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Don Manuel 30.03.2010 11:11

Es lebe die Wiedergeburt des Biedermaier, auf vielen Ebenen gleichzeitig...

alterego100% 30.03.2010 11:15

Ich fühle mich eher nach Chicago zur Zeit der Prohibition versetzt. ;)

Don Manuel 30.03.2010 11:24

Das war nicht unähnlich, zeitlich zwar näher, aber kulturell etwas entfernter. In Chicago gab es keinen Fürsten Metternich und bei uns wird die Sache mit etwas weniger spektakulärem Herumgeballer und Blutverspritzen abgehandelt ;)

LouCypher 30.03.2010 11:28

ein rauchervolksbegehren wär interessant dann würde man wenigstens wissen wie wenig (meine vermutung) noch übrig sind, die gegen ein rauchverbot sind. Selbst für raucher ist die rauchfreie gastronomie ein komfortgewinn.

alterego100% 30.03.2010 11:35

Aber auch die jeweiligen Familienmetterniche zu jener Zeit brauchten den Vergleich mit dem Polizeistaatsoberhaupt nicht zu scheuen.
Ein Netz von Zuträgern und harte Strafen für jeden, der die Herrschaft auch nur in Ansätzen anzweifelte, zeichnen beide Kulturkreise aus.
Zudem ist mir die italienische Kultur alleine schon durch das geographische Moment näher als die französische, die doch durch den germanischen Erzfeind weit entfernt lag.

Zur Sache:

Ich war lange Zeit Raucher (ca 30 Jahre) und bin seit einigen Jahren zur anderen Fraktion gewechselt.
Radikale Ansätze waren mir in beiden Lagern, wenn auch nicht ganz fremd, doch verhasst.

Ein Komromiss wären vielleicht Clubs nach amerikanischem Vorbild.

Weini 30.03.2010 12:27

Zitat:

Zitat von alterego100% (Beitrag 2409199)
Ich fühle mich eher nach Chicago zur Zeit der Prohibition versetzt. ;)

Nicht ganz korrekt. Zur Zeit der Prohibition war bereits der Handel mit alkoholischen Getränken verboten und nicht nur die Einnahme in öffentlichen Lokalen.

Abgesehen davon gibt es heute ohnehin jede Menge Prohibition, und dazu bgrauchen wir uns gar nicht in Staaten mit islamischem Recht zu begeben: Es "unterliegen viele beliebte Drogen und bestimmte exotische Drogen der fast weltweiten Prohibition. Ausgenommen sind u. a. Alkohol, Nikotin und Coffein, die den Volksdrogen zugerechnet werden." (Quelle Wikipedia)

Don Manuel 30.03.2010 12:52

Diese Vergleiche können alle nicht "korrekt" sein.
Natürlich leben wir in einer einzigartigen Zeit, was auch sonst.
Aber die Grundsatzfrage, ob der Mensch vor Selbstzerstörung durch eventuellen Missbrauch von der Gesellschaft via Gesetz zu schützen ist, ist dennoch auch von der Raucherdiskussion imho nicht zu trennen.

alterego100% 30.03.2010 12:55

Warte nur Weini, das mit dem Handel kommt auch noch.
Mir ging es aber vorrangig um die Radikalität mancher Aussagen hier.
Das hat mich halt an die Demonstrationen der christlichen Frauenvereine, die die damalige Prohibition letztlich durchgesetzt haben, erinnert.

LouCypher 30.03.2010 13:34

vielleicht hat unser gesundheitminister bei der eiersuche diese ostern mehr glück und übernimmt endlich verantwortung, damit wär der konflikt ein für alle mal erledigt.

Weini 30.03.2010 14:10

Zitat:

Zitat von LouCypher (Beitrag 2409227)
vielleicht hat unser gesundheitminister bei der eiersuche diese ostern mehr glück und übernimmt endlich verantwortung, damit wär der konflikt ein für alle mal erledigt.

Mich würde schonn freuen, wen irgendein Politiker notwendige Entscheidungen träfe - ohne andauernd auf die nächsten Bezirks-, Gemeinde, Landes- etc.-Wahlen zu schielen. Dadurch, dass fast immer und überall eine Wahl ansteht, traut sich keiner mehr irgendwas zu tun. Denn Mut und Verantwortung werden von der breiten Masse der Wähler keineswegs geschätzt oder gar honoriert.

