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kikakater 22.05.2009 16:55

Energieverbrauch: Handys, Notebooks, Desktopcomputer und Haushaltsgeräte
 
Handys lassen Stromverbrauch explodieren

Zitat:

Handy, PC und Co.: Die Stromfresser verursachen eine Verdreifachung des Energiekonsums bis 2030 und gefährden die Klimapolitik.

http://www.kurier.at/mmedia/2009.05.22/1242996533_5.jpg Immer mehr Handys brauchen immer mehr Energie.
Schon jetzt werden 15 Prozent des Stromverbrauchs in Privathaushalten für elektronische Geräte verwendet, erklärt die Internationale Energieagentur, wie Ö1 im Morgenjournal berichtet. Vor allem eine Milliarde Handys und zwei Milliarden Fernsehgeräte weltweit tragen zu einem hohen Verbrauch bei.

Bis zum Jahr 2030 wird sich der Energiekonsum durch Elektrogeräte auf 1700 Terawattstunden verdreifachen - soviel verbrauchen derzeit die Haushalte in den USA und Japan insgesamt an Strom.

Dieser zusätzliche Energiebedarf werde nicht nur die Stromrechnungen der Haushalte deutliche belasten, warnen die Experten der IEA. Es müssten auch mehr als 200 Großkraftwerke gebaut werden, um die Stromnachfrage befriedigen zu können.
Senkung möglich

Der steigende Energiebedarf der Informations- und Kommunikatinstechnik gefährde damit auch die Fortschritte im Kampf gegen Treibhausgase, sagt die IEA. Die Politik müsse daher dringen auf die Hersteller einwirken, den Energieverbrauch der Geräte deutlich zu verringern.

Schon heute sei es technisch möglich, den Verbrauch von Elektrogeräten um mehr als die Hälfte zu senken, stellt die Internationale Energieagentur fest.
Derzeitige Empfehlung:

Handy: Sony Ericsson K700i (SAR-Wert: 0,48) besonders energiesparend, Mp4 Videoaufzeichnung, FM-Radioempfänger

Notebook: MSI Megabook GT735-Z8243SVHP (0017211-SKU11)

Desktopprozessor: AMD Athlon64 3000+ (Sockel 939), AMD Athlon64 X2 4200+ Energieeffizent (Sockel AM2), AMD Athlon64 X2 4850e (Sockel AM2+).

Keinesfalls eine 4x4 Plattform von Intel oder Amd, da HDCP derzeit das grosse Thema ist, kein USB 3.0 und Sata 3 inkudiert ist, DDR3-4000 ff. (derzeit max. DDR3-2133) in weiter Ferne liegt und die Abwärmeproblematik noch nie so gravierend wie jetzt war.

Haushaltsgeräte: A+ oder A++
z.B.: Kühl-/Gefrierschrank-Kombination:

Anstatt Side-by-Side Gerät -> eigenen A+/A++ Kühlschrank (knapp 200kWh/Jahr) und eigenen A+/A++ Gefrierschrank (~200kWh/Jahr) (insbesondere Einbaugeräte)

Staubsauger: Philips FC9170/01 (hohe Saugkraft, geringere notwendige Betriebsdauer)

Windfux 23.05.2009 00:28

naja i kann versuchen, in Zukunft mein Handy im Auto zu laden, so kosts mi nix, denn fahren muss ich so oder so :D

bin wohl eh einer der Spitzenverbraucher, zahle 100e im Monat für Strom :rolleyes:

Satan_666 23.05.2009 00:55

Zitat:

Zitat von Windfux (Beitrag 2363617)
naja i kann versuchen, in Zukunft mein Handy im Auto zu laden, so kosts mi nix, denn fahren muss ich so oder so :D

bin wohl eh einer der Spitzenverbraucher, zahle 100e im Monat für Strom :rolleyes:

Ach, Du gehörst wohl auch zu der nicht ausrottbaren Gattung Mensch, die noch immer glauben, dass der Strom im Auto keine Kosten verursacht. Sehr interessant. Warum macht man es dann nicht gleich so, dass man nur durch Autofahren die Strommenge produziert, die man so täglich braucht? Ich meine, es müsste doch möglich sein, eine möglichst große Batterie ins Auto einzubauen und dann den Strom über Nacht soweit aus der Batterie rauszuholen, bis nur noch so viel drin ist, dass man am Morgen wieder starten kann. Und während der Fahrt am nächsten Tag lädt sich die Batterie eh wieder so weit auf, dass man am Abend wieder genug für den kommenden Tag zur Verfügung hat.

