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erster strafrechtlicher gedanke = rache?
irgendwie schon interessant, was hier alles zu lesen ist ... forderungen bis zur todesstrafe für einen 17-jährigen? leben wir in den usa?
es steht ausser diskussion, dass das was da in graz geschehen ist furchtbar ist und den angehörigen meine grösste anteilnahme zukommt. trotzdem möchte ich als jus-student der sich gerade mit strafrecht beschäftigen darf doch einige punkte andiskutieren: - die tat ist bereits geschehen. man kann die toten nicht wieder lebendig machen. ist rache wirklich ein trost? - der bub war erst 17 jahre alt! er fällt also sowieso unters jugendgesetz (halbes strafmass) ... also jeder der mal in der pubertät war weiss, wie das ist ... sich besaufen ist "cool" - so traurig das ist, es ist aber so. hier gehört der hebel angesetzt: alkohol ist NICHT cool (im übrigen bin ich auch für eine "schmutzkübelkampagne" gegen rauchen!) und das muss man den jugendlichen halt auch mal beibringen. - die tat war fahrlässig!!! oder glaubt wer der hat die absichtlich oder mit einem anderen vorsatz zusammengefahren?? es ist bitte schon ein gewaltiger unterschied ob man jemand eiskalt umbringt oder ob das eben fahrlässig geschieht! was soll man dann mit vorsatz-tätern tun? auf dem scheiterhaufen verbrennen?? - laut stgb. geschieht das "sich in einen rausch versetzen" vorsätzlich, der danach entschadene schaden eben fahrlässig (was ihm dann aber nicht mehr zur last gelegt werden kann), sofern der täter unzurechenbar ist (ist er aber eh erst ab 3 promille!). und denjenigen, der mit 3 promille noch gezielt einen umbringen kann den möcht ich mal kennenlernen ... - soll der jugendliche keine zweite chance bekommen? ich denke mir, dass er sowieso tiefest persönlichkeitsstörungen bekommen wird - muss ihn da auch noch die gesellschaft in 10, 20 jahren ächten? ich will hier die tat nicht schmälern - finde allerdings, dass hier falsch reagiert wird! nach der tat rache bringt niemandem was. alkohol "uncool" machen (oder sonstige massnahmen, dass es gar nicht erst so weit kommt!) wäre hier viel effizienter. von mir aus auch 3jahre kein führerschein für welche die "nur" erwischt worden sind (und wo noch nichts passiert ist) ... für mich ist eine gesellschaft, die einem jugendlichen alkohol als "männlich und cool" verkauft mindestens ein beitragstäter! |
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(ohne alkohol, versteht sicht ;) ) @jayjay :ja: |
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Bei Überholverboten würde sich z. B. die doppelte Sperrlinie anbieten, etc. Beim Alkohol alles über 0,8 etc. usw. Ciao Oliver |
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gibt es irgendwo zahlen, wieviele unfälle von alkoholisierten lenkern zwischen 0,5 und 0,8 promille verursacht wurden, das Kuratorium für Verkehrssicherheit weist (zumindest in der 2002er statistik) keinerlei promillewerte aus :( |
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bist einer der "den raser" für realität hält? was ist dabei, auf der b17 am wienerberg 100 zu fahren? da gibt es keine fußgänger... weshalb sollte ich um 2 uhr morgens alleine auf der autobahn nur 130 fahren dürfen? weil es sich so leute wie du einbilden? NEIN DANKE |
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ich nehm mir eine kalashnikov und baller halt in die leute und wenn ich dann wem töte dann war das nicht absichtlich |