Baron 30.03.2010 14:37

@Weini
Liegt aber auch am System zusätzlich zu den von dir angeführten punkten!
Wenn heute einer Partei was net gfallt - Rennens zu vfGH oder sonst wohin- der stoppt das ganze bis zur Entscheidungsfindung - in 1-2 Jahren.
Früher hat "bruno sonnenkönig" gsagt - da mach ma a Gsetz und bis dahin gibts eine Verordnug-gültig ab Übermorgen- und schluß!
Da wusste man wenigsten woran man war!

orange 30.03.2010 14:52

hallo zusammen,

gebe zu, nicht alle postings gelesen zu haben, aber....
mich als nichtraucher stört nicht nur das rauchen in den lokalen, sondern vielmehr an bahnhöfen und haltestellen.

es ist mir wurscht ob draussen oder in einer halle, wenn dort ein schild draufhinweist, dass man nur an den dafür vorgesehenen stellen rauchen soll, dann bitte auch nur dort und nicht auch noch 30 m weiter entfernt.

am schlimmsten ist es, wenn "er" oder "sie" sich die zigarette beim aussteigen anzündet, und den weg mit der rolltreppe fortführt und du dahinter stehst.

Baron 30.03.2010 16:01

Da stimme ich dir Zu-speziell in der Ubahn mit elendslangen Rolltreppen (U1!) :rolleyes:
Da hilft nur lauthals aufs Rauchverbot im Ubahn Bereich "hinzuweisen"-das mach ich auch meistens in solchen Fällen-man glaubt gar nicht wie gleich zustimmendes gemurmel der Umstehenden auf brandet-wenn sich mal ein nicht zu "kleiner" traut!;)

alterego100% 30.03.2010 16:04

Durchlaucht ließ die Stimme erschallen. :D
Hierauf erhob sich ein Gemurmel. :lol:

Zum besseren Verständnis:

http://www.amazon.de/Hierauf-erhob-G.../dp/3852145988

Weini 30.03.2010 16:07

Zitat:

Zitat von Baron (Beitrag 2409235)
@Weini
Liegt aber auch am System zusätzlich zu den von dir angeführten punkten!
Wenn heute einer Partei was net gfallt - Rennens zu vfGH oder sonst wohin- der stoppt das ganze bis zur Entscheidungsfindung - in 1-2 Jahren.

Das mag in manchen Fällen auch so sein.

Aber, worauf ich hinaus will - und das betrifft fast jeden von uns in irgendeiner Weise: Kommt heute ein verantwortlicher Politiker auf die Idee, dass wir nur Geld ausgeben sollten, das wir auch haben, kommen sofort zehn andere mit neuen Begehrlichkeiten. Die Grünen waren da unlänngst überhaupt ganz groß; die wollten bereits das Geld zweimal ausgeben, das wir angeblich mit dem Darabos-Deal an den Abfangjägern hätten einsparen sollen. Dass Ersteres nicht geklappt hat, lag an der Machtlosigkeit der Grünen, dass Letzteres nicht geklappt hat, wissen wir heute auch.

Ähnlich ist es mit den Wählern - also mit uns. Kommt heute ein verantwortlicher Politiker auf die Idee, dass, zusätzlich von Geld sparen, weitere Mittel notwendig wären, um das Budget wieder in geordnete Bahnen zu bekommen, schreien wir sofort "Wir nicht, das sollen gefälligst die Anderen bezahlen!" - und wählen die Partei, die (verantwortungslos) verspricht, dass das alles auch ohne Belastungen geht. Klar. WIE das geht bzw. ging, hat Kärnten sehr schön gezeigt. Und jetzt sind an der Misere "die Anderen" schuld. Eh kloar, wie sonst könnte man wieder wählbar sein?

Ich erinnere mich an Prof. Koren, der - zur Budgetkonsolidierung - eine zeitlich begrenzte Sondersteuer eingeführt hat. Das haben ihm die Wähler, obwohl er sie, wie versprochen, termingerecht wieder abgeschafft hat, nie vergessen. Dann kam Kreisky und führte die 30%ige Luxussteuer (klingt doch gleich viel schmackhafter nach Klassenkampf) ein, und beeindruckte - verantwortungslos - die Massen mit Sprüchen wie "Schulden? Ah, die sind mir wurscht. Lieber ein paar Millionen Schulden als tausend Arbeitslose auf der Straße." Hat immerhin 30 Jahre lang gezogen.

