WCM Forum

WCM Forum (http://www.wcm.at/forum/index.php)
-   Hardware (http://www.wcm.at/forum/forumdisplay.php?f=21)
-   -   Vista - 63% RAM Auslastung im Normalbetrieb? (http://www.wcm.at/forum/showthread.php?t=211608)

Highflyer1990 08.03.2007 19:48

Vista - 63% RAM Auslastung im Normalbetrieb?
 
Hallo,

ich habe seit heute ein neues Ntebok it Windows Vista-Premium.

Bis auf ein Problem bin ich damit bis jetzt auch zufrieden:

Ich habe ganze 63% Ram Auslastung bei 1024mByte Speicher im Normalbetrieb!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so bleiben muss.

Darum habe ich mal ein paar Screenshots der laufenden Prozesse gemacht (2 Seiten):

http://img515.imageshack.us/img515/9...ozesse1yg7.jpg

http://img410.imageshack.us/img410/2...ozesse2ha2.jpg

Könnt ihr mir sagen,welche Prozesse ich ohne Bedenken beenden kann?

Oder gibt nützliche Programme, die das erledigen?

Vielen Dank

jumon42 08.03.2007 20:01

Jetzt bei den paar Programmen oder Diensten rum fummeln bringt gar nichts. Die Definition von Microsoft für den Titel Vista Premium sind 1 GB RAM.
Jeder aber weiss, dass man für den richtigen Betrieb von Vista 2 GB braucht.

Highflyer1990 08.03.2007 20:08

Das es gar nichts bringen würde, kann ich mir nicht vorstellen...

Seit wann braucht ein System 59 Prozesse???

EDIT: Ich habe grade ein Programm gefunden: http://www.mlin.net/StartupCPL.shtml

Aber habt ihr noch Tipps?

jumon42 08.03.2007 20:16

Schau dir mal die Prozesse an wo Basti steht. Die kannst du alle zu machen. Aber ich dachte du willst mit dem PC irgend was machen?
Ansonsten ist das alles Peanuts. Der eine oder andere Prozess ist sicher überflüssig, aber du weist nicht welche Seiteneffekte dabei entstehen können.

Das Tool ändert die Einträge in der Registry unter Run. Dies sind meistens die Programme, die rechts unten als Icon erscheinen.

Highflyer1990 08.03.2007 20:21

Danke^^

mack3457 08.03.2007 20:27

Hi!

Du solltest Dich von der Vorstellung verabschieden, daß es schlecht wäre, wenn viel vom RAM genutzt wird.

Je mehr vom RAM genutzt wird, desto schneller kann das Betriebssystem reagieren. Wenn es erst noch Dinge von der Platte laden muß, dann dauert das um einige Größenordnungen länger, als wenn es es direkt aus dem RAM laden kann.

Deshalb versuchen Betriebssysteme möglichst viel im RAM zu halten. Und falls andere Sachen im RAM gebraucht werden, die dort noch nicht drinstehen, dann werden halt die Sachen als frei markiert, von denen man annehmen kann, daß sie als letzte gebraucht werden.

Die Frage sollte also eher heißen: warum benutzt Vista nicht ständig (fast) 100% von Deinem RAM? Warum nutzt Vista nicht die Ressourcen, die hardwaremäßig zur Verfügung stehen?

Gruß,
Thomas

klausdonath 08.03.2007 20:57

Zitat:

Original geschrieben von mack3457
Hi!

Du solltest Dich von der Vorstellung verabschieden, daß es schlecht wäre, wenn viel vom RAM genutzt wird.

So sieht es aus!

Highflyer1990 08.03.2007 21:20

So kann mans natürlich auch sehen...

Vielen Dank euch allen!

superburschi 08.03.2007 21:42

Prozesse...
 
Du solltest mal unterschieden was "Vista" Speicherbelegung und "Basti" Speicherbelegung ist :D

Ich lese da z.B. noch:

Bittorrent -> Filesharing Programm
Internet Explorer -> Browser
Paint -> Malprogramm
Defragmentierung -> Datenträgertool
SideBar -> Infos u.a. Börseninfos

Das ist natürlich nicht immer nötig und nicht "Vista"...

Weiterhin hast Du da jede Menge Dienste am Laufen wie z.B. der von PowerDVD, der immer schön aktiv ist, und andere...

Da hilft nur aufräumen...

