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-   -   Welcher IQ ist für Ubuntu erforderlich? (http://www.wcm.at/forum/showthread.php?t=233197)

Josef_E 30.01.2009 22:12

Welcher IQ ist für Ubuntu erforderlich?
 
Einerseits, um im Bedarfsfall eine Live-CD zur Datenrettung bei XP zu haben, andererseits aus Neugier, da Ubuntu-Jünger die Version 8.10 sehr loben, habe ich mir diese heruntergeladen und auf Scheibe gebrannt. Habe keinerlei Probleme, diese statt Windows zu booten oder "inside Windows" zu installieren.

Dann bin ich über das Buch "Einstieg in Ubuntu 8.10" von Marcus Fischer gestolpert, las am Umschlag u.A. auch diese Formulierung "Besonderer Wert wird hier auf die Bedürfnisse von Umsteigern von Windows gelegt".

Das Buch habe ich gekauft.

Die schlechte Nachricht: Mit meinem mobilen USB Modem 3Data 3 GB von Hutchinson 3 AG GmbH ist es mir bisher nicht gelungen, unter Ubuntu in das Internet zu kommen. In der Beschreibung bin ich dort stecken geblieben, wo es auf Seite 153 heisst:"Sie starten die Netzwerkadministration über System - Administration - Netzwerke".

Das kann ich nicht aufrufen, ich habe weder Netzwerkkarte noch Router. Das scheint aber Voraussetzung zu sein, um ins Internet zu kommen, doch darüber stand nichts am Umschlag des Buches.

Ich habe dann noch (unter XP) geforscht wie ein Verrückter, um eine Möglichkeit zu finden, und bin letztlich auf diese Seite gestossen: http://ubuntu.frankenberger.at/Huawei_E220.html . Da gehts um mein Modem, aber wenn ich das lese, verstehe ich nicht einmal mehr "Bahnhof".

Sagt (schreibt) es mir deutlich ins Gesicht, wenn ihr der Meinung seid, es gehört für einen verwöhnten (verblödeten?) jahrelangen Windows-User mehr dazu, als nur der Wille, sich mit Ubuntu intensiv befassen zu wollen.

Ich bin gut im Nehmen.

Gruss Josef.

Schappenberg 31.01.2009 09:01

schau mal auf http://www.ubuntu-austria.at/, da ist glaub ich jedes nur mögliche Huawei Thema schon mal behandelt worden :-)

Josef_E 31.01.2009 10:18

Danke für die Mithilfe bei der Spurensuche. Bin auch prompt auf ein Downloadtool namens umtsmon gestossen, allerdings auch auf eine Eintragung vom 10.1.2009 in der es heisst "umtsmon funktioniert derzeit unter Ubuntu 8.10 nicht ... ".

Gruss Josef

colossus 31.01.2009 10:31

Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, da umtsmon nur ein Wrapper fuer pppd ist, der wiederum lediglich ein Modem am (emulierten) seriellen Interface voraussetzt... ich wuerd's einfach mal probieren. Siehe auch: http://johannes.truschnigg.info/blog/2008-08-20

Josef_E 31.01.2009 11:44

@colossus

Danke für den Hinweis, aber der Weg zu einem Erfolg scheint mit Dornen gespickt zu sein, denn beim Aufruf dieser Seite kommt gleich die Meldung, dass sie bis zum IE7 nicht funktioniert, man solle andere Browser verwenden.

Das tue ich aber nicht, denn ich hatte mit dem IE6 seit es ihn gibt, noch nie Probleme. Die Zeit scheint für mich und Ubuntu noch nicht reif zu sein.

Gruss Josef.

Josef_E 31.01.2009 12:14

Ergänzung:
... und dann bin ich noch auf die Möglichkeit gestossen, den PIN auf dem Umweg über das Handy zu deaktivieren, siehe http://www.ubuntu-austria.at/viewtopic.php?t=1838 , vielleicht tu ich mir das noch an, wenn ich einen guten Tag habe.

