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Re: Der Schluss
ACHTUNG SPOILER!!!
Wegen dem Kunststück: Neo hat das im Prinzip ja nicht gemacht, sondern das andere Schiff? Die Theorie kann ich nicht nachvollziehen, der Architekt hat im Prinzip eh genau gesagt was Zion ist, ein weiteres Puzzlestein welches die Matrix zusammenhält. SPOILER ENDE!!! |
was es mit dem Schluss auf sich hat, werden wir spätestens im November erfahren..
ACHTUNG SPOILER! im Enter The Matrix Game hat das Orakel gesagt, daß Neo im Koma liegt weil er die Quelle berührt hat und sein Geist vom Körper getrennt ist.. das heisst er ist von beiden Welten, Matrix und reale Welt getrennt.. und ob er die Maschinen gestoppt hat oder Bane oder das andere Schiff werden wir noch sehen.. vielleicht wurde bei Smiths Zerstörung im ersten Teil nicht nur Smiths Code teilweise von Neos Code überschrieben sondern auch umgekehrt.. was ja auch logisch wäre.. außerdem hat er am Anfang von Reloaded ja die Präsenz von Smith "gespürt", vielleicht kann er jetzt die Maschinen durch Smiths Code auch in der realen Welt manipulieren? oder hat er jetzt auch in der realen Welt besondere Kräfte.. :confused: :confused: wie auch immer.. |
i sag es is a matrix in der matrix in der matrix .... ;)
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Ich bin schwer entäuscht vom Film.
Dieses Pseudo-Philosphische-Geschwäz ist schon sehr stark übertrieben. Die Spezialeffekte sind nur in den Kampfszenen gut, ansonsten wirken sie teilweise lächerlich (Zion etc..) Fazit: Schade um die guten Ansätze von Matrix, Teil 3 werde ich mir ersparen! |
Die Wurzeln der Matrix
Die Welt der „Matrix“ besteht unter ihrer prallen Actionoberfläche aus einem ganzen Netzwerk religiöser und mythischer Bezüge. Man muss schon ein gelernter Schlauberger sein, um sie alle zu verstehen. Oder folgendem Dialog beiwohnen, der ihnen die Augen für die wahren Hintergründe der Cybersaga öffnet. Was soll eigentlich dieser ganze Hype um „Matrix“ als philosophisches Meisterwerk? Ich fand ihn einen genialen Actionfilm mit 1a-Spezialeffekten. War er auch. Aber nicht nur. Wer bloß die Kung-Fu-Kunststückchen bewundert, verpasst die Hälfte. Bereit für das kleine Matrix-Philosophie-Seminar? Wenn’s sein muss. Okay. Die Grundprämisse von „Matrix“, dass die so genannte Realität gar nicht real ist, sondern ein Computerprogramm, das in unsere Hirne eingespeist wird und uns das Leben nur vorgaukelt, verweist auf eine der Grundfragen der Philosophie, genauer: der Erkenntnistheorie. Woher weiß ich, dass die Welt existiert und nicht nur eine Fantasiegeburt meines Gehirns ist? Irgendein Philosoph wird doch wohl den Beweis gefunden haben, dass die Welt existiert. Eben nicht. Es ist bis heute nur eine Annahme, auf die sich alle geeinigt haben. Im Gegenteil: Fast alle Philosophen beschäftigen sich mehr oder weniger ausführlich mit dem Gedanken, dass die Wirklichkeit bloß eine Illusion ist. Das beginnt mit dem Höhlengleichnis des griechischen Philosophen Platon (in dem gefesselte Menschen in einer Höhle die Schatten, die sie sehen, für ihre Wirklichkeit halten – bis eine Neo-ähnliche Figur, von Plato „der Philosoph“ genannt, sich befreit und das Licht sieht). Und reicht bis zum Franzosen Descartes der in seinem „Meditationen“ überlegt, ob ein böser Dämon uns in einer Traumwelt gefangen hält und unsere Wahrnehmungen und Gedanken steuert. Ein Albtraum. So ist es. Wie schon der Psychoanalytiker Sigmund Freud sagte: „Wir träumen, damit wir nicht aufwachen müssen.