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IT-Kollektivvertrag: Inflationsanpassung
Muss bei meinem Vertrag abends zuhause nachsehen... wie ist denn das mit dem Standard-IT-Kollektivvertrag und der Anpassung des Gehalts an die Inflation? Ist da eine entsprechende Klausel drinnen?
Wohnungsmieten werden ab ~Mai ja wieder an die Inflation angepasst... Danke! |
IMHO gibt es in den KV's generell keine standardmäßige inflationsanpassung ... erst durch die jährlichen tarif-verhandlungen werden die gehälter bei einigung dienstnehmer-/dienstgebervertreter entsprechend angehoben ...
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Servus,
da hast Du leider Pech ! Im IT-KV ist keine Isterhöhung drinnen und Heuer wurde es auch von der Wirtschaft abgelehnt eine Isterhöhung in den Kv zu geben. Den Super-KV hat damals der Salmutter vehandelt und hat auch noch Stolz gesagt, dass es einer der inovativsten Kvs ist.:mad: lg w |
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IMHO ist aber in den wenigsten KVs eine automatische Inflationsanpassung drinnen!
Wird doch jedes Jahr wieder bei den Verhandlungen der Sozialpartner beschworen- Inflationsanpassung +x% ! |
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in dem mir vorliegenden kv. (ev. gibt es ja einen neuen, den ich nicht kenne)
steht was von 6,9% erfahrungsbonus/jahr. sollte die inflation in etwa abdecken. |
Chosen, Du bist Dir sicher, von einem KV zu sprechen und nicht Deinem persönlichen ADV? Wenn ja, welcher KV ist das?
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Ich glaube man kann das nicht so an einem speziellen Kollektivvertrag festmachen.
Es ist einfach eine Tatsache, daß in den westlichen Ländern die Gehälter stagnieren. Und ganz speziell im It-Bereich ist noch mehr Druck drauf, da es ja speziell dort auch über die Grenzen hinaus starke Konkurrenz gibt. |
Im IT-Kollektivvertrag gibts keine Indexanpassung.
Aber IT-Kräfte (vor allem mit Erfahrung und guten allgemeinen Kenntnissen, auch über den "Tellerrand" hinaus) werden genug gesucht. Die goldenen Jahre (Y2K, EURO Einführung) sind zwar vorbei, aber es lässt sich noch genug Geld damit verdienen. Es gibt sogar schon bei vielen Unternehmen wieder ein Umdenken (Weg von Indien, etc.); |
Das ist keine Frage.
Es ist so wie immer. Man muss sich der Konkurrenz stellen und durchsetzen, dann kann man profitieren. Aber alle können nicht gewinnen, so ist das nun mal. Wenn man permanent an seiner Karriere arbeitet und sich weiterentwickelt, wird man wohl auf der "Sonnenseite" sein. Wenn man zeitlebens das gleiche macht dann könnte es passieren, daß irgendwann nichts mehr "weitergeht". |
Einen Nachteil habe ich jedoch vergessen, zu erwähnen (aber dieser gilt wohl für andere Branchen auch):
"Die Karrierespirale". Man ist gut im Job, hat Spaß und das Unternehmen erkennt dies auch. Man bekommt daher immer mehr Angebote für den Karrieresprung, die man anfangs auch gerne annimmt. Mehr Geld, mehr Perspektiven, Auslandserfahrung, und vielleicht noch mehr Spaß an der Arbeit. Irgendwann stellt man sich jedoch die Frage, braucht man das eigentlich? War es doch nicht früher, wo man einen überschaubaren Bereich hatte, nicht schöner und etwas weniger gestreßt? Oft gehts dann nicht mehr retour, was bleibt ist meist nur eine Kündigung. Damit ist es aber nicht ausgestanden. Man bekommt anfangs sicher viele gute Jobs, die aber genau dort fortsetzen, wo man aufgehört hat. Das will man aber nicht. Ein paar Stufen tiefer geht aber nicht: "Sie sind überqualifiziert" heißt es dann. Wartet man zulange, dann hat man in seinem Beruf oft gar keine Chance mehr. Die guten, aber "Full-Time-Jobs" sind weg, andere bekommt man in seiner Branche nicht. Was bleibt ist eine komplette Neuausrichtung, wenn man Zeit, Geld und Untersützung der Familie hat. Mir gings vor 2 Jahren genauso. Gott sei Dank hatte ich das Glück, dass unser Unternehmen das verstand, auch entsprechende Stellen frei waren und ich heute mehr Freizeit, mehr vom Leben habe - und das Unternehmen trotzdem einen guten, fähigen Mitarbeiter an einer Stelle, wo beide profitieren können. Aber wie ich aus meinem Freundeskreis höre, ist das wohl eine Ausnahme. |
Ich glaube man kann das nicht generell so sagen.
