WCM Forum

WCM Forum (http://www.wcm.at/forum/index.php)
-   Hardware-Beratung & Erfahrungen (http://www.wcm.at/forum/forumdisplay.php?f=53)
-   -   Erfahrungen mit Buffalo Terastation Live? (http://www.wcm.at/forum/showthread.php?t=228981)

Resimausi 21.06.2008 09:57

Erfahrungen mit Buffalo Terastation Live?
 
Hat jemand Erfahrungen mit der Buffalo Terastation Live?
siehe: http://geizhals.at/a244370.html

Der Hindergrund: Die Speicherkapazität unseres Server geht zur Neige. Eine Erweiterung mit einem NAS erscheint da die praktikabelste Lösung.
Am Server bedienen sich maximale 3-4 User(von 20) gleichzeitig.

Gespeichert werden vor allem Dokument, Bilder u.ä.


Danke im voraus für Feedbacks.

valsas 21.06.2008 11:00

NAS Produkte von Buffalo sind grundsätzlich eine gute Wahl. An und für sich spielt das Ding alle Stückerl was ein Admin und ein User brauchen, angefangen vom Raid, zentrale Verwaltung übers Web, CIF, FTP, Auto Backup Software… Der bittere Nachgeschmack von solchen Geräten lt. meiner Erfahrung: SATA gehört in den Home User PC. SARS Platten sind wirklich dauerlauffähig und ausfallsicherer. Selbst bei Raid 5 darf nur eine Platte ausfallen – das macht bei SATA Platten die nicht für den Dauerlauf ausgelegt sind ein wenig Angst. SATA Mehrfachausfälle in Serversystemen oder NAS Geräten sind kein Einzelfall und ich erlebe dies immer wieder. Da es für einen Techniker kein Problem darstellen sollte bei einem Server (wenn er nicht zu alt ist) eine komplette Übersiedelung von einem alten Raidverbund auf einen neuen größeren durchzuführen, würde ich eher diesen Part einer Erweiterung vorziehen. Außerdem sollte man den Aspekt einer Zentralen Sicherung nicht übersehen – am Server kein Problem, bei NAS Geräten hat man da eingeschränkte Möglichkeiten. Iomega bietet da NAS inkl. REV Sicherungen an.

Resimausi 21.06.2008 12:02

@valvas: Danke für die professionellen Informationen. Ein neuer Server (wäre meine Priorität) scheitert leider schlicht an den Kosten. Das Backup des NAS würde vom bestehenden LTO Streamer des Servers übernommen werden.
Hast Du eine Idee wie ich die 65GB Daten vom Server am einfachsten auf das NAS bekomme (einfach via LAN kopieren scheint etwas langwierig)?

spunz 21.06.2008 12:59

anders als via lan wird nicht gehen.

wie alt ist denn euer server, 65gb ist ja nicht besonders viel?

valsas 21.06.2008 17:42

Zitat:

Zitat von spunz (Beitrag 2285235)
anders als via lan wird nicht gehen.

wie alt ist denn euer server, 65gb ist ja nicht besonders viel?

Da hat spunz recht. Geht nur über Lan: Die Buffalo und auch viele andere NAS Geräte haben ein eigenes Fileformat. Außerdem wirst du ein Raid erstellen. Damit ist es ausgeschlossen die Festplatten in den Server zum kopieren einzubauen und dann in das NAS zurückzubauen. Am besten über Nacht kopieren. Sollte der Server nur Fast Ethernet (100 Mbit) unterstützen. Da die Buffalo Station 1 Gbit Lan unterstützt würde ich empfehlen, dass du am Server eine 1 Gbit PCi Karte einbaust (sofern der Server die nicht schon besitzt).Wenn der Switch das nicht unterstützt den auch gleich tauschen oder erweitern: Kosten kann man einsparen, indem man den alten Fast Ethernet Switch für die langsamen Systeme und Drucker verwendet und den neuen 1 Gbit Switch für die Schnelleren Systeme & natürlich die NAS verwendet. Dann kann man Ports einsparen Grund für 1 Gbit: 65 Gb sind nicht viel, dennoch laufen 2 Sicherungen am Abend oder das Sicherungsprogramm kopiert von dem Netzlaufwerk der NAS. Es kann vorkommen, dass es eines Tages von der Nas trotz inkrementellen Backups mehr Daten zusammenkommen als man denkt. Da hilft 1 Gbit im Netzwerk schon sehr viel und er wird bis zum Morgen fertig.

