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FearoftheDark 28.05.2006 17:37

Zitat:

Original geschrieben von JetStreamer
Mit dieser Reaktionszeit kanns du aber nicht unbedingt rechnen. Diese kann sehr stark variiern.

ist mir schon klar.. kann ja müde sein.. überdreht.. es kann finster sein, usw.. nur war das bei mir nicht der fall.. klare sicht.. gute straßenverhältnisse, gerader weg.. und das ich eine gute reaktionszeit hab ist für mich auch nur ein vorteil.. (sonst dürft ich jetzt wohl kaum blaulichteinsätze mim rettunswagen fahren.. wenn ich euch mal ins KH führen müsste würdet ihr mich anbetteln schneller zu fahren.. :lol: ;) :D )

FearoftheDark 28.05.2006 17:49

Zitat:

Original geschrieben von Gandalf
ok ok - obwohl ich sagen muss das die Seite ziemlich "optimistisch" rechnet. Habe ein paar Formel ausprobiert die man so im Netzt findet und bei 200 liegen die bereiche im großen und ganzen zwischen 300 und 450m für den Anhalteweg (= Bremsweg + Reaktionsweg)

nun ich könnt natürlich auch in meinem fahrschulbuch nachschaun wegen der genauen berechnung.. aber zwing mich jetzt bitte nicht dazu.. gg.

FearoftheDark 28.05.2006 17:51

sodale.. ich werd jetzt erst mal ne runde mim auto herumfahren damit ich mich von diesem psych. stress hier im forum erholen kann.. :cool: :smoke:


mfg

athropos 28.05.2006 17:53

Zitat:

Original geschrieben von FearoftheDark
ist mir schon klar.. kann ja müde sein.. überdreht.. es kann finster sein, usw.. nur war das bei mir nicht der fall.. klare sicht.. gute straßenverhältnisse, gerader weg.. und das ich eine gute reaktionszeit hab ist für mich auch nur ein vorteil.. (sonst dürft ich jetzt wohl kaum blaulichteinsätze mim rettunswagen fahren.. wenn ich euch mal ins KH führen müsste würdet ihr mich anbetteln schneller zu fahren.. :lol: ;) :D )
ich geb ja zu, daß ich nicht lang genug beim RK war, um Fahrer zu werden, also irr ich mich da vielleicht. Aber auch Blaufahrten haben nicht in Verkehrsrowdytum auszuarten (abgesehen davon, daß die alten KTWs auch bergab mit Rückenwind und Heimweh nicht über 120 kommen)

FearoftheDark 28.05.2006 17:57

blaufahrten sind eh selten und sollten eigentl. vermieden werden -> viele der anderen autofahrer reagieren falsch.. überhaupt in NÖ und wien.. die NÖ-ler bremsen wie die blöden.. und die wiener reagieren gar nicht.. :lol:

ne man sollte nicht wie ein rowdy fahren.. und mit einem patienten würd mir sowas auch nie einfallen... und übrigens.. mit den ktws fährst eh keiner einsätze ;).. nur mit den rtws und bei denen hast eh die großen sprinter mit bis zu 170 ps.. die gehn auf der graden schon ganz schön :D

mfg

TONI_B 28.05.2006 19:31

Geben dir die 300-450m Anhalteweg nicht zu denken????
Hast du schon einmal versucht auf 400m (= 4x die Länge eines Fußballplatzes!!!) etwas zu erkennen?

maxb 28.05.2006 19:44

Zitat:

Original geschrieben von TONI_B
Geben dir die 300-450m Anhalteweg nicht zu denken????
Hast du schon einmal versucht auf 400m (= 4x die Länge eines Fußballplatzes!!!) etwas zu erkennen?


Der Anhalteweg ist auch unrealistisch.


Mein Auto steht bei 100km/h in knapp 39m, daraus ergibt sich eine Bremsverzögerung von 10m/s². Bei einer Reaktionszeit von 0,5s folgt dann ein Anhalteweg bei 200km/h von 182.1m und das ist nicht die Welt, sonst wäre ja Deutschland das reinste Schlachtfeld ;)

TONI_B 28.05.2006 20:00

Unter idealen Bedingungen sind wahrscheinlich knapp über 200m durchaus drinnen. ABER, wehe du hast eine etwas längere Reaktionszeit oder die Straßenbedingungen sind nicht optimal (Feucht oder Split usw.)

