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APH 04.03.2006 18:33

Treibstoffberechnung
 
Hi!

Diese Frage geht eher an die Profis von euch:

Wie funktioniert GENAU die Treibstoffberechnung bei einem (Verkehrs-) Flugzeug? Ich meine, welche flugzeugspezifischen Parameter braucht man, um so eine Berechnung durchführen zu können? Und, wie geht die Berechnung selbst von statten?

Danke im Vorraus für eure Antworten und
fG Andreas

Günni 05.03.2006 00:29

Gewicht, Verbrauchswerte, Höhe, Temperatur, Wind, Strecke?
Ich glaube, die Berechnung wäre sehr kompliziert. Der FS-Navigator berechnet das für mich. Mit dem Ergebnissen bin ich zufrieden, auch wenn gilt: je länger die Strecke, je mehr weicht er (positiv, im Sinne von zu viel) ab.
Wer es genauer wissen will, kann ja Testflüge unter verschiedenen Bedingungen machen und die Verbrauchswerte notieren. Das wäre unter all den möglich denkbaren Bedingungen eine Fleißarbeit.
Ansonsten wohl eine Frage an die Profis.

Günni

Matutin 05.03.2006 19:56

Naja, der Hersteller erfliegt sich seine Verbrauchsdaten oder lässt die errechnen (welche Parameter da hinein fließen, weiss ich nicht). Dann gibt er in seinem Handbuch jede Menge Tabellen raus, denen man genau entnehmen kann, wie viel Sprit so ein Flieger benötigt. Als Stichwort sei hier nur "Integrated Range Tables" genannt.
So kommt man dann auch ohne Rechnerunterstützung auf ziemlich exakte Werte.

Wie die Modernen Flugplanungstools von Jepessen, Lido und wie sie alle heißen, das machen, weiss ich nicht. Ich geh aber davon aus, dass hier auch Tabellen die Berechnungsgrundlage sind, jedoch beim Wetter (Wind, Temperatur etc) nicht so viel interpoliert wird wie bei der Handflugplanung. Dies bedeutet aber nicht, dass per Hand geplante Flüge nicht genau wären. Sie sind ebenso legal, da genug Sicherheiten in die Berechnung eingebaut sind, dass immer ein wenig mehr Sprit an Board ist als eigentlich nötig.

Gruß

Tom

Marc_H 05.03.2006 20:08

Also bei FOC sieht das ganze so aus:

http://img392.imageshack.us/img392/8799/0010gu.jpg

Nach diesen Parametern rechnet dann das Programm dann den Plan durch, und berücksichtigt dabei noch den Wind, BIAS und was weiß ich noch was... :D ;)

APH 06.03.2006 15:11

Hallo,

Zunächst möchte ich euch mal für alle eure Antworten danken.

Nachdem das alles anscheinend sehr kompliziert ist, teile ich euch den Hintergrund meiner Frage mit:

Ich möchte nur als Übung für das Programmieren (mit C#) einen kleinen Fuelcalculator programmieren, der zunächst mit 3 Flugzeugtypen rechnen kann. Nachdem das primäre Ziel die Übung zum Programmiern ist, setzte ich keinen Anspruch auf 100%ige Genauigkeit - d.h. ich brauche zumindest einen Parameter, der die Spritberechnung vom jeweiligen Flug- zeugtyp abhängig macht.
Im Anschluss daran möchte ich dann nur wissen, wie die Berechnung selbst abläuft.

Ich hoffe, ihr könnt mir jetzt weiterhelfen und verbleibe


mit freundlichen Grüßen
Andreas (der leider noch nicht fliegen kann. :heul: )

AOG 06.03.2006 16:29

Hi!

Am einfachsten du nimmst die Performance tables eines flugzeugs, die beinhalten für alle flughöhen die climb, cruise und descent verbrauchsdaten für bestimmte Temperaturen und gewichte. Und anhand der berechnset du dann den Verbrauch für deine stecke. Dann kommen noch alternate, final reserve, rte rsv, und taxi fuel hinzu.

du zälst

TAXI FUEL

RTE FUEL (verbrauch für die strecke vom Takeoff bis zu 2000ft über GND am Zielflughafen)

RTE RSV(reserve fuel basierend auf der Rte Fuel in % = fluglienen abhängig..zwischen 0-9.9% vom RTE FUEL)

APP FUEL
(Fuel für einen Standard approach von 2000ft auf GND 3° ILS GS)

ALT RTE (selbe berechnung wie RTE FUEL halt nur für die Strecke Zielflughafen zum ersten alternate)

FINAL RSV (reserve fuel für holding auf 1500ft über GND des Alternate Flughafens, normalerweise 30min )

dann hast du den mindestens vorgeschriebenen Fuel Load...

mfg

florian

AOG 06.03.2006 16:31

Solche tabellen findet man teilweise im internet, für B767 und B757 sind bei POSKY glaube ich solche tabellen dabei...

