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Bitte denk scharf nach über den Hintergrund. Denk bei Deiner nächsten Heimfahrt an diese Geschichte ...
Jack schaute kurz noch einmal auf sein Tacho, bevor er langsamer wurde: 73 in einer 50er Zone. Das vierte mal in gleicher Anzahl von Monaten. Wie konnte ein Typ denn so oft erwischt werden ?´ Als er sein Auto auf 10 km/h abbremste, fuhr Jack rechts ran. Laß den Polizisten doch wieder einmal herummoppern über seinen Fahrstil. Vielleicht würde ein noch schnellerer Autofahrer an ihnen vorbei flitzen, an dem der Bulle mehr Interesse hätte. Der Polizist stieg aus seinem Auto aus, mit einem dicken Notizbuch in der Hand. Bob? Bob aus der Kirche? Jack sank tiefer in seinen Sitz. Das war nun schlimmer als der Strafzettel. Ein christlicher Bulle erwischt einen Typen aus seiner eigenen Kirche. Ein Typ der etwas angespannt war, nach einem langen Tag im Büro. Einen Typen der morgen Golf spielen wollte. Als er aus seinem Auto sprang erblickte er den Typen, den er jeden Sonntag in der Kirche sah. Er hatte den Mann in Uniform gesehen. "Hi Bob. Komisch, daß wir uns so wieder sehen !" "Hallo Jack." Kein Lächeln. "Ich sehe Du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen, um meine Frau und Kinder zu sehen." "Ja, so ist das." Bob schien unsicher zu sein. Gut. "Ich bin die Tage erst sehr spät aus dem Büro gekommen. Ich denke auch, daß ich die Verkehrsregeln nun mehr als einmal gebrochen habe." Jack schoß einen Kieselstein an die Bordsteinkante. "Diane erwähnte etwas von Roast Beef und Kartoffeln heute Abend. Verstehst Du, was ich meine ?" "Ich weiß, was Du meinst. Ich weiß auch, daß Du ein Gesetz soeben gebrochen hast." Aua. Dies geht in die falsche Richtung. Zeit die Taktik zu ändern. "Bei wieviel hast Du mich erwischt ?" "Siebzig. Würdest Du Dich bitte wieder in Dein Auto setzen ?" "Ach Bob, warte bitte einen Moment. Ich habe sofort gecheckt, als ich Dich gesehen habe ! Ich habe mich auf 65 km/h geschätzt !" Ich konnte mit jedem Strafzettel besser lügen. "Bitte Jack, setz Dich wieder in Dein Auto." Genervt quetschte Jack sich durch die noch immer offene Türe. Ein Knall. Türe zu. Er starrte auf sein Armaturenbrett. Bob war fleißig am Schreiben auf seinem Notizblock. Warum wollte Bob nicht Führerschein und Papiere sehen? Was auch immer der Grund war, es würde einen Monat an Sonntagen vergehen, bis er sich in der Kirche wieder neben diesen Polizisten setzen würde. Bob klopfte an die Tür. Er hatte einen Zettel in der Hand. Jack öffnete das Fenster, maximal 5cm, gerade genug, um den Zettel an sich zu nehmen. Bob gab ihm den Zettel durch. "Danke." Jack konnte die Enttäuschung nicht aus seiner Stimme halten. Bob setzte sich wieder ins Auto ohne ein Wort zu verlieren. Jack wartete und schaute durch seinen Spiegel zu. Dann faltete er den Zettel auf. Was würde ihn dieser Spaß wieder kosten ? Hey ! Warte mal ! War das ein Witz? Dies war kein Strafzettel. Jack las: "Lieber Jack, ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie sechs Jahre alt war, starb sie bei einem Verkehrsunfall. Richtig geraten – der Typ ist zu schnell gefahren. Einen Strafzettel, eine Gebühr und drei Monate Knast und der Mann war wieder frei. Frei um seine Töchter wieder in den Arm nehmen zu dürfen. Alle drei konnte er wieder liebhaben. Ich hatte nur eine und ich werde warten müssen, bis ich in den Himmel komme, bevor ich sie wieder in den Arm nehmen kann. Tausend Mal habe ich versucht diesem Mann zu vergeben. Tausend Mal habe ich gedacht ich hätte es geschafft. Vielleicht habe ich es geschafft, aber ich muß immer wieder an sie denken. Auch jetzt. Bete bitte für mich. Und sei bitte vorsichtig, Jack. Mein Sohn ist alles was ich noch habe. Bob" Jack drehte sich um und sah Bobs Auto wegfahren. Er fuhr die Straße wieder runter. Jack schaute bis er nicht mehr zu sehen war. Ganze 15 Minuten später fuhr er um und fuhr langsam nach Hause. Er betete um Verzeihung und zu Hause angekommen nahm er seine überraschte Frau und Kinder in den Arm und drückte sie ganz fest. Das Leben ist so wertvoll. Behandle es mit Sorgfalt. Dies ist eine sehr wichtige Nachricht, bitte gib sie weiter an alle anderen Freunde. Fahr vorsichtig und mit Verständnis anderen gegenüber. Vergiß nie, Autos kann man wieder kaufen-so viele man will. Menschenleben aber ... Schon komisch, man bekommt 1000 "Witze" per Email zugeschickt und sie verteilen sich wie ein Feuer, aber wenn man anfängt nachdenkliche Briefe zu versenden, die auf das Leben anspielen, denken die Menschen zweimal bevor sie diese verteilen. Komisch, wenn Du diese Email weiterschickst, wirst Du sie sicher nicht jedem aus Deinem Adreßbuch schicken, oder !? mfg zzr1210 |
Finde es sympathisch, wenn Leute nachdenken und nachfühlen, aber Tiefgang war und wird nie Mainstream. Und in einem Computerforum, in dem in erster Linie Geschwindigkeit, Leistung, Spielspass und Vergnügung gesucht wird, wird es für "einfach zum nachdenken" wenig Publikum geben. Da wirst in einem katholischen oder sonstwie geistigen Forum mehr Feedback kriegen!
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hallo auch!
ich bin weder besonders katholisch noch tiefsinnig! will auch keine großartige diskussion über das leben entfachen oder über tempo 30 philosophieren. nur, wie die meisten pc-user bin ich auch kraftfahrer und täglich auf den straßen unterwegs (am wochenende mit dem motorrad oft viel zu schnell). habe dieses mail letzte woche bekommen und finde es nicht verkehrt, darüber nachzudenken. mfg zzr1210 |
Glücklicherweise haben wir PC-User ja virtuelle Räume en masse, in denen ohne irdische Konsequenzen herumgeglüht werden kann was das Zeug hält. Aber wenn Du mir als PC-User und Autofahrer daherkommst... Alle PC-User machen auch andere Dinge, aber was hat die Ernährung, der Sport, das Liebesleben etc. eines Menschen und PC-Users für eine besondere Relevanz für ein Computer-Forum (sofern nicht eben seltsame Relevanzen doch noch dafür sprechen: z.B. Hat sich Euer Liebesleben durch Computer verändert? etc)
Aber nochmal: Dein Beitrag ist ja wirklich OK, man könnte ihn vielleicht noch um die Dimension Alkohol erweitern, sicher saufen auch viele PC-User vor dem Fahren (=Schwerverbrecher), aber mir geht da einfach das gewisse Computer-Etwas ab. |
Zitat:
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leider setzt der Denkvorgang bei den meisten (wie auch bei mir) erst dann ein, wenn man vor den Kopf gestoßen wird.
dann ist es meist zuspät enjoy |
Nicht so bescheiden enjoy2! Habe Dich auch schon ohne Kopfstoss beim Denken beobachtet!
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Ich kann nur sagen, daß jeder den diese Message nicht berührt hat, noch viel zu lernen hat. Ich bin bis jetzt im Berufsleben ungefähr eine halbe Million Kilometer mit dem Auto unterwegs. Dabei hab ich schon einige Unfälle live und aus nächster Nähe miterlebt. Bis jetzt bin ich ohne Verletzungen davongekommen, weil ich immer darauf achte ausreichend Abstand zu halten. Eins hab ich auf jeden Fall gelernt: Es ist NICHT egal, wie schnell man fährt, auch wenn das von den Gesetzlosen immer wieder als Kavaliersdelikt hingestellt wird. Autofahren beinhaltet auch eine tödliche Gefahr. Daher finde ich solche Nachrichten sehr wichtig und sinnvoll.
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... stimmt ...
... und sollte auch unserem "Guru" näher gebracht werden; dann läßt er seine "Ergüsse" im WCM vielleicht wieder auf Andere los!
:ms: |
Re: ... stimmt ...