Übriges FoTD: ich hab ein wenig nachgerechnet und mein Auto mit 90PS kann gar nicht mehr als 180km/h fahren!!! Das geht schon theoretisch nicht...
Wer will kanns ja nachrechnen:

P=PR+PL=k.m.g.v+0,5.r.cw.A.v^3

k...Reibungsfaktor
m...Masse
v...Geschwindigkeit
r...Dichte der Luft
A...Fläche

P...Leistungsbedarf für v

Damit ist auch eine Faustformel bestätigt, das man mit einem normalen PKW mindestens 120PS braucht, um 200km/h zu erreichen.

Jetzt duck ich mich, da sicher das eifrige Diskutieren anfängt...

:-)

maxb 28.05.2006 20:33

Zitat:

Original geschrieben von TONI_B
Unter idealen Bedingungen sind wahrscheinlich knapp über 200m durchaus drinnen. ABER, wehe du hast eine etwas längere Reaktionszeit oder die Straßenbedingungen sind nicht optimal (Feucht oder Split usw.)

183m (155m+28m) z.B. VW Golf R32

Die Technik ist auch bei den Bremsen nicht stehen geblieben ;)

rev.pragon 28.05.2006 20:37

hab 113ps mit 1200kg und schaff die 200 auch ;)

*glaub ich zumindest, nicht daß ich das schon mal ausprobiert hätte :rolleyes: :D"

maxb 28.05.2006 20:48

Wenn ich mich jetzt auf der Seite http://2cu.at/anhalteweg/ nicht grob verrechnet habe, reicht für die (Brems)Daten vom Golf R32 übrigens der mini Abstand von nur 30,33m damit man noch rechtzeitig abbremst falls jemand mit Tempo 130km/h plötzlich nach links ausschert.


Sogesehen sollte man Tempo 200 flächendeckend einführen :hehe:

FearoftheDark 28.05.2006 22:06

Zitat:

Original geschrieben von rev.pragon
hab 113ps mit 1200kg und schaff die 200 auch ;)

*glaub ich zumindest, nicht daß ich das schon mal ausprobiert hätte :rolleyes: :D"

woher nur diese sicherheit? :D :lol:

also bei meinem mitsubishi -> 900kg, 113ps schaff ich die 210.. (angeschrieben im zls mit 180).. möcht mein auto aber auch nie mehr zumuten da er bereits 14 jahre alt ist und 262000km am tacho hat und ich eigentl. vorhatte die halbe mill. zu packen ;)

neues auto: mazda 6 sport kombi, 136ps, turbodiesel (zls mit 196oder 198).. bei 215 ist der auf knapp über 4000u/min und würd noch leicht auf die 5000 gehn.. denk mal da geht sicher noch was..


klar das man das seinem auto nicht ständig zumuten möchte.. ich wollts nur mal ausfahren - mehr nicht.. hatte halt pech.. werd in zukunft sicher langsamer fahren.. könnt ma a zweite strafe sicher nimma leisten :(

Lord Frederik 28.05.2006 22:30

viel günstiger und sicherer - a1 ring - kein scherz für otto schnellfuss benutzbar gegen cash

FearoftheDark 28.05.2006 22:59

hm.. wäre mal wirklich eine gute sache.. wieviel zahlt man da ca.?

