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athropos 27.05.2003 19:59

Zitat:

Original geschrieben von Faserschmeichler


Etwas mehr Niveau hätte ich dir schon zugestanden.

Was kommt noch?
"Wie kann jemand Faserschmeichler heißen, der soviel Dreck am Stecken hat?" :lol:

wahrscheinlich nicht mit fewa-wolle gewaschen :D

Dr. Acula 27.05.2003 20:59

Zitat:

Original geschrieben von Faserschmeichler


Schön & fair?
Ist es schön, wenn man um bis zu 40% weniger Pension bekommt als bisher?
Ist es fair, wenn man von der Restpension auch noch einmal Abschläge hinnehmen muß?

weis nicxht was du mit bisher meinst(pensionsbezieher?),aber warum sollen die nicht etwas beitragen.kann doch nicht sein das nur die nächste generation einbussen hat,auch die jetzigen beziehr müssen zur kasse gebeten werden,denn sie leben ja von unseren zahlungen.und wenn weniger einbezahlt wird kann doch nicht mehr ausbezahlt werden.
wenn doch, dann lügt uns irgendwer an.

Dr. Schnitzel 28.05.2003 11:11

Man muß sich über eines im Klaren sein:
Wenn der Staat mittels einer Pension den Lebensstandard der älteren Generation sicherstellen will, kostet das nun einmal viel Geld, und dieses Geld kann neben durch die Pensionsbeiträge allein nicht aufgebracht werden. Da wird der Bund immer hohe Beträge zuschießen müssen, Reform heute, morgen, hin oder her - ist halt eine Frage der Zahlungsbereitschaft, sowohl in der Bevölkerung, als auch im Parlament...
Durch diese Reform tendiert das System leider verstärkt in die Richtung, daß die gesetzliche Pensionsversicherung die finanzielle Altersversorgung nicht mehr ausschließlich tragen soll(--> Pensionskassen!)
Bis zu 40% Abschläge...fein, wenn man bedenkt, daß für neue Pensionsbezieher heute der Unterschied zwischen letztem aktiven Einkommen und Pension bei ca -30% liegt, und dann nehme ich schlechtestenfalls von der Pension nochmals bis zu 40% weg, so kann sich jeder am eigenen Leib ausrechnen, wie die zukünftige Einkommenslage im höheren Alter sein wird...
Dem Solidarbeitrag für laufende Pensionen kann ich im Prinzip nicht sehr viel abgewinnen, wenn schon, dann nur für Pensionsteile heranziehen, die über der ASVG-Leistung liegen, bringt dann wahrscheinlich aber nicht mehr so viel.

frazzz 28.05.2003 11:33

45 jahre? :eek:

soviel mir bekannt ist, wurden mir schon die anrechnungsjahre aus schul&studienzeiten geklaut -> der rentenklau geht um :(

Konrad 28.05.2003 11:36

Aus der Sicht eines Pensionisten
 
Da ist man mehr als ein halbes Jahrhundert
von Steuer und Versicherung geschröpft worden.
Man hat Dinge finanziert, die man selber nicht
in Anspruch nehmen konnte: Mutter-Kind-Paß,
Kinderbeihilfe, Kindergeld. Man mußte eigene
Kinder in Privatschulen schicken, weil es keine
Nachmittagsbetreuung gab und gerade jene denen
man mit Steuergeldern das Studium finanziert hat
sehn in uns Parasiten. Glaubt ihr wirklich, dass
das was jetzt beschlossen wird, zu Eurem Pensions-
antritt noch gilt ?
Dann werden die jetzigen Kleinkinder nach
Euthanasie schreien.
Wir gehen ( chinesisch gesehen ) interessanten
Zeiten entgegen.

Guru 28.05.2003 11:59

Zitat:

Original geschrieben von Herr Karl


weis nicxht was du mit bisher meinst(pensionsbezieher?),aber warum sollen die nicht etwas beitragen.kann doch nicht sein das nur die nächste generation einbussen hat,auch die jetzigen beziehr müssen zur kasse gebeten werden,denn sie leben ja von unseren zahlungen.und wenn weniger einbezahlt wird kann doch nicht mehr ausbezahlt werden.
wenn doch, dann lügt uns irgendwer an.

