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TINTERAMINATOR 15.03.2002 19:36

Zitat:

Original geschrieben von cruzie
ein punkt bei der umfrage fehlt noch
"nie von dem spiel gehört"

das betrifft mich :D

Dafür gibt's ja die Internetadresse - viel mehr als dort steht ist in dem Spiel echt nicht drin.

TINTERAMINATOR 15.03.2002 19:41

Zitat:

Original geschrieben von Woodz
vor allem wie passt das zu dem slogan:
"THE ONLY THING TO FEAR, IS RUNNING OUT OF BEER"

find ich auch ein bisschen komisch

Ich finde den Spruch gut. Dazu muß man wissen, daß die "echten" Hooligans vorwiegend aus ehemaligen englischen Industriegebieten kommen, die jetzt großteils zugesperrt wurden. Aus der hohen Arbeitslosigkeit erklärt sich daher die hohe Nachfrage nach Alkohol um die ausweglose Situation zu ertränken.

Allerdings brauchen "Hoolz" eigentlich keinen Grund um sich anzusaufen, aber Hintergrundwissen schadet nie.

TINTERAMINATOR 15.03.2002 19:45

Zitat:

Original geschrieben von JosefS
verboten find ich nicht, dass es gehört, aber ein paar videos von den opfern von hooligans könnten sicherlich beigelegt werden, dann denken vielleicht ein paar um...
Mag sein, aber dann muß MoHAA auch mit Videos vom 6. Juni 1944 vertrieben werden. Die Werbekampagne für das Spiel finde ich echt geschmacklos. Ein Zug im Landungsboot wartet auf die Anlandung, dabei steht: "Sehen Sie sich das gut an, denn mit 79%iger Wahrscheinlichkeit ist es das letzte das Sie sehen werden." 79 von 100 Soldaten der ersten Welle überlebten die Invasion nicht - offenbar soll sich der Spieler motiviert sehen diese Wahrscheinlichkeitsrechnung auf den Kopf zu stellen.

TINTERAMINATOR 15.03.2002 19:51

Zitat:

Original geschrieben von not
das spiel ist doch wirklich schwach, abgesehen von der schlechten idee sind grafik und sound einfach mies, da reichen knappe 5 minuten, dann hat man genug gesehen.

wenn sich schon wer über die spielidee aufregt, wieso dann nicht auch über GTA ? dort prügelt man nicht nur sondern erschießt und überfährt polizisten und passanten ?

MMN liegt der Unterschied in der Sinnlosigkeit der Gewalt. Im Krieg tötet man in einer bestimmten Absicht, z.B. die Ölversorgung sicherzustellen oder Landgewinne zu erreichen. Die Aktionen der Hooligans sind aber völlig planlos und lassen keine Zielgerichtetheit erkennen. Gewalt wird zum Selbstzweck, quasi als Kick für Leute mit einem IQ unter 60. Kein Verbrecher würde eine strafbare Handlung begehen ohne dabei die Aussicht auf bestimmte Vorteile zu haben - damit kann man sich viel eher identifizieren.

Robert 15.03.2002 19:51

Das Spiel ist Scheiße (persönliche Meinung). -auch wenn man den Hooligan-Faktor auslässt.

Witzig finde ich allerdings das Kleingeschriebene auf der Packungsrückseite unten - lests und roflts euch weg.

JosefS 16.03.2002 01:03

@TINTERAMINATOR:
Zitat:

Original geschrieben von TINTERAMINATOR


Mag sein, aber dann muß MoHAA auch mit Videos vom 6. Juni 1944 vertrieben werden. Die Werbekampagne für das Spiel finde ich echt geschmacklos. Ein Zug im Landungsboot wartet auf die Anlandung, dabei steht: "Sehen Sie sich das gut an, denn mit 79%iger Wahrscheinlichkeit ist es das letzte das Sie sehen werden." 79 von 100 Soldaten der ersten Welle überlebten die Invasion nicht - offenbar soll sich der Spieler motiviert sehen diese Wahrscheinlichkeitsrechnung auf den Kopf zu stellen.

hab eh nochmal alles in ruhe überdacht - es wird halt fast alles mit geschmacklosigkeit vermarktet; und gewalt verkauft sich gut...
ich spiele auch ab und zu rtcw und unreal tournament, dort wird das töten von menschen verherrlicht - aber was solls man spielts halt und macht sich keine gedanken drüber ;-)

wol 16.03.2002 09:07

Wenn Mohaa wirklich so realistisch ist, wie beschrieben, dann find ichs sogar recht gut. Soviel ich weiß wussten die Leute früher zB. vor dem ersten Weltkrieg überhaupt nicht, wie es da wirklcih zugeht. Die dachten noch an Heldentum und tolle Gelegenheiten , um sich zu beweisen. Durch so ein Spiel kriegt man dann jedenfalls einmal mit, wie wenig Chancen zu überleben man in Wirklichkeit hat, wenns hart auf hart geht. Das hat ja wohl nix mit Gewaltverherrlichung zu tun, eher das Gegenteil.

