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Abmahnwelle gegen Wirten
Da hat sich doch glatt ein "Verein zur Durchsetzung von Nichtraucherbestimmungen in der Gastronomie konstituiert", der Wirten eine Unterlassungserklärung und eine Aufwandsentschädigung von 350,- Euro bei sonstiger Klagsdrohung abverlangt. Mitglied kann jede/r werden.
Quelle: ORF. Und der Anwalt kommt (wieder) aus Vorarlberg. Zufall? Was wird die nächste Geschäftsidee sein: Verein zur Durchsetzung der Straßenverkehrsordnung bei Radfahrern / BMW-Fahrern ... ? |
Ich fänd ein allgemeines Rauchverbot gut, kanns nicht leiden wenn mein Gewand nach (fast) jedem Lokalbesuch stinkt wie ein grauslicher Aschenbecher ;) :P Aber dafür sind unsere Politiker ja zu feige.. flame on ;)
lg |
Bin nicht von der Nichtraucherfront aber die Wirte müssen sowieso umdenken. Es wird nicht mehr lange dauern und dann gibts in jedem Gastronomiebetrieb Rauchverbot. Ist wohl so. Obwohl ich bin sicher einer der letzten die sich freuen im Winter auf der Straße zu stehen und zuzusehen wie sich meine Finger vom schönen Nikotingelb in ein zartes Eisblau verwandeln.
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naja was ist in Ö anderes zu erwarten, entweder rauchverbot oder garnix, fifty-fifty oder so spielts bei uns net.
i halt mi aber zruck, bin selber ex-raucher, war genauso da rotzlöffe, hab überall graucht wos nur ging, die nichtraucher warn mir shitegal... :rofl: |
Mir geht es weniger ums Rauchen, sondern um die Geschäftsmethode: "Wenn du mir nicht 350 Euro gibst, zeig ich dich an." In ein Formular auf der Homepage kann man die Fakten eingeben - und schon geht ein Brief hinaus, der wieder 350 Euro bringen soll (natürlich nicht dem Anzeiger, sondern dem "Verein").
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Das Problem ist nicht der Nichtraucher und nicht das Rauchen in öffentlichem Raum regelnde Gesetz - das Problem ist die Uneinsichtigkeit mancher Zeitgenossen, dass sie mit ihrem Tun anderen nicht nur auf die Nerven gehen, sondern diese auch noch gesundheitlich schädigen. Seit der Mensch das Rauchen für sich entdeckt hat und die am Rauchen ekelnden Vertreter der Rasse Homo sapiens sapiens die Pappn gehalten haben, schien ja vordergründig alles in bester Ordnung gewesen zu sein - zumindest von Seiten der Raucher. Jetzt, wo wir Nichtraucher endlich am Ziel unserer Bemühungen sind und die nächsten paar hundert Jahre von den (in der Minderheit befindlichen!!!!) Rauchergilde die selbe Akzeptanz abverlangen, wie wir es so lange gezeigt haben ... da ist urplötzlich Feuer am Dach! Mir ist es shice-egal, ob die Wirten befürchten, Umsatzeinbußen in Kauf zu nehmen - ich will endlich auch mal meine Geselligkeit in unverrauchter Luft ausleben dürfen. Darüber hinaus regt sich heute kaum ein Raucher darüber auf, dass man weder in öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Straßen-, U- und Eisenbahn, Flugzeug) rauchen darf und auch im Kino muss man ohne dem geliebten Glimmstängel auskommen. Trotzdem wird massig öffentlich gefahren, trotzdem fliegen auch Raucher stundenlang zu ihren Urlaubsdestinationen, trotzdem werden Kinos und Theater auch von Rauchern besucht. Ich finde daher die Idee als eine sehr gute und hoffe, dass sie mit dazu beiträgt, endlich dem Raucher jenen Stellenwert in der Gesellschaft zu geben, der ihnen auch zusteht! |
nein, das problem sind unfähige politiker, die auf dem rücken der wirte (die ja angeblich nicht alle steinreiche menschenfeinde sind) miese politik machen. Die abmahnwappler sollten die politiker verklagen, aber das ist nicht lukrativ genug genug, stattdessen gehts gegen leute die sich nicht wehren können. Diese gesocks ist wirklich das letzte, (bin übrigends nichtraucher). Hoffentlich greift die eu in diesem fall bald durch, gegen ein komplettes rauchverbot ist ja grundsätzlich nichts einzuwenden.
