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_m3 15.09.2002 20:47

nope - ich haeng am laptop mit uk-tastatur. is viel geiler zum perl-coden

Guru 16.09.2002 19:49

besser nicht zusammenlegen...
 
Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
meine vorstellung wäre eher die zusammenlegung der versicherungen.
~~~~~~~~~~~~~~~~~snip~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Die Versicherungen in Österreich sind - aus mehreren guten Gründen - entweder nach Ländern aufgeteilt oder nach Berufsgruppen. Daher haben sich unterschiedliche Standards herausgebildet und auch unterschiedliche Leistungskataloge.
Viele Versicherungen bekommen neben den Versicherungsbeiträgen noch Selbstbehalte (z.B. Gewerbliche SV, Eisenbahn-VA, BVA). Wer sich die Kennzahlen der einzelnen Versicherungen ansieht, wird erkennen, dass auch unterschiedlich effizient gearbeitet wird - soll man jetzt die "sparsamen" Versicherungen bestrafen und mit schlechteren Versicherungen zusammenlegen? Manche Kassen nagen quasi am Hungertuch, weil die Zahl der Versicherten immer weniger wird (z.B, Bauern-SV).
Manche KK verlangen höhere Beiträge von den Versicherten als die Gebiets-KK nach dem ASVG (z.B. Gewerbliche SV, Eisenbahn, Beamten, Gemeinde-KFA), teilweise bis zu 2% mehr als ASVG...
Ich stimme mit Dir überein, dass manche Gehälter in den KK etwas hoch geraten sind - übrigens auch die in den Pensionsversicherungen, wie am Beispiel Gaugg recht deutlich wurde.
Nur: deswegen über einen Kamm zu scheren, ist selbst bei einer allgemeinen Versicherungspflicht nicht wirklich klug. Man braucht ja z.B. nur Gehälter zu deckeln, die Ausgabenrahmen einschränken (nicht für die versicherten - für die Angestellten), Benchmarkings machen innerhalb der versicherungen - es gibt noch immer Möglichkeiten der Einsparung, schließlich sind genügend Kassen positiv bilanzierend. Und das liegt sicher nicht an den besonders gesunden Versicherten, sondern eher an einer sparsamen Verwaltung...

Guru

Guru 16.09.2002 20:09

Irrtum!
 
Zitat:

Original geschrieben von _m3
[BDas problem ist, wie bei vielen guten ideen des sozialismus, das es kretzen gibt, die alle benefits bis zum letzten ausnutzen mussen (was nicht verboten ist, ist erlaubt - kommt das jemandem bekannt vor ;) ) - diesen missbrauch, der in letzter zeit ueberhand nimmt, muss man einschraenken. aber nur weil ich innerhalb von einem monat keinen job bekomme, will ich nicht am existenzminimum leben muessen - genau dazu zahl ich ja in meiner verdienenden zeit die beitraege.[/b]
Leider muss Dich Guru enttäuschen - die Idee der Überbrückungshilfe stammt aus 1889 und zwar vom "Christlichen Arbeiterverein", einem Vorläufer der Gewerkschaft.
Früher wurde dieser Missbrauch gesellschaftlich geächtet - heute sind die Leute stolz, wenn sie den "Staat" betrügen können. Auf die Idee, dass sie selber ein Teil des Staates sind, denken sie in ihrer Kurzsichtigkeit nicht.

Zitat:

ad versicherung:
ja, das oesterreichische versicherungsmodell ist ueberholungsbeduerftig, aber nein, es gehoert nicht abgeschafft.
klar ist in den usa jeder ueber seinen arbeitgeber versichert, aber uebernimmt die versicherung auch alle kosten - NEIN. und wenn du z.b. ein kind hast, dass an chronischem asthma leidet und taeglich inhalieren muss, darfst du da ALLES aus eigener tasche zahlen, weil jede versicherung das sofort aus der versicherungsdeckung herausnimmt, falls sie dich ueberhaupt nimmt. und um dir in dem fall dann die medikamente leisten zu koennen, kannst du gleich den vierten job annehmen => du siehst noch weniger von deinem kind
In den USA gibt es weder eine Versicherungspflicht noch eine Pflichtversicherung. Für Nichtversicherte gibt es nur die "Welfare", die Wohlfahrt - und dort gibt es nur so ziemlich die schlechtesten Leistungen. Manche Unternehmen bieten als Anreiz eine versicherung, bezahlt als Gehaltsbestandteil - nur sind diese Versicherungen auf Grund der geringen Versichertenzahl und des damit höheren Risikos ziemlich teuer und putzen sich häufig ab.

Zitat:

aber ich frag dich nochmal, weil du nicht geantwortet hast - warum uebersiedelst du nicht in die USA, wenn dort alles besser ist? einen job zu finden, ist ja fuer dich auch kein problem, nachdem du ja in AT auch sofrt wieder einen finden wurdest. ;)
Nur weil jemand manche Dinge woanders besser findet, muss er ja nicht dorthin gehen. Guru empfindet es als sehr unfaire Diskussionskultur, bei fehlenden Argumenten mit der Pawlowschen Standardreaktion - "Warum gehst ned hin...." zu antworten. Vielleicht kann, will er nicht, vielleicht gefällt es ihm hier besser... Nur weil jemand Engagement zeigt, etwas zu ändern, muss man ihn ja nicht fortschicken.


Zitat:

ad rechte des arbeitnehmers:
ja - du moechtest also auch lieber 6 tage die Woche taeglich 12 stunden oder mehr unter schlimmsten bedingungen arbeiten?
klar - in einem "normalen" betrieb ist das alles kein thema, chef und MAs koennen miteinander reden und schnapsen sich alles untereinander aus, aber das funktioniert nicht immer und wie man beim platzen der dot-com blase gesehen hat, auch nicht in "coolen" firmen, die auf einmal einen Betriebsrat einfuehrten, als es der firma schlecht ging und die chefs einschraenkungen machen mussten.
Man sollte jeden arbeiten lassen, so lange er will. Man muss aber auch diejenigen verteidigen, die sich an den Kollektivvertrag und die 40/38/35 Stunden halten wollen. Und wenn sich die Arbeitnehmer zusammenschließen, so ist das ihr gutes Recht, haben sich doch auch die Arbeitgeber in diversen Verbänden (Wirtschaftskammer, Industriellenverband, etc.) zusammengeschlossen.
