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rev.antun 30.11.2009 08:33

Zitat:

Zitat von garfield36 (Beitrag 2391167)
Verlixt holzi, jetzt hast mich geoutet. Wer hat dir denn das mit den News verraten? ;)

steht in den NEWS :rofl:

garfield36 30.11.2009 11:13

Wirklich? :eek:

The_Lord_of_Midnight 05.12.2009 02:39

Zitat:

Zitat von holzi (Beitrag 2391058)
Zeit und Geld fehlen ;)

Wenn man sowas macht, muss man natürlich ein Risiko eingehen und seinen bestehenden Job sausen lassen, dann hat man auch die Zeit.
Da ist nichts mehr mit Sicherheit oder so.

Das Geld kann man sich auch zusammensparen, wenn mans ernst meint und nicht nur für den Konsum lebt.

Fazit:
Entweder man ist bereit ein Risiko zu tragen und springt ins kalte Wasser.
Oder eben nicht.
Aber es ist sicher 1 Million mal schwieriger es wirklich zu tun als nur Kommentare im Forum zu machen warum es denn schief gegangen ist.

Nicht falsch verstehen:
Ich stelle mich auch nicht hin und behaupte, daß ich das schaffen würde.
Aber andererseits sollte man auch den Realismus haben, daß es auf dem österreichischen Markt vielleicht doch nicht so einfach ist.

holzi 05.12.2009 11:05

Du stellst dir das ein bisschen einfach vor. Wenn das nötige Eigenkapital nicht da ist, ist es nicht da. Allein für die Gründung einer GmbH brauchst du eine Menge Geld und dann ist noch nichts da, außer dem Firmenbucheintrag. Keine Bank gibt dir hierfür einen Kredit ohne Sicherheit. Selbst wenn du das Geld hast, brauchst erstmal die Kontakte zu guten Autoren, mußt irgendwie Firmen dazu überreden einem Mr. Unbekannt Testmuster zu liefern. Wenn das nicht da ist, kannst nur Artikel aus einer anderen Zeitschrift abschreiben. Damit bekommst du keine Auflagenzahl zusammen. Und damit keine Werbung. Vom Heftverkauf allein kann keine Zeitschrift leben. So ist der Untergang vorprogrammiert. Führt uns zu a) keine Zeit, kein Geld - beides müsstest du schon für die Planung haben, bevor du überhaupt mal ans Anfangen denken kannst.
Und Übernehmen? Je länger noch WCM - September auf dem Portal steht, desto unmöglicher wird es. Und wenn die Gerüchte auch nur ansatzweise stimmen, haben sich nicht wenige gute Autoren in Freundschaft getrennt. Und die Geduld von Kunden, Werbeagenturen, Zeitschriftenhandel usw. hat auch irgendwann ein Ende. Man bräuchte schon ein ordentliches Kaliber aus der Branche um da noch was zu Retten (da gehts nicht nur um Geld und Redaktion, man muss mit der Zeit gehen und kann sich nicht allein auf ein paar Tausend gedruckte Hefte verlassen - daran sind auch schon größere Verlage gescheitert). Aber die Chancen waren da. Jetzt ist es (fast?) zu spät
Wenn das Wasser zu kalt ist, ist der Sprung hinein Selbstmord.

The_Lord_of_Midnight 06.12.2009 19:31

Genau denselben Kommentar auf die Art von "du stellst dir das ein bißchen einfach vor" möchte ich allen anderen auch mitgeben, die der Meinung sind, genau zu wissen, warum es schief gegangen ist.
Der eine setzt eben alles ein und risikiert alles und spart und schränkt sich ein.
Und der andere eben nicht und verlebt alles verdiente Geld lieber, anstatt 10 Jahre eisern zu sparen, damit man sich was aufbauen kann.
Es ist oft nicht halb so viel Romantik dabei beim "Verantwortung übernehmen", wie es sich manche ausmalen.

Wobei natürlich jeder Kunde sagen kann und soll, was ihm persönlich nicht gefallen hat.
Nur von der Rückmeldung bezüglich Kundenzufriedenheit zum Kommentar "das war der Grund warums diese Firma nicht geschafft hat", ist es ein weiter Weg.

rev.antun 07.12.2009 09:16

Zitat:

Zitat von holzi (Beitrag 2392005)
Allein für die Gründung einer GmbH brauchst du eine Menge Geld und dann ist noch nichts da

17k5€

Zitat:

Zitat von holzi (Beitrag 2392005)
außer dem Firmenbucheintrag.