Zitat:
Aber diesmal muß es wohl sein: Guru hat was gegen Raser, gegen nichtangepaßtes Fahren. Guru hat nichts gegen Schnellfahren - dort, wo es geht. Warum haben wir denn soviele Unfälle? Weil die Leute eben dort schnellfahren, wo es NICHT geht. Wo ist das Problem, wenn Guru bei wenig Verkehr auf einer mehrspurigen Autobahn 160 fährt? Mit genügend Abstand und konzentriert? Trotzdem kann Dich in Österreich die Exekutive dafür bestrafen. Fährst Du das gleiche Tempo in Deutschland auf der Autobahn, ist es vollkommen legal. Guru bricht keine Lanze für Raser, sondern für Eigenverantwortlichkeit. Für Nachdenken - beim Autofahren, beim Arbeiten, beim Sport - überall im Leben. Erstens einmal hätten wir dann als Menschen viel weniger Probleme beim Zusammenleben und zweitens würde weitaus weniger passieren... Wie heißt es so schön: die Freiheit des Einzelnen kann nur soweit gehen, dass andere dadurch nicht eingeschränkt werden. Über das nachzudenken, bittet Guru |
Ich gebe Guru recht, Vorschriften müssen natürlich sein, sonst gäbs Leute, die im Ortsgebiet 250 fahren würden. Was mich aber ärgert, sind diese sinnlosen Einschränkungen.
Beispiel gefällig? Eisenbahnübergang im Marchfeld, links und rechts ungehinderte Sicht kilometerweit, trotzdem steht eine Stopptafel dort. Jeder, der die Stelle kennt, fährt drüber, man kommt sich ja blöd vor, dort anzuhalten. Wenn du Pech hast, und ein Dorfpolizist hinterm Busch steht, brennst. Dasselbe ein paar Dörfer weiter: Bahnübergang mit Stopptafel, Geleise verrostet und unkrautüberwachsen, seit Jahrzehnten kein Zug mehr dort gefahren.....Aber die Stooptafel soll man natürlich beachten und stehenbleiben, sonst ist man ein Verbrecher... Von der Sorte könnte man aufzählen ohne Ende... Wien 22, Telefonweg, links und rechts Felder, nicht mal ein Gehsteig, aber bis vor kurzem war dort 50 kmh vorgeschrieben. Seit neuestem darf man jetzt 60 fahren, na super...Die wenigsten halten sich daran, weil man sich gefrozzelt vorkommt, auf einer de fakto Landstraße mit 50 oder 60 zu fahren. Lauter hirnlose Vorschriften, die das Volk entmündigen und zu willenlosen Befehlsempfängern machen sollen. Folge: Wenn zB. eine Ampel plötzlich einen Defekt hat, und endlos auf rot stehenbleibt (selbst schon erlebt), bleiben die Leute stur vor der roten Ampel stehen, und wenns eine halbe Stunde ist. Wohlgemerkt: an einer Kreuzung, wo nicht so viel Verkehr ist, dass man nicht trotz rot drüberfahren könnte. In so einem Fall sollte doch wohl die richtige Reaktion sein, drüber fahren, wenn es der Querverkehr erlaubt, anschließend die Polizei anrufen und auf den Defekt aufmerksam machen. So, jetzt reichts, aber das musste gesagt werden, weil mir auch schon dieses ewige Verkehrssicherheitsgejammer auf die Nerven geht. Wenn man jeden Unfall verhindern will, muss man den Autoverkehr verbieten, oder Tempo 5 einführen. |
Scheuklappenvordenaugenhaben?
@wol
"....Vorschriften müssen natürlich sein..." schreibst Du! Und was macht das für einen Sinn, wenn ich "vorschreibe" (in Österreich), auf Autobahnen 130 km/h schnell (langsam??? - da haben wohl manche keinen Vergleich mehr zum "zu Fuß gehen" :D) sein zu dürfen, wenn dann wieder ein paar motzen, dass das eben nicht schnell genug ist. Setz' mas rauf auf 5000 km/h, dann werden schon alle zufrieden sein!!! Aber bitte, DAS kann doch net die Lösung sein. Wie in meinem Posting von voriger Woche schon geschrieben: es gibt halt eine Menge Ignoranten unter uns: die Raucher, die Hunde-ohne-Leine-und-Maulkorbhalter, die Raser, .... Nochwas, lieber Wol: wenn Du Dich da ärgerst, wenn man Dich an einem "Bahnübergang", der total verrostete Schienen hat, welche dazu noch komplett mit Unkraut überwuchert ist: hast Dich schon mal ernsthaft erkundigt, ob und warum diese Stopp-Tafel dort stehen muss? Da gibt es die Magistrate bzw. die Bezirksämter, die freuen sich, wenn jemand solchen nicht mehr notwendigen Wildwuchs an Verkehrsschildern melden. Aber ohne Stopp drüber rauschen ist auch keine wirklich gute Lösung (vor allem, weil es Dir Geld kostet :D - mir nicht, da ich dann sicherlich stehen bleibe davor!) Ich will Guru schon recht geben, wenn er meint, dass das nicht sinnvoll ist, so wie es derzeit in Österreich ist. Und der Appell zu mehr Eigenverantwortung verhallt - leider, leider - in Österreich auch niergendwo! Darum lesen wir alle die Kronen-Zeitung, eMedia, sehen TXO im Fernsehen etc. Wir sind nun mal ein Volk der von oben gelenkten, weil DIE DA OBEN DENKEN EBEN FÜR MICH und damit habe ich es sehr bequem. Aber das ist - wie schon so oft in diesem Forum - sicher nicht die Meinung der Mehrheit! Seht es daher Eurem Teuferl ein wenig nach! :ms: |
> Ich will Guru schon recht geben, wenn er meint, dass das nicht sinnvoll ist, so wie es derzeit in Österreich ist.
Ich glaub das nicht. Schauts euch mal um. Wenn man mit Leuten aus anderen Ländern spricht, haben die seltsamerweise die gleichen Argumente und Probleme. Sicher ist es schwer was dagegen zu unternehmen, da müsst ma wirklich auf a Magistrat gehen und den Leuten dort auf die Nerven gehen. Die werden dann wieder wie alle anderen sagen "ich hab ja eh schon so viel zu tun". Aber sicher, wenn man überzeugt ist, daß da was weggehört, könnt man schon einmal "vorsprechen". Aber ich glaub nicht, daß das die wahren Probleme sind. Die wahren Probleme sind, daß die gefährlichen Leute genau dieselben Argumente verwenden. Also mit 160 und konzentriert fahren und so. (BITTE das nicht sofort als Einordnung in diese Kategorie zu sehen). In Wahrheit sind wahrscheinlich 99% der Leute schon einmal 160 gefahren, einschließlich mich. Aber ich möcht einmal ein paar Geschichten aus der Realität bringen: Plötzlich liegt mitten auf der Fahrbahn ein metergrosser Strohballen, der Vordermann schaffts im allerletzten Moment, noch daran vorbeizuziehen. Ich seh schon wieder einen schreiend im Wrack liegen. Kein Problem für mich, denn mit 130 und Abstand seh ich ja was auf mich zukommt. Es ist dabei nicht egal, ob man 130 oder 160 fährt, denn mit 160 ist der Bremsweg DOPPELT so lang. Ich fahr ganz normal, plötzlich fällt ein langes Rohr vom Lkw. Ist schon a Unterschied wie schnell man ist, oder ? Ja ich weiß, wenn man Pech hat, nützt alles nichts. Aber die Wahrscheinlichkeit ist wesentlich geringer, daß man mit 160 noch bremsen oder ausweichen kann. Lände. Ein Lieferwagen fährt vor mir, plötzlich fällt eine Werkzeugkiste von der Ladefläche. Ich fahr vorschriftsmässig mit Abstand und hab kein Problem. Fahr einfach nach rechts und schalte die Warnblinkanalage ein. ACHTUNG ! Nicht aussteigen !!! Jetzt dauerst ungefähr 2 bis 3 Sekunden, bis die Massenkarambolage folgt. Von hinten kommen 4 oder 5 Autos mit über 70 kmh. Und die hatten MASSIG Abstand. Ein paarmal Bersten und Splittern und die Sache ist erledigt. Zum Glück achtet man darauf, daß auf der rechten Seite wer stehen kann, deshalb bin ich noch mit heiler Haut davongekommen. Glatteis und vorne ist ein Zebrastreifen mit einem Kind davor. Ich fahr langsamer und lass das Kind drübergehen. Plötzlich kommt von hinten einer