Wenn ein Manager offen für alles ist, wird er auch diese Option sehen. Wahrscheinlich hängt es auch damit zusammen, daß manche Verantwortliche einfach nicht genug Selbstvertrauen haben und Angst davor, sich interne Konkurrenz ins Unternehmen zu holen. Und wenn jemand nicht offen für alles ist, dann ist es sowieso besser man geht woanders hin. |
Nun, generell kann man es nicht sehen - das stimmt. Aber gerade in höheren Ebenen läuft es fast immer so. Viele machen halt mit, sei es aufgrund der Verdienstmöglichkeiten, etc. Darum ist der andere Weg
eher die Ausnahme. Ein Unternehmen wird einem entgegenkommen, wenn es dem Unternehmen was bringt (d. h. Verfügbarkeit, etc.), sonst nicht. So einfach ist es. Aber wir weichen jetzt vom Threadthema ab ... |
Was bringt einem Unternehmen was ?
Ein Mitarbeiter mit Erfahrung der auch länger bleibt, würde ich meinen ? Und ein Mitarbeiter der auch flexibel ist und bereit ist neues zu lernen. |
Korrrekt. Aber nur dann, wenn das Unternehmen den Mitarbeiter auch so einsetzen kann. Das geht manchmal, aber nicht immer (Standort, Verwendungszweck, etc.).
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Hängt auch von der Qualifikation des zur Verfügung stehenden Jobs ab.
Ich formuliere das absichtlich jetzt so und schreibe nicht "Qualifikation des Mitarbeiters". Denn natürlich gibt es viele hoch qualifizierte Menschen, nur das nützt genau gar nichts, wenn keine dazupassende Stelle vorhanden ist. Was das Unternehem machen kann um das ganze zu verbessern ist klarerweise offen zu sein auch für Standorte mit höherem Lohnniveau und offen zu sein für permanente Weiterbildung. Nur wie gesagt, das wird vor allem nur bei hoch qualifzierten Jobs möglich sein. |
Zitat:
der von 2005 (wenn wer kostenfreien link zur neuesten version hat: bitte posten) was ist adv? wurde dieser passus seither sozial abgebaut? "bester" kv. für it: sozialökonomische betriebe 1600.- bto hilfsarbeiter beginnen dort mit 680.- bto für 30h soziales lohndumping |
adv = Angestelltendienstvertrag
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Manche sagen auch AV -wie Arbeitsvertrag dazu!
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Zitat:
Einen Mindestlohn würde ich nicht unbedingt als Lohndumping bezeichnen. Lohndumping ist, wenn man z.b. die Arbeitsleistung aus dem Ausland "zukauft" anstatt diese aus dem Inland zu beziehen. Um eben diese Mindeslöhne noch zu unterbieten. Da werden dann z.b. 3 Euro pro Stunde bezahlt. Oder noch weniger. Sowas ist bei mir Lohndumping. |
meine definition von Lohndumping:
http://www.jobberlin.com/news.php?id=4 |
Ich verstehe was du meinst.