Gruß

Dirk

Garmin196 08.03.2007 23:42

Zitat:

Seit wann braucht ein System 59 Prozesse???
Das Nennt man Verschwendung, oder Micro$oft:
wir haben es nicht besser gekonnt

Es ist doch bekannt, VISTA ist ein Ressorcenfresser,
benötigt 5-6 mal mehr Festplattenbedarf, und die doppelte Menge
an Ram

Du bist nicht der einzige, der sich wundert,
die Foren sind voll mit Fragen - warum -
weshalb, und überhaupt, Vista ist doch das
sicherste Betriebssystem aller Zeiten,
dann muss das eben so sein

Mike

jumon42 08.03.2007 23:54

Zitat:

Original geschrieben von Garmin196
Das Nennt man Verschwendung, oder Micro$oft:
wir haben es nicht besser gekonnt

Es ist doch bekannt, VISTA ist ein Ressorcenfresser,
benötigt 5-6 mal mehr Festplattenbedarf, und die doppelte Menge
an Ram

Du bist nicht der einzige, der sich wundert,
die Foren sind voll mit Fragen - warum -
weshalb, und überhaupt, Vista ist doch das
sicherste Betriebssystem aller Zeiten,
dann muss das eben so sein

Mike

Das hättest du doch auch in einem einzigen kurzen Satz schreiben können.

Und zwar so: Ich mag kein Vista :D

Isegrim 09.03.2007 00:09

Zitat:

Original geschrieben von jumon42
Jeder aber weiss, dass man für den richtigen Betrieb von Vista 2 GB braucht.
:idee: ...und ich dachte immer 640 kB Arbeitsspeicher sollten eigentlich genug für jeden sein.

HAND
Wolf
:lol:

superburschi 09.03.2007 00:41

...das ist FORTSCHRITT...
 
...wir schreiben das Jahr 1968 - Die Menschheit baute einen Nasa-Computer mit nicht mal 1 MHZ Taktfrequenz und weniger als 64KB RAM um ein Betriebssystem zu betreiben, welches eine Kapsel mit Menschen zum Mond zu steuern vermag und auch wieder zurück...

...wir schreiben das Jahr 2007 - Die Menscheit wird vor die Tatsache gesetzt dass man mindestens die Rechenleistung von 1000! Nasa-1968-Computern und auch den 15tausendfachen RAM eines Nasa-1968-Computers benötigt um das aktuellste Betriebssystem zu starten...

Wenn das der Konrad lesen würde, der dreht sich im Grabe um... Oder etwa doch nicht? - Er hat ja bis 1995 noch die Entwicklung miterlebt...

Aber so darf man das ja eigentlich auch nicht sehen...

Wie wäre es denn wenn Vista superwenig Ressourcen benötigen würde und alles für die Programme reservieren würde...

Dann sähe es doch auf dem Dektop etwa so aus - kein Aero...

http://upload.wikimedia.org/wikipedi...p_animiert.gif

Wer nimmt denn alles sooo ernst ?

Allerdings werden wohl in zwei Jahren alle lachen wenn es die 5Ghz Rechner mit 16GB Ram gibt und Vista im "Hintergrund" läuft...

Fazit:

Wie der FSX :D designed for the future ;)

Gruß

Dirk

jumon42 09.03.2007 00:41

Zitat:

Original geschrieben von Isegrim
:idee: ...und ich dachte immer 640 kB Arbeitsspeicher sollten eigentlich genug für jeden sein.

HAND
Wolf
:lol:

Das ist eigentlich noch 10 mal zu viel. Mit meinem Commodore 64 hatte ich sehr viel Spaß. Da kommen so manche Spiele von heute nicht mit. Das waren noch Zeiten als man die Bytes noch einzeln zählen konnte.:-)

Sekunden zu spät. Da war einer schneller.

superburschi 09.03.2007 00:46

C64
 
Ich hatte (und habe ihn auch noch) einen Atari 1024ST umgebaut auf Blitter-Tos mit 1 MB RAM und 20MB SCSI-Festplatte in einem umgebauten Gehäuse...

Das waren noch Zeiten...

:D

Gruß

Dirk

klausdonath 09.03.2007 10:26

Zitat:

Original geschrieben von Garmin196
Das Nennt man Verschwendung
Schonmal dran gedacht, dass eine Aufgabe verteilt auf mehrere Prozesse deutlich Multicore freundlicher ist?

