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@tarjan
Ich rede nicht von 3-tägigen Seminaren, sondern von 4 Wochen dauernden Intensiv-Schulungen in z.B. Java oder C++ (weil halt im Moment äußerst stark nachgefragt), da sitzt du halt 8 Stunden/Tag dort. Sicher, der Kurs kostet auch, aber der überwiegende Teil der "Ausbildungskosten" ist die Stehzeit der Mitarbeiter, wo sie halt nicht beim Kunden "Geld scheffeln" können für die Firma. Wenn jetzt so eine Ausbildung 1 Monat dauert (meist kommt dann noch ein weiterer Teil dazu, nochmals 1 Monat), dann wartest im Schnitt etwa 2 bis 3 Monate auf ein Projekt (auch die Kunden wollen ja keine "Anfänger", sondern den Spezialisten um wenig Geld - da wird es zusätzlich schwierig, solche Leute unterzubringen), dann hast du alleine schon weit mehr als eine viertel Million an Kosten, die nur in die Ausbildung eines Mitarbeiters fließt. Da brauchst mindestens 1 Jahr, nur um diese Kosten wieder hereinzuspielen. Klar, wenn jetzt irgend eine Firma diesen Mitarbeiter abwirbt, sobald er einigermaßen praktische Erfahrungen sammeln konnte, hat die es leicht, dem "auf Anhieb" mehr zu zahlen. Die hatten ja auch keine 300.000 bis 400.000 Schilling hineininvestiert. Ich weiß schon, das ist nun mal der Wettbewerb, aber für mich ist es dann halt verständlich, wenn eine Firma nicht bereit ist, einen Mitarbeiter zu fördern; der rennt dann sowieso in kürzester Zeit davon. Darum ich muß sagen: leider ist es so, dass in Österreich die Personalkosten für Ausbildungen nicht zurückgefordert werden kann; da sähe es dann wesentlich besser aus für Firmen, die schulen und dann den Mitarbeiter trotzdem verliert. Dann hätte es zumindest nichts gekostet :D http://www.wcm.at/ubb/gates1.gif ------------------ ( Ein Programmierer wäre der letzte, der sein Programm auch anwendet ) |
Auch die Ausbildungsprogramme bietet meine Firma an. Dabei sind 6 wöchige Java bzw. Oracle Schulungen. Fakt ist dabei aber auch, dass nacher so ab 800,- ÖS Stundenlohn kassiert wird. Bei längerer Projekttätigkeit erhöht sich dieser ja noch (Staffelung). Man kann davon ausgehen, dass natürlich abhängig vom Gehalt die Standzeiten, Ausbilungszeiten nach ca. der gleichen Projekteinsatzzeit amortiesiert sind. D.h. bei 6 Monatiger Projekttätigkeit hat man ca. 6 Monate Ausbildungszeit/Projektuntätigkeit eingebracht. Und 6 Monate dauert fast keine Ausbildung. Nebenbei gibt es für Ausbildungsschienen noch Förderungen, und Ausbildungskosten werden Steuerrechtlich auch anders als Gewinn behandelt. Nichtsdestotrotz sind Ausbildungskosten ein nicht unerheblicher Faktor, dagegeb will ich nichts einwenden. Nur alles auf die bösen Abwanderer zu schieben ist auch keine Möglichkeit. Sicher wechseln einige nur wegen des Geldes, es gibt aber auch viele die wegen anderen Gründen die Firma verlassen (zumindest in meiner ist es so). Und auch die kleinen Firmen (mit hohen Gehältern, bzw. die Telekomfirmen müssen in Weiterbildung investieren (zumindest mei max und One gibt es solche Weiterbildungschienen schon), ansonsten werden die sie die Mitarbeiter so schnell wieder verliehren wie sie sie gefunden haben.