Viel wichtiger scheint Guru, dass es möglich sein muss, _miteinander_ reden zu können, sich an einen Tisch zu setzen, ohne sich zu beflegeln und gegenseitig etwas vorzuwerfen zu müssen. Natürlich wollen Unternehmer verdienen und natürlich wollen auch die MA für ihre Arbeit entlohnt werden. Was sich ergeben sollte, ist ein Interessenausgleich - und jeder hat halt ein bisserl andere Interessen. Nur mit Egoismus gehts halt bei _gemeinsam_ nicht...

Guru

maxb 16.09.2002 20:21

Re: besser nicht zusammenlegen...
 
Zitat:

Original geschrieben von Guru


Die Versicherungen in Österreich sind - aus mehreren guten Gründen - entweder nach Ländern aufgeteilt oder nach Berufsgruppen. Daher haben sich unterschiedliche Standards herausgebildet und auch unterschiedliche Leistungskataloge.
Viele Versicherungen bekommen neben den Versicherungsbeiträgen noch Selbstbehalte (z.B. Gewerbliche SV, Eisenbahn-VA, BVA). Wer sich die Kennzahlen der einzelnen Versicherungen ansieht, wird erkennen, dass auch unterschiedlich effizient gearbeitet wird - soll man jetzt die "sparsamen" Versicherungen bestrafen und mit schlechteren Versicherungen zusammenlegen? Manche Kassen nagen quasi am Hungertuch, weil die Zahl der Versicherten immer weniger wird (z.B, Bauern-SV).
Manche KK verlangen höhere Beiträge von den Versicherten als die Gebiets-KK nach dem ASVG (z.B. Gewerbliche SV, Eisenbahn, Beamten, Gemeinde-KFA), teilweise bis zu 2% mehr als ASVG...
Ich stimme mit Dir überein, dass manche Gehälter in den KK etwas hoch geraten sind - übrigens auch die in den Pensionsversicherungen, wie am Beispiel Gaugg recht deutlich wurde.
Nur: deswegen über einen Kamm zu scheren, ist selbst bei einer allgemeinen Versicherungspflicht nicht wirklich klug. Man braucht ja z.B. nur Gehälter zu deckeln, die Ausgabenrahmen einschränken (nicht für die versicherten - für die Angestellten), Benchmarkings machen innerhalb der versicherungen - es gibt noch immer Möglichkeiten der Einsparung, schließlich sind genügend Kassen positiv bilanzierend. Und das liegt sicher nicht an den besonders gesunden Versicherten, sondern eher an einer sparsamen Verwaltung...

Guru



vielleicht sollte man alle in die sparsame in der effizient gearbeitet wird überführen, ist doch eine einfache lösung, oder? :D

_m3 16.09.2002 20:30

Re: Irrtum!
 
/me fühlt sich geehrt, dass Guru hier auhc postet. Ein seltenes Privileg ;) :)

Zitat:

Original geschrieben von Guru

Leider muss Dich Guru enttäuschen - die Idee der Überbrückungshilfe stammt aus 1889 und zwar vom "Christlichen Arbeiterverein", einem Vorläufer der Gewerkschaft.

Oh - wieder was gelernt. Danke. :)

Zitat:

Nur weil jemand manche Dinge woanders besser findet, muss er ja nicht dorthin gehen. Guru empfindet es als sehr unfaire Diskussionskultur, bei fehlenden Argumenten mit der Pawlowschen Standardreaktion - "Warum gehst ned hin...." zu antworten. Vielleicht kann, will er nicht, vielleicht gefällt es ihm hier besser... Nur weil jemand Engagement zeigt, etwas zu ändern, muss man ihn ja nicht fortschicken.
Da hat Guru mich vielleicht falsch verstanden.
Ich will ihn ja nicht fortschicken, ich wollte nur wissen, warum er nicht dorthin siedelt, wo es ja anscheinend in den USA so viel besser ist als bei uns und sich bei uns Mittelfristig das US-Modell nicht einführen läßt.
Ein "schleich dich in die USA" währe IMHO schlechte Diskussionkultur, aber nicht die frage, was ihn noch in AT hält, oder?
(m3 der bis jetzt ob des niveaus in diesem thread eigentlich recht happy war)

Zitat:

Viel wichtiger scheint Guru, dass es möglich sein muss, _miteinander_ reden zu können, sich an einen Tisch zu setzen, ohne sich zu beflegeln und gegenseitig etwas vorzuwerfen zu müssen.
Full Ack, m3 sieht hier aber eine tendenz zum genauen Gegenteil.

Lord Frederik 16.09.2002 20:39

zitat

Nur weil jemand Engagement zeigt, etwas zu ändern, muss man ihn ja nicht fortschicken.

zitat ende


ich beziehe mich jetzt nicht !! auf ferry

allgemein gibts aber eigene menschen in diesem land da wäre es sehr erfreulich..............:rolleyes:

pc.net 16.09.2002 20:43

Re: besser nicht zusammenlegen...
 
Zitat:

Original geschrieben von Guru
Die Versicherungen in Österreich sind - aus mehreren guten Gründen - entweder nach Ländern aufgeteilt oder nach Berufsgruppen. Daher haben sich unterschiedliche Standards herausgebildet und auch unterschiedliche Leistungskataloge.
Viele Versicherungen bekommen neben den Versicherungsbeiträgen noch Selbstbehalte (z.B. Gewerbliche SV, Eisenbahn-VA, BVA). Wer sich die Kennzahlen der einzelnen Versicherungen ansieht, wird erkennen, dass auch unterschiedlich effizient gearbeitet wird - soll man jetzt die "sparsamen" Versicherungen bestrafen und mit schlechteren Versicherungen zusammenlegen? Manche Kassen nagen quasi am Hungertuch, weil die Zahl der Versicherten immer weniger wird (z.B, Bauern-SV).
Manche KK verlangen höhere Beiträge von den Versicherten als die Gebiets-KK nach dem ASVG (z.B. Gewerbliche SV, Eisenbahn, Beamten, Gemeinde-KFA), teilweise bis zu 2% mehr als ASVG...
Ich stimme mit Dir überein, dass manche Gehälter in den KK etwas hoch geraten sind - übrigens auch die in den Pensionsversicherungen, wie am Beispiel Gaugg recht deutlich wurde.