“ Tatsächlich ist der Film wie ein Traum konstruiert, mit klassischen Traumbildern: Angst vor Höhe, Überwindung der Schwerkraft, symbolische Figuren. Er beginnt nicht zufällig mit der Aufforderung „Wach auf, Neo“. Und einmal fragt Morpheus: „Hattest du mal einen Traum, der völlig real schien? Was wäre, wenn du aus diesem Traum niemals aufwachen würdest? Woher würdest du wissen, was Traum ist und was Realität? Neos Schlaflosigkeit zu beginn steht für seine Ahnung, dass mit dieser Welt etwas nicht stimmt. Da gibt es doch noch dieses philosophische Buch im Film, auch gleich zu Beginn. Richtig. Jean Baudrillards „Simulera and Simulation“, ein Schlüsselwerk der postmodernen Denkens. Baudrillard führt darin aus, dass die westliche Welt die Simulation gegenüber der Realität bevorzugt und eine derartige Masse an Simulakren – Abbildungen der Realität – hervorbringt, dass es kaum mehr Spuren von Wirklichkeit gibt. Durch die Medien hätten die Menschen verlernt, zwischen Sein und Schein zu unterscheiden. Im ersten Drehbuchentwurf sagt Morpheus zu Neo: „Du hast in Baudrillards Vision gelebt: in der Landkarte, nicht in der Landschaft.“ Im Film ist das Buch, in dem Neo seine raubkopierte Software versteckt, übrigens viel dicker als in Wirklichkeit, wo es nur 160 Seiten hat. Was immer das bedeutet. Will ich gar nicht wissen. Schöne Überleitung zum nächsten Komplex: Moral. Vor die Wahl gestellt die rote oder die blaue Pille zu wählen, also zwischen dem roten Apfel der Erkenntnis oder dem blauäugig naiven Nichts-wissen-Wollen... ... jetzt drehst du durch. Passiert schon mal bei „Matrix“. Aber um Morpheus zu zitieren: „Denke nicht in Kategorien wie richtig oder falsch.“ Also noch mal: In „Matrix“ wird Wissen mit Freiheit gleichgestellt, mit dem „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“ Immanuel Kant, der Königsberger Philosoph. Sehr gut. Und Nicht-wissen-wollen wird nicht zufällig mit der moralisch fragwürdigen Figur, Cypher, in Verbindung gebracht. Du hast vorhin von „symbolischen Figuren“ gesprochen. Wieso? Alle Akteure in „Matrix“ haben Namen, die auf ihre Funktion hindeuten. Neo, griechisch für „neu“ ist ein Anagramm für „The One“, die Messias-Figur, die zweite Wiederkehr Christus’. Gleich zu Beginn des Filmes sagt ein Typ, dem er eine Raubkopie besorgt hat, zu ihm: „Jesus Christus, du bist meine Rettung!“ Neos bürgerlicher Name, Thomas Anderson, ist auch interessant: Der ungläubige Thomas (in der altchristlichen Mythologie übrigens der Zwillingsbruder von Jesus), der seine Bestimmung als Erlöser nicht wahrhaben will, und andras (griechisch für Mann) plus Sohn = Menschensohn – ebenfalls eine Umschreibung für Jesus. Man beachte auch Neos Auferstehung von den Toten und seine Himmelfahrt als Schlussbild. Übrigens startete der Film in Amerika am Osterwochenende. |
Teil 2
Mein Gott! Du sagst es. Dann hätten wir Morpheus, benannt nach dem griechischen Gott der Träume und einer Schöpferfigur bei Ovid. Eine Figur zwischen Gottvater und Johannes dem Täufer, der auf die Wiederkehr des „Einen“ wartet, also das Prinzip Hoffnung. Trinity, die Dreifaltigkeit, ist so was wie der Heilige Geist in diesem Trio, das Prinzip Liebe. Nicht umsonst erweckt sie Neo mit einem Kuss von den Toten – übrigens sehr zur Freude von feministischen Uni-Dozentinnen, die hier den Schneewittchen-Mythos hübsch persifliert finden. Jetzt reicht’s. Noch lange nicht. Cypher ist die Judas-Figur, die Neo für eine Hand voll Wirklichkeit verrät. Im Namen steckt natürlich Luzifer, der gefallene Engel, der die anderen von rechten Glauben abbringen will. Cypher heißt im wahren Leben Mr. Reagan und möchte sich „an nichts erinnern“ (wie Ronald Reagan im Iran-Contra-Skandal) und „reich sein, jemand Wichtiges. Ein Schauspieler“. Auch ist er „cipher“ = die Zahl Null und damit das digitale Gegenstück zu Neos One = Eins – die beiden Bausteine der mathematischen Matrix. Mir schwirrt der Kopf. Dann hätten wir die Rebellenstadt Zion, in der Bibel das himmlische Jerusalem, und das Raumschiff Nebukadnezar. Das war ein babylonischer König mit verwirrend symbolischen Träumen, an die er sich nicht erinnern konnte. Als Neo das Schiff zum ersten Mal betritt sieht man ein Schild: „Mark III, no. 11.