Zur Orientierung der Gehälter will ich noch die EDV Kollektivvertraglichen Mindestgehälter mal aufzeigen: Spezielle T.1 Spezielle T.2 Leitungst. 22.250.-- 27.250,-- 37.000,-- Einstiegsstufe 26.750,-- 30.750,-- 42.000,-- Regelstufe 30.250,-- 36.250,-- 47.000,-- Erfahrungsstufe Das sind die 3 für Softwareentwicklung tragende Bereiche. Dabei handelt es sich natürlich nur um gesetzliche Mindestvorgaben. Die Realität liegt in manchen Bereichen natürlich weit darüber. Und zur Orientierung noch das Tätigkeitsprofil zu den 3 Gruppen: Spezielle Tätigkeiten (ST1): Spezielle administrative, kaufmännische, technische sowie IKT-Tätigkeiten, welche einer Qualifikation und/oder Verantwortung bedürfen und selbständig ausgeführt werden. IKT-Tätigkeiten ohne Berufserfahrung Softwareentwicklung Anwendungsbetreuung/Systembetreuung Systemoperating Sachbearbeitung: Verwaltung/Finanz/Personal/Haus/Einkauf und Verkauf Assistenz-Geschäftsführung Spezielle Tätigkeiten (ST2): Spezielle kaufmännische, technische sowie IKT-Tätigkeiten, welche besonderer Qualifikation und/oder Verantwortung bedürfen und selbständig ausgeführt werden sowie fachliche und/oder personelle Managementaufgaben. IKT-Tätigkeiten (IKT = Informations- und Kommunikationstechnologie): Organisation: Anwendung/System Planung: System/Information Analyse: Anwendung/System/Datenbank Softwareentwicklung/Systementwicklung Design: Software/Datenbanken/Jobcontrol Anwendungsbetreuung/Systembetreuung Beratung: IDV/Anwendung/Technik Administration: Netzwerk/Datenbanken Netzwerktechnik/Systemtechnik Vertrieb (Key Account) Methodik/Softwareengineering Qualitätsmanagement/-kontrolle/-audit Systemoperating Leitung (LT) Dienstnehmer mit umfassenden Kenntnissen und Erfahrungen in leitender, das Unternehmen in ihren Wirkungsbereichen entscheidend beeinflussenden Stellungen. ------------------ Die Dinge in unserem Universum sind, wie sie sind, weil wir sonst nicht da währen, sie zu bemerken. [Dieser Beitrag wurde von Tarjan am 10. Februar 2001 editiert.] [Dieser Beitrag wurde von Tarjan am 10. Februar 2001 editiert.] |
@tarjan:
Jetzt frage ich mich schön langsam: sind Deine und meine Firma Konkurrenten - oder ein- und die Selbe?? :D http://www.wcm.at/ubb/gates1.gif ------------------ ( Ein Programmierer wäre der letzte, der sein Programm auch anwendet ) |
@Satan_666: das vermute ich auch schon seit einiger Zeit, obwohl von C++ Ausbildungsschienen habe ich in der letzten Zeit nichts gehöhrt (kann aber auch sein, dass die nicht so Publik sind, suchen tun sie C++ Programmierer jetzt auch wieder). Aktuell sind bei uns momentan Java Ausbildungsprogramme (diekt bei Sun, bzw. von Sun Trainern, sogenannte Sun Masterklassen). Und auch Standzeiten gibt es nicht überall ;).
------------------ Die Dinge in unserem Universum sind, wie sie sind, weil wir sonst nicht da währen, sie zu bemerken. |
@tarjan
Nee, jetzt ist es mir klar: Du bist einer unserer Konkurrenten; bei uns werden derzeit bestimmt gleich viele c++ Leute ausgebildet wie Java. Das ist bei uns kein Geheimnis.... So long! http://www.wcm.at/ubb/gates1.gif ------------------ ( Ein Programmierer wäre der letzte, der sein Programm auch anwendet ) |
Durchschnittsgehalt in Österreich lt. ORF Euro 90000.-,in England Euro 200000.- !!
und da regt sich der Mankra auf?? |
Wenns meinst, das das schon aufregen ist,nun ja?
