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Dumdideldum 30.12.2008 11:12

Grundsätzliches: PC bei Minusgraden
 
Mich würde mal interessieren, ob es möglich ist, einen Standard PC (d.h. kein Industrie-PC) auch in der Kälte zu betreiben - d.h. der PC ist den Witterungen sowohl im Winter, als auch im Sommer ausgesetzt - Standort wäre ein unbeheizter Dachboden eines Stadels, wo zwar Regen/Wind/Schnee abgehalten wird, die Temperaturen jedoch fast unvermindert wie draußen vorherrschen.

Wäre das grundsätzlich möglich bei Dauerbetrieb bzw. welche Komponenten würden da Probleme betreiben ?

TONI_B 30.12.2008 11:24

Dauerbetrieb sollte kein Problem sein. Die Komponenten liefern genug Wärme. Ein- und Ausschalten wäre eher problematisch wegen Kondenswasser. Ob ein CD/DVD-Laufwerk bei -20°C mechanisch funktioniert? Aber das wird ja eher nicht in Betrieb sein, oder?

Telcontar 30.12.2008 11:48

Die källte wird sicher kein problem sein
die einzige komplikation währe feuchtigkeit in form von reif der nach dem einschalten
ew. kurzschlüsse verursachen könnte

LouCypher 30.12.2008 11:55

im winter seh ich bei dauerlauf kein problem, im sommer allerdings schon, ein nicht isolierter dachboden kann verdammt heiss werden. Stromsparmode bei den platten würde ich allerdings ausschalten, kann mir nicht vorstellen das es gut für die platten ist bei -10°C anzulaufen.

Dumdideldum 30.12.2008 12:21

Zum Einsatz angedacht wäre sowieso ein altersschwacher PC, dessen Abwärme marginal ist, weswegen die Hitze im Sommer wohl überwindbar wäre.

lalaker 30.12.2008 13:54

Also bei Dauerbetrieb leiden die Festplatten wohl am meisten, egal wo der PC steht. Die Temperaturschwankungen könnten ihnen nach einer Weile den Rest geben.

Ich glaube, im Winter wird´s den Festplatten zu kalt zum starten. Seagate gibt z.B. für die 7200.11 Serie 0-60 °C an. Aber wenn der PC 24/7 läuft kühlen die Festplatten niemals so sehr ab.

Das Kondenswasser wurde ja bereits angesprochen.

HairFU 31.12.2008 00:00

Hallo,

also zu diesem Thema kann ich wohl direkt was sagen. Habe selber auf einem nicht Isolierten Dachboden (der auch nie zum Wohnen angedacht war, also ein Rumpeldachboden...) seit 4 Jahren einen PC stehen, welchen ich über das Netzwerk als TV Aufnahme Rechner mittels VDR benutze. Nun im Sommer kann der Dachboden schon mal an einem heißen Tag bis zu 60 - 70 Grad heiß werden. Im Winter wird es allerdings auch an Eiskalten Tagen nie kälter als 3 - 4 Grad +.
Jetzt z.B. haben wir draußen -8 Grad und der PC läuft wirklich gut und ohne Probleme, die Kälte tut ihm sogar gut. Anders sieht es im Hochsommer aus, hier läuft der PC zwar noch und macht auch keine Macken, doch man hat das Gefühl er würde nur noch mit einem Viertel seiner eigentlichen Leistung laufen, da er sich wegen der Hitze selber drosseln muss um nicht "durchzubrennen". Habe mir damals den günstigsten PC zusammen gestellt den es gab (2 Ghz Celeron 256 MB Ram etc.) und der gleiche PC läuft immer noch perfekt.
Nach 4 Jahren Erfahrung im Dauerbetrieb kann ich nur sagen das es vollstens zu Empfehlen ist einen PC auf einem nicht Isolierten Dachboden laufen zu lassen.

mrdj 04.01.2009 13:07

Zitat:

Zitat von lalaker (Beitrag 2335637)
Also bei Dauerbetrieb leiden die Festplatten wohl am meisten, egal wo der PC steht. Die Temperaturschwankungen könnten ihnen nach einer Weile den Rest geben.

