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gaelic 24.05.2003 17:56

Zitat:

Original geschrieben von Tarjan

Man braucht sich nur ansehen welchen Anlauf es bei den Billas am Franz Josefs Bahnhof und Praterstern gibt. Nur dass die jetzt einige Teile wegsperren müssen finde ich ehrlichgesagt als Verarschung.


dort ist seit einiger zeit auch nicht mehr solange offen, leider :(

aber mir haben zum bsp. diese beiden + spar im akh + andere bahnhofsshops gereicht, falls ich dringend etwas gebraucht habe ;)

und bei meiner alten wohnung im 10. hatte jeder türkische kreisler nahezu 24h offen :D, und nie hab ich die polizei, finanz-irgendwas dort gesehen.

ich finde grade für die kleinen wird es sich auszahlen wenn die öffnungszeiten liberalisiert werden. da sperr ich halt am vormittag kurz auf (9-12) dann bis 3,4 oder 5 zu und eben bis 23h offen.

und da kann kein billa, spar,... mithalten, so flexibel ist nur ein kleines geshäft.

aber is ma eh wurscht :D

LDIR 24.05.2003 20:01

@The_Lord_of_Midnight: Bitte, vergleiche mich nicht mit Politikern, auch wenn ich mich selber für einen Egoisten halte, ist es noch immer kein Grund mich mit Politikern auf eine Stufe zu stellen. Du hast sicher auch eine feste Meinung von der Du nicht abweichen wirst, auch wenn Du es nicht so direkt schreibst, trotzdem vergleiche ich Dich nicht auch mit Politikern (Siehe Regeln, keine Beschimpfungen :lol: ).
Geld: Du kannst Dein Geld ja in der Mittagspause ausgeben oder warten bis Du frei hast. Was zwingt Dich alles sofort haben zu wollen?
Arbeitsplätze: Längere Öffnungszeiten=Mehr Betriebskosten=Höhere Pleitewahrscheinlichkeit=Weniger Arbeitsplätze bleiben übrig.
Sklaven: Ich war jedenfalls im Handel beinahe zufrieden, aber die andauernden Rationalisierungen vermiesten mir den Spaß daran, als dann die Prämien gestrichen wurden (3-4 Tausend ATS monatlich), habe ich gekündigt. Durch längere Öffnungszeiten werden sich auch noch andere Firmen von Prämien und Sonderzahlungen verabschieden. Natürlich wird es trotzdem noch Leute geben die so verzweifelt sind dass sie es akzeptieren werden, aber ich gehöre nicht dazu.

LouCypher 24.05.2003 20:28

wieso sollten saturn, niedermeyer und co in der nacht offen haben? Nur weil die öffnungszeiten liberalisiert werden heisst das noch lange nicht das jeder laden ohne rücksicht auf verluste offen hält.

Wenns sich rentiert bleibt geöffnet wenn nicht dann nicht, wo gibts da ein höheres pleite risiko? Über nacht offen zu halten rentiert sich vermutlich eh nur für lebensmittelhänder, und dort brauchst kein qualifiziertes personal.

The_Lord_of_Midnight 24.05.2003 20:37

ok, ich gebe zu, der vergleich mit einem politiker war unfair :D es hat mich so an den genannten spruch erinnert, ich konnte mich nicht zurückhalten. ja, es ist gut das du eine eigene meinung hast. und nein, du musst dich nicht überzeugen lassen.

trotzdem möchte ich noch was dazusagen. auch in der edv ist es in den letzten jahren üblich geworden, prämien zu streichen und null-lohnrunden zu veranstalten. so ist das nun einmal, wenn man im internationalen wettbewerb steht. natürlich ist das schwer zu verkraften und nagt an der zufriedenheit. nur irgendwann kommt man aus seinem tief wieder heraus und nimmt es einfach so wie es ist. außer man schafft es einfach nicht, in die realität zurückzukehren. ich mache meinen jetzigen beruf gern und das ist das wesentliche.

ich muss dazusagen, ich wäre auch gern landwirt gewesen, nur in die edv wollte ich noch lieber. aber anstatt mich auf die faule haut zu legen und zu sagen, wenn ich den traumjob nicht kriege arbeite ich halt gar nichts, habe ich nach der schule zuerst einen job in einer werkstätte angenommen. auch das hat mir spaß gemacht. naja, wahrscheinlich bin ich ein atypischer mensch, dem arbeit freude macht ;)

ps: ich hoffe, die verknüpfung von arbeit und freude wird mir jetzt nicht gleich auf die schlimmstmögliche art ausgelegt. es passt einfach so geschmeidig in den satzverlauf.

LDIR 24.05.2003 22:50

Zitat:

Original geschrieben von LouCypher
wieso sollten saturn, niedermeyer und co in der nacht offen haben? Nur weil die öffnungszeiten liberalisiert werden heisst das noch lange nicht das jeder laden ohne rücksicht auf verluste offen hält.

Wenns sich rentiert bleibt geöffnet wenn nicht dann nicht, wo gibts da ein höheres pleite risiko? Über nacht offen zu halten rentiert sich vermutlich eh nur für lebensmittelhänder, und dort brauchst kein qualifiziertes personal.

Weil einige der Firmen es bereits angekündigt haben. Vor ca. 1 Jahr gab es ein Kommentar gewisser Firmenchefs auf Orf.at, dass wenn die Landenöffnungszeiten liberalisiert werden, diese sofort auch am Sonntag offen haben werden. Ich glaube mich zu erinnern dass Sandler auch dabei war (Chef von Saturn/Wir sind doch nicht blöd).
Auf jeden Fall werden dann wohl andere Märkte wie Haas, Cosmos und so auch nachziehen müssen, weil sie das Feld nicht freiwillig freimachen werden. Es genügt dass "Wir sind doch nicht Blöd" wirbt mit "Jetzt 6-24 Uhr offen, sind wir denn blöd?", schon ziehen andere nach, zumindest die Filialen in Einkaufszentren.