Resimausi 21.06.2008 18:42

Wie sieht es eigentlich mit der Zugriffszeit (suchen, öffnen und speichern) im Vergleich NAS zu einem Server aus? Gibts da Erfahrungen bzw. merken die User einen Unterschied?

spunz 21.06.2008 19:13

die billigen nas lösungen sind lahme enten - die kisten haben einfach zu wenig cpu leistung. warum steckt ihr in euren server nicht einfach 2-3 größere platten rein?

valsas 21.06.2008 19:32

Die Buffalo Terastation kostet über 1000 Euro. Selbst wenn ich SAS Platten und einen Passenden Controler dazu nehme ist man unter 1000 Euro. bei SATA oder IDE Platten kommt man noch billiger. Wenn man klonen muß sollte man ein geeignetes Programm in betracht ziehen welches Serversysteme klont.

valsas 21.06.2008 19:46

Wenn man es sehr billig haben möchte und man gerne Selber Baut: Freenas. Da kann man einen alten Rechner nehmen (1100 Mhz und 512Mb reichen) und fertig. Geht gans gut und reicht auch. Nur schön ist es halt nicht. Ich selber hab sowas bei mir Zuhause im Einsatz und geht recht gut. Da kann man die Rechnerleistung selbst bestimmen...
http://www.freenas.org/

Resimausi 23.06.2008 14:05

Danke für die aufschlußreichen Beiträge :bier:. Auf dieser Basis wurde nun folgende Entscheidung getroffen:
- Die Lösung mit dem NAS wurde verworfen (Performance, Flexibilität)
- Neuer Server (HP Proliant ML110 G5, 1GB RAM, 2x160GB + 2x500GB SATA HDD, jeweils im Raid 1 Verbund, MS Srv. 2003 R2

Frage: Wird das AD vom ersten Server automatisch auf den neuen Server repliziert wenn dieser als zusätzlicher DC in die Domäne eingebunden wird? Oder sind weitere Schritte erforderlich?

spunz 23.06.2008 20:12

http://www.microsoft.com/germany/tec...es/600096.mspx

kurz gesagt:
1. dcpromo laufen lassen
2. fsmo rollen auf neuen server übetragen
3. alten dc mit dcpromo entfernen

Resimausi 23.06.2008 20:19

Danke spunz, der alte Server soll Betriebsmaster bleiben und der neue im Falle eines Ausfalles des alten die Anmeldung der Clients übernehmen.
Ist das so machbar?

spunz 23.06.2008 20:57

klar, mach den server zum dc und fertig.

valsas 23.06.2008 21:12

Also, da muss man weiter ausholen. Um dies zu realisieren kann man die FSMO Rollen von einem Windows 2000 oder 2003 Server übertragen. Nachdem diese Rollen und Funktionen auf den neuen Server übertragen wurden nimmt man den alten Server aus der Domäne und hat alle Benutzerkonnten und den Inhalt des AD auf dem neuen Server. Somit erspart man sich eine Menge Zeit und Geld sowie das lange Aufsetzen und einrichten der Domäne. Da dies recht einfach klingt, in der Praxis aber oft gerade bei einem lang laufenden System scheitert ein wichtiger Tipp: Bitte sichere zuvor alle Systemstates und wenn vorhanden Exchangekonnten mit NT-Backup weg. Auch Acronis True Image hat mir hier schon sehr oft das Leben gerettet (www.acronis.de, unbedingt Sicherheitsdatenträger auf eine Part PE). Nun gut - wenn du von diesem Vorhaben etwas Angst hast dann hilft dir eine gute Anleitung: http://support.microsoft.com/default.aspx?kbid=324801 oder http://www.administrator.de/index.ph...fb5&query=fsmo.
Zum rein lesen: http://de.wikipedia.org/wiki/FSMO
Ich gratuliere dir/euch auch zu der Entscheidung in einen neuen Server zu investieren - dies ist sicherlich die beste Entscheidung. Nur ein Tipp: Bitte nimm 2 Gb Ram und auf das Bandlaufwerk nicht vergessen. Sicherung ist die letzte Chance bevor die Daten weg sind.

Resimausi 25.06.2008 14:45

Vielen Dank - der Server bekommt seine 2GB RAM und wird als Mitgliedsserver des (alten) DC in der Domäne integriert
Bevor ich mich ans Werk mache eine wichtige Frage:
Wie kann ich die Verzeichnisse vom alten Server auf den neuen Server bringen (kopieren oder verschieben?), sodaß die Sicherheitseinstellungen und Zugriffsberechtigungen erhalten bleiben? Also am neuen Server so sind wie am alten.
Es würde mir dadurch viel Arbeit und Mühe erspart bleiben.

spunz 25.06.2008 22:26

ja - zb mit robocopy.

Resimausi 26.06.2008 07:36

Danke, mit robocopy habe ich vorab einen Versuchslauf gemacht. Werde es so machen.

valsas 26.06.2008 07:48

Mit Total Commander geht es auch sehr schön.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 07:47 Uhr.

Powered by vBulletin® Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.
© 2009 FSL Verlag