Meines Wissens ist genau das Gegenteil der Wahrheit näher. Meine Festplatten laufen im Dauerbetrieb (mit zusätzliche Kühlung) und die älteste hat schon fast 5 Jahren drauf. Ich würde eher sagen dass ständige Kalt-Starts die HDD-s töten. Aber , es ist meine Meinung/Erfahrung

FendiMan 04.01.2009 18:14

Zitat:

Zitat von mrdj (Beitrag 2336915)
Ich würde eher sagen dass ständige Kalt-Starts die HDD-s töten. Aber , es ist meine Meinung/Erfahrung

Nicht nur deine. ;)

Christoph 04.01.2009 21:55

:ja: Full ACK,
früher stand das sogar in manchem Beipacktext, daß das oftmalige Starten die Lebensdauer verringert; siehe Lager und Lagerschmierung.

Frage an die Historiker:
Gab´s nicht HDs die speziell für oftmaligen Start aufgelegt waren?

Wildfoot 04.01.2009 23:49

Interessant, meine nun 10 Jahre alte IBM Platte läuft immernoch absolut perfekt, langsam zwar, aber perfekt. Jedoch ging mir schonmal eine wesentlich modernere und jüngere Platte (1.5 Jahre alt) an den Ranzen.
Ich denke ehner, dass gerade die alten Platten da sehr robust und nicht zu töten sind.

Gruss Wildfoot

LouCypher 05.01.2009 09:20

Eigentlich ist es so das consumerplatten eher für viele starts ausgelegt sind wogegen serverplatten auf dauerlauf ausgelegt sind. Ob das allerdings immer noch stimmt kann ich nicht sagen, allerdings ist davon auszugehen das eine platte die dauernd auf 15000rpm beschleunigen muss das nicht so leicht wegsteckt wie eine die auch 7200rpm beschleunigen muss.

Was niedrige temperaturen angeht, ich hab mir eine linksys PTZ Kamera (WVC200) draussen unter einem dachvorsprung montiert. Das teil ist nicht für draussen geeignet, trotzdem funzt sie immer noch perfekt trotz den andauernden tiefen temperaturen.

FranzK 05.01.2009 13:47

Zitat:

Zitat von Christoph (Beitrag 2337046)
...
Frage an die Historiker:
Gab´s nicht HDs die speziell für oftmaligen Start aufgelegt waren?

Daran kann ich mich nicht erinnern. Tatsächlich war es bei den 5,25"-Platten und bei den ersten Jahrgängen der 3,5"-Platten so, dass sie im Vergleich zu heute eine verhältnismäßig niedrige spezifizierte Zahl von Starts hatten. Da gab es explizite Hersteller-Empfehlungen, einen Rechner tagsüber eher durchlaufen zu lassen, als in mehrmals aus- und wieder einzuschalten.

Wildfoot 05.01.2009 19:13

Zitat:

Zitat von FranzK (Beitrag 2337161)
Daran kann ich mich nicht erinnern. Tatsächlich war es bei den 5,25"-Platten und bei den ersten Jahrgängen der 3,5"-Platten so, dass sie im Vergleich zu heute eine verhältnismäßig niedrige spezifizierte Zahl von Starts hatten. Da gab es explizite Hersteller-Empfehlungen, einen Rechner tagsüber eher durchlaufen zu lassen, als in mehrmals aus- und wieder einzuschalten.

Und genau das mache ich mit all meinen PC's auch heute noch so.

Gruss Wildfoot

FranzK 05.01.2009 21:12

Zitat:

Zitat von Wildfoot (Beitrag 2337259)
Und genau das mache ich mit all meinen PC's auch heute noch so.

