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"...mit Erfahrung", Eigentor?
Hallo,
nachdem ich eigentlich immer öfter in Stellenanzeigen herumkrebse, fällt mir auf, dass für jeden noch so unbedeutenden Posten "Erfahrung" in div. Gebieten - meist exotischer als eine Ananas am Norpol - gefordert wird. Schießen sich Unternehmen mit sowas nicht selbst ins Knie? Oder ist es, wie ich schon oft bemerkt habe, eigentlich wirklich nur eine Standardfloskel? pong |
warum sollen sie nicht zumindest probieren die optimalbesetzung zu finden, am ende kann man sowieso nur aus dem vorhandenen angebot wählen. Wer einen job sucht geht sowieso alle möglichkeiten durch ob man nun die anforderungen erfüllt oder nicht, lügen ist ja auch ein wichtiger teil bei einer bewerbung.
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Lügen auf beiden Seiten, ja. Eigentlich sollten Nehmer und Geber nur unter Wahrheitspflicht vorm Arbeitsrichter miteinander verhandeln dürfen. Käme mehr Vernünftiges dabei heraus.
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Ich habe schon Leute erlebt die auf "Am Boden bleibenden Bewerbungsprofilen" (also kein 20jähriger DI mit 30jähriger Berufserfahrung für ein Einstiegsgehalt) unverschämt beworben haben: Berufswechsler (am Heftigsten ein Friseur) die in ihrem Leben nie eine "Benutzerverwaltung" oder eine Datenträgerverwaltung gesehen haben, wollten sich als Citrix Terminalserver-Admin bewerben. Es waren Unzählige. Und es wurde sehr oft sehr peinlich (für den Bewerber, als auch für den Stellenausschreibenden im DataCenter).
Unser Personalchef meint er wäre schonmal damit zufrieden dass die Bewerber in etwa wissen, worum es bei dem System geht und was damit gemacht werden kann. Der größte Wissensteil wird sowieso angelernt. Daher: Sollen die Anforderungen ruhig etwas höher sein, wer es sich "zutraut" oder zumindest Ahnung hat, worum es geht, wird im persönlichen Gespräch herausgefischt oder kommt in die nächste Runde. |
find das lügen schon ok weil, nur weil jemand nicht dem anforderungsprofil entspricht heisst das noch lange nicht das er nicht besser als jemand mit erfahrung ist.
Jemand der bereit ist sich intensiv mit einer sache zu beschäftigen und in seiner freizeit sebstständig lernt kann innerhalb kurzer zeit viel besser geeignet sein als ein alter hase der sich für ein gottesgeschenk hält. Es ist halt die aufgabe von dem der das einstellungsgespräch führt da den richtigen rauszupicken. Wahrheitspflicht ist was für gerichtsverhandlungen. |
Wie immer, das Lügen ist ein schlechtes Fundament für eine gemeinsame Zukunft.
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Sollte man meinen, ja.
Aber die Zeiten wo Moral und Tugend praktizierte Werte waren sind leider vorbei.:( |
Die waren imho noch nie da, geredet wird davon jedoch vermutlich immer schon.