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aber ich find die überschreitugsmarken gehören an die strasse, das verkehrsaufkommen, und die art der strecke angepasst, weil wenn einer im ortsgebiet mit 90 fahrt dann ghört dem sowieso eine reinghaut, aber wenn halt ein paar lauben, dass sie umedingt 170 auf da a1 fahren müssen dann meinetwegen, wickelns sich eh nur selber um die leitplanken <<< ausser es is dichter verkeht und ein paar fahren cobra11 mäßig! was zb häter bestraft ghört san die deppen die den leuten immer hinten auf da stossstange picken |
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für Dich! 2. gib mir bescheid, wenn Du nächstes Mal mit dem Auto unterwegs bis, damit ich nicht in der Nähe bin 3. Deine Einstellung dazu paßt zu jenen Autofahrern, denen eigentlich aufgrund der mangelnden Reife der Führerschein sofort abgenommen gehört, damit genau jene Unfälle wie hier beschrieben, vermieden werden! Oliver |
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das ist eine, auf dem stück das ich meine, 6-spurige gerade strasse mit baulich getrennten richtungsfahrbahnen, auf der lt. stvo eigentlich 130 gefahren werden dürfte, ebenso wie auf der tangente... dort sind 70 innerhalb des ortsgebietes erlaubt. weit und breit keine fussgänger, links und rechts grünland weshalb sollte ich dort um 4 uhr morgens nicht 100 fahren? von wegen stoßstange und so: was nutzt mir sicherheitsabstand, wenn mir dann eine tusse an einer parkplatzausfahrt ins stehende auto knallt? wir haben rechtsfahrordnung in ö! es ist ausschließlich der rechte fahrstreifen zu nutzen :eek: ausser zum überholen, danach hat man sich wieder rechts einzuordnen. wie kann dir dann jemand auf der linken spur an der stoßstange kleben??? |
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soll ich wegen so einem volltrottel abbremsen? sicher nicht denn das wäre nötigung,also roll ich aus ,gerade so das ich nicht drauffahr. gstraft gehören solche ,denn die haben kein auge für den verkehr,sind auch schuld an auffahrunfällen. |
ja, die unachtsamen tagträumer sollten auch mal bestraft werden... und diese ganzen LKW proleten, die sich an kein überholverbot halten, einfach ausscheren, auch wenn man schon neben ihnen fährt, usw...
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Denk mal dran das eigene Ego ein wenig zurück zu nehmen. Beim Autofahren werden die meisten leider wie kleine Kinder. :mad: @frazzz stimmt "fast" mit der Rechtsfahrordnung - in der Stadt hättest freie Fahrstreifenwahl. Wobei ich auch der Meinung bin, wenn man nicht gerade überholt bzw. demnächst abbiegt, sollte man auch am rechten Fahrstreifen fahren. :) |
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wenn alle wegen solche trotteln rücksicht nehmen würden wäre der verkehr sofort ex. schon mal nachgerechnet wie sich das auf der west auswirken würde? ein so ein typ wie du der abbremst verursacht einen mega stau. denn dann müssten alle bremsen,von hunderten,nur wegen so einem deppen der sich nicht anpassen kann? da schiess ich ihn lieber in den graben und würde sicher auch noch beifall bekommen. |
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Wenn jemand mal jemand kurz auf 110 abbremsen muss, oder wenns 1x kracht. Das abbremsen kostet wahrscheinlich 10sekunden. Und, natürlich ärger ich mich bei sowas auch - nur glaubst der der ausschert wird gscheiter dabei? Der denkt dich höchstens, a so a Trottel, und machts beim nächsten mal gleich. Weil die Aufgabe andere Autofahrer zu erziehen hast 1. nicht du und 2. falls du es trotzdem versucht (mit so unnötigen Mannövern) wirds dir auch nicht gelingen. |
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doch,schon mal was von vorfahren,abbremsen,anhalten, aussteigen,gosche hauen gehört? |
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Naja, wennst meinst. |
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Ich steh auch dazu....
