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-   -   Österreichs Gesundheitssystem am Weg zur Zweiklassenmedizin oder nicht ! (http://www.wcm.at/forum/showthread.php?t=206066)

XAVER 21.12.2006 08:45

Österreichs Gesundheitssystem am Weg zur Zweiklassenmedizin oder nicht !
 
Koalition ist einig im Gesundheitswesen werden bis 2010 100 Millionen eingespart

Haben wir im so "Reichen Österreich " schon die 2 Klassen Medizin oder wird sie erst konstruiert ?
Wie ist eure Meinung ??

Chrisi99 21.12.2006 09:08

Re: Österreichs Gesundheitssystem am Weg zur Zweiklassenmedizin oder nicht !
 
Zitat:

Original geschrieben von XAVER
Koalition ist einig im Gesundheitswesen werden bis 2010 100 Millionen eingespart

Haben wir im so "Reichen Österreich " schon die 2 Klassen Medizin oder wird sie erst konstruiert ?
Wie ist eure Meinung ??

keine Politik hier bitte!

wuzzerwundi 21.12.2006 09:29

Re: Österreichs Gesundheitssystem am Weg zur Zweiklassenmedizin oder nicht !
 
Zitat:

Original geschrieben von XAVER
Koalition ist einig im Gesundheitswesen werden bis 2010 100 Millionen eingespart

Haben wir im so "Reichen Österreich " schon die 2 Klassen Medizin oder wird sie erst konstruiert ?
Wie ist eure Meinung ??


"Reich" sind alle die etwas arbeiten,aber die Assis sehen das anders.

Und warum soll ich jeden deppen,der wegen einsamkeit zum arzt geht,alles zahlen?

zed 21.12.2006 09:55

imho gehört das sozial- und gesundheitssystem in österreich komplett umgekrempelt.

das derzeitige system bietet VIEL ZU VIELE möglichkeiten sich auf die faule haut legen zu können, was mich persönlich wahnsinnig aufregt :mad:


aber nachdem wir ja hier keine politischen diskussionen führen wollen wars das von mir dazu schon wieder.

Guru 21.12.2006 10:30

Solange es um das Gesundheitswesen OHNE Parteipolitik geht, ist (noch) kein Grund vorhanden, den Thread zu schließen.

Guru

oitt 21.12.2006 10:34

hat jemand 1-2 links zu dem thema?

Hubman 21.12.2006 10:36

Zitat:

Original geschrieben von wuzzerwundi
"Reich" sind alle die etwas arbeiten,aber die Assis sehen das anders.

Und warum soll ich jeden deppen,der wegen einsamkeit zum arzt geht,alles zahlen?

Zitat:

Original geschrieben von zed

das derzeitige system bietet VIEL ZU VIELE möglichkeiten sich auf die faule haut legen zu können, was mich persönlich wahnsinnig aufregt :mad:

zumindest sieht man, wo diverse politisch umgehen

XAVER 21.12.2006 10:46

Zitat:

das derzeitige system bietet VIEL ZU VIELE möglichkeiten sich auf die faule haut legen zu können, was mich persönlich wahnsinnig aufregt
Du dürftes das anders verstanden haben :Es geht um Gesundheitssystem
"Betreff " Medizinischer Bereich wo eingespart wird.
Es hat in Wien Spitäler die haben den Standart vom Ostblock in den Jahren 1970.

mendaxx 21.12.2006 10:51

[SARKASMUS]
Auf dem Weg zur Zweiklassenmedizin :D
Der war gut.
Wir haben die Zweiklassenmedizin schon lange. Jetzt wird halt eine dritte Klasse dazukommen.
[/SARKASMUS]

oitt 21.12.2006 10:52

Zitat:

Original geschrieben von mendaxx
[SARKASMUS]
Auf dem Weg zur Zweiklassenmedizin :D
Der war gut.
Wir haben die Zweiklassenmedizin schon lange. Jetzt wird halt eine dritte Klasse dazukommen.
[/SARKASMUS]

Full ACK


PS: aber ohne Links kann man hier nicht normal diskutieren...