Davon abgesehen:
Jedes neue PC-Betriebssystem benötigt mehr Rescourcen als das alte...
Das war so, das ist so und das wird so bleiben. Diese Vista Antipathie geht mir sowas von ...
Sollen Die sich doch Linux installieren, einen Mac kaufen oder Windows NT 4.0 einsetzen. Das benötigt auch keine 2Gb RAM. Allerdings gibt es auch keine Software dafür, die 2GB ausnutzt... Dann sollte man sich allerdings fragen, warum man denn 2GB RAM hat? :D

superburschi 09.03.2007 15:40

Zitat:

Original geschrieben von klausdonath
Schonmal dran gedacht, dass eine Aufgabe verteilt auf mehrere Prozesse deutlich Multicore freundlicher ist?

Definitiv! Da hat hier bestimmt jeder schon dran gedacht der den FSX betreibt und sich über die Multicore-Perfomance ärgert...

Zitat:

Original geschrieben von klausdonath
Dann sollte man sich allerdings fragen, warum man denn 2GB RAM hat? :D
Wenn Du Video, Ton oder Bildbearbeitung machst brauchst Du schon 2GB RAM, ist zwar nicht das "Muss" aber macht es doch wesentlich schneller - hatte unter NT4 auch diese Probleme mit dem fehlenden RAM, da wären mir damals 2GB schon lieb gewesen...

Zitat:

Original geschrieben von klausdonath
Diese Vista Antipathie geht mir sowas von ...
Das ist immer so mit der Antipathie, vor Jahren war es XP, jetzt ist es halt Vista... Abwarten und Tee trinken, irgendwann regt sich da keiner mehr drüber auf und alle sagen:

Vista ist stabil, warum soll ich das verschwenderische Nachfolgebetriebssystem von Vista nehmen... :D

Gruß

Dirk

klausdonath 09.03.2007 15:49

Naja. spätestens wenn 4Gb RAM Pflicht werden, stellt sich die Frage nach Windows XP gar nicht mehr. Außer es hat jemand ernsthaft vor dessen 64bit Version einzusetzen :D

Klar, bei Videobearbeitung kann es nicht genug RAM sein. Bei Bildbearbeitung reicht meines Erachtens locker der 1Gig Riegel.

So ich verabschiede mich mal für eine Woche zur Skisaison! http://www.aimface.com/ikons/IKON23b...f6b4f73dad.gif
werden bestimmt einige jubeln, eine Woche meine Kommentare nicht lesen zu müssen :D

superburschi 09.03.2007 18:31

Zitat:

Original geschrieben von klausdonath
So ich verabschiede mich mal für eine Woche zur Skisaison! http://www.aimface.com/ikons/IKON23b...f6b4f73dad.gif
werden bestimmt einige jubeln, eine Woche meine Kommentare nicht lesen zu müssen :D


:D Gut Holz ;)

Garmin196 10.03.2007 00:36

Zitat:

Diese Vista Antipathie geht mir sowas von ...
absolut Schmerzfrei diese Einstellung..

+++++++++++ AUSZUG AUS DER EULA +++++

"Der Benutzer stimmt zu, daß sich Vista regelmäßig mit Microsoft verbindet, ohne im Einzelfall den Benutzer auch nur davon zu unterrichten, und Informationen über den PC und die installierte Software übermitteln. "(EULA=Endbenutzer-Lizenzvertrag, Punkt 7)

"Bei Vista soll der Benutzer nicht mehr nur auf Updates verzichten, falls die "Überprüfung" fehlschlägt. Microsoft behält sich vielmehr vor, das Betriebssystem bis hin zu Unbenutzbarkeit zu deaktivieren, wenn der Prozess scheitert "(EULA, Punkt 5).




"Mit der Benutzung von Windows Vista stimmt man zu, dass Microsoft via "Windows Defender" ohne jede Nachfrage "potenziell unerwünschte Software" vom Rechner entfernt, auch wenn dadurch andere Software auf dem Computer nicht mehr funktioniert oder deren Lizenzbestimmungen verletzt werden." - Das kann durchaus auch Software betreffen, die vom Benutzer gar nicht unerwünscht ist, räumt Microsoft unumwunden ein

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Das heißt:

Mit der Installation von Windows-Vista erteile ich persönlich und rechtswirksam einer fremden Firma das Recht, ohne mein Wissen auf meinen PC zugreifen zu dürfen und von dort Daten abzufragen. Dies alles auf meinem GAME oder OFFICE-Computer mit sensiblen Daten, die besonders schutzbedürftig sind. Weiters habe ich zugestimmt, dass diese Firma, über eine von ihr installierte "Anti-Spy" Software mit dem Namen Windows-Defender, jederzeit und ohne Nachfrage per Fernzugriff Software und Daten auf meinem Computer entfernen (=löschen) darf.

