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Guru 08.02.2009 20:39

Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2345072)
Wenn du von der Krise des Kommunismus nichts mitbekommen hast, dann bist du entweder von Sinnen oder du treibst hier ein schmutziges manipulatives Spiel.
Und nochmal, nur für Dich DonManuel: hör auf, Leute als Wirtshaustischpolemiker zu bezeichnen, die Du nicht verstehst.

Ein bisserl Bremse, lieber Lord... Der Kommunismus hat - und diese Fakten sind objektiv wahr und nachgewiesen - nicht die Weltwirtschaft in diese jetzige Wirtschaftskrise gebracht. Auch die Sowjetunion ist nicht am Kommunismus verstorben und warum es gerade den Armen in Russland heute besonders dreckig geht, hat auch nichts mit dem Kommunismus zu tun. Dass es aber an der Zahl der Gesamtbevölkerung überdurchschnittliche Millionäre/Milliardäre gibt, darüber kann man gerne diskutieren...

Und bitte - könnt ihr euch bitte versuchen, auf normale sachliche Diskussion ohne den gegenseitigen Vorwurf der Wirthaustischpolemik einigen? Danke...

LG
Guru

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 20:44

Zitat:

Zitat von Guru (Beitrag 2345073)
Da lobt sich Guru doch Wirtschaftsmanager, die zB. wie Guru der Meinung sind, dass es primär auch ohne Entlassungen ("Freisetzung" :kotz: ) von Personal möglich sein muss, ein Wirtschaftsunternehmen anzukurbeln. Weil es genau diese Manager auch in Wirklichkeit gibt. Beispiele können gern nachgefragt werden...

Es freut mich, wenns doch einige Stimmen gibt, die nicht alle in denselben Topf werfen.
Es zeigt, daß es doch auch genug Menschen gibt, die differenziert denken.
Und genau das brauchen wir, denn nur eine derartige Einstellung bringt uns weiter.
Und nicht eine Einstellung die an die Zeiten der Hexenverbrennung erinnert.
Dann wird man den jetzt notwendigen Schritt machen, und der heisst Verantwortung zu tragen für die Dinge die man im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit macht.

Was ich noch dazu sagen möchte:
Es gibt auch Situationen, wo es sehr wohl nötig ist, Mitarbeiter zu kündigen.

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 20:47

Zitat:

Zitat von Guru (Beitrag 2345076)
Der Kommunismus hat - und diese Fakten sind objektiv wahr und nachgewiesen - nicht die Weltwirtschaft in diese jetzige Wirtschaftskrise gebracht.

Darum gehts doch nicht.
Es geht darum, daß sich jetzt manche Leute glauben, wir müssen alles verstaatlichten, denn da hätte es sowas nicht gegeben.
Das es das sehr wohl gegeben hat ist ein Fakt und objektiv wahr und nachgwiesen.

Guru 08.02.2009 21:09

Ja, da widerspricht Dir auch Guru nicht.
Allerdings hat es solche extreme Armut, die es heute unter einem Großteil der russischen Bevölkerung gibt, auch nicht gegeben. Da ist eindeutig der gegenwärtig vorherrschende "Turbokapitalismus" schuld.
Aber da sind wir uns ja eh einig - Extreme sind nie gut...

LG
Guru

Don Manuel 08.02.2009 21:17

Niemand hat behauptet, alles verstaatlichen. Es ist wirklich sehr mühsam bis aussichtslos, wenn derart selektiv argumentiert wird. Ich habe ausdrücklich immer und nur von Unternehmen mit > 10000 Mitarbeitern gesprochen und niemals eine generelle Verstaatlichung für sinnvoll erachtet. Nur wenn ein Gut einer Mehrheit der Bevölkerung zum Bedürfnis geworden ist, halte ich es durchaus für intelligent, wenn sich die Gemeinschaft darum annimmt. Genauso wie ich es für ausgeschlossen halte, dass es der Gemeinschaft nützt, wenn dieses Gut von den Vermögendsten zu Spekulationen genützt wird.
In einer Demokratie, die ich natürlich ebenso einer Diktatur vorziehe, wie vermutlich alle hier, kann der Staat vom Volk gelenkt werden, kann ein Hilfsmittel der Gemeinschaft sein für das Allgemeinwohl.
Beinahe kein Unternehmen weltweit und schon gar kein einziges Großunternehmen ist der Demokratie verpflichtet, setzt aber finanziell oder in punkto Rohstoffen so viel um, bzw beschäftigt so viele Mitarbeiter wie ein kleiner bis mittlerer Staat Einwohner hat. Daher ist die Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt die gleiche.