@LOM: Okay, fassen wir mal das "Politiker" nicht als tödliche Beschimpfung auf ;) dann ist alles in Ordnung. Ich wollte auch einen anderen Beruf haben (nicht Politiker), aber es ist alles anders gekommen. Wegen der Prämien: Es schmerzt schon wenn man weniger Geld bekommt, der Chef sich aber einen neuen Porsche kauft, während ich zwar auch einen Sportcoupé fahre, dieser aber fast auseinanderfällt, weil schon 24 jahre alt, und ich kann mir nicht mal einen Kleinwagen kafen kann (vorausgesetzt wenn ich es wollte). Neid ist es nicht, nur ärger, denn die Firma schrieb vorher Gewinne, und nun sinkt die Motivation der Verkäufer noch irgendwas an den Mann zu bringen. Wenn mich schon die zwei halben freien Tage statt einem genzen gestört haben, wäre ich sicher auch nicht erfreut über Schichtdienst und würde es verweigern, deswegen wird man ja nicht gekündigt, und wenn, dann habe ich eine Rechtschutzversicherung, und das kann ich allen auch empfehlen, dann werden kange Öffnungszeiten schnell wieder verschwinden, sonst können sich die Geschäftsführer gerne alleine hinstellen und verkaufen oder Reklamationen entgegennehmen.

The_Lord_of_Midnight 25.05.2003 16:06

ja sicher, das ist nicht leicht einzusehen, geht mir genauso. der kern des problems liegt aber nicht darin, daß firmenchefs von haus aus böse menschen sind, die sich nur an den armen mitarbeitern bereichern wollen.

der kern des problems ist, daß wir billige arbeitskräfte und produkte aus billiglohnländern kaufen. wir müssen hier sozial und umweltstandards einhalten, was unsere lebenshaltungskosten schon einmal von haus aus vervielfacht. denk einmal an die erdrückende steuerlast, die das ganze nach sich zieht.

nur umgekehrt auf der anderen seite gelten für die dort hergestellten produkte eben andere oder gar keine umweltstandards. von sozialstandards brauchen wir sowieso nicht zu reden.

erst wenn wir für einen verkauf von produkten und arbeitskräften in unseren ländern die gleichen scharfen standards verlangen, wird das problem sich bessern. nur weiß ich nicht, wie man sowas in unserer heutigen zeit durchsetzen kann.

dazu müssten man einmal eine weltweite zusammenarbeit beginnen, zumindest zwischen den usa und der eu. davon sind wir noch sehr weit entfernt. wir driften eher unaufhaltsam noch weiter auseinander. die einzige idee, die die sogenannten machthaber haben, ist "die anderen" zu unterbieten. und das nur, damit sie ihre eigene macht nicht aufgeben müssen.

solche armen würschtel wie österreichische politiker sind da bestenfalls spielbälle der macht.

was wir schon machen können ist endlich mit dem unseligen schuldenmachen aufzuhören, damit wir endlich die erdrückende zinsenlast wegbekommen und zumindest über unsere eigenen produkte und leistungen selbst verfügen können.

gewinnen würden wir alle langfristig gesehen. nur sag das einem der nichts anderes kann als über "die anderen" zu schimpfen, damit wir selbst möglichst schnell wieder an die macht kommen.

hera 25.05.2003 17:05

Zitat:

Original geschrieben von athropos
...genauso rettung, feuerwehr, polizei - die müssen auch am sonntag arbeiten.
ich studier medizin, wenn alles so läuft, wie ich hoff, bin ich in 3 jahren fertig - dann hab ich einen job (zu 99% fix) leider werden die leute auch am sonntag krank, bzw. kann ich sie nicht übers wochenende aus dem spital heimschicken...
deswegen finde ich es eine frechheit, sich jetzt nur die verkäufer herauszupicken, und die schützende hand über diese zu halten, wenn es für andere leute gang und gäbe ist am sonntag arbeiten zu müssen...

Du armer zukünftiger Doktor.
Ja es ist eine Frechheit dass die Ärzte im Turnus Stunden für drei schieben müssen; obwohl es eig. auch ein Wahnsinn für einen Patienten ist, wenn dir der Arzt( war damals ein Bekannter) beim Stechen erzählt, dass er seit 48Stunden mehr od weniger durchgängig im Dienst ist und sich deshalb hinsetzten müsse um nicht zu verstechen. Aber das ist eine andere Geschichte ;) .

Doch nach erledigtem Turnus schauts dann wohl besser aus. Ja Sonntags müsst ihr auch arbeiten - Leute werden da wie du so schön erkannt hast auch krank- jedoch muss keiner (weil er nichts besseres zu tun hat) auch am So. einkaufen.

Jedoch kommt es bei den Ärzten doch zu einer "etwas" besseren und vor allem gerechteren Bezahlung ihrer Dienstleistung - nicht zuletzt aufgrund der besseren Standesvertretung - als bei den Angestellten im Handel.

Dr. Acula 25.05.2003 17:12

Zitat:

Original geschrieben von hera



Doch nach erledigtem Turnus schauts dann wohl besser aus. Ja Sonntags müsst ihr auch arbeiten - Leute werden da wie du so schön erkannt hast auch krank- jedoch muss keiner (weil er nichts besseres zu tun hat) auch am So. einkaufen.


Tschuldigung,aber das meinst nicht ernst.
Wenn Sonntags gearbeitet werden darf(warum eigentlich nicht?),dann wird sich das Freizeitverhalten auch ändern,denn dann werden diese Leute vielleicht Di. u. Mi frei haben.Das bedeutet wieder mehr Umsatz für Wirte,weil die ganze Woche eine Auslastung besteht,und nicht Sonntags wegen Überfüllung geschlossen.
Wir müssen endlich weg vom engstirnigen Gedanken nur nach irgendwelchen Vorschriften die Leute ohne Ahnung gemacht haben zu Leben.
Jeder soll Arbeiten wann er will,überhaupt Selbstständige.

