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-   -   Politisch korrekte Schilderperversion in Wien (http://www.wcm.at/forum/showthread.php?t=205634)

jayjay 14.12.2006 15:13

Politisch korrekte Schilderperversion in Wien
 
http://wien.orf.at/stories/157727/
einfach nur völlig krank. :rolleyes:
hat schon mal wer eine bauarbeiterin im röckchen gesehen? fahren frauen nur damenfahrräder (mountainbikes)?

ChRoM at 14.12.2006 15:25

Wenn das das Ziel der Emanzipation ist, kann ich damit gut leben.

http://www.rebuh.eu/stuff/zeichensprache.jpg

holzi 14.12.2006 15:39

Genau solche Aktionen ziehen die "Emanzipation" ins Lächerliche und bewirken eher das Gegenteil.

Wurum gibts eigentlich nur dvb-t-Boxen und keine dvb-t-Boxin...und morgen bestell ich beim Wirten eine Schnitzelin, wenn er das nicht hat verklag ich ihn - vor der Gerichtin :lol:

ERRA 14.12.2006 15:56

Es heißt ja schon die DVB-T Box.

Und das Schnitzel ist sächlich, wobei der Provider weiblich ist (die Sau) :D

holzi 14.12.2006 16:01

Aber auf der Speisekarte steht Wiener Schnitzel...das diskriminiert die Wienerinnen...es müsste also Wiener/innen-Schnitzel heissen:rolleyes:

zed 14.12.2006 16:06

Zitat:

Original geschrieben von holzi
Genau solche Aktionen ziehen die "Emanzipation" ins Lächerliche und bewirken eher das Gegenteil.

völlig korrekt.
wobei ich das "eher" noch streichen würde.


aber so weit reichts bei den emanzen leider nicht...

Guru 14.12.2006 16:06

...und ein Kälbinnen-Schnitzel muss es auch geben!

:rofl:

Guru

zed 14.12.2006 16:07

na moment das kalb ist schon sächlich ;)


@jayjay
hast du überhaupt schon mal eine bauarbeiterIN gesehen? - me not

ERRA 14.12.2006 16:10

Der Ochs wird ja auch diskriminiert! :D

chrisne 14.12.2006 16:24

es ist schon eine verrückte welt in der wir leben.
haben wir keine größeren sorgen?

Guru 14.12.2006 19:32

Na hoffentlich nicht - aber das solltest Du an die Adresse dieser glorreichen Politikerin, Frauenstadträtin Sonja Wehsely, richten, ob diese keine anderen Sorgen hat. Wär wohl gescheiter, wenn die Stadt Wien mit diesem Geld eine Arbeitsplatzinitiative starten würde.

Guru

mendaxx 14.12.2006 19:46

OH MEIN GOTT!

Ich hab zuerst an einen Scherz geglaubt.
Mir stößt ja schon die Vergewaltigung unserer Sprache immer sauer auf, wenn ich diese verkrüppelten Innen-Wortkonstruktionen lese.

Warum bilden wir auf den ganzen Schildern nicht Transsexuelle ab? Dann ist das Problem endgültig aus der Welt.

Hirnverbrannter Schwachsinn.

Espresso 14.12.2006 20:24

http://static2.orf.at/vietnam2/image...chtweg_big.jpg.......
fluchtweg für langhaarige blondinen mit heißem minirock und hochhackigen stiefeln.:hehe:

oitt 14.12.2006 20:33

:rofl: die spinnen die emanzinnen!

mendaxx 14.12.2006 20:41

Ich will ein Männerministerium.

jayjay 14.12.2006 20:56

islamische frauen mit kopftuch werden durch die schilder sowieso voll diskriminiert. :rolleyes:

fakt ist doch einfach, dass frauen die auf sowas stehn keinen haberer finden und deswegen völlig frustriert auf so bescheuerte gedanken kommen. problematisch wirds dann nur, wenn die auch noch (politisch) was zu sagen haben: siehe etwa die permanenten vergewaltigung unserer deutschen mutter(vater?)sprache oder völlig kranke demos durch die öh, diese hirnrissigen schilder die derzeit aus dem boden schiessen wie pilze, usw.