Der 1 April kommt doch erst ?

Na dann schönes Wochenende

Mike

Isegrim 12.03.2007 10:51

Zitat:

Original geschrieben von Garmin196
Mit der Installation von Windows-Vista erteile ich persönlich und rechtswirksam einer fremden Firma das Recht, ohne mein Wissen auf meinen PC zugreifen zu dürfen und von dort Daten abzufragen. Dies alles auf meinem GAME oder OFFICE-Computer mit sensiblen Daten, die besonders schutzbedürftig sind. Weiters habe ich zugestimmt, dass diese Firma, über eine von ihr installierte "Anti-Spy" Software mit dem Namen Windows-Defender, jederzeit und ohne Nachfrage per Fernzugriff Software und Daten auf meinem Computer entfernen (=löschen) darf.
Die Aussage von Mike steht jetzt fast 60 Stunden online und noch kein Kommentar?
Hat es euch die Sprache verschlagen?
Wo sind denn die Microsoft-Marktschreier?

Dieses Geschäftsgebaren von Microsoft zieht sich in Zukunft quer durch alle MS-Produkte. Das ist "trusted computing"! Selbst der FSX bleibt davon nicht unberührt.

Wehret den Anfängen!
Wolf

Mike Juliet 12.03.2007 11:39

Re: ...das ist FORTSCHRITT...
 
Zitat:

Original geschrieben von superburschi
...

Allerdings werden wohl in zwei Jahren alle lachen wenn es die 5Ghz Rechner mit 16GB Ram gibt und Vista im "Hintergrund" läuft...

Fazit:

Wie der FSX :D designed for the future ;)

Gruß

Dirk

Vielleicht typisch für unsere Zeit?

Alles wird größer, aber nicht besser oder schneller: Quantität statt Qualität.

Ist doch famos zu beobachten, wie die Nutzer versuchen, das, was am neuen Vista oder am FSX neu ist, nämlich den Resourcenverbrauch, mit Hängen und Würgen, zu überwinden.

Und mit welchen kläglichen Vorteil? Mehr Sicherheit? Sicherheit wovor? Vor dem neuen Betriebssystem vielleicht?

Man kann doch einfach drauf verzichten. Verzicht wird die Tugend der Zukunft. Wenn nicht schon jetzt, dann spätestens bei der nächsten Microsoft-Heimsuchung ;)

Tom Orrow 12.03.2007 14:04

Hi folks,

es ist schon merkwürdig, wie hier von einigen Argumentiert wird - liegt es daran das DX10, aus Marketing-Gründen, von M$ nur unter VISTA zur Verfügung gestellt wird oder sind hier wirklich Microsoft-Marktschreier am Werke; ich weiß es nicht! ;)

Infos über das Verhalten von M$ gibt es im Internet genug:

Alle Microsoft-Updates funken nach Redmond

Geschwätzige WGA-Notification

Microsoft tauscht rechtswidrig beschriftete Vista-DVDs und -Packungen um

(Quelle: heise-online)

Dies nur mal als kurzer Ausschnitt von Meldungen der letzten Tage.

Dabei ist es mir wirklich egal, ob M$ oder ein anderes Unternehmen sich so verhält, die Kritik und Ablehnung fiele bei mir gleich aus!
Hierbei geht es nicht um die technische Seite der Software - dazu gibt es genug andere Beispiele, die ich hier nicht noch mal aufzählen möchte -, sondern um das Gebaren eines quasi Monopolisten und die Probleme die sich daraus ergeben!
Wohin monopolistische Lobbyarbeit führen kann und führt, zeigt diese Meldung:

Bundesrat für leichtere Enttarnung von Urheberrechtsverletzern

Die Frage ist:
Wollen wir das wirklich oder ist es uns (tschuldigung) scheiß egal?

Einige unserer Ur- und Großeltern haben nach den Erfahrungen mit dem III. Reich den Merkspruch geprägt - den Wolf hier passend hinterließ:

Wehret den Anfängen!

Und nicht:

Kämpft wenn es zu spät ist! ;)


Einen schönen Tag noch...

TOM

mack3457 12.03.2007 14:35

"Anfänge"???