DMX 29.05.2006 00:26

ein paar millionen euro denk' ich, denn bevor du am a1 ring fahren kannst, musst erst mal asphaltieren und eine strecke bauen. :lol:

und lass deinen tacho mal überprüfen bzw. einstellen, wenn er 30km/h mehr anzeigt als deine bauartgeschwindigkeit ist. ;)

FearoftheDark 29.05.2006 00:39

Zitat:

Original geschrieben von DMX
ein paar millionen euro denk' ich, denn bevor du am a1 ring fahren kannst, musst erst mal asphaltieren und eine strecke bauen. :lol:

und lass deinen tacho mal überprüfen bzw. einstellen, wenn er 30km/h mehr anzeigt als deine bauartgeschwindigkeit ist. ;)



lass lieber mal dein auto überprüfen wenns nicht schneller geht als die bauartgeschwindigkeit :p

martens 29.05.2006 01:19

Sagt mal, wenn ihr schon von den Geschwindigkeiten schreibt: Ich nehme mal an, daß ihr diese vom Tacho abgelesen habts.

Dann möcht ich doch mal kurz einwerfen, daß die Tachos von wenig bis arg falsch gehen.
VW Sharan 2.8 z.B. bei 180 km/h tatsächlich 174
Audi A4 2.5 TDI: 141 am Tacho = 130 effektiv.
250 laut Tacho = 224 effektiv.


@maxB
Ich würd das gerne sehen, daß du in 39m von 100 auf null bist. Alleine für den Reaktionsweg (unvorbereitet!) braucht mindestens 24m, denn unter 0.8 sec ohne Vorwarnung schafft keiner.
Na dann hast noch 15m für den Bremsweg. Unrealistisch!

btw
Nach der Formel in der Fahrschule hättet ihr bei 200 einen Anhalteweg von 460m.

(G/10+3)*(G/10) wobei G=Geschwindigkeit ;)

fredf 29.05.2006 02:16

Die Fahrschulformel gilt halt schon seit xx Jahren in deren Zeit die Technologie(Bremsen/Reifen/Abs/Feder-Dämpferkennlinie etc) etliche Fortschritte gemacht hat.
Vor ein paar Jahren noch(oder ist´s gar heute noch so?) reichte es dem Gesetzgeber wenn ein Fahrzeug einen Verzögerungswert von 4,2m/s² einhielt, aktuell schaffen die meisten Fahrzeuge ca. 10m/s² aber eben unter optimalen Bedingungen(siehe oben). Ein Porsche turbo hat von 200km/h runter einen Bremsweg von 132m. Klar, optimale Bedingungen herrschen selten, mit 8,5m/s² sollte man jedoch zumindest auf trockener, nicht übermässig verunreinigter Fahrbahn rechnen können(ich lass mal Anhängerbetrieb und sonstiges aussen vor). Wenn nicht dann schnell mit dem Wagen in die Werkstatt.

Detto einige Tacho- sowie Realwerte wobei die auch innerhalb derselben Fahrzeugtype recht unterschiedlich ausfallen, also bitte nicht generalisieren! Schon alleine durch die Reifenabnützung kann es am gleichen Fahrzeug bis zu 1,5% variieren.

VW Passat: Tacho 120km/h 3100upm Real 122km/h Tacho 240km/h 6400upm Real 250km/h dies ist etwas das äusserst selten vorkommt, das der Tacho mal nicht voreilt sondern das Gegenteil (meines Wissens nach ist beim Tachosignal keine Minustoleranz erlaubt, jedoch bis zu 7% Voreilung)
VW T4: Tacho 145km/h Real 128km/h
Audi A6: Tacho 220km/h Real 203km/h
Ford Focus: Tacho 160km/h Real 153km/h

TONI_B 29.05.2006 08:55

Mein Tacho zeigt auch definitiv zu viel an! Kann man ja auf der Autobahn relativ leicht stoppen! Da haben die Kinder bei einer langen Fahrt wenigstens was zu tun: blaue Taferl schauen und Stoppuhr drücken, der Physiker-Papa rechnet dann im Kopf die Geschwindigkeit aus :-). Statt 130 sinds 123-125km/h und statt 100 sinds ca. 95km/h. Und wahrscheinlich wirds immer schlechter je höher die Geschwindigkeit ist - zur Befriedigung von FoTD und Konsorten: der Tacho zeigt 10-20km/h zu viel und mit "Aufschneidtoleranz" werden dann halt aus 170 plötzlich 200-210km/h, obwohl das Auto auch theoretisch gar nicht so schnell fahren kann...