Ortsgebiet fahr ich fast immer statt 50 einen 70er wenn rund um mich nix ist. Direkt im Ort mit Fußgängern und so natürlich etwas langsamer aber trotzdem über 50. (Natürlich auch langsamer wenns richtig zugeht und man nicht wissen kann ob nicht doch ein Unachtsamer/Generverter einfach ausparkt) In einer 80er Beschränkung zeigt mein Tacho fast immer ganz knapp über 100 ausser es handelt sich um eine Stelle wo erfahrungsgemäß gerne und oft die Helfer mit der weissen Kappe stehen. Und in der 100er meist 110-120. Auf der Autobahn immer zw. 140 und 150. Bis jetzt bin ich immer gut weg gekommen. Zahle regelmäßig meine Strafe - auch wegen zu dicht auffahren. Das ganze hält sich aber wegen meinem eher netten Umgang mit der Obrigkeit in Grenzen. Monatlich lass ich mir das so ca. 10-20 Euro kosten. Die linke Fahrbahn sollte man wenn möglich freigeben, denn es gibt nichts störenders als einen Autofahrer der in der 100er Beschränkung seine 95 dahintuckert und nicht mal auf die Idee kommt rechts zu fahren. Meistens weichen solche Autofahrer wirklich erst, wenn zwisch mir und Ihnen nur mehr ca. 1 bis 2 Meter platz ist. Vielleicht liegt es daran daß ich kein schweres Auto fahre dennn - hinter denen, den Fahrern mit den echt fetten Kalibern jeseits der 120 PS Marke, weichen die meisten aus und sich da dranzuhängen ist sehr fein - wenn ich es schaffe Ihnen nachzukommen! Muß dazu sagen, daß ich im Jahr so ca. 50.000 km fahre und daher von Haus aus schneller unterwegs bin. Sobald aber jemand der Familie mitfährt - Frau und/oder Kinder - halte ich mich im großen und ganzen an die Gepflogenheiten(Abstandhalten usw.) & Beschränkungen. |
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ich fahre fast genauso wie du und zahle im schnitt nur alle 1-2 jahre 35€ ;) übrigens habe ich meinen tacho ziemlich genau geeicht. 50 am tacho sind ca. 47km/h 80 sind dann 76 km/h 100 sind ca 95km/h 130 ca. sind 124km/h 160 sind gar nur mehr 152 km/h die toleranz von mobilen radarautos ist relativ gering (so ca. max +10km/h). zivilstreifen auf der autobahn bei viel verkehr vertragen schon gut +15-20 km/h. sind alles erfahrungswerte ohne garantie :D ;) |
Ja ja - das hab ich beim letzten Strafzettel auch gehört....
War spät dran und bin Richtung Linz bei Sattledt in der 80er lt. meinem Tacho ca. 120 gefahren. Die Polizei hält mich auf und sagt zu mir ich bin um 46 km/h zu schnell nämlich 126 gefahren. - Da hab ich mal kurz geschluckt und um meinen Schein gebant. Darauf auch der Polizist "Do zagt Ihr Tacho über 130 on - des wissma" Keine Widerrede wie beim zusammentreffen mit der Obrigkeit üblich und... wieder mal Glück gehabt ATS 500 (EURO 36,40) gezahlt und die Sache war gegessen. Also hab ich meinen Tacho jetzt nicht mehr im Griff oder passt die Reifengröße nicht zu meinem Auto... auf jeden Fall bin ich jetzt vorsichtiger. |
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(Erspart eigentlich nicht, aber du weißt was ich meine?) |
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ja doch - da liege ich richtig. Stellt sich die Frage ob das nicht zu leugnende Risiko das Wert ist? (nein weiß nicht was gemeint ist.) |
gut - zurück zum Thema.