Oder hast Du schon mal daran gedacht, dass die Lichtmaschine im Auto dem Motor umso mehr Widerstand entgegen bringt, je mehr Stromverbraucher angeschlossen bzw eingeschaltet sind?

Ansichten haben die Leute ... :lol:

TONI_B 23.05.2009 08:09

Obwohl ich ein Energiesparfan bin, ist das wieder einmal eine typische Meldung, bei sich bei mir Widerstand regt. :mad:


Ich lade mein Handy max. 1x pro Woche auf. Die Energie, die dafür notwendig ist, liegt bei ca. 0,01kWh. D.h. pro Jahr ca. 0,5kWh.

Absolut lächerlich!!!

Wir brauchen für ein rel. großes Haus (4 Personen) pro Jahr 3600kWh - und über 4000kWh produziert die Photovoltaikanlage. :cool:

Der erhöhte Stromverbrauch kommt sicher nicht durch die einzelnen Handys. Internet, PCs und wenn schon Handy, dann sind es die Basisstationen usw., die zu einem erhöhten Stromverbrauch führen.

Ich hab auch mal wo Zahlen gelesen, dass bereits 20% des weltweiten Strombedarfs durch die "neuen" Technologien verursacht werden.

Don Manuel 23.05.2009 10:08

Gute Klarstellung, Toni! Mir geht das auch auf die Nerven, wie die beschränkte Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit mit derartigen kleinen Details immer wieder vom Wesentlichen abgelenkt wird: der nach wie vor dürftigen Nutzung von Wind & Sonne in Relation zur gesamten Energiewandlung. Da gehst Du mit bestem Beispiel voran und weist wieder mal nach, dass die Gemeinschaft meist dümmer handelt, als es für das Individuum möglich ist.

Windfux 23.05.2009 11:10

@satan, bei dem kleinen furz was a handy zum laden braucht, geh bitte :D

TONI_B 23.05.2009 11:14

Und gerade in "Zeiten, wie diesen" wäre es absolut notwendig Investitionsimpulse zu setzen! Wie viele Dächer gibt es in Ö? Wie viele m2 könnte man damit an Solarzellen bekommen? Wie viel wäre das an Wertschöpfung?

Leider sitzt die Lobby wo anders! Leider haben wir Minister (Wirtschaft), die das seit Jahren verhindern, weil sie an der Leine der Industrie hängen!

Ich weiß nicht, ob es wer nachvollziehen kann, wenn ich täglich in die Auswertesoftware meiner Solaranlage schaue und happy bin! 20-25kWh werden jetzt im Sommer erzeugt und 7-8kWh verbrauche ich. Im Winter schaut es natürlich anders aus - aber auch da geht einiges. Und ginge im Süden Österreichs oder in den Mittelgebirgslagen noch viel mehr...

Don Manuel 23.05.2009 13:16

Nunja, die Nutzung der Sonne meinte ich eher prinzipiell. Ich bin aber kein besonderer Freund der Photovoltaik, wegen des technischen Aufwandes relativ zum Wirkungsgrad. Ein solarthermisches Kraftwerk zur Stromerzeugung, gekoppelt mit einem thermochemischen Speicher müsste einen wesentlich höheren Wirkungsgrad aufweisen. Aber das ist natürlich Theorie, in Zeiten wo Biokraftstoffe als Lösung verkauft werden, die wieder max 25% des Wirkungsgrades von Photovoltaik erreichen.

