WCM Forum

WCM Forum (http://www.wcm.at/forum/index.php)
-   Guru, e-Zitate & Off Topic (http://www.wcm.at/forum/forumdisplay.php?f=15)
-   -   Geplante Kürzungen von Unterrichts-Stunden (http://www.wcm.at/forum/showthread.php?t=93684)

moorhahn 13.04.2003 11:31

@tarjan: :ja:

edit: was ist mit dem daumen nach oben smilie passiert? oder hats den noch nie gegeben?

maxb 13.04.2003 11:34

Zitat:

Original geschrieben von Tarjan
Ich habe eher den Eindruck hier wird jetzt auf das Fach losgegangen gegen das soweiso schon eine Abneigung vorhanden ist. Ich bin auch im ersten Jahr 12h die Woche in der Werkstätte gestanden und habe Anfangs den U-Stahl gefeilt. Im nachhinein gesehen war es doch eine Interessante Erfahrung, obwohl ich es auch nie wieder gebraucht habe.
klingt nach kommentar zum bundesheer. :D

im nachhinein gesehen war dieser unterricht für mich pure zeitverschwendung.

teotmb 13.04.2003 13:47

Zitat:

Original geschrieben von maxb


im nachhinein gesehen war dieser unterricht für mich pure zeitverschwendung.

und genau da liegt der hund begraben. im NACHHINEIN weiß man immer alles besser.

aber wer weiß denn schon bei schuleintritt, welchen beruf er später ausübern will (ich geh jetzt mal von ahs/bhs aus) bzw. ob es in der berufssparte zu schulende überhaupt arbeit gibt?

der sinn einer htl ist halt in einer fachrichtung zumindest die grundlagen zu vermitteln (und in anderen fachrichtungen hineinzuschnuppern, stichwort werkstätte in einer htl für nachrichtentechnik).

ansonsten teile ich tarjans ansicht, allgemeinbildung hat noch niemanden geschadet.

zum thema selbst:

das dem österreichischen schulsystem eine reform gut anstehen würde steht imho außer frage. hier seien als stichworte der praktisch nicht vorhandene leistungsbeurteilung bei lehrern, geringe gestaltungsspielraum der schulen (wirtschaftlich, personell), der mehr oder weniger verpflichtende religionsunterricht usw genannt.

die schulstundenreduzierung bringt bei einer beibehaltung des lehrplans imho nichts.

Hubman 13.04.2003 16:20

Zitat:

Original geschrieben von teotmb

zum thema selbst:

das dem österreichischen schulsystem eine reform gut anstehen würde steht imho außer frage. hier seien als stichworte der praktisch nicht vorhandene leistungsbeurteilung bei lehrern, geringe gestaltungsspielraum der schulen (wirtschaftlich, personell), der mehr oder weniger verpflichtende religionsunterricht usw genannt.

die schulstundenreduzierung bringt bei einer beibehaltung des lehrplans imho nichts.

jop, dem kann ich nur zustimmen, sind auch einige Punkte dabei, denen man sich annehmen sollte, aber es leider niemals tun wird

gnagflow 24.04.2003 21:29

Zitat:

Original geschrieben von gaelic
religion zählt in internationalen berichten sowieso nicht zu den schulstunden, weils freiwillig ist. in ö hats die gehrer aber hineinerechnet, das heisst die bilanz von ihr ist verfälscht.

die religionsstunden koennen nicht gekuerzt werden, weil sie auf der basis des konkordats gehalten werden. sie koennen daher auch nicht ohne groebere aenderung der grundgesetze gestrichen werden.
je weninger schueler/innen einer glaubensrichtung in einer klasse sind desto weniger stunden gibts auch - in r.k.religion 2 oder eben nur 1.
bei den ev., altkath. & islam. religionsstunden gibt es offiziell nur 1 std. pro woche.

Guru 26.04.2003 15:07

Zitat:

Original geschrieben von Tarjan
Ich habe eher den Eindruck hier wird jetzt auf das Fach losgegangen gegen das soweiso schon eine Abneigung vorhanden ist. Ich bin auch im ersten Jahr 12h die Woche in der Werkstätte gestanden und habe Anfangs den U-Stahl gefeilt. Im nachhinein gesehen war es doch eine Interessante Erfahrung, obwohl ich es auch nie wieder gebraucht habe.