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@Satan
Alles bis auf den letzten Satz unterschreibe ich sofort!!! Diese Abmahnerei ist nur miese Geschäftemacherei, die kontraproduktiv ist. Wieder werden Gruppen der Gesellschaft gegeneinander ausgespielt anstatt durch eindeutige Gesetze (wie in vielen anderen Ländern ohne Probleme oder Umsatzrückgänge bereits praktiziert) eine klare Lage zu schaffen! |
@TONI_B:
Also mir persönlich wäre es am Liebsten, wenn wir gar keine Gesetze bräuchten. Allein der gesunde Menschenverstand und der Respekt vor dem jeweils anderen sollte reichen, um ein friedfertiges Nebeneinander zu ermöglichen. Da aber gewisse Subjekte in unserer Gesellschaft kein Einsehen haben, dass sie mit ihrem Tun in die Autonomie des Anderen eingreifen - das ist ja nicht nur beim Rauchen so, dass ist in vielen Lebenslagen das selbe, ob jetzt das Geplärre in den Autos mancher Musik-Terroristen oder das Befahren und Beparken von Gehsteigen, das Nichtwegräumen der Hinterlassenschaften von 4-Beinigen Haustieren in der Öffentlichkeit, das Nichteinhalten von Geschwindigkeiten und Sicherheitsabständen beim Autofahren etc - ist es nun mal (leider) notwendig, Gesetze zu definieren, wie unser Zusammenleben zu erfolgen hat. Im Gegensatz zu offenbar vielen hier finde ich die derzeitige Gesetzteslage sehr wohl klar definiert. Es gilt striktes Rauchverbot in Lokalen mit gewissen Ausnahmen. Man braucht sich eigentlich nur daran halten und schon ist Ruhe! Ich sehe die Maßnahmen dieses Vereines nicht als Gruppen gegeneinander Ausspielen an, sondern als taugliches Mittel, diesem Gesetze auch genüge zu tun. Dieses Argument, hier würden wieder mal Gruppen gegeneinander ausgespielt kann ich mittlerweile auch nimmer hören; die kommen meist genau von den Rauchern, die einfach nicht einsichtig sind, dass uns Nichtrauchern der shice Rauch massivst auf die Nerven gehen. Wenn also jemand zusätzliche Kohle macht, ist es mir auch recht - solange damit meine Interessen (und damit die Gesetzeslage) umgesetzt werden. Zumal ja dieser Spuk spätestens dann sein Ende hat, wenn sich jeder (und zwar ausnahmslos jeder) Wirt an die Spielregeln hält. Genauso wie ich wohl keinen Strafzettel bekommen, wenn ich weder falsch parke oder zu schnell fahre oder genügend Abstand zum vor mir fahrenden Auto einhalte. |
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Wenn sich ein Wirt nicht an die Bestimmungen hält, kannst du ihn anzeigen - fertig. Und das machen auch einige (auch "Vereine"). Private Geldforderungen sind aber eine Unverschämtheit. Wenn sich das durchsetzt, haben wir bald eine Abmahnwelle wie in Germanien. Ändern tut sich ix, aber die, die dreist genung sind, verdienen sich dumm und dämlich. Willst du das wirklich? Vielleicht trifft das dich auch mal, wegen irgendweiner Kleinigkeit, der niemand mit Hausverstand Aufmerksamkeit schenken würde. Das Gesetzbuch ist voller lächerlicher Überraschungen... btw. Niemand zwingt dich, in ein Raucherlokal zu gehen. Es gibt genügend rauchfreie Lokale. Du hast übrigens auch keinen Gesetzesanspruch darauf, dass dich der Wirt bedienen muss. ;) |