FranzK 23.05.2009 13:40

Zitat:

Zitat von Windfux (Beitrag 2363659)
@satan, bei dem kleinen furz was a handy zum laden braucht, geh bitte :D

Man soll dabei aber nicht vergessen, dass es von diesen Fürzen bereits Milliarden gibt. Auch Fürze läppern sich zusammen und vor 15 Jahren hat es diese noch so gut wie überhaupt nicht gegeben. Die sind eine neue Erfindung und bereits energiepolitisch relevant. Bagatellisierung ist hier auf jeden Fall Fehl am Platz!

:hallo:

Don Manuel 23.05.2009 15:16

Überbetonung aber noch viel fehler, sorry.

FranzK 23.05.2009 16:58

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2363634)
Ich lade mein Handy max. 1x pro Woche auf. Die Energie, die dafür notwendig ist, liegt bei ca. 0,01kWh. D.h. pro Jahr ca. 0,5kWh.

Absolut lächerlich!!!
...

Du machst mir Spass! Mit den ca. 3 Milliarden weltweit laufenden Verträgen ergibt das einen Stromverbrauch von ca. 1,5TWh jährlich. Da musst du viele Kraftwerke betreiben, nur um die "lächerlichen" Mobiltelephone zu versorgen. Ein Energieverbraucher, den es vor zwanzig Jahren noch überhaupt nicht gab.

(Dazu kommt dann die noch viel größere Dunkelziffer der Energie, die für die Erzeugung der mehr als 1 Milliarde Mobiltelephone jährlich aufgewendet wird; wenn man hier die gesamte verbrauchte Energie summiert, kommen erschreckende Zahlen zustande, die einzig und allein der Befriedigung eines Bedürfnisses dienen, das die Menschheit erst vor kurzem Entdeckt hat! Und was glaubst du, wieviel Energie die zigtausenden Sendemasten weltweit verbrauchen? Und da kommst du mit der lächerlichen Milchmädchenrechnung des Ladestroms deines Mobiltelephons...)

:hallo:

Don Manuel 23.05.2009 17:27

Sorry, aber 1,5 TWh bringt ein eher winziges Kraftwerk heute jährlich, das sind rund 180 MW, was ungefähr 60 aktuelle Groß-Windräder liefern (wenn sie laufen, ich weiß schon, aber nur so zum Vergleich). Diese Leistung verteilt auf den ganzen Globus ist eben überall anteilig im mikronesischen Bereich. Daher ist angesichts viel grundsätzlicherer Fragen eine Überbetonung dieser spezifischen Verbraucher unsachlich, rein aus Gründen der Verhältnismäßigkeit.

TONI_B 24.05.2009 08:56

Zitat:

Zitat von FranzK (Beitrag 2363684)
Du machst mir Spass! Mit den ca. 3 Milliarden weltweit laufenden Verträgen ergibt das einen Stromverbrauch von ca. 1,5TWh jährlich. Da musst du viele Kraftwerke betreiben, nur um die "lächerlichen" Mobiltelephone zu versorgen. Ein Energieverbraucher, den es vor zwanzig Jahren noch überhaupt nicht gab.

(Dazu kommt dann die noch viel größere Dunkelziffer der Energie, die für die Erzeugung der mehr als 1 Milliarde Mobiltelephone jährlich aufgewendet wird; wenn man hier die gesamte verbrauchte Energie summiert, kommen erschreckende Zahlen zustande, die einzig und allein der Befriedigung eines Bedürfnisses dienen, das die Menschheit erst vor kurzem Entdeckt hat! Und was glaubst du, wieviel Energie die zigtausenden Sendemasten weltweit verbrauchen? Und da kommst du mit der lächerlichen Milchmädchenrechnung des Ladestroms deines Mobiltelephons...)