Nur: deswegen über einen Kamm zu scheren, ist selbst bei einer allgemeinen Versicherungspflicht nicht wirklich klug. Man braucht ja z.B. nur Gehälter zu deckeln, die Ausgabenrahmen einschränken (nicht für die versicherten - für die Angestellten), Benchmarkings machen innerhalb der versicherungen - es gibt noch immer Möglichkeiten der Einsparung, schließlich sind genügend Kassen positiv bilanzierend. Und das liegt sicher nicht an den besonders gesunden Versicherten, sondern eher an einer sparsamen Verwaltung...

Guru

:ja: *zustimm*

Guru 16.09.2002 20:52

Re: Re: Irrtum!
 
Zitat:

Original geschrieben von _m3
/me fühlt sich geehrt, dass Guru hier auhc postet. Ein seltenes Privileg ;) :)

Da hat Guru mich vielleicht falsch verstanden.
Ich will ihn ja nicht fortschicken, ich wollte nur wissen, warum er nicht dorthin siedelt, wo es ja anscheinend in den USA so viel besser ist als bei uns und sich bei uns Mittelfristig das US-Modell nicht einführen läßt.
Ein "schleich dich in die USA" währe IMHO schlechte Diskussionkultur, aber nicht die frage, was ihn noch in AT hält, oder?
(m3 der bis jetzt ob des niveaus in diesem thread eigentlich recht happy war)

Full Ack, m3 sieht hier aber eine tendenz zum genauen Gegenteil.

BTW: das Forum heißt Guru,.... also sollte auch Guru hier posten dürfen :D

Erstens einmal findet Guru, dass dieser Thread einigermaßen herzerfrischend ist - trotz eines eigentlich politischen Themas und sich eigentlich alle auf der sachlichen Diskussionsebene bewegen.
Guru meint: ob Du nun fragst "Warum gehst ned hin..." oder sagst "Geh doch hin..." ist nur ein in Nuancen messbarer Unterschied.
Es soll doch jedem selbst überlassen bleiben, nicht wohin zu gehen :rolleyes: Guru findet aber, dass es wirklich einige Dinge in den USA gibt, die eindeutig besser sind als in Österreich. Steaks gehören auch dazu... es gibt aber noch ein paar Dinge, die eigentlich ganz gut sind: right turn on red light, 4-way-stops (würden in Österreich mit Sicherheit zu einer Reduktion der Zahl von Autos führen) oder das freie Unternehmertum (obwohl es auch Gewerkschaften in den USA gibt, gegen die der ÖGB "a matte Sache" ist).
Trotzdem hängt Gurus Herz an Österreich (Guru hat schon 2 Jahre in den USA verbracht und gearbeitet, kennt also ein wenig den amerikanischen way of life). Für ein paar Jahre ginge Guru sicher wieder in die USA, aber wie sagt ein gelernter Österreicher: "Z'Haus ist z'Haus!"

Guru :D

utakurt 16.09.2002 20:59

So Leute jetzt sag ich mal was - ach wenn es vielleicht keiner hören will
 
Zu Eurer Diskussion:

Hut ab - ehrlich - sehr sachlich geführt, davon könnten sich Politiker (und da meine ich alle Politiker) echt meherer Scheiben abschneiden, weil hiebei sehr viele Seite sehr sachlich (das gilt auch für Ferry - möchte ich betonen)beleuchtet werden. Bei so vielen Sichtweisen lernt man viel dazu - ich möchte mich dafür ehrlich bedanken!

maxb 16.09.2002 21:39

Re: Re: Re: Irrtum!
 
Zitat:

Original geschrieben von Guru
Es soll doch jedem selbst überlassen bleiben, nicht wohin zu gehen :rolleyes: Guru findet aber, dass es wirklich einige Dinge in den USA gibt, die eindeutig besser sind als in Österreich. Steaks gehören auch dazu... es gibt aber noch ein paar Dinge, die eigentlich ganz gut sind: right turn on red light, 4-way-stops (würden in Österreich mit Sicherheit zu einer Reduktion der Zahl von Autos führen) oder das freie Unternehmertum (obwohl es auch Gewerkschaften in den USA gibt, gegen die der ÖGB "a matte Sache" ist).
Guru :D

bei steaks geb ich dir recht, den right turn on red light hats in der ddr auch gegeben und mit schild gibts in jetzt auch manchmal noch in deutschland. der 4-way stop is geschmacksache, ned ganz einfach und effizient wenn an jeder strasse schon mehere autos stehen. total sinnlos wenn die kreuzung einsehbar und kein auto weit und breit zu sehen ist, bin im urlaub dann immer drübergefahren (würd' ich auch in österreich bei sinnlosen verkehrszeichen machen).

sozialversicherungen reicht eine effiiziente und sparsame, so groß ist österreich ned

The_Lord_of_Midnight 17.09.2002 20:49

Re: besser nicht zusammenlegen...
 
Zitat:

Original geschrieben von Guru


Die Versicherungen in Österreich sind - aus mehreren guten Gründen - entweder nach Ländern aufgeteilt oder nach Berufsgruppen. Daher haben sich unterschiedliche Standards herausgebildet und auch unterschiedliche Leistungskataloge.
Viele Versicherungen bekommen neben den Versicherungsbeiträgen noch Selbstbehalte (z.B. Gewerbliche SV, Eisenbahn-VA, BVA). Wer sich die Kennzahlen der einzelnen Versicherungen ansieht, wird erkennen, dass auch unterschiedlich effizient gearbeitet wird - soll man jetzt die "sparsamen" Versicherungen bestrafen und mit schlechteren Versicherungen zusammenlegen? Manche Kassen nagen quasi am Hungertuch, weil die Zahl der Versicherten immer weniger wird (z.B, Bauern-SV).
Manche KK verlangen höhere Beiträge von den Versicherten als die Gebiets-KK nach dem ASVG (z.B. Gewerbliche SV, Eisenbahn, Beamten, Gemeinde-KFA), teilweise bis zu 2% mehr als ASVG...
Ich stimme mit Dir überein, dass manche Gehälter in den KK etwas hoch geraten sind - übrigens auch die in den Pensionsversicherungen, wie am Beispiel Gaugg recht deutlich wurde.