Haben härtere Strafen eigentlich einen Sinn um gegen Alkohol am Steuer vorzubeugen? Ich meine daß es ein Drama ist was sich mit dem L17 Typen abgespielt hat steht ausser Frage. Das darüber nicht einfach mit der Ausrede "Betrunken, eventuell private Probleme etc." hinweggegangen werden kann ist genauso klar. Aber es gibt unverbesserliche Schnellfahrer wie zugegebenermasen mich die glauben daß ein bischen Routine und Konzentration eher Unfälle vermeiden als langsam fahren. Und genauso gibt es unverbesserliche Bsuffahrer die meinen mit zwei Promille noch besser fahren zu können als nüchtern. Um es auf den Punkt zu bringen... ich habe selbst schon mit 0,86 im Blut einen Autounfall verursacht (Sekundenschlaf) bei dem ein guter Freund fast ums Leben gekommen wäre. Die ATS 6500 Strafe, die ATS 45.000 Rechtsanwaltskosten (übrigends total sinnlos), die ATS 150.000 Regressforderungen haben mir allerdings im Vergleich zu der Tatsache fast jemanden Umgebracht zu haben überhaupt nicht zum Denken gebracht. Freilich ist es oasch in jungen Jahren gleich so viele Schulden zu haben allerdings ist mir daß viel lieber als in jungen Jahren gleich jemandem auf dem Gewissen zu haben... Und da liegt der Hund gebraben. Es gibt zu viele Menschen die haben mittlerweile kein Gewissen mehr. Die ärgern sich eher über die Menge Bier die diese 200tsd Schilling gebracht hätten und jetzt nicht mehr bringen. |
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Aber das Risiko für Dich mußt Du abschätzen - dumm wird die Angelegenheit dann, wenn Du dadurch einen Unfall verursachst und andere Menschen zu Schaden kommen. Da endet dann Gurus Verständnis für Abstände von 1 - 2 Meter auf der Autobahn... Guru PS: Jetzt versteht Guru auch, warum die Exekutive Abstandsmeßgeräte anschafft. Gibt ja anscheinend doch sehr viele potentielle Kunden. |
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Bsoffener Bua verursacht Sachschaden, Bullen nehmen Daten auf und bitten zum Blasen. Der Bua hupft ins Auto und rast davon. Die Kiberer hetzen ihn, 2 Menschen sterben. So las ich es in diversen Zeitungen. |
Das ist wiedermal typisch: Zwei Kieberer hetzen ihn. Hättens ihn einfach davon fahren lassen sollen? Immer ist die Polizei schuld in den Augen mancher Menschen.
Stell dir vor, einer zieht dir das Taschel. Du rennst ihm nach, er stolpert, verletzt sich. Dann sagen die Leute, du bist schuld, du hast ihn gehetzt. :confused: |
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Aber Guru hat schon recht daß es eine Frechheit ist wenn man den Vordermann so bedrängt. Oft genug hab ich so einen älteren Fahrer von der Fahrbahn gedrängt wo ich mir im nachhinein dachte: "Koffer ich - will wissen wie ich fahre wenn ich so alt bin." - |
wenn ich mir die leute hier so anhöre bin ich für eine lückenlose kontrolle in ganz ö ala kaisermühlentunnel.
ob ich auf der autobahn 130 oder 140 fahre erspart mir doch keine zeit: auf 200km sind das nicht mal 7 min. wenn man einen termin hat wird man eben diese paar minuten früher wegfahren, das sollte doch kein problem sein. apropos: der verkehr fließt am besten bei einer geschwindigkeit von 80km/h. wäre sofort für eine beschränkung. dann gäbe es relativ wenige unfälle, und DAS erspart einem zeit (wegen dem stau), und nicht die läppischen minuten wegen der 10km/h unterschied. |
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bekommen jetzt alle fahrzeuge einen transponder? od. fotographieren die 200bilder/sec.? des is doch schwachsinn was da behauptet wird,des funktioniert höchstens in der nacht ,wenn 10 autos fahren. |
http://www.radarfalle.de/technik/ueb...on-control.php
http://www.oeamtc.at/netautor/pages/...g/1103906.html ps: bin auch für eine maut ala london in ganz wien (innerhalb gürtel). |
@ gaelic und alle die meinen, "auf ein paar Minuten käme es nicht an"