athropos 29.05.2006 09:13

@Tachotoleranz

ist klar, daß er nicht korrekt anzeigt, bei dem Tachometer im Auto handelt es sich ja nicht um ein geeichtes Gerät.

lt. EU gelten für die Anzeige folgende Toleranzen: er darf unter keinen Umständen zu wenig anzeigen. Er darf maximal 10% + 4km/h zu viel anzeigen.

str1ker 29.05.2006 09:34

Zitat:

Original geschrieben von FearoftheDark
hm.. wäre mal wirklich eine gute sache.. wieviel zahlt man da ca.?
Wenn du schnell fahren willst, fahr auf die Nordschleife in Deutschland!

callas 29.05.2006 09:40

Zitat:

Original geschrieben von maxb


Mein Auto steht bei 100km/h in knapp 39m, daraus ergibt sich eine Bremsverzögerung von 10m/s².

die sollten die Bremstests nach 2,3,5,... Betriebsjahren wiederholen. Auf der Strasse sind relativ wenige fabriksneue Fahrzeuge mit spezieller Werksvorbereitung für Autotests untwegs.

Dumdideldum 29.05.2006 11:03

Ist die S33 nicht die Schnellstraße, die Krems und St. Pölten verbindet ?
Die Schnellstrasse, wo es sooft tödliche Unfälle gab, dass sie Mittelleitschienen aus Beton aufgestellt haben weil es unbelehrbare Idioten gab, die die Doppelsperrlinie überfahren haben und den Gegenverkehr abgeschossen haben?

Ich hoffe, der Beamte in der Strafverfügung wird dies alles berücksichtigen und dir eine derart saftige Strafe aufbrummen, dass du vielleicht anfängst nachzudenken.
(obwohl ich da eher pessimistisch bin)

LouCypher 29.05.2006 11:33

Wenn ein auto schneller als die bauartgeschwindigkeit fährt, gehts entweder bergab oder der tacho ist ungenau. Kannst dir ja ein gps gerät einbauen dann siehst wie schnell du wirklich bist. Wenn dich bei 200 ein trabbi überholt weist das da was faul ist.

Guru 29.05.2006 12:22

Irgendwie findet Guru die Diskussion ein wenig lächerlich - so die ganz Braven gegen den einzigen Bösen hier.

Fassen wir doch die Argumente einmal zusammen:

* Schnellstraße
* kein Verkehr
* gute Wetter- und Straßenbedingungen


Hier fährt IGHO jeder mehr als das vorgeschriebene Tempo - oder glaubt wer, dass der Radarmesswagen zum Spaß dort steht? Würden die dort kein Geschäft machen, stünden Sie woanders...

Anhalteweg:
ist aus 200 bei idealen Bedingungen (bei den Autos, die auch dafür gebaut sind) im Bereich von 180m - mit 0,5 sec Reaktionszeit. Aus 180m kann man ein Hindernis auf Autobahn/Schnellstraße bei o.a. Bedingungen einwandfrei erkennen.

Doppelmoral:
Sooft Guru in Deutschland unterwegs ist - auch die meisten Österreicher fahren auf den Autobahnen oft deutlich mehr als 160 km/h, sind aber laut deutscher Unfallstatistik nicht öfter in Unfälle verwickelt als alle anderen Nationalitäten. Oder schicken's gar nur die Schnellfahrer nach Deutschland... ;)
Übrigens fährt Guru auch in D hin und wieder schneller (®) als 200, in Österreich auch hin und wieder schneller (®) als 130. Guru sieht das im Zusammenhang mit Eigenverantwortlichkeit - dies ist das, was leider vielen Menschen in der Zwischenzeit abhanden gekommen ist. Wie übrigens Toleranz auch - aber vielleicht sieht man ja Splitter im Auge des Anderen leichter als das eigene Brett vorm Kopf...©

Reifen und Geschwindigkeit
Die Normen über Reifen sagen prinzipiell, dass die Bauartgeschwindigkeit (Q 160 km/h, S 180 km/h, T 190 km/h, H 210 km/h, V 240 km/h, W 270 km/h, Y 300 km/h) im Dauerbetrieb gefahren werden darf. Überschreitungen bis max. 30% maximal 10 Minuten! Allerdings hat es bei diversen Reifentests oft schon nach wenigen Minuten Reifenplatzer gegeben, vor allem, wenn die Nennbelastung und zusätzlicher Sturz (Abweichung von der senkrechten Achse) eingestellt sind. Guru würde sich also niemals im Toleranzbereich des Reifens bewegen...