Aber von Seite der Festplatten spricht heute nichts dagegen, dass ein unbenutzter Rechner sie einfach zwischendurch abschaltet und auch er später in den Stand-By geht...

:hallo:

Wildfoot 05.01.2009 21:32

Naja, hab aber trotzdem etwas Mühe, zu glauben, dass das ewige Ein- und Ausschalten so spurlos an den Platten vorbei geht.

Auch ein anderer Punkt kann bei gewissen Platten sehr wichtig sein, immer auf ausreichende Kühlung achten!! Da gibt es ja richtige "Spiegel-Ei-Koch-Modelle" unter den Festplatten, ich sag nur Maxtor DiamondMax Plus Series!! Verwendet nie eine Platte dieser Familie (egal ob 10, 9, 8, etc...) ohne viel Kühlung, sonst geht sie ganz sicher hops. Ich bin in dieser Sache leidgeprüft, ich weiss also, wovon ich da spreche. ;)

Gruss Wildfoot

FranzK 05.01.2009 21:53

Das Einschalten hinterlässt überhaupt keine Spuren. Entweder schafft es der Motor oder er brennt ab. Allerdings würde ich nur bei Platten bis 7200 U/min das automatische Abschalten empfehlen, bei Platten mit 10000 U/min und mehr würde ich den Antrieb sicherheitshalber auch schonen.

Richtig ist aber der Hinweis auf Kühlung von Festplatten. Dabei habe ich schon geglaubt, dass dieses Thema vom Tisch sei. Aber es gibt moderne Modelle, die erstaunlich warm werden, während andere immer völlig cool bleiben. Da die Wärme nur vom Lager kommen kann, vermute ich dahinter Sparmaßnahmen der Hersteller, die damit wieder einmal die Pflicht der Obsorge für die Hardware dem Kunden aufhalsen...

:hallo:

Wildfoot 05.01.2009 22:06

Zitat:

Zitat von FranzK (Beitrag 2337315)
Das Einschalten hinterlässt überhaupt keine Spuren. Entweder schafft es der Motor oder er brennt ab. Allerdings würde ich nur bei Platten bis 7200 U/min das automatische Abschalten empfehlen, bei Platten mit 10000 U/min und mehr würde ich den Antrieb sicherheitshalber auch schonen.

Richtig ist aber der Hinweis auf Kühlung von Festplatten. Dabei habe ich schon geglaubt, dass dieses Thema vom Tisch sei. Aber es gibt moderne Modelle, die erstaunlich warm werden, während andere immer völlig cool bleiben. Da die Wärme nur vom Lager kommen kann, vermute ich dahinter Sparmaßnahmen der Hersteller, die damit wieder einmal die Pflicht der Obsorge für die Hardware dem Kunden aufhalsen...

:hallo:

Meistens ist doch garnicht der Motor das Problem, das ist ein vielteiliger Step-Motor, der brennt nicht so schnell ab. Was aber oft das Problem ist, ist die Ansteuerung. Ein Step-Motor braucht eine schon nichtmehr so triviale Ansteuerung mit elektronischer Drehfelderzeugung und Leistungshalbleitern. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass auch ein Step-Motor aus Spulen (also Induktivitäten) besteht, welche Spannungsspitzen induzieren können. Diese Spannungsspitzen müssen ebenfalls wieder mit Leistungshalbleitern abgefangen werden.
Kurz, leider brennt nur all zu oft in Folge minderer Qualität der Leistungshalbleitern oder des Schaltungsdesige die Ansteuerungselektronik des Step-Motors durch.
Dann steht die Platte bockstill und macht keinen Wank mehr. :D

Gruss Wildfoot

ZombyKillah 06.01.2009 00:01

Jetzt muss ich auch wieder meinen nicht qualifizierten Senf dazu tun:

Tau/Kondenzwasser:
Ist ein Problem wenn kalte Geräte in Räume gebracht werden die warm sind.
Aber solange die Umgebungsluft kälter als das Gerät ist solte kein Kondenzwasser/Tau entstehen können.
Wobei man bei Kondenzwasser aufpassen muss, da man es nicht sofort bemerkt (entgegen der Erwartung wird kein sofortiger Kurzschluss ausgelößt sondern eine stark erhöhte korrosion auf der Platine).
Das Gerät rennt also nicht mehr wenn es viel zu spät wäre etwas zu unternehmen.