Aktuell: Derzeit wird Josef Pröll als Finanzminister Mord und Totschlag angedroht, weil er die Mineralölsteuer (aus EU-Harmonisierungsgründen, auch aus Gründen des Klimaschutzes - Stichwort "Tanktourismus", leider ohnehin unvermeidlich) moderat erhöhen will. Stöger als Gesundheitsministerhingegen zögert seit Jahren, ein allgemeines Rauchverbot gegen die Lobby der Wirtschaft (Kaffeesieder, Gastronomiebetriebe) und der Raucher durchzusetzen. Jetzt, da die allgemeine Stimmung bereits kippt und selbst Gastronomen lieber ein allgemeines Rauchverbot anstelle teurer Umbauten wollen, wagt er sich - äußerst zögerlich - aus seinem Loch. Schaut allerdings noch nicht mehr nach "rechtzeitig" aus. Er will jetzt prüfen und hofft, dass das Ergebnis so sein wird, dass er "im Brustton der Überzeugung" ein allgemeines Rauchverbot sozusagen als notwendige Strafmaßnahme, an der nicht er, sondern die böse Gastronomie, schuld ist, verkaufen kann.

Dafür wähle ich keine Regierung. Vielleicht habe ich Koren eben deshalb so geschätzt - weil er sich nicht scheute, wichtige Maßnahmen auch zu verantworten.

LouCypher 30.03.2010 16:48

Das mit dem tanktourismus ist aber wirklich saublöd. Anstatt die deutschen weiterhin herzulocken und auszunehmen erhöhen wir die steuer und holen uns die einnahmen von den inländern. Einziger effekt ist das österreich näher an irgendwelche erfundenen co2 ziele kommt, weil die deutschen nicht mehr unseren sondern deren sprit in die luft blasen. Praktisch heisst das österreicher haben mehr ausgaben und der co2 ausstoss bleibt auch gleich.

Weini 30.03.2010 18:39

Zitat:

Zitat von LouCypher (Beitrag 2409256)
Das mit dem tanktourismus ist aber wirklich saublöd. Anstatt die deutschen weiterhin herzulocken und auszunehmen erhöhen wir die steuer und holen uns die einnahmen von den inländern. Einziger effekt ist das österreich näher an irgendwelche erfundenen co2 ziele kommt, weil die deutschen nicht mehr unseren sondern deren sprit in die luft blasen. Praktisch heisst das österreicher haben mehr ausgaben und der co2 ausstoss bleibt auch gleich.

Du lieferst eben ein nahezu perfekter Beispiel für das, was ich vorher sagte.

Die Klimaziele (CO2-Ausstoß) kosten Geld. In jedem Fall unseres, da die Pönalezahlungen vom Staat aus dem Budget vorgenommen werden müssen. Was viele - anscheinend auch du - nicht bedenkst, ist, dass du und ich, wir alle, "der Staat" sind, das Budget also komplett von uns bestritten wird.

Aber, wichtig, WIR wollen die Mneralölsteuererhöhung nicht zahlen, wenn das doch die Deutschen (also, Hauptsache nicht wir) zahlen können, die uns dann die Klimazieöle versauen und uns somit zu Pönalezahlungen verpflichten, die dann ganz sicher nicht die deutschen Tankpendler übernezhmen werden.

Siehst du, wie das läuft? Auch bei dir selbst?

Ich bin Autofahrer, fahre pro Jahr zwischen 25.000 und 35.000 km. Mit einem Auto, das mehr als 5l Sprit/100km braucht. Ich bin damit selbst auch mehr betroffen als die meisten anderen Autofahrer. Trotzdem ist mir klar, dass die einzige halbwegs gerechte Lösung nur über die Verursacherfrage führt. Auch wenn es mir ganz besonders weh tut.

Satan_666 30.03.2010 22:17

@Weini:

ist jetzt schon ziemlich OT ... wenn die mehreinnahmen ausschließlich dafür verwendet würden, um die co2 bilanz österreichs zu verbessern, könnte ich dir uneingeschränkt recht geben. zum stopfen von budgetlöchern halte ich so eine steuererhöhung für blanken unsinn.