PS: Und danke Guru für die angeführten Inhalte, kann Deiner Sicht nur zustimmen.

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 22:23

Ich sehe jetzt nicht den Grund, warum man alle Unternehmen mit mehr als 10000 Mitarbeitern verstaatlichen soll/muss ?
So salbungsvolle Worte wie "wenn sich die Gemeinschaft darum annimmt" kann man so oder so interpretieren.
Ich finde das nicht wirklich vernünftig, denn in welche Bedrängnis sowas ganze Volkswirtschaften bringen kann, hat die Vergangenheit oft genug gezeigt.

Ich sehe jetzt echt nicht, warum kleine Unternehmen privat bleiben sollen aber große per Definition nicht mehr privat sein dürften ?

Baron 08.02.2009 22:26

Passt irgendwie zu den Gaunern:
Nokia forciert Mitarbeiterüberwachung
In Finnland soll laut Medienbericht auf Druck des Handymarktführers Nokia demnächst ein umstrittenes Gesetz beschlossen werden, welches Arbeitgebern die Überwachung des E-Mail-Verkehrs erlaubt. Nokia selbst dementiert eine Einmischung.
Details dazu:http://futurezone.orf.at/stories/1502202/

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 22:42

Zitat:

Zitat von Guru (Beitrag 2345091)
Allerdings hat es solche extreme Armut, die es heute unter einem Großteil der russischen Bevölkerung gibt, auch nicht gegeben

Letztendlich gehts darum, daß es in einer Diktatur nie gut ist.

The_Lord_of_Midnight 08.02.2009 23:01

Zitat:

Zitat von Guru (Beitrag 2345091)
Da ist eindeutig der gegenwärtig vorherrschende "Turbokapitalismus" schuld.

Frage mich nicht warum, aber aus irgendeinem Grund sind die verschiedenen Volkswirtschaften nicht wirklich in der Lage zu kooperieren.
Das wird aber zwingend erforderlich sein, wenn man gemeinsam wirksame Regeln beschließen will, die z.b. gegen Monopole entschieden und entschlossen auftreten.

Das eigentliche Problem fängt aber bereits dort an, daß wir alle z.b. eine Vielzahl von Produkten aus China kaufen.
Nur warum tritt die Staatengemeinschaft nicht entschlossen dagegen auf, unter welchen Bedingungen dort produziert wird ?
Da ist sich selbst jeder der Nächste und freut sich wenn er z.b. beim Kik nur recht viele 1 Euro-Produkte findet.
Das ist aber genau dann die "bösartige" Seite des Fortschritts, das ist der Anteil den wir alle daran haben.
Wir selbst, nicht "die anderen", die uns die Boulevardpresse gerne als Bösewichte präsentiert.

Das wird auch nie aufhören, wenn die Leute nicht endlich dazu stehen, welchen Anteil sie selbst privat an der ganzen Misere haben.
Gutes Beispiel sind auch die angeblich so bösen Aktionäre.
Nur das die rücksichtslosesten Aktionäre die kleinen "Sparer" sind, weil denen nur daran gelegen ist, möglichst ihre 10% Rendite zu haben, wird gerne übersehen.
Wenn die Firma 3 Jahre später zugrunde geht ist das dem "kleinen Mann" egal, dann investiert er sein Geld kurz darauf eben woanders.
Wichtig ist nur, die Aktien rechtzeitig abzustossen, hinter mir die Sintflut.
Jemand, der bereits 1 Milliarde Dollar in einem Unternehmen investiert hat, der wird wohl vorsichtiger sein mit der Zukunft dieses Unternehmens.

Fazit:
Man muss wegkommen von dem eindimensionalen Denken, das die Welt in Gut und Böse einteilt.

TONI_B 09.02.2009 07:21

Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2345116)
Fazit:
Man muss wegkommen von dem eindimensionalen Denken, das die Welt in Gut und Böse einteilt.

Dann fang doch endlich selber einmal an damit!


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