LDIR 25.05.2003 23:43

@Herr Karl: Jeder soll arbeiten wann er will? Na super, davon rede ich ja die ganze Zeit dass ich zwischen 9 und 18 Uhr Montag bis Freitag, und jeden zweiten Samstag 9 bis 17 Uhr arbeiten will...
Möglich dass ich etwas Engstirnig bin, aber das gilt für 99,99% der erwachsenen Weltbevölkerung (Menschen) genauso.
Wieso so engstirnig sein? Wir können genausogut mit 90 in Pension gehen, oder 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche für unseren Vorgesetzten da sein, ja, wieso engstirnig sein, wir könnten wieder die Sklaverei einführen, und alle die dagegen sind, sind halt die Immergestrigen die an alten Werten festhalten und statt die beiden Gottheiten Bill Gates und G.W.Bush, irgendein Kreuz anbeten...
Warum sollte wohl nicht am Sonntag gearbeitet werden? Vielleicht deswegen weil man sich dann nicht mehr so oft mit Freunden/Freundin sehen kann? Damit man nichts mehr gemeinsam mit der Familie unternehmen kann, die sogenannten Sonntagsausflüge. Aber wenn man keine Freunde hat, ist es natürlich egal... Und wenn man selbst nicht in der Branche ist, ist es sogar gut wenn die Verkäufer einem am Sonntag bedienen. :mad:

tom 26.05.2003 18:10

Für alle Familien mit schulpflichtigen Kindern müsste dann nur noch die rund-um-die-Uhr-Schul-Gleitzeit eingeführt werden... ;)
Andersrum gesagt: ich sehe bei allzu flexiblen Arbeitszeiten einfach das Problem, dass ein "geregeltes Familienleben" praktisch nicht mehr möglich ist - und ja, es gibt auch Familien wo Eltern und Kinder gerne zusammen sind...

frazzz 26.05.2003 18:14

Zitat:

Original geschrieben von tom
Für alle Familien mit schulpflichtigen Kindern müsste dann nur noch die rund-um-die-Uhr-Schul-Gleitzeit eingeführt werden... ;)
Andersrum gesagt: ich sehe bei allzu flexiblen Arbeitszeiten einfach das Problem, dass ein "geregeltes Familienleben" praktisch nicht mehr möglich ist - und ja, es gibt auch Familien wo Eltern und Kinder gerne zusammen sind...

dabei könnte es durchaus zum vorteil der kinder gereichen, wenn etwaige arbeitszeiten am abend mit den schlafenszeiten der kinder ident sind, oder?

mehr zeit bleibt untertags...

tom 26.05.2003 18:23

Zitat:

Original geschrieben von frazzz
dabei könnte es durchaus zum vorteil der kinder gereichen, wenn etwaige arbeitszeiten am abend mit den schlafenszeiten der kinder ident sind, oder?

mehr zeit bleibt untertags...

Ab welchem Alter würdest Du denn Kinder alleine zu Hause schlafen lassen?

Dr. Acula 26.05.2003 19:02

Zitat:

Original geschrieben von LDIR

Warum sollte wohl nicht am Sonntag gearbeitet werden? Vielleicht deswegen weil man sich dann nicht mehr so oft mit Freunden/Freundin sehen kann? Damit man nichts mehr gemeinsam mit der Familie unternehmen kann, die sogenannten Sonntagsausflüge. Aber wenn man keine Freunde hat, ist es natürlich egal... Und wenn man selbst nicht in der Branche ist, ist es sogar gut wenn die Verkäufer einem am Sonntag bedienen. :mad:

Ich verstehe deine aufregung nicht.
wäre es dir nicht lieber wenn sonntags nur 50% ins bad gehen,dafür die anderen 50% unter der woche?
mir wäre es lieber,kein stress,keine staus,parkplätze vorhanden,weil besser ausgelastet,usw.
Warum sperren sich alle gegen sonntags.
und deine freunde kannst auch im urlaub sehen,od. abends.

und für die wirtschaft wäre es auch angenehmer wenn nicht alles am samstag ins geschäft strömt.
aber mit eurer einstellung wird Österreich bald im abseits stehen gegenüber den neuen Ländern.

frazzz 26.05.2003 19:42

Zitat:

Original geschrieben von tom


Ab welchem Alter würdest Du denn Kinder alleine zu Hause schlafen lassen?

ich gehe von 2 partnern aus

TheltAlpha 26.05.2003 20:07

Zitat:

Original geschrieben von Herr Karl
und deine freunde kannst auch im urlaub sehen,od. abends.
Nett. Weißt du überhaupt, was der Begriff "Freund" bedeutet?
Im Urlaub oder abends, tz,:eek: unglaublich:rolleyes:

Dimitris

LouCypher 26.05.2003 20:07

Ich glaube es gibt genügend leute ohne kinder die in den elternfeindlichen (welche dass auch sein mögen) schichten arbeiten könnten. Gerade im sommer ist es doch eigentlich frustrierend unter tags im büro zu sitzen, von 16h-24h arbeiten um 2 ins bett um 10 aufstehen und den tag geniessen, es gibt schlimmeres.

LDIR 27.05.2003 00:35

Zitat:

Original geschrieben von Herr Karl


Ich verstehe deine aufregung nicht.
wäre es dir nicht lieber wenn sonntags nur 50% ins bad gehen,dafür die anderen 50% unter der woche?
mir wäre es lieber,kein stress,keine staus,parkplätze vorhanden,weil besser ausgelastet,usw.
Warum sperren sich alle gegen sonntags.
und deine freunde kannst auch im urlaub sehen,od. abends.

und für die wirtschaft wäre es auch angenehmer wenn nicht alles am samstag ins geschäft strömt.
aber mit eurer einstellung wird Österreich bald im abseits stehen gegenüber den neuen Ländern.