:hallo:

Also bitte! Das ist keine lächerliche Milchmädchenrechnung! Ich habe die 0,5kWh in Relation zu den 36000kWh gesetzt (gut, davon werde ich ca. 1500kWh) verbrauchen. D.h. bei allen deinen zitierten 3 Mrd. Handybesitzer wird es in etwa so aussehen (wahrscheinlich verbrauchen sie noch wesentlich mehr als ich!). Und wenn du meinen Beitrag genau gelesen hättest, wäre dir auch nicht entgangen, dass ich sehr wohl auf die übrige Infrastruktur des Handywahns hingewiesen habe (Basisstationen!). Und auch dass die "moderne" IT-Technik bereits ca. 20% des Stromvebrauchs ausmacht. ABER NICHT das Handy an sich! Das wollte ich klarstellen. Weil genau das in diesem Artikel - wieder einmal - falsch dargestellt wird. ABer DonManuel hat dir ohnehin schon versucht das zu erklären...

holzi 24.05.2009 09:02

V.a. wenn man bedenkt, dass es heute immer noch Unterhaltungselektronik gibt, die mehr als 20W in Standby verbrauchen. Auch bei uns. Ein Kabelbetreiber in Österreich verteilt diese sogar...

TONI_B 24.05.2009 09:35

Zitat:

Zitat von holzi (Beitrag 2363736)
V.a. wenn man bedenkt, dass es heute immer noch Unterhaltungselektronik gibt, die mehr als 20W in Standby verbrauchen. Auch bei uns. Ein Kabelbetreiber in Österreich verteilt diese sogar...

Genau das ist es unter anderem! Da wird den Leuten eingeredet das Handy allein braucht so viel Energie, dabei sind es viele andere Dinge, die noch viel mehr brauchen . und das 24/7. Es kommt aber eine EU-Richtlinie bezüglich StandBy-Geräte.

Satan_666 24.05.2009 10:58

Irgendwie kommt Ihr vom eigentlichen Thema ab. Es geht im Eröffnungspost nicht ausschließlich um das Handy, es geht um die vielen, vielen elektronischen Geräte, die es vor noch relativ kurzer Zeit noch gar nicht gab. All das Zeug, das man in die große Kategorie der Unterhaltungselektronik zusammen fassen kann, verbrauchen weltweit einen nicht unerheblichen Teil an elektrischer Energie - und dient im Wesentlichen nur der Belustigung. In meinen Augen ist das auch irgendwie erschreckend, da man uns bislang erfolgreich eingeredet hat, dass die großen Energieverbraucher im Haushalt folgende seien: Herd, Kühlgeräte, Wasch- und Trockengeräte, Geschirrspüler etc. In Summe scheint es jetzt aber so zu sein, dass TV und Video, Musik, Computer, Telefon udgl - in Summe, da ständig oder zumindest relativ lange und häufig in Betrieb - die nur zeitweise laufenden Großgeräte den Rang abzulaufen beginnen. Und das sollte uns doch irgendwie zum Denken geben, finde ich.

Don Manuel 24.05.2009 11:08

Das ist einfach Unsinn. Die Elektronik befindet sich in einer fortlaufenden Entwicklung richtung kleinerem Verbrauch. Gleichzeitig wird sie leistungsfähiger, was diesen Effekt wieder etwas bremst. Eine Waschmaschine, Bügeleisen, Heizlüfter, Trockengerät, Geschirrspüler oder E-Herd haben alle die Notwendigkeit, aus Strom Wärme zu produzieren, was gerade die Elektronik bei sich selbst und im Sinne effizienterer Steuerung bei diesen Haushaltsgeräten fortlaufend zu minimieren sucht.
Modernere Geräte bei jenen, die Wärme produzieren sollen, sparen durch effizientere Programme für die Elektronik dient.
Es ist also ganz einfach: wo durch Strom Wärme entsteht, kann durch modernere Technik gespart werden. Durch den Fokus auf "weniger Elektronik" kann sogar der Verbrauch steigen.

Burschi 24.05.2009 13:05

Die Entwicklung zu geingerem Verbrauch ist aber nicht überall zu beobachten. ZB verbracuhen die riesigen TV-Geräte heutzutage viel mehr als die kleineren Röhrengeräte früher. Dasselbe bei Computern. Die haben früher im Vergleich zu heute gar nix verbraucht. Bei anderen Geräten ist es umgekehrt zB Kühlschränken, Gefriertruhen. Die größte Schweinerei ist, dass so viele Geräte ständig Strom ziehen, Stand-by gehört einfach verboten. Was ist so schlimm an einem simplen Ein-Aus-Schalter? Und damit der Videorekorder das Datum nicht vergisst, reicht eine Batterie wie den Computern, die viele Jahre hält.