wuzzerwundi 21.12.2006 11:06

Zitat:

Original geschrieben von Hubman
zumindest sieht man, wo diverse politisch umgehen
klar,solange net rot od. noch linker.
die unterstützen das schmarotzertum ja noch.

zed 21.12.2006 11:11

wenn an den richtigen stellen gespart wird tut das dem gesundheitssystem gar nix.

alle krankenkassen in der derzeitigen form auflösen. eine zentrale kasse draus machen. is bei 8,5mio kunden locker zu handeln. damit wäre schon mal ein gutteil der 100mio eingepart. aber sowas greift ja keiner an. wir sind ja in AT.


Zitat:

Original geschrieben von Hubman
zumindest sieht man, wo diverse politisch umgehen
weder links noch rechts.

btw so am rande:
die links = gut, rechts = böse einstellung die in unserer gesellschaft so weit verbreitet ist, halte ich für den grössten schwachsinn wo gibt.

mendaxx 21.12.2006 11:33

Die Überlegung, alle Kassen zu einer Österreichischen Krankenkasse zusammenzulegen, habe ich auch schon angestellt. Allein was man an Verwaltungskosten einsparen könnte. Aber unsere Provinzkaiser werden die Überverwaltung Österreichs so lange verteidigen, wie es möglich ist.

oitt 21.12.2006 11:36

<OT>Wenn ich Weltherrscher werde, werde ich wuzzerwundl als meinen persönlichen 5 Minutenhasssendungs Prediger engagieren</OT> :rolleyes:

Guru 21.12.2006 11:56

Nachdem wuzzerwundi net lesen kann, gibt ihm Guru Gelegenheit, das Lernen nachzuholen. Gesperrt...

Guru

FearoftheDark 21.12.2006 16:14

Re: Österreichs Gesundheitssystem am Weg zur Zweiklassenmedizin oder nicht !
 
Zitat:

Original geschrieben von XAVER
Koalition ist einig im Gesundheitswesen werden bis 2010 100 Millionen eingespart

Haben wir im so "Reichen Österreich " schon die 2 Klassen Medizin oder wird sie erst konstruiert ?
Wie ist eure Meinung ??




es geht alles dahein:

bei den rettungsorganisationen wird voll eingespart - verlust für samariterbund ab nächstem jahr 70% und für rotes kreuz ca 40%.. wenn man jetzt nach dem neuen muster geht das für nächstes jahr geplant wurde... im endeffekt wirds irgendwann so aussehn, dass es nur mehr große krankenhäuser geben wird, wobei jedes auf irgendetwas spazialisiert ist.. beispiel: st.pölten für augen, wr.neustadt für strahlentherapie, usw.. das ist halt der trend..



und genügend arschlöcher haben wir leider eh überall.. oder ist es normal, das der oberarzt in st.pölten (chirurgische abteilung) zu uns (rettung) sagt, dass wir mit dem patienten bloß nicht wiederkommen sollen und uns zwei stunden warten lässt bevors den drannehmen damits nicht alles desinfizieren müssen..

und die größte perversion: der patient hatte mrsa (positiv getestet.. -> muss normalerweise abgeschrimt werden von anderen weils hoch ansteckend ist.. ).. naja. und schickens heim mit dem.. weils den net dort haben wollen.. frag mich eh wo das hinführen soll.. kein wunder das sich leute (wenns ne gute op usw. wollen) ins ausland fahren... aber das arge.. der patient retour ins pflegeheim.. und dort lassen den die pfleger frei herumrennen.. damit er ja nochmehr leute ansteckt.. und das wurde dort auch mehrmals erwähnt das der net raus darf.. na.. scheißegal wenns nach denen geht.. also meine alten steck ich mal nicht ins heim.. außer ich möcht dass die noch schneller den löffel abgeben.. :mad:

mfg

Burschi 21.12.2006 17:21

Warum wurde der Wuzzi gesperrt? :confused:

jayjay 21.12.2006 17:30

etwa eine private zusatzversicherung gibts doch schon lange - ich schreib jetzt nicht welche "soziale" partei die eingeführt hat, man kann sichs ja denken oder selbst mal die mühe machen und nachforschen. mir hat diese zusatzversicherung auch schon oft geholfen, wenns wirklich notwendig war - nämlich dann, wenn man mal ins krankenhaus muss und eben nicht mit 5 leuten aus anderen kulturkreisen (und deren familien) in einem zimmer sein möchte, wo wiederum jeder selbst recherchieren kann inwieweit oben erwähnte partei dafür (mit)verantwortlich ist, dass in krankenhäusern heute nur mehr bedingt deutsch gesprochen wird.