Ich verstehe Deine Argumentation nicht. Bäder sind mir ziemlich egal, vor allem wenn ich dann nicht mit meiner Freundin hingehen sollte. Weißt Du, alleine macht es nur halben Spaß, vor allem wenn die Freundin arbeitet. Mit Der Familie wird man auch nicht hinkönnen, und Nachts hinzugehen ist sicher auch ganz sinnvoll, nicht wahr?
Ist schon klar dass es bei den Bädern keine Staus geben würde, dafür allerdings überall sonst. Und natürlich kann ich meine Freunde im Urlaub oder zu Weihnachten sehen, wie Großzügig. Anscheinend hast Du gar keine Freunde, gell?
Als nur-Konsument und kein Handelsangestellter kannst Du natürlich von längeren Öffnungszeiten nur profitieren, aber ob Du bereit wärst dann im Handel zu arbeiten, steht natürlich auf einem anderen Blatt.
Ich hoffe damit genug geschrieben zu haben um Deine Argumentation ad absurdum zu führen.

Dr. Acula 27.05.2003 19:20

Zitat:

Original geschrieben von LDIR



Als nur-Konsument und kein Handelsangestellter kannst Du natürlich von längeren Öffnungszeiten nur profitieren, aber ob Du bereit wärst dann im Handel zu arbeiten, steht natürlich auf einem anderen Blatt.
Ich hoffe damit genug geschrieben zu haben um Deine Argumentation ad absurdum zu führen.

falsch,ich arbeite selbst im handel u. 2x samstags/monat.
ich ärgere mich dauernd wenn am sonntag alles ins bad strömt,man von quängelnden kindern gestört wird.
ich würde liebend gerne am Sonntag arbeiten,dafür an 2 Werktagen frei haben.da hätte ich Ruhe beim Frisörbesuch,im Bad,etc.
Warum glauben alle,auch div. betriebsräte,das niemand Sonntags freiwillig arbeiten gehen will?Ich brauche die 100% nicht,wenn ich nicht mehr als 45h/Woche arbeite.
Aber in 20 Jahren werden unsere Gewerkschaften sicher für Sonntagsarbeit stimmen,nämlich dann wenn sie sehen das bei uns nichts mehr läuft,sondern alle in die benachbarten EU-Staaten das geld tragen.

LDIR 27.05.2003 22:44

@Herr Karl: Du arbeitest wirklich selber im Handel? 2xSamstag im Monat ist wirklich nichts ungewöhnliches. Na ja, trotzdem wünsche ich Dir viel Spaß wenn Du alleine im Bad bist. Bist selber sicher Kinderlos, sonst würden Dich die Kinder dort sicher nicht stören.
Was in 20 Jahren ist, geht mir am A... vorbei, denn ich arbeite nicht mehr im Handel, nur es tut mir leid um die NORMALEN Menschen die eine Familie gegründet haben.
Die werden es super haben: Mann (Handelsangestellte) mat Montag+Dienstag frei, die Frau (Kassadame) am Mittwoch und Donnerstag, und die Kinder haben Samstags und Sonntag schulfrei, und nun organiesiere mal einem Familenausflug. Na wenigstens ist die Wohnung dann nur einen Tag in der Woche geöffnet.
Ich weiß nicht ob Du schon mal Konzertveranstalltungen, WCM Treffen oder
so besucht hast, diese finden aber tatsächlich am Wochenende statt, genause wie meine Computertreffen, jedesmal Samstags und Sonntags in Deutschland, Tschechei und Slowakei. Und dort sehe ich auch keine geöffneten Geschäfte.
Wenn Du was am Sonntag kaufen willst, kannst Du ja zu Shoptankstelle fahren. Du kannst dich dirt auch bewerben wenn es Dir Spaß macht am Sonntag zu arbeiten, aber bitte nimm nicht an dass jeder masochistisch veranlagt ist und auch am Sonntag arbeiten will. Wie gesagt, die Meinung dass die Wirtschaft ohne Sonntagsarbeit eingeht kann ich nicht gelten lassen, bisher hat es doch bestens funktioniert und mehr Geld kommt auch sicher nicht so in die Kassen.

Oli 28.05.2003 08:06

Zitat:

Original geschrieben von LouCypher
Ich glaube es gibt genügend leute ohne kinder die in den elternfeindlichen (welche dass auch sein mögen) schichten arbeiten könnten. Gerade im sommer ist es doch eigentlich frustrierend unter tags im büro zu sitzen, von 16h-24h arbeiten um 2 ins bett um 10 aufstehen und den tag geniessen, es gibt schlimmeres.
genau! Das erinnert mich an unsere Urlaubsplanung. Mitarbeiter mit Kindern dürfen immer Juli und August in Urlaub gehen, die anderen sollen gefälligst darauf Rücksicht nehmen und sich in einer anderen Jahreszeit Urlaub nehmen. Ist eigentlich nicht einzusehen, oder ?

Ciao Oliver

LDIR 28.05.2003 12:12

Apropos Urlaubsplanung:
Man darf noch eines nicht vergessen: Im Dezember, also in der Vorweihnachtszeit haben die Handelsangestellten eine Urlaubssperre. Man bekommt nicht mal einen einzigen freien Tag, erst Wochen Später hat man ein eine Woche Ausgleich. Bei längeren Öffnungszeiten und Sonntagsarbeit bedeutet das dass man 7 Tage in der Woche arbeiten muss, sonst wird der Kundenansturm nicht bewältigt. Und das ganze 4 Wochen lang, also non-stop. Der einzige Weg wie man dem entgehen könnte, ist der Krankenstand, und wenn der nur vorgetäuscht ist, ist man ein Kollegenschwein, vorausgesetzt dass man ein gutes Verhältnis zu seinen Arbeitskollegen hat.
Dennen die jetzt sagen werden "-,Dann hat man aber später halt zwei Wochen frei", wünsche ich vier Wochen stressiger non-stop Arbeit, vor allem der Herr Karl sollte das mal durchmachen. Mich würde es nicht wundern wenn viele der Verkäufer in der Psychiatrie landen würden.

pc.net 28.05.2003 14:16

in der gastronomie gibts das auch ... nennt sich saisonarbeit und da gehts sogar länger ...

btw: es steht jedem handelsangestellten frei sich das arbeitszeits- und arbeitsruherechts und die entsprechenden abschnitte im kollektivvertrag anzusehen und dementsprechend zu handeln (interessensvertretung: arbeiterkammer und ggf. gewerkschaft) ...