und bremst an meinem Auto vorbei. Im allerletzten Moment und nur wenige Zentimeter vor dem Kind bleibt er stehen. Was soll man mit solchen Trotteln tun ? Glatteis. Vor mir fährt jemand und bremst ohne Abs. Natürlich schleudert er. Der engegenkommende Lkw zermalmt das Auto. Von hinten kommen wieder die "Freie Fahrt" Bürger und bremsen an meinem stehenden Auto mit Warnblinker vorbei. Wieder einmal Glück gehabt. Ein positives Beispiel aus UK. Zur Anmerkung: Die haben die strengsten Strafen in Europa, nicht so ein Trinkgeld mit 300,-- wie bei uns das die Gstopften aus der Portokassa zahlen. Da fährt der bedauernswerte Engländer auf der Freilandstraße ohne Verkehr um 20 Kmh zu schnell. Da würde man sagen, das geht. Zahlt dafür umgerechnet 2 Tausender. Er schimpft zwar, daß er nicht versteht warum. Aber er macht das nie wieder, weil er genau weiß, daß das noch das geringste war, was ihm passieren kann. Ich hab noch eine lange Liste an Geschichten, die ich selbst in meiner jetzt fast 15jährigen Pendlerzeit erlebt hab. Ich kann nur sagen, mit etwas mehr Pech wär ich schon lang mir mehr am Leben. Also ich will jetzt keinem irgendwas unterstellen, mir ist auch klar das jeder mal Fehler macht. 160 dort wos geht, kein Problem. Ich stimme zu, aber nur wenn ich ganz allein auf der Straße bin. |
@Guru
Eigenverantwortung in einem gesellschaftlichen System ?? Wie soll das denn gehen. Ich werde mal das Wort steigern Eigenverantwortung - freier Wille - Wille zur Macht Es ist nicht sosehr die Möglichkeit der Gedankenkette, die hier erschreckt, sondern der Mißbrauch. Du forderst Eigenverantwortung und Mitdenken von den anderen, nach welchen Kriterien willst Du denn die Gunst gewähren ?? Doch etwa nicht nach dem freien Willen ? [...gelöscht] Deine Eigenverantwortung für alle ist Garant für die Herrschaft der Idioten und Kurzsichtigen, nicht nur auf den Straßen. P.S: Wem die Gesetze Murphys ein Begriff sind, sollte vermeiden, von gefahrlosen Situationen zu reden. |
@ reemrev: Deine Gedankenkette von der Eigenverantwortung zum Machtwillen ist unlogisch, das hieße ja , du lehnst jede Eigenverantwortung ab! Das ganze Leben ist Eigenverantwortung, ständig , jeden Tag, jede Sekunde musst du dich für irgendwas entscheiden, das geht ja gar nicht anders. Wenns nach dir ginge, bräuchten wir hirnlose Roboter statt Menschen, die einfach irgendwelche Befehle ausführen, ja genau, das Militär müsste dir dann eigentlich ideal vorkommen. Nicht denken, gehorchen.
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Ich muß sagen, während des Lesens dieses Threads fand ich es erschreckend... ,nein, eher bezeichnend, wie unsicher manche Leute auf ein Posting mit dem schon erwähnten Tiefgang reagieren. Da wird man urplötzlich aus seiner "heilen" Computerwelt herausgerissen (oder worum sich die Welt des Einzelnen auch immer drehen mag) Ich wurde schon in einigen anderen Foren mit dem "Bitte nicht's ernsthaftes/nachdenklich stimmendes in diesem Forum. Ich will Spaß!" Syndrom konfrontiert. Von dem her freut es mich zu sehen, daß es doch Menschen gibt, die sich Gedanken machen, über sich und ihre Umwelt. :)
Zum Thema Autofahren: Ich persönlich trinke zum Beispiel keinen Tropfen Alkohol, wenn ich mit dem Auto fahren muß. Auch nicht "Na is eh noch ein paar Stunden hin, bevor ich wieder heimfahr". (Und deshalb bin ich ein Heiliger) http://www.wcm.at/vb2/images/icons/icon18.gif *gg* Aber ernsthaft: Dafür fahr ich fröhlich durch die Gegend mit nicht mehr als 2 Stunden Schlaf hinter mir. Oder bin eben auch mit meinen 150 Sachen auf der Autobahn unterwegs. (Schneller geht mein Auto sowieso nicht) Aber da kommt eben wieder diese Frage der Eigenverantwortlichkeit zum Tragen. Ich muß selber entscheiden, was für mich noch OK ist, und was nicht. Ich will mir nicht vorwerfen müssen, einen Menschen getötet zu haben, weil ich meinte, trotz Autofahrens Alkohol trinken zu müssen. So wichtig ist mir Alkohol nicht. Was den Schlaf anbelangt, ist das bei meinem Momentanen Tages/Nacht ablauf oft gar nicht anders möglich. Und irgendwie muß ich dann ja von zur Arbeit kommen, usw. Ich versuch halt insofern vernünftig zu sein, daß ich mein Verhalten, falls etwas passieren sollte, zumindest vor mir selber noch verantworten kann. Um eben auch noch in den Spiegel sehen zu können, ohne dabei traurig zu werden. Eben weil ich nicht an den Menschen denken müssen will, dem ich das Leben gekostet hab, und mich dann dafür schlagen will. Ich könnt' so etwas nur dann in einem vernünftigen Ausmaß bewältigen, wenn sich meine Schuld daran in den von mir gesteckten Grenzen hält. (Und ich bin froh darum, daß bei meinen bisherigen Unfällen nie Menschen zu Schaden gekommen sind. Alles andere ist nur Geld. |
PS: ;)
Is das [...gelöscht] ein Hinweis darauf, daß da das Übel an der Wurzel *Wortspiel* gepackt wurde, und von den selbigen was zum Wohle aller entfernt wurde? Jetzt nur interesse halber. Is mir nämlich bis jetzt in den von mir gelesenen Threads noch nie untergekommen. |
Argumentationsfehler?
Hi Gurufreunde!
>Ich glaub das nicht. Schauts euch mal um. Wenn man mit >Leuten aus anderen Ländern spricht, haben die >seltsamerweise die gleichen Argumente und Probleme. Sicher >ist es schwer was dagegen zu unternehmen, da müsst ma >wirklich auf a Magistrat gehen und den Leuten dort auf die >Nerven gehen. Die werden dann wieder wie alle anderen >sagen "ich hab ja eh schon so viel zu tun". Aber sicher, >wenn man überzeugt ist, daß da was weggehört, könnt man >schon einmal "vorsprechen". Stopptafeln an Eisenbahnkreuzungen unterliegen der Eisenbahnbehörde erster Instanz und das ist in Österreich das jeweilige (Bundes)Land. >Aber ich glaub nicht, daß das die wahren Probleme sind. >Die wahren Probleme sind, daß die gefährlichen Leute genau >dieselben Argumente verwenden. Also mit 160 und >konzentriert fahren und so. (BITTE das nicht sofort als >Einordnung in diese Kategorie zu sehen). In Wahrheit sind >wahrscheinlich 99% der Leute schon einmal 160 gefahren, >einschließlich mich. Die wahren Probleme sind, dass Tempo 160 in einem Fall überhaupt nichts ausmachen, im anderen Fall viel zu viel sind. >Aber ich möcht einmal ein paar Geschichten aus der >Realität bringen: >Plötzlich liegt mitten auf der Fahrbahn ein metergrosser >Strohballen, der Vordermann schaffts im allerletzten >Moment, noch daran vorbeizuziehen. Ich seh schon wieder >einen schreiend im Wrack liegen. Kein Problem für mich, >denn mit 130 und Abstand seh ich ja was auf mich zukommt. >Es ist dabei nicht egal, ob man 130 oder 160 fährt, denn >mit 160 ist der Bremsweg DOPPELT so lang. Guru hat doch etwas von Eigenverantwortung gesagt: wer mit 160 fährt und die Kolonne vor ihm 130, kann selbige nicht wirklich haben, oder? Und: Bremsweg bei 130 ist laut Gesetz (Mindestbremsweglänge) 169m, bei 160 km/h 256m. Also nicht wirklich doppelt. >Ich fahr ganz normal, plötzlich fällt ein langes Rohr vom >Lkw. Ist schon a Unterschied wie schnell man ist, oder ? >Ja ich weiß, wenn man Pech hat, nützt alles nichts. Aber >die Wahrscheinlichkeit ist wesentlich