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Hallo Airliner-Piloten
Mit welcher Sinkrate setzt man eigentlich auf? Oder: Wie hoch ist die Sinkrate bei einer weicher Landung, und ab welcher Sinkrate fällt die Landung hart aus?? MfG Michel Verde |
Hallo Michel!!!
Die Sinkraten können verschieden sein. So kann man mit hoher Geschwindigkeit mit höherer Sinkrate landen. Bei niedrigen Geschwindigkeiten sind hohe Sinkraten tödlich. Versuch mal mit 700 fpm zu landen! Ich glaube, dass sich die normalen Sinkraten so um 100-300 fpm abspielen. Aber vielleicht nehmen unsere real pilots hier zu Stellung. Gruß Benedikt |
Hi Ihr,
> Bei niedrigen Geschwindigkeiten sind hohe Sinkraten tödlich. Versuch mal mit 700 fpm > zu landen! Auf alle Fälle tödlich für den Stolz des Piloten (bzw. Pilot flying-PF). *grins* Ich denke, ein Airliner sollte das aushalten. Ich kann mich dunkel an eine ähnliche Diskussion im 747PS1-Forum erinnern. Dort meinte ein Ingenieur, der B747s für QANTAS wartet, daß die Maschinen durchaus eine Landung ohne abfangen aushalten könnten. Das würde dem 3°-Winkel eines ILS entsprechen und das dürften rund 700-800 fpm sein. Wohlgemerkt: das ist keine(!) sanfte Landung und nicht angenehm für die Passagiere, aber das Flugzeug muß das schon aushalten. Am Rande sei noch angemerkt, daß es noch einen weiteren Unterschied gibt zwischen den zugelassen Betriebsparametern und den technischen Belastungsgrenzen. Das kann z.B. beim maximalen Landgewicht relevant werden. Das Boeing-Handbuch verweist ausdrücklich darauf. > Ich glaube, dass sich die normalen Sinkraten so um 100-300 fpm abspielen. Aber > vielleicht nehmen unsere real pilots hier zu Stellung. Jep, das ist eine vernünftige Zahl. (Auch wenn meine Landungen hin und wieder darüber liegen. ;-) ) Ciao, Markus [Diese Nachricht wurde von MarkusV am 15-03-2000 editiert.] |
Hallo Markus!!!
Ich meinte nicht mit dem 'tödlich', dass Leute irgendwie zu Schaden kommen, sondern dass es eine große Belastung für das Material sein muss, wenn ich eine deutliche größere Sinkrate habe, als die, die reichen würde! Naja, nur um gegebenfalls Missverständnisse zu vermeiden. Gruß Benedikt |
Hi!
Wie stark die Sinkrate am ILS 3° ist hängt ja von der Geschwindigkeit ab, mit der ich anfliege. Remember 3° = Groundspeed x 5 Das ergibt dann ungefähr die zu fliegende Sinkrate. Zugelassen werden die Flugzeuge für extreme Belastung, die in real life nie vorkommen sollten. dazu schmeisst man Flugzeuge von Kränen und so... Das Abfangmanöver selbstsollte man sowieso nicht mit dem Vertical speed indicator machen. Schaut raus, orientiert euch am Pistenende und zieht gefühlvoll an. Nicht einfach am FS da der visuelle Eindruck fehlt aber Übung macht den Meister. Ansonsten ist glaub ich 100fpm ein guter Anhaltwert. Grüße |
Hallo, Piloten,
....also ich ziehe real bei etwa 30 ft AGL das Steuerhorn so ca 5 cm zum Körper, dann geht es ganz sanft zu Boden... gruss Peter Guth |
Hi Michael, Hi Peter,
ja, so sanft wie möglich. Wie sieht es da eigentlich bei Aquaplaning oder starkem Seitenwind aus ? Wenn ich bei Seitenwind slippe muss ich ja kurz vor dem touchdown die Maschine geradestellen. Dann wird doch mit Sicherheit eine höhere Aufsetzrate erreicht um auch zu vermeiden, dass mit der Flieger wieder abdriftet. Richtig ? Aber ich glaube, dass man diese beim FS98 nicht simulieren kann. Leider auch kein Aquaplaning. Schade eigentlich, weil da wird doch so manche lange runway auf einmal recht kurz..... Gruss Jürgen |
Hi!
Wenn du die Maschine im Sideslip aufsetzt wird die Sinkrate nicht höher da der Fleger auch nicht wegdriftet. Du könntest den ganzen Anflug im Sideslip fliegen. Einzig zu bedenken dabei ist, dass halt nur ein Mainwheel auf einer Seite als erstes aufsetzt. nicht weiter tragisch. Du musst nämlich, wenn du das Ding mit der Piste ausrichtest nicht nur Seitenruder, also Pedale verwenden, sondern auch entgegengesetztes Querruder. Das ergibt dann einen Geradeausflug mit leichter Schräglage, deshalb setzen auch nur die linken oder rechten Räder auf. Grüße |
Ahaaaa.