Nur: deswegen über einen Kamm zu scheren, ist selbst bei einer allgemeinen Versicherungspflicht nicht wirklich klug. Man braucht ja z.B. nur Gehälter zu deckeln, die Ausgabenrahmen einschränken (nicht für die versicherten - für die Angestellten), Benchmarkings machen innerhalb der versicherungen - es gibt noch immer Möglichkeiten der Einsparung, schließlich sind genügend Kassen positiv bilanzierend. Und das liegt sicher nicht an den besonders gesunden Versicherten, sondern eher an einer sparsamen Verwaltung...

Guru

ich glaube das ist der falsche ansatz. ich denke immer zuerst an die versicherten und erst dann an die versicherungen. die obige anwort von maxb war genau das, was ich mir vorgestellt habe.

benchmarking und vergleich wäre sicher auch eine möglichkeit. das wurde auch schon alles versucht. nur wissen sich die ganzen "gstopften" sehr gut ihrer haut zu wehren. übigbleiben tut letztendlich der steuerzahler. ein unendlich schwierige aufgabe...

um nicht in die parteipolitik abzugleiten sollte man bemerken, daß gaugg nur ein beispiel von vielen ist. bei dem wurde es besonders bemerkt, was ja auch verständlich ist. aber genau dasselbe engagement würde man sich in allen anderen "mißbrauchsfällen" auch wünschen. wenn man überhaupt von mißbrauch sprechen kann, wenn sich jemand bedient, so wie es seit langer zeit üblich ist. dabei lege ich ganz besonders wert darauf, daß es egal sein muss, welchem "verein" sich der betreffende zuordnet.

Guru 18.09.2002 00:41

Re: Re: besser nicht zusammenlegen...
 
Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
ich glaube das ist der falsche ansatz. ich denke immer zuerst an die versicherten und erst dann an die versicherungen. die obige anwort von maxb war genau das, was ich mir vorgestellt habe.
Guru nimmt Deinen Standpunkt zur Kenntnis, kann ihn aber nicht akzeptieren. Implizit unterstellst Du, dass Guru zuerst an die Versicherungen denken würde und erst dann an die Versicherten. Dem ist nicht so - in den 'gesunden' Versicherungen ist auch die Zufriedenheit der VERSICHERTEN mit den Leistungen etc. am höchsten.

Zitat:

benchmarking und vergleich wäre sicher auch eine möglichkeit. das wurde auch schon alles versucht. nur wissen sich die ganzen "gstopften" sehr gut ihrer haut zu wehren. übigbleiben tut letztendlich der steuerzahler. ein unendlich schwierige aufgabe...
Leider wurde gerade Benchmarking nicht versucht - das einzige, was probiert wurde, war die Fehlbeträge durch Beitragserhöhungen abzufangen. Die letzte "Schnapsidee" war die Zusammenlegung der Versicherungen - vermutlich zu einer Koalition der Looser, denn viel mehr wird nicht herauskommen (siehe Theater um die Chipkarte).

Zitat:

um nicht in die parteipolitik abzugleiten sollte man bemerken, daß gaugg nur ein beispiel von vielen ist. bei dem wurde es besonders bemerkt, was ja auch verständlich ist. aber genau dasselbe engagement würde man sich in allen anderen "mißbrauchsfällen" auch wünschen. wenn man überhaupt von mißbrauch sprechen kann, wenn sich jemand bedient, so wie es seit langer zeit üblich ist. dabei lege ich ganz besonders wert darauf, daß es egal sein muss, welchem "verein" sich der betreffende zuordnet.
Guru gleitet nicht in die Parteipolitik ab. Gaugg diente nur als plakatives Beispiel - viele Beispiele vorher wurden nur nicht bekannt. Guru hat auch nicht auf die Parteizugehörigkeit abgezielt - es scheint in der Zwischenzeit zum guten Ton mancher Politiker gehören, sich an den Futtertrögen nicht anzustellen.

Guru

CISK 18.09.2002 01:04

Andere Frage: *vomthemaablenk*
Vieviel zeit muss zwischen geburtstag und wahl liegen, damit man wählen gehen darf?

pc.net 18.09.2002 07:21

Zitat:

Original geschrieben von CISK
Andere Frage: *vomthemaablenk*
Vieviel zeit muss zwischen geburtstag und wahl liegen, damit man wählen gehen darf?

http://ris.bka.gv.at/bundesrecht/
Zitat:

Wahlberechtigt sind alle Männer und Frauen, die die
österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, vor dem 1. Jänner des
Jahres der Wahl das 18. Lebensjahr vollendet haben und vom Wahlrecht
nicht ausgeschlossen sind.

The_Lord_of_Midnight 18.09.2002 09:29

Re: Re: Re: besser nicht zusammenlegen...
 
na, meine antwort war eher auf das statement bezogen:
> soll man jetzt die "sparsamen" Versicherungen bestrafen und mit schlechteren Versicherungen zusammenlegen

da war die antwort, zuerst einmal denke ich an die leute, die heute bestraft werden und die rechnung bezahlen. und erst dann an die versicherungen selbst. zusammenarbeit und teamwork sehe ich außerdem nicht als bestrafung sondern als selbstverständlichkeit. bestrafung wäre es nur dann, wenn man privilegien hat, die man dann abgeben muss. bzw. wenn man sich bewegen und umstellen muss, und das ist doch so schwer.

du meinst dann, wenn man das tun würde, wären nachher alle unzufrieden ? ich meine nur dann, wenn die angestellten in den versicherungen meinen, jetzt widerstand leisten zu müssen und für ihr gutes geld nichts mehr arbeiten zu müssen.

ach wie viel anders ist das ganze in der privatwirtschaft. es ist so schwer die ganzen sachen nachzuvollziehen. wennst nicht mehr willst, bleibst eben zu hause. tschüss, danke schön, es hat uns sehr gefreut. da gehts ums geld, und nicht darum wer mit wem freund ist bzw. wer bei welcher partei ist.

ich hab auch schon einsparungsmaßnahmen erlebt, nur interessanterweise ist das chaos ausgeblieben. die leute bemühen sich noch immer, ihren job so gut als möglich zu machen. denn sie wissen, das sie nur solange ein gehalt bekommen werden, solange sie auch was dafür tun.

wie willst du wissen, das kein benchmarking gemacht wurde ? es wurden sehr wohl einsparungsziele vorgegeben, nur die wurden nicht eingehalten. in einem normalen betrieb wird einfach der geschäftsführer ausgetauscht, wenn er nix weiterbringt. in diesem fall ist bzw. war das aber nicht so einfach. wozu gibts eigentlich einen präsidenten ? warum hat er die einsparungsmassnahmen nicht schon lange selbst durchgeführt ? bzw. benchmarking gemacht ? vielleicht weil er die "schmutzige" arbeit den anderen überlässt ?