TONI_B 24.05.2009 13:10

Zitat:

Zitat von Burschi (Beitrag 2363754)
... Und damit der Videorekorder das Datum nicht vergisst, reicht eine Batterie wie den Computern, die viele Jahre hält...

Und woher nimmt die Batterie den Strom?

Baron 24.05.2009 18:48

Wird im laufenden Betrieb aufgeladen-Akku- net Batterie!

TONI_B 24.05.2009 19:16

Ja, und??

Woher kommt die Energie - egal, ob Batterie oder Akku???

Baron 24.05.2009 19:18

Aus der quelle die für den Betrieb sowieso benötigt wird-meist steckdose!

Satan_666 24.05.2009 21:24

Zitat:

Zitat von Don Manuel (Beitrag 2363750)
Das ist einfach Unsinn. Die Elektronik befindet sich in einer fortlaufenden Entwicklung richtung kleinerem Verbrauch. Gleichzeitig wird sie leistungsfähiger, was diesen Effekt wieder etwas bremst. Eine Waschmaschine, Bügeleisen, Heizlüfter, Trockengerät, Geschirrspüler oder E-Herd haben alle die Notwendigkeit, aus Strom Wärme zu produzieren, was gerade die Elektronik bei sich selbst und im Sinne effizienterer Steuerung bei diesen Haushaltsgeräten fortlaufend zu minimieren sucht.
Modernere Geräte bei jenen, die Wärme produzieren sollen, sparen durch effizientere Programme für die Elektronik dient.
Es ist also ganz einfach: wo durch Strom Wärme entsteht, kann durch modernere Technik gespart werden. Durch den Fokus auf "weniger Elektronik" kann sogar der Verbrauch steigen.

Wenn Du ein einzelnes Gerät herauspickst, hast Du mitunter Recht (aber nicht immer - siehe das Posting von Burschi).

Aber es geht ja nicht darum. Heute reicht ja nicht nur 1 Fernseher pro Familie wie früher, es müssen ja 3 oder noch mehr sein - sozusagen für jedes Familienmitglied ein eigener Fernseher. Und weil wir lustig sind, auch noch für jeden Fernseher einen eigenen Sat-Receiver und nochmal lustig ein eigenes Aufnahmegerät und zuletzt noch je einen eigenen DVD-Player. Genauso ist es mit der Musik: für jedes Familienmitglied ein eigenes Musikcenter ist das Mindeste, was man heute braucht. Dann braucht ja jedes Familienmitglied einen eigenen Computer, manche brauchen noch einen ständig laufenden Datenserver, dazu die ständig laufenden LAN und WLAN-Geräte, das Modem für den Internet-Zugang, dann braucht man ja auch noch Spieleconsolen (da auch mehrere pro Haushalt), jedes Familienmitglied hat mindestens 1 Handy (ich kenne genug Leute, die mit einem Handy gar nimmer auskommen, weil sie damit ja soooo viel günstiger telefonieren weil sie eines für das Netz A verwenden und das andere für die übrigen Netze), MP3-Player, tragbare DVD-Player und ... und ... und!

Oder schau mal was sich in der Fotografie getan hat. Ganz früher hast nicht mal eine Batterie gebraucht, um fotografieren zu können. Selbst mit der Einführung des eingebauten Belichtungsmesser hast ohne Weiteres auch ohne Batterie fotografieren können, weil sowohl die Blende als auch der Verschluss rein mechanisch gesteuert wurden. Heute geht da ohne Strom gar nix mehr. Und auch, wenn die heutigen Kameras genügsamer sind als die vor 5 Jahren - das Mehr an Kameras lässt den Stromverbrauch für das weltweite Fotografieren rasant in die Höhe schnellen.