Hat wer schon sein BHS-Zeugnis angesehen, wieviele Lehrberufe er durch seinen Abschluss (inklusive der Werkstätten) plötzlich hat?
Und wenn er dann einen Nachweis für einen Gewerbeschein bzw. eine Berechtigung für einen gewerberechtlichen Geschäftsführer braucht, wird er froh sein, in der Werkstätte gestanden zu sein.
Guru hat es nicht nur in seiner beruflichen Praxis geholfen, sondern auch beim Haus bauen, basteln, Motorrad reparieren etc. etc.

Guru

maxb 26.04.2003 17:23

Zitat:

Original geschrieben von Guru


Hat wer schon sein BHS-Zeugnis angesehen, wieviele Lehrberufe er durch seinen Abschluss (inklusive der Werkstätten) plötzlich hat?
Und wenn er dann einen Nachweis für einen Gewerbeschein bzw. eine Berechtigung für einen gewerberechtlichen Geschäftsführer braucht, wird er froh sein, in der Werkstätte gestanden zu sein.
Guru hat es nicht nur in seiner beruflichen Praxis geholfen, sondern auch beim Haus bauen, basteln, Motorrad reparieren etc. etc.

Guru


Guru ist halt eine Ausnahme ;)

außerdem liegt das halt vielleicht daran, dass man in dem überregulierten kammerstaat österreich für jede noch so blödsinnige gewerbliche tätigkeit einen gewerbeschein braucht.

etwas mehr wirtschaftliche bildung würde den meisten eher gut tun, damit sie nicht mit viel erstaunen nache 2jahren "plötzlich" pleite gehen.

Mupped 26.04.2003 23:01

Das wichtigste wird in der Schule ja leider nicht gelehrt: das selber denken, eine Persönlichkeit zu werden die die Dinge prüft bevor es geglaubt wird.
Aber da gehören halt Leute dazu die das selber können, denn wie kann ich jemandem Bergführer sein wenn ich selbst noch nie am Gipfel war.

---
Also eines weiß ich: Aussagen wie "Ihr lernts ja für Euch selbst" oder die Anspielungen von wegen man weiß ja nie wo man das wie und wann alles gebrauchen kann sind blanke Ausreden gewesen damit wir aktzeptieren so viel Blödsinn zu lernen.

Schade ist daß so viele Hintergründe fehlen weil es die Lehrer ja selber nicht mal wissen. Gerade in Fächern wie Geschichte z.B. Man lernt zwar stur irgendwelche Jahreszahlen und Namen auswendig aber es wird einem - als Kind nochdazu - nie wirklich bewusst warum das ganze denn so oder so hat augehen müßen.

Jeder weiß daß es die Inquisition gegeben hat, niemand aber den Grund. Oberflächlich ja aber da wäre noch viel mehr zu holen. Wenn sich die Schule auf wirklich wichtiges beschränken würde wäre vielen geholfen.


DAS GILT JETZT NATÜRLICH NICHT FÜR SCHULEN in denen eigentlich schon mündige Bürger sitzen. Spätestens ab 16 sollte man wissen in welche Richtung man sich entwickeln will oder nein - gehen wir weiter in die Schule, studieren wir denn man weiß ja nie wofür man es gebrauchen kann und ausserdem, selber Entscheidungen zu treffen hab ich ja immer noch nicht gelernt.....

gnagflow 27.04.2003 18:29

Zitat:

Original geschrieben von Mupped
...
Spätestens ab 16 sollte man wissen in welche Richtung man sich entwickeln will
oder nein - gehen wir weiter in die Schule, studieren wir denn man weiß ja nie wofür man es gebrauchen kann und ausserdem, selber Entscheidungen zu treffen hab ich ja immer noch nicht gelernt.....
wenn dem wirklich so waere, wuerde es in den schulen ganz anders zugehen und ein (mittlerweile von den meisten lehrern angestrebtes) echtes partnerschaftliches arbeiten waere wirklich moeglich.

PrinzRazzo 05.05.2003 17:39

ACHTUNG, SUBJEKTIV
 
so wie es mir erscheint gibt es im großen und ganzen im debattierclub im bereich der politik 2 große gruppen:

1: jene, die fast alle maßnahmen der regierung gutheißen und dementsprechen suchen, rationale erklärung für die rechtfertigung dieser maßnahmen zu finden unabhängig von anderen aspekten.

2: jene, die sich über gewisse politsche änderungen GEDANKEN MACHEN.



So, jetzt darf sich jeder seine schublade aussuchen, bitteschön.:ms:


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:14 Uhr.

Powered by vBulletin® Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.
© 2009 FSL Verlag