HDD:
Auch ich lasse meine Geräte lieber durchrennen.
Wenn ich mich erinnere hab ich irgendwann einmal eine Erklärung gehört, dass das Problem mit dem Haltbarkeitsverlust bei Ab und Anschalten die Ausdehnung durch die Temperaturänderung verursacht wird.
Sprich wenn die Plate kalt ist, sind alle Teile ein wenig kleiner, wenn Sie warm wird werden diese größter ... ist in einen fast nicht messbaren Bereich ... aber hinterläßt seine Spuren.

Das Problem mit der Kälte ist dass manche Halbleiter stark davon beieiflusst werden.
Beispiel: Z-Dioden.
Würde daher bei einer Temp. von -20" auf jeden Fall bei jeder Komponente im Datenblatt nachschauen, oder mal in einem sehr starken Kühlfach austesten.

lalaker 06.01.2009 01:04

Also wenn das viele ein und ausschalten den heutigen Festplatten dermaßen schaden würde, müssten Notebook-HDDs eine durchschnittliche Lebensdauer von ein paar Monaten haben.

Das "Gerücht" mag für Server-Platten vlt. zutreffen, die entsprechend für den Dauerlauf konzipiert wurden.

Ich für meinen Teil, kann nicht verstehen, wieso Privatleute, wenn es sich nicht gerade um den Heimserver handelt, ihre PCs durchlaufen lassen. Schon aus Stromspar- und damit Umweltschutzgründen ist das doch nicht zu empfehlen.

FranzK 06.01.2009 01:31

Zitat:

Zitat von ZombyKillah (Beitrag 2337347)
...
Wenn ich mich erinnere hab ich irgendwann einmal eine Erklärung gehört, dass das Problem mit dem Haltbarkeitsverlust bei Ab und Anschalten die Ausdehnung durch die Temperaturänderung verursacht wird.
Sprich wenn die Plate kalt ist, sind alle Teile ein wenig kleiner, wenn Sie warm wird werden diese größter ... ist in einen fast nicht messbaren Bereich ... aber hinterläßt seine Spuren.

Das Problem mit der Kälte ist dass manche Halbleiter stark davon beieiflusst werden.
Beispiel: Z-Dioden.
Würde daher bei einer Temp. von -20" auf jeden Fall bei jeder Komponente im Datenblatt nachschauen, oder mal in einem sehr starken Kühlfach austesten.

1. Ausdehnungsprobleme bei niedrigen Temperaturen erachte ich als wenig kritisch. Das Spindellager muss ohnehin für einen relativ weiten Temparaturbereich ausgelegt sein. Das schafft man heute schon. Kritischer ist die Viskosität der Lagerschmierung. Das Anlaufen einer wirklich sehr kalten Platte könnte ein Problem werden. Wenn sie einmal läuft, produziert sie genug Wärme, um das Spindellager immer auf Temperatur zu halten.

Seit es selbstkalibrierende Servosteuerungen für die Magnetköpfe gibt, findet eine Platte ihre Daten unter allen zulässigen Temperaturbedingungen. Bei jedem Start und in regelmäßigen Abständen kalibriert sich die Steuerelektronik anhand von Kontrollspuren selbst. Davor war das wirklich ein Thema. Nicht selten gab es in der kalten Jahreszeit am Montagmorgen erschreckte Gesichter, wenn der Rechner nicht bootete. Die Platten waren durch die Temperaturabsenkung am Wochenende noch kalt und fanden schon den MBR nicht. Nach 15 bis 20 Minuten Warmlaufen war dann wieder alles eitel Wonne. Dennoch gab es damals des öfteren Bedarf für eine Low-Level-Formatierung, da die Steuerelektronik wegdriftete und die Spuren neu angelegt werden mussten.