Wenn ichs recht in Erinnerung habe, ist es für Anwälte sittenwidrig, 'Geld zu fordern, um von einer Anzeige abzusehen. Der Brief wird vielleicht geschickt formuliert sein, ich bezweifle es sehr, dass er die Geldforderung gerichtlich durchsetzen könnte. (Hoffentlich)
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Und: ich will mir nicht - auch nicht von Dir - vorschreiben lassen, in welches Lokal ich gefälligst zu gehen habe. Ich will, dass jeder Raucher und jeder Wirt eines Lokales von über 50 m2 zur Kenntnis nimmt und sich danach hält, dass das Rauchen dort verboten ist, so wie im Bus, in der Straßenbahn, in der U-Bahn, im Zug, im Flugzeug, im Kino, im Theater, im Einkaufszentrum, im Spital usw. Das einzusehen, kann doch nicht soooo schwer sein; und wenn doch, rate ich allen Betroffenen, ärztliche Hilfe zu konsultieren! |
Wenn heut wer ein hasch cafe aufmacht, wofür ja zweifellos ein markt besteht, ist der schnell weg weil es eben eindeutige gesetze defür gibt.
Wär das nichtrauchergesetz so klar dann gäbe es wohl diesen thread nicht. Es geht hier einzig und allein darum verschiedene bevölkerungsgruppen gegeneinander auszuspielen um vom versagen der politik abzulenken. Das gleiche passiert grad mit den lehrern und davor mit den ärzten. |
Gut, dass Du Hasch ansprichst. Weil damit noch deutlicher wird, dass die Gastronomie doch zu einem großen Teil einzig dem Drogenkonsum dient. Die wenigsten Wirte verdienen am Futter.
Ich würde das Versagen eher im Bereich der Drogenpolitik ansiedeln, aber ich bin vorsichtig geworden, Politiker als Versager zu bewerten. Auch wenn viele gesellschaftliche Fragen, wie eben z.B. die Drogenpolitik, aber z.B. auch die Asylpolitik, die Umweltpolitik und ja wirklich noch jede Menge anderer als ungelöst zu bezeichnen sind, ist es äußerst fraglich, was der cleverste einzelne Politiker tatsächlich bewegen kann. Denn Leute, die heute "nur" Alkohol, Nikotin und Kaffee nebst aller möglichen vom Arzt verschriebenen Psychopharmaka konsumieren und dann meinen, sie konsumierten keine "Drogen", stellen weiterhin die Mehrheit der demokratisch umworbenen Wähler. Dann wirkt auch noch die Religion sehr stark, nicht nur die Muslime, bei denen ja noch mehr verboten ist, auch die Christen vernebeln das Hirn: im Ritus wird "Gottes" Blut durch eine der härtesten Narkotika repräsentiert, natürlich keine Droge, sondern eine heilige Substanz und gleichzeitig heftig gegen alles andere gewettert. Auch im Schulunterricht fällt Alkohol oft gar nicht unter Drogen, oder wird eventuell als "weiche" bezeichnet, Alkoholtote gelten nicht als Drogentote etc. OK, das weicht etwas vom Topic = Nikotin ab, die Parallelen sind aber doch deutlich. Denn imho wäre eine ehrliche Aufteilung der Gastronomie in Lokale ab 18 + Drogenkonsum (inklusive ehrlicher Revision des Drogenbegriffes) und Lokale für alle ohne jedweden (also auch ohne Alkohol oder Kaffee wegen Vorbildwirkung für Kinder!) am sinnvollsten. (Mit "ehrlich" meine ich im Prinzip "auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhend".) |