B737 von PMDG hat auch soclhe tabellen

florian

olli7055 06.03.2006 16:58

Servus Andreas,


interessante Sache an der du dran bist. Meld dich mal bei mir, ich glaube ich hab irgendwo noch die genannten Tabellen original von Boeing.



Gruß


Olli

Matutin 06.03.2006 17:48

@ AOG:
Was du geschrieben hast, klingt ja interessant, allerdings meine ich, dass sich dann doch der Fehlerteufel bei dir eingeschlichen hat (oder ich irre mich, dass kann natürlich auch sein ;) )

@ all
Ich hab die Fuelberechnung in meiner Ausbildung wie folgt gelernt und werde es mal versuchen, zu erläutern. Als Grundlage nehmen wir mal einen Flug von A nach B mit Alternate C. Es mag zwar verwirrend erscheinen, aber man fängt eigentlich mit der Planung "von hinhten" an und rechnet der "Einfachheit" halber Overhead-Overhead (man vernachlässigt zunächst also den etwas anderen Spritverbrauch im Climb bzw Descent).

- Wenn das Flugzeug am Alternate ankommt, landet und grade auf der RWY zum Stehen kommt, ist im "Idealfall" der Tank lehr. Das heißt, die Flugzeugmasse besteht dann nur noch aus dem ZFW, welches sich aus dem DOW plus der Ladung zusammen setzt (Ladung ist hier in dem Fall das Gewicht der Paxe und deren Gepäck, sowie der Cargo und der Post).
- Nun wird davon ausgegangen, dass das Flugzeug vor der Landung am Altn noch 30 Minuten ins Holding muss. Hier rechnet man mit einem Holdingpattern in 1500 ft über der Altn-Elevation (was ja i.d.R. nie der Fall ist, aber so ist man auf der sicheren Seite). Die Werte nimmt man aus dem im Handbuch mitgelieferten Holding-graph.
- Um jetzt zum Holding am Altn zu kommen, braucht man noch den Altn Fuel. Hierfür ermittelt man die NAMs von der Destination B zum Alternate C, und geht mit dieser Mileage und dem Grossweight in C (wir erinnern uns; ZFW + Holdingfuel) in den Alternategraphen und erhält hier nun den Alternatefuel und die Flugdauer von B nach C.
Nun sind wir also über der Destination B, und unser Flugzeuggewicht besteht aus dem ZFW, dem Holdingfuel und dem Alternatesprit.

[Einschub]
Das Holding findet in der Berechnung nicht über der Dest, sondern über dem Alternate statt, weil man hier vom sog. "Commitment to stay" ausgeht. Die Crew entscheidet sich hier also nach einem Missed Approach in B, entweder es nochmal zu probieren, oder nach C weiter zu fliegen. Beides geht nicth, da man sonst zu viel Sprit verbrennt.
[/Einschub]

- Jetzt kommt der langwierige Part der ganzen Kalkulation:
Man ermittelt die gesamte zurückzulegende Distanz von A nach B und berechnet aus ihr und der durchschnittlichen Windkomponente auf dieser Strecke die NAMs und erhält damit auch die Flugzeit.
Mit dieser geht man dann in den sogenannten Preplanning-Graph, mit dessen Hilfe man dann das "erste genäherte Tripfuel" erhät. Von diesem nimmt man dann 5%, und erhält schließlich ein "erstes genähertes Contingency Fuel" (die 5% schreibt meines Wissens der Gesetzgeber vor als Mindestwert vor. Man kann aber natürlich auch mehr tanken).
Da man dieses 1. Contingency ja auf jeden Fall für den Flug benötigt, addiert man dieses zu dem oben ermittelten Grossweight über B. Mit dem nun genaueren GW und der Flugzeit geht man nochmals in den Preplanning-Graph und erhält logischer Weise einen etwas höheren Tripfuel (da wir ja 5% Contingency mitschleppen). Von diesem zweiten TF errechnet man abermals das Contingency und addiert beide Werte zu dem alten GW über B und erhält somit ein recht exaktes vorläufiges Take-off-Weight (TOW).