Grüsse an alle Hilfsbereiten.

Philipp 31.01.2009 16:05

Ja, zumindest bei meinen Huawei E270 muss der Pin bei Ubuntu 8.10 deaktiviert sein. Ich glaube das Modem wird dann sogar automatisch erkannt.

Boot 31.01.2009 17:15

Ich habe ein E220 und Telering. Der PIN ist deaktiviert und ich brauche den umtsmon nicht. Die Netzwerkverbindung wird automatisch erkannt und wenn ich (obere Leiste) auf verbinden klicke, dann bin ich im Netz der Netze :)

Das einzige was seltsam ist ist folgendes: Ich klicke auf verbinden, er fragt nach dem Masterpaßwort und anschließend nach dem Modempaßwort. Ich habe aber keines eingegeben :rolleyes: er fragt bis zu 3-mal und trennt dann die Verbindung. Dann klicke ich wieder auf verbinden und sie steht.

Baron 08.02.2009 00:56

Zitat:

Zitat von Josef_E (Beitrag 2343253)
@colossus
Danke für den Hinweis, aber der Weg zu einem Erfolg scheint mit Dornen gespickt zu sein, denn beim Aufruf dieser Seite kommt gleich die Meldung, dass sie bis zum IE7 nicht funktioniert, man solle andere Browser verwenden.
Das tue ich aber nicht, denn ich hatte mit dem IE6 seit es ihn gibt, noch nie Probleme. Die Zeit scheint für mich und Ubuntu noch nicht reif zu sein.
Gruss Josef.

Scheint so weil wenn man sich schon für ein anderes Betriebssystem entscheiden will -sich vorm wechsel auf eine "neuen Browser" zu fürchten...
Sorry da muß man auf deine eingangs gestellte Frage mit dem IQ wohl mit "einem höheren..." antworten!:hammer:

Josef_E 08.02.2009 10:38

@Baron

Da stimme ich Dir sogar zu, verbanne meine Neugier zu Ubuntu, und bleibe, in Übereinstimmung mit dem vorhandenen IQ bei diesem Prinzip:

"Never change a running system".

Gruss Josef.

zonediver 08.02.2009 21:19

Tjo - das is das "tolle" Linux, unter dem alles funkt und nix ein Problem darstellt ;)
Sorry, aber das konnte ich mir ned verkneifen - steinigt mich also bitte nicht :D

colossus 08.02.2009 22:50

So wie ich das sehe ist hier Windows mit dem IE das, worunter/womit etwas nicht geht.


*Stein schleuder*

X33 01.03.2009 19:21

Zitat:

Zitat von Josef_E (Beitrag 2344924)
@Baron

Da stimme ich Dir sogar zu, verbanne meine Neugier zu Ubuntu, und bleibe, in Übereinstimmung mit dem vorhandenen IQ bei diesem Prinzip:

"Never change a running system".

Gruss Josef.

Meiner Meinung nach hat es nichts damit zu tun ob du einen hohen IQ hast oder nicht.
Das Problem ist der geringe Marktanteil von Linux auf dem Desktop. (unter 1%):eek:
Das bewegt kommerzielle, Hardwarehersteller und Software Entwickler natürlich nicht dazu, Linux Treiber und Linux Software für kommerzielle Produkte, wie dein Modem zu entwickeln.
Die Linux Community will auch nichts Propitäres, was aus meiner Sicht ebenfalls nicht unbedingt klug ist und das Wachstum von Linux auf dem Desktop hemmt.
Im Endeffekt gibt man nach ein paar Anlaufversuchen auf, und nimmt weiter Microsoft Produkte, egal was man von dem Unternehmen sonst hält....
Vielleicht denkt die Community irgendwann um, und akzeptiert, dass es notwendig ist auch Propitäre Produkte anzubieten.
Ich verlasse mich nur ungern darauf, ob zufällig ein "Hobbyprogrammierer" in seiner Freizeit, einen mässig funktionierenden Treiber für mein Modem, oder andere HW entwickelt...