Durch "Schleicher" auf der dritten Spur, rücksichtslose Blockierer schnellerer Fahrzeuge und selbstgefällige "Erzieher" ihrer Umwelt verliere ich im Jahr sicherlich so meine 35 bis 38 Stunden. Dies ist ziemlich genau die Zeit einer Arbeitswoche. Sieht man einmal vom wirtschaftlichen Schaden ab, so möchte genau diese Leute sehen, wenn jemand auf die Idee käme, ihnen vorzuschlagen, auf eine Woche Urlaub zu verzichten. @ alle die von Rasern schreiben... Ich fahre gerne schnell und stehe dazu. Ich habe Erfahrung mit verschiedenen Autotypen. Ich kann Euch aus Erfahrung sagen, dass man mit z.B. einem Twingo auf der Bundestrasse mit erlaubten 100Km/h eine weitaus grössere Gefahr darstellt (für sich und die anderen), als auf derselben Bundestrasse mit 130 in einem Benz, Volvo oder BMW. Selbes gilt für Autobahnen mit höheren Geschwindigkeiten. @ alle die meinen man solle nicht zu dicht auffahren. Im Prinzip richtig. Doch was ist zu dicht? Was stört mich auf der Autobahn ein Abstand von z.B. drei/vier Metern zum Vordermann, wenn ich durch seinen Wagen hindurch die Strasse vor ihm sehen kann, damit abschätzen kann, wann er bremsen wird müssen und selbst die besseren Bremsen habe und konzentriert fahre? Nach dem Vertrauensgrundsatz habe ich keinen Grund zur Annahme, dass der Vordermann ohne Grund bremst. Mit einem Kleinwagen 25 Meter hinter einem vorschriftsmässig mit 130Km/h fahrenden z.B. BMW mit heraubgelassener, sichtbehindernder Heckfensterjalousie herzufahren ist verantwortungsloser - denn der bremst von 130 auf 0 in ca. 60m und da möchte ich sehen, wo der brave Kleinwagen dann landet... Aber wen werden unsere "Helfer" mit ihren Abstandsmessgeräten wohl strafen? -------------- Das Problem ist doch, dass die meisten einfach nicht konzentriert fahren und dazu ihr Auto meist gar nicht richtig kennen. Soll heissen, nicht wissen, wann der Wagen wie auszubrechen droht, wie lange ihr Bremsweg wirklich ist und ähnliche Dinge. Fährt man mit einem flotten Wagen in Deutschland und hat das Glück, sich an einen Bulk von zwei/drei "Schnellen" anhängen zu können, die so mit 200-230 dahinsausen, fängt einem als Ösi das Herz zu lachen an. Da weiss der erste ganz genau, was der letzte im Bulk macht und umgekehrt. Es wird Rücksicht genommen und es ist ein Vergnügen, das wesentlich ungefährlicher ist, als auf der Tangente zu fahren. Das Problem ist, dass durch die jahrzehntelange Bevormundung viele von Euch einfach bevormundet werden wollen, sich wohl fühlen, wenn andere angeblich für sie denken, selbst möglichst keine Verantwortung übernehmen wollen, weil sie zu ängstlich sind, dieser nicht gerecht zu werden. Das Problem ist, dass viele ihren Wagen wirklich nicht einmal im Ansatz kennen, geschweige denn beherrschen, was am besten beim Einparken beobachtet werden kann. Auf die Frage "wie breit ist Dein Wagen" bekam ich schon Antworten bis zu "knapp 3 Meter" (!!!) Das Problem ist, dass solche Leute autofahren dürfen und nicht belangt werden können. Sie fahren ja soooo vernünftig... Das Problem ist, dass die meisten "vernünftigen" Fahrer auf eine Jahreskilometerleistung von 4000 bis 5000 (davon das meiste in der Stadt oder ihrer näheren Umgebung) kommen. Daher: Wer langsam(er) fahren möchte, der tue es. Aber er möge bitte auch auf die, die schneller fahren wollen (und Strafmandate riskieren) genau die Rücksicht nehmen, die er von allen anderen Verkehrsteilnehmern auch einfordert. Dann stünde selbst einer Aufhebung von Tempolimits nichts im Wege... ------------------------------------ Zum eigentlichen Thema: Der Junge ist mit Freunden unterwegs. Freund: "Komm, i lad di ein, trink was" Freund später: "Heast, di nächste Runde geht oba auf Di" Und so weiter. Plötzlich ist er betrunken. Alkohol macht viele Menschen unvorsichtig. Er steigt daher doch in den Wagen und fährt. (Nüchtern, hätte er es nicht getan) Und schon sind die "Freunde" da. Adrenalinausstoss. Kurzfristiges realisieren, was