FB eintrag kostet extra :D

Don Manuel 07.12.2009 09:24

Zitat:

Zitat von holzi (Beitrag 2392005)
... Allein für die Gründung einer GmbH brauchst du eine Menge Geld und dann ist noch nichts da, außer dem Firmenbucheintrag. ....

Das stimmt so nicht, das Geld muss ja nicht als Sicherheit irgendwo deponiert werden, sondern nur nachweislich verfügbar zur Gründung, und kann in der Folge sofort ins Unternehmen investiert werden.

holzi 07.12.2009 09:37

Stimmt, aber wenn die Firma schon da ist, erspart man sich das natürlich.

Zitat:

Und der andere eben nicht und verlebt alles verdiente Geld lieber, anstatt 10 Jahre eisern zu sparen, damit man sich was aufbauen kann.
Das passiert aber auch, wenn man in viele Projekte investiert und dann keine Rücklagen hat. Ich zitiere zb. aus dem Wirtschaftsblatt http://www.wirtschaftsblatt.at/archi...49087/index.do

Zitat:

...laut KSV1870 betragen die Passiva 591.000 Euro, die Aktiva 381.000 Euro. Pleite-Ursache: Laut Ausgleichsantrag soll "das veraltete WCM-Erscheinungsbild" zu Inserateneinbussen geführt haben, die nicht aufgefangen werden konnten.....Rücklagen konnten nicht gebildet werden, weil das erwirtschaftete Geld in neue Projekte investiert worden sein soll. FSL glich sich schon einmal aus. ....
In den 90ern wars leichter, eine Zeitschrift harauszugeben (mehr oder weniger eine Sammlung von Händlerpreislisten mit ein paar Artikeln dazwischen). Heute kauft keiner eine Zeitschrift um eine Preisliste anzusehen. Das ditech-Sortiment würde wahrscheinlich den gesamten Heftumfang benötigen ;)
Computernews gibts im Internet aktueller und kostenlos. Da muss man sich auch anpassen uns sich was einfallen lassen. In Projekte investieren ist gut, aber die muss man auch durchhalten (wieviel hat zb. "Knauser" gekostet? Für alle, die sich nicht erinnern, www.knauser.at war bzw. sollte eine Konkurrenz zum Geizhals werden, wurde dann aber eingestellt).

Was dort intern alles passiert ist, wissen wir natürlich nicht - aber wenn keine Rücklagen da sind, dann kann man sich keine Fehler leisten. Änderungen, um mit der Zeit zu gehen sind nötig, aber ohne Geld schwierig. Aber das ist nicht die Aufgabe der Kunden.

Ich persönlich (als Kunde) finde eben, dass man viele Möglichkeiten verpasst hat (aus welchen Gründen auch immer). Die Verantwortung kann und will ich natürlich nicht übernehmen. Dafür fehlt mir Zeit, Geld und Qualifikation in diesem Bereich.

(Wenn ich Milliardär, würd ich mir WCM kaufen - dann könnte ich, bzw. ein Angestellter, herumwerken bis es passt. Bin ich aber nicht)

Don Manuel 07.12.2009 09:41

Also 10-stellig brauchst fürs WCM wahrlich nicht, selbst 8-stellige könnten das Problem eher auf Portokassen-Niveau regeln ;)

holzi 07.12.2009 09:42

Zitat:

Zitat von Don Manuel (Beitrag 2392249)
Das stimmt so nicht, das Geld muss ja nicht als Sicherheit irgendwo deponiert werden, sondern nur nachweislich verfügbar zur Gründung, und kann in der Folge sofort ins Unternehmen investiert werden.

Hab auch nicht gesagt, dass es nutzlos irgendwo rumliegen muss - aber es muss erstmal da sein. Und wenn du es nicht selbst hast, brauchst du einen Kredit, den bekommt man schwer ohne Sicherheit oder zumindest sehr gutes, erfolgsversprechendes Konzept. Eine Computerzeitschrift rein für den österreichischen Markt reicht da sicher nicht aus.
So ein Mindestgründungskapital ist schnell weg - da hast noch kaum etwas Greifbares. Und dann ist es ein langer Weg, bis du mal was verdienst. In der Zwischenzeit musst du von etwas leben.


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