Don Manuel 01.03.2009 19:46

Nunja, umgekehrt ließe sich auch argumentieren, ich verlasse mich nur ungern drauf, dass irgendeine Hardware, die mich grad anlacht, auf meinem System - egal welchem - wirklich funktioniert. Checkt man das vorher, gibt's auch mit Linux keine Probs. Weiß ich, dass ich irgendein Gerät brauche, das seinerseits wiederum Microsoft benötigt, so ist diese Hardware halt als MS-Hardware zu sehen. So what.
Gibt ja auch Apple-Hardware, Sun und sonst noch einiges, das man nicht alles automatisch mit jedem OS betreiben kann, wenn überhaupt.

Baron 01.03.2009 20:01

99% der Hardware die man im Consumer Bereich bekommt funktionieren unter Win!
Da brauch ich keine listen wälzen sondern kann sowohl zum Computertandeler ums Eck als auch zum "blödmarkt" gehen!
Das ich Apfelzeugs sowieso im Apfelshop kaufen sollt-wobei auch da gibts vieles was sowohl unter Win wie auch ApfelOS lauft- ist eigentlich eh klar! Und SUN im Consumershop-lagernd ist mir nix bekannt!
Daher -Danke, das Linuxzeugs! Aber, nein Danke!:rolleyes:

X33 01.03.2009 21:09

Zitat:

Zitat von Don Manuel (Beitrag 2348961)
Nunja, umgekehrt ließe sich auch argumentieren, ich verlasse mich nur ungern drauf, dass irgendeine Hardware, die mich grad anlacht, auf meinem System - egal welchem - wirklich funktioniert. Checkt man das vorher, gibt's auch mit Linux keine Probs. Weiß ich, dass ich irgendein Gerät brauche, das seinerseits wiederum Microsoft benötigt, so ist diese Hardware halt als MS-Hardware zu sehen. So what.
Gibt ja auch Apple-Hardware, Sun und sonst noch einiges, das man nicht alles automatisch mit jedem OS betreiben kann, wenn überhaupt.


Ich schaue bei jedem OS auch die HCL Listen an.
Allerdings ist z.B bei openSUSE, die HCL mehr als unaktuell...
Es gibt auch nur wenige Hersteller, die dokumentieren, ob HW, auch unter Linux läuft. (Positivbeispiel Logitech)
Das 2. Problem ist, dass man kaum Hinweise auf Verpackungen findet, ob Hardware Linux tauglich ist.
Es gibt auch nur wenige Läden, die sich darauf spezialisiert haben. (z.B Tuxhardware.de)
Das man nicht jede HW mit jedem OS betreiben kann, ist durchaus ok. (hängt ja u.a. auch von der Prozessorarchitektur ab...)
Aber unter Linux funktioniert, trotz vielen Fortschritten, immer noch viel HW nicht.
Auch wenn Linux nicht schuld ist sondern Hersteller - es ist einfach nur mühsam, ein in allen Punkten, funktionierendes Desktop System damit zu bekommen.
Der Zeitaufwand ist auf jedenfall höher, wenn man die ganzen vorherigen Recherchen dazuaddiert, die nicht immer zum gewünschten Ziel führen.
Solange das so bleibt, ist Windows meine 1. Wahl und Linux Spielzeug in meiner VM.

Josef_E 01.03.2009 21:16

Als "Verursacher" dieses Beitrages melde ich mich nochmals kurz zu Wort, denn ich bin mittlerweile über diese Seite gestolpert:

http://www.felix-schwarz.name/files/...nicht_Windows/

und habe daraus entnommen, dass ich zu jener Gruppe von Usern gehöre, die mit Linuxdistributionen nix anfangen können.

Gruss Josef.