da passt jetzt ein dialog aus star trek dsn gut rein:
Quark: Sei bitte kein Idiot, Kernspaltung findet doch nicht in der Atmosphäre von Planeten statt! Nog: Naja... doch Onkel hier schon. Im 20. Jahrhundert haben die Menschen primitive Nuklearreaktoren als Waffe benutzt. Sie nannten sie Atombomben. Sie dienten auch weitestgehend zu Abschreckung. Quark: Sie verstrahlten ihren eigenen Planeten? Quark: Was ist das für ein ekelhafter Rauch? Nog: Ich denke sie nennen es Tabak. Das ist eine tödliche Droge. Wenn man ihn regelmäßig benutzt, zerstört er die inneren Organe. Quark: Wenn er so tödlich ist, wieso benutzen sie ihn dann? Nog: Es macht sie süchtig. Rom: Wo kriegen sie ihn denn her? Nog: Sie kaufen ihn in Geschäften. Quark: Die kaufen ihn? Hier gefällt es mir. Also, wenn die Gift kaufen, kann man ihnen alles andrehen. Quark: Und damit Sie auch merken, dass ich auf Ihrer Seite bin, gebe ich Ihnen einen kostenlosen Rat: Ihr Volk sollte besser auf sich acht geben. Hören Sie auf Ihre Körper mit Tabak und Atombomben zu zerstören. Früher oder später wird dieses Zeug Sie umbringen. |
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Wenn in einem kleinen Lokal geraucht wird, kannst du dort auch als Nichtraucher rein, genauso wie ein Raucher in ein Nichtraucherabteil. Es bleibt jedem selbst überlassen. Was machst du zb. wenn im Nichtraucherbereich kein Platz mehr frei ist...dein Pech ;) Wenn dir z.b das Essen in einem Wirtshaus nicht schmeckt, gehst du dort ja auch nicht mehr hin. Wenn sich der Wirt aber nicht an die Gesetze hält, zeig ihn an. Gilt genauso für Hygienevorschriften usw. Was aber nicht OK ist, ist wenn du Geld verlangst, dass du ihn nicht anzeigst. Meiner Meinung nach Erpressung, aber dann könnte der Wirt Geld verlangen, damit er ihn nicht anzeigt, weil er Geld verlangt hat, damit er ihn nicht anzeigt ;) |
ich bin für die welle :smoke:
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War am Sonntag in der Lugnercity -da gibts so ein Kaffe in der Neueren Ebene da mußt vorbei weil die Rolltreppen Hinaufführen! Da standen auf Jeden Tisch Rauchverbotsschilder -und daneben Aschenbecher-alle Tische waren von Rauchern Besetzt!:rolleyes:
Also das ist eigentlich schon eine Verhöhnung-ach ja und die Kellnerinen haben brav die Ascher entleert!:ms::mad: |
ich denke jeder kann jedem eine rechnung über alles schicken und bei nichtzahlung mit anzeige drohen da musst kein anwalt sein. Anklage erheben muss in diesem fall immer noch der staat, und beim zustand unseres justizapparates ist das vergehen bis dahin verjährt.