[Zusammenfassung]
Die Gleichung sieht nun wie folgt aus:
DOW + Load = ZFW
ZFW + Holding Fuel = GW über C
GW über C + Alternate Fuel = GW über B
GW über B + zweites TF + zweites Contingency = vorläufiges TOW
[/Zusammenfassung]

Soweit noch alles klar? :D

Bis hierhin ist die Rechung schon ziemlich gut, reicht allerdings nicht ganz ran, da man immernoch ein wenig ungenau ist.
Daher geht man dann mit dem ermittelten vorläufigen TOW in die schonmal erwähnten Integrated Range Tabellen (das sind je nach Flugzeugmuste so um die 20-30 Seiten).
Hier kann man dann für jedes GW und FL bei gegebenem Cruiseprocedure den für eine bestimmte Anzahl an NAMs (ihr erinnert euch, die haben wir weiter oben schon mal berechent benötigten Sprit ziemlich genau bestimmen (wie das genau geht, würde hier den Rahmen sprengen).
Addiert bzw. subtrahiert man hier noch den für einem Stepclimb bzw. Descent benötigten Sprit (bei der 747 sind das 100kg/1000ft), erhält man einenfast 100%ig exakten Wert für das Tripfuel.

Die wir wie Eingangs erwähnt aber dem Steig- bzw. Sinkflug nicht mit einbezogen haben, müssen wir nun noch eine Climb- und Descentcorrection anbringen, die man auch aus jeweils einer Tabelle entnimmt.

Zu guter Letzt braucht man nur noch den Sprit fürs Taxeln, wie Urs es immer so lieb nennt. Dieser Wert wird zumindest bei der Lufthansa pauschal mit 1000kg angenommen. Kurioser Weise ist dies aber nur der Sprit fürs Rollen bis zum Start. Wenn man es ganz genau nimmt, gehen also bei jedem Flug der so abläuft wie oben geschildert die Triebwerke nach dem Touchdown aus, und man kommt nicht mehr aus eigener Kraft ans Gate.


Puh, ich hoffe das wir nicht zu kompliziert. Um euch zu trösten, das, was ich hier versucht hab in "einigen" Sätzen zu erklären, findet als gesondertes Fach bei der Dispatchausbildung statt und benötigt so ca. 15 bis 20 Stunden (mit Übung).


Ich hoffe ich konnte trotzdem Licht ins Dunkel bringen und wieder ein par Fragen klären.


Gruß, Tom


P.S: Wäre eigentlich mal ein schönes Thema für eine Artikelserie in der FXP, oder ;)

EDIT: Ich hatte keine Lust, alles nochmal auf Rechtschreibfehler zu überprüfen. Seid also bitte nachsichtig!!!!

Frank_IVAO 06.03.2006 18:23

Was Matu geshrieben hat is auf jeden fall richtiger als das davor :D

Man soltle vielleicht noch erwähnen das "NAM" die Nautical AIR Miles sind, also die Miles die gegenüber dem wind zurückgelegt werden :-)

AOG 06.03.2006 19:05

Hi!

okay ihr habt ja recht ich hab mich einfach gehalten...

aber schneller ist meins :-))

flo

olli7055 06.03.2006 19:31

Zitat:

Original geschrieben von Matutin

@ all.......Puh, ich hoffe das wir nicht zu kompliziert. Um euch zu trösten, das, was ich hier versucht hab in "einigen" Sätzen zu erklären, findet als gesondertes Fach bei der Dispatchausbildung statt und benötigt so ca. 15 bis 20 Stunden (mit Übung).


Ich hoffe ich konnte trotzdem Licht ins Dunkel bringen und wieder ein par Fragen klären.


Gruß, Tom


P.S: Wäre eigentlich mal ein schönes Thema für eine Artikelserie in der FXP, oder ;)

EDIT: Ich hatte keine Lust, alles nochmal auf Rechtschreibfehler zu überprüfen. Seid also bitte nachsichtig!!!!