X33 01.03.2009 22:02

Zitat:

Zitat von Josef_E (Beitrag 2348985)
Als "Verursacher" dieses Beitrages melde ich mich nochmals kurz zu Wort, denn ich bin mittlerweile über diese Seite gestolpert:

http://www.felix-schwarz.name/files/...nicht_Windows/

und habe daraus entnommen, dass ich zu jener Gruppe von Usern gehöre, die mit Linuxdistributionen nix anfangen können.

Gruss Josef.

Sehr interessant. Danke!

Don Manuel 01.03.2009 22:20

Finde den Artikel auch sehr zutreffend!

zonediver 02.03.2009 20:02

"Linux wurde ganz bewusst für den gut informierten, erfahrenen Nutzer gebaut statt für den ungebildeten Anfänger"

...diese Aussage aus dem Artikel finde ich schon präpotent, degradiert sie doch jeden vernünfitg denkenden Menschen, der keinen Knoten im Hirn hat und lieber eine "bedienbare" Computerplattform bevorzugt, zum "ungebildeten Anfänger".
Aber so kann man es natürlich auch formulieren, wenn die eigene Intelligenz nicht dazu ausreicht, ein "bedienbares" Stück Software zu schreiben. Ich möchte diese Affen einmal sehen, wenn sie ihr Auto oder Motorad anstatt mit Lenker, Lenkrad und Pedalen mit einem CLI (CommandLineInterface) bedienen müßten - die würden keine 2m weit kommen :lol::lol::lol:
Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel: Der IPcop setz auch auf Linux, ist aber sehr komfortabel über ein Web-Interface zu konfigurieren. Allerdings finden sich natürlich auch nicht alle Funktionen in dieser Oberfläche, womit wir wieder beim Anfang wären.

Baron 02.03.2009 20:13

Oder anders Formuliert "its not a Bug -ist a Feature" und wenn auch nur damit sich die "ewig gestrigen -Spezialisten" anerkennend auf die schulter klopfen können-gegenseitig!
Wie du richtig sagst, Zoni, Präpotenz als Stilmittel (huch sind wir alternativ-zu einer Firma habens wir nicht gebracht darum sind alle andren so Pöhse!) eingesetzt!:rolleyes::D
Ich errinnere mich nur an die "äussert erfolgreiche" Firma Transmeta -mit ihren "Masterbrain" Linus-ich bin Linux- Thorwald! Hoffentlich lebt der noch...oder eigentlich auch wurscht;)

zonediver 02.03.2009 20:26

Ja Baron, ich geb Dir recht - ein Compi, egal was er macht, soll den User unterstützen und ihn ned dazu zwingen, sein Gehirn neu zu strukturieren. Ich hör immer wieder, das mit Linux alles viel schneller geht als mit Windows - das mag zum Teil auch stimmen. Was aber "niemals" erwähnt wird ist der Umstand, das "zuvor" Tage und Wochen darauf verwendet werden müssen, um überhaupt mal herauszufinden "wie" das unter Linux eigentlich geht, denn das Sys selbst ist bei Problemen garkeine Hilfe.
Des weiteren gibt's irgendwo in Deutschland (glaub ich) einen Professor, der erforscht, wie "bedienerfreundlich" Computersysteme heute sind, und wie sie "eigentlich sein sollten" - da schauts mit Linux, Unix und allen anderen Ablegern düster aus - is aber auch kein Wunder, das stammt noch aus einer Zeit, wo man Lochkarten in die ratternden Relaiskisten stopfen mußte und die Teile so groß wie ganze Lagerhallen waren. Sogesehen denke ich - für meinen Teil - das diese "L-Gemeinde" echt in der Vergangenheit steckengeblieben ist - nach dem Motto "ich kann mir das Fliegen ned leisten, also gehe ich auf den Händen nach China, weil das geht sowieso viel schneller und einfacher isses auch, weil am Flughafen braucht man ja ewig" :lol:

Baron 02.03.2009 20:31

Full ack! Ein Computer soll sich nach mir richten nicht umgekehrt-wobei das mit den relaiskasterln/lochkarten -hab ich auch noch alles gelernt-san ma froh das die zeit vorbei ist!:rolleyes:

Don Manuel 02.03.2009 21:36

Transmeta ging vor ein paar Wochen in neues Eigentum über, verkauft. Aber Linus hat im Prinzip schon lange ausgesorgt, der kann sich seine bezahlte Arbeit sehr nach Geschmack aussuchen.
Aber wenn man hier so mitliest, könnte man den Eindruck gewinnen, Linux werde noch im Textmodus betrieben. Naja, umso weniger praktische Ahnung, umso lauter und derber, ist ja nichts Neues.

zonediver 02.03.2009 22:28

...jetzt läßt der auch noch so nen Spruch ab...

manmanman ;)

Don Manuel 02.03.2009 23:01

Na bitte, kleines Gegengewicht darf ja auch sein. Denn ich habe noch keines meiner Postings hier oder andernorts mit was anderem als Linux gemacht, bin also seit vielen Jahren hochzufriedener user und äußerst selten am CLI. Da muss man gegen allzu ahnugsloses bashing doch noch was sagen dürfen ;)

zonediver 02.03.2009 23:27

Na gut, vielleicht hammas ja a "bissal" übertrieben ;) - das Sys hat sicher seine Daseinsberechtigung, aber für nen Desktoprechner ala SuSE - nein danke ;)
Andererseits würde ich meinen IPCop auch nicht wieder hergeben oder gar gegen Windoof :lol: tauschen, denn der is wirklich genial und leicht zu bedienen. :cool:

X33 02.03.2009 23:58

Zitat:

Zitat von zonediver (Beitrag 2349203)
Na gut, vielleicht hammas ja a "bissal" übertrieben ;) - das Sys hat sicher seine Daseinsberechtigung, aber für nen Desktoprechner ala SuSE - nein danke ;)
Andererseits würde ich meinen IPCop auch nicht wieder hergeben oder gar gegen Windoof :lol: tauschen, denn der is wirklich genial und leicht zu bedienen. :cool:

Ein bissal übertrieben ist jetzt untertrieben.
Linux hat sich enorm weiterentwickelt.
Aber leider eben noch nicht soweit, dass man wirklich alle Anwendungsgebiete zufrieden damit abdeckt...

Don Manuel 03.03.2009 08:46

Es vergessen halt auch viele, was sie über Windows alles lernen mussten, bevor sie mit einer gewissen Selbstverständlichkeit und -sicherheit damit umgehen konnten.
Ich habe z.B. eine 70jährige Verwandte, der habe ich statt Windows einmal suse installiert. Fazit? Kannte sich mit Windows schon kaum aus, war mit suse auch nicht vertraut. Nach ein paar Tagen und etwas Beistand war kein Unterschied mehr zu merken. Und heute würde sie wahrscheinlich mit Windows verzweifeln, weil sie schon wieder alles vergessen hat und sich aber mit suse nun so einigermaßen zurechtfindet.

Im übrigen wird es nie ein OS geben, mit dem man wirklich alle Anwendungsgebiete zufriedenstellend abdecken kann, aber aus einer Linux-Distri kann ich wesentlich mehr herausholen, als aus einer bestimmten Windows-Version.

X33 03.03.2009 09:12

Ich habe eine andere Erfahrung gemacht.
Mein 84jähriger Vater, hat von mir von Anfang an Windows bekommen.
Er hatte vorher nie Kontakt mit einem Computer.
Umso beachtlicher finde ich auch, seine Fortschritte damit.
Nachdem ich ihn langsam, aber kontinuierlich an die Materie herangeführt habe, ist er nun in der Lage einfachere Aufgaben zu erledigen die er benötigt.
Testweise habe ich ihm auch openSUSE installiert.
Nach einem Monat kam dann das Fazit von ihm, dass er mit Windows besser zurecht kommt.
Linux war ihm zu kompliziert.
Natürlich hast du recht, wenn du meinst es wird nie "DieeierlegendeWollmilchsau" bei einem OS geben und es kommt immer auf den Einsatzzweck an. ;-)

