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ERRA 16.08.2006 12:39

PS: langsam aber doch hab ich diese sch.. Diskussion satt die immer wieder von Pseudoanarchisten, die in Wirklichkeit von Papa's Kohle leben, angezündet werden!

PPS: ich hab mir damals 3x überlegt ob ich mir von meinem sauer verdienten Geld eine CD kaufe!

Neo 16.08.2006 13:50

Zitat:

Original geschrieben von Satan_666
Aber 15 bis 20 Euro für eine herkömmliche CD zu löhnen, die in der Herstellung vermutlich nicht mal 10% kostet?
Das stimmt zwar grundsätzlich.

Allerdings müssen wir hier das eigentlichen Produkt (die Musik) und den Datenträger (die CD mit Booklet und Jewel-Case) unterscheiden.
Klar ist Zweiteres billig in der Herstellung. Aber ich bezahle ja hauptsächlich für die Musik und nicht für die gemeine Silberscheibe.

Da könnte ja auch einer auf die Idee kommen und sagen, Frechheit jetzt hab ich 70 Euro für diesen Quadratmeter Rasenplatz fürs Konzert bezahlt, dabei bekomm ich doch so ein Sackerl Rasensamen für den mickrigen Quadratmeter schon um 3 Euro, sagen wir weils professionell gewarteter Rasen ist 7 Euro.

Du verstehst was ich meine?
Ich geh auch nicht aufs Konzert wegen dem schönen Rasen, den ich mir für die Dauer des Konzertes sozusagen angemietet habe, sondern weil da 20-30 Meter vor mir auf der Bühne jemand spielt, den ich mir gerne anhöre.
Und nachdem ich nicht überm Stadion schweben kann, muss ich wohl oder übel die 70 Euro bezahlen. Auch wenn der Rasen nicht viel wert ist. Aber um den gehts ja in Wirklichkeit gar nicht...

maxb 16.08.2006 13:58

Zitat:

Original geschrieben von Neo

P.S. Jaja, die "armen" Filesharer... :D ...mit 70 Euro monatlich DSL-Flatrate ...400 Euro Gamer-Grafikkarte ...1000 Euro Rechner ...300 Euro MP3-Player ...2000 Euro Beamer (für die geklauten Filme versteht sich) ...1000 Euro Heimkinoset ... ...

Naja, irgendwo muss man ja sparen :D ;)

Satan_666 16.08.2006 16:52

Zitat:

Original geschrieben von Neo
Das stimmt zwar grundsätzlich.

Allerdings müssen wir hier das eigentlichen Produkt (die Musik) und den Datenträger (die CD mit Booklet und Jewel-Case) unterscheiden.
Klar ist Zweiteres billig in der Herstellung. Aber ich bezahle ja hauptsächlich für die Musik und nicht für die gemeine Silberscheibe.

Da könnte ja auch einer auf die Idee kommen und sagen, Frechheit jetzt hab ich 70 Euro für diesen Quadratmeter Rasenplatz fürs Konzert bezahlt, dabei bekomm ich doch so ein Sackerl Rasensamen für den mickrigen Quadratmeter schon um 3 Euro, sagen wir weils professionell gewarteter Rasen ist 7 Euro.

Du verstehst was ich meine?
Ich geh auch nicht aufs Konzert wegen dem schönen Rasen, den ich mir für die Dauer des Konzertes sozusagen angemietet habe, sondern weil da 20-30 Meter vor mir auf der Bühne jemand spielt, den ich mir gerne anhöre.
Und nachdem ich nicht überm Stadion schweben kann, muss ich wohl oder übel die 70 Euro bezahlen. Auch wenn der Rasen nicht viel wert ist. Aber um den gehts ja in Wirklichkeit gar nicht...

Deine Worte zu Ende gedacht, müsste das also so laufen (hoffentlich liest das keiner von denen): Ich kaufe mir eine beliebige CD oder DVD um sagen wir 2 Euro (denn mehr kostet die Herstellung sicher nicht), und im Player wird mitgezählt, wie oft ich welche Stücke abspiele; die Daten vom Player habe ich dann, beispielsweise monatlich, an den Verwerter zu schicken, der mir dann umgehend eine Rechnung schickt, wie viel ich zu löhnen habe dafür, dass ich "Musik" oder Film genossen habe. Weil Deinen Worten zufolge habe ich ja neben der "Hardware" vor allem die Musik bzw den Film gekauft. Und die wird ja erst dann zur Musik, sobald die Lautsprecher die Luft in entsprechenden Schwingungen versetzt hat oder zum Film, sobald der Fernseher die Bilder zeichnet.

Nee, mein lieber, Dein Vergleich hinkt. Mit einer CD / DVD kaufe ich das Recht, die darauf gespeicherte Musik /den Film wann, wo und so oft ich will zu hören / zu sehen. Und ich kaufe auch das Recht, diese Musik/diesen Film an Freunde weiterzugeben, solange dies unentgeltlich geschieht und solange es im "normalen" Rahmen bleibt.