Kleinvieh macht offenbar auch Mist - und zwar gehörigen, wenn es in großen Massen auftritt.

Burschi 24.05.2009 23:57

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2363772)
Ja, und??

Woher kommt die Energie - egal, ob Batterie oder Akku???

Eine Bios-Batterie im Computer verbraucht ja wohl nur minimal Strom, kann ja gar nicht anders sein, wenn eine 10 Jahre hält. Ich habe noch nie eine auswechseln müssen! Das könnte man ja auch bei anderen Geräten statt dem depperten Stand-by machen. Stand-by verbraucht sicher ein vielfaches davon.

FranzK 25.05.2009 00:01

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2363735)
...
ABER NICHT das Handy an sich! Das wollte ich klarstellen.
...

Aber das Mobiltelephon isoliert von seiner unbedingt benötigten Infrastruktur zu betrachten, ist doch einfach nur totale Verzerrung der Tatsachen. Mit so einer Argumentationsweise solltest du Politiker werden. ;)

Dabei bist du (wie richtig erwähnt) ohnehin eine echte Ausnahme. Aber gibt es nur ein Mobiltelephon in eurer Familie? Und kennst du niemanden, der sein Ladegerät permanent an der Steckdose hängen lässt? Die brauchen ja ohnehin im Leerlauf fast nichts mehr heutzutage. Nicht einmal ein Watt, aber ein Jahr hat 8760 Stunden, und plötzlich ist das "fast nichts" einige KW! Und die vielen aufwändig zu entsorgenden Akkus sind umweltpolitisch wohl auch eine Bagatelle? Ohne jetzt übertriebene Panikmache zu unterstützen, ist das Wegdiskutieren der energiepolitischen Relevanz des Bereichs Mobiltelephonie einfach das Negieren gegebener Fakten.

:hallo:

Burschi 25.05.2009 00:02

Zitat:

Zitat von Satan_666 (Beitrag 2363787)

Kleinvieh macht offenbar auch Mist - und zwar gehörigen, wenn es in großen Massen auftritt.

Das redet man den Leute ja schon seit Jahrzehnten ein, dass alles elektisch betrieben werden muss, sogar so unnötige Sachen wie el. Dosenöffner oder el. Messer. Schau dir mal eine heutige Heimwerkerausrüstung an und vergleiche mit der deines Großvaters. Und so gehts dahin.... in allen Bereichen. Meiner Meinung nach sollte man intelligente Zähler mit verschiedenen Tarifen je nach Tageszeit zur Verfügung stellen, damit das Netz gleichmäßiger belastet wird. Außerdem sollte pro Haushalt nur eine bestimmte Menge Strom zum Grundpreis vergeben werden, alles darüber hinaus mit progessiv steigendem Preis.

Satan_666 25.05.2009 08:38

@Burschi: Genauso ist es ... wenn man lange genug nachdenkt, kommt man noch auf eine Menge von offenbar unbedingt notwendiger Geräte: früher hat es gereicht, ein Foto in einen Bilderrahmen zu stecken und dieses entweder an die Wand zu hängen oder am Schreibtisch zu platzieren. Heute muss es ein elektronischer Bilderrahmen sein, wo dann eine Bilderschau abläuft.

Und unterschiedlich hohe Preise für Strom gibt es ja bereits! :D
Nur leider in umgekehrter Richtung als Du es hier vorschlägst: teuer, wenn wenig verbraucht wird und umso billiger, je mehr man davon verbraucht ... :mad:

TONI_B 25.05.2009 08:49

Zitat:

Zitat von FranzK (Beitrag 2363799)
Aber das Mobiltelephon isoliert von seiner unbedingt benötigten Infrastruktur zu betrachten, ist doch einfach nur totale Verzerrung der Tatsachen. Mit so einer Argumentationsweise solltest du Politiker werden. ;)

Dabei bist du (wie richtig erwähnt) ohnehin eine echte Ausnahme. Aber gibt es nur ein Mobiltelephon in eurer Familie? Und kennst du niemanden, der sein Ladegerät permanent an der Steckdose hängen lässt? Die brauchen ja ohnehin im Leerlauf fast nichts mehr heutzutage. Nicht einmal ein Watt, aber ein Jahr hat 8760 Stunden, und plötzlich ist das "fast nichts" einige KW! Und die vielen aufwändig zu entsorgenden Akkus sind umweltpolitisch wohl auch eine Bagatelle? Ohne jetzt übertriebene Panikmache zu unterstützen, ist das Wegdiskutieren der energiepolitischen Relevanz des Bereichs Mobiltelephonie einfach das Negieren gegebener Fakten.