sh. auch:
http://www.akwien.at/arbr_10999.htm
http://www.akwien.at/arbr_11011.htm

frazzz 28.05.2003 14:28

Zitat:

Original geschrieben von pc.net
in der gastronomie gibts das auch ... nennt sich saisonarbeit und da gehts sogar länger ...

btw: es steht jedem handelsangestellten frei sich das arbeitszeits- und arbeitsruherechts und die entsprechenden abschnitte im kollektivvertrag anzusehen und dementsprechend zu handeln (interessensvertretung: arbeiterkammer und ggf. gewerkschaft) ...

sh. auch:
http://www.akwien.at/arbr_10999.htm
http://www.akwien.at/arbr_11011.htm


:ja:

Dr. Acula 28.05.2003 16:48

Zitat:

Original geschrieben von LDIR

Was in 20 Jahren ist, geht mir am A... vorbei, denn ich arbeite nicht mehr im Handel, nur es tut mir leid um die NORMALEN Menschen die eine Familie gegründet haben.

AHA,alle die im Handel tätig sind sind abnormal.Poste ein Bild von dir,damit du bei mir nichts mehr kaufen kannst.

Was hälst du von der Lösung das einige vielleicht nur vormittags 7x6h arbeiten wollen,dafür ander am nachmittag.das wäre das einfachste problem,der laden könnte von 10-22h offen haben,personal wäre vorhanden,etc.
das problem was wir haben ist das irgendwelche weltfremden Gewerkschaftler die keine Ahnung mehr vom arbeiten haben,auf irgendwelche Zulagen bestehen. wenn ich freiwillig bis 22h arbeiten will möchte ich auf die Zuöagen verzichten dürfen,dann würden auch die Unternehmer wieder mehr Personal einstellen.
Fahr mal nach Ungarn zu TESCO,dort ist teilweise 7/24h geöffnet.

frazzz 28.05.2003 18:31

Zitat:

Original geschrieben von Herr Karl


AHA,alle die im Handel tätig sind sind abnormal.Poste ein Bild von dir,damit du bei mir nichts mehr kaufen kannst.

Was hälst du von der Lösung das einige vielleicht nur vormittags 7x6h arbeiten wollen,dafür ander am nachmittag.das wäre das einfachste problem,der laden könnte von 10-22h offen haben,personal wäre vorhanden,etc.
das problem was wir haben ist das irgendwelche weltfremden Gewerkschaftler die keine Ahnung mehr vom arbeiten haben,auf irgendwelche Zulagen bestehen. wenn ich freiwillig bis 22h arbeiten will möchte ich auf die Zuöagen verzichten dürfen,dann würden auch die Unternehmer wieder mehr Personal einstellen.
Fahr mal nach Ungarn zu TESCO,dort ist teilweise 7/24h geöffnet.


na oida, jetzt wirds arg...

zed 29.05.2003 11:13

Zitat:

Original geschrieben von frazzz



na oida, jetzt wirds arg...


wieso?
im prinzip hat er ja nicht unrecht ;)
TESCO macht das ja z.b. überall so. wollts nicht direkt ansprechen, aber mit den supermärkten in london die ich vor einiger zeit hier erwähnt habe hab ich vor allem TESCO gemeint. nur wollt ich keine werbung machen.

und ich kann auch "herrn karl" gut verstehen wenn er meint, dass er lieber So arbeitet und dafür unter der woche frei hat.

denke da genauso, wenn du dir anschaust was z.b. am Sa und So für gedränge herrscht bei diversen freizeitaktivitäten, einkäufen, ausflugszielen usw... vergehts mir.
ich geh auch lieber unter der woche z.b. ins bad wie er geschrieben hat. So war ich schon jahre nicht mehr am See oder im Bad eben aus dem grund dass da einfach viel zu viel los is. und wie in einer sardinenbüchse muss ich ja nicht unbedingt liegen. darauf kann ich dankend verzichten.

ich weiss jetzt nicht wer es geschrieben hat, aber dass gerade eltern mit kindern im juli/august urlaub kriegen stört mich überhaupt nicht.
mir würde nie im leben einfallen solange ich keine schulpflichtigen kinder habe im juli oder august irgendwo hin auf urlaub zu fahren. seht euch nur an, heute stehn sie wieder 16km im stau usw...
da kommt wieder die oben angesprochene sardinenbüchse zu tragen :D

da fahr ich doch lieber so wie heuer in der vor und nachsaison (mitte juni und mitte sept) jeweils eine woche auf urlaub und hab keinen stress.
und auf den see oder ins bad kommst auch ohne urlaub im sommer irgendwie...


alles gesagte, wie immer: imho

LDIR 29.05.2003 11:24

Zitat:

Original geschrieben von Herr Karl


AHA,alle die im Handel tätig sind sind abnormal.Poste ein Bild von dir,damit du bei mir nichts mehr kaufen kannst.

Was hälst du von der Lösung das einige vielleicht nur vormittags 7x6h arbeiten wollen,dafür ander am nachmittag.das wäre das einfachste problem,der laden könnte von 10-22h offen haben,personal wäre vorhanden,etc.
das problem was wir haben ist das irgendwelche weltfremden Gewerkschaftler die keine Ahnung mehr vom arbeiten haben,auf irgendwelche Zulagen bestehen. wenn ich freiwillig bis 22h arbeiten will möchte ich auf die Zuöagen verzichten dürfen,dann würden auch die Unternehmer wieder mehr Personal einstellen.
Fahr mal nach Ungarn zu TESCO,dort ist teilweise 7/24h geöffnet.

Mit NORMAL meinte ich die Leute die am >Sonntag< und >Abend< nicht arbeiten wollen, oder auf die Zuschläge nicht verzichten... War keinesfalls beleidigend oder so gemeint, die Handelsangestellten sind schon normal, wenn sie sich gegen Längere Öffnungszeiten auflehnen. Bilder von mir gibt es übrigens auf meiner Homepage, schreibe mir halt bei welcher Firma Du arbeitest, dann werde ich mich hüten bei Dir aufzukreuzen und was kaufen wollen, ist kein Problem für mich.