Respekt!!! Solche Beiträge machen dieses Forum wertvoll!! Ich für meinen Teil habe jedenfalls wieder mehr Licht im Dunkel. Im groben hat man hier und da mal von so einer "manuellen" Berechnung gelesen, allerdings noch nie so detailliert.

Jetzt bin ich mal gespannt ob sich jemand die Mühe macht, solch eine Berechnung manuell durchzuführen, dann vergleichen wir mal mit den gängigen PRG...

EDIT: Mit FOC stehe ich zur Nachberechnung zur Verfügung.

Die Frage ist nur ob man überhaupt diese entsprechenden Tabellen komplett auftreiben kann!?


Gruß


Olli

Matutin 07.03.2006 14:45

Zitat:

Original geschrieben von olli7055
Jetzt bin ich mal gespannt ob sich jemand die Mühe macht, solch eine Berechnung manuell durchzuführen, dann vergleichen wir mal mit den gängigen PRG...

[...]

Die Frage ist nur ob man überhaupt diese entsprechenden Tabellen komplett auftreiben kann!?


Gruß


Olli [/b]
Nein, die Mühe wird sich sicherlich kein normaler Simmer machen, und in Realität wäre der dafür notwendige Personalaufwand viel zu groß.
Als Hausaufgabe muss ich allerdings solche Langstreckenpläne per hand noch rechnen. Die gehen dann alle an die Ostküste der USA.
Mitlerweile schaff ich das in knapp 4 Stunden, aber für meinen ersten hab ich verteilt auf drei Tage bestimmt 15 Stunden benötigt :rolleyes:

Frank_IVAO 07.03.2006 16:37

Beim LBA gabs damals nur noch 2 Strecken bei der Longrange Prüfung :D Da wußte man schon ob es richtig is am ende oder nich :D

Im FLusi solche aufgaben rechnen dauert viiiiiel zu lange.

Habs zur prüfungsvorbereitung mal gemacht, dauert eeewig :lol:

olli7055 07.03.2006 17:20

Schade,


als Theorie-Freak wäre ich die Sache gerne mal angegangen. Aber ich glaube diese Berechnungen führt dann doch kein gesunder Mensch für Flugsimulation aus.... *g*



Gibt es denn ein Treibstoffprg, welches die genannten Schritte annähernd umsetzt?
FOC mal ausgenommen, eventuell gibts sowas ja auch als Freeware?


Gruß

Olli

EduHir 07.03.2006 20:23

Vielleicht genügt dir das Programm Keroplan

http://www.marios-seite.de/

edi

olli7055 07.03.2006 21:22

Danke für den Tipp...


Keroplan habe ich vor längerer Zeit mal benutzt, aber ich war mit den Ergebnissen nie wirklich zufrieden.

Ich bin derzeit eigentlich recht zufrieden mit den Ergebnissen von FOC, ich habe auf dem Freeware-Sektor noch nichts vergleichbares gefunden.

Bin mal gespannt wie der Treibstoffplaner von Andreas (Themenstarter) wird.



Gruß


Olli

EduHir 08.03.2006 00:36

Du müsstet für den jeweiligen Flieger (Airfiles) Messflüge durchführen und ein eigenes Setup kreieren.
Dauert einige Zeit, aber dann bekommst auch ein passendes Ergebnis.

Und das Problme hast bei jedem Fuelplaner!!

Und so weit ich das mitbekommen habe, wird bei FOC das so gemacht. Anders würde das Ding auch nicht so gut funktionieren.


edi

D-MIKA 08.03.2006 01:26

Die Berechnungen gehen ja meist vom idealen Wert aus. Für das eigene Flugzeug muß man trotzdem die Werte nachmessen (BIAS).

APH 08.03.2006 12:43

(speziell) @ EduHir und D-MIKA:

Ich glaube, ihr habt mich da ein bisschen falsch verstanden: Das soll nur eine Programmier-ÜBUNG werden (da ich zumal eigentlich in programmieren noch ein Anfänger bin) und kein "kleiner Bruder" zu FOC! :-)

@ Matutin: Gehts bitte ein bisschen(!!!) einfacher? :confused:

@ AOG: Und wie hängt das mit den Gewichten zusammen?

