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@Regionsgedanke: Wie schon gesagt, dass ist die längerfristige Vision, wird aber sicher helfen, Kriege zu vermeiden. Das ist wie Kapitalismus: Keiner kan sich jetzt vorstellen, dass es ohne geht, aber ich bin überzeugt, dass die Menschheit dazu fähig ist, nur halt nicht eine Menschheit wie jetzt, die sich seit Jahrhunderten nichts anderes als Kapitalismus, Ausbeutung aber auch Nationlismus und Krieg gewohnt ist. |
Ich beziehe die Abschaffungsmeinung schlicht aus der Tatsache dass zuviele Regierungsbeamte für zuwenig Bevölkerung aufgewendet werden. Meine Vergleiche hinsichtlich Bayern etc. ziehlen nur in die Richtung. Dabei ist es egal ob Bayern jetzt ein Freistaat ist oder wieviele Abgeordnete im Bayrischen Landtag sitzen.
Und ich bleibe dabei, dass für 8 Million Menschen ein einziger Gesetzgeber genügt. Regionale Gegebenheiten kann man auf Gemeinde/Bezirksebene auch berücksichtigen. |
Ich bin für die Zusammenfassung der Landtage zu Bundesländerübergreifenden Verwaltungen, die im Wesentlichen ihr Gewicht in der Kompetenzüberschneidungsinstanz im Parlament, dem Bundesrat, einbringen und Zustimmungen zu Bundesgesetzen verweigern können und nur durch eine Vermittlung und in einzelnen Sachen Beharrung der Mehrheit des Nationalrates überstimmt werden können.
Eine Abschaffung des Bundesrates ist schlecht für die Menschen und deswegen schlecht für Österreich. Die Entsendung muß auf direkter Wahl durch den Bürger erfolgen und nicht in Parteizugehörigkeit ergeben stattfinden. Gleichwohl die reine Interessenspolitik direkter Vertreter eine isolierte Sicht der Dinge (Frächter, Biomediziner, Gewerkschafter, ...) und verringerte Fraktionsqualität (weniger Lagerdenken von Parteien) aber vermehrte Lobbyquantität (eben: "die freie Fahrt von LKWs MUSS gewährleistet sein" und anderer Druckausübung ohne Lösungskompetenz) bedeutet. |
@Nestrus: Kann es sein, dass du StarTrek-Fan bist? ;)
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ja, ich bin absolut für den sozialstaat. nur mit dem unterschied, daß ich verstanden habe, daß ein durchschnittsverdiener heutzutage keine großen geldgeschenke mehr erwarten kann. einen wirklichen sozialstaat gibts in der zukunft möglicherweise nur noch für die wirklich bedürftigen. diese idee hatte vor langer zeit übrigens schon die heide schmidt. die hat damals schon gesagt, wir müssen mit dem gießkannenprinzip aufhören. vielleicht hätten man wirklich auf sie hören sollen ? aber ist eh klar, das prinzip des stimmenkaufs war immer noch das effektivste. sobald jemand den mund aufmacht, steckt man ihm ein paar tausender rein, damit er wieder still ist. so haben wirs gelernt, zahlen tun wirs eh wieder selbst. nur daß eben leider jedes jahr weniger übrigbleibt, weil wir jedes jahr mehr zinsen zahlen müssen. egal wie man es dreht und wendet, meistens gehts doch nur ums geld. wie willst du sozial sein, wenn du kein geld hast ? ich mein, du kannst jemand der hungrig ist auch streicheln oder ihm auf die schulter klopfen. aber was zum essen kriegt er nur dann, wenn geld da ist. wenn sich jetzt ein politiker hinstellt und sagt, wir sollen noch mehr schulden machen, ist der für mich disqualifiziert. ich will nämlich auch einmal eine pension, wenn ich vielleicht nach 50 arbeitsreichen jahren in den ruhestand gehen darf. wie soll das möglich sein, wenn wir dann noch mehr zinsen zahlen müssen als wir es heute schon tun ? |
Die Abschlankung des Sozialstaates finde ich schlecht, die Verteilung auf die wirklich Bedürftigen gut. Warum werden Kuren so exorbitant finanziert - eine Verteilung auf Böhmen läßt die niederösterreichischen etc. Kurheime zur Vernunft kommen, da bin ich mir ziemlich sicher - , warum das sexuelle Weiterwandern mit notwendigem "Männermord" - Stichwort Patchworkfamily - gefördert und nicht sanktioniert.