Don Manuel 03.03.2009 09:19

Ich wette, hättest Du es umgekehrt gemacht, erst Linux, dann Windows, wäre ihm Windows zu kompliziert gewesen. Vorausgesetzt natürlich, Du kennst Dich mit der Desktop-Konfig gleich gut aus.

frankenheimer 03.03.2009 14:27

Zitat:

Zitat von Josef_E (Beitrag 2343253)
@colossus

Danke für den Hinweis, aber der Weg zu einem Erfolg scheint mit Dornen gespickt zu sein, denn beim Aufruf dieser Seite kommt gleich die Meldung, dass sie bis zum IE7 nicht funktioniert, man solle andere Browser verwenden.

Das tue ich aber nicht, denn ich hatte mit dem IE6 seit es ihn gibt, noch nie Probleme. Die Zeit scheint für mich und Ubuntu noch nicht reif zu sein.

Gruss Josef.

Auch bei Windows sollte man Updates einspielen.
Der IE6 ist gefährlich offen, und lädt Hacker so was von ein, dein System zu scammen.

Josef_E 03.03.2009 14:50

@frankenheimer

Komisch, dass Microsoft noch immer Sicherheitsupdates für den IE6 zur Verfügung stellt, zuletzt glaube ich vor 2 Monaten: Windows XP-KB960714-x86-DEU.exe, und vor einem Monat wieder eines für den IE7.

Also mit der angeblichen Sicherheit oder Gefährlichkeit kanns nicht weit her sein, und so nebenbei bemühe ich mich, im Internet zusätzlich mit eingeschaltetem brain.exe vorzugehen, und da happerts bei vielen, die sich laufend irgendein Ungeziefer einhandeln. - Aber eigentlich ist das ja nicht Gegenstand des Themas.

Gruss Josef.

Hawi 03.03.2009 14:53

Ich glaube, ein bisschen sind Linux-User wie der zitierte (Felix Schwarz) auch mitschuld am Image von Linux, weil sie sich als elitäre Gruppe hochstilisieren. Das mag früher gegolten haben, aber die heutigen Distributionen sind doch komfortabel und (Verzeihung!) deppensicherer als Windows, wenn man keine ausgefallene Konfiguration hat. Internet, Mail schreiben, Textverarbeitung - alles auf Anhieb kein Problem.
Aber was in den Köpfen drin ist, kriegt man nicht so leicht mehr heraus. Meine Gattin - in der Zwischenzeit recht PC-gewandt - würde sich zB sehr dagegen verwehren, wenn ich ihr Windows durch Linux ersetzen würde. Ich als ihr Systemadministrator würde mir andrerseits damit jede Menge Arbeit ersparen;).

X33 03.03.2009 20:58

Zitat:

Zitat von Don Manuel (Beitrag 2349233)
Ich wette, hättest Du es umgekehrt gemacht, erst Linux, dann Windows, wäre ihm Windows zu kompliziert gewesen. Vorausgesetzt natürlich, Du kennst Dich mit der Desktop-Konfig gleich gut aus.

Nein, da würde ich nicht drauf wetten.
Wohlgemerkt ist mein alter Herr auch jemand, der immer das haben will, was der Mainstream verwendet.
Und das ist in diesem Fall definitiv Windows.

X33 03.03.2009 21:04

Ich als ihr Systemadministrator würde mir andrerseits damit jede Menge Arbeit ersparen;).[/quote]

Die Arbeit ersparen würdest du dir aber erst, nachdem du mal enormen Schulungsaufwand betrieben hast.
Also viele Fragen von deiner Frau am Anfang. (theoretisch sie will ja Windows behalten)
Ausserdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass Windows Umsteiger, immer wieder Applikationen vermissen und hier kein Linux Pedant wollen sondern genau das eine Windows Programm.
Auch das plötzlich nicht mehr alles ausgeführt/installiert werden kann auf dem PC ist für ehemalige XP Nutzer unverständlich. (Rechtevergabe)
Und wer ist dieser Root? ;-)