@ Olli: Ja, wenn du diese Tabellen noch hast, bitte her damit! :-) (Meine Mailadresse hast du ja! Grüße: AYF033)

... last but not least: @ all:
Thank you for this "animated traffic"!
... And it will go on, hopefully! :-)


Schöne Grüße aus KLBG

(Nein, das ist keine ICAO Flughafenkennung, sondern die Abkürzung für Klosterneuburg aus dem schönen Österreich! ;) )

wünscht euch
Andreas

Matutin 08.03.2006 16:44

Zitat:

@ Matutin: Gehts bitte ein bisschen(!!!) einfacher?
Klar geht das... Einfach immer volltanken und hoffen, dass es reicht :D
Nein, mal im Ernst. Wenn man es realistisch machen will, kommt man daran nicht vorbei. Deswegen dauert meine Ausbildung auch 13 Monate. An nen Rechner kannst du auch ne ausländische Hilfskraft setzen, die einfach nur klickt. Aber die wird davon, was sie da macht, keine Ahnung haben.

olli7055 08.03.2006 19:09

Zitat:

Original geschrieben von EduHir
Du müsstet für den jeweiligen Flieger (Airfiles) Messflüge durchführen und ein eigenes Setup kreieren.
Dauert einige Zeit, aber dann bekommst auch ein passendes Ergebnis.

Und das Problme hast bei jedem Fuelplaner!!

Und so weit ich das mitbekommen habe, wird bei FOC das so gemacht. Anders würde das Ding auch nicht so gut funktionieren.


edi


Jepp, bei FOC funktioniert dass so wie von dir beschrieben. Deswegen bekommt man auch ziemlich genaue Ergebnisse, besonders auch auf Langstrecken.


@APH: Andreas,wenn du noch Hilfe zu den Ausführungen von Matutin benötigst, kannst du dich auch an Thomas wenden, der kann sicherlich auch einiges dazu sagen.



Gruß


Olli

Captain Lars 08.03.2006 19:18

Zitat:

Original geschrieben von APH
Gehts bitte ein bisschen(!!!) einfacher? :confused:
Klar geht das. Nach der Methode Pi mal Daumen.

Man nimmt einfach die errechnete Streckenlänge plus Weg zum Alternate, teilt dieses durch die erfahrungsgemäße Durchschnittsgeschwindigkeit und multipliziert dann mit dem erfahrungsgemäßen Verbrauch pro Stunde. Da Wind oder andere solche Albernheiten da nicht mit drin sind, nimmt man für den Fall der Fälle einfach mal 20% Reserve zusätzlich mit. Alsdann addiere man noch ca. 2/3 des Stundenverbrauchs für den Start und Steigflug, und schließlich noch 1/2 Stundenverbrauch für ein Holding oder Go around am Alternate. Funktioniert immer.:D

Würde man das mal in der Realität einführen, ich wette, die Mehrkosten durch evtl. zu viel mitgenommenen Sprit gleichen sich durch die ausländischen Billigarbeiter wieder aus.:D ;)

EduHir 08.03.2006 19:55

Ein USAF-DC10-30 Pilot hat das mal in das alte SGA-Forum geschrieben.

----------------------------------------

DC10-30 Fuelplaning by Rich

Eng start taxi
and takeoff= 1,500 pounds(15 min taxi)

climb= 15 to 20,000 pounds

cruise= 15 to 21,000 pounds per hour(weight dependant)

descent= 7 to 10,000 pounds (depending on profile)

hold= 45 minutes about 12,000 pounds

alternate= 10 to 15,000 pounds(depending distance)

approach= 3,000 pounds

---------------------------------------

Aber ..pssst Ich bin ein Fueldumper

edi

APH 09.03.2006 13:34

ANSCHEINEND MUSS ICH ALLES GANZ GROSS SCHREIBEN, DAMIT DAS ZU ALLEN DURCHDRINGT ;) :
ICH MÖCHTE DAS NUR ALS PROGRAMMIER-ÜBUNG MACHEN UND STELLE DAHER KEINEN ANSPRUCH AUF HOHEN REALITÄTSGRAD.
Mir gehen nämlich diese sinnlosen Programmierübungen auf den Geist, wo man (zumindest ich) nicht weiß, was das Prog. eigentlich machen soll. Deswegen hab ich mir gedacht, ich programmiere einen ganz einfachen Fuelcalculator, der zunächst 3 Flugzeugtypen behandeln soll, weil das Ding dann doch ein bisschen Sinn macht und außerdem in eine Materie eintaucht, die mich sowieso interessiert.

