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WCM197: Wann stoppt die EU den Arbeitsplatzexport in die Billiglohnzonen?
Zitat:
Es ist echt ärgerlich, dass gut und teuer ausgebildete europäische Computer-Leute sich wegen der Blindheit der europäischen Politiker anderswo eine Arbeit suchen müssen. :motz: ----- Vielen Dank an den WCM, der sich dieses uns alle betreffenden Themas annimmt! :hallo: |
ganz einfach,selber zum billiglohnland werden.
od noch einfacher gesagt,lohnnebenkosten senken. aber eins müssen wir uns im klaren sein,die im osten sind wirklich net blöder als wir,od. schon mal nachgedacht warum die auch mit computer umgehen können? |
ja, das ist sicher eine der wichtigsten fragen überhaupt in diesen tagen. solange wir keine gemeinsame sache mit den usa machen wird das nix bringen, befürchte ich. denn wenn wir sozial- und umweltstandards setzen, die von anderen nicht eingehalten werden müssen, zu welchem ergebnis wird das führen ? ganz einfach, die arbeitsplätze werden weiter und immer schneller abwandern.
nur ein zusammenschluss oder eine zusammenarbeit aller grossen wirtschaftsblöcke weltweit könnte wirklich effektiv etwas zum wohle aller menschen verändern. interessanterweise sind bei der beantwortung dieser frage die ganzen oppositionellen immer schmähstad. denn dann müssten sie zugeben, daß das die wirklichen probleme sind, an denen die regierungen auch nicht wirklich schuld sind. wäre es bei solchen überlebenswichtigen themen nicht entscheidend, daß alle zusammenhalten ? ich habe bis jetzt noch nichts von einer diesbezgüglichen gemeinsamen initiative gehört oder gelesen. konkrete (nicht polemische) hinweise sind natürlich sehr erwünscht. |
gelöscht.
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auch mir brennt dieses thema nun schon seit jahren
auf der seele! in kürze werden wir einen europäischen wirtschafts- raum von fast 500 mio. menschen (!) haben, und lang- sam, nein ganz rasch notwendig wird es sein, endlich diesen wirtschaftsraum zu schützen. es kann nicht sein, dass sich permanennt in allen (!) branchen die firmen in "billiglohnländer" absetzen, dort billig wirschaften und produzieren, und dann diese produkte hier im EWR ohne jegliche konsequenzen verkaufen können, und dann noch jammern dürfen warum sie um 0,4 % weniger umsatz haben, sprich die leute nix mehr kaufen. mittlerweile ist der EWR so gross geworden, dass kein unternehmen mehr an diesen markt vorbei kann, denn einen markt von fast 500 mio. will niemand aulassen, wenn diese unternehmen also hier waren verkaufen wollen, dann müssen sie auch hier arbeitsplätze schaffen, all jenen unternehmen die es vorziehen weiterhin z.b. ihre reifen in rumänien, albanien, etc. zu produzieren sollten in zukunft damit rechnen müssen, dass sie bei der einführ dieser waren einen enormen "strafzoll" berappen müssen, der das produzieren in diesen ländern fast zur gänze unattraktiv macht. ich bin überzeugt, dass sich so ganz schnell wieder viele unternehmen, ob kleine oder konzerne in der EU niederlassen und arbeitsplätze schaffen. ich denke anders kann es nicht gehen, um gegen das grösste problem in europa, der arbeitslosigkeit, entgegen zu treten! |
prinzipiell sollte das ziel dort hingehen, daß in billiglohnländern auch umwelt- und sozialstandards geschaffen werden. dann müssten wir auch nicht mehr über den schutz unseres eigenen marktes nachdenken. wenn wir versuchen, diese länder weiterhin sozusagen "klein zu halten", ist das langfristig nicht gut. z.b. für unser aller sicherheit.