die chipkarte finde ich eine sehr gute idee, was soll daran schlecht sein, wenn ich jetzt keinen krankenschein mehr holen muss bzw. nichts mehr dafür zahlen muss ? warum soll das projekt nicht möglich sein ?

ich muss immer wieder erkennen, das es für mich sehr schwer ist, mich in solche bereiche hineinzudenken.

wegen den beitragserhöhungen. ich kann mich erinneren, daß wir wie ich in der schule war, noch von 15.5 % sozialversicherungsbeitrag für arbeiter bzw. 16.6 % für angestellte gesprochen haben. unlängst hab ich irgendwo gesehen, daß wir mittlerweile bei fast 18 % sind. warum hat es da früher keinen aufschrei gegeben ? da wurde doch bereits mehrmals eine beitragserhöhung gemacht. was jetzt eingeführt wurde, waren selbstbehalte und keine beitragserhöhungen, soweit ich informiert bin.

aber mittlerweile hat sich die diskussion sowieso erübrigt. jetzt wird wieder gewählt. ich nehme einmal an, es wird sich wieder was ändern. und dann geht das ganze theater von vorne los. ich befürchte, dann werden wir wieder zum schuldenmachen zurückkehren. weil mittlerweile überbieten sie sich ja in der wahlschlacht. an unsere zukunft und an die zukunft unserer kinder denkt niemand. wenn wir diesen riesen-schuldenberg nicht aufgebaut hätten, müssten wir heute gar nicht sparen. ich hoffe, die leute bedenken das bei ihrer entscheidung, wie es in zukunft weitergehen soll.

3of4 18.09.2002 18:56

Re: Re: Re: Re: besser nicht zusammenlegen...
 
Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
wegen den beitragserhöhungen. ich kann mich erinneren, daß wir wie ich in der schule war, noch von 15.5 % sozialversicherungsbeitrag für arbeiter bzw. 16.6 % für angestellte gesprochen haben. unlängst hab ich irgendwo gesehen, daß wir mittlerweile bei fast 18 % sind. warum hat es da früher keinen aufschrei gegeben ? da wurde doch bereits mehrmals eine beitragserhöhung gemacht. was jetzt eingeführt wurde, waren selbstbehalte und keine beitragserhöhungen, soweit ich informiert bin.
[/b]
im Moment lerne ich:
Gehalt
-sv (=Gehalt *17.65)
-Lst (laut einer Tabelle (da wird sogar angeführt mit wieviel Prozent die Cent verrechnet werden!!!))
- Akontozahlung
- Gewerksschaftsbeitrag
-... (gibt noch ein paar Sachen)
=Gehalt netto

Ich bin übrigens auch dafür das der Schuldenberg abgebaut wird, auch noch wenn ich dann arbeite. Allerdings muss man parallel dazu auch die Umweltbelastung zurücknehmen, denn auch die wird einmal unsere Nachkommen treffen.

pc.net 18.09.2002 19:19

Re: Re: Re: Re: Re: besser nicht zusammenlegen...
 
auch wenns pingelig wirkt:
Zitat:

Gehalt
-sv (=Gehalt *17.65 %)
-Lst (laut einer Tabelle (da wird sogar angeführt mit wieviel Prozent die Cent verrechnet werden!!!))
- Akontozahlung
- Gewerksschaftsbeitrag
-... (gibt noch ein paar Sachen)
=Gehalt netto
% is wichtig ... weil sonst wär das ganze a wengerl hart ;)

achja ... ich frag mich wie du auf 17.65 % kommst? es werden 10.25 % pensionsversicherungs-beitrag und je nach einstufung 3.4 % bis 4,55 % krankenversicherungsbeitrag vom brutto-monatsgehalt/lohn als dienstnehmeranteil abgeführt. der dienstgeber zahlt auch noch beiträge als dienstgeberanteil (KV, PV und UV, den nur der dienstgeber zahlt) ...

infos über die aktuellen beitragssätze 2002 gibts in diesem dokument:
http://www.sozialversicherung.at/media/4199.PDF

Guru 18.09.2002 19:19

Re: Re: Re: Re: besser nicht zusammenlegen...
 
Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
na, meine antwort war eher auf das statement bezogen:
> soll man jetzt die "sparsamen" Versicherungen bestrafen und mit schlechteren Versicherungen zusammenlegen

da war die antwort, zuerst einmal denke ich an die leute, die heute bestraft werden ~~~snip~~~
Guru denkt, dass wir hier einfach aneinander vorbeireden. Wir sollten einmal staten, ob wir für getrennte Versicherungen sind oder nicht - Guru ist aus Leistungsgründen für getrennte Versicherungen. Monopole sind in der Wirtschaft nicht unbedingt etwas, das Fortschritt bringt/gebracht hat.
Getrennte Versicherungen heißt aber nicht unbedingt auch, die Mitarbeiter alle abzuschießen, sondern sie sinnvoll einzusetzen und dadurch bestmögliche Effekte zu erzielen.

Zitat:

du meinst dann, wenn man das tun würde, wären nachher alle unzufrieden ? ~~~snip~~~
Guru denkt, dass die MA in den Versicherungen teils gute, teils weniger gute Arbeit leisten, denn sonst könnte es ja theoretisch nicht so große Unterschiede in den einzelnen Kassen geben. Guru unterstellt nicht geringe Leistung schlechthin, sondern eher eine ungenügende Führung, die zwar sozial agieren muss, sich aber trotzdem an modernen Managementprizipien zu orientieren hätte.

Zitat:

privatwirtschaft ~~~snip~~~
Wie viel anders wäre es, wenn es nicht ständig diese Schwarz/Weiss-Malerei gäbe. Weder ist die Privatwirtschaft die Wirtschaftsform, die einzig und allein erfolgreich ist, noch ist es die staatliche/länder/kommunalwirtschaft. Es kann sein, dass die Sozialstandards, der Umgang mit den Mitarbeitern und der Würde des Menschen unterschiedlich ist. Es gibt sowohl gut als auch schlecht agierende Privatfirmen und auch gut/schlecht agierende öffentliche Dienste. Allheilmittel Privatwirtschaft - diese Form hat selbst im Land der unbegrenzten Möglichkeiten das Recht auf den Titel "Allheilmittel" verwirkt...