“ In Markus 3, 11 heißt es: „Und wenn ihn die unreinen Geister sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien: Du bist Gottes Sohn!“ Na schön. Was noch? Bisschen griechische Mythologie gefällig? Das Orakel verweist natürlich auf das sibyllinische Orakel von Delphi, in der Küche hängt der Spruch „Erkenne dich selbst“. Sie hockt auf einem dreibeinigen Hocker, wie das delphische Orakel auf einem Dreibein. Und vor ihrer Haustür sitzt eine Figur, die verdammt an den blinden Seher Tiresias erinnert. Was ist mit dem Kind, das sagt: „Es gibt keinen Löffel“? Ah, Schlüsselstelle. Zen-Buddhismus. Es gibt eine schöne Geschichte über den sechsten Zen-Patriarchen Eno (hey, wieder ein Anagramm von Neo!), der einen Streit zwischen zwei Mönchen schlichten soll: Was weht, der Wind oder die Fahne? Er sagt: „Es ist der Geist, der weht.“ Die buddhistische Vorstellung, dass außerhalb des Geistes nichts existiert, wird von dem kleinen Jungen bestätigt: „Nicht der Löffel biegt sich, du biegst dich.“ Im Buddhismus gibt es den Begriff „Samsara“ für die illusionäre Diesseits-wirklichkeit, in der wir durch unsere Sinneseindrücke, Dummheiten und Begierden gefangen sind. Erleuchtung kommt durch die Erkenntnis, dass die Welt eine Illusion ist – da hätten wir wieder den Bogen zur philosophischen Erkenntnistheorie geschlagen. Im Buddhismus gibt es aber auch Bodhisattva: den Erleuchteten, der trotzdem in Samsara bleibt, um Nichtsehende zu befreien. Also genau Neos Rolle in den „Matrix“-Seuqels. Und diese komischen grünen Zeichen, die herunterregnen? Spiegelverkehrte Zahlen und Katakana, japanische Schriftzeichen – die Wachowski-Brüder sind Fans von japanischen Anime-Comics. Übrigens haben alle Szenen, die in der Matrix spielen, einen leicht grünlichen Schimmer, inspiriert von den grünen Schriftzeichen alter PCs. Und das weiße Kaninchen, dem Neo am Anfang folgen soll? Eine Anspielung auf „Alice im Wunderland“, einem Lieblingsbuch der Wachowskis. Daraus stammt auch die Spiegel-Metaphorik, die sich durch den Film zieht: Simulakren, Trugbilder der Welt. Und auch Alice hat die Wahl zwischen zwei Zaubertränken: Einer macht groß, der andere klein. Okay. Langsam glaube ich wirklich, dass mehr dahintersteckt, als ich dachte. Fein. Aber das Schöne an „Matrix“ ist, dass der Film wie ein riesiger Rorschach-Test funktioniert. Jeder sieht darin, was er sehen will: Existenzialismus, Marxismus, Buddhismus, Nihilismus, Feminismus, Postmodernismus – jeder Ismus findet sich hier. Mit andern Worten: Denk doch, was du willst. Genau. Hauptsache, du denkst. Quelle: Cinema 06/03 |
Matrix
HI
He, du hast es fast. ...Denk doch, was du willst... Nicht ganz. ...Mach doch was du willst... wenn du ficken willst fick, wenn du fliegen willst flieg, wenn du kämpfen willst kämpfe. Wir können die Matrix nicht verlassen ohne die Maschinen zu zerstören aber wir sind selber von den Maschinen abhängig um zu überleben! |
Gerade vor kurzem habe ich mal wieder den alten Film "The last Boyscout" gesehen. Es tut gut wieder mal zu sehen, daß einer nach dem überbraten mit einer Pistole Eis braucht.
Solche Äktschnfilme würde ich mir mehr wünschen. Keinen fliegenden James Bond keine Faustschläge mehr ohne Blut keine Fünfmetersprünge von Kung Fu Kämpfern. Ich kann diese realitätsverweigernden Filme nicht mehr sehen... Hoch lebe... Bourne Identity Fight Club The Last Boyscout Spy Game Die Festung |
Re: Matix 2
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