Also, ich möchte nur grob wissen:
Fuelplanung vom Gate bis zum Zielflughafen in Abhängigkeit vom Gewicht der Maschine. (Gewichtsberechnung bitte mit einschließen!)
Was könnte man also demnach als typenabhängigen Parameter nehmen? Eigengewicht der Maschine?, höchstzulässiges Gesamtgewicht?, Spritverbrauch?; Was meint ihr?

Und bitte, wenn möglich, kein Tutorial für Einsteins! :D
(Wir sind ja schließlich im Ordner für Anfänger. :look: )


Also,
MfG Andreas

PS: Falls ich später mal Zeit und Lust dazu finde, könnte ich ja das Programm zu einem (Halb-) Profi-Tool "umbauen". Mal sehen, wer weiß!?

Captain Lars 09.03.2006 19:17

Muss man das jetzt verstehn? Da beschwert sich einer über eine zu gute Antwort!;)

Na ja, was willst du denn noch wissen? Du hast dir die Antworten ja schon selbst gegeben: Gewicht und Spritverbrauch.

Je höher die Temperatur, desto mehr müssen die Engines leisten (oder ist dir das schon zu genau?) In der Höhe nimmt der Luftdruck ab, der Verbrauch sinkt, oder man fliegt schneller bei selbem Verbrauch (oder wusstest du das schon?)...

APH 10.03.2006 13:52

letzter Beitrag von Captain Lars
 
Tut mir Leid, wenn ich euch verwirrt hab mit zuerst "genau" und dann plötzlich "grob". Ich hab mir nämlich nicht gedacht, dass die Berechnung SO kompliziert ist.
Also, hier mein eindeutiger Wunsch: "im Groben".
... d.h. also, ich mach es so, wie in meinem letzten beitrag geschrieben - und die daten (wie verbrauch bezüglich Höhe etc.) entnehme ich den Leistungstabellen, richtig?

Also, nochmals sorry about the confusion. :bier:

Herzliche Grüße
Andreas

Mario Fiebig 10.03.2006 17:00

@ Andreas
Thema Formel: lies mal diesen Beitrag, vielleicht hilft er Dir mehr :

http://www.marios-seite.de/kero/anle...ffberechnungen


@ Olli

Zitat:

Keroplan habe ich vor längerer Zeit mal benutzt, aber ich war mit den Ergebnissen nie wirklich zufrieden.
Vielleicht versuchst Du mal Deine Maschinen als "eigene Aircraft" anzulegen und nach Erfahrungswert zu berechnen.
Dann dürfte es (je nachdem wie genau Du bist) fast zu 100% genau sein.


Gruß Mario

Felax 10.03.2006 17:32

Achja, das liebe Fuel Planning.

Die einfachste Variante:

Benötigter Treibstoff = Verbrauch * (Strecke 7 Geschwindigkeit)

Man beachte aber, dass die Einheiten stimmen müssen.


Ich les hier immer wieder von Keroplan, wird wohl Zeit das ich auch mal von der langwierigen Alternative anfange zu reden (gell Mario :-) ). Was ich meine nennt sich FsFuel, der ein oder andere mag davon gehört haben - hier gibt es eine Preview Page, jedoch ohne irgendwelche Downloads. Auch fehlt auf der Homepage jegliche Englisch sprachige Version, die folgt aber demnächst.

Hier der Link: FsFuel Homepage


Jetzt bitte nicht in der Luft zerfetzen, ist ja nur ein Anfang. Hoffe aber, dieses Wochenende mit der Hp fertig zu werden :)


@Andreas: Ich finde ein Fuel Calculator ist als Anfang sehr kompliziert und verdirbt einen desöfteren den Spass. Aber bleib dran: Aus was groben kann ja auch was feines werden, eine Ansatzformel hast du ja :-)
Und noch ein Tipp: Lad dir mal auf Homepager von Project Fokker das Performance.pdf herunter. Da findest du viele Daten bzgl. Verbrauch.

Mario Fiebig 10.03.2006 21:44

Zitat:

(gell Mario )
klar ;)

Gruß Mario


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