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Zitat:
imho gehts dabei nur um den aufbau einer bewerber-datenbank. (es könnten ja bessere zeiten kommen :hehe: ) nicht um konkrete stellen-angebote. gruselig sind eher die anzeigen, wo keinerlei erfahrung erforderlich ist... hab da sowas liegen, einkauf elektronik. mal sehen, aber für mich bedeutet das: wir wollen nix zahlen. egal was: 100€ für 2 inserate = 1000€ oder mehr monatlich gespart... billiger, billiger !!! oder geiz is... |
Du hast es erkannt! Und nebenbei ist das noch als billige Imagewerbung zu sehen -"unsere Firma gibts noch das sehen sie doch immer in den (billigen!) Stellenanzeigen-das wir weiter expandieren!:(
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Also ich sehe das so:
Eine gewisse Affinität sollte man schon zu einem Job haben. Also wenn man sich z.b. für den Job eines Programmierers bewerben will, sollte man zumindest technisches Interesse haben. Denn Leute die kein Verständnis für solche Dinge haben, werden es wohl nie schaffen. Wovon ich wenig halte, sind Leute die nur auf ihre Erfahrung und ihre Schulbildung oder ihren Titel pochen, aber das ist dann auch schon alles was ihnen einfällt zu dem Thema. Ja, es sind Informationen die man auch berücksichtigen muss. Aber am allerwichtigsten ist das Interesse an der Sache. Denn was man nicht kann, kann man in der Regel schnell aufholen. Speziell in Bereichen wie in der Edv wo sich sowieso dauernd was ändert. Da kommts vor allem darauf an, wie flexibel man ist und wie schnell man lernt und am allerwichtigsten, wie offen man gegenüber Veränderungen ist. Schnelle Anpassung an veränderte Umgebungen ist das Gebot der Zeit. Self Service for anyone, everywhere, everytime ist das Credo der Zukunft. Jemand der da noch besonders auf seine Mainframe-Erfahrung pocht (überspitzt formuliert), ist wahrscheinlich sowieso falsch am Platz. Und ich bitte darum das nicht falsch zu interpretieren, im Sinne von "ältere Mitarbeiter nicht schätzen". Die älteren Mitarbeiter über 50 sind sogar meine "High Performers". Die kriegen dafür natürlich auch die höchsten Gehaltserhöhungen und jedes Jahr einen entsprechenden Bonus. (gesetzt den Fall das die Gehälter dieser Mitarbeiter nicht sowieso schon weit höher sind als die der jüngeren) |
Zitat:
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also ich hab mich mal um eine Stelle als Support-Engineer beworben und später hat mich dir HR-Abteilung angerufen und mir 2 weitere Stellen angeboten als Systemadministrator und als Mitarbeiter im Sales Support.
und das obwohl ich die dort ausgeschriebenen Anforderungen bei weitem nicht alle erfüllen konnte. Denke, das ganze dient halt auch dazu, die Stelle etwas zu beschreiben. und natürlich hätte man am liebsten einen Mitarbeiter, der bereits überall Erfahrung hat, wird aber wohl nicht immer leicht zu finden sein :D ein wenige Verständnis von der Sache reicht also allemal um sich für ne Stelle zu bewerben wo steht "Erfahrung in ...." |
Zitat:
geiz ist g* billiger, billiger, alles um 1€. flohmarkt naschmarkt-wienzeile, samstag 15:00 du kaufst ein mountain-bike um 50.- entweder ist es gefunden oder aus minderwertigen teilen aufgebaut. sag an was du verlangt hast :hehe: |
Zitat:
Viele Leute sind viel zu "schüchtern" und "zurückhaltend". Man glaubt immer, für alle Stellen bewerben sich nur die bestmöglichen Leute. Das ist aber nicht so, denn bei weitem nicht alle qualifizierten Leute sind mobil. Viele wollen einfach nur weiter das machen, was sie immer machen. Weil sie meinen es dient der Sicherheit. So ist es aber nicht, denn man ist nur dann soweit wie möglich sicher, wenn man die Verantwortung für seine eigene Karriere selbst übernimmt. Soll heissen, wenn man permanent an sich arbeitet. In der Us-Army gibt es auch so ein Prinzip wie "Up or Out". Das heisst, man muss bis zu einem bestimmten Alter einen bestimmten Level erreicht haben, sonst ist die Zeit abgelaufen. Und ein bißchen stimmt das auch in der Arbeitswelt. (Natürlich nicht in allen Fällen). Es kommt eigentlich nur darauf an, ob man lernfähig und lernwillig ist. Dann bekommt man auch oft eine Chance und die muss man dann nützen. Gleich von Anfang an zu sagen "ich kann das sowieso nicht, weil ich das und das noch nicht gemacht habe" ist die schlechtestmögliche Ausgangsbasis. Denn wenn irgendjemand meint, daß man nur warten muss, bis man "entdeckt" wird, dann täuscht man sich. Das wird in den seltensten Fällen passieren. Für die wirklich guten Dinge muss man sich bemühen, man muss es wenigstens versuchen. Wenns nicht klappt, dann muss man sich weniger vorwerfen als wenn man schon von Anfang an aufgegeben hat. Das hat jetzt absolut nichts zu tun mit "Geiz ist Geil". Denn wenn ich eine Stelle ausschreibe, dann bezahle ich auch ein angemessenes Gehalt. Etwas weniger wenn die Person sich noch in die Rolle "hineinentwickeln" muss. Etwas mehr wenn die Person schon viel Erfahrung darin hat. Aber mit Sicherheit hat das nichts damit zu tun, daß man die billigsten Leute sucht. Nicht, wenn es um qualifizierte Jobs geht. |
Ab und zu lese ich auch diverse Stellenangebote, bei den gut formulierten werden aber die exotischen Dinge, sofern nicht zwingend notwendig auch nur als wünschenswert, aber nicht als Grundvoraussetzung angeführt.
