und das Thema "Radioaktivität im Tschickrauch" war auch für mich persönlich eines der überzeugendsten Argumente!

Obwohl die Referenten keineswegs "in der medizinischen Geisterbahn" fahren, hat´s bei mir (im Herbst 2007) schon in der 3. Rauchpause - ja, die sind Teil des Programms UND verordnet! - "geklickt". Sprich: es hat mir nicht mehr geschmeckt & es war meine letzte Zigarette damals.

Der "Herbstturnus" startet übrigens im Oktober!

The_Lord_of_Midnight 18.09.2010 08:47

Also wenn du nicht schon lange im Forum wärst, hätte ich das als Spam bezeichnet.
Vor allem, weil der Thread schon so lange inaktiv ist.

Die einzig wirklich erfolgreiche Methode ist eine Psychotherapie.
Laut Statistik im Konsument hat das eine Erfolgsrate von 55%.
Alle anderen Methoden kommen nur auf ein paar Prozent Erfolgsrate.

Aus Gründen der Unwissenheit schrecken aber viele davor zurück, weil "ich bin ja nicht Geistesgestört".
Ist leider so, muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er endlich von dem Teufelszeug loskommen will.


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