Last but not least
Die Unfallquote auf deutschen Autobahnen ist nicht höher, ja sogar geringer als auf österreichischen Autobahnen. Aus Gurus langjährigen Erfahrungen auf Deutschlands Autobahnen ergab sich der Eindruck, dass in Deutschland a) mehr in den Rückspiegel geschaut wird, und b) die Fahrer nicht stundenlang am äußerst linken Fahrstreifen dahin pendeln. Im Gegensatz dazu gibt es in Österreich genügend selbsternannte Sheriffs, die meinen, die 130 km/h am linken Fahrstreifen kontrollieren zu müssen.

Und nun der Senf Gurus: 200 km/h auf Österreichs Autobahnen muss ja nicht wirklich sein, von > 200 gar nicht zu reden. Aber mehr als 130 wird im täglichen Leben schon gefahren, wobei IGHO die Exekutive bei erlaubten 130 bis Tempo 150 nichts unternimmt (wenn überhaupt eine zu sehen ist) - die österreichische Lösung sozusagen...

LG

Guru

Dumdideldum 29.05.2006 13:01

Wenn jemand statt 130 km/h ungefähr 150-160 km/h fährt, dann ist das nicht sonderlich ungewöhnlich, damit rechnet man auf Österreichs Autobahnen. Zwischen 160 km/h und 200 km/h ist aber dann doch ein gehöriger Unterschied.

Zu Unfällen kommt es in den meisten Fällen durch eine Kombination mehrerer Faktoren. Sei es den Witterungsverhältnissen unangepaßtes Fahren, das Drängeln und Knappauffahren oder aber auch die Unachtsamkeit anderer Verkehrsteilnehmer - bis hin zur maßlosen Selbstüberschätzung und Unvermögen.

Vielleicht gibt es genau bei diesen Faktoren eine höhere Disziplin auf den Autobahnen Deutschlands, die die mir unbekannten Unfallstatistiken trotz der Hochgeschwindikgeitsbereiche auf Deutschlands Autobahnen positiv aussehen lassen.

Nichtsdestotrotz ist es glaube ich unbestritten, dass die Chance zur Unfallvermeidung bei 130 km/h weit höher ist, als bei 200 km/h oder darüber hinaus.
Gerade in Österreich, wo die 130 km/h +- seit längerer Zeit auf den Autobahnen gelten sind Ausreißer sehr ungewöhnlich und scheren aus dem normalen Verkehrsfluß aus und bergen daher ein höheres Risiko als in D, wo jeder Verkehrsteilnehmer auf bestimmten Strecken aktiv damit rechnet, dass Autofahrer glauben, 200+ preschen zu müssen.

Für mich stellt sich grundlegend die Frage, welche Sinnhaftigkeit es hat, sich mit 200 km/h auf öffentlichen Straßen bewegen zu müssen. Eine Geschwindigkeit, die kaum mehr Fehler verzeiht, wo jede ruckartige Lenkbewegung zu einem Desaster führt, wo die physikalischen Kräfte ungleich höher sind, als bei 130 km/h.

Also nochmal, keiner regt sich über 160 km/h wirklich auf, aber 200 km/h in Kombination mit FotD, dem das ja nicht das erste Mal passiert (und nicht nur auf Schnellstraßen oder Autobahnen), ist halt eine Mischung, die zum Emotionalisieren verleitet.

TONI_B 29.05.2006 13:08

Lieber Guru,
wenn du die Diskussion lächerlich findest, warum beteiligst du dich dann daran? Wird diese dann mehr oder weniger lächerlich?