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@Lord: Dann habe ich jetzt eine Frage an Dich! Wenn Du Dich an den Wahlkampf (Nationalratswahlen) erinnern kannst, haben die Schwarzen und die Blauen gschrien: keine Ökosteuer (böse Grüne), Steuersenkung.
Was machen sie als erstes? Sie werden die Steuersenkung (keine Ahnung ob die wirklich etwas gebracht hätte) nicht einführen und die Ökosteuer kommt (ohne Grüne) auch! Mir ist das mit der Ökosteuer nur eingefallen weil Schüssel und Haupt so gegen die Grünen gewettert haben auf Grund der dummen Ökosteuer?! Wegen den Schulden, okay, unter Kreisky (anfänglich) war diese Politik aber sicher nicht schlecht! Was aber noch sagst (Gieskanne etc...) ist schon wieder eigenartig, denn so schimpfen die Blauen auch dauernd, habens aber nicht besser gemacht, und Schwarz-Rot auch nicht! Wie lange waren die großen zwei zusammen? Da waren sicher nicht nur die Roten Schuld - das mußt wie gsagt auch berücksichtigen. |
Selbstverständlich war das Schuldenmachen unter Kreisky schlecht. Der entscheidende Punkt war, daß diese Schulden nachher, in den sogenannten wirtschaftliche guten Zeiten, niemand zurückgezahlt hat. Oder anders herum gefragt: Bist du heute bereit, die Schulden vom Kreisky zurückzuzahlen ? Ich glaube nicht, weil sehr viele Leute nicht einmal einsehen, daß wir ein Nulldefizit brauchen, wenn wir eine Zukunft haben wollen. Wie soll man denen klar machen, daß wir sogar zurückzahlen müssen ?
Mag schon stimmen, daß im Wahlkampf viel versprochen wurde. Nur übersiehst du dabei, daß am allermeisten der Gusenbauer übertrieben hat. Das war ja nicht mehr schön, wie leicht das alles mit ihm gegangen wäre. Ich denke, die Leute haben es ihm nicht geglaubt, sonst wären die Wahlen anders ausgegangen. Letztendlich ist es auch nicht mehr so wichtig. Wichtig ist, daß wir Ökosteuern haben. Ich finde das gut, weil mit diesen Ökosteuern z.b. im nächsten Jahr eine Steuerfreiheit für Einkommen unter 1000 Euro finanziert wird. Das ist ein gewaltiger Fortschritt, das hätte man sich früher nicht mal träumen lassen. Umgekehrt Gießkannenmethode: Ich habe 3 Kinder. Beim Steuerausgleich gibt es eine Grenze, die ich überschritten habe. Daher bekomme ich keinen Mehrkindzuschlag. Das *ist* ein konkreter Schritt, wo endlich das unsägliche Gießkannenprinzip zumindest weniger wurde. Solange Sozial- und Umweltpolitik gemacht wird, und das alles ohne auf "Kreide", finde ich das ok. |
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Den Vranitzky schon vergessen, einmal Tirana mit fünf BMWs mit Seitenblaulicht ... bitte aufhören von der Toskana Tiramisu Fraktion der Roten als Allheilmittel für den notwendigen Zahnersatz zu sprechen. |
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der kauft sich halt einen Porsche und einen Audi A6 (mit ~350 PS (natürlich nur Privatgelder). Und das Nulldefizit ist ein komisches Ziel, jede Regierung hat sich anstreben versucht, keine geschafft (außer wies so ziemlich alles verkauft haben was wir haben). Außerdem, sehr sinnvoll andauernd über den bösen Kreisky (finde daß er das richtige gemacht hat, nur leider zu lange dies mit Schuldenpolitik gemacht) zu lästern. Schwarz-Blau waren ja auch überaus reformfreudig :rolleyes: |
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