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Und irgendwie drängst Du in Richtung Selbstjustiz, wenn Du - wenn auch vielleicht sarkastisch gemeint - das hier schreibst: Meiner Meinung nach Erpressung, aber dann könnte der Wirt Geld verlangen, damit er ihn nicht anzeigt, weil er Geld verlangt hat, damit er ihn nicht anzeigt. Nochmal: es gibt keine bzw nur wenige (legalen) Raucherlokale mit über 50 m2. Das ist Faktum! Was es gibt, ist das Ignorieren der gesetzlichen Bestimmungen - und deswegen gibt es Nichtraucherlokale, in denen illigaler Weise geraucht wird; offenbar mit Duldung des Wirtes. Ob jetzt die Aktion des vorarlberger Rechtsanwaltes, Abmahnungen auszustellen (also gegen Bezahlung vorerst keine Anzeige zu erstatten), eine legale oder illegale Aktion ist, weiß ich nicht und das ist mir, ehrlich gesagt, auch shice-egal. Nicht egal ist mir, wenn das Lokal, in dem ich gerne was Essen und/oder Trinken möchte, verqualmt ist von ignorantischen Rauchern. Wenn es hilft, die Lokale endlich rauchfrei zu machen, ist es mir recht. Und wenn jetzt ein Wirt seinesgleichen den Anwalt "abmahnt" (bzw abmahnen lässt), weil der was Illegales macht, dass geht mir das am A**** vorbei, weil mich das nichtmal am Rand tangiert. Und nur zur Klarstellung: ich bin kein Verfechter pro Abmahnungen - wie ich oben schon geschrieben habe, wäre es mir lieber, wir würden all das nicht brauchen. Aber mir scheint, Du bringst hier die Begriffe Ursache und Wirkung durcheinander. Ursache ist, dass geraucht wird, obwohl es gesetzlich verboten ist - und Wirkung ist, dass jetzt jene Wirte, die das mit ihrer Duldung trotzdem erlauben, zur Kasse gebeten werden. Jedenfalls finde ich es als einen guten Kompromiss, wenn die Wirte mit so einem - noch relativ günstigen - Schreiben eines Antwaltes vorab in Kenntnis gesetzt werden, dass sie bei weiteren Verstößen gegen die Gesetze kräftigst zur Kasse gebeten werden als wenn ich gleich beim ersten Verstoß mit derartigen Geschützen auffahre. Denn es zeigt sich da deutlich, dass selbst mehrfach ausgesprochene Verwaltungsstrafen die Wirte nicht abschrecken. Und noch ein Argument zum Thema "Ich muss ja nicht dieses Lokal besuchen, wenn dort geraucht wird": Wie sieht es denn in der Praxis wirklich aus? Selten ist bei einer Runde kein Raucher dabei - und zumindest in meinem Umfeld ist es nun mal so, dass alleine der/die Raucher entscheidet/entscheiden, in welches Lokal man geht (natürlich in eines, wo geraucht wird). Die Alternativen, die einem da bleiben, sind allesamt nicht wirklich gut: entweder man geht dann nicht mit - oder man nimmt den Qualm in Kauf. Beim Einhalten des Gesetzes stellt sich diese Frage schon gar nicht mehr, weil es egal ist, wohin man geht. Wie gesagt: nicht der Anwalt ist der Böse - die Raucher bzw deren Befürworter sind es in meinen Augen! |
Guter Punkt Satan, die Nichtraucher können sich sozial nicht durchsetzen und lechzen daher nach einem Gesetz. Weil sie wollen ja dabei sein, bei den Leuten wo's interessant ist, nur leider sind da immer die Raucher dominant. Ist ja so wie im Raucherkammerl in der Firma: wer kein outsider sein will, geht auch als Nichtraucher dorthin Pause machen, um hinterher über die bösen Raucher zu schimpfen.
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Zunächst ein Bekenntnis: Ich bin gesetzestreuer Raucher. Ich rauche daheim nicht, da ist meine Frau das Gesetz. Ich rauche nirgends, wo es verboten ist. Ich habe schon (als gesetzestreuer Raucher) einen rauchenden Raucher aus einem Nichtraucherbereich in einem Gasthaus recht heftig hinausargumentiert (ich war nicht der einzige gesetzestreue Raucher dort - Gesetze gelten eben für alle).