Aber mich stört an diesen Betrachtungsweisen der "negative Ansatz". Es wird nur gejammert wie schlimm doch alles ist. Aber wer VERLANGT auch mal was von den Leuten die sich ein "höheres Gehalt" wünschen ? Ich meine, in gewisser Weise ist doch jeder für seine Karriere selbst verantwortlich. Und wenn jemand niemals etwas für seine Weiterentwicklung tut, sondern nicht mehr will als "Regale schlichten", ums mal übertrieben und überspitzt zu formulieren, dann wird er immer "unten" bleiben. Das "Maximum" was sich solche Leute erwarten können, sind eben die genannten Kollektivvertragslöhne. Irgendwas muss man ja anbieten können, um sich von "der Masse" zu unterscheiden, wenn man ein Gehalt will, das sich von der Masse unterscheidet. Oder wie soll das sonst funktionieren ? |
Vorsicht!
da darfst du aber nicht von dir ausgehen betrachte das schwächste glied Nicht sonderlich inteligent kein schulabschluss ausländische abstammung ..... auch er hat das recht auf einen "korrekt" bezahlten Job durch solche versteigerungen wird ihm aber das recht genommen und er wird sprichwörtlich zum bezahlten Sklaven es giebt immer wider jemanden der die gleiche tätigkeit für weniger geld macht aber irgendwo muss eine grenze sein =KV mindest Lohn und genau da setzt aber diese JopBörse an sie umgeht den KV Heute ist es mir egal ich habe einen guten Jop und bin weit über KV bezahlt aber wie schauts morgen aus? |
Wie gesagt, ich verstehe deine Argumente.
Aber es war immer so und wird immer so, daß die schwächsten in der Gesellschaft immer Nachteile haben werden. (Oder sagen wir mal die Stärksten werden immer Vorteile haben). Wenn es umgekehrt wäre, würde ja die Wirtschaft völlig zusammenbrechen. Z.b. wenn man jedem Menschen in Österreich sagen wir mal 1000 Euro Mindesteinkommen garantiert, und das ohne was zu arbeiten. Was glaubst du wer dann noch arbeiten geht ? Oder umgekehrt formuliert: Wenns diese Job-Bören nicht gibt, meinst du jemand fühlt sich besser wenn er arbeitslos ist anstatt bei einer Job-Börse zu arbeiten ? Oder nochmals anders formuliert: Ich habe auch sogenannte "Contractors" eingestellt, und meinst du wirklich die verdienen schlecht ? Die verdienen mindestens das 5-fache von den genannten Kollektivvertragslöhnen !!! Es hat wie gesagt nicht direkt was mit der Job-Börse zu tun. Qualifizierte Leute werden immer Vorteile haben. Und Leute die nichts für ihre Ausbildung tun werden immer Nachteile haben. Was ich aber tatsächlich als Problem sehe ist, wenn irgendjemand die Kollektivverträge umgeht. Da bin ich ganz bei dir. Also qualifzierte Mitarbeiter in ihrem Job arbeiten zu lassen und das über eine derartige Job-Börse, ohne ihnen den laut ihrer Arbeitsleistung gültigen Kolletikvvertrag zu bezahlen, ist ein reales Problem. Sowas muss natürlich bekämpft werden, denn wozu brauchen wir dann noch Kollektivverträge ? Genauso wie ich es absolut nicht in Ordnung finde, Leute am Sonntag oder Feiertag arbeiten zu lassen, aber ihnen dann das DOPPELTE Gehalt verweigern zu wollen. Oder Leuten bei Überstunden die ihnen zustehenden 50%-igen Überstundenzuschläge verweigern zu wollen. Bei diesen Dingen frage ich mich wirklich, was das soll ? Wenn man von jemand besondere Leistungen erwartet, muss man auch eine besondere Bezahlung anbieten. Es ist die Aufgabe des Staates dafür zu sorgen, daß das auch passiert. Unternehmen die das nicht einhalten, haben keine Existenzberechtigung. (Das sehe ich persönlich sogar mindestens Eu-Weit, besser wäre noch weltweit). Aber davon träumen wahrscheinlich sehr viele Menschen... |
Noch was dazu:
Hier reden wir natürlich nur von Mindest-Standards. Das Bestreben und der Erfolg von qualifzierten Mitarbeitern sollte natürlich über die kollektivvertragliche Bezahlung hinausgehen. Nur um diesen Erfolg zu erlangen muss man auch persönlich dafür arbeiten bzw. sich persönlich dafür einsetzen und nötigenfalls auch die Arbeit wechseln, anders wird das niemals funktionieren. Diesen "Erfolg" kann man nicht delegieren, den muss jeder persönlich für sich selbst erringen. |
Zitat:
:lol: lässt einer sechs türen renovieren. beim profi aus dem i-net. 6 türen und 600.- anzahlung weg :roflmao: zum thema: it kv: Engineer 2 (Level 6) EUR 32.000 bis EUR 53.000 Jahreszielgehalt 18.06.2003 10:15 ökosozialer kv: 1680.- +20% (2%/jahr max. 10 jahre) schlechte optik |
Was ist "Anzahlung weg" ?