jayjay 21.12.2006 17:32

Re: Re: Österreichs Gesundheitssystem am Weg zur Zweiklassenmedizin oder nicht !
 
Zitat:

Original geschrieben von FearoftheDark
bei den rettungsorganisationen wird voll eingespart
ebendiese rettungsorganisationen sind auch abkassieren nummer eins. man zahlt selbstbehalt, die krankenkasse muss was abliefern und die arbeiten machen junge männer die dort jenseits jeglicher arbeitsrechtlicher vorschriften zwangsarbeit (politisch korrekt "zivildienst") leisten müssen. und spenden sammeln kommens dann gleich auch noch ...

red 2 illusion 21.12.2006 18:09

Re: Re: Re: Österreichs Gesundheitssystem am Weg zur Zweiklassenmedizin oder nicht !
 
Zitat:

Original geschrieben von jayjay
und die arbeiten machen junge männer die dort jenseits jeglicher arbeitsrechtlicher vorschriften zwangsarbeit (politisch korrekt "zivildienst") leisten müssen.
Das Ding ist doch befristet und hat mal ein Ende, es gibt allso jederzeit Hoffnung. Echte Zwangsarbeit läßt keine Hoffung mehr zu weil kein Ende in Sicht außer der Tod, der Vergleich setzt das Matürium "echter Zwangsarbeiter" herab.

oitt 21.12.2006 18:10

Meine Herren!

Es stand schon vor jetzt ungefähr 15 Jahren fest, dass es mit Österreich bergabgehen wird. Schlagworte: EU, Privatisierung, Globalisierung.
Damals schon hiess es, dass wir durch gewisse Änderungen an den Gesetzen zu nicht mehr im Recht sein werden, als zur Abstimmung über die Farbe der Kanaldeckel.
Jeder hat das damals in der Schule vernommen, so auch ich.
Wir dürfen uns heute nicht wundern wenn BigBrother mit uns macht was er will.
Denn die Macht geht schon lange nicht mehr vom Volke aus, sondern von Grosskonzernen und Lobbyisten.
Da kann dagegen sprechen wer will, aber das war damals schon klar, dass das so kommen werde.

Um zum Thema zurückzukehren.
Medizin: Reich wird reicher und kann sichs nun leisten gewisse Privilegien zu schaffen. Arm wird ärmer und darf zuschauen wo es langkommt.
Die Welt ein sozial sicherer liebevoller und gleichberechtigter Ort? War es nie, auch wenn mal manche Zeiten schon besser waren, als der Mammon und das ora et labora (heute consuma et labora) noch nicht alles regieren konnte.

Wayne...ich hab gewählt nach bestem Ermessen, mehr konnte ich nicht tun. Kann sein, dass ich einer der ersten werde, der die Reformen ungut zu spüren bekommt, aber gibt ja noch das Winzidorf, für den Fall eines Falles...
Ich frage mich nur, wie das Finanzgenie Grasser so ein riesiges Bugetloch hinterlassen konnte, wo doch eh an allen Ecken und Enden gespart und verscherbelt wurde. Und jetzt stehens wieder vor dem Problem, und ich bin mir sicher, wieder werdens nur Shice bauen, und keinen Piepser gegen Lobbyisten und EU Aparrate mucken, sondern kuschen wie immer.
Eh schon immer alles Verar***e gewesen.
Leid tuts mir nur um die wenigen in der Politik die für das Volk alles zu geben versuchten. Zeitverschwendung. Aber hey! Kopf auf! Noch sind wir eines der reichsten Länder der Welt, und da wird sich vl auch nicht so schnell was änder, weil fast überall auf der Welt privatisiert wurde und Gesundheitsreformen durchgeführt wurden. "Das Spice muss fliessen" kennt wohl nicht jeder, und somit versickert das Geld eben auf den Konten der Reichen und Superreichen, bis....