ein weiteres problem mit dem "dichtmachen der eu-grenzen": was tust du z.b. mit amerikanischen firmen, die in billiglohnländern arbeit einkaufen und dann den eu-markt mit dieser konkurrenz schwer schädigen wenn nicht sogar vernichten würden ? den markt auch gegenüber amerika dichtzumachen wäre meiner ansicht nach unsinnig. denn amerika hat alleine weit mehr als die hälfte des geldvermögens auf der ganzen welt. da würden wir uns selbst mehr schaden, als wir verkraften können. also ich bin der meinung, ohne amerika werden wir niemals einen weg gegen die abwanderung von arbeitsplätzen finden können. die frage, wo die politiker mit antworten oder zumindest mit initiativen in diese richtung bleiben, stelle ich mir auch schon lange. nicht mal die opposition, die immer alles besser weiß, getraut sich dieses thema anzuschneiden. ist doch viel bequemer und vor allem machtpolitisch einfacher, wenn man der aktuellen regierung die schuld an allen problemen in die schuhe schiebt. denn sonst könnten vielleicht die leute draufkommen, daß sie überhaupt keinen tau haben, wie man die wirklichen probleme lösen könnte. |
mit strafzöllen udgl wird man nicht weit kommen viel besser wär es wenn die eu bürger einfach die produkte von firmen die in billiglohnländern produzieren nicht mehr kaufen würden.
über einen umsatzrückgang von 0.4% kann man nich raunzen aber bei 20% wird man wohl umdenken müssen. aber naja dan müsste man ja ein paar euro mehr ausgeben da nimmt man dann lieber made in malaysia. |
und ja, noch was, einen konkreten maßstab für politiker mit einem blick für die zukunft habe ich auch schon:
so ein politiker müsste alles daran setzen, um in billiglohnländern die vielzitierten umwelt- und sozialnormen zu verbessern. das ist wirklich eine priorität 1 aufgabe, der man vieles (aber natürlich nicht alles) unterordnen muss. damit meine ich natürlich nicht, daß wir mit unseren steuern das sozialnetz für alle armen ländern der welt zu finanzieren haben. das wäre unmöglich und sicher auch nicht sinn der sache. die positiven effekte wären vielfältig. beispielsweise: der menschliche aspekt, daß man das leid der mitmenschen nicht tatenlos hinnehmen muss. unsere umwelt würde es uns allen danken, wenn z.b. keine dreckschleuder-autos mehr verkauft werden könnten. und natürlich darf man auch egoist sein: unserer eigenen wirtschaft würde es unendlich gut tun, wenn endlich eine entlastung von der billiglohn-konkurrenz erfolgen würde. man stelle sich nur vor, was das heißen würde, wenn unsere gewerkschaftler, die jedes jahr milliarden von den mitgliedern kassieren, sich wirklich weltweit genau dort engagieren würden, wo unsere konkurrenz sitzt ! und nicht nur praktisch zu 100% bei uns zuhause, wo eh alles doppelt oder dreifach abgesichert ist. der hauptpunkt des gewerkschaftlichen engagements müsste global gesehen immer dort sein, wo das "schwächste glied der kette" ist. aber ich träume wohl wieder einmal. das ist natürlich nicht das ziel, wenn man es sich in einem sozialstaat bequem machen will, wo man sich nur ausreichend absichern muss, und milch und honig fließt für alle zeiten. leider nicht, wenn nicht endlich etwas gegen die abwanderung von arbeitsplätzen gemacht wird... |
Zitat:
genauso falsch finde ich es, wenn einem nichts weiter einfällt, als die unternehmer persönlich dafür verantwortlich zu machen, daß sie in billiglohnländer abwandern. bitte, was sollen sie denn sonst tun ? einer macht den ersten schritt und alle anderen müssen nachfolgen, sonst gehen sie ein. wirtschaft kann nur dann positiv sein, wenn es gleiche bedingungen für alle gibt, und davon sind wir weit entfernt. die wahren schuldigen sind natürlich einfalls- oder rücksichtslose politiker und bequeme gewerkschaftler, die schnell beim kassieren der großen gehälter und der mitgliedsbeiträge sind, aber nicht wirklich etwas für ihre mitglieder tun. eben leute, denen es nur um ihre persönliche macht und bequemlichkeit geht, aber nicht um das wohl der wähler und mitglieder. wir werden erst dann einen forschritt machen können, wenn die leute endlich begriffen haben, daß das wahre "schlachtfeld" nicht in unserem sozusagen wohlbehüteten mitteleuropa ist. und wenn unsere vertreter endlich aufhören sich den ganzen tag mit sich selbst zu beschäftigen. |