2. Dass Kälte für gewisse elektronische Bauteile ein Problem werden kann war mir gar nicht bewusst. Eine CPU fühlt sich auf jeden Fall umso wohler, je kälter es ist! Bei einem Rechner, der auch bei sehr tiefen Temperaturen laufen soll, würde ich darauf achten, dass sämtliche Lüfter im Gehäuse temperaturgeregelt sind. Wenn der Luftdurchsatz gering ist, reicht die im Gehäuse durch die CPU erzeugte Wärme locker aus, um im Gehäuse einige Plusgrade zu erreichen. Damit befinden sich dann auch alle Laufwerke innerhalb ihres spezifizierten Temperaturbereichs.

:hallo:

Wildfoot 06.01.2009 01:56

Zitat:

Zitat von FranzK (Beitrag 2337380)
1. Ausdehnungsprobleme bei niedrigen Temperaturen erachte ich als wenig kritisch. Das Spindellager muss ohnehin für einen relativ weiten Temparaturbereich ausgelegt sein. Das schafft man heute schon. Kritischer ist die Viskosität der Lagerschmierung. Das Anlaufen einer wirklich sehr kalten Platte könnte ein Problem werden. Wenn sie einmal läuft, produziert sie genug Wärme, um das Spindellager immer auf Temperatur zu halten.

Seit es selbstkalibrierende Servosteuerungen für die Magnetköpfe gibt, findet eine Platte ihre Daten unter allen zulässigen Temperaturbedingungen. Bei jedem Start und in regelmäßigen Abständen kalibriert sich die Steuerelektronik anhand von Kontrollspuren selbst. Davor war das wirklich ein Thema. Nicht selten gab es in der kalten Jahreszeit am Montagmorgen erschreckte Gesichter, wenn der Rechner nicht bootete. Die Platten waren durch die Temperaturabsenkung am Wochenende noch kalt und fanden schon den MBR nicht. Nach 15 bis 20 Minuten Warmlaufen war dann wieder alles eitel Wonne. Dennoch gab es damals des öfteren Bedarf für eine Low-Level-Formatierung, da die Steuerelektronik wegdriftete und die Spuren neu angelegt werden mussten.


2. Dass Kälte für gewisse elektronische Bauteile ein Problem werden kann war mir gar nicht bewusst. Eine CPU fühlt sich auf jeden Fall umso wohler, je kälter es ist! Bei einem Rechner, der auch bei sehr tiefen Temperaturen laufen soll, würde ich darauf achten, dass sämtliche Lüfter im Gehäuse temperaturgeregelt sind. Wenn der Luftdurchsatz gering ist, reicht die im Gehäuse durch die CPU erzeugte Wärme locker aus, um im Gehäuse einige Plusgrade zu erreichen. Damit befinden sich dann auch alle Laufwerke innerhalb ihres spezifizierten Temperaturbereichs.

:hallo:

Aber ganz und garnicht unbegrenzt!! Halbleiterelemente haben eine untere Betriebstemperatur, unter welcher sie einfach nichtmehr funktionieren. Ich weiss jetzt gerade nicht genau, welche Temperatur da die Grenztemperatur ist, doch befindet die sich garnicht soweit unterhalb dem Gefrierpunkt des Wassers (um korrekt zu sein :-) ).
Eine CPU kann also nicht bis zu belibigen Minusgraden (Core-Temperatur) betrieben werden!! Genausowenig wie ein Hochleistungs-IGBT oder DIODE.