Die EDV Branche sucht ja nicht durchschnitts Österreicher sondern Spezialisten. Glaubst den ORF alles? :) 1999 lag das Durchnittsnettomonatseinkommen (was für ein Wort) zwischen ~12700 im burgenland und ~ 17.000 in Wien Burgenland. Das mit den 9000 Euro im Jahr ist sicher zuwenig, da sind auch Hausfrauen, Halbtagsbeschäftigte, Geringfügig Beschäftigte usw.mithineingerechnet. Trotzdem, ich bleib dabei, wenn sie zuwenig Leute haben, sollen sie mehr zahlen. Das ist eher mehr Geschrei, damit der Staat mehr ausbildet, damit in Zukunft wenns mehr brauchen, einfach ein Überschuß oder zumindest reichlich an EDV Personal vorhanden ist und die Löhne weiter sagen wir mal durchschnittlich bleiben. |
@mankra
Hast Dich jetzt scheinbar vertan um eine 10er Potenz: 90.000 Euro sind im Gespräch: das wären dann ja so ca 1.24 Mille. Da sind dann die wenig- bis garnicht-Verdiener sicher net dabei, oder? Und einfach sagen: "Mehr zahlen!!" ist leicht, aber nicht leicht umzusetzen.... http://www.wcm.at/ubb/gates1.gif ------------------ ( Ein Programmierer wäre der letzte, der sein Programm auch anwendet ) |
So gesehen zahlt man in der Edv sowieso gut. Denn wenn bereits ein Schulabgänger mehr als das Durschnittseinkommen bekommt, ist das nicht viel ? Ich würd sicher auch keinem Neuling ein Gehalt bezahlen, daß andere mit 10 oder mehr Jahren Berufserfahrung verdienen. Da muß man halt selbst seine Ansprüche ein bißchen realistischer setzen. Mit dem Erfolg wird auch das Gehalt steigen. Ein Firmenwechsel ist heutzutage für qualifizierte Leute kein Problem. Aber dazu mußt du mindestens einmal zwei Jahre Berufserfahrung aufweisen. Nur mit dem Finger zu schnippen und die Firmen schütten das Füllhorn aus, das wirds nicht spielen.
Außerdem ist ja das Fixgehalt nicht unbedingt alles. Bei uns in der Firma gibt es bei Erreichen der Ziele z.B. zwei Monatsgehälter zusätzlich. Das sind aber Dinge die nicht fix sind, sondern nur wenn man auch Leistung dafür bringt. Habs aber in den letzten 10 Jahren nur einmal nicht geschafft, weil die Verkaufszahlen nicht gestimmt haben, aber dafür kann ich ja nichts. Nur wo nichts ist, da hat der Kaiser das Recht verloren, so ist das nun mal. Das soll jetzt alles nicht heißen, daß ich einen Quereinsteiger nicht sehr gut verstehe. Ich würd mir das auch sehr gut überlegen, wenn ich jetzt plötztlich um ein paar Tausender pro Monat weniger verdiene. Hängt aber auch wie bereits gesagt von der Tätigkeit ab. Es gibt sicher viele Firmen, die froh sind über Freiwillige, die permanent auf Reise sind. Das ist auch nicht unbedingt die beliebteste Arbeit. Finanziell zahlt es sich aber aus, da kannst du echt voll abcashen. Das wäre dann ein gerechter Vergleich zu einem Arbeiter auf Montage. Außerdem muß man auch langfristig denken. Und da kann es sich schon auszahlen. [Dieser Beitrag wurde von The_Lord_of_Midnight am 17. Februar 2001 editiert.] |
@Satan_666
Das durchschnittseinkommen In Ö soll rund 100.000 ats im Monat sein, oder eben die ~1,2 Mille? :eek: Her damit, ich will einen Durchnittsjob mit Durchschnittseinkommen. ;) Dann gibst mir ja Recht, das 20.000 - 30.000 nicht viel ist :) ------------------ www.mankra.com Für über 3000 Witze, Comics, Pics und Links. |
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