Den normalen Arbeitssklaven fehlt es meistens an Intelligenz, um schnell etwas aufzuholen. In der Arbeitswelt, ganz wie im restlichen Leben auch, gibt es eben Menschen, die in diverse Klassen unterteilt sind. Zum Glück gibt es nicht nur Menschen 2. Klasse, zumindest haben wir da grobe und feinere Abstufungen. Es ist eben nicht jedem das Talent zum dicken Bonzen gegeben worden. Somit würde ich behaupten, dass sich Unternehmen nur dann selbst damit schaden, wenn das Stellenangebot schwammig oder generell schlecht formuliert ist. Wenn tatsächlich alle angeführten Fähigkeiten zwingend notwendig sind, zumindest aus der Sicht des Unternehmens, dann ist das, sofern sich keine qualifizieren melden, sowieso ein Problem, welches warscheinlich nach anderen Lösungsansätzen verlagen wird. Menschen, die sich sowieso schnell anpassen und notwendige Fähigkeiten rasch aufnehmen können, finden in der Regel relativ rasch überall auf der Welt einen (neuen) Job. |
Die Frage ist, wie macht man für sich selbst das beste draus ?
Und ich meine, wenn man so wie hier Hinweise von erfolgreichen Menschen bekommt, oder sagen wir Menschen die in einer bestimmten Situation erfolgreich waren, dann ist das gut. Den Rest muss man selbst entscheiden und erledigen. |
Ich glaube da muss man garnicht viel sagen. Wenn man denkt, dass der Job was ist und Spaß machen könnte, dann einfach bewerben. Was kann schlimmstens passieren, man wird nicht genommen? ;)
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Meine Erfahrung bei vielen Bewerbungen: Viele Unternehmen schreiben bewusst mehr Voraussetzungen dazu, insbesondere unerfüllbare (Stichwort 20jähriger TU-Absolvent mit 10 Jahren Berufserfahrung), um bei den anschließenden Gehaltsverhandlungen darauf pochen zu können, dass aber diese und jene Punkte nicht erfüllt werden (und mit dieser Begründung sogar versuchen tw. den Kollektivvertrag zu unterbieten: "Nach 2 Jahren wären Sie dann voll ausgebildet und hätten genügend Erfahrung als normaler Programmierer").
Allerdings betrachtete ich die meisten dieser Unternehmen eher als Bewerbungstraining, da sie auch für mich nicht das richtige Umfeld wären und außerdem die wenigsten begüngstigt Invalide einstellen. Jetzt bin ich bei der Parallel-Regierung, auch bekannt als Sozialpartner (allerdings streiten die weniger und bringen eher noch etwas vorwärts), allerdings verdiene ich halt nach deren KV deutlich weniger als in der Privatwirtschaft. Wobei mir ein sicherer Arbeitgeber wichtiger war... |
Sorry das ich auf dieses Thema hier antworte, wollte aber kein neues erstellen, da es indirekt mit diesem Thema zu tun hat.
Wie sieht, eurer Meinung (sprich den "Chefs" hier) nach, eine "gute" Bewerbung (fuer IT) aus? Es gibt sooooooviele Moeglichkeiten und Gestaltungswege, obs dem Personalchef (etc) nun zusagt oder nicht, ist ein Roulett Spiel. Was muss/soll drinnen stehe, damit diese Person es zu euch schafft, oder war geht gar nicht? LG |
Hängt davon was du konkret machen willst.
Einen Job Namens "IT" gibt es nicht. Was genau meinst du ? Software Development, Support, Presales, Consulting, Schulung ? Oder Hardware-Probleme lösen ? Dienstreisender ? Pcs zusammenbauen ? Irgendwas verkaufen ? Software/Hardware/Orgware etc... Es gibt nahezu unendlich viele Berufsbilder in der "IT". Wennst nicht präzise Angaben machst, kannst dir keine hilfreichen Antworten erwarten. |
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