Gruss Wildfoot

FranzK 06.01.2009 02:20

Zitat:

Zitat von Wildfoot (Beitrag 2337384)
Aber ganz und garnicht unbegrenzt!! Halbleiterelemente haben eine untere Betriebstemperatur, unter welcher sie einfach nichtmehr funktionieren. Ich weiss jetzt gerade nicht genau, welche Temperatur da die Grenztemperatur ist, doch befindet die sich garnicht soweit unterhalb dem Gefrierpunkt des Wassers (um korrekt zu sein :-) ).
Eine CPU kann also nicht bis zu belibigen Minusgraden (Core-Temperatur) betrieben werden!! Genausowenig wie ein Hochleistungs-IGBT oder DIODE.

Gruss Wildfoot

Eine ziemlich praxisfremde Überlegung! :D

Erklär mir einmal, wie du eine laufende(!) CPU auf negative Core-Temperatur bringen willst (nicht einmal in der Antarktis ist es so kalt, dass du eine Standard-CPU mit >40W Verlustleistung ohne zusätzliche aktive Kühlung betreiben kannst). Und wenn Hochleistungsrechner mit flüssigem Stickstoff gekühlt werden, dann gibt es offenbar ausreichend Bauteile, die solche Kälteschocks überleben.

:hallo:



PS: Apropos Antarktis. Ich kann mich an eine Dokumentation im Fernsehen erinnern, wo Wissenschaftler bei ca. -40 Grad Celsius im Freien mit Gericom Notebooks gearbeitet haben!

ZombyKillah 06.01.2009 02:42

Der kritische Moment ist immer beim Einschalten.
Wenn der CPU mal rennt kann es draußen auch -40° haben.
Alleine durch die Chip internen "isolationsschichten" ist die eigendliche Kerntemperatur im Betrieb höher als der Kühlkörper.

Halbleiter, auch die Transistoren/Fets im CPU haben eine untere Temperaturgrenze.

Was mir mehr sorgen macht sind Netzteile, die Ihre Vergleichsspannung mit Z-Dioden und Wiederständen erzeugen, da beide Ihre Werte in Abhängigkeit der Temp. verändern.
Die Abhängigkeit der Zehner Diode ist unten in einem Diagramm und der Ohmsche ist mit einer Formel berechenbar ... an die ich mich gerade nicht erinnere ...

Wildfoot 06.01.2009 22:59

Zitat:

Zitat von FranzK (Beitrag 2337393)
Eine ziemlich praxisfremde Überlegung! :D

Erklär mir einmal, wie du eine laufende(!) CPU auf negative Core-Temperatur bringen willst (nicht einmal in der Antarktis ist es so kalt, dass du eine Standard-CPU mit >40W Verlustleistung ohne zusätzliche aktive Kühlung betreiben kannst). Und wenn Hochleistungsrechner mit flüssigem Stickstoff gekühlt werden, dann gibt es offenbar ausreichend Bauteile, die solche Kälteschocks überleben.

:hallo:



PS: Apropos Antarktis. Ich kann mich an eine Dokumentation im Fernsehen erinnern, wo Wissenschaftler bei ca. -40 Grad Celsius im Freien mit Gericom Notebooks gearbeitet haben!

Wollte damit nur sagen, dass eben Halbleiterelemente eine untere Grenztemp. haben, unter welcher sie eben nichtmehr funktionieren. Ist schon klar, dass eine sich im Betrieb befindliche CPU wohl kaum (Nitro- und Kompressorkühlung jetzt mal ausgeschlossen) unter 0°C abkühlen lässt. Darum ist hier aber das Argument von ZombyKillah umso viel wichtiger, beim Einschalten in der Kälte kann es eventuell dann eben doch mal Probleme geben.
Das mit der Core-Temperatur in meinem obigen Post war gemeint, um genau zu sein. Denn die ist das Problem bei der CPU, nicht aber zum Beispiel die Temp. der LGA's. ;)

Gruss Wildfoot


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