Jede rechtliche Änderung der gesetzlichen Bestimmungen, die die Verwertungsgesellschaften weltweit anstreben, ist nichts anderes als der Versuch, deren Einnahmen aufzubessern oder zu erhalten. Für mich ist es ziemlich verwerflich, für etwas zu zahlen, was ich nicht konsumiere. Warum nur zahle ich eine Gebühr an diese Gesellschaften, wenn ich CD- oder DVD-Rohlinge kaufe, wo ich nichts anderes mache, als meine eigenen Digitalbilder zu speichern? Ich hätte ja noch Verständnis dafür, wenn damit das legale Kopieren von CDs und DVDs bezahlt würde - aber nein, die sehen das Kopieren trotzdem als illegal an. Wofür also die Gebühr, wenn es eh nicht erlaubt ist?

Ich appeliere daher an jeden, sich von Originalen fern zu halten, solange man in der Lage ist, ein Original zu kopieren!

Ob jetzt eine Tauschbörse auch als "normaler" Rahmen gilt, will ich hier und jetzt unkommentiert lassen!

JetStreamer 16.08.2006 17:03

Und genau um die Tauschbörsen geht es ja. Da wird keine CD gekauft und im "normalen" Rahmen weitergegeben, sondern im großen Stil!

Ausserdem:
Die Urherberrechtsabgabe auf Leermedien kannst du zurückfordern, wenn sich darauf kein derartiges Material befindet ;)

red 2 illusion 16.08.2006 17:07

.


Wer Geld hat sollte dafür zahlen, wer keines hat sollte sich "damit" nicht vom Geldverdienen abhalten lassen:D


Neo, Jahr für Jahr kommt mehr Multimedia auf den Markt als ein Mensch in seinem Leben brauchen kann. Es ist nicht mehr länger wichtig Multimedia zu besitzen, sondern sie haben zu wollen/angedreht zu bekommen, im positivem Sinn;)
Da kommen aber nicht die richtigen Reitze von der Unterhaltungsindustrie. Filesharing hat die Reize bekommt aber den Griff in die Kasse nicht hin.

In A ist der Griff in die Kasse aber kein Problem, ADSL ist nirgends so teuer wie bei uns.

flocky 17.08.2006 07:16

Zitat:

Original geschrieben von ERRA
PS: langsam aber doch hab ich diese sch.. Diskussion satt die immer wieder von Pseudoanarchisten, die in Wirklichkeit von Papa's Kohle leben, angezündet werden!

PPS: ich hab mir damals 3x überlegt ob ich mir von meinem sauer verdienten Geld eine CD kaufe!

:lol:

Don Manuel 17.08.2006 08:22

Meiner völlig unkommunistischen Meinung zufolge ist all dies ein Problem der Privatheit der Medienwirtschaft,
die ein an sich öffentliches Gut verwalten soll.
Macht der mächtige Private aber nicht mehr : Verwalten - sondern sichert sich fortlaufend seine Macht.
Die Widersprüche in obiger Diskussion ergeben sich für mich eigentlich nur dadurch,
dass einige grundsätzlichere und andere pragmatischere Blickwinkel wählen.

Prinzipiell müßte aber für jede Frage jedes Rechtssystems gelten,
welche Mechanismen dafür sorgen,
dass für jeden technischen & sozialen Entwicklungszustand der Menschheit
die intelligenteste Regelung gefunden wird.
Dagegen regiert das Konservative die Justiz seit jeher und die Gemeinschaft wird somit streitend zur effektiven Evolutionsbremse.

Neo 17.08.2006 09:05

Zitat:

Original geschrieben von Satan_666
Deine Worte zu Ende gedacht, müsste das also so laufen (hoffentlich liest das keiner von denen): Ich kaufe mir eine beliebige CD oder DVD um sagen wir 2 Euro (denn mehr kostet die Herstellung sicher nicht), und im Player wird mitgezählt, wie oft ich welche Stücke abspiele; die Daten vom Player habe ich dann, beispielsweise monatlich, an den Verwerter zu schicken, der mir dann umgehend eine Rechnung schickt, wie viel ich zu löhnen habe dafür, dass ich "Musik" oder Film genossen habe. Weil Deinen Worten zufolge habe ich ja neben der "Hardware" vor allem die Musik bzw den Film gekauft. Und die wird ja erst dann zur Musik, sobald die Lautsprecher die Luft in entsprechenden Schwingungen versetzt hat oder zum Film, sobald der Fernseher die Bilder zeichnet.

Diese Theorie hast du mein Lieber dir ganz alleine in deinem Hirnkastl zusammengesponnen.

Ich habe in keinem Satz etwas wie Zahlen pro Wiedergabe oder Einhebung einer monatlichen Gebühr erwähnt.

Die einzige Aussage die ich damit treffen wollte, nämlich das der Datenträger Nebensache ist, die hast du leider offensichtlich nicht überzuckert.

Guru 17.08.2006 12:55

Zitat:

Original geschrieben von Don Manuel
Meiner völlig unkommunistischen Meinung zufolge ist all dies ein Problem der Privatheit der Medienwirtschaft,
die ein an sich öffentliches Gut verwalten soll.

Was bitte soll in Deinem Beispiel "öffentliches Gut" sein?

Guru


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