Die lösung 7x6h ist auch nicht das wahre, wieso? Das erkläre ich Dir:
1. Kein einziger freier Tag, nur Vormittag oder Nachmittag.
2. 3/4 Stunde hin ubd herweg jeden Tag, daher größere Umweltbelastung und mehr verschwendete Zeit.
3. Filialen mit nur 3 Personen (Gibt es bei vielen Ketten) würden arg in Bedrängnis kommen.
4 Weiterbildung und Produktpräsentationen müssten ausfallen, folge: schlechtere Beratungsqualität.
5. Staus bis spät in die Nacht.
Offenbar weißt Du nicht was Du willst, denn so wirst Du sicher das Freibad nicht genießen können, ohne einen ganzen freien Tag.

Mag sein dass Gewerkschaften und Politiker Weltfremt sind, aber sie gehen von der Annahme dass nicht jeder Masochistisch veranlagt ist.
Übrigens, Excalibur City Supermarkt hat auch bis 22 Uhr offen, trotzdem kaufe ich dort nur bis spätestens 18:30, und da ich dort immer wieder andere Verkäufer sehe, muß ich annehmen dass die Belastung so hoch ist dass sie keiner allzulange durchhält. Und auch wenn alles einem Österreicher gehört, arbeiten dort keine Österreicher, weil die Gehälter dann nicht leistbar wären, bei so langen Betriebszeiten.

Das erinnert mich an die Computerbörse Mercedes. Der hat sein Geschäft zu nicht-Österreichischem Territorium deklariert (Also ein Ausländer, die er ja so sehr verachtet), mit eigenen Gesetzen. Theoretisch könnte er ja sein eigenes Ladenschlussgesetz erlassen, und müßte nicht einmal die Steuern zahlen (Wieso auch, sind ja alles gebrauchte Geräte, somit wurde die Steuer schon mal entrichtet). Fehlt nur noch die Pass- und Zollkontrolle am Eingang und Ausgang :lol:.

Dr. Acula 29.05.2003 12:15

ich meinte ja mit 7/6 nicht alle,nur die die wollten.

und excalibur gehört nicht einem österreicher,sondern einem Tschechen mit österreichischen Partner. es gelten ja Tschechische Gesetze.

und warum verdächtigst du alle verkäufer als autofahrer?
es gibt genug die zu fuss gehen,mit rad od. Bim fahren.

Aber nur zur Erinnerung,es gibt genug Berufszweige ausser Handel die auch Sa. u. So arbeiten müssen.
Von denen habe ich noch nie irgendwelche Beschwerden gehört,da bei Bewerbung voll bewusst.

Und jedem steht frei zu kündigen wenn ihm am Job nichts passt.
Nicht immer zu irgendwelchen Betriebsräten gehen,die am liebsten den Betrieb schliessen lassen würden,gehen.

LDIR 29.05.2003 23:02

Zitat:

Original geschrieben von Herr Karl
ich meinte ja mit 7/6 nicht alle,nur die die wollten.

und excalibur gehört nicht einem österreicher,sondern einem Tschechen mit österreichischen Partner. es gelten ja Tschechische Gesetze.

und warum verdächtigst du alle verkäufer als autofahrer?
es gibt genug die zu fuss gehen,mit rad od. Bim fahren.

Aber nur zur Erinnerung,es gibt genug Berufszweige ausser Handel die auch Sa. u. So arbeiten müssen.
Von denen habe ich noch nie irgendwelche Beschwerden gehört,da bei Bewerbung voll bewusst.

Und jedem steht frei zu kündigen wenn ihm am Job nichts passt.
Nicht immer zu irgendwelchen Betriebsräten gehen,die am liebsten den Betrieb schliessen lassen würden,gehen.

Wenn sie wollen, dann von mir aus gerne. Es soll aber nicht inoffiziel so ablaufen:
Chef: "-,Hier die neuen Arbeitszeiten, akzeptieren sie diese?"
Angestellter: "-,Nein, das mache ich nicht."
Chef: "Dann hoffe ich dass wir sie bald als Kunden wiedersehen. Sie sind entlassen."

Habe ich denn geschrieben dass die Verkäufer die Autofahrer sind? Nein, das tat ich nicht, obwohl das bei vielen zutreffend sein wird (Siehe EKZ Stadlau), aber die Kunden sind es, und sie sind den Verkäufern zahlenmäßig überlegen...

Na gut, Excalibur muß einen Tschechischen Chef auch haben, sonst hätte der Österreiche niemals die Erlaubnis bekommen sich in der Pufferzone geschäftlich zu betättigen. Wie die ganzen Geschäftsbeziehungen genau ausschauen hat mich nie richtig interessiert, also habe ich die nicht dannach befragt.

Tja, ich habe ja auch gekündigt, und bin nie weinend zum Betriebsrat gelaufen. Trotzdem, bei der Befragung meiner Mitarbeiter hat sich kein einziger gefunden der freiwillig am Sonntag arbeiten wollte, wenn also alle kündigen sollten, wer soll noch was verkaufen? Studenten mit Null Berufserfahrung und Null interesse an den Produkten? Das ist sicher nicht im Sinne der Konsumenten wenn die Beratung dann absolut nichts bringt, weil sich der Verkäufer nur für seine Doktorarbeitvorbereitung interessiert oder?

Oli 30.05.2003 08:37

Zitat:

Original geschrieben von pc.net
in der gastronomie gibts das auch ... nennt sich saisonarbeit und da gehts sogar länger ...

btw: es steht jedem handelsangestellten frei sich das arbeitszeits- und arbeitsruherechts und die entsprechenden abschnitte im kollektivvertrag anzusehen und dementsprechend zu handeln (interessensvertretung: arbeiterkammer und ggf. gewerkschaft) ...

sh. auch:
http://www.akwien.at/arbr_10999.htm
http://www.akwien.at/arbr_11011.htm

Ein Vergleich mit Saisonarbeiter is nicht angebracht, da ja die in der Zwischensaison meist stempeln gehen.