Zitat:

einsparungsmaßnahmen ~~~snip~~~
Hat auch Guru erlebt. Nur - jene Firmen, die das Kapital in ihren MA als einfach austauschbar sehen und extrem wenig Rücksicht auf ihre MA nehmen, schaffen bloß, ihre MA zu vergrämen. Damit steigt dann die Arbeitsfreude und der Einsatz nicht wirklich - von Motivation gar nicht zu reden. Und Guru kennt selbst in der soooo gut organisierten Privatwirtschaft genug Fälle, wo die MA für gutes Geld genauso wenig tun...


Zitat:

benchmarking, einsparungsziele ~~~snip~~~
Guru weiss es aus sicheren Quellen, dass nur in sehr geringem Umfang Vergleiche zwischen den KK gemacht wurden. Im wesentlichen wurde immer von zusätzlicher Kapitalzuführung durch Erhöhung der KV-Beiträge ausgegangen - Rationalisierung, Kennzahlen und internationale Vergleiche wurden nur bei wenigen KK vorgenommen, nicht jedoch im Hauptverband.

Zitat:

chipkarte ~~~snip~~~
Guru hat ja auch nichts gegen die Chipkarte - es ist die Beschaffung, die Organisation und die Vorgangsweise (welche Daten auf der Karte etc.), die Guru anprangert.
Guru hat mit Sicherheit nichts gegen die persönlichen Daten und SV-Nummer, lebensbedrohende Allergien (zB Penicillinunverträglichkeit) - aber eine Krankengeschichte, Befunde o.dgl. haben auf der Karte nichts zu suchen, solange nicht sichergestellt ist, dass der jeweilige Besitzer die Zustimmung zum Lesen dieser Daten explizit gibt.

Zitat:

solche bereiche hineinzudenken.
So wie Du im Forum letztendlich auch eine soziale Funktion ausführst und Dich in diese eingebracht und -gedacht hast, denkt Guru, dass es Dir auch nicht schwerfallen wird, andere Standpunkte zur Kenntnis zu nehmen oder gar zu akzeptieren.
Viele Probleme ergeben sich einfach dadurch, dass es vielen an der (richtigen) Information mangelt - und manche Dinge im Leben sind nun einmal nicht so einfach, wie es manche Politiker darzustellen versuchen. Auch nicht alle Lösungen sind einfach - aber als Steuerzahler und Beitragszahler haben wir das Recht und der Staat/die Versicherung die gottverdammte Verpflichtung, sparsam mit unseren Geldern hauszuhalten und zu wirtschaften. Und wenn dieser Pflicht nicht Rechnung getragen wird, dann bleibt uns armen Würstchen eigentlich keine andere Möglichkeit, als das Kreuzerl woanders hin zu machen oder eben gar kein Kreuzerl drauf zu schreiben.
Beschimpfungen, Briefe an die Parteien/Mitarbeiter/Politiker auf die Wahlzettel zu schreiben, ist auch sinnlos: die Einzigen, die so etwas sehen, ist die Wahlkommission bei der Auszählung der Stimmen. Und denen ist das, trust me (TM), ziemlich egal.
Ungültig zu wählen schlägt sich in einer Zahl des Wahlergebnisses nieder - und kluge Politiker werden gut daran tun, zu versuchen, diese (wachsende) Zahl unzufriedener Wähler zu erreichen und Änderungen (ihrer Partei, ihres Programms etc) durchzusetzen.

Zitat:

beitragserhöhungen ~~~snip~~~
Ehrlich - Guru weiß nur, dass es einen Unterschied zwischen ASVG-Versicherten einerseits und GSVG, Bauern, Beamten, Eisenbahnern, Landesbediensteten andererseits gibt. Auch einige Betriebskrankenkassen (so etwas gibt es auch) haben andere Beiträge.
Guru weiß, dass ASVG-Versicherte etwa 2% weniger Beiträge zahlen als die oben angeführten - den absoluten Prozentsatz weiß auch Guru im Augenblick nicht.
Selbstbehalte (zwischen 10 und 25% der Behandlungskosten) zahlen auf jeden Fall Beamte, Eisenbahner, Gewerbliche und Landesbedienstete (im Beamtenverhältnis). Dafür werden insgesamt aber höhere Leistungen ohne zusätzliche Einzelgenehmigungen (Chefarztpflicht) erbracht.
Aufschreie hat es übrigens genügend gegeben, sie scheinen Dir nur nicht aufgefallen zu sein... GKK haben (außer der Krankenscheingebühr) keine Selbstbehalte (es gibt einige wenige Ausnahmen wie zB psychotherapeutische Behandlungen).

Guru

The_Lord_of_Midnight 18.09.2002 19:43

beim sparsamen umgang mit den öffentlichen mitteln wird wohl praktisch niemand widersprechen.

letzendlich ist es so, daß die permanenten kostensteigerungen in den sozialversicherungen ein riesengroßes problem sind. dieses problem stellt sich natürlich für alle parteien, egal wer momentan an der macht ist. nur tut man sich schwerer, wenn der präsident des hauptverbandes der gleichen fraktion angehört. das ist eine unheilvolle kombination.

ich meine, daß man durch die langsame und schrittweise, nicht radikale, vereinheitlichung und zusammenfassung der unterschiedlichen versicherungen ein enormes einsparungspotential ergründen könnte.

aber nicht nur das, man könnte die starken und für viele leute nicht verständlichen unterschiede leichter ausmerzen.

ich beklage mich jetzt nicht persönlich, denn als angestellter hat man keine solchen probleme wie z.b. selbstbehalte. aber ganz besonders in dingen wie der medizinischen versorgung sollte es eigentlich keine unterschiede geben. denn ist beispielsweise ein landwirt, der durschnittlich das niedrigste einkommen aller berufsgruppen hat, weniger wert als ich ?

das ganze spiel setzt sich nahtlos in der pensionsversicherung fort. nur da mit umgekehrten vorzeichen. mit ausnahme der landwirte, die wiederum die letzten sind, die bekanntlich von den hunden gebissen werden...

The_Lord_of_Midnight 18.09.2002 19:52

Re: Re: Re: Re: Re: Re: besser nicht zusammenlegen...