geringer, daß man >mit 160 noch bremsen oder ausweichen kann. Natürlich wird es immer Ausnahmesituationen geben, mit denen Menschen nicht rechnen. Aber hier sagt Guru, was dann die Logik sagen würde: mit Tempo 0 kann gar nichts passieren... >Lände. Ein Lieferwagen fährt vor mir, plötzlich fällt eine >Werkzeugkiste von der Ladefläche. Ich fahr >vorschriftsmässig mit Abstand und hab kein Problem. Fahr >einfach nach rechts und schalte die Warnblinkanalage ein. >ACHTUNG ! Nicht aussteigen !!! Jetzt dauerst ungefähr 2 >bis 3 Sekunden, bis die Massenkarambolage folgt. Von >hinten kommen 4 oder 5 Autos mit über 70 kmh. Und die >hatten MASSIG Abstand. Ein paarmal Bersten und Splittern >und die Sache ist erledigt. Zum Glück achtet man darauf, >daß auf der rechten Seite wer stehen kann, deshalb bin ich >noch mit heiler Haut davongekommen. Du führst ja selbst den Beweis. Wer nicht schaut, wird auch bei Tempo 20 noch zu schnell sein. Und Guru denkt bei dem Terminus "Eigenverantwortung" schon daran, dass dieser "Schauen" auch einschließt. >Glatteis und vorne ist ein Zebrastreifen mit einem Kind >davor. Ich fahr langsamer und lass das Kind drübergehen. >Plötzlich kommt von hinten einer und bremst an meinem Auto >vorbei. Im allerletzten Moment und nur wenige Zentimeter >vor dem Kind bleibt er stehen. Was soll man mit solchen >Trotteln tun ? Führerschein entziehen. Denn wer - egal bei welchem Wetter - an einem vor einem Zebrastreifen anhaltenden Fahrzeug vorbeifährt, ist nicht reif genug, um im Straßenverkehr zu sein. Basta! >Glatteis. Vor mir fährt jemand und bremst ohne Abs. >Natürlich schleudert er. Der engegenkommende Lkw zermalmt >das Auto. Von hinten kommen wieder die "Freie Fahrt" >Bürger und bremsen an meinem stehenden Auto mit >Warnblinker vorbei. Wieder einmal Glück gehabt. Was hat das mit Eigenverantwortung zu tun? Schon der erste Lenker hatte diese nicht, sonst wäre er nicht zu schnell gefahren - von den nachfahrenden Lenkern nicht zu reden, sie hatten auch nicht... >Ein positives Beispiel aus UK. Zur Anmerkung: Die haben >die strengsten Strafen in Europa, nicht so ein Trinkgeld >mit 300,-- wie bei uns das die Gstopften aus der >Portokassa zahlen. Da fährt der bedauernswerte Engländer >auf der Freilandstraße ohne Verkehr um 20 Kmh zu schnell. >Da würde man sagen, das geht. Zahlt dafür umgerechnet 2 >Tausender. Er schimpft zwar, daß er nicht versteht warum. >Aber er macht das nie wieder, weil er genau weiß, daß das >noch das geringste war, was ihm passieren kann. In der Zwischenzeit sind die Strafen in Österreich deutlich gestiegen - aber dies trifft doch nicht den Kern der Sache. Eine freie Landstraße, schönes Wetter, kein Verkehr, km-weise freie Sicht - eine ehemalige Baustelle mit vergessenen Tempo 30-Schildern. Guru fährt 70 - na logo steht ein Gendarm gut getarnt hinterm Busch. Guru wird angehalten, die Exekutive will 500 ATS. Guru zahlt nicht, läßt sich anzeigen. Anzeige: 1.200 ATS. Guru erhebt Einspruch, bekommt Recht, zahlt nichts. Was ist nun die Eigenverantwortung? Der Gendarm hat eine Geschwindigkeitsbegrenzung, die es schon laut Bescheid seit 4 Tagen nicht mehr geben dürfte, zum KASSIEREN benutzt... >Ich hab noch eine lange Liste an Geschichten, die ich >selbst in meiner jetzt fast 15jährigen Pendlerzeit erlebt >hab. Ich kann nur sagen, mit etwas mehr Pech wär ich schon >lang mir mehr am Leben. Guru fährt im Jahr so an die 30.000 km Auto und so 10.000 km Motorrad. Mit Eigenverantwortung und laut den Buchstaben des Gesetzes oft auch zu schnell (manchmal noch vielen anderen VIEL zu langsam). Abgesehen davon, dass Guru nur äußerst selten wegen Schnellfahrens zahlt, hatte Guru seit 1974 keinen Unfall... >Also ich will jetzt keinem irgendwas unterstellen, mir ist >auch klar das jeder mal Fehler macht. 160 dort wos geht, >kein Problem. Ich stimme zu, aber nur wenn ich ganz allein >auf der Straße bin. Auf der deutschen Autobahn bist Du auch nicht allein, trotzdem fahren die Leute dort noch schneller, die Zahl der Unfälle und Verkehrstoten ist in Österreich aber höher (hochgerechnet). Gegenfrage: warum fahren Österreicher auf deutschen Autobahnen brav rechts, bei uns in Österreich aber prinzipiell links? Warum halten die Österreicher in Deutschland brav den richtigen Abstand, in Österreich aber nicht? Fragen über Fragen.... Guru |
Zitat:
Guru |
Re: Scheuklappenvordenaugenhaben?
Zitat:
b) Guru hat in seinem Leben nur selten danach gefragt, ob etwas Meinung der Mehrheit ist oder nicht. Guru hat Ideale, Zielvorstellungen, Eigenverantwortlichkeit. Und Guru hat die Freiheit, sich zu ENTSCHEIDEN. Entscheiden, etwas zu tun oder zu lassen. Abzuwägen, nachzudenken, in einem Erfahrungsschatz zu "blättern" - und sich eben dann nach GURUs Weltbild (Gedanken, Ideologie, Menschlichkeit, Verständnis...) zu entscheiden. Und das kann JEDER Mensch. Guru kann ja nichts dafür, wenn es nicht jeder auch verwendet. Manche fühlen sich halt sicher, wenn sie nicht einmal an Grenzen herankommen - andere Menschen müssen (aus ihrem Innersten heraus) ständig die Grenzen überschreiten, um sie neu zu definieren. Nur: würden wir nicht immer wieder Grenzen überschreiten, könnten wir nichts lernen. Der Mensch hätte nicht gehen gelernt, wäre nicht einer aufgestanden. Der Mensch hätte nicht radfahren gelernt, hätte einer es nicht probiert. Das läßt sich übrigens noch endlos fortsetzen... Guru |
hmm
sehr viele Wahrheiten sind in diesen Thread enthalten, richtig ist meiner Meinung nach die goldene Mitte. Doch die zu finden ist eine Lebensaufgaben und der Weg dorthin ist leider sehr steinig Eigenverantwortung niemand will hinter ihr stehen, aber jeder will sie haben, wenn man sich nicht hat. schon komisch, muß man eine Entscheidung treffen, will man dies gerne an andere abschieben, trifft jemand eine Entscheidung für einen selbst, wettert man dagegen. Was will der Mensch eigentlich? Ich weiß es noch nicht genau, muß wohl noch etwas älter werden ;) (bin 27) eines der Probleme ist auch, die Hektik in unserer Zeit, der berühmte Satz: " es geht ja nicht anders" Sehr wohl geht es anders, man muß es eigenltich nur machen, nur leider, bin hier keine Ausnahme, macht man es nicht anders :( Durch die Tatsache, dass viele beim Autofahren nicht ans Fahren denken, sondern mit den Gedanken ganz wo anders sind, dass ist meiner Meinung nach das eigentliche Problem. Würde sich jeder auf das Fahren konzentrieren, so wäre ein Mindesabstand, kontrolierte Höchstgeschwindigkeit, usw. selbstverständlich, nur leider ist die Version Mensch nicht vollständig mulitthreadfähig hoffe, dass dieser Thread auch viele Mitglieder des Forums nur zum Nachdenken anregt, um im Straßenverkehr etwas mehr Aufmerksamkeit der Straße schenken, als dem Autoradio, den Gedanken an die Arbeit, usw. 5 Min. länger, das ist die Zeit, die man durch Schnellfahren zumeist gewinnt, natürlich auf weiten Strecken mehr, aber sein wir uns ehrlich, so weite Strecken fahren nur die wenigsten täglich und auch diese Herrschaften rasen nicht. spätestens an der übernächsten Ampel sieht man so manchen wieder, der einen gerade überholt hat. doch diese 5 min. entscheiden manchmal, leider aber all zu oft, über Leben oder Tod. nachdenklicher enjoy PS: was ich eigentlich will im Nachtrag: eine Familie gründen (teste gerade eine Beziehung, sehr spätes Betastadium bereist ;), Bäume habe ich bereits zur genüge gesetzt, meine Baum allerdings noch nicht und an Kindern wird fleißig geübt... |