Ich glaube auch nicht, dass es um Eigenverantwortung geht! Darum würde es gehen, wenn jemand auf einer abgesperrten Rennstrecke sich selbst und vielleicht ein paar Zuschauer gefährdet. Auf der Straße sind aber unbeteiligte durch die Raserei gefährdet. Also NICHT Eigenverantwortung, sondern Verantwortung dem anderen gegenüber.

Und Toleranz gegenüber wem? Einem, der Gesetze bricht (und nicht im "Toleranzbereich") und damit sich und vorallem andere massiv gefährdet? Tut mir leid, unter Toleranz verstehe ich etwas anderes!

Würdest du tolerieren, wenn einer mit 200km/h einen Unfall verursacht, wo du oder eines deiner Kinder zu Schaden kommt?

Du sprichst von Statistiken: kannst du herauslesen, wodurch tödliche Unfälle verursacht werden? Sicher nicht durch zu langsames Fahren (da meine ich nicht 80 auf der Autobahn, sondern 130-140), sondern nur durch Rasen, unangepasstes Fahren, Alkohol usw.

Alex1 29.05.2006 14:26

Auch ein Guru kann die 130 kmh Beschränkung nicht wegreden.

FearoftheDark 29.05.2006 16:34

guru hat vollkommen recht :-)

Oli 29.05.2006 16:46

Zitat:

Original geschrieben von Guru
Irgendwie findet Guru die Diskussion ein wenig lächerlich - so die ganz Braven gegen den einzigen Bösen hier.

LG

Guru

Ich bin entsetzt von GURUS Ansichten! Da hat ein pubertierender Raser die einzige Sorge, wieviel ihm das ganze kostet, wenn er 200 oder mehr auf einer Schnellstrasse (wohlgemerkt, nicht vollausgebauten Autobahn) fährt.

Dann gibts Gott sei Dank eine Mehrheit, die noch vernünftig denken.

Und Guru findet die Diskussion lächerlich - tut mir leid, heute finde ich GURU lächerlich, bzw. das, was Du schreibst!

Es gibt schon einen Unterschied zwischen flottem Fahrstil, der durchaus mal die Toleranzgrenzen der Straßenverkehrsordnung durchbricht - vor allem wenn vernünftige Fahrer diese Übertretung
verkehrsangepasst begehen - und durchgeknallten Individuen, die nach dem Motto, jetzt komm ich, alles niedermähen.

Ich schließe mich jedenfalls Cindys Meinung "Zahlen soll er, zahlen" an, und würde ihm - da komplett die Einsicht fehlt - ein mehrjähriges Fahrverbot aufbrummen!

Ciao Oliver

TONI_B 29.05.2006 16:48

Dann solltest du die gut formulierten, aber durchaus diskussionswürdigen Aussagen von Freund Guru genauer lesen:

Zitat:

200 km/h auf Österreichs Autobahnen muss ja nicht wirklich sein, von > 200 gar nicht zu reden
Und es ist und bleibt ein massiver Gesetzesbruch, der dementsprechend geahndet werden muss. Oder bist du der Meinung, jeder könne nach Belieben die Gesetze übertreten, nur weil es keiner sieht? In deinem Fall hat es ja zum Glück wer gesehen!

Ein kleines Gedankenexperiment: ich gehe mit meiner Tochter mit dem Dreirad an deinem geliebten Auto vorbei und sie macht dir einen riesen Kratzer in die Tür. Soll ich mir denken: hat eh keiner gesehen, ist ja nur ein Kavaliersdelikt, er wird schon eine Versicherung haben usw. usw.??? Oder soll ich dir einen Zettel unter die Scheibenwischer geben? Da geht es NUR um Sachbeschädigung und nicht um Gefährdung anderer Menschenleben! Wozu sind Gesetze da? Weil wir diese in "Eigenverantwortung" beliebig übertreten dürfen, nur weil es keiner sieht? Kann doch nicht sein! Du wärst der Erste, der laut schreien würde, welcher Verbrecher deine geliebte Kiste zerkratzt hat.

maxb 29.05.2006 17:12

Sorry, aber dir ist anscheinend der Unterschied zwischen einer Verwaltungsübertretung (=Geschwindigkeitsüberschreitung) und einem strafrechtlich geahndeten Delikt (=Sachbeschädigung) nicht ganz klar. ;)


PS: das Zuschnellfahren wird erst strafrechtlich relevant, wenn etwas mit Personenschaden passiert.