LouCypher 30.03.2010 22:18

dazu müsste man die steuernahmen von tanktouristen gegen die kyotopönale aufrechnen. Den mist hätten wir gar nicht unterschreiben sollen, da wir die ziele erstens nicht einhalten können und 2. die wichtigsten länder nicht mitmachen. Hinzu kommt das wir obwohl wir unsere energie zum großteil aus wasserkraft gewinnen und schon von einem niedrigeren emissionsniveau starten genausoviel einsparen sollen wie andere ländere.

Der co2 ausstoss von europa ändert sich nicht wenn die deutschen ihren sprit in D oder A kaufen, aber wir verschenken eine großartige einnahme.

Weini 30.03.2010 22:27

Zitat:

Zitat von Satan_666 (Beitrag 2409320)
zum stopfen von budgetlöchern halte ich so eine steuererhöhung für blanken unsinn.

Das sehe ich auch so ähnlich, ABER es verbessert tatsächlich die CO2-Bilanz und verringert damit die Pönalezahlungen.

Weini 30.03.2010 23:09

Ich hätte nicht im Traum daran gedacht, dass Scheuklappendenken, gepaart mit landläufigem Egoismus, Florianiprinzip und Gier, über die ich in meinem Posting sprach, sich dermaßen schnell beweisen. :D

Zitat:

Zitat von LouCypher (Beitrag 2409321)
dazu müsste man die steuernahmen von tanktouristen gegen die kyotopönale aufrechnen.

Genau.

Zitat:

Zitat von LouCypher (Beitrag 2409321)
Den mist hätten wir gar nicht unterschreiben sollen, da wir die ziele erstens nicht einhalten können und 2. die wichtigsten länder nicht mitmachen. Hinzu kommt das wir obwohl wir unsere energie zum großteil aus wasserkraft gewinnen und schon von einem niedrigeren emissionsniveau starten genausoviel einsparen sollen wie andere ländere.

Wer sagt, dass wir die Ziele nicht erreichen können? Das ist doch Parolen-Unsinn. Wir haben doch kaum Anstrengungen unternommen, etwas am CO2-Ausstoß zu verändern. Oder hast du irdengwelche Technologieförderungen in diese Richtung laufen gesehen, die zu schnell für meine Augen waren? Hast du irgendwelche "Marketingmaßnahmen" gewichtigen Ausmaßes gesehen, die an mir vorbeigegangen sind? (Unter "gewichtig" verstehe ich nicht das, was als Alibiplakaten schon seit Jahrzehnten immer wieder aufgehängt wird.)

Zitat:

Zitat von LouCypher (Beitrag 2409321)
Der co2 ausstoss von europa ändert sich nicht wenn die deutschen ihren sprit in D oder A kaufen, aber wir verschenken eine großartige einnahme.

... und gewinnen durch geringere Pönale.

Wenn du das Leben immer so einbahnmäßig siehst, wirst du dein Leben auch immer unzufroeden verbringen müssen.

Alex1 31.03.2010 16:01

Wäre es nicht eine gute Idee, nicht so viele Bäumchen umzuschneiden?

Don Manuel 31.03.2010 16:07

Es zeigt sich, dass die Querverbindungen von Tschick und CO² nicht einfältig sind ;-)

Baron 31.03.2010 17:34

Lassen wir lieber die Tabakpflanzerln stehen!;)

Satan_666 02.04.2010 21:53

um wieder ein klein wenig zum thema zurück zu kommen: in "wien heute" habens heute einen kurzbericht aus niederösterreich gezeigt, wo ja (offensichtlich seit heuer) in den taxis generelles rauchverbot herrscht. selbst die taxler müssen zum rauches aus dem auto aussteigen. einhellige meinung der taxler: keine umsatzeinbußen.

somit nehmen es offenbar auch die rauchenden taxi-kunden so einfach hin, nicht mehr im taxi zu rauchen.

einzig in der gastronomie soll das nicht funktionieren?

The_Lord_of_Midnight 05.04.2010 14:34

Zitat:

Zitat von Satan_666 (Beitrag 2409629)
somit nehmen es offenbar auch die rauchenden taxi-kunden so einfach hin, nicht mehr im taxi zu rauchen.

einzig in der gastronomie soll das nicht funktionieren?

Dazu müsste man erstmal in ALLEN Lokalen das Rauchen verbieten.
Dann gäbe es keine Ausweichmöglichlkeiten mehr.
Mich stört das immer ungemein, wenn selbst vor Kindern keine Rücksicht genommen wird.
Unlängst hat sogar mal jemand im Kino geraucht, und das bei einem Kinderfilm.