korrigiert
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@guru
Hab' ja nicht gesagt - und auch nicht gemeint -, dass die Mehrheit "recht" hat. (Sonst würden wir wohl Sch***e fressen wie die Fliegen :D) Ganz im Gegentum: ich behalte mir selbstverständlich auch das Recht vor, meine Meinung zu haben und zu vertreten..... nur bin ich in diesem Eurem Forum auch schon zutiefst beleidigt worden! Darum die "Entschuldigung"! Nun, mein lieber Guru: wir alle haben gewisse Freiheiten. Ich habe mich dazu entschieden, in diesem Österreich zu leben, weil es mir hier halt gefällt. Mich stören die Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht wirklich (mein fahrbarer Untersatz schafft auch gerade mal knapp 150 Sachen - aber da halt' ich es sowieso kaum aus vor Lärm :D). Nur: die von die zitierte Freiheit - in Koppelung mit "Eigenverantwortung" - klingt ja nur zu verlockend. Ich denke, wir müssen alle mal wieder daran denken, dass wir in einer Gemeinschaft leben, wo nicht einfach jeder das tun kann, was ihm gerade in den Sinn kommt oder er glaubt, tun zu müssen. Ich möcht auch noch vorausschicken, dass ich Dir sehr wohl zugestehe (und es Dir auch glaube), dass Du wirklich höchst eigenverantwortlich hinter dem Lenkrad Deines Autos sitzt und bewusst abschätzen kannst, welche Geschwindigkeit die gerade aktuelle Situation gerade noch verträgt. Und wenn dazu noch die Straße einsam und verlassen im Moment nur von Dir benützt wird, ist es mir - ehrlich gesagt - schweinewurscht, ob Du jetzt einen Reifenplatzer hast und Du dich mit 160 Sachen mit einem Baum ein Stelldichein hingibst oder gegen die Leitschiene knallst etc. Wird halt der WCM ohne Deine bisher zugebenermaßen geistreichen Kommentare auskommen; aber wir werden's überleben. Was aber, wenn Du auf einer Bundesstraße gerade da den Reifenplatzer hast und Dir gerade ein Anderer, die höchstzulässige Geschwindigkeit einhaltender Straßenkamerad entgegen kommt und diesen - mangels Baum :D - mitnimmst? Ja klar, die Strecke ist ja schnurgerade, Sicht ist auch kilometerweit ohne Einschränkung möglich, es regnet nicht, die Sonne blendet nicht, kein Nebel.... beste Autofahrerverhältnisse halt. Wie erklärst Du dann Dein Verhalten gegenüber der Witwe, deren Kindern? Nene, ich glaube, Du machst es Dir ein wenig zu einfach! Eine Gesellschaft bedingt nun mal ein fest vorgeschriebenes "Regelwerk", um vernünftig zu funktionieren. Der Mensch (eigentlich die Menschheit) zeigt aber ständig, dass er nur dann bereit ist, diese Regeln einzuhalten, wenn es erstens kontrolliert und zweitens ein Verstoß entsprechend bestraft wird. Klar, einige wenige (oder doch viele??) werden sich weiterhin nicht abhalten lassen, gegen diese "Spielregeln" zu verstoßen, aber der überwiegende Teil schon (dem Teufel sei Dank). Nochwas: stell Dir vor, Du müsstest den Gesetzestext auf Deine Vorstellung hin anpassen! "Nicht-angepasste-Geschwindigkeit" :D Das öffnet ja dem Missbrauch Tür und Tor! Da wird ja dann nur noch vor Gericht gestritten! Wi läßt sich das denn objektiv beurteilen? Auf Deine diesbezüglichen Vorstellungen bin ich aber mal gespannt! Abschließend noch ein Gedankenanstoß: wenn Du eine Gesellschaft gefunden hast, die Dir nicht vorschreibt, wie schnell Du wann fahren darfst - mache Dich dort sesshaft und Deine Probleme sind nicht mehr vorhanden... :D :ms: |
Ähm, äh...
Wenn ich mal was vorschlagen darf, Freunde (und ich nehm mir jetzt einfach mal heraus Euch so zu nennen), nicht so sehr auf Konfrontation, bitte.
Ich glaub nämlich, daß hier, ganz wie im Leben sonst, viele Dinge nur so scheinen, wie man sie haben will. Und das ist glaub ich die meiste Zeit gleich doppelt so schlimm, wie's eigentlich ist. Lest Euch doch alles noch mal durch, versucht ein wenig Distanz zu gewinnen, und nehmt die ganzen Postings doch nur für sich selbst, und ohne allzuviel hinein zu interpretieren. Was bleibt, sind Meinungen (Und HEY, da sind wir nicht mal Offtopic *GG*), die meiner Ansicht (=Meinung) nach nicht dazu angetan sind, irgendjemandem etwas vorschreiben zu wollen, auf das Komma genau Zahlen zu jonglieren, oder jemanden gar persönlich anzugreifen (bis hin zum ..., na das sag ich jetzt gar nicht, weil's sicher ohnehin nicht so gemeint war). Viele der hier geschriebenen Dinge kommen nur deshalb so rüber, weil sich die Schreiberlinge, so wie ich, halt gern manch ausgetüftelter Floskel bedienen, Stilmittel eben, die dann manchmal mancher in den falschen Hals bekommen mag, wo sie eben gar nicht hingehören.... In diesem Sinne: wie wär's mit "Runter vom Gas"? Paßt doch wie die Faust auf's Auge, oder? |
nicht angepasste geschwindigkeit -überhöhte geschwindigkeit:
das hamma doch alle schon in der fahschule gelernt dass die geschwindigkeiten 130/100/50 bzw die jeweiligen geschwindigkeitsbeschränkungen NUR für ideale verhältnisse gelten (trockene strasse, gute sicht etc. etc.) daraus folgt: 100 km/h auf der freilandstrasse bei regen IST überhöhte geschwindigkeit. gerade mir als "landei" fällt auf (da ich in letzter Zeit vermehrt da unterwegs bin), dass da auf den autobahnen um wien herum das wort abstand ein fremdwort zu sein scheint. mich wunderts ja wirklich, dass nicht viel mehr passiert. und zum thema motorrad (auch wenn ich selbst gerne mitfahre): mein haus steht am ende einer 70iger beschränkung, direkt neben der landstrasse. an einem sommertag fährt keines der motorräder mit unter 130 da vorbei. ja und man sieht weit. aber zum henker noch mal es ist aber nicht mehr erlaubt als 70! |
@ wol:
Wer hat je geschrieben, diese Gedankenkette sei zwingend logisch, ich sprach von einer Möglichkeit und deren Mißbrauch ( „nicht zwingend logisch" ist ungleich „unlogisch"). Deine Interpretation von der Ablehnung der Eigenverantwortung hin zum gedankenlosen, weil gehorchenden Massenwesen ist eine Möglichkeit von vielen, warum Du sie mir aufzwingen willst, verstehe ich nicht ( interessant Deine versteckte Assoziation von Autofahren und Krieg, also doch ?). Autofahren läßt sich nicht in Eigenverantwortung sondern in Verantwortung für andere. Du kannst Dich doch nicht im öffentlichen Raum nach freiem Ansinnen bewegen. Wenn jeder nach den oben (euren) genannten Kriterien sein Fahrverhalten definiert, dann dürfte es keine Unfälle geben, tut es aber nicht. Mir scheint, eure Eigenverantwortung nennt sich Gutdünken, kommt aber nicht von „gut denken". Darf denn jeder dann nach eigenem Glauben ( man sieht schon, es wird immer fragiler ) fahren ? ["mit 8 Viertl foah i no locka..", darf er ja, er kann es sicher verantworten ?!] „...und nicht nur auf der Straße": Meine Beobachtung sehen immer mehr das Indiviuum in den Mittelpunkt rücken, aber nicht, wie seinerzeit in der Renaissance aus der Anonymität, sondern in die Kurzweiligkeit und somit Beliebigkeit. Damit wird jeder austauschbar weil ersetzbar. Und wenn sich erst diese Egomanie in den Köpfen festgesetzt hat, dann laßt uns doch Auto fahren. Wie wär's, fahrt doch mal Auto ohne es zu versichern !! |