Du meinst, du hast 6 Türen renovieren lassen, die wurden inklusive Anzahlung mitgenommen und dann waren die Anzahlung und die Türen weg ? Oder ist das eine fiktive Geschichte ? Wenn fiktiv, wozu erzählst du das dann ? Ich meine, um das Geld kriegst locker 6 neue Türen, da bleibt noch viel Geld übrig. Und warum war das so ? Weil es sich um Kriminelle handelte, die das Geld genommen haben und die Türen weggeschmissen haben ? Oder weil die Firma in Konkurs gegangen ist ? Oder weil die Jobberlin oder der Jobazaar in Konkurs gegangen sind ? Wenn das so gemeint war, wie willst du das "Konkurs-Risiko" jemals vermeiden als Kunde ? Wie definiert sich ökosozialer Kv ? |
@LoM
Die Gschichte hats wirklich gegben war einmal im Fersehen-weis nicht mehr ob Planetopia/akte/oder Spiegel TV . Da gings aber glaub ich um so eine Rückwärtsversteigerung (der billigste kriegt den Job) der hat die Türen irgendwo gelagert und die Kundin hat 2 monate diese gesucht-die anzahlung war auch futsch genauso wie der Handwerker :( Geiz ist Geil:D ! |
Ja, kann mir vorstellen das sowas passieren kann.
Speziell in derartigen Online-Versteigerungen wird wohl jemand der rücksichtlos ist, auch rücksichtslos den niedrigsten Preis bieten. Nur andererseits kann dir das bei jedem regulären Handwerksbetrieb auch passieren. Wie willst du sowas wirklich mit Sicherheit ausschließen ? Was mir nicht so gut gefällt sind so urbane Legenden, wo jemand von jemand anders was gehört hat, der auch von jemand anders was gehört hat. Das ist mir etwas zu "transzendent". Man sollte vielleicht eher bei Geschichten bleiben die man selbst erlebt hat. Oder auf mögliche Risiken hinweisen. Aber nicht so auf die Art von "irgendwas ist irgendwann passiert". Ist mir zu wenig konkret sowas und sagt daher nicht viel aus. |
Außerdem hat das Thema Londumping nur indirekt was mit Inflationsanpassung zu tun.
Genauso wenig wie das Thema "minimaler Preis" direkt was mit Inflationsanpassung zu tun hat. Wenn das so weitergeht wird der Thread wohl ins Off-Topic wandern müssen. |
Tja...
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Hängt davon ab was du willst.
Wennst motivierte und hoch qualifiziert Mitarbeiter willst und brauchst wird das nicht gehen. |
Update
...sagt, wann sind denn die Verhandlungen für eine allfällige Anpassung des IT-Kollektivvertrages? Sollten die nicht im Herbst stattfinden? Wie groß sind die Chancen, dass wir diesmal besser aussteigen?
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Zitat:
pong |
Zitat:
Da bist aber noch gut im Glauben ^^ |
Bei einer Krise steigt man bereits gut aus, wenn man seinen Arbeitsplatz nicht verliert.
Wenn ich mir die Probleme in Ländern ansehe, die oft 15% Inflation haben, wird mir bewusst wie gut es uns eigentlich geht. |
Wann werden Verhandlungen geführt, sofern sie geführt werden?
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Update
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