jetzt kommt. Vater hat gesagt "sauf' ja net, wennst fahrst. I darschlog di, wenn's da den teuren Schein, den i grod zoat hob, wegnehma". All das geht in dem, unter schweren Alkoholeinfluss stehenden, Hirn vor sich. Der Junge rastet aus und steigt auf's Gas... Er ist zu verurteilen, klar, aber ist diese Reaktion bei einem 17jährigen wirklich so unverständlich. Man sollte vielleicht aufhören, derart jungen Menschen immer zu drohen... Vor langer Zeit, in meiner Jugend, verbrachte ich viele Wochenenden am Land. Auch dort wurde betrunken gefahren. Doch da gab es den Dorfgendarm. Der half einem. Er fuhr vor dem Betrunkenen langsam her und geleitete ihn heim. Er war allerdings stinksauer, wenn man derartigen Geleitschutz nicht in Anspruch nahm und dann auch noch betrunken schnell fuhr. Dann kam er ins Haus und hielt stundenlange Moralpredigten. Das fürchteten die Leute und fuhren langsam, wenn sie getrunken hatten. Es kam zu keinen Unfällen. Der kleine Gendarmerieposten wurde dann gesperrt, die Zuständigkeit fiel an einen Posten der Autobahnpolizei. "Scharfe Hunde". Betrunken fahren - Führerschein weg. Sechs Monate später gab's den ersten betrunkenen Schwerverletzten - er fuhr trotz entzogenen Führerscheines... Und die Moral von der Geschicht? Ich rede nicht davon, dass man betrunken fahren soll (wenn es auch hier Unterschiede gibt - ein betrunkener, vorsichtig fahrender Taxler ist mir immer noch lieber, als so mancher brave, verantwortungsbewusste Normalautofahrer...) ich meine nur, dass nicht alles, was für einige gut ist, zwangsläufig für alle gut sein muss. Aber man sollte immer die konkrete Situation beurteilen und auch im schlimmsten Fall versuchen zu verstehen. Hingegen sollte man sich vor nach Todesstrafe rufenden, verantwortungsvollen Erziehern ihrer Umwelt, die jede Art der Berauschung am liebsten generell verboten sähen, äusserst in acht nehmen! In diesem Sinne... |
@FXP: den "wirtschaftliche" schaden der durch unfälle durch raserei, alkoholismus, staus wegen unfällen durch raserei,... entsteht hast du wohl vergessen.
noch dazu kommt das risiko menschen zu verletzen bzw. zu töten. und da gibt es kein argument dagegen. wer viel mit dem auto unterwegs ist will sicher rasch zum ziel kommen, verständlich, aber das rechtfertigt noch lange nicht das überschreiten von geschwindigkeitsbegrenzungen. und das jemand blockiert mag ich auch nicht und tue ich auch nicht. aber trotzdem fahre ich meine 130-140, so genau kann man die geschw. ohne tempomat eh nicht halten. und wenn jemand vor mir ist der langsam fährt, fahre ich deswegen trotzdem nicht auf 5 meter auf, betätige die lichthupe,... und überhole wenn möglich auch noch rechts. solchen typen gehört am besten der schein gezupft. |
ach ja, und wenn jemand gerne schnell fährt: es gibts die möglichkeit auf diversen rennstrecken,... sein auto, motorrad und leben zu riskieren.
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@gaelic
Komm, bleib realistisch und versuche nicht, mich mit verantwortungsbewusst klingenden, jedoch nicht haltbaren Pseudoargumenten auszutricksen. 5 Minuten pro Fahrt, hochgerechnet auf ca. 2Mio. fahrten pro Tag österreichweit, ergeben bei 250 Tagen im Jahr 5,2Mio Arbeitstage zu 8 Stunden. 7300 Schwerstunfälle, die je 200 Autos eine Stunde blockieren (die letzten Zahlen sind so hoch gegriffen, dass sie, würden sie Realität, in unserem Land wohl zu einem kompletten Autoverbot führen würden), machen gerade einmal 182500 Arbeitstage zu 8 Stunden aus. Soviel zum wirtschaftlichen Schaden... Zum ebenso verantwortungsvoll klingenden "Risiko Menschen zu verletzen oder zu töten": Wenn's mit 130/140 Km/h kracht, ist dieses Risiko nicht wesentlich geringer, als wenn es mit 150/160Km/h einen Crash gibt. In Deutschland, wo wesentlich schneller gefahren wird, ist die Zahl der Verkehrstoten/Schwerverletzten pro 1000/Unfälle geringer als bei uns... