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rev.antun 04.02.2009 12:53

Finanzkrise und sonstige "Gauner"
 
ist zwar schon älter der ARTIKEL aber so gesehen sind das ja die "obergauner" - IMHO würd ich das als bewussten betrug (von den AMI Banken) am europäischen und asiatischen raum bezeichnen.

aber man muß natürlich auch fair genug sein das wenn die europäer und asiaten nicht geldgeil gewesen wären sie auch nicht auf die schnautze gefallen, sondern die lieben AMIS hätten sich ihre faulen kredite am hinter picken können - sogar der name ist ein hammer NINJA kredite :eek:

also leute wenn das alles stimmt was in dem artikel steht dann hat uns IMHO nur die "kleine" (vor-)welle des tsunami erreicht, und man sollte sich warm anziehen, da kommt sicher noch was nach - aber ich geh dabei davon aus - aussprechen wird es keiner ...

Satan_666 04.02.2009 21:18

Da wird wohl viel Wahrheit stecken in dem Artikel - nur was nützt es, wenn ihn einerseits die dafür verantwortlichen Typen es nicht lesen (bzw nicht wahr haben wollen) - und auch die Politiker zu blöde sind, dem endgültig einen Riegel vorzuschieben?

rev.antun 05.02.2009 09:30

Zitat:

Zitat von Satan_666 (Beitrag 2344301)
Da wird wohl viel Wahrheit stecken in dem Artikel - nur was nützt es, wenn ihn einerseits die dafür verantwortlichen Typen es nicht lesen (bzw nicht wahr haben wollen) - und auch die Politiker zu blöde sind, dem endgültig einen Riegel vorzuschieben?

nützt genau nix, leider ...

Don Manuel 05.02.2009 10:06

Ich war immer der Meinung, eine Bank oder eine Versicherung müsse im Besitz der Gemeinschaft, also heute des Staates sein, so wie das bei der Gründung mancher Institute auch der Fall war. Als Kummerl wurde ich verlacht, und so schnell hätte ich auch nicht mit der globalen Bestätigung meiner Thesen gerechnet.
Als peinlich kontrollierter gemeinnütziger Verein wären diese Auswüchse viel leichter zu kontrollieren und unterbinden. Niemandem privaten sollte es möglich sein, mit dem allgemeinen Tauschmittel (Geld) bzw. dem gemeinschaftlichen Risiko-splitting (Versicherung) Gewinne zu machen.
Anders ist im Grunde ein vernünftiges Miteinander unserer Art auf diesem Planeten logisch gar nicht machbar.

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 02:59

Jetzt fühlen sich natürlich viele bemüssigt zu sagen, daß "sie es doch eh schon immer gewusst hätten".

Daß wir damals schon die Bank Burgenland hatten und trotzdem "niemand was bemerkt hat", fällt dir nicht auf ?
Und wie war das mit der Bawag ?
http://de.wikipedia.org/wiki/Bawag

Keiner hat was unternommen, weil sie alle mit drin stecken.
Selbst unsere Politiker haben mitgemacht bei dem ganzen Irrsinn und heute wollen sie alle nichts gewusst haben davon.
Und die Boulevardblätter machen auch gerne mit, so wie bei jeder ihrer rücksichtlosen Manipulation, ein paar Schuldige sind schnell gefunden:
Ja, es waren "die Manager".
Fertig, zurück zur Tagesordnung ?

Oder doch alles verstaatlichen, damit sind alle Probleme gelöst.
Das glaubst du doch selbst nicht.

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 04:18

Ich habe mir übrigens den obigen Artikel zur Gänze durchgelesen.
Und wenn man das aufmerksam tut, dann fällt einem auf, daß gerade die deutschen Landesbanken in dem Schlamassel am allermeisten drinstecken.
Ist also doch nicht so einfach mit der Universalformel "Verstaatlichung" ;)

Was mir auch sehr negativ auffällt ist, daß da ein richtiger Krieg enstanden ist zwischen den Amis und den "bösen" deutschen Banken.
Und zwischen den Deutschen und den "bösen" amerikanischen Banken.
Und wenn man sich an die Nachrichten erinnert, dann haben die Amis auch die Bawag ordentlich drankgekriegt, da sind viele, viel Milliarden geflossen:
http://www.news.at/articles/0618/12/...atzforderungen

Das ist wieder so ein Punkt, wo der Wurm ganz gewaltig drin steckt.
Anstatt korrekt zu handeln und gemeinsam gegen das Verbrechen vorzugehen, machen wir alle nur zu gerne mit.
Jeder sucht sich einen "Schuldigen", dem er die Schuld in die Schuhe schieben kann.
Und die letzten beissen die Hunde, denen bleibt dann leider nicht mehr als sich in den eigenen Sack zu lügen.
Das sind dann die Leute, die Boulvardblätter lesen und dann z.b "die Manager" als Schuldige ausmachen, um gleich darauf wieder zur Tagesordnung überzugehen.
Nur was nützt uns das ?
Wird sich was ändern ?

Ändern wird sich erst dann was, wenn wir aufhören, auf "die bösen Amis", "die bösen Deutschen", "die böse Privatwirtschaft" oder was auch immer zu schimpfen.
Und gemeinsam an der Verbesserung der Welt zu arbeiten, vielleicht einmal nicht auf Kosten "der anderen", die sich nicht wehren können.

TONI_B 08.02.2009 08:00

Warum nimmst du "die Manager" so in Schutz?

Die haben jahrelang bzw. jahrzehntelang behauptet, dass sie zig Million verdienen müssen, weil sie ja eine soooo hohe Verantwortung haben. Jetzt crasht das System. Warum auch immer. Egal wer Schuld hat. Wo bleibt da die Verantwortung? Jetzt schreien genau diese Manager nach "dem Staat" - sprich nach Steuergelder!

Die Privatisiererei - speziell, wenn es um die Grundversorgung geht (Strom, Gas, Wasser, Straßen) - wird uns noch gewaltig auf den Kopf fallen. Und es wird - entgegen der Versprechungen der Politiker UND der Manager(!) - für den Endkunden qualitativ immer schlechter, aber dafür teurer werden!

Don Manuel 08.02.2009 09:31

Hätte ich mir ja denken könnnen, dass LoM wieder "Verstaatlichung" hört und drauf anspringt. Was als Grund für Privatisierung angeführt wurde, die Misswirtschaft des Staates, basierend z.B. auf seinen sonstigen sozialen Aufgaben, das stellen wir heute fest, ist auch kein Allheilmittel gegen Misswirtschaft.
Dass auch der Staat insgesamt, insbesondere falls er mehr betriebliche Verantwortung trüge, einer grundsätzlichen Überarbeitung bedürfte, ist für mich auch keine Frage.
Nur gehört für mich eine Firma mit mehr als z.B. 10000 Mitarbeitern den gleichen Verantwortungen der Gemeinschaft gegenüber unterworfen, wie es vom Staat erwartet wird.
Heute bilden Großunternehmen im Sinn der Verantwortung genause staatliche Strukturen heraus, nur mehr auf dem sozialen Entwicklungsstand mittelalterlicher absolutistischer Fürstenhäuser als entsprechend modernen sozialen und ökologischen Erkenntnissen.

TONI_B 08.02.2009 11:24

Zitat:

Zitat von Don Manuel (Beitrag 2344916)
Heute bilden Großunternehmen im Sinn der Verantwortung genause staatliche Strukturen heraus, nur mehr auf dem sozialen Entwicklungsstand mittelalterlicher absolutistischer Fürstenhäuser als entsprechend modernen sozialen und ökologischen Erkenntnissen...

Und mit wesentlich schlimmeren Auswüchsen an Misswirtschaft, Bestechung, Korruption usw. als es jemals ein Staatsbetrieb konnte und könnte!

Hubman 08.02.2009 11:41

Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2344906)
Ich habe mir übrigens den obigen Artikel zur Gänze durchgelesen.
Und wenn man das aufmerksam tut, dann fällt einem auf, daß gerade die deutschen Landesbanken in dem Schlamassel am allermeisten drinstecken.
Ist also doch nicht so einfach mit der Universalformel "Verstaatlichung" ;)

red keinen schwachsinn, hypo real estate (dort wurde mehr geld reingesteckt, als bei allen anderen instituten zusammen), deutsche bank und commerzbank stecken da voll drin; einige wahnsinnige landesbanken sind tatsächlich beteiligt, aber der allergrößte teil nicht (in deutschland gibts mehr als 4 landesbanken); von den ganzen sparkassen (von denen gibt es hunderte), die auch nicht in privatbesitz sind ganz zu schweigen
du hast den arikel nicht aufmerksam, sondern selektiv gelesen

der vergleich mit der bank burgenland ist der nächste quatsch, natürlich wurde dort mist gebaut, in diesem einen insitut! hier handelt es sich um ein kollektives systemversagen aufgrund nicht vorhandener bzw. nicht mehr möglicher systemkontrolle! es gibt einen haufen sehr sehr guter manager auf dieser welt, die firmen stark und gut führen, aber das gehalt vieler spitzenpositionen im bankbereich ist sehr zu hinterfragen

ich halte von verstaatlichungen in marktwirtschaftlich funktionierenden bereichen überhaupt nichts, allerdings habe ich auch die privatisierungen zum spottpreis nicht verstanden (warum soll der staat ned mit 2-3% bei der voest dabei bleiben?); bei strom/wasser/straßen bin ich aber froh, dass in österreich noch sehr sehr viel bei bund/ländern/gemeinden ist

LouCypher 08.02.2009 12:01

find ich lustig, das system das momentan grad verteufelt wird, hat uns den höchsten lebensstandard weltweit beschert. Jaja all die ach so bösen manager, banken usw. haben uns reich gemacht, kaum gibts ein problem wird alles verteufelt und nach staatlicher kontrolle geschriehen. Schauts euch an wie die staatsnahen unternehmen geführt werden, das kann doch niemand ernsthaft der freien marktwirschaft vorziehen?

Der übliche sündenbockreflex dens bei jedem größeren problem gibt. Mal die ausländer, mal die amis, mal die manager und im zweifel die eu, einer muss schuld sein nur wir nicht. Was kann der bürger dafür wenn er kredite nimmt die sich nicht leisten kann, was kann der bürger dafür wenn ihm unrealistische renditen auf investitionen versprochen werden?


@lom: ich hab den beitrag geschrieben ohne deinen vorher zu lesen, ich schwörs!

Hubman 08.02.2009 12:50

jou, man kann auch völlig am thema vorbei ein stammtisch-gespräch führen

TONI_B 08.02.2009 13:18

@LouCypher:

Die Manager sollen uns diesen Lebensstandard "beschert" heben? Ich glaube eher, die haben sich fürstliche Gehälter spendiert, haben mit dem Geld anderer spekuliert und jetzt betteln sie um Hilfe.

Der Lebensstandard kommt durch die Arbeit der Bevölkerung und durch die gute Ausbildung zustande!

Don Manuel 08.02.2009 13:50

Lou, die Frage ist doch nach der Nachhaltigkeit und Entwicklungsperspektive eines Systems.
Wenn kurzfristige Gewinnmaximierung ohne Bedacht auf Folgekosten für hunderte Generationen (Beispiel Atomkraft) zur Regel wird, ist doch logisch, wie schnell so ein super System wieder zugrunde gehen kann.
Es ist einfach ein Irrtum zu meinen, in der Privatwirtschaft gebe es gewissenhaftere Geister als beim Staat. Niemandem wird so genau auf die Finger geschaut bzw. unterliegt so vielen Regelungen wie der Staat selbst.
Damit will ich auch einem weiteren möglichen Mißverständnis vorbeugen: ich gehe überhaupt nicht davon aus, dass die Manager von Betrieben > 10.000 Mitarbeitern zum Großteil "böse" Absichten hätten.
Man ist bei der Leitung eines Unternehmens schließlich verpflichtet, alle legalen Möglichkeiten zur Gewinnmaximierung auszuschöpfen. Weit blickendes verantwortliches Verhalten zahlt sich nur aus, wenn auch alle anderen dazu gezwungen sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Solange Möglichkeiten der Plünderung bestehen, werden sie gnadenlos ausgenützt werden, selbst wenn der eine oder andere Manager es vielleicht besser wüsste.
Und je schwächer Staaten sind (siehe Afrika) umso mehr greift die Plünderung um sich.
Dass ein "starker" Staat automatisch besser ist, will ich damit natürlich genauso wenig sagen (siehe China, Russland oder z.T. bisher auch die USA).
Im Grunde hat eigentlich niemand ein glaubwürdiges Rezept, wie Wirtschaft und Staat am besten harmonieren sollten, vielleicht sind gewisse Staaten aber durchaus als Vorreiter anzusehen, wenn dortige Bürger mehrheitlich als zufrieden wahrnehmbar sind, die Umwelt noch einigermaßen intakt ist und dieser ganze Luxus nicht nachweislich auf der Plünderung anderer besteht. Soviel ich heute weiß, entspricht z.B. Neuseeland ansatzweise dieser Vorstellung.

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 14:18

Zitat:

Zitat von LouCypher (Beitrag 2344938)
@lom: ich hab den beitrag geschrieben ohne deinen vorher zu lesen, ich schwörs!

Ist ja in Ordnung.
Jeder kann seine Meinung haben, und wenn die sich mit anderen trifft ist das nicht immer ein schlechtes Zeichen.
Die Leute wollen halt alle ihren Individualismus raushängen lassen, und das um jeden Preis.
Ob dann noch Platz ist für Wahrhaftigkeit oder ob dann nur noch sinnentleerter Kauderwelsch übrigbleibt, interessiert solche Leute nicht.
Gibt also keinen Grund zu betonen, daß man einen anderen Beitrag vorher nicht gelesen hat ;)

Leider haben unsere Kollegen mit der kommunistischen Ader absolut gar nichts verstanden.
Sie machen genau den gleichen Fehler wie alle anderen, genau den Fehler der uns heute soweit gebracht hat.

Ich habs vorhin geschrieben, aber diese unbequeme Wahrheit wollen sie nicht sehen.
Ich schreibs noch mal:
Sehr viele Menschen sind rücksichtlose Egoisten, noch dazu hat uns die Neid und Missgunstgesellschaft voll im Griff.
Manche Leute meinen wohl, daß ist eine "soziale" Grundeinstellung.
Das ist es aber mit Sicherheit nicht.
Sozial zu sein heisst auch, daß man anderen was vergönnt.
Und nicht, daß jeder andere, weil er weniger hat, ein guter Mensch ist.
Und jeder andere, der sich mit harter Arbeit mehr geschaffen hat, automatisch ein böser Mensch sein muss.

Fazit:
Erst wenn wir endlich begreifen, daß "die anderen" nicht "die Bösen" sind, und wenn man gemeinsam mit "den Bösen" an einer effizienten Kontrolle arbeitet, und auch bereit ist, das dafür nötige Geld zu bezahlen, dann werden wir diese gewaltige Herausforderung bewältigen.
Sonst gibts irgendwann nichts mehr, auf das man neidisch sein kann.
Ein furchtbarer Irrsinn, den unsere Kollegen mit Tendenz zum Kommunismus noch immer nicht aus den Erfahrungen der Vergangenheit erkennen können.

Nur was unsere Neo-Kommunisten übersehen:
Die Gründerväter des Kommunismus hatten nicht die Möglichkeit, aus der Vergangenheit zu lernen.
Wir haben es heute einfacher, wir können die Gefahren des Systems sehen.
Eigentlich ein ziemlich vernichtendes Urteil, wenn jemand sehenden Auges in sein Unglück lauft.
Die traurige Wahrheit ist, daß die Leute nichts aus der Geschichte gerlernt haben.

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 14:23

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2344961)
@LouCypher:

Die Manager sollen uns diesen Lebensstandard "beschert" heben? Ich glaube eher, die haben sich fürstliche Gehälter spendiert, haben mit dem Geld anderer spekuliert und jetzt betteln sie um Hilfe.

Der Lebensstandard kommt durch die Arbeit der Bevölkerung und durch die gute Ausbildung zustande!

Genau, wir schaffen alle Manager ab, jeder führt sich selbst und fertig ist das Glück.
Dann enteigenen wir diese Kapitalisten noch alle und dann gehts uns gut.
Eine verkürzte Wahrheit hat uns noch nie weiter gebracht.

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 14:26

Zitat:

Zitat von Hubman (Beitrag 2344954)
jou, man kann auch völlig am thema vorbei ein stammtisch-gespräch führen

Genau, denn wenn man was anderes sagt, als der Boulevard vorgibt, dann ist das Stammtisch :lol:
red keinen schwachsinn.

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 14:30

Zitat:

Zitat von Hubman (Beitrag 2344937)
du hast den arikel nicht aufmerksam, sondern selektiv gelesen

Du hältst es einfach nicht aus, wenn du mal mit jemand anders einer Meinung bist, richtig ?
Bist auch einer dieser verkappten Individualisten, oder ?
Weit wirst du mit dieser Einstellung nicht kommen.

TONI_B 08.02.2009 14:31

Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2344976)
Genau, wir schaffen alle Manager ab, jeder führt sich selbst und fertig ist das Glück.
Dann enteigenen wir diese Kapitalisten noch alle und dann gehts uns gut.
Eine verkürzte Wahrheit hat uns noch nie weiter gebracht.

Habe ich das geschrieben??? Sicher nicht!

Ich glaube, du übst dich wieder einmal perfekt in Projektion!

Nur die Kontrolle, die du immer für den Staat und seine Angestellten forderst, sollte wohl einmal bei den Managern greifen, die du so wehrhaft verteidigst.

Ist ein einziger Manager zur Verantwortung gezogen worden?

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 15:49

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2344980)
Nur die Kontrolle, die du immer für den Staat und seine Angestellten forderst, sollte wohl einmal bei den Managern greifen, die du so wehrhaft verteidigst.

Ist ein einziger Manager zur Verantwortung gezogen worden?

Habe ich das geschrieben??? Sicher nicht!

Ich glaube, du übst dich wieder einmal perfekt in Projektion!

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 15:59

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2344910)
Warum nimmst du "die Manager" so in Schutz?

Die haben jahrelang bzw. jahrzehntelang behauptet, dass sie zig Million verdienen müssen, weil sie ja eine soooo hohe Verantwortung haben. Jetzt crasht das System. Warum auch immer. Egal wer Schuld hat. Wo bleibt da die Verantwortung? Jetzt schreien genau diese Manager nach "dem Staat" - sprich nach Steuergelder!

Die Privatisiererei - speziell, wenn es um die Grundversorgung geht (Strom, Gas, Wasser, Straßen) - wird uns noch gewaltig auf den Kopf fallen. Und es wird - entgegen der Versprechungen der Politiker UND der Manager(!) - für den Endkunden qualitativ immer schlechter, aber dafür teurer werden!

Nicht wirlich.
Wir alle sind Schuld.
Wir alle, die wir beim System des Schuldenmachens mitgemacht haben.
Wir alle, wenn wir uns über die "Kälte des Finanzministers" beklagt haben.
War ja so bequem, der Boulevard schreibts und viele angeblich intelliegente Menschen waren nicht in der Lage selbst zu denken und entschieden NEIN zu sagen.
Anstatt endlich mit dem zufrieden zu sein was wir haben.
Als angeblich eines der reichsten Länder der Welt muss das doch möglich sein.
Wir hätten jahrzehntelang Zeit gehabt, uns was aufzubauen.
Wir haben aber den Hals nicht voll genug gekriegt.

Jetzt haben wir den Salat und suchen verzweifelt nach einem Schuldigen.
Viele Menschen sind so gandenlos und rücksichtlos, daß sie ohne mit der Wimper zu zucken sogar über Leichen gehen, nur damit sie die Verantwortung für das eigene Leben nicht übernehmen müssen.
(Im übertragenen Sinn, man könnte auch bis zur völligen Vernichtung der Existenz anderer Menschen schreiben)

Warum haben alle diese rücksichtlosen S.... jetzt nicht den Mumm in den Knochen endlich einzugestehen, daß sie selbst mitgemacht haben mit der Schuldenpolitik ?
Der ganze Eiertanz ist so erbärmlich, es könnte schlimmer nicht sein.

TONI_B 08.02.2009 16:19

Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2345000)
Habe ich das geschrieben??? Sicher nicht!

Ich glaube, du übst dich wieder einmal perfekt in Projektion!

Bist du noch im Kindergarten, oder was? Da war eine Frage dabei!

TONI_B 08.02.2009 16:23

Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2345007)
Nicht wirlich.
Wir alle sind Schuld.
Wir alle, die wir beim System des Schuldenmachens mitgemacht haben.
Wir alle, wenn wir uns über die "Kälte des Finanzministers" beklagt haben.
War ja so bequem, der Boulevard schreibts und viele angeblich intelliegente Menschen waren nicht in der Lage selbst zu denken und entschieden NEIN zu sagen.
Anstatt endlich mit dem zufrieden zu sein was wir haben.
Als angeblich eines der reichsten Länder der Welt muss das doch möglich sein.
Wir hätten jahrzehntelang Zeit gehabt, uns was aufzubauen.
Wir haben aber den Hals nicht voll genug gekriegt.

Jetzt haben wir den Salat und suchen verzweifelt nach einem Schuldigen.
Viele Menschen sind so gandenlos und rücksichtlos, daß sie ohne mit der Wimper zu zucken sogar über Leichen gehen, nur damit sie die Verantwortung für das eigene Leben nicht übernehmen müssen.
(Im übertragenen Sinn, man könnte auch bis zur völligen Vernichtung der Existenz anderer Menschen schreiben)

Warum haben alle diese rücksichtlosen S.... jetzt nicht den Mumm in den Knochen endlich einzugestehen, daß sie selbst mitgemacht haben mit der Schuldenpolitik ?
Der ganze Eiertanz ist so erbärmlich, es könnte schlimmer nicht sein.

Nein, ich fühle mich nicht schuld!!! Weil ich seit Jahren gegen diese Entwicklung gewettert habe und mich auch ganz bewußt nicht mittreiben habe lassen!
Ich hatte nie Aktien!
Ich habe mich nie wirklich grob verschuldet (außer bei der staatlichen!! Wohnbauförderung - und bewußt keinen Fremdwährungskredit genommen!).
Ich war immer zufrieden, mit dem was ich hatte - auch wenn es wenig war.
Jetzt ist es zum Glück viel! Warum? Weil ich viel gelernt, gearbeitet und gespart habe!
Ich war immer gegen das Schuldenmachen! Und das habe ich hier auch immer wieder kund getan: ich würde gerne mehr(!) Steuern zahlen, damit "das Werkel" besser rennt.
Und ich lese keine "Krone"...

Don Manuel 08.02.2009 16:37

Also LoM irgendwie widersprichst Du Dir ja schon selber, was bei der Menge der Zeilen, die Du für Deine "Meinung" benötigst aber natürlich verzeihlich ist. Mir fällt dabei allerdings auf, dass Du bis auf Wirtshaustischpolemik kein einziges meiner grundlegenden Argumente widerlegst oder belegst, vielleicht mit Ausnahme dessen, alles zu machen, was nicht ausdrücklich verboten ist, hier eben auf der Ebene von Argumenten.
Wo ich Deinen eigenen Widerspruch orte?
Du schreibst
Zitat:

Leider haben unsere Kollegen mit der kommunistischen Ader absolut gar nichts verstanden.
Sie machen genau den gleichen Fehler wie alle anderen, genau den Fehler der uns heute soweit gebracht hat.
Also befinden wir uns laut Dir in einer schlimmen Lage. Da möchte ich widersprechen, mit Lous Worten, es ging uns eigentlich noch nie so gut.
Aber dann schreibst Du
Zitat:

Erst wenn wir endlich begreifen, dass "die anderen" nicht "die Bösen" sind, und wenn man gemeinsam mit "den Bösen" an einer effizienten Kontrolle arbeitet, und auch bereit ist, das dafür nötige Geld zu bezahlen, dann werden wir diese gewaltige Herausforderung bewältigen.
Zuvor werden aber gerade von Dir die bösen in den von Dir als Kommunisten verstandenen Gemütern geortet, was nun?
Zitat:

Nur was unsere Neo-Kommunisten übersehen:
Die Gründerväter des Kommunismus hatten nicht die Möglichkeit, aus der Vergangenheit zu lernen.
Wir haben es heute einfacher, wir können die Gefahren des Systems sehen.
Ja welches System birgt jetzt die Gefahren? Hat uns der Kommunismus gar die Wirtschaftskrise gebracht?

Und nochmal, nur für Dich LoM: hör auf, Leute als Kommunisten zu bezeichnen, die Du nicht verstehst. Neben Deiner persönlichen laienhaften Auffassung von Wirtschaft gibt es ca 100 andere andere theoretische Gebäude, die nichts mit Kommunismus zu tun haben. Ich empfehle Wikipedia und Stichwort Soziologie. Da wirst Du lernen, dass Wirtschaft auch ein Unterkapitel der Soziologie ist, wissenschaftlich betrachtet, und nicht wirtshausmäßig begröhlt. Und Soziologie ist keinesfalls Kommunismus, nur seltsamerweise sind die meiste Fachleute von dort schon drauf gekommen, dass unser gegenwärtiges Wirtschaftssystem durchaus vergleichbare Merkmale aufweist, mit sich selbst durch ihren Erfolg aber mangelndem Weitblick vernichtenden Arten.

rev.antun 08.02.2009 18:28

manager hin oder her, gut oder böse.

was da seit jahren läuft und vor allem, mit einer großen menge an personen die es wissen, grenzt ds für meine auf fassung schon an massenbetrug mit argen folgen ...

vor allem kann es ja postwendend wieder an die verursacher retourkommen ohne das sie es merken

TONI_B 08.02.2009 19:04

Zitat:

Zitat von rev.antun (Beitrag 2345032)
vor allem kann es ja postwendend wieder an die verursacher retourkommen ohne das sie es merken

Das ist vielleicht die einzige Chance! Wenn es einmal auch jene trifft, die es (mit)-verursacht haben. Wenn dann die Spielwiese für ihre Spekulationen nicht mehr existiert...

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 21:19

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2345010)
Nein, ich fühle mich nicht schuld!!! Weil ich seit Jahren gegen diese Entwicklung gewettert habe und mich auch ganz bewußt nicht mittreiben habe lassen!
Ich hatte nie Aktien!
Ich habe mich nie wirklich grob verschuldet (außer bei der staatlichen!! Wohnbauförderung - und bewußt keinen Fremdwährungskredit genommen!).
Ich war immer zufrieden, mit dem was ich hatte - auch wenn es wenig war.
Jetzt ist es zum Glück viel! Warum? Weil ich viel gelernt, gearbeitet und gespart habe!
Ich war immer gegen das Schuldenmachen! Und das habe ich hier auch immer wieder kund getan: ich würde gerne mehr(!) Steuern zahlen, damit "das Werkel" besser rennt.
Und ich lese keine "Krone"...

Dann ist es gut, dann sind wir einer Meinung.
Es gibt keinen Grund, weiter irgendwelche Rangeleien hier zu inszenieren ?

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 21:23

Zitat:

Zitat von Don Manuel (Beitrag 2345012)
Ja welches System birgt jetzt die Gefahren? Hat uns der Kommunismus gar die Wirtschaftskrise gebracht?

Wenn du von der Krise des Kommunismus nichts mitbekommen hast, dann bist du entweder von Sinnen oder du treibst hier ein schmutziges manipulatives Spiel.
Und nochmal, nur für Dich DonManuel: hör auf, Leute als Wirtshaustischpolemiker zu bezeichnen, die Du nicht verstehst.

Guru 08.02.2009 21:33

Zitat:

Zitat von Don Manuel (Beitrag 2345012)
[rest geschnippt]
Ich empfehle Wikipedia und Stichwort Soziologie. Da wirst Du lernen, dass Wirtschaft auch ein Unterkapitel der Soziologie ist, wissenschaftlich betrachtet, und nicht wirtshausmäßig begröhlt. Und Soziologie ist keinesfalls Kommunismus, nur seltsamerweise sind die meiste Fachleute von dort schon drauf gekommen, dass unser gegenwärtiges Wirtschaftssystem durchaus vergleichbare Merkmale aufweist, mit sich selbst durch ihren Erfolg aber mangelndem Weitblick vernichtenden Arten.

Nicht umsonst ist man als Absolvent der Wirtschaftsuniversität mit einem Titel in "Sozial- und Wirtschaftswissenschaften" ausgezeichnet.

Dass viele der Absolventen leider die Sozialwissenschaften vergessen, ist ein Ding, das auf einem anderen Blatt Papier steht.