The_Lord_of_Midnight 05.04.2010 14:37

Zitat:

Zitat von Don Manuel (Beitrag 2408706)
weil sie mit Nichtrauchern nur einen Bruchteil verdienen.

Wie kommst du zu dem Schluß ?

The_Lord_of_Midnight 05.04.2010 14:53

Zitat:

Zitat von Satan_666 (Beitrag 2408887)
dieser hatte danach nichts besseres zu tun, als sich die dickste zigarre anzuzünden, sich zu diesem neuen kollegen hinzusetzen und ihn in ein freundliches gespräch zu verwickeln; natürlich nicht, ohne ihm ständig den dicken rauch seiner zigarre direkt ins gesicht zu blasen. zwei tage später hat der kollege das handtuch geworfen.

Dieses rücksichtlose *zensiert* müsste man eigentlich verklagen können dafür ?
Was mich interessieren würde in dem Zusammenhang ist, wie hoch sind die möglichen Strafen für so eine Körperverletzung an Leuten, die sich nicht wehren können ?

Denn für eine simple Arbeitszeitverletzung kann es zu Strafen im Bereich von mehreren Tausend Euro kommen, zu zahlen aus dem Privatvermögen des Geschäftsführers !
Für jeden einzelnen Verstoß getrennt wohlgemerkt, was bei 100 Mitarbeitern an 100 Arbeitstagen immense Summen bedeuten kann, bis zum sofortigen Ruin der Firma.

Nicht falsch verstehen, Gesetze müssen eingehalten werden, da gibts überhaupt nichts zu diskutieren.
Nur grenzt das für mich schon an Perversität.
Für zu viel Arbeit wird sogar das Privatvermögen des Geschäftsführers herangezogen.
Aber wenn ein Prokurist eine Köperverletzung an einem Angestellten begeht, dann muss dieser von sich aus kündigen ?

Ich bin ensetzt, ja schockiert :eek:

Don Manuel 05.04.2010 15:07

Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2410023)
Wie kommst du zu dem Schluß ?

Ich spreche gelegentlich mit Wirten ;)

The_Lord_of_Midnight 05.04.2010 15:10

Also ich glaube das nicht.
Wie kann das sein, daß nur die Raucher Umsatz machen ?
Sind die dann plötzlich doppelt so hungrig, oder trinken die doppelt so viel, nur weil sie eine geraucht haben ?
Gehen Nichtraucher sofort nach einem Glas Mineralwasser nach Hause, und Raucher saufen die ganze Nacht durch ?
Oder sind wir schon so weit, daß es gar keine Nichtraucher mehr gibt ?
Oder haben die Nichtraucher alle ein zu geringes Einkommen ?
Irgendwas stimmt da nicht, mir kommt das komisch vor.

Weiß du was ich glaube ?
Der Wirt will sich einfach die nötigen Investitionen sparen !
Und natürlich ist es einfacher, wenn er nicht Rücksicht nehmen muss auf Raucher und Nichraucher und jederzeit alle überall hin setzten kann.
Deswegen:
Ein Gesetz, generelles Rauchverbot, und dann sind auch die Wirte wieder glücklich.

Kann doch kein Problem sein, wenn man so extrem süchtig ist, daß man hin und wieder raus geht und draußen an der frischen Luft raucht.

Don Manuel 05.04.2010 15:13

Also das Rauchen, von dem man hungrig wird, das findet man afaik nicht in öffentlichen Lokalen ;) Nein. Soweit ich die Wirte verstanden habe, ist eben das Hauptgeschäft meist der Alkohol und Säufer rauchen halt auch meistens.

The_Lord_of_Midnight 05.04.2010 15:25

Zitat:

Zitat von Don Manuel (Beitrag 2408996)
oder ziemlich einsame Fundamentalisten-Hütten, welche unter dem nicht stattfindenden Ansturm der Nichtraucher relativ bald alle wieder eingegangen sind.