PowerPoldi 14.12.2006 21:01

Frauen und FrauInnen!!

oitt 14.12.2006 21:03

Warum heisst es eigentlich _DER_ Büstenhalter und nicht die Büstenhalterin?
:confused:
für sowas müssen bei den dicken emanzonen immer die männlichen artikel her :(

mendaxx 14.12.2006 21:05

So wie es immer DER Täter ist ...
:rolleyes:

Qsecofr 14.12.2006 22:23

nicht zu vergessen der pcinne ;) die fernsehrin,...
fortsetzbar ins unendliche, entweder alles wird sächlich oder wir lassens wie es ist! ich finde es auérdem stark diskreminierend das frauen mit langen haaren dargestellt werden!
und wenn eine frau aufs männerklo geht ist es ein versehen, umgekehrt schwere sexuelle belästigung!

WIR MÄNNER WERDEN DAUERNT DISKREMINIERT!

zed 15.12.2006 09:15

ist leider sehr iel wahres in euren postings enthalten...

rev.antun 15.12.2006 14:29

Zitat:

Original geschrieben von Guru
Na hoffentlich nicht - aber das solltest Du an die Adresse dieser glorreichen Politikerin, Frauenstadträtin Sonja Wehsely, richten, ob diese keine anderen Sorgen hat. Wär wohl gescheiter, wenn die Stadt Wien mit diesem Geld eine Arbeitsplatzinitiative starten würde.

Guru

hat wer die emailadressin von dieser stadträtin, ich frag sie das mal, und das mein ich jetzt ernst ...

mendaxx 15.12.2006 14:48

http://wien.spoe.at/online/page.php?P=10258

Schick liebe Grüße von mir mit :D

rev.antun 15.12.2006 15:36

Zitat:

Original geschrieben von mendaxx
http://wien.spoe.at/online/page.php?P=10258

Schick liebe Grüße von mir mit :D

hab ich gemacht :D

mendaxx 15.12.2006 15:38

Hehe, Danke :D
Was hastn geschrieben?

Kannstas vielleicht im Wortlaut mit eventueller Antwort posten?

rev.antun 15.12.2006 15:39

.. ähm vergessen :D

mendaxx 15.12.2006 15:41

lol - aber ein Bisserl kurz, oder? :D

oitt 15.12.2006 15:41

na zum glück hast ned noch den link hierher gemailt :D
die würd sich anschaun :lol:

mendaxx 15.12.2006 15:42

He, das mach ich! :D

Burschi 15.12.2006 15:55

Aber wie eine typische Emanze schaut die nicht aus, ist eh recht hübsch. Hm. Warum dann dieses Theater? :confused:

mendaxx 15.12.2006 15:58

Hier meine Nachricht im Wortlaut:
Zitat:

Sehr geehrte Frau Stadträtin!

Ich zweifle in hohem Maße an der Sinnhaftigkeit ihrer Maßnahme, ebenso wie ich die Änderungen in unserer Rechtschreibung (Neue Endung: -Innen) für sinnfrei halte. Kein/e MenschIn diskriminiert irgendjemandenIn, nur weil er/sie nicht explizit die weibliche Bevölkerung anspricht!

Das Strichmännchen auf der Tafel eines Notausganges sehe ich z.B. als kleinsten gemeinsamen Nenner - es stellt einen Menschen dar. Es hat kein spezifisches Geschlecht! Auch die Figur auf einem Schild für Straßenarbeiten sehe ich in keinster Weise als diskriminierend an, da sie einfach ein Abbild der Wirklichkeit ist! Wieviele Frauen sieht man denn auf öffentlichen Baustellen mit einer Schaufel in der Hand?

Ich möchte ihnen einen Link zu einer Diskussion zu diesem Thema mitschicken, sofern es sie interessiert:
http://www.wcm.at/forum/showthread.p...hreadid=207122

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit,
mendaxx
Allfällige Antworten werde ich ebenfalls veröffentlichen :D

oitt 15.12.2006 16:04

beachtet aber dass mails unter vetrauensbereich fällt und nicht gepostet werden dürfen....
nur ungefähre inhaltszusammenfassungen afaik.

mendaxx 15.12.2006 16:06

Fuck it.
Bezüglich Zensur odgl. empfehle ich folgendes Lied anzuhören:
http://pythonline.com/plugs/idle/index.shtml

(roter Link direkt unterm ersten Absatz)

ERRA 15.12.2006 16:07

Denkts doch nicht immer so kleinkariert!