Und Guru ist noch immer der Meinung, dass Gewinnmaximierung um jeden Preis nicht gelehrt wird, sondern auch Verantwortung, Einhaltung moralischer und ethischer Grundsätze und Recht. Scheinbar geraten aber exakt diese Punkte sehr schnell in Vergessenheit, wenn nur mehr der Shareholder Value um jeden Preis gesteigert werden soll.

Da lobt sich Guru doch Wirtschaftsmanager, die zB. wie Guru der Meinung sind, dass es primär auch ohne Entlassungen ("Freisetzung" :kotz: ) von Personal möglich sein muss, ein Wirtschaftsunternehmen anzukurbeln. Weil es genau diese Manager auch in Wirklichkeit gibt. Beispiele können gern nachgefragt werden...

LG
Guru

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 21:38

Zitat:

Zitat von Don Manuel (Beitrag 2345012)
Zuvor werden aber gerade von Dir die bösen in den von Dir als Kommunisten verstandenen Gemütern geortet, was nun?

Nein, eben nicht.
Genau das ist dein Problem.
Du ortest in allem und jedem den Feind, nur weil er nicht genau die Sätze ablässt, die er deiner Meinung abzulassen hat.
Das einzige was du machst, sind Sprüche zu klopfen, wie man sie in diversen Boulevard-Zeitungen jeden Tag lesen kann.
Eben genauso wies der Wirtshaustisch auch macht.

Erst wenn du damit aufhörst, wirst du bereit sein für den nächsten Schritt in deiner persönlichen Entwicklung.

Guru 08.02.2009 21:39

Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2345072)
Wenn du von der Krise des Kommunismus nichts mitbekommen hast, dann bist du entweder von Sinnen oder du treibst hier ein schmutziges manipulatives Spiel.
Und nochmal, nur für Dich DonManuel: hör auf, Leute als Wirtshaustischpolemiker zu bezeichnen, die Du nicht verstehst.

Ein bisserl Bremse, lieber Lord... Der Kommunismus hat - und diese Fakten sind objektiv wahr und nachgewiesen - nicht die Weltwirtschaft in diese jetzige Wirtschaftskrise gebracht. Auch die Sowjetunion ist nicht am Kommunismus verstorben und warum es gerade den Armen in Russland heute besonders dreckig geht, hat auch nichts mit dem Kommunismus zu tun. Dass es aber an der Zahl der Gesamtbevölkerung überdurchschnittliche Millionäre/Milliardäre gibt, darüber kann man gerne diskutieren...

Und bitte - könnt ihr euch bitte versuchen, auf normale sachliche Diskussion ohne den gegenseitigen Vorwurf der Wirthaustischpolemik einigen? Danke...

LG
Guru

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 21:44

Zitat:

Zitat von Guru (Beitrag 2345073)
Da lobt sich Guru doch Wirtschaftsmanager, die zB. wie Guru der Meinung sind, dass es primär auch ohne Entlassungen ("Freisetzung" :kotz: ) von Personal möglich sein muss, ein Wirtschaftsunternehmen anzukurbeln. Weil es genau diese Manager auch in Wirklichkeit gibt. Beispiele können gern nachgefragt werden...

Es freut mich, wenns doch einige Stimmen gibt, die nicht alle in denselben Topf werfen.
Es zeigt, daß es doch auch genug Menschen gibt, die differenziert denken.
Und genau das brauchen wir, denn nur eine derartige Einstellung bringt uns weiter.
Und nicht eine Einstellung die an die Zeiten der Hexenverbrennung erinnert.
Dann wird man den jetzt notwendigen Schritt machen, und der heisst Verantwortung zu tragen für die Dinge die man im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit macht.

Was ich noch dazu sagen möchte:
Es gibt auch Situationen, wo es sehr wohl nötig ist, Mitarbeiter zu kündigen.

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 21:47

Zitat:

Zitat von Guru (Beitrag 2345076)
Der Kommunismus hat - und diese Fakten sind objektiv wahr und nachgewiesen - nicht die Weltwirtschaft in diese jetzige Wirtschaftskrise gebracht.

Darum gehts doch nicht.
Es geht darum, daß sich jetzt manche Leute glauben, wir müssen alles verstaatlichten, denn da hätte es sowas nicht gegeben.
Das es das sehr wohl gegeben hat ist ein Fakt und objektiv wahr und nachgwiesen.

Guru 08.02.2009 22:09

Ja, da widerspricht Dir auch Guru nicht.
Allerdings hat es solche extreme Armut, die es heute unter einem Großteil der russischen Bevölkerung gibt, auch nicht gegeben. Da ist eindeutig der gegenwärtig vorherrschende "Turbokapitalismus" schuld.
Aber da sind wir uns ja eh einig - Extreme sind nie gut...