 
Zitat:

Original geschrieben von pc.net
auch wenns pingelig wirkt:
% is wichtig ... weil sonst wär das ganze a wengerl hart ;)

achja ... ich frag mich wie du auf 17.65 % kommst? es werden 10.25 % pensionsversicherungs-beitrag und je nach einstufung 3.4 % bis 4,55 % krankenversicherungsbeitrag vom brutto-monatsgehalt/lohn als dienstnehmeranteil abgeführt. der dienstgeber zahlt auch noch beiträge als dienstgeberanteil (KV, PV und UV, den nur der dienstgeber zahlt) ...

infos über die aktuellen beitragssätze 2002 gibts in diesem dokument:
http://www.sozialversicherung.at/media/4199.PDF

er wird wohl den sv-beitrag meinen, den man am lohn- bzw. gehaltszettel sieht. so wie man es eben in der schule lernt. natürlich gibts auch noch die dienstgeberanteile. ist ein gutes system, damit man als beitragspflichtiger nicht bemerkt wie extrem hoch die abgaben schon sind. ich bin unbedingt dafür, daß man als "zahler" auch alle abgaben am zettel sehen sollte. denn ist es nicht egal, ob eine bestimmte abgabe als diensnehmer oder dienstgeberanteil deklariert wird ? wenn ich mehr koste als ich bringe, wird der job nicht zur verfügung stehen. alles andere sind doch nur zahlenspielereien, die überhaupt nichts bringen außer unklarheit und verwirrung beim betroffenen.

Guru 18.09.2002 20:02

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
letzendlich ist es so, daß die permanenten kostensteigerungen in den sozialversicherungen ein riesengroßes problem sind. dieses problem stellt sich natürlich für alle parteien, egal wer momentan an der macht ist. nur tut man sich schwerer, wenn der präsident des hauptverbandes der gleichen fraktion angehört. das ist eine unheilvolle kombination.
Warum sollte/muss der Präsident überhaupt eine politische Figur sein? Bis jetzt hat es eigenartiger Weise allein mit der Selbstverwaltung geklappt. Einbringen von Regierungseinfluss ist absoluter Schwachsinn...

Zitat:

aber nicht nur das, man könnte die starken und für viele leute nicht verständlichen unterschiede leichter ausmerzen.
Unterschiede kommen aus der Historie. Unterschiedliche Berufe haben auch -unterschiedliche - typische Berufskrankheiten (z.B. hat die VOEST oder die Eisenbahn eigene, berufsorientierte Gesundenuntersuchungen). Es gibt sogar einige Untersuchungen zu diesem Thema, vor allem auf durchschnittliche Lebenserwartung, typische Krankheitsbilder u.dgl. Stahlarbeiter, Polizisten/Gendarmen, Eisenbahner, Buslenker, Krankenschwestern, Spitalärzte haben ausgeprägt hohe atypische Krankheitsfälle mit Todesfolge aufgrund jahrelangen Schichtdienstes usw.

Zitat:

ich beklage mich jetzt nicht persönlich, denn als angestellter hat man keine solchen probleme wie z.b. selbstbehalte. aber ganz besonders in dingen wie der medizinischen versorgung sollte es eigentlich keine unterschiede geben. denn ist beispielsweise ein landwirt, der durschnittlich das niedrigste einkommen aller berufsgruppen hat, weniger wert als ich ?
btw. Bauern haben durchschnittlich ein niedriges Einkommen - interessanter ist die Abweichung vom Durchschnitt...und da schauts gar ned so schlecht aus für eine doch gar nicht so kleine Zahl von Bauern.
Mit den Unterschieden hat Guru bestimmte Leistungen wie z.B. die Gesundenuntersuchung oder zB psychotherapeutische Behandlung für Schwerst/Schichtarbeiter gemeint, die bei diesen Kassen besser/eher/leichter bezahlt wird.

Zitat:

das ganze spiel setzt sich nahtlos in der pensionsversicherung fort. nur da mit umgekehrten vorzeichen. mit ausnahme der landwirte, die wiederum die letzten sind, die bekanntlich von den hunden gebissen werden...
Das will Guru nicht kommentieren, da gibt es wirklich berechtigte Unterschiede, eben auch aus der Historie heraus. Das würde zu einem neuen Thread - und zwar ziemlich lange und strittig - führen.

Guru

callas 18.09.2002 20:07

Re: Re: Re: Re: Re: Re: besser nicht zusammenlegen...
 
Zitat:

Original geschrieben von pc.net


achja ... ich frag mich wie du auf 17.65 % kommst? es werden 10.25 % pensionsversicherungs-beitrag und je nach einstufung 3.4 % bis 4,55 % krankenversicherungsbeitrag vom brutto-monatsgehalt/lohn als dienstnehmeranteil abgeführt.

bei deiner Rechnung fehlt noch der Arbeitslosenversicherungsbeitrag, der bei der SV dazugerechnet wird ( 3% )

The_Lord_of_Midnight 18.09.2002 20:39

Zitat:

Original geschrieben von Guru
Warum sollte/muss der Präsident überhaupt eine politische Figur sein? Bis jetzt hat es eigenartiger Weise allein mit der Selbstverwaltung geklappt. Einbringen von Regierungseinfluss ist absoluter Schwachsinn...

Wieso ? Der Präsident ist bzw. war doch immer eine politische Figur. Du meinst es gibt gar kein Kostenproblem ? Ist ein Millidardendefizit nicht doch ein Kostenproblem ? Da würde ich mich nicht zu behaupten getrauen, daß die Selbstverwaltung geklappt hat.

Zitat:

[i]
Unterschiede kommen aus der Historie. Unterschiedliche Berufe haben auch -unterschiedliche - typische Berufskrankheiten (z.B. hat die VOEST oder die Eisenbahn eigene, berufsorientierte Gesundenuntersuchungen). Es gibt sogar einige Untersuchungen zu diesem Thema, vor allem auf durchschnittliche Lebenserwartung, typische Krankheitsbilder u.dgl. Stahlarbeiter, Polizisten/Gendarmen, Eisenbahner, Buslenker, Krankenschwestern, Spitalärzte haben ausgeprägt hohe atypische Krankheitsfälle mit Todesfolge aufgrund jahrelangen Schichtdienstes usw.
btw. Bauern haben durchschnittlich ein niedriges Einkommen - interessanter ist die Abweichung vom Durchschnitt...und da schauts gar ned so schlecht aus für eine doch gar nicht so kleine Zahl von Bauern.