Selbst auf hochoffizieller Ebene wird so etwas unterstützt. Sagen wir mal so: es IST zu spät.

Was die Chance eröffnet zu schauen, was tatsächlich geschieht...

Die Einstellung ist, daß Leute irgendwas verkaufen wollen, aber den Kunden völlig aus den Augen verlieren. "Der Kunde interessiert uns nicht!" Und diese Einstellung findet sich mittlerweile ÜBERALL in unserem Leben.

Beispiel: "Wir kommen am Dienstag irgendwann zwischen 8:00h und 12:00h zur Überprüfung Ihrer Gastherme": Ääääh??? ICH bin der Kunde, und ICH bezahle dafür, also sollte ICH den Termin machen, und nicht jemand anderes von mir FORDERN, daß ich über einen längeren Zeitraum demjenigen zur Verfügung stehe, dem ich seine Dienstleistung abkaufen will. "Kunde? Was ist das?"

Oder: SPAM. Der Empfänger spielt keine Rolle. Hauptsache, man kann ihm irgendwas unterjubeln.

Oder die Bank: "12.3.2007 ist kein gültiges Datum - bitte als TT.MM.JJJJ" eingeben": ach? 12.3.2007 IST ein gültiges Datum, und wenn die Bank sich die drei Zeilen Code einsparen will, um auch eine '3' als Monat zu akzeptieren, dann soll sie bitte klar sagen, daß sie den Kunden auch in solchen Kleinigkeiten auf ihre Normen zwingen möchte, anstatt man über den Mini-Horizont hinauszuschauen. "Der andere? Kennen wir nicht, was soll das sein?"

Oder die Politik. Das Recht und die Meinungen des Einzelnen haben immer weniger Bedeutung. Stichwort Datenschutz oder Informationspolitik. "Die Politik ist für die Menschen da!"??? Klar, wir müssen die Menschen davor schützen, zu kleine Äpfel oder Bananen mit dem falschen Krümmungsradius zu kaufen, oder gar zu wissen, daß stilles Wasser fast ausschließlich Ozon-behandelt ist.

Oder der Tourismus, der teilweise sehr klar macht, daß man zwar unerwünscht ist, aber daß man trotzdem das Geld von mir haben möchte. Fahre mal mit dem Auto ins Kleinwalsertal - fällt mir als Beispiel gerade ein. Es geht im Moment praktisch ausschließlich um diejenigen, die entscheiden, und nicht um die, FÜR die man Entscheidungen trifft.

Größtes Beispiel: Amerika. Amerika "entscheidet", wer gut und wer schlecht ist, und damit legitimiert es seine Handlungen. Hat Afghanistan oder der Irak o.ä. Amerika eingeladen, Krieg gegen sie zu führen? Handlung FÜR ANDERE? "Was ist das denn?" Microsoft entscheidet, welche Programme "potentiell unerwünscht" sind, und welche nicht. Und legitimiert damit das Löschen von Produkten, die ihm nicht gefallen. Vielleicht mal ein Baustein, der von OpenOffice oder Firefox oder Java benötigt wird? Natürlich nur zufälligerweise, und natürlich "für den Anwender".

Irgendein Grund wird vorgeschoben, z.B. Terrorismus (den es früher auch schon gab, man erinnere sich nur an die RAF Zeit, bei dem man NICHT die Notwendigkeit sah, den Datenschutz zu untergraben), oder bei MS auch wieder Sicherheit o.ä.. "Im Sinne des Kunden" wird behauptet, aber klar, was sollen sie dem Kunden auch anderes sagen. Sie könnten dem Kunden auch offen sagen, daß sie nicht an ihm interessiert sind, und es würde nichts ändern. Oder sieht wirklich niemand, was geschieht? Mich nerven diese Indirektheiten, die wirklich nur noch oberflächlich sind, aber trotzdem noch aufrecht erhalten werden.

Aber neben dieser mangelnden Kundensicht sind diese oberflächlichen Verschleierungen eh üblich geworden, und deshalb wird es global akzeptiert. Und Vista und seine Lizenzen sind wegen des Quasi-Monopols von MS auch durchsetzbar. In der Praxis setzen sich eh immer mehr Monopole durch, einfach wegen der Globalisierung und der dadurch notwendigen Optimierung bleiben nur wenige Firmen am Markt, die dann "zufälligerweise" gerne synchron agieren, d.h., zufälligerweise die gleichen Interessen verfolgen: Gewinnmaximierung. Anstatt sich gegenseitig Marktanteile abzujagen, könnten sie wahrscheinlich viel mehr Gewinn erzielen, wenn sie ALLE die Preise anziehen. Monopole, die gesetzlich nicht mehr als solche gewertet werden Und weil diese Monopole so gut funktionieren, wird MS und alle anderen auch weiterhin daran arbeiten, es durchzusetzen, und damit ihren Erfolg zu maximieren. Ist das in der Praxis wirklich so schlimm, wenn die ganze Welt es unterstützt, jenseits von ein paar Alibi-Aktionen dagegen?