So bleibt Wien im Gespräch denn darüber wird sicherlich auch im Ausland diskutiert.

Wien ist eben anders! :-)




[edit]:Formatfehler ausgebessert

mendaxx 15.12.2006 16:12

Cheer up, Brian!
You know what they say.
Some things in life are bad,
They can really make you mad.
Other things just make you swear and curse.
When you're chewing on life's gristle,
Don't grumble, give a whistle!
And this'll help things turn out for the best...

rev.antun 15.12.2006 17:21

Zitat:

Original geschrieben von mendaxx
lol - aber ein Bisserl kurz, oder? :D
na soll ich auf politiker machen, und viel reinschreiben, das dann inhaltlich nix aussagt ???

mendaxx 15.12.2006 17:24

Naja ich hätt zumindest IRGENDEIN Argument hingeschrieben :D
(btw. HAB ich das ja getan :lol:)

Rotinom 15.12.2006 20:11

gut, dass es sonst keine probleme in wien gibt und verhaltensauffällige politikerINNEN immer so geistreiche ideen haben und steuergeld beim fenster hinausgeworfen wird.

wenn man sonst keine themen hat, muss man eben zu solchen mitteln greifen.

eigentlich ja genial, das schild mit dem mann und dem kleinkind. wenn das nächste mal eine frau mit kind kommt, werde ich natürlich nicht aufstehen, da der platz nur für männer mit kindern reserviert ist.

LouCypher 15.12.2006 20:44

zumindest wird damit angedeutet wie sich eine frau angemessen zu kleiden hat.

vanschw 20.12.2006 10:35

Antwort von Stadträtin Wehsely auf das Email von "mendaxx"
 
Sehr geehrter "mendaxx",

Leider konnten wir Ihnen die Antwort der Stadträtin zu Ihrem Email vom 15.12. 2006 betreffend "Straßenschilder" nicht an Ihre angegebene Email-Adresse zustellen (Meldung, dass Emailadresse unbekannt).

Anbei finden Sie die Antwort der Stadträtin auf Ihr Email.
Die Anrede im Brief mit Ihrem angegebenen bürgerlichen Namen habe ich entfernt, da ich nicht von einer automatischen Zustimmung zur Veröffentlichung ausgehen konnte.


Mit freundlichen Grüßen
Vanessa Schwärzler
Frauenreferentin
Büro Stadträtin Mag.a Sonja Wehsely


----

Maga Sonja Wehsely
Amtsführende Stadträtin für
Integration, Frauenfragen,
KonsumentInnenschutz und Personal
1082 Wien, Rathaus, Stiege 8, 1. Stock
Tel.Nr. +43/1/4000/81280
Fax.Nr. +43/1/4000/99/81280



Wien, 18. Dezember 2006
Scv/Ber – 3914/2006


Vielen Dank für Ihr Email und Ihre Ausführungen. Auch die Diskussion im Forum (Link, den Sie mir zugesandt haben) habe ich mit Interesse gelesen.

Diese Kampagne ist ein kleiner Teil der zahlreichen Maßnahmen, welche die Stadt Wien generell im Bereich von Gender Mainstreaming und Frauenförderung setzt. Besonders erwähnen möchte ich die Förderungen durch den Wiener ArbeitnehmerInnenfonds (WAFF) sowie die Beratungs- und Gewaltschutzeinrichtungen der Stadt.

Bei dieser Kampagne handelt es sich in erster Linie um eine Plakatkampagne zur Bewusstseinsschärfung: Auf den Plakaten sind viele Schilder und Piktogrammen mit „vertauschtem“ Geschlecht abgebildet. Die Symbole zeigen Bekanntes auf unbekannte Art und Weise und sollen so für Irritation sorgen. Fixe Sehgewohnheiten und damit Denkmuster werden konterkariert. Die Kampagne soll zum Nachdenken, Sehen und Handeln anregen – was jedenfalls gelungen ist.