ich habe nie behauptet, dass man die USA oder andere länder
die in etwa den gleichen "westlichen standard" haben wie wir aussperren sollten, das ist komplett falsch. nur man muss jetzt RASCH etwas tun, und das kann nur lauten erstmal seinen eigenen wirtschaftsraum und den seiner partner zu schützen, ansonsten haben all diese zusammenschlüsse keinen sinn. was unternehmen tun sollen?, das kann ich dir schon verraten, endlich damit aufhören einzig und allein der profitgeilheit, dem dividenausschütungwahn zu unterliegen, heutzutage wandern unternehmen ab, die statt 20 % gewinn "nur" 15 % gewinn machen und entlassen mit einem schlag mal 300 mitarbeiter!, das kann es nicht sein, bei aller liebe nicht! natürlich müssen wir jene länder, die jetzt billiglohnländer sind unterstützen, und dies sollte auch weiterhin getan werden, aber das sich am rücken von millionen arbeitslosen konzere in diesen ländern eine goldene nase verdienen kann es auf dauer und wird es auf dauer auch nicht sein. mann muss ja die strafzölle nicht so ausrichten, dass es komplett unmöglich ist dort zu produzieren, da muss man einfach einfallsreich und fexibel sein, aber dass grosse konzere, aber leider auch schon viele mittelbetriebe dort ungehindert produzieren lassen und dann dieses zeugs in den westlichen wirtschaftsraum zu befördern und fürs teure geld verkaufen, das darf nicht recht sein. der vorschlag einfach jene produkte die aus diesen ländern kommen nicht zu kaufen ist schwachsinn, mann kann dies im einzelnen ja versuchen, was ich im übrigen auch tue, aber erstens ist es für den einzelnen fast unmöglich so zu handeln, und zweitens haben die letzten jahre gezeigt, dass dies in der masse nicht getan wird, sprich da kein effekt entsteht. leider stimmt es, dass kaum ein politiker in kaum einen land dieses thema tatsächlich angreift, das ist der grösste jammer, da werden millionen euro als "wachstumsankurbler" ausgegeben, ohne zu merken, dass das nix bringt. |
bei den wünschen bin ich zu 100% bei dir. nur ich muss dir wirklich unterstellen, daß das reines wunschedenken ist. du kannst einen unternehmer nicht zu einem gewerkschaftler machen oder umgekehrt. jeder von beiden soll seine arbeit machen, aber um gottes willen nicht dem anderen vorwerfen, daß er nicht die eigene arbeit erledigt hat. solche aussagen von bestimmten verantwortlichen leuten zeigen eigentlich nur, daß sie völlig hilflos sind. sowas zeigt nur, daß die betreffende person zwar ihr gehalt kassiert hat, aber nichts dafür getan hat.
zum thema strafzölle hätte ich eine alternative oder ergänzung: man könnte sozusagen ein rating einführen. jedes land muss je nach ökosozialem status bestimmte exportabgaben leisten. dadurch könnte man den vorteil der billiglohnländer ausgleichen, aber auf der anderen seite auch wirkliche gewichtige impulse schaffen, damit diese länder sich möglichst schnell weiterentwickeln. nur wie soll das funktionieren, wenn nicht einmal die usa solche standards erfüllen ? :( wo bleiben die politiker, die wirklich bereit sind, für die zukunft unserer gemeinsamen welt etwas zu arbeiten ? ich seh keinen einzigen :( die frage und das problem ist klar. die antwort darauf wäre eigentlich auch nicht so schwer. nur irgendwie ist alles ganz still. bzw. hektisch, aber in den falschen bereichen. :( |
genau so wenig sind politiker so wie wir sie wollen.