Hi Leo, danke für die Info. Rechtes seitenruder und linkes Querruder ? Vom logischen her ja. wenn nicht, bitte Korrektur. Danke. Gruss Jürgen |
Hi Juergen,
wenn der Seitenwind von rechts kommt: Rechte Fläche etwas runter und mit dem Seitenruder links dagegenhalten, um zu verhindern, dass der Flieger nach rechts wegkurvt. Er slipt dann entgegen dem Seitenwind und bleibt auf der Anfluggrundlinie. Das ist aber im FS viel schwieriger zu fliegen als real, finde ich. Gruß! Hans [Diese Nachricht wurde von Hans Tobolla am 16-03-2000 editiert.] |
Hallo Hans,
ah jetzt ja ... Kapiert. Danke für die Erklärung. Werde ich gleich austesten. Hm, im FS tatsächlich schwerer als in real ? Ups. Ich denke aber auch, dass es doch auch von der Programmierung der air-files mit abhängig ist. Ich hatte soooo schöne Modelle meiner geliebten B737, aber Flugeigenschaften..hust... Und wo die Flugeigenschaften gut waren, hat es am Design gehapert.... Egal. Jetzt jette ich mit einer B737-200, deren Flugeigenschaften und Design super sind. Wer mosert hier wegen Lärmbelästigung ??? Hää ?? Weeeeer ??? ;-)))) Also, allzeit happy landings Gruss !! Jürgen P.S: macht weiter so in diesem Forum !!!! Meiner Meinung nach das Beste !!!! |
Hallo Juergen,
das stimmt. Wenn die Programmierung das nicht zuläßt, ist es natürlich hoffnungslos. Bei der Cessna (FS98) habe ich es mal ausgetestet, da geht es. Ich denke, Du testest auch mal, ob überhaupt und wie es mit deinem Modell geht. Dazu stellst Du erst mal die Seitenruderempfindlichkeit hoch ein. Dann setzt Du das Modell bei WINDSTILLE mit Hilfe des AP genau auf die Anfluggrundlinie. Bei München 26R hättest Du dann einen mag. Steuerkurs von 262°. Jetzt schalte den AP ab, senke die rechte Fläche um max. 5 Grad, und halte mit dem linken Seitenruder einen Steuerkurs von 260°. Wenn jetzt das Modell langsam und stetig von der Anfluggrundlinie nach rechts wegdriftet, obwohl der Steuerkurs 260° ist, funktioniert es. Beim tatsächlichen Anflug mit Seitenwind hält man dann natürlich 262° (Hm, man versucht es).Diese Übung ist handwerklich nicht einfach. Fliege aber nicht das ganze ILS mit hängener Fläche, besonders in IMC ist das nicht angebracht, sondern erhöhe oder vermindere das Runway-Heading um den Wind-Korrektur-Winkel. Wenn man so bis kurz vorm Aufsetzen fliegt und dann im letzten Moment den Flieger aufs Runway-Heading ausrichtet, geht es einfacher. Gruß Hans [Diese Nachricht wurde von Hans Tobolla am 17-03-2000 editiert.] |
Hi Leute!
Ich muß leider Hans voll und ganz zustimmen. Es haut nicht so richtig hin mit dem Sideslip. Ich habs probiert und hab mich wie ein blutjunger Flusi Einsteiger gefühlt. Aber bevor ihr loslegt zu meinen ein ordentliches Equipment muss her: 1: Das habe ich... 2: Ich hatte erst vor kurzen einen Check am Fullflight Simulator und selbst auf diesen zig millionen Mark teurem Ding ist es nicht so wie in Real. Ein Tipp von mir: Nehmt euch ein Flugzeug das von den Aerodynamischen Kriterien her gut designed worden ist. Leider kann das nicht jedes Freeware Flugzeug sein. Steigt mal voll ins Seitenruder und schaut zu wie und ob sich was tut. Mit vollem Querruderauschlag setzt ihr jetzt entgegngesetztes Querruder ein. Soviel bis sich am Heading des Flugzeuges nichts mehr ändert. ET VOILA! Welcome to the world of sideslipping! Nur am Rande, ihr solltet trotzdem in der Lage sein speed und Höhe konstant zu führen. Grüße |
Hallo Michel
Ich empfehle Dir das Buch: Die Kunst des Landens, von Alan Bramson. (erschienen im Motor-Buch-Verlag) Dort werden diese Dinge genau beschrieben. Geht von Kolbenmotor- über Turboprops bis zum Jet-Flugzeug. Âlle beschriebenen Verfahren funktionieren bestens auch im FS: Gruss: Hugo |
Hallo Piloten
Auf kuzen Pisten fliegt man manchmal auch flacher an als normal, damit man gleich hinter der Bahnschwelle aufsetzt. MfG Michel Verde |
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