@guru: kurze Repliken
„Das ist eine Frage, die Guru täglich lebt. Eigenverantwortung geht - erfordert aber DENKEN." Wenn Du, sagen wir mal die Qualität des Denkes als Voraussetzung für Eigenverantwortlichkeit nimmst, dürften xx% nicht Autofahren, Du hast ja jede Menge Beispiele dafür geliefert. „Was spricht gegen freien Willen? Und was spricht bitte gegen Macht? Macht ist doch nicht was implizit Schlechtes! Der freie Wille erlebt eben nur DIE Einschränkung, dass er nur solange frei sein kann, als er die Freiheit des anderen nicht einschränkt. Also innerhalb DEINER Sphäre würde es für Dich sprechen, DEINEN freien Willen auszuüben. Kein freier Wille wäre Menschenvieh - weitergedacht, meint Guru... „ Hab ich schon dem wol geschrieben, diese Assoziation ist eine Möglichkeit und ein etwaiger Mißbrauch. Kants kategorischer Imperativ ist mir bekannt. „Guru gewährt eben gar nicht - Guru hält sich an die Spielregel, die Freiheit des anderen nicht einzuschränken." „Deine Ansicht ist in Gurus Augen der Aufruf zum Kuschen, ja immer bravsein, nur ja ned zurückreden. Mit dieser Mentalität hätte die Menschheit heute noch Wohnsitze in Höhlen..." Klingt nach einem Widerspruch, keine Spielregeln führt genauso zum Kuschen, denn dann hat der Mächtigste das Sagen. Von Aufruf zum Kuschen seh ich da nichts, ich schrieb „Deine Eigenverantwortung für alle ist Garant für die Herrschaft der Idioten und Kurzsichtigen, nicht nur auf den Straßen." Lieber Guru, wenn das ein Aufruf zum Kuschen ist, dann ist die Negation, nämlich Deine Aussage ein Aufruf zur Willkür auf der Straße ( dabei bitte immer im Auge behalten, daß Denken kein nivellierter Prozeß ist, und daraus resultierende Entscheidungen ( plus mehrere Faktoren zusätzlich, die mit dem Autofahren nichts zu tun, Streß, Probleme....) Zu immer anderen Ergebnissen führen werden. Genau deshalb gibt es ja Gesetze für den Straßenverkehr) "nicht nur auf den Straßen..." Siehe @wol PS: mit Idiot meinte ich Privatier, engstirniger Mensch |
@sky
im Abschnitt [gelöscht] waren weder Beleidigendes noch Zorniges. Wurde von mir seinerzeit selbst gelöscht und war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Habs vergessen, rauszunehmen, und jetzt geht es nicht mehr, weil es kurz Thema war. |
Eins fällt mir bei diesen Diskussionen immer wieder auf: Jeder geht davon aus, daß er selbst keine Fehler macht. Deswegen gibts ja auch so viele Leute, die vor dem Spurwechsel nicht blinken. Wozu auch ? Ich bin ja eh perfekt also werd ich auch nie jemanden übersehen. Wir müssen zuerst einmal akzeptieren, daß wir alle Fehler machen. Dann ist der nächste Rückschluss, daß man nach Möglichkeit das gewisse Extra an Sicherheit mit einbaut. Also auf die Art, daß immer ZWEI einen Fehler machen müssen, bevor es zur Katastrophe kommt.
Dazu gehört auch, daß man immer mit dem Unwahrscheinlichen rechnet, also genau solche Fälle wie das Verlieren der Ladung. Mehr wollte ich eigentlich mit den Beispielen nicht erreichen. Ich hoffe, daß ich mit diesen Postings nicht zu einem Streit beitrage, denn das bringt nichts. Das einzige was man meiner Meinung mit solchen Diskussionen erreichen kann, ist anderen eine neue Perspektive oder einen neuen Aspekt zu vermitteln. Denn die Entscheidung wie ich mich verhalte ist immer bei jedem selbst. Und wenn man den anderen dann mit Gewalt dazu bringen will, bringt das auch nichts. (Damit meine ich nicht die Gewalt die z.B. die Exekutive ausübt, sondern die Formulierungen). Wenn wir uns nicht so verhalten, kommen wir bald soweit wie bei den Politik-Diskussionen, also daß wir uns gegenseitig zerfleischen. Dann wäre es aber gscheiter, dieses Thema nicht mehr aufzugreifen. Denn besser ein Forum, wo man Hilfe zu technischen Problemen findet als gar kein Forum. (also wo dann viele Leute sich zurückziehen, weil sie frustriert sind). Ich möchte auf keinen Fall jemanden als den Buhmann hinstellen, denn wie gesagt... |
Hallo zzr1210!
Deine klein Geschichte hat mich tief gerührt, betroffen und nachdenklich gestimmt. Was es da noch lang und breit darüber zu diskutieren gibt verstehe ich nicht ganz. |
mir hat diese Stimme nur sehr viel zum Nachdenken gegeben, ich glaube jeder kann für sich entscheiden wie vorsichtig er fährt. Wenn er es nicht kann, sollte er in eine Klinik eingewiesen werden, denn ich glaube das eigentlich niemand jemand anderen was tun will.
Mein Bruder zb. ist bei einer Fahrt zur Feuerwehr (70km/h) angehalten worden, und dann noch angezeigt. Doch war das gerechtfertigt? Wenn jemand möglichst schnell fährt um das Leben von anderen zu retten? Trotzdem hat er auch gleichzeitig die anderen Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht. Ich persönlich bin nur 2x zu schnell gefahren, einmal habe ich dann, wie ich einem gewissen Objekt aus der Nachbarklasse nachgeschaut habe nicht bremsen können und mir selbst eine häßliche Narbe geholt. Beim 2 Mal wollte ich unbedingt einen Freund einholen der mit dem Auto runterfährt(30er-Zohne). Hab ihn eingeholt, aber wie er dann plötzlich wegen einem entgegenkommenden Auto hat bremsen müssen bin ich ihm hinten reingefahren. Tja, was lernt man daraus? Selbst mit blöden Fahrrädern kann man große Dellen in Autos machen :( Übrigens mein Geschwindigkeitsrekord auf dem Fahrrad liegt bei 60 km/h (denselben Berg runter w.o. erwähnt). |
Was ist es
Es ist Unsinn sagt die Vernunft Es ist was es ist sagt die Liebe Es ist Unglück sagt die Berechnung Es ist nichts als Schmerz sagt die Angst Es ist aussichtslos sagt die Einsicht Es ist was es ist sagt die Liebe Es ist lächerlich sagt der Stolz Es ist leichtsinnig sagt die Vorsicht Es ist unmöglich sagt die Erfahrung Es ist was es ist sagt die Liebe (Erich Fried) |
Ein Posting da sicherlich zum nachdenken anregt.
ABER.. was hier zwischen ersten und letzem Posting teilweise für *Censored* Zeug geposte wurde ist echt ein Krampf zum lesen. Insbesondere zum Thema Eigenverantwortung. Für manche ist es anscheinend normal die Geschwindigkeit( bleiben wir halt bei dem Thema) den vermeintlich selbst mehr oder weniger richtig Eingeschätzten verhältnissen anzupassen. * ahh 30er Zone mit Achtung Schule >> aber es sind ja eh Ferien also Bleifuss * wenn jeder nur sich selber gegenübner Verantworlich währe würde das reinst Chaos ausbrechen. kann mich sonst nur den lezten Post von LOM und Karl anschließen. ---------- ps. Wissen ist Macht aber glücklich sind die Unwissenden. ---------- pps. Bin mir nicht sicher aber ich glaube es ist das Alter von so ca 4-5 Jahren in dem Kleinkinder beginnen "Mama, ich will ein Glas Wasser" anstatt von "Mama, Harald will ein Glas Wasser" zu sagen. :ms: |
Ich finde solche Postings schon wichtig, da sie doch zum Nachdenken anregen. Und solange die Diskussion nicht persöhnlich und tiefgreifend wird ist sie auch anregend.