die politker der billiglohnländer und die firmenchefs werden zu verhindern wissen das umwelt- und sozialnormen angepasst werden. und unsere politiker werden sich weiter nicht trauen das heisse eisen anzufassen oder am widerstand scheitern. und natürlich haben die meisten firmen(einige ausnahmen gibts ja) keine andere wahl. aber sollten die leute wirklich vermehrt eu wahren oder von vergleichbarer herkunft kaufen so hätten sie eine wahl weil die leute müssen ja dan auch etwas kaufen. drauf zu warten das irgendjemand was ändert und zu diskutieren is noch einfacher. und nur weil es nicht genug tun ist es kein schwachsinn, das wär ja wie nicht wählen. edit: viel schöner wärs natürlich wenns so wie von lom beschrieben passieren würde. vorallem langfristig und für die billiglohnländer. aber ich glaube auf so etwas müssen wir noch sehr lange warten. |
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Globale Wirtschaft
Politiker sind nur die System Admins die wahre macht ist die Wirtschaft .Das Wirtschaftbestreben zur Zeit das da heißt minimaler Aufwand bei größtem Gewinn.Und dabei ist in der IT Branche Asien nicht mehr der günstigste Markt .Da ist die ehemalige Sovietunion und die Ostblockländeer auf der Überholspur.IBM Deutschland läßt via Satellit Servicearbeiten durchführen.Die Benz Daimler Tochter Debis läßt in St. Peterbug Programme erstellen u.s.w.
Das Problem ist die Steuerflucht der Großkonzerne und Mittelbetriebe ins Steuergünstigere Ausland. Ich weiß nur Daten von BMW: 1988 Steueraufkommen in Deutschland 545 Milli. DM 1992 nur noch 31 Milli.Dm 1993 wies BMW trotz steigender Gewinne und unveränderter Dividende-im Inland sogar Verluste aus und ließ sich 32 Milli.Dm vom Finanzamt zurückerstatten.Aufwendungen werden dort getätigt wo die Steuern am höchsten sind und die Gewinne ins Steuergünstige Ausland verschoben. Außerdem wir alle übernehmen doch widerspruchslos seit Jahren amerikanische Gebräuche und da gehört Taglohn eben auch dazu nicht nur MC -Donald und Counter stricke. Das Zeitalter der globalen Wirtschaft heißt Brutalität am Arbeitsmarkt und kein Job ist mehr sicher. Außer man denkt um und wird Energie so verteuern das die händische Arbeit günstiger als maschinelle Produktion wird dann gibts sicher wieder genug Jobs.:heul: |
bei all diesen aspekten wird mir richtiggehend übel und
schwarz vor den augen zugleich! und als konsument produkte aus gewissen ländern nicht mehr zu kaufen soll unsere einzige option sein?, bei all diesen vorraussetzungen sieht es fast danach aus, da stösst es einem ja gleich nochmals auf. |
nur eine Anmerkung
in China gibt es auch schon extrem viele Arbeitslose |
WCM198 - S. 12: Outsourcing nach Indien
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Früher hatten die deutschen Konzerne sehr stark in Österreich investiert und hier zur Schaffung von Arbeitsplätzen beigetragen. Die deutsche Autoindustrie wandert jetzt allmählich nach China ab. Da bleibt dann die Frage, in welchen Gebieten die Europäer in der nächsten Zukunft dann noch ihr Geld verdienen wollen? :confused: Und natürlich die Frage, ob die Firmenchefs damit rechnen, dass die Inder sich dann die von ihnen erzeugten Produkte leisten werden können oder träumen sie weiterhin von Europa als Absatzmarkt? :confused: |
ich denke diese wahnsinnigen denken das in aller
deutlichkeit, denn solange auf EU-ebene diesbe- züglich unternommen wird, werden sie das wohl auch beinhart durchziehen. bin schon gespannt wann und welches unternehmen als erstes am "steuerfreien" mond produzieren wird, das wird dann in 30 jahren so kommen... ciao ciao |
es geht auch anders...
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ja, solche meldungen sind balsam auf die seele und geben hoffnung für die zukunft.
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Ford investiert kräftig in China - FAZ vom 18.10.2003
Aus der FAZ vom 18.Oktober 2003:
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GFT kauft indisches Softwareunternehmen
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