Interessensvertretung schön und gut. Funkt aber in der Praxis meist nicht - vor allem da nicht, wo kein (effizienter) Betriebsrat vorhanden ist - und wenn das rauskommt, daß Du dich bei der AK beschwert hast, dann ist das einer Kündigung gleichzusetzen.

Ciao Oliver

Dr. Acula 30.05.2003 20:35

Zitat:

Original geschrieben von LDIR


Trotzdem, bei der Befragung meiner Mitarbeiter hat sich kein einziger gefunden der freiwillig am Sonntag arbeiten wollte, wenn also alle kündigen sollten, wer soll noch was verkaufen? Studenten mit Null Berufserfahrung und Null interesse an den Produkten? Das ist sicher nicht im Sinne der Konsumenten wenn die Beratung dann absolut nichts bringt, weil sich der Verkäufer nur für seine Doktorarbeitvorbereitung interessiert oder?

1. uns Österreicher fällt Umdenken immer schwer.
2. desinteressierte Verkäufer findest in jedem grossen Shop.eh klar,denen kann eh keiner was anhaben,geht eh unter in der Menge.

The_Lord_of_Midnight 31.05.2003 14:07

Zitat:

Original geschrieben von LDIR

Trotzdem, bei der Befragung meiner Mitarbeiter hat sich kein einziger gefunden der freiwillig am Sonntag arbeiten wollte, wenn also alle kündigen sollten, wer soll noch was verkaufen? Studenten mit Null Berufserfahrung und Null interesse an den Produkten? Das ist sicher nicht im Sinne der Konsumenten wenn die Beratung dann absolut nichts bringt, weil sich der Verkäufer nur für seine Doktorarbeitvorbereitung interessiert oder?

Und ? Hast du auch erklärt, daß man am Sonntag nur 4 Stunden arbeiten muss bzw. bei 8 Stunden das DOPPELTE verdient ? Meinst du nicht, daß sich dadurch die Lage entscheidend ändert ? Ich meine, es wäre ohne weiteres möglich, daß da alle zufrieden sind. Diejenigen, die mit weniger Geld zufrieden sind und den Normaldienst abdecken. Und die anderen, die bereit sind am Sonntag zu arbeiten für gutes Geld.

Anders herum gedacht, was meinst du ist menschenwürdiger: Arbeitslos sein und den ganzen Tag herumzusitzen oder zu bestimmten ungefragten Arbeitszeiten mit geringerer Stundenanzahl dasselbe verdienen wie die Hauptbeschäftigten ? Oder sogar mehr bei gleicher Stundenzahl ? Nicht vergessen: Zusätzliche Öffnungszeiten müssen zwangsläufig höhere Beschäftigungszahlen bedeuten.

Wenn es sich wirtschaftlich nicht auszahlt, weil die Konsumenten nicht bereit sind die Preise zu zahlen, dann müssen wir uns auch nicht den Kopf darüber zu zerbrechen, denn dann passt eh alles. Dann würden aber die Gestze auch wiederum nicht schaden, wenn sie sowieso nicht in Anspruch genommen werden.

LDIR 01.06.2003 02:07

@Herr Karl:
1. Das muss halt so sein (Österreicher´s lieblingsantwort auf alles), gilt nicht für alle.
2. Ist ja klar, bei dem Gehalt gibt es keine Illusionen. Ich war Abteilungsleiter und habe trotzdem weniger verdient als einen der sich überhaupt nicht auskannte und die Firma ein paar Monate später verlassen hat.

@The_Lord_of_Midnight:
Guter Witz, wir mußten alle mal am Sonntag OHNE BEZAHLUNG arbeiten als was umgebaut werden mußte. Sonst, an den Feiertagen wurde zwar das doppelte bezahlt. Dennoch, ich bin nie so naiv gewesen zu glauben dass die Angestellten wirklich das doppelte am Sonntag verdienen würden wenn die Sonntagsarbeit normal wird. Diese Zuschüsse werden dann sicher gestriechen, was bleibt ist die Angst um den Arbeitsplatz.
Längere Öffnungszeiten bedeuten nicht mehr Angestellte, sondern höheren Streß, weil alle Chefs mit den vorhandenen Arbeitskräften auskommen müssen/wollen um keine höheren Betriebskosten zu haben, und genau da ist der Hund begraben: HÖHERE BETRIEBSKOSTEN!, aber KEINE UMSATZSTEIGERUNG vor allem in Elektrobranche wäre tödlich.
Wenn diese Gesetze nicht in Anspruch genommen werden, wozu dann was ändern? Meistens gibt es kein zurück, auch wenn die neuen Öffnungszeiten sich nicht durchsetzen, wenn man auf die alten Öffnungszeiten umsteigt, heißt es wieder: "Na diese ......, jetzt wo wir uns langsam gewöhnen daran in der Nacht einzukaufen, vermiesen sie uns den Spaß wieder.".

Tarjan 01.06.2003 04:04

Warum funktioniert es dann in anderen Ländern?

Dr. Acula 01.06.2003 11:13

Zitat:

Original geschrieben von Tarjan
Warum funktioniert es dann in anderen Ländern?
genau das will unsereins nicht begreifen :mad:

The_Lord_of_Midnight 01.06.2003 12:32

@Ldir
In der Marktwirtschaft ist das aber so, daß, wenn für alle die gleichen Regeln gelten, sich dieser Kostennachteil wieder ausgleicht. Bzw. wenn es sich nicht bezahlt macht, jedes Geschäft darauf verzichten kann und natürlich auch darauf verzichten wird. Übrigens arbeite ich auch jeden 2. Sonntag. Zwar nur Bereitschaft, aber wenn was passiert, dann ist der Tag dahin. Von einer normalen 40-Stunden-Woche kann ich mein ganzes Leben maximal träumen, aber ich weiß nicht ob das jemals für mich Wirklichkeit werden wird.