Gewisse Bedenken habe ich gegen einen Verein, der sich die Einhaltung der Gesetze zum Ziel setzt, weil da gibt es geregelte Verfahren. Mir fielen viele zweifelhafte Beispiele für solche Vereine ein. Letztlich könnte ich mich aber auch damit noch abfinden, wenn sich dieser Verein dem Lobbying und der Information verschreibt und dieses effektiv betreibt. Im vorliegenden Fall gibt es auf der Homepage (und daher auch der Bezug zu unserem Forum) keine Anleitung, wie man eine Anzeige macht. Nein, es gibt ein Webinterface für eine Beschwerde (an den Verein?). Es gibt keine Angabe, was mit den freiwillig eingegebenen persönlichen Daten geschieht (Weitergabe wofür, an welche Behörde, Firma ..., Gerichtsvorladung - Streiwert 36.000 Euro?). Die Daten können auch anonym oder verfälscht sein - und ich könnte mir aus dem Internet einen beliebigen Wirten heraus suchen und ihn eingeben. Soll hier dem Gesetz zum Durchbruch zu verholfen werden oder gar die Zivilcourage gesteigert werden? Sind Anzeigen wirklich beabsichtigt oder geht es um Adressen, von denen man 350 Euro Aufwandsentschädigung kassieren kann? Sowohl für Raucher als für Nichtraucher gilt die Unschuldsvermutung! |
Ist mir auch ein bisserl Dubios-der Verein: IMHO müssen doch die "geschäftsführenden Proponeten/Vorstandsmitglieder-das Präsidium" auf der Homepage namentlich im Impressum aufscheinen-was sie aber nicht tun!:rolleyes:
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Richtig! Genau das könnte ihnen passieren!:D;)
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Darum gehts aber nicht. Es geht darum, ob jemand die Gesundheit anderer Menschen massiv schädigt oder nicht. Und das bei gleichzeitiger Übertretung von Gesetzen. Das ist wirklich ein Punkt, wo man keine Toleranz zeigen darf. Dann da gehts um einen bedeutenden Entwicklungsschritt in unserer Gesellschaft. Und ja, natürlich kann man viele andere Dinge vorschieben, die angeblich wichtiger sind. Aber das sind nur Ausreden, die man auf keinen Fall gelten lassen darf. |
Also mich stört eigentlich daran nur das Wort "massiv", denn bekanntlich lebte der Mensch bereits länger in der Steinzeit als in der Neuzeit, bzw. verbrachte er dabei mehr Zeit am rauchenden offenen Feuer als in heutiger Zivilisationsumgebung. Wäre Rauch so eine totale Tragödie, so ein "massiver" Gesundheitsschaden, gäbe es uns gar nicht. Ich denke, an kaum ein Umweltgift konnte sich unsere Lunge im Laufe der Zeit besser anpassen als an den Rauch verbrennender getrockneter Pflanzen.
Aber bevor mir jemand persönlich nun blöd kommt: Ich gehör(t)e immer zu jenen, denen in Anwesenheit des Nichtrauchers das Rauchen selbst im Raucherkammerl peinlich wurde. Ich rauche gerne, aber sicher nicht in Gegenwart von Nichtrauchern, Kindern, Kranken, gerade Aufgestandenen etc. |
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Und wenn das jemand nicht respektiert braucht er einen massiven Dämpfer. |
Mir kommen dann immer die "lustigen" ansagen wie -"es stört doch eh net wenn ich rauch-mich störts ja auch net das du noch isst-gell?" in den sinn! Ich sag dann meistens "na garnet bins schon gwöhnt das süchtler und Arschlöcher keine rücksicht nehmen können!";):D
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wer regt sich auf wenn er in der u-bahn station den staub/dreck von den bremsen und stromabnehmern abbekommt?
niemand! und warum? weil keiner wem sieht der raucht ... weitere e.g. gewünscht? gerne! :hammer: |
Stand ich mal neben einem Lagerfeuer und rauchte mir eine an, kam eine Nichtraucherin und beschwerte sich....
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genau das sind jene dinge wo ich mir an die stirn greifen muß - aber nicht um jemanden den "vogel" zu zeigen ...