Früher gab es "offene" Monopole, heute gibt es die Monopole in gleicher Weise, aber leicht veränderter Form.

Es sind "kurzfristige" / kurz-blickende Entscheidungen modern, in denen man nicht über den eigenen Tellerrand hinausschaut. Klimaforschungen gibt es seit Jahrzehnten, und auf einmal meinen die Leute, sie müßten tatsächlich mal was tun. "Ah, erstmal Autos weiter einschränken - das hat schon in der Vergangenheit gut funktioniert und ist halbwegs akzeptiert, und mich trifft es eh nicht, weil ich ja 'wichtig' bin, und somit eh Sonderrechte in Anspruch nehmen kann." Warum einschränken, anstatt den Leuten Alternativen anzubieten? Mobilität fordern, und im nächsten Satz die Mobilität erschweren. Zentralisierung fördern, und Mobilität einschränken. Umweltverschmutzung / Klimaveränderung anprangern, aber die Unterstützung für alternative Energien streichen. Lieber Autos "verbieten" etc. pp.. Das Denken bis zum eigenen Tellerand. Handlung FÜR andere? "Was ist das denn?" Daß man von den anderen lebt, wird nicht gesehen oder nicht beachtet. Man lebt von den Gesetzen, die sich in der Vergangenheit entwickelt hatten. Man hat ein Gewerbe? -> Man muß Windows installiert haben -> man muß seinen PC für Microsoft (==Amerika) öffnen (Geschäftgeheimnisse? Datenschutz? Datenschutzbeauftragter???) -> man muß GEZ Gebühren bezahlen, usw. usf.. Lauter Tellerränder, über die nicht hinausgeblickt wird, weil selbst in den Unis nicht gelehrt wird, daß es auch Kunden gibt. D.h., Leute, FÜR DIE man aktiv wird.

mack3457 12.03.2007 14:37

Übrigens sind auch die Aktionen, Software illegal zu kopieren, der gleiche Mechanismus: man blickt nicht weiter als bis zu dem eigenen Vorteil. Was könnte die Welt ideal sein, wenn die Regel eingehalten würden? Jemand klaut die Steckdosenleiste, die ich im Praktikumsraum auf den Tisch plaziert hatte, damit die Leute mit ihren Laptops nicht unter den Tisch kriechen müssen. Effekt: die Leute mußten halt wieder unter den Tisch kriechen, um an die Stromversorgung zu kommen. Das Leben könnte DERMASSEN ideal und komfortabel und angenehm sein, daß man es sich heute kaum vorstellen könnte. Vorausgesetzt: man hört auf, sich alleine auf die eigene Nasenspitze zu konzentrieren, und alles andere aus dem Blickfeld zu verbannen.

Es ist aber auch nur eine Phase, in der wir uns befinden. Eine Phase, die sich genausowenig aufhalten läßt, wie sich irgendwann mal wieder auflösen wird...

Hups, "etwas" länglicher geworden... :rolleyes:

Thomas

Medius 12.03.2007 18:42

Also der letze Eintrag war zwar lang aber gut.
Vielleicht bewegen solche Einträge endlich mal die Menschen die sie lesen zum Nachdenken.
Das ist jetzz nicht auf M$ bezogen, sondern auf alles.

Naja das wollte ich garnichts sagen, also zurück zum eigentlichem Thema...

Wenn Ihr Viste so (sorry) Kacke findet, dann nutzt es nicht.
Stegt auf Unbuntu um.
Verbraucht nicht so viele Ressourcen, so schlecht sieht es auch nichts aus und es ist mittlerweile mit M$/Windows kampatibel.

In dem Sinne...

Schönen Tag noch (Der ist Heut aber auch geil)

Medius 12.03.2007 18:49

Tschuldigung für die Rechtschreibfehler:rolleyes:


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 02:54 Uhr.

Powered by vBulletin® Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.
© 2009 FSL Verlag