Ich selbst zähle mich selbst nicht gerade zu den langsameren fahrern, obwohl der Bleifuß nach 13 Jahren eigentlich kein Thema mehr ist. Ich bin aber auch ein Verfechter der These, dass nicht angepasste Geschwindigkeit zu den Unfällen führen. Interessant ist auch, dass bei der obigen Diskussion ein weiterer Effekt völlig vernachlässigt wurde der beim Aufprall auf ein Hindernis eine sehr wichtige Rolle spielt: die Wirkungsweise der Bremsen. 70% der Geschwindigkeitsreduktion beim Bremsen finden in den letzten 30% des Bremsweges statt. Dadurch liegt die Aufprallgeschwindigkeit bei gefahrenen 50km/h noch bei 35km/h beim gleichen Bremsweg wenn bei 30km/h bereits Stillstand eingetreten ist. Das sollte sich auch mal jeder vor Augen führen, und ich habe daher auch kleine Probleme in 50 Zonen oder unübersichtlichen oder engen Gassen auch mal 30 zu fahren. Andererseits kenne ich 30 Zonen die Freilandstraßen gleichen. Un man muß sich nur mal den Abstand ansehen, der auf Autobahnen eingehalten wird, ist teilweise ein schlechter Witz. Bei Abständen die kleiner als eine Autolänge bei Geschwindigkeiten zwischen 80 und 120 km/h braucht sich auch keiner wundern dass es immer wieder kracht. Und mal beobachtet wie die Autofahrer bei Regen oder Nebel reagieren? Richtig da gilt führ die meisten immer noch 130/100/50, obwohl sie null Sicht haben. Ich glaube die Größte Unfallursache ist das Floriani Prinzip: "Mir kann das nicht passieren" und zuwenig Rücksicht auf die anderen Autofahrer. Und ich will mich da selbst mich ausnehmen, da ich schon sehr oft zu schnell unterwegs war, oder andere dumme Aktionen geliefert habe. Nur bin ich mir dessen immer mehr bewusst, und versuche diese Blödheiten halt zu vermeiden, auch wenn es manchmal schwer fällt (ist nicht gerade lustig im Helenental hinter einen mit 40 - 50 km/h hinterherzuzukeln, nur wenn ich nicht vorsehe überhole ich (fast) nicht mehr). Und in diesen Sinne sollte jeder Autofahrer mal über das eigene Verhalten im Straßenverkehr nachdenken bevor über andere geschimpft wird (auch wenn ich selbst viel über andere schimpfe, ich denke auch immer über das eigene Verhalten nach). Und genau dieses Denken sollte im Straßenverkehr sich durchsetzten. Interessant währe übrigens, das erste Posting mal von Polizisten an Schnellfahrer anstatt Strafen zu verteilen, würde vielleicht mehr auslösen als Hohe Bußen. |
wollen wir einander verstehen?
Langsam aber sicher glaubt Guru, sich prinzipiell schlecht auszudrücken. Weil Guru gar so mißverstanden wird...
Betrachten wir die Dinge und versuchen wir, das Ganze von einer Metaebene zu betrachten. Das Zusammenleben der Menschen erfordert Spielregeln - dies dürfte einmal außer Streit sein. Jetzt kommt es auf die primäre Sicht der Dinge an: ist prinzipiell alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist oder ist prinzipiell alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. Eine weitere primäre Sicht ist: steht das Individuum über dem Kollektiv (sprich sind Einzelinteressen vor Gemeinschaftsinteressen) oder steht das Kollektiv über dem Individuum. In einem Fall ist das dann der klassische Liberalismus, im anderen der klassische Kommunismus. Wenn nun Guru die liberalere Sicht der Dinge vorzieht (also die Einzelinteressen gegenüber den kollektiven Interessen als wichtiger einstuft), so ist dies EINE Sicht der Dinge im unendlich stufenlosen Bereich zwischen den beiden Extremen. Guru vertritt (und steht dazu), dass Denken, Eigenverantwortlichkeit, Verantwortung (gegenüber sich selbst, anderen Menschen gegenüber), die Respektierung der Freiheit des Einzelnen und soziales Denken und Handeln für jeden Menschen Grundmaxime wären. Leider ist halt unsere Gesellschaft keine ideale - es gibt schließlich auch keine idealen Menschen... Guru ist gerne bereit, über diese Standpunkte zu diskutieren - aber nicht über Unterstellungen, Guru sei Raser, unverantwortlich usw. Guru denkt auch, dass diese Diskussionen nicht zur Zerfleischung wie so manche politische Diskussionen führen, wenn ein paar Spielregeln eingehalten werden: * wie würde ICH reagieren, wenn mir das jemand genau so sagen würde, wie ich es gerade schreibe? * Akzeptiere die Meinung des Anderen * Frage DICH selbst, ob DU immer Recht hast... Vielleicht muß auch Guru sich selbst manchmal an der Nase nehmen :) In diesem Sinne ein diskussionsfreudiger Guru |
Wenn man Gurus Ausführungen über die Jahre folgt, kann man nur bei übelster und unbegründetster Mißgunst annehmen, Guru könne anders als in der edelsten Gesinnung seinen geliebten Mitmenschen begegnen.
Natürlich immer voll weiser Vorausschau, Toleranz und mit unglaublichen Kenntnissen gewappnet. Guru gibts ja auch nur schriftlich, und da gibts keine Echtzeitprobe aufs affektgesteuerte Emotional-Exempel eines hochintelligenten Menschen, dem einmal der Faden reißt und andere Korrektive in Richtung eines menschlichen Charakters. Aber statt immer wieder deutlich zu machen, daß Guru höchst integer ist und zu intelligenten Gedanken über den Normen der politischen Realität fähig ist, halte ich in diesem Thread ein Eingehen auf reemrev ("Eigenverantwortung - freier Wille - Wille zur Macht") für die progressivste Intelligenzleistung. Denn lauert nicht auch oft die Gefahr im allzu "Guten"? Es gibt doch genügend Beweise für wohlmeinende intelligente Menschen, die große Teile der Menschheit mit Leid überhäuft haben. Ausreichend Beispiele für von einzelnen verständlicherweise für richtig empfundenen Grundsätzen, die umgelegt auf die Allgemeinheit, katastrophale Konsequenzen zeitigten. Eine reflektive Auseinandersetzung mit der Gefahr der eigenen Intelligenz scheint mir also interessanter, als die fast kindliche Betonung, wie brav, gscheit, tüchtig und dabei doch noch irgendwie verrucht (immerhin geniale Zirkel-Quadratur) nicht Guru sei! |
Zitat:
Natürlich - eine Facette, ein Augenblicksbild, ein kleiner Ausschnitt aus der unendlichen Wirklichkeit. Der Erfinder der Atomkraft hat mit großer Wahrscheinlichkeit die verheerende Wirkung auch nicht vorausgeahnt. Viel schlimmer aber findet Guru, dass Menschen wider besseren Wissens agieren, zB. die Atomkraft (im Sinne von Kernspaltung) für die Stromerzeugung nutzen - wohlwissend, dass die Folgen und die Folgekosten höher sind als bei JEDER anderen Art der Stromgewinnung. Wir ONU's helfen über Umwege dann noch heftig nach - indem es ja eh keine Rolle spielt, ob der PC 2, 3 Stünderl länger läuft (ohne etwas damit zu tun) usw. Viele Dinge lassen sich aber nicht von vornherein abschätzen, berechnen, planen. Sollen wir diese Dinge nicht tun, testen probieren? Sollen wir uns DIngen in den Weg stellen, nur weil wir heute nicht wissen, was morgen sein wird? Bei unserer in Österreich so häufigen "Kommissionitis" hätte eine Kommission über die Nutzung eines Fahrrades vermutlich so gelautet: " Fortbewegungsmittel mit labilem Gleichgewicht, auf Grund instabilem Schwerpunktverhalten nur mit besonderen Kenntnissen bedienungsfähig. Hohe Unfallgefahr, daher empfiehlt die h.o. Kommission den Gebrauch zu untersagen." Noch immer ist auf der Welt das Fahrrad das meistbenützte Verkehrsmittel. Trotz Unfällen und trotz 'labilen Schwerpunktlage'. Wie immer hat jedes Ding zumindestens zwei Seiten - und wer nicht schon einmal seine eigenen Grenzen überschritten hat, wird keine neuen Erkenntnisse gewinnen. Guru |
Gerade im Straßenverkehr sehe ich für Grenzüberschreitung noch ein interessantes Beispiel:
Wenn ich trainierend an die Grenzen meiner Fahrtüchtigkeit gehe, werde ich in unerwarteten Stresssituationen bessere Reaktionsleistungen aufweisen. Also: zuerst zehn mal an der Volksschule vorbeirasen und den Kindern ausweichen üben, und beim sechsten Mal, wenn ich nicht absichtlich und konzentriert vorbeirase sondern unaufmerksam, werde ich eher den tödlichen Unfall vermeiden können. Klingt saublöd und provokant, ich weiß, aber ist auch was dran. |
@ Klingsor: Offensichtlich machts dir Spaß, den Guru absichtlich misszuverstehen. Dein Beispiel mit der Volksschule klingt nicht nur provokant und blöd....