LG
Guru

Don Manuel 08.02.2009 22:17

Niemand hat behauptet, alles verstaatlichen. Es ist wirklich sehr mühsam bis aussichtslos, wenn derart selektiv argumentiert wird. Ich habe ausdrücklich immer und nur von Unternehmen mit > 10000 Mitarbeitern gesprochen und niemals eine generelle Verstaatlichung für sinnvoll erachtet. Nur wenn ein Gut einer Mehrheit der Bevölkerung zum Bedürfnis geworden ist, halte ich es durchaus für intelligent, wenn sich die Gemeinschaft darum annimmt. Genauso wie ich es für ausgeschlossen halte, dass es der Gemeinschaft nützt, wenn dieses Gut von den Vermögendsten zu Spekulationen genützt wird.
In einer Demokratie, die ich natürlich ebenso einer Diktatur vorziehe, wie vermutlich alle hier, kann der Staat vom Volk gelenkt werden, kann ein Hilfsmittel der Gemeinschaft sein für das Allgemeinwohl.
Beinahe kein Unternehmen weltweit und schon gar kein einziges Großunternehmen ist der Demokratie verpflichtet, setzt aber finanziell oder in punkto Rohstoffen so viel um, bzw beschäftigt so viele Mitarbeiter wie ein kleiner bis mittlerer Staat Einwohner hat. Daher ist die Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt die gleiche.

PS: Und danke Guru für die angeführten Inhalte, kann Deiner Sicht nur zustimmen.

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 23:23

Ich sehe jetzt nicht den Grund, warum man alle Unternehmen mit mehr als 10000 Mitarbeitern verstaatlichen soll/muss ?
So salbungsvolle Worte wie "wenn sich die Gemeinschaft darum annimmt" kann man so oder so interpretieren.
Ich finde das nicht wirklich vernünftig, denn in welche Bedrängnis sowas ganze Volkswirtschaften bringen kann, hat die Vergangenheit oft genug gezeigt.

Ich sehe jetzt echt nicht, warum kleine Unternehmen privat bleiben sollen aber große per Definition nicht mehr privat sein dürften ?

Baron 08.02.2009 23:26

Passt irgendwie zu den Gaunern:
Nokia forciert Mitarbeiterüberwachung
In Finnland soll laut Medienbericht auf Druck des Handymarktführers Nokia demnächst ein umstrittenes Gesetz beschlossen werden, welches Arbeitgebern die Überwachung des E-Mail-Verkehrs erlaubt. Nokia selbst dementiert eine Einmischung.
Details dazu:http://futurezone.orf.at/stories/1502202/

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 23:42

Zitat:

Zitat von Guru (Beitrag 2345091)
Allerdings hat es solche extreme Armut, die es heute unter einem Großteil der russischen Bevölkerung gibt, auch nicht gegeben

Letztendlich gehts darum, daß es in einer Diktatur nie gut ist.

The_Lord_of_Midnight 09.02.2009 00:01

Zitat:

Zitat von Guru (Beitrag 2345091)
Da ist eindeutig der gegenwärtig vorherrschende "Turbokapitalismus" schuld.

Frage mich nicht warum, aber aus irgendeinem Grund sind die verschiedenen Volkswirtschaften nicht wirklich in der Lage zu kooperieren.
Das wird aber zwingend erforderlich sein, wenn man gemeinsam wirksame Regeln beschließen will, die z.b. gegen Monopole entschieden und entschlossen auftreten.

Das eigentliche Problem fängt aber bereits dort an, daß wir alle z.b. eine Vielzahl von Produkten aus China kaufen.
Nur warum tritt die Staatengemeinschaft nicht entschlossen dagegen auf, unter welchen Bedingungen dort produziert wird ?
Da ist sich selbst jeder der Nächste und freut sich wenn er z.b. beim Kik nur recht viele 1 Euro-Produkte findet.
Das ist aber genau dann die "bösartige" Seite des Fortschritts, das ist der Anteil den wir alle daran haben.
Wir selbst, nicht "die anderen", die uns die Boulevardpresse gerne als Bösewichte präsentiert.

Das wird auch nie aufhören, wenn die Leute nicht endlich dazu stehen, welchen Anteil sie selbst privat an der ganzen Misere haben.
Gutes Beispiel sind auch die angeblich so bösen Aktionäre.
Nur das die rücksichtslosesten Aktionäre die kleinen "Sparer" sind, weil denen nur daran gelegen ist, möglichst ihre 10% Rendite zu haben, wird gerne übersehen.
Wenn die Firma 3 Jahre später zugrunde geht ist das dem "kleinen Mann" egal, dann investiert er sein Geld kurz darauf eben woanders.
Wichtig ist nur, die Aktien rechtzeitig abzustossen, hinter mir die Sintflut.
Jemand, der bereits 1 Milliarde Dollar in einem Unternehmen investiert hat, der wird wohl vorsichtiger sein mit der Zukunft dieses Unternehmens.

Fazit:
Man muss wegkommen von dem eindimensionalen Denken, das die Welt in Gut und Böse einteilt.

TONI_B 09.02.2009 08:21

Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2345116)
Fazit:
Man muss wegkommen von dem eindimensionalen Denken, das die Welt in Gut und Böse einteilt.

Dann fang doch endlich selber einmal an damit!


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