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Nun, ich denke, einen Teil der Rauchophoben durchaus verstehen zu können. Man kann Menschen ja auch weiter erforschen, als bis zur ersten gestörten Wuchtel. Fazit: Viele derartige wurden z.B. in ihrer Kindheit von besonders rücksichtslosen Rauchern gequält, z.B. lange Autofahrten als Kind mit einem rauchenden Vater. Entweder Erstickungsgefühle oder offenes Fenster auf der Autobahn.
Wer später besonders dadurch auffällt, sinnlose Grenzen durchsetzen zu wollen, hat meist früher selbst unter Ohnmacht gegenüber brutalen Grenzverletzern gelitten. Motto: Jetzt habe ich endlich auch die Macht, jetzt hau ich mal so ordentlich auf den Tisch! Wie irrational das dann gelegentlich auch auf andere wirken mag. |
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Immerhin dient die U-Bahn einem Zweck, nämlich dem Transport von Menschen (und Tieren und Sachen). Welchem Zweck aber dient das Rauchen? |
militanter nichtraucher?
die U war ja nur eines von vielen bsp ... bahnsteig ÖBB, rauchverbot -> diesellok ich meinte nur das gewisse "antiraucher" demonstrativ bei einem raucher vorbeigehen und sich dann die lunge rauskotzen, aber wenn sie neben einem rauchenden LKW, BAHN etc vorbeigehen geht es ihnen gut - seltsam oder? und ich empfinde :smoke: als genußmittel |
Darum geht es doch (zumindest mir) nicht.
Warum sollen sich Nichtraucher einschränken müssen, wegen der Rücksichtslosigkeit der Süchtigen. Das geht mir schon was am A****. (z.B.: du musst ja nicht in diese oder jene Kneipe gehen, wenn dort geraucht wird...) Für mich ist eine Krankheit. Man bezahlt sogar noch dafür, dass man sich vergiftet. :rolleyes: Trifft natürlich auch auf alkohol, drogen ungesunde Ernährung usw. zu. Mit dem Unterschied, dass man dabei seine Umgebung nicht schädigt und somit isses mir wurscht. |
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Es ist nun mal so, dass gewisse Dinge auch mitunter unangenehme oder gar schädigende Nebenwirkungen haben. Aber immerhin erfüllen diese einen essentiellen persönlichen oder einen wichtigen gesellschaftlichen Nutzen. Auch wenn Du persönlich vielleicht die öffentlichen Verkehrsmitteln nicht nutzt: viele tun das und damit ist der Ausstoß an Abgasen in Kauf zu nehmen. Aber warum sollte jemand Deinen Rauch in Kauf nehmen? Der lediglich der Befriedigung Deiner (Dir selbst zuzuschreibenden) Sucht dient? Zitat:
Aber viele Raucher sind sich offenbar für nichts zu dumm, um mit fadenscheinigen Ausreden ihre Sucht zu rechtfertigen. :p Zitat:
Im Gegensatz zu den vielen, vielen immer und immer wieder hörenden Argumenten der Raucher, auch andere Dinge des täglichen Lebens würden schädlich sein, hat Rauchen wirklich keinen persönlichen oder gesellschaftlichen Nutzen. Rauchen dient zu nichts Anderem als dem Befriedigen einer Sucht. Und dafür habe ich in der Öffentlichkeit kein Verständnis. |
Zitat:
Aber Rauchen und Drogen entspringen keinem natürlichen Grundbedürfnis. Jedes Tier hat es in sich, das Feuer und den Rauch zu meiden - nur manche Menschen glauben, sich diesen noch absichtlich in die Lungen saugen zu müssen. Krank ... total krank in meinen Augen! :rolleyes: |
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Drogenkonsum ist eine selbst gewählte Manipulation von Gehirnchemie, z.B. vergleichbar mit einem intensiv erlebtem Spiel a la Egoshooter. |
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