Mit den Unterschieden hat Guru bestimmte Leistungen wie z.B. die Gesundenuntersuchung oder zB psychotherapeutische Behandlung für Schwerst/Schichtarbeiter gemeint, die bei diesen Kassen besser/eher/leichter bezahlt wird.

Was hat das mit der Vereinheitlichung zu tun ? Diese Unterschiede kann man ja nach wie vor haben. Berufsbedingte Krankheiten kann doch jeder qualifizierte Mitarbeiter beurteilen und berücksichtigen. Auch Spezialisten für gewissen Krankheiten bzw. Berufsbilder kann bzw. wird man immer haben. Wennst es so nimmst, müssten die Krankenschwestern eine eigene Versicherung haben, die Buslenker, die Stahlarbeiter usw.

Wie meinst du das mit den Einkommens-Unterschieden ? Landwirte haben das niedrigste Einkommen aller Berufsgruppen. Meinst du das in Wirklichkeit sowieso alle fast gleich viel verdienen ?

Was ich gemeint habe ist, daß vor der Kamera immer die Rede davon ist, dass die medizinische Versorgung für alle da sein muss. Aber bei den sozial schwächsten verlangen wir die Vorauszahlung der ärztlichen Leistung. Der Landwirt muss die Rechnung dann einschicken und warten, was er zurückbekommt.

Zitat:

[i]
Das will Guru nicht kommentieren, da gibt es wirklich berechtigte Unterschiede, eben auch aus der Historie heraus. Das würde zu einem neuen Thread - und zwar ziemlich lange und strittig - führen.

Das sind aber genau die Unterschiede, die ein Privatangestellter eben nicht als berechtigt ansieht. Warum kriege ich nur 60% des Letztbezuges ? Andere aber 90% ? Und dann wird noch gerne der Überschmäh angewandt und kurz vor der Pension das Gehalt erhöht, damit man auf die wohlverdienten 100% des Letztbezuges kommt.

Mir ist schon klar, daß das nicht so leicht zu ändern ist. Denn schließlich lässt sich niemand gerne was wegnehmen. Anders gehts aber in Zukunft nicht mehr. Dem Schuldenmachen sind durch die Euro-Konvergenzkriterien Grenzen gesetzt. Daher sollte man dort anfangen, wo am meisten übertrieben wurde.

wol 18.09.2002 20:59

Die Eurokonvergenzkriterien sind eh bald nimmer das Papier wert, auf dem sie stehen. Ich les immer öfter von Aufweichungsmaßnahmen, die Regierungen vor haben. So wollen die Franzosen das Militär einfach aus dem Budget rausrechnen. :lol: Ähnliche Bestrebungen gibts in Italien, so nach dem Motto: das Gesundheitssystem ist Grundrecht der Bürger und lebensnotwendig, also kommt uns da nicht mit kleinlichen Zahlenspielereien. Das kann man dann auf alle möglichen wichtigen Bereiche ausdehnen. Dass das nichts an der Tatsache der leeren Kassen ändert, wollens einfach nicht begreifen. Oder besser gesaagt, sie wissens eh, so blöd sind die nicht, aber dieses Problem ist systemimmanent. In der Demokratie wirst eben nicht gewählt, wenn du vor der Wahl verkündest: Leute, ich komm mit leeren Händen, nur Blut und Tränen bring ich euch , und wenns 100x wahr ist. Es wird wohl nix anderes übrigbleiben, als dass die Bevölkerung diesen bitteren Kelch bis zur Neige auskostet. Erst bis es zugeht wie in Argentinien, werdens dann die Politiker davonjagen, die ihnen nur immer nach dem Mund reden. Das ist wie in der Kindererziehung: Einem Kind immer alles hinten reinstecken, es verwöhnen ohne Ende, nur Rechte versprechen und keine Pflichten einfordern, das kann nur eine gewisse Zeit gutgehen. Nämlich so lange, bis der letzte das Vertrauen in das System und die Kreditwürdigkeit veloren hat. Und das kann dann auf einmal sehr schnell gehen.

Sesa_Mina 18.09.2002 21:27

<senf>

Wennst ungültig wählst dann zählt deine Stimme nicht.
Wennst nicht wählst, wählst automatisch die Partei die die meisten Stimmen bekommt. Und ob das dann die Partei deiner "Wahl" ist, is a andere G'schicht. Also gemma alle Wählen, wähl ma die richtige Partei oder eben ungültig und dann geniess ma den restlichen Tag.

</senf>

wol 18.09.2002 21:36

[kren]
Aber welche ist denn die richtige Partei???? :D
[/kren]

3of4 18.09.2002 22:34

Wie man auf die 17.65 % kommt (ok ich hab das blöde Zeichen vergessen) weiß ich nicht, wir haben gerade erst eine Doppelstunde RW mit Personalverrechnung gehabt und dann in der dritten nur eine MÜ (es leben die Lehrer die schon am 5. Schultag Leistungen verlangen :mad: ). Steht halt so im Buch, allerdings bin ich sicher werden wir das in der Klasse noch ausführlicher als es den Schreiber selbst interessiert erklärt bekommen.

maXTC 18.09.2002 22:47

Zitat:

Original geschrieben von wol
[kren]
Aber welche ist denn die richtige Partei???? :D
[/kren]

entscheide gut, entscheide frei, entscheide auf keinen fall für die... :D

3of4 18.09.2002 22:52

... weiße Partei :D :D :D (hoffentlich gibt es die jetzt wirklich nicht :eek: )

pc.net 18.09.2002 23:15

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: besser nicht zusammenlegen...
 
Zitat:

Original geschrieben von callas
bei deiner Rechnung fehlt noch der Arbeitslosenversicherungsbeitrag, der bei der SV dazugerechnet wird ( 3% )
ahja ... *sfälltmirwiederein*

wobei ich das eigentlich nicht zur sozialversicherung rechnen würd ...

maXTC 18.09.2002 23:21

Zitat:

Original geschrieben von Ministerialrat Mailbomber
... weiße Partei :D :D :D (hoffentlich gibt es die jetzt wirklich nicht :eek: )
nein, weiße weste hat da keiner einer ;)

3of4 19.09.2002 18:13

Zitat:

Original geschrieben von maXTC
nein, weiße weste hat da keiner einer ;)
sonst wäre es ja keine politik ... :D :D


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