JosefS 16.03.2002 10:11

Zitat:

Original geschrieben von wol
Wenn Mohaa wirklich so realistisch ist, wie beschrieben, dann find ichs sogar recht gut. Soviel ich weiß wussten die Leute früher zB. vor dem ersten Weltkrieg überhaupt nicht, wie es da wirklcih zugeht. Die dachten noch an Heldentum und tolle Gelegenheiten , um sich zu beweisen. Durch so ein Spiel kriegt man dann jedenfalls einmal mit, wie wenig Chancen zu überleben man in Wirklichkeit hat, wenns hart auf hart geht. Das hat ja wohl nix mit Gewaltverherrlichung zu tun, eher das Gegenteil.
wenns das gegenteil wär, dann würds keiner spielen ;-)
ich find, dass sowas in einem gewissen sinne "aufgeilen an gewalt" ist.
ich sag eh nix dagegen, aber man muss halt der tatsache ins gesicht blicken, dass gewalt eine unterhaltungsform geworden ist...

TINTERAMINATOR 16.03.2002 20:21

BH neutral
 
Zitat:

Original geschrieben von wol
Wenn Mohaa wirklich so realistisch ist, wie beschrieben, dann find ichs sogar recht gut. Soviel ich weiß wussten die Leute früher zB. vor dem ersten Weltkrieg überhaupt nicht, wie es da wirklcih zugeht. Die dachten noch an Heldentum und tolle Gelegenheiten , um sich zu beweisen. Durch so ein Spiel kriegt man dann jedenfalls einmal mit, wie wenig Chancen zu überleben man in Wirklichkeit hat, wenns hart auf hart geht. Das hat ja wohl nix mit Gewaltverherrlichung zu tun, eher das Gegenteil.
Naja, realistisch ist halt Ansichtssache. Ich beziehe mich jetzt konkret auf die 3. Mission mit der Invasion am Strand der Normandie. Man wird ständig von einem MG aufs Korn genommen, aber wenn man hinter einer Panzersperre genau auf 12 Uhr ist passiert einem 100%ig nichts. Keine Querschläger, keine Artillerie, keine Splitter einfach nichts. Wenn dann der MG-Schütze Pause macht kann man problemlos die nächste Deckung mit einem SPRUUUUUUNG - VORWÄÄÄÄÄÄÄRTS (GWD wissen was ich meine ;-)) erreichen. In Wirklichkeit geht die Neuausrichtung des MG's wesentlich schneller.

Daraus schließe ich, daß der Spieler das Gefühl bekommen soll trotz widrigster Umstände heldenhaft die Mission bestanden zu haben - was aber natürlich realistischerweise niemals in dieser Form möglich gewesen wäre. Und das ist dann schon irgendwie auf subtile Art eine Gewaltverherrlichung weil der Spieler dann denkt: ja sicher es gab viele Opfer aber ich hab's geschafft und die anderen hätten's auch schaffen können wenn sie es so gemacht hätten wie ich.

Ich finde daher daß die oben zitierte geringe Chance zu überleben in Wirklichkeit nochmals mindestens um die Hälfte kleiner ist. Angeblich soll z.B. die Erstfassung der Invasion in Saving Private Ryan _wirklich_ realistisch gewesen sein und mußte daher entschärft werden - Kommentar überflüssig...

TINTERAMINATOR 16.03.2002 20:26

Zitat:

Original geschrieben von wol
Wenn Mohaa wirklich so realistisch ist, wie beschrieben, dann find ichs sogar recht gut. Soviel ich weiß wussten die Leute früher zB. vor dem ersten Weltkrieg überhaupt nicht, wie es da wirklich zugeht. Die dachten noch an Heldentum und tolle Gelegenheiten , um sich zu beweisen.
Glaube auch daß früher bei der Zivilbevölkerung ein großes Informationsdefizit herrschte, aber ich finde trotzdem daß ein Krieg eine einmalige Gelegenheit ist sich zu beweisen. Dabei ist natürlich eine Massenschlacht wie in der Normandie nicht geeignet, aber z.B. der Kampf um Stalingrad weil man dort in relativ kleinen Gruppen auf bezwingbare Mengen an Gegnern stieß die für ein routiniertes Frontschwein (das ist per Definition ein Mann der länger als 3 Monate im Einsatz überlebt hat) kein großes Problem darstellen.

Hoher Bodycount=viele Orden=Beförderung=bessere Chancen zu überleben


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