MfG.

red 2 illusion 21.12.2006 18:24

Zitat:

Original geschrieben von oitt

Leid tuts mir nur um die wenigen in der Politik die für das Volk alles zu geben versuchten.
Man sollte nicht dem Volk geben sondern der guten Zukunft des Volkes.

Chrisi99 21.12.2006 19:31

Zitat:

[i] Winzidorf[/b]
Vinzidorf!

oitt 21.12.2006 19:33

ups sorry :D

jayjay 21.12.2006 20:52

Re: Re: Re: Re: Österreichs Gesundheitssystem am Weg zur Zweiklassenmedizin oder nich
 
Zitat:

Original geschrieben von red 2 illusion
Das Ding ist doch befristet und hat mal ein Ende, es gibt allso jederzeit Hoffnung. Echte Zwangsarbeit läßt keine Hoffung mehr zu weil kein Ende in Sicht außer der Tod, der Vergleich setzt das Matürium "echter Zwangsarbeiter" herab.
das wäre dann sklaverei/leibeigenschaft. zwangsarbeit bedeutet jemanden über einen bestimmten zeitraum zu diversen arbeiten zwingen. ist hier aber nicht das thema ;)

Hannes 21.12.2006 21:28

>Denn die Macht geht schon lange nicht mehr vom Volke aus, sondern von Grosskonzernen und Lobbyisten.

@oitt: Schreib mir, wann und wo genau es anders war... Die Macht ist meines Wissens nie vom Volk ausgegangen, auch wenns offiziell so genannt wird...

pc.net 22.12.2006 00:26

Zitat:

Original geschrieben von zed
wenn an den richtigen stellen gespart wird tut das dem gesundheitssystem gar nix.

alle krankenkassen in der derzeitigen form auflösen. eine zentrale kasse draus machen. is bei 8,5mio kunden locker zu handeln. damit wäre schon mal ein gutteil der 100mio eingepart. aber sowas greift ja keiner an. wir sind ja in AT.

falscher ansatz!

durch zusammenlegung der krankenkassen wird die verwaltung unflexibler und aufwändiger, somit auch teurer ...

die einzelnen krankenkassen haben jetzt eine ideale größe (abgesehen von der VGKK und BGKK) ...

pc.net 22.12.2006 00:34

Zitat:

Original geschrieben von mendaxx
Die Überlegung, alle Kassen zu einer Österreichischen Krankenkasse zusammenzulegen, habe ich auch schon angestellt. Allein was man an Verwaltungskosten einsparen könnte. Aber unsere Provinzkaiser werden die Überverwaltung Österreichs so lange verteidigen, wie es möglich ist.
wo willst du noch verwaltungskosten einsparen? die österreichische sozialversicherung hat die geringsten verwaltungskosten überhaupt!

das teure an der sozialversicherung sind nicht die verwaltungskosten - die medizinischen leistungen werden immer aufwändiger und teurer ...

außerdem: durch die gesetzlich verordnete verwaltungskostendeckelung in der sozialversicherung wurden die verwaltungskosten schon sehr eingeschränkt - gleichzeitig übertragt der bund aber immer mehr aufgaben an die sozialversicherung - dies bedingt zwangsweise längere wartezeiten für die versicherten ...

TeeKiller 22.12.2006 07:54

Zitat:

Original geschrieben von pc.net
falscher ansatz!

durch zusammenlegung der krankenkassen wird die verwaltung unflexibler und aufwändiger, somit auch teurer ...

die einzelnen krankenkassen haben jetzt eine ideale größe (abgesehen von der VGKK und BGKK) ...

Netti, ich glaub die Flexibilität von ein paar wenigen grossen Kassen würde weniger durch die Organisationsstruktur, als mehr durch die Arbeitsmentalität eines Großteils der Angestellten gesteuert...

