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Was sagen mir diese RAM-Werte??
Hi Leute
Ich habe mal wieder eine reine Neugierde-Frage. RAM's sind ja immer mit solchen Zahlengruppen (Speicher-Timings) versehen, um sie genau zu karakterisieren/spezifizieren. Nun frage ich mich aber, wofür stehen die einzelnen Werte und wie/wo kann oder muss ich diese verwenden? Auch, wie sieht man den Zahlen an, welcher guter (schneller), welcher nicht so guter RAM ist?? Zum Beispiel ist hier ein Auszug von Everest über meine Kingston RAM's: ein 512MB Block Speicher Timings @ 200 MHz 2.0-2-2-5 (CL-RCD-RP-RAS) / 11-13-2 (RC-RFC-RRD) ein 1024MB Block Speicher Timings @ 200 MHz 3.0-3-3-8 (CL-RCD-RP-RAS) / 11-14-2 (RC-RFC-RRD) @ 166 MHz 2.5-3-3-7 (CL-RCD-RP-RAS) / 10-12-2 (RC-RFC-RRD) @ 133 MHz 2.0-2-2-6 (CL-RCD-RP-RAS) / 8-10-2 (RC-RFC-RRD) Das Einzige, das mir hier so auf die Schnelle klar ist, ist die Taktfrequenz :p Merci schonmal für die Erklärungen ;) Gruss Wildfoot |
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kurz gesagt, je höher der takt und je niedriger die timings, also diese zahlen sind, desto besser is der ram.
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O.K.
Also die Erklärungen von Wikipedia sind ja schon mal garnicht schlecht, doch haben sich noch nicht alle meine Fragen geklärt. Ist es tatsächlich so, dass bei Wiki ausser der CL keine der ersten 4 Zahlen meines RAM's erklärt wurde, oder nennt Everest die einfach anders (CL-RCD-RP-RAS)?? Naja, das ist ja auch schon bei der CL der Fall, Wiki nennt die ja (CAS-TRCD-TRP-TRAS) Auch scheint mir bei den hinteren Zahlen eine zu fehlen? Wiki: 10 ns - 10 ns - 10 ns - 25 ns Everest: 11-13-2 Und wieso ist da meine letzte Ziffer kleiner als die anderen, wärend sie bei Wiki einiges grösser ist?? :confused: :confused: :confused: ?? Und wie ist es nun, wenn man zwei Rigel zusammen schalten will? müssen da wirklich alle Werte der beiden Rigel exakt genau gleich sein, oder kann sich ein "schnellerer" Rigel einem "langsameren" anpassen?? Würden also (mal von der MB-Grösse abgesehen) meine beiden Rigel zusammen geigen?? Zitat:
(O.K. Wenn beides die gleiche "Einheit" hat, ist es eh egal :p ) Gruss und Merci für die Info, Wildfoot |
Ja Everest nennt die Werte leicht anders!
CAS = CL (= Column Address Strobe Latency) {hier ist aber der Wikipedia Beitrag ungenau, weil die Bezeichnung entweder CAS Latency oder CL sein sollte} TRCD = RCD (= RAS-to-CAS-Delay) TRP = RP (= RAS Precharge Time) TRAS = RAS (= Row Active-to-Precharge-Time) Die Werte geben jeweils die Anzahl der Taktzyklen für die jeweiligen Timingparameter wieder. z.B: CL 2 bedeutet 2 Taktzyklen Wobei sich der Taktzyklus natürlich je nach Taktfrequenz ändert. Höhere Frequenz -> kleinerer Taktzyklus und umgekehrt! Während ein Taktzyklus bei 100 MHz Taktfrequenz zb. 10 ns lang ist, ist er bei 200 MHz nur mehr halb so lang, also 5 ns. -> Hier zählt aber nur der reale Takt; also bei DDR 400 (richiger PC-3200) genauso wie bei DDR2 400 (richtiger PC2-3200) wären das also 200MHz! Bei 2 Riegeln kommen immer die Werte des langsameren Riegels zu tragen! Es handelt sich bei den Werten im SPD ja um Maximal-Werte (langsamer geht immer!) Bei deinen 2 Bsp.-Riegeln schafft der 333er Riegel eine minimale CL von 15 ns (= 2,5 x 6) und der 400er Riegel 15 ns (3 x 5) -> du siehst also das beide Riegel eine gleich schnelle CL schaffen -> bei 333 MHz könntest du den 400er Riegel auch mit CL 2,5 Laufen lassen! Zu deinen Everest Ausgabewerten (11-13-2): Die beziehen sich ja auf andere Speicherparameter (RC-RFC-RRD)! Welche Timings die jetzt genau karakterisieren, weiß ich aber leider bis auf RC (= RAS Cycle Time, TRC) auch nicht! gruß, markus Nachtrag: Ach ja, zwischen TRC, TRAS und TRP gibt es noch folgenden Zusammenhang: TRC = TRP + TRAS -> bei deinen Angaben zum 512er Riegel( 2.0-2-2-5 (CL-RCD-RP-RAS) / 11-13-2 (RC-RFC-RRD) stimmt also etwas nicht! Da müßte TRC eigentlich 7 und nicht 11 sein! Also entweder du hast dich verschrieben oder der Speicherriegelhersteller hat im SPD falsche Werte abgelegt. |