Schappenberg 03.03.2009 21:33

Bin wieder da, um mich auch wieder etwas in die Diskusion einzumischen :D
Zitat:

Zitat von X33 (Beitrag 2349373)
Auch das plötzlich nicht mehr alles ausgeführt/installiert werden kann auf dem PC ist für ehemalige XP Nutzer unverständlich. (Rechtevergabe)
Und wer ist dieser Root? ;-)

aber genau das macht Linux doch zum perfekten DAU System, schon mal einen Rechner eines DAU "hergerichtet", sprich neu aufgesetzt, weil dieser von jeder Shareware CD die er in die Finger gekriegt hat jeden Dreck installiert hat und dann schlussendlich gar nix mehr gegangen ist?

Wenns es sich um einen "Arbeitsrechner" handelt installier ich ihm die gewünschten Apps (siehe Vergleich Office 2007 vs. OO 3.0.1 im aktuellen WCM, das OO-Zeugs schaut wenigstens so aus wie's der DAU gewohnt ist) und gut ist's, nix mehr Programme installieren die eh keiner braucht. Und ab und zu kommst halt vorbei um wieder ein paar Programme zu installieren, aber das geht sicher schneller als wieder mal ein kaputtes System herzurichten.

Natürlich hat auch Linux seine Tücken, aber wie schon angemerkt wurde, man muss sich in jedes System einmal hineinarbeiten, aber wenn man es in Linux einmal geschafft hat (inzwischen hab ich es auch schon einigermaßen geschnallt), ist es echt eine Freude damit zu arbeiten!
Und spielen tu ich inzwischen auch fast nur mehr unter Linux, schon mal [Schleichwerbung]Urban Terror[/Schleichwerbung] probiert?

Hawi 03.03.2009 23:34

Zitat:

Zitat von X33 (Beitrag 2349373)
Und wer ist dieser Root? ;-)

Ich bin Root!

X33 04.03.2009 09:03

Natürlich, habe ich schon unzählige XP Rechner neu aufgesetzt, weil der User sie zugemüllt hat.
Der Aufwand war aber dank Image wirklich relativ gering.
Es ist auch nicht immer sofort nötig neu aufzusetzen.
Man kann auch mal eine "Entrümpelungsaktion" probieren. ;-)

Nur weil OO 3..0.1 so ausschaut wie es der DAU gewohnt ist, heisst das nicht, dass OO perfekt ist.
Ich habe schon EDV Experten an OO verzweifeln gesehen...
In meinen Augen gehört die GUI von OO längst mal ordentlich überarbeitet.
Office 2007 ist mir persönlich lieber.

Grundsätzlich bin ich auch dafür, auf einem "Arbeitsrechner" nur die Apps zu installieren die der DAU braucht.
Wenn er etwas haben will, soll er sich eben rühren und bei Gelegenheit komme ich vorbei.
Das ist ohnehin in jeder Firma so aber auch Privat.

Nur das ist für mich kein Grund Linux zu nehmen.
Wenn es darum geht, Rechte zu vergeben , kann ich auch Vista nehmen.
Dann kann ein DAU ebenfalls nichts installieren.

Linux überzeugt mich persönlich nur bedingt.
Hineinarbeiten kann man sich natürlich schon in Linux.
Das dauert aber auch seine Zeit und stellt privat kein Problem dar.
In Unternehmen kostet sowas viel Geld und Zeit ist kostbar.
Deshalb steigen viele Firmen auch nicht um.
Ich habe auch festgestellt, dass es auch wenn man sich Linux ganz installiert nie ganz ohne Windows geht. (jedenfalls bei mir)
Spiele und Videoschnitt kann man jedenfalls damit vergessen.

X33 04.03.2009 09:04

Zitat:

Zitat von Hawi (Beitrag 2349423)
Ich bin Root!

Hallo Root! :lol: (hoffentlich kein Root Kit ;-) )


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