Aber das macht mir nichts aus. Denn es ist immer die Frage, mit welcher Einstellung man das ganze sieht. Wenn man den Beruf als menschenunwürdiges Übel ansieht, dann verstehe ich die Argumente, sich gegen jegliche Veränderung zu wehren. Das ist übrigens der nächste Punkt. Wenn man sich gegen jegliche Veränderung wehrt, macht man sich mit schuldig am Untergang eines Unternehmens und daher auch des eigenen Arbeitsplatzes. Denn ein Unternehmen, wo jegliche Veränderungen verhindert werden, muss zwangsläufig zugrunde gehen.

Nein, das war nicht die Feststellung, daß wir zugrunde gehen, nur weil die Geschäfte nicht um 1 Stunde länger offen haben. Aber es ist sicher auch umgekehrt nicht der Fall. Nur mit den positiven Beschäftigungseffekten. Ein positiv denkender Mensch freut sich darüber.

LDIR 02.06.2003 09:26

Weil mein ganzes Leben nicht aus Arbeit bestheht... Kann ich so etwas nicht akzeptieren, dafür hat mir meine Firma einfach zu wenig bezahlt. Vor allem wird die Geschäftsführung nicht mit gutem Beispiel vorangehen, die arbeiten ja nicht mal am Samstag, und Wochentags ist schon um 16-17 Uhr Dienstschluß.
Wenn Euer Leben nur aus Arbeit besteht, und Freizeit nur ein notwendiges übel ist, ist das nicht mein Problem.
In anderen Ländern funktioniert es zwar, aber nicht überall. Müssen wir unbedingt alles nachaffen? Haben wir keine eigene Identität?
Einige nennen das die "Mentalität", ich nenne das "Schluß mit der Ausbeutung". Die Wirtschaftssituation ist zwar kritisch, das wird aber durch längere Ladenöffnungszeiten nicht besser, eben weil die Lage zu kritisch ist, da wird kein Personalchef neues Personal einstellen.
@The_Lord_of_Midnight: Als Du in die jetzige Firma eingetreten bist, ist es Dir klar gewesen dass Du auch sonntags arbeiten mußt? Wenn ja, dann sehe ich kein Problem damit.

Dr. Acula 02.06.2003 17:09

Zitat:

Original geschrieben von LDIR
Weil mein ganzes Leben nicht aus Arbeit bestheht... Kann ich so etwas nicht akzeptieren, dafür hat mir meine Firma einfach zu wenig bezahlt. Vor allem wird die Geschäftsführung nicht mit gutem Beispiel vorangehen, die arbeiten ja nicht mal am Samstag, und Wochentags ist schon um 16-17 Uhr Dienstschluß.
Wenn Euer Leben nur aus Arbeit besteht, und Freizeit nur ein notwendiges übel ist, ist das nicht mein Problem.
In anderen Ländern funktioniert es zwar, aber nicht überall. Müssen wir unbedingt alles nachaffen? Haben wir keine eigene Identität?
Einige nennen das die "Mentalität", ich nenne das "Schluß mit der Ausbeutung". Die Wirtschaftssituation ist zwar kritisch, das wird aber durch längere Ladenöffnungszeiten nicht besser, eben weil die Lage zu kritisch ist, da wird kein Personalchef neues Personal einstellen.
@The_Lord_of_Midnight: Als Du in die jetzige Firma eingetreten bist, ist es Dir klar gewesen dass Du auch sonntags arbeiten mußt? Wenn ja, dann sehe ich kein Problem damit.

1. der dienstgeber hat andere rechte als du.
2. ich habe auch kein problem mit deiner arbeitsauffassung,solange du nicht auf unsere kosten stütze beziehst.

The_Lord_of_Midnight 02.06.2003 19:31

@ldir
Ich weiß nicht welche Geschäftsführung du kennst. Aber diejenigen Geschäftsführer die ich kenne, haben schon ordentlich Stunden. Nur wird bei denen nicht nach Stunden bezahlt, sondern nach Erfolg. Wenn was nicht passt, hat ein Geschäftsführer in einer normalen Firma genau eine Ausrede, beim nächsten mal ist er weg. Weil man daran erkennt, daß er aus seinen Fehlern nicht gelernt hat.

Als "Techniker" hat man es da leichter, da kann man ohne weiteres auch bis zur Pension einen Job haben, wenn man seine Arbeit ordentlich macht und immer bereit ist, neues zu lernen.

Wegen Sonntagsarbeit:
Im Dienstvertrag steht, daß man als Arbeitnehmer in betriebsnotwendigen Fällen auch außerhalb der Normalarbeitszeit herangezogen werden kann. Das müssen sie aber gar nicht explizit hineinschreiben, weil das ist allgemeines Arbeitsrecht.

Anfangs war die Sonntagsarbeit nicht notwendig, mittlerweile in Zeiten der globalisierten Wirtschaft ändert sich das. Z.B. in Arabien wird Samstags/Sonntags gearbeitet und Montags/Dienstag ist dort Wochenende. Ich beschwere mich auch nicht darüber, weil ich bekomme ja doppelt so viel bezahlt wie an normalen Wochentagen. Übrigens wird niemand gezwungen, Bereitschaft zu machen. Ist auch gar nicht notwendig, weil alleine schon aufgrund der guten Bezahlung gibt es mehr als genug Freiwillige. Genauso wäre es im Handel, vorausgesetzt die Bedingungen sind fair.

Dr. Acula 02.06.2003 19:39

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
@ldir
Ich beschwere mich auch nicht darüber, weil ich bekomme ja doppelt so viel bezahlt wie an normalen Wochentagen. Übrigens wird niemand gezwungen, Bereitschaft zu machen. Ist auch gar nicht notwendig, weil alleine schon aufgrund der guten Bezahlung gibt es mehr als genug Freiwillige. Genauso wäre es im Handel, vorausgesetzt die Bedingungen sind fair.

warum wird denn überhaupt noch diese zulage gewährt?
das ist ja die hürde die vorm öffnen sonntags hindert.
wenn ich meine normalarbeitszeit von mi-so bringe,ist doch die zulage unbegründet.
ich bin für freie arbeitszeitwahl u. kein div. zulagen.
jeder soll arbeiten wann er will !


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