TONI_B 29.05.2006 17:44

Der Unterschied ist mir sehr wohl klar! Und genau darin liegt ja das Problem: solange nichts passiert, ist ein "Kavaliersdelikt" (weil ja NUR Verwaltungsstrafe) und man redet von Eigenverantwortung usw. wenn einer 200km/h rast. Man muss also warten, bis was passiert. Und genau das soll aber durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung verhindert werden, oder?

Außerdem wird eine Sachbeschädigung, die meine Tochter verursacht und die ich durch eine Selbstanzeige (bzw. Zettel hinter den Scheibenwischer, was eigentlich rechtlich NICHT ausreicht) melde, sicher nicht strafrechtlich verfolgt. Das zahlt die Haushaltsversicherung.

James 29.05.2006 18:55

Zitat:

b) die Fahrer nicht stundenlang am äußerst linken Fahrstreifen dahin pendeln. Im Gegensatz dazu gibt es in Österreich genügend selbsternannte Sheriffs, die meinen, die 130 km/h am linken Fahrstreifen kontrollieren zu müssen.
das sind die schlimmsten ...

ausser sonntagmorgen auf der s3 ;) ist es auf österreichs autobahnen eh ned möglich >200 zu fahren weil es entweder lkw duelle gib oder halt einer mein es gibt kein gesetz das sag man soll immer so weit rechts fahren wie möglich...

also zulertzt salzburg bielefeld...immer um die 200er rum kein stress... kein gar nix und wenn man halt zu nem autobahnkreuz... kommt fährt man halt seine 100 bis es wieder geht


aber jetzt weiss ich langsam warum bei ner 160er teststrecke leute auf der autobahn sitzn :hehe:

TONI_B 29.05.2006 19:22

@James:
dein Rechtsverständnis ist schon gut: der der mit 130 (unerlaubterweise; aber nur wenn rechts wirklich frei sein sollte) auf der linken Spur fährt, soll dir Platz machden, damit du (unerlaubterweise) 200 fahren kannst...

Tut mir leid, aber da komm ich nicht mit.

James 29.05.2006 20:16

nei die linke spur soll nur benützt werden zum überholen und dann wieder einreihen...

wenn das alle machen würden könnte man auf der autobahn viel flüssiger fahren...

wenn viel verkehr ist kann man eh froh sein wenn man auf der autobahn 100 fahren kann ;)

FearoftheDark 29.05.2006 20:29

Zitat:

Original geschrieben von Oli
Ich bin entsetzt von GURUS Ansichten! Da hat ein pubertierender Raser die einzige Sorge, wieviel ihm das ganze kostet, wenn er 200 oder mehr auf einer Schnellstrasse (wohlgemerkt, nicht vollausgebauten Autobahn) fährt.

Dann gibts Gott sei Dank eine Mehrheit, die noch vernünftig denken.

Und Guru findet die Diskussion lächerlich - tut mir leid, heute finde ich GURU lächerlich, bzw. das, was Du schreibst!

Es gibt schon einen Unterschied zwischen flottem Fahrstil, der durchaus mal die Toleranzgrenzen der Straßenverkehrsordnung durchbricht - vor allem wenn vernünftige Fahrer diese Übertretung
verkehrsangepasst begehen - und durchgeknallten Individuen, die nach dem Motto, jetzt komm ich, alles niedermähen.

Ich schließe mich jedenfalls Cindys Meinung "Zahlen soll er, zahlen" an, und würde ihm - da komplett die Einsicht fehlt - ein mehrjähriges Fahrverbot aufbrummen!