:hallo:

Aber doch nicht ich! Sondern der Verfasser des Artikels!!! Der suggeriert nämlich dass das Handy viel verbraucht. Und das stimmt schlicht und einfach nicht. Liest du eigentlich meine postings? Zum dritten Mal: mir ist bewußt, dass ca. 20% des weltweiten Energieverbrauchs bereits auf die "neuen" Technologien zurückzuführen sind. Und dass hier massiv gespart werden muss. Nur nützt es nichts, wenn das Handy als Einzelgerät weniger verbraucht.

Satan hat es auf den Punkt gebracht: ist ist der massive Überfluss, der den Energieverbrauch steigert.

TONI_B 25.05.2009 08:51

Zitat:

Zitat von Satan_666 (Beitrag 2363819)
...Und unterschiedlich hohe Preise für Strom gibt es ja bereits! :D
Nur leider in umgekehrter Richtung als Du es hier vorschlägst: teuer, wenn wenig verbraucht wird und umso billiger, je mehr man davon verbraucht ... :mad:

Genau so ist es!! Der pure Wahnsinn. Nicht Energiesparen wird belohnt, sondern der Mehrverbrauch.

Leider auch eine Entwicklung, die uns die ach so hochgelobte "Liberalisierung" gebracht hat! :mad:

Satan_666 25.05.2009 13:32

Zitat:

Zitat von Burschi (Beitrag 2363798)
Eine Bios-Batterie im Computer verbraucht ja wohl nur minimal Strom, kann ja gar nicht anders sein, wenn eine 10 Jahre hält. Ich habe noch nie eine auswechseln müssen! Das könnte man ja auch bei anderen Geräten statt dem depperten Stand-by machen. Stand-by verbraucht sicher ein vielfaches davon.

Habe ich vorhin ganz vergessen: so ganz stimmt diese Aussage aber auch nicht. Ob die Batterie verbraucht wird oder nicht, hängt ausschließlich davon ab, ob Du den Rechner komplett vom Stromnetz trennst oder nicht. Ich habe mir angewöhnt, meinen Rechner total stromlos zu schalten via eigenem Schalter und da hält die Batterie etwa 2 bis knapp 3 Jahre, jenachdem, wie intensiv der Rechner benützt wird. Hängt aber das Netzteil permanent am Stromnetz, dann leert sich die Batterie maximal in der Geschwindigkeit, wie sich sich auch entleeren würde, wenn sie nur so rumläge.

Don Manuel 25.05.2009 13:59

Ich bleibe dabei, dass die Diskussion um schwache Verbraucher a la Handy unnütz Intelligenz bindet: Wenn eine einzige Familie beim Urlaub am Meer auf's Auto verzichtet und stattdessen die Eisenbahn nützt, entspricht das schätzungsweise 20.000 Jahresverbräuchen eines durchschnittlichen Handys.

rev.antun 25.05.2009 15:42

geh bitte alles überbewertet - dafür werden ja jetzt nur mehr energiesparlampen verkauft - damit wird das wieder kompensiert :D

Don Manuel 25.05.2009 16:30

Glücklicherweise hat sich zu diesem allgemeinen Wahnsinn, sich auf Fürzchen statt dem Wesentlichen zu konzentrieren, parallel doch schon einiges getan. Vor 20 Jahren wären heutige Windparks oder kleine dezentrale Biomassekraftwerke kaum vorstellbar gewesen. Oder der Ausbau der Solarthermie - ist auch ein hit, finde ich.
Wenn man allerdings bedenkt, dass auf der zweifachen Fläche Österreichs der weltweit nötige Energiebedarf in Form von Solarenergie einstrahlt, so ist noch viel zu tun...