Ahaa.. Also wieder mal zwei Namen für genau das Gleiche. :(
Aber mein Durchblick wird immer klarer. :-) Dass der Taktzyklus von der Taktfrequenz abhängt, ist ja logisch. Ich wusste bloss nicht, ob es für die Berechnung eine Rolle spielt, ob es nun DDR1, DDR2 oder DDRirgendwas ist. Bei deinem Berechnungsbeispiel peil ich jetzt aber den Weg nicht gerade? Zitat:
(Der 1024MB Block ist ein Modul, welches mit 133/166/200MHz laufen kann.) Also ist eigentlich der 512MB Block von den Werten her der edlere Block?? Gruss und merci, Wildfoot |
sorry,
da bin ich bei meinem berechnungsbsp. etwas durcheinander gekommen ;) die werte beziehen sich auf dein bsp. etwas oberhalb, Zitat:
also hast du recht, der 512er riegel mit den werten 2.0-2-2-5 ist gegenüber dem 1024er riegel mit den werten 3.0-3-3-8 natürlich der schnellere! gruß, markus |
dann schaut euch mal benches an ;) der unterschied is kaum merkbar. bei real-performance merkt man dann noch weniger. man kann natürlich rein rechnerisch bestimmen welche kombination theoretisch am meisten daten durchschaufelt, das schaut in der praxis aber wieder ganz anders aus weil da mehrere faktoren mitspielen. erfahrungsgemäß kann ich sagen, dass latency-sprünge von 3 auf 2.5 immer noch mehr ausmachen als von 2.5 auf 2. vom datendurchsatz her machts noch am meisten sinn die latency moderat zu halten und mit dem takt möglichst weit raufzugehen, die wenigsten anwendungen ziehen einen vorteil aus scharfen timings.
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Hmm...
Ich überlege gerade, ist eigentlich logisch, dass Memory-Size mässig grössere Blöcke (bei mir also der 1024MB Block) die schlechtere CL haben. Grössere Blöcke brauchen mehr Speicherbausteine, und somit steigt die Chance, dass ein (oder auch mehrere) Baustein darunter ist, welcher die tiefe CL nicht schafft. Stimmt, die Benches der RAM's sind meist eh nicht so aussagekräftig darüber, was die Performance des Gesamtsystems angeht. Da gibt es noch ganz andere (verhältnismässig viel viel schlimmere) Faktoren, weshalb ein System vielleicht nicht so schnell ist. Kann man daher also sagen, dass es beim Kauf des RAM's eigentlich garnicht so darauf ankommt, welche CL der hat? Einfach die Frequenz sollte zu Mainboard und CPU passen?? Gruss Wildfoot |
takt is am wichtigsten würd ich sagen, für schärfere timings braucht man auch in den meisten fällen mehr spannung für den speicher, is eh nicht so das wahre.
wenns dich interessiert such in google einfach mal nach tests und benchmarks die sich dezidiert mit rams beschäftigen, gibts zum sau füttern... |
Aha, O.K., gut.
Dann habe ich jetzt eigentlich nur noch eine Frage. Und zwar, es steht bei mir in Everest bei jedem RAM-Modul folgendes: Auffrischungsrate: Reduziert (7.8 us), Self-Refresh Ist das "Reduziert" etwas, das mich beunruhigen sollte?? Oder kann man das auch positiv verstehen. So dass der RAM die Daten weniger häufig auffrischen muss, als dass der RAM (Hersteller) das für den schlimmsten Fall vorgesehen hat?? Gruss Wildfoot |
also mal vorweg: mach dir keine gedanken über solche angaben, sowas is in der praxis nur mäßig relevant ;)
reduziert bezieht sich in diesem fall aber auf die zeit, das heisst der ram frischt öfters auf |
Heisst das, es ist also nichts, was mir die Performance klaut??
Merci für all die Infos :-) Gruss Wildfoot |
imho absolut nicht
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O.K. Danke vielmals. :-)
Gruss Wildfoot |
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