Ciao Oliver




also sorry.. jetzt musst mich da mal nicht als monster darstellen, dass nur total am gas steht bei jeder alltagssituation und ohne rücksicht permanent alle in gefahr bringt.. DAS! ist nämlich lächerlich.. hab schon gesagt: es war grad, gutes wetter, usw.

und ja ich mach mir nur sorgen um die strafhöhe und ja ich werde sicher auch weiterhin so fahren wie bisher - DENN: ich seh nicht ein warum sich hier menschen im mittleren alter so anscheißen wenn doch klar aus dem text hervorgeht das keine gefahr ausging und so tun als wären sie die unschuld vom lande und würden NIIIEEE zu schnell fahren... für mich hat bei der fahrt keine gefahr bestanden - war konzentriert, auto war in top zustand, kein weiterer verkehr.. wenns nach mir geht wär ich auch 300 gefahren (fahr aber leider keinen ferrari.. :P :lol:)

hab auch erwähnt das ich das auto mal ausfahren wollte und das ich sicher nicht immer so unterwegs bin..

und eure kritik guru gegenüber ist für mich unbegründet -> er hat alles ojektiv zusammengefasst und auf den punkt gebracht.. :rolleyes:

FearoftheDark 29.05.2006 20:32

Zitat:

Original geschrieben von TONI_B

Oder soll ich dir einen Zettel unter die Scheibenwischer geben? Da geht es NUR um Sachbeschädigung und nicht um Gefährdung anderer Menschenleben! Wozu sind Gesetze da? Weil wir diese in "Eigenverantwortung" beliebig übertreten dürfen, nur weil es keiner sieht? Kann doch nicht sein! Du wärst der Erste, der laut schreien würde, welcher Verbrecher deine geliebte Kiste zerkratzt hat.


du sagst es doch selber.. in deinem beispiel gehts um sachbeschädigung und nicht um gefährdung anderer menschen.. und bei mir HAT es keine gefährdung anderer menschen gegeben.. ;)

maxb 29.05.2006 20:34

Zitat:

Original geschrieben von TONI_B
Der Unterschied ist mir sehr wohl klar! Und genau darin liegt ja das Problem: solange nichts passiert, ist ein "Kavaliersdelikt" (weil ja NUR Verwaltungsstrafe) und man redet von Eigenverantwortung usw. wenn einer 200km/h rast. Man muss also warten, bis was passiert. Und genau das soll aber durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung verhindert werden, oder?

Ich seh' schon, du bist von Typ her "Universalist", sind aber nicht alle hier im Forum. :D

Tempo 200 zur richtigen Zeit und an der richtigen Stelle finde ich weniger problematisch als Tempo 50 zur falschen Zeit in der 30iger Zone. Was glaubst du weiviele unter uns, ob absichtlich oder nicht, das schon getan haben. Möchte nicht wissen, ob der thread so lange geworden wäre, hätte sich FOTD damit gebrüstet (hat er übrigens auch nicht mit Tempo 200 getan)

FearoftheDark 29.05.2006 20:38

Zitat:

Original geschrieben von TONI_B
Der Unterschied ist mir sehr wohl klar! Und genau darin liegt ja das Problem: solange nichts passiert, ist ein "Kavaliersdelikt" (weil ja NUR Verwaltungsstrafe) und man redet von Eigenverantwortung usw. wenn einer 200km/h rast.

lieber toni_b... stell dich mal nen halben tag mit einem block und einem stift neben die a1 wost ne schöne aussicht hast und fang mal zum zählen an wieviele die gesetze massiv übertreten.. wennst dich mal so umschaust auf den autobahnen gibts auch leute die mit kindern am rücksitz so rasen oder angsoffn fahren, zu dicht auffahren bei hohen geschwindigkeiten, rechts überholen, usw.. und du beschwerst dich da über meine eigenverantwortung? (-> ich such mir ne ruhige straße.. ohne verkehr.. bei gutem wetter.. fahr allein).. sorry.. ich versteh nicht wieso ich keine verantwortung haben soll?.. das nächste mal fahr ich halt beim knoten steinhäusl so wenn du das verantwortungsbewusster finden würdest.. :lol:

ps: dort weiß ich sogar wos radar steht.. :lol: :D

mfg


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