Einfache Frage, einfache Antwort:

wer heute zwischen 40 und 50 J. alt ist, hat keine Chance, zu vernünftigen Preisen eine Säule "Privatpension" zu erreichen, die auch nur die Abschläge der geplanten Reform abdeckt (wollte fast schon abfedern schreiben :) ).

Obendrein gibt es für heute bereits pensionsbeziehende Menschen eine Rechtsgrundlage - und die kann man höchstens in einer Bananenrepublik wie Österreich einfach ändern. (Zeigt aber wieder das Verständnis für Rechtssicherheit einiger Politiker :( ).

In Wirklichkeit liegt das Problem ja nicht bei den ASVG-Pensionsbeziehern - die sorgen am wenigsten für das Defizit bei den Pensionen. Der Staat Österreich hat zuviele Dinge in die Zukunft verschoben - man sehe sich nur das Gehaltsschema der Beamten an, die am Anfang nahezu nichts bezahlt bekommen, aber dafür halt am Ende ihrer Dienstzeit eine ihrem Gehalt entsprechende Pension.

Guru

Hanneman 28.05.2003 12:22

wie Guru schon schreibt, den Generationenvertrag kann man nicht einfach kippen

sicherlich wäre es trasparenter, auf ein Kapitaldeckungsverfahren umzusteigen, doch dann würde eine Generation ausfallen, das geht nicht

ausserdem ist das pensionsproblem ja kein österreichisches, sondern jeder, der das umlageverfahren hat muss adaptieren

siehe streiks in frankreich, d ist derzeit mit anderen problemen beschäftigt

ich denke, der staat wird sich immer mehr bei der finanzierung zurückziehen und immer stärker die private säule betonen
dabei müssen dann aber die rahmenbedingungen geschaffen werden, dass nicht jemand dann ohne pension dasteht, da er das geld lieber glaich ausgegeben hat (also eine grundpension)

selbst die grundpension könnte irgendwann einmal abgeschafft werden oder stark reduziert werden, aber dann muss der bürger mündiger und erfahrener sein als heute

der vorteil der staatlichen pensionen liegt ja darin, dass man sich in jungen jahren keine gedanken machen musste, wie man seinen lebensstandard im alter finanzieren wollte, vorausgesetzt nat. man kam auf seine beitragsjahre bei "angemessener" pension

heute geht dies nicht mehr
wer heute seinen lebensstandard im alter sichern will muss HEUTE schon mit einem privaten pensionsspaarmodell beginnen

TheltAlpha 28.05.2003 13:44

Zitat:

Original geschrieben von Hanneman
selbst die grundpension könnte irgendwann einmal abgeschafft werden oder stark reduziert werden, aber dann muss der bürger mündiger und erfahrener sein als heute
Ob man die Grundpension abschaffen kann hat nichts mit der Mündigkeit oder der Erfahrung der Bürger zu tun, sondern schlicht und einfach von den Börsen. Das sollte sich mal jeder klar machen. Das ist keine Pensionsicherungsreform, sondern eine Pensionsriskierungsreform.

Dimitris

Dr. Schnitzel 28.05.2003 13:57

Nur birgt das Kapitaldeckungsverfahren größere Risiken, siehe dazu das Problem einer stärkeren Inflation oder z.B. die derzeitige Situation bei den Pensionskassen, die die garantierte Verzinsung nach unten revidieren wollen.
Ich sage, für eine gesetzlich verankerte Geldleistung bietet das Umlageverfahren eine größere Sicherheit, da leichter adaptierbar und von der Wirtschaftslage nicht so abhängig wie die Kapitaldeckung.

gaelic 28.05.2003 14:42

mal eine frage: was ist an einer privaten säule besser? welchen vorteil hat sie? wieso schaut dort dann mehr geld heraus, als wenn es der staat trägt?

irgendwie glaub ich, der staat wälzt da ein großes problem auf private firmen um, aber dadurch wird es meiner meinung nach nicht besser. und diese firmen müssen auch gehälter zahlen und wollen profit machen, wie soll das funktionierten?


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