FendiMan 25.05.2009 17:27

Zitat:

Zitat von Satan_666 (Beitrag 2363864)
Ob die Batterie verbraucht wird oder nicht, hängt ausschließlich davon ab, ob Du den Rechner komplett vom Stromnetz trennst oder nicht. Ich habe mir angewöhnt, meinen Rechner total stromlos zu schalten via eigenem Schalter und da hält die Batterie etwa 2 bis knapp 3 Jahre, jenachdem, wie intensiv der Rechner benützt wird. Hängt aber das Netzteil permanent am Stromnetz, dann leert sich die Batterie maximal in der Geschwindigkeit, wie sich sich auch entleeren würde, wenn sie nur so rumläge.

Das stimmt nicht, die Batterie hält deutlich länger:
Ich betreue einen PC, gekauft 2002, der eher wenig benutzt wird und immer mittels schaltbarer Steckerleiste vom Netz genommen wird.
Die BIOS-Batterie wurde noch nie getauscht und ist noch immer voll. ;)

Satan_666 25.05.2009 19:29

Zitat:

Zitat von FendiMan (Beitrag 2363885)
Das stimmt nicht, die Batterie hält deutlich länger:
Ich betreue einen PC, gekauft 2002, der eher wenig benutzt wird und immer mittels schaltbarer Steckerleiste vom Netz genommen wird.
Die BIOS-Batterie wurde noch nie getauscht und ist noch immer voll. ;)

Ich habe meine persönlichen Erfahrungen angeführt - und da kommt es äußerst selten vor, dass so eine Batterie das 3. Lebensjahr überlebt ... wenn sie also länger hält, ist es gut, aber ICH gehe nicht davon aus.

FendiMan 25.05.2009 23:22

Zitat:

Zitat von Satan_666 (Beitrag 2363915)
Ich habe meine persönlichen Erfahrungen angeführt

Ich auch. ;)
Und ich musste eine Battereie nur einmal bei einem 6 Jahre alten Rechner tauschen.

Hawi 26.05.2009 00:27

Der Thread hat mich neugierig gemacht und ich habe recherchiert. Vom sehr interessanten Original des Energie-Effizienz-Experten Paul Waide zum Kurierartikel, der im Wesentlichen auf einer Reuters-Meldung basiert, vermutlich über ein paar Zwischenstufen, ist wahrlich ein weiter Weg (zB weit und breit keine Rede von Handys, dafür sehr wohl aber zB von Klimaanlagen).

Meine private Erfahrung: Die neue Generation der Geräte ist wesentlich effizienter. Dank meiner neuen PC- und TV-Ausstattung hat sich mein Stromverbrauch reduziert, während sich dank Wien-Energie die Stromrechnung erhöht hat:).

Wer übrigens ein schönes Gesamtbild statt Fürzchen (@Don Manuel) unserer Presse sucht, findet es zB hier (ebenfalls Waide).

TONI_B 26.05.2009 08:15

Danke für den Link! Das klingt natürlich wesentlich anders als die banale Reduzierung auf "Handys brauchen viel Strom".

Leider ist der Bericht 3 Jahre alt und die Atomkraft wird zu stark forciert.

rev.antun 26.05.2009 08:38

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2363993)
Danke für den Link! Das klingt natürlich wesentlich anders als die banale Reduzierung auf "Handys brauchen viel Strom".

Leider ist der Bericht 3 Jahre alt und die Atomkraft wird zu stark forciert.


was erwartest du mehr von unserem SkTiRkGaC ...

TONI_B 26.05.2009 10:52

Zitat:

Zitat von rev.antun (Beitrag 2363995)
was erwartest du mehr von unserem SkTiRkGaC ...

Falsch interpretiert! Mein Dank bezog sich auf den Link von HAWI von der IEA - dieser Bericht ist aus 2006.


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