Da liegt der Hund im öffentlichen Dienst und ähnlich organisierten od. nachgelagerten Organisationen imo begraben.

Und die Dichte der Kassen in AT ist lächerlich und verschlingt dennoch mehr Geld als nötig.

Was eine Reduzierung der IST-Situation betrifft gebe ich dir in dem Punkt recht, dass dies scheitern würde. Denn das liegt an der Mentalität der jetzigen Mitarbeiter, imo ein Großteil derer würde mit ihrer Einstellung einen produktiven Betrieb einfach vereiteln und die ganze Sache zum Scheitern bringen.

Ahhh, ich wünsche mir sooft, Leute mit solcher Einstellung unter mir arbeiten zu lassen *schnalz*
Wenn man aus der Privatwirtschaft kommt (wo's bezügl. Leistungsdruck zwar auch nicht richtig zugeht, aber imo besser als für Steuergelder auf der faulen Haut zu liegen), dann tun diese Leute einfach nur weh

Und verteidigt wird (unter der Hand) bei all diesen Diskussionen (ich red nicht von dir) einzig der Arbeitsplatz und nicht eine mögl. Verschlechterung der Serviceleistung.

Die mit solchen Überlegungen einhergehenden Probleme sind ja vielschichtig, denn der Staat könnte die Org sehr wohl straffen, doch was macht man dann mit der Unzahl von Arbeitslosen - und das ist nur ein Aspekt...

zed 22.12.2006 08:54

Zitat:

Original geschrieben von TeeKiller
Netti, ich glaub die Flexibilität von ein paar wenigen grossen Kassen würde weniger durch die Organisationsstruktur, als mehr durch die Arbeitsmentalität eines Großteils der Angestellten gesteuert...

richtig.



ums nochmal aufzugreifen:
warum wurde wuzzerwundi gesperrt?

find ich vollkommen überzogen von Guru!

FearoftheDark 22.12.2006 10:16

Re: Re: Re: Österreichs Gesundheitssystem am Weg zur Zweiklassenmedizin oder nicht !
 
Zitat:

Original geschrieben von jayjay
ebendiese rettungsorganisationen sind auch abkassieren nummer eins. man zahlt selbstbehalt, die krankenkasse muss was abliefern und die arbeiten machen junge männer die dort jenseits jeglicher arbeitsrechtlicher vorschriften zwangsarbeit (politisch korrekt "zivildienst") leisten müssen. und spenden sammeln kommens dann gleich auch noch ...



1. beträgt der prozentsatz der einsparung bei den rettungsorganisationen insgesamt (also an der gesamten verschuldung der krankenkassen) weniger als 1%

2. gehen die rettungen laufend ein weils die kosten nicht mehr decken können

3. glaub ich nicht das die so viel kassieren, wenn die kaum hauptamtliche einstellen können weils sichs nicht leisten können und zivildiener für 568€/monat bis zu 70h/woche hackln müssen

4. was die spenden angeht.. minimale einnahme. jeder darf nur in seinem einsatzgebiet spenden sammeln und so "spendabel" sind die leute auch nicht wie viele glauben :)


mfg

pc.net 22.12.2006 11:59

Zitat:

Original geschrieben von TeeKiller
Netti, ich glaub die Flexibilität von ein paar wenigen grossen Kassen würde weniger durch die Organisationsstruktur, als mehr durch die Arbeitsmentalität eines Großteils der Angestellten gesteuert...

Da liegt der Hund im öffentlichen Dienst und ähnlich organisierten od. nachgelagerten Organisationen imo begraben.

Und die Dichte der Kassen in AT ist lächerlich und verschlingt dennoch mehr Geld als nötig.

Was eine Reduzierung der IST-Situation betrifft gebe ich dir in dem Punkt recht, dass dies scheitern würde. Denn das liegt an der Mentalität der jetzigen Mitarbeiter, imo ein Großteil derer würde mit ihrer Einstellung einen produktiven Betrieb einfach vereiteln und die ganze Sache zum Scheitern bringen.