Noch nie was gehört von Rutschkursen bei Autofahrerklubs, unter sicheren Bedingungen das Schleudern üben, damit man im Ernstfall richtig reagiert. Vor einer Schule das Ausweichen zu üben, ist wirklich ein unpassendes Beispiel. Wenns nach dir ginge (und denen, die deiner Meinung sind) müsste man wirklich flächendeckend Tempo 5 einführen.... Und dass jetzt noch wer die absurde These remrevs aufgreift, wonach die Eigenverantwortung in Richtung Wille zur absouten Macht (!!) geht, pack ich aber jetzt nimmer. |
Da wird immer wieder behauptet, dass man mit 160 sein Leben auf's Spiel setzt und indirekt impliziert, dass dies bei 130 nicht der Fall sei.
Beides ist - logisch gedacht - völliger Blödsinn. Irgendwo in diesem Wust von Postings schreibt da jemand, dass er schon 150 gefahren sei und, dass sein Wagen ohnehin nicht schneller fahre UND HIER HABEN WIR DAS PROBLEM!!! Mit einem Auto 150 zu fahren, dass nicht schneller geht, heisst, es am Limit zu bewegen. Autos am Limit bewegen ist aber eine kritische Sache. Sollten eigentlich nur Rennfahrer tun. Fahre ich mit einem Wagen, der auf 300Km/h ausgelegt ist und dann auch noch bei 250Km/h automatisch abregelt, lockere 180, bin ich mit Sicherheit weniger gerfährdet, aber auch ebenso sicher eine geringere Gefahr für meine Umwelt als der der mit seinem 150km/h gerade erreichenden Auto diese Geschwindigkeit auch fährt. Hier genau taucht dann aber ein weiteres Problem auf: DER NEID! "Was braucht der Großkopferte mit sein XXX so rasen". Was zur Folge hat, dass es gewisse Autofahrer gibt, die nur ein Fahrzeug einer der teureren deutschen Marken im Spiegel näherkommen sehen müssen, um rasch und natürlich ohne blinken auf seine Spur zu wechseln und dort genau 4 Km/h langsamer als erlaubt zu fahren. Dies sind dann auch die, die fürchterlich zu schimpfen und nach der Polizei zu rufen beginnen, wenn der so Blockierte plötzlich zeigt, dass es Autos gibt, die auch noch bei höheren Geschwindigkeiten wirklich beschleunigen und einfach rechts überholt. (Host den Drottl gsehn? Dea keat jo ozagt!) Doch zurück zur Fahrzeugbeherrschung. Zwei kleine Geschichten: Ein Fahrschüler gibt während einer Fahrstunde plötzlich ein wenig Gas. Protest des Fahrlehrers mit anschließender Frage nach dem Grund. Antwort: "Weil ich andernfalls den Hintermann behindert hätte und den Verkehr flüssig halten wollte", worauf der Fahrlehrer meint "Kümman sa si net um de Andan, wenn die steh bleibn müassn, müassns halt stehbleibn". Später, nach der Fahrstunde folgt die Diskussion. Der Schüler meint, dass er weiss, dass früher in den Fahrschulen darauf Wert gelegt wurde, dass der Schüler lernt, den Verkehr zu beobachten und flüssig zu gestalten. Der Fahrschulbesitzer mischt sich in die Diskussion und erklärt, dass der Lehrplan von "Höchster Stelle" schon lange entsprechend geändert worden sei und man nun nur noch darauf achten solle, dass der Fahrschüler sich absolut strikt an die Vuaschrift hält..." Die zweite Geschichte: Eine ganz enge Einbahn. Eigentlich eine Nebenfahrbahn. Links und rechts erlaubte Parkmöglichkeit dazwischen eine Spur. Parklücke. Ich parke ein. Mir schaut eine Frau zu. Ich steige aus. Die Frau meint anerkennend: "Toll wie sie des gmacht hobn, i schoff des da nie" und wundert sich dann furchtbar, dass sie von mir die ziemlich grantig gehaltene Antwort zu hören bekommt "Wenn sie ihr Fahrzeug nicht beherrschen, dann geben sie den Führerschein ab". Der Versuch vorsätzliche Entmündigung des Bürgers macht, wie man im ersten Beispiel sieht, nicht einmal dort halt, wo dadurch in späterer Folge eine Allgemeingefährdung entstehen kann. Nicht "entmündigt" werden hingegen jene Leute, die offensichtlich nicht einmal befähigt sind, ihr Fahrzeug im 3Km/h Tempo zu beherrschen. Nehmt zweiteren den Schein weg und wir brauchen weder Geschwindigkeitsbegrenzungen, noch "Parkraumbewirtschaftung". 200 bis 230 Km/h auf einem entsprechend ausgebauten Autobahn mit einem dafür vorgesehenen Wagen sind überhaupt kein Problem, wenn man sich darauf verlassen kann, dass "der-da-vorne-der-jetzt-dem-vor-ihm-fahrenden-LKW-immer- näher-kommt" auch wirklich in den Rückspiegel schaut, ehe er die Spur wechselt um den LKW zu überholen. 150 im normalen, nicht getunten Twingo sollte man hingegen besser nur dann fahren, wenn man wirklich alleine auf der Strasse ist und eine gewisse Gleichgültigkeit für's eigene Überleben an den Tag legt. Verbessert gehört die Ausbildung und verbessert gehört das Wissen um die Fähigkeiten des eigenen Wagens. Es gehört auch Schluss gemacht mit Mythen wie denen, dass ABS den Bremsweg verkürzt. Erhöht gehört die Bereitschaft zu Denken und zu üben. Versucht mal (bitte auf einer leeren Strasse, ausserhalb eines Ortsgebietes) Vollbremsungen. Und versucht zu spüren, wann die Reifen zu blockieren beginnen, der Wagen also ins Rutschen kommt. Dann runter von der Bremse und wieder drauf bis zum Blockieren und runter und... bis der Wagen steht. Versucht mal, an einem geeigneten Ort (großer leerer Parkplatz - oder doch besser in einem Trainingscenter) einen U-Turn... oder Schleudern und Abfangen... Nehmt, wenn ihr das nächste mal heimkommt den engsten Parkplatz den ihr finden könnt und den Ihr für groß genug für Euer Auto haltet. (10cm vorne und hinten reichen!) Überlegt, wie das eigentlich ist, mit zwei Achsen, von denen nur eine Lenkbar ist. Stellt Euch die Frage, wie nahe zum Randstein kann ich meinen Wagen in einem denkbar engen Parkplatz (15cm vorne und hinten), rückwärts einparken, ohne auf den Randstein rauf zu fahren... Beobachtet einmal bewusst den Strassenrand. Überprüft, ob ihr, nachdem ihr an einer Person, die am Gehsteig geht, vorbeigefahren seit, wisst, ob die person männlich, weiblich war. Brillenträger? Tasche in der Hand? Farbe der Kleidung? Ich meine, ohne wirklich auf diese Details geachtet zu haben. Ihr sollt euch dabei nicht vom Fahren ablenken, sondern nur überprüfen, was und wieviel Euch neben der Strasse unbewusst auffällt, wie stark oder gering Euer "Tunnelblick" bei welcher Geschwindigkeit ist... Übungen wie diese sind es, die einen mit dem Fahrzeug eins werden lassen und einen automatisch eine vernünftige Fahrweise wählen lassen. Und gleich eine Testfrage: Wie lang und wie breit ist Euer Auto? Nicht nachsehen! Wenn ihrs nicht wisst, schnell schätzen.... Würde nur zu gerne wissen, wie viele hier ihrem Wagen LKW-Maße gegeben haben... Befasst Euch mit der Materie und dann.... ...ÄRGERT EUCH SO WIE ICH ÜBER ALL DIE XXXXXXX, DIE ES NICHT TUN und die wie gefährliche, rollende Hindernisse die Strassen bevölkern. Die die Unfaälle und Staus verursachen, die die Zahl der vorhandenen Parkplätze dadurch schmälern, indem sie grundsätzlich zwei blockieren, die vor Schreck bremsen, wenn man knapp vor ihnen auf ihre Spur wechselt und behaupten man hätte sie "geschnitten" (zum Kuckuck, ich komme mit mindestens 20 Km/h Geschwindigkeitsüberschuss daher und werde, wenn in der Situation sicher nicht so bremsen, dass die Gefahr des Auffahrens besteht... also bleibt ruhig...), aber die in ihrer Schüssel mit den erlaubten 130 auf einem kurvenreichen Autobahnstück, das sie nicht "wie ihre Westentasche" kennen, bei strömenden Regen und Temperatur nahe dem Gefrierpunkt derherkommen und die letztlich dem Gesetzgeber die Ausrede ähhh "Begründung" zur Anpassung der Limits an den GMTIA (Größtmöglichen Trottel IM AUTO) geben, die dann von schlauen Gemeinderäten oder frustrierten Polizisten zum Abkassieren genützt werden. Und nun dürft Ihr alle über mich herfallen :D :D |
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