Wenn Menschen sehen, dass Männer mit Kleinkinder völlig normal und unspektakulär sind, genau so wie ältere gebrechliche Menschen männlich oder weiblich sein können, kann das nur gut sein.

Wesentlicher Punkt der Kampagne ist eben das Sichtbarmachen und Aufzeigen solcher Tatsachen. Sehen Sie es als Teil eines Ganzen, dessen Ziel es ist, überholte Rollenvorstellungen und Klischees aufzubrechen. Das dies gelingen kann zeigen viele Beispiele in Geschichte und Gegenwart.

Die große Resonanz, die der Austausch bzw. die Ergänzung von Hinweisschilder und Piktogrammen ausgelöst hat, zeigt aber wie wichtig solche Aktionen sind, denn in Wahrheit geht es um mehr als nur um die Schilder und den Austausch bzw. die Ergänzung der darauf dargestellten Personen.

Symbole sind neben der Sprache eine der wesentlichsten Ausdrucksmittel in der Gesellschaft. Beide tragen nicht nur die Kommunikation sondern vermitteln Werte, Normen und Wahrnehmungen. Damit sind sie Abbild der sozialen Realität. Wahrnehmungen prägen das Denken und in weiterer Folge prägt das Denken den Menschen und dessen Umgang mit der Realität. Nach wie vor nehmen viele Menschen Väter mit Kleinkinder als ungewöhnlich wahr, auch wenn es meiner Meinung nach genau so normal ist, wie wenn eine Mutter mit ihrem Kind unterwegs ist. Nach wie vor werden Väter, die sich für eine Kinderkarenz entscheiden, oft belächelt. Bis in die 70iger Jahre war der Mann als Oberhaupt der Familie im Bürgerlichen Recht festgeschrieben. Von einer gesetzlich gleichberechtigten Partnerschaft keine Spur. Heute ist die gesetzliche Gleichberechtigung selbstverständlich. Frau und Mann sollen sich partnerschaftlich das Familienleben teilen. Die Gesellschaft hat die Gleichberechtigung als selbstverständlich anerkannt. Das heißt, Dinge können verändert werden und Dinge verändern sich. So sehe ich auch die Ergänzung der Hinweisschilder und Piktogramme.

Der tatsächliche Austausch der Schilder selbst begrenzt sich auf zwei Piktogramme, um sie der Alltagsrealität anzupassen:

· Öffentliche Wickelplätze im Rathaus werden künftig sowohl durch einen wickelnden Mann als auch durch eine wickelnde Frau angezeigt.

· Die altbekannten Piktogramme, mit denen Fahrgäste der Wiener Linien aufgefordert werden, alten und behinderten Menschen oder Personen mit Kleinkind einen Sitzplatz zu überlassen, werden künftig ergänzt. Auch Väter mit kleinen Kindern auf dem Arm sowie eine alte und eine sehbehinderte Frau sind künftig auf den bekannten kreisrunden Piktogrammen zu sehen. So werden in Zukunft zwei verschiedene Aufklebersorten abwechselnd in den Fahrzeugen der Wiener Linien anzutreffen sein.

Betreffend Ihrer Anmerkungen zur geschlechtergerechten Sprachweise möchte auch ich Ihnen einen Link ans Herz legen: http://www.wien.gv.at/ma57/sprache/index.html
Die Site bietet einen guten Überblick, warum es schon Sinn macht, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Übrigens, eines meiner Lieblingsbeispiele – es stammt zwar nicht von der angesprochenen Site – ist ein Satz, der mit „Der schwangere Bedienstete...“ beginnt. Er zeigt sehr deutlich, warum geschlechtergerechte Sprache sehr wohl ihre Berechtigung hat.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen Ihnen und auch Ihren KollegInnen im Internet-Foum die Wichtigkeit der Kampagne darlegen. Sie sind herzlich eingeladen, dort meine Antwort zu posten.


Mit freundlichen Grüßen und erholsame Feiertage
Maga Sonja Wehsely


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