Ahhh, ich wünsche mir sooft, Leute mit solcher Einstellung unter mir arbeiten zu lassen *schnalz*
Wenn man aus der Privatwirtschaft kommt (wo's bezügl. Leistungsdruck zwar auch nicht richtig zugeht, aber imo besser als für Steuergelder auf der faulen Haut zu liegen), dann tun diese Leute einfach nur weh

Und verteidigt wird (unter der Hand) bei all diesen Diskussionen (ich red nicht von dir) einzig der Arbeitsplatz und nicht eine mögl. Verschlechterung der Serviceleistung.

Die mit solchen Überlegungen einhergehenden Probleme sind ja vielschichtig, denn der Staat könnte die Org sehr wohl straffen, doch was macht man dann mit der Unzahl von Arbeitslosen - und das ist nur ein Aspekt...

ich kann nicht für alle mitarbeiter aller sv-träger sprechen - jedoch kenne ich extrem viele, deren bemühungen um eine gute service-leistung weit über diverse mitarbeiter in privatunternehmen geht - der "sichere" arbeitsplatz hat auch vorteile, indem hochqualifiziertes personal (ja, natürlich gibt es auch in der sv, wie überall, die ausnahmen und schwarze schafe) weiterhin für den betrieb arbeitet ...

ich will jetzt die privat-wirtschaft nicht schlecht machen, stelle jedoch immer wieder fest, dass älteres hochqualifiziertes personal einfach aus kostengründen wegrationalisiert oder weg-gemobbt wird ... diese leute haben es meist verdammt schwer wieder am arbeitsmarkt fuß zu fassen - oft ist das der weg direkt von der altersbedingten langzeitarbeitslosig direkt in die frühpension ...

um zum eigentlichen thema zurückzukommen: nicht die zahl des personals verursacht die enormen kosten in der sozialversicherung sondern die leistungen, die erbracht werden!

die verwaltungskosten machen 2005 insgesamt weniger als 2 % der aufwändungen aus (2,9 % KV, 1,7 % PV, 7,2 % UV) - Quelle - das soll irgendein unternehmen erst einmal nachmachen ...

und auf die gefahr mich zu wiederholen: es besteht die tendenz des bundes vermehrt aufgaben an die sozialversicherung zu übertragen und somit die entstehenden aufwände aus dem bundesbudget zu eliminieren - die sozialversicherung übernimmt diese aufgaben tw. durchaus gerne - leider gibt es aber seitens des bundes nur wenig bis gar keine abgeltung des entstehenden verwaltungsaufwandes (zuletzt übergabe des bundespensionsamtes an die bva pers 1.1.2007) ...

eine gewisse verschlankung wäre sicherlich durchaus möglich, und wird auch - mit allen nebenwirkungen -durchgeführt (fusion pvang mit pvarb, fusion der va der eisenbahner mit jener des bergbaus) ... manchmal wird aber auch aufgrund zu großer unterschiede richtigerweise gebremst (sva mit svb) ...

XAVER 22.12.2006 12:41

Verwaltungskosten für 2007 siehehttp://www.pensionsversicherung.at/e...=126147&p_id=2
Trozdem ist die Ausgliederung der Versicherungseigenen Anstalten fest in der Planung .

red 2 illusion 22.12.2006 21:35

Re: Re: Re: Re: Re: Österreichs Gesundheitssystem am Weg zur Zweiklassenmedizin oder
 
Zitat:

Original geschrieben von jayjay
das wäre dann sklaverei/leibeigenschaft. zwangsarbeit bedeutet jemanden über einen bestimmten zeitraum zu diversen arbeiten zwingen. ist hier aber nicht das thema ;)

Zwangsarbeit beteudet: jemanden bis zum Tod oder dem Tode nahe also Krank/Verletzt auszubeuten und dann sich selbst überlassen bzw. sterben lassen.
Damit der normale Alltag eines Arbeiters nicht zur ZwangsArbeit wird, gibts das PensionsSystem und die Krankenversicherung.


jayjay du liegst absulut falsch, genau das ist hier das Thema.


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