Na klar, Nichtraucher sind einsame Menschen.
Schlimma gehts nimma.
Da verzichte ich lieber auf die Gesellschaft süchtiger Raucher und halte mich an nicht süchtige Menschen.
Das Problem ist, daß süchtige Menschen eben nicht frei sind in ihren Entscheidugen.
Mit Argumenten kommt man da nicht weiter, da hilft nur die gleiche Härte, die auch Raucher in ihrem Verhalten zeigen.
Anhand dieses Beispiels eben striktes Meiden von Raucherlokalen.
Oder endlich das längst fällige Gesetz mit vollständigem Rauchverbot in allen Lokalen.

The_Lord_of_Midnight 05.04.2010 15:26

Zitat:

Zitat von Don Manuel (Beitrag 2410029)
Soweit ich die Wirte verstanden habe, ist eben das Hauptgeschäft meist der Alkohol und Säufer rauchen halt auch meistens.

Ok, und was hat das dann mit dem Rauchverbot zu tun ?
Du meinst, daß die meisten süchtigen Raucher auch süchtige Trinker sind ?
Denn genau das stimmt mit Sicherheit nicht.

The_Lord_of_Midnight 05.04.2010 15:31

So, ich fahre jetzt ins Kino.
Natürlich absoluter Nichtraucherbereich.
Mein Geld gebe ich jedenfalls mit Sicherheit nicht in einer Raucherhüttn aus.
Und genau das sollten all anderen Nichtraucher auch tun, das ist die einzige Methode, die wirklich was verändern wird.

Don Manuel 05.04.2010 15:35

Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2410033)
Na klar, Nichtraucher sind einsame Menschen.

Das habe ich nicht gesagt. Schließlich war ich ja dort und konnte mir der vorzüglichsten Aufmerksamkeit des gesamten Personals sicher sein. Das hat mich Futtergenießer sogar als Raucher nicht gestört. Zum Kaffee habe ich dann im nahegelegenen Kaffeehaus geraucht.
In den Bezirken 6-9 hat es immer wieder solche Nichtraucherlokale gegeben. Als ich in dieser Gegend regulär beruflich weilte, habe ich das zum Mittagstisch eigentlich immer wieder sehr genossen, aber wie gesagt, meist nicht lange.

Satan_666 05.04.2010 19:30

Zitat:

Zitat von Don Manuel (Beitrag 2410027)
Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2410023)
Zitat:

Zitat von Don Manuel (Beitrag 2408706)
weil sie mit Nichtrauchern nur einen Bruchteil verdienen.

Wie kommst du zu dem Schluß ?

Ich spreche gelegentlich mit Wirten ;)

und gibt es auch vergleichsmöglichkeiten, wie der verdienst wäre, wenn für ausnahmslos alle lokale ein generelles rauchverbot gelten würde?

wenn nein, ist diese behauptung nicht mehr als eine behauptung!

zAPPEL 05.04.2010 20:42

http://derstandard.at/1269448922704/...Frage-der-Zeit

besser früher als später :P

The_Lord_of_Midnight 05.04.2010 21:22

Das Schlimme an dem Ganzen ist, daß es einige vorbildliche Gastwirte gibt, die mittlerweile mehrere Zehntausend Euro in die nötige Infrastruktur investiert haben.
Andere haben die gesetzlichen Regeln ignoriert und haben damit eine Menge Geld gespart.
Das macht die derzeitige Regelung zu einer Farce.

Satan_666 05.04.2010 22:44

Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2410096)
Das Schlimme an dem Ganzen ist, daß es einige vorbildliche Gastwirte gibt, die mittlerweile mehrere Zehntausend Euro in die nötige Infrastruktur investiert haben.
Andere haben die gesetzlichen Regeln ignoriert und haben damit eine Menge Geld gespart.
Das macht die derzeitige Regelung zu einer Farce.

das schlimme an dem ganze ist, dass die gastro-interessensvertreter in der wirtschaftskammer genau dieses gesetz verlangt haben - und jetzt offenbar die wirte schön langsam begreifen, was das in wahrheit für ein unsinnsgesetz ist. scheinbar ist man damals davon ausgegangen, dass die nichtraucher weiterhin die pappn halten werden, wenn die wirte die raucher und nichtraucher raummäßig voneinander trennen. dass, wenn raucher und nichtraucher gemeinsam in ein lokal gehen, die raucher nicht woanders sitzen werden wie die nichtraucher, daran hat wohl niemand gedacht.

alterego100% 06.04.2010 10:13

Erstaunlich finde ich, daß so manches "HB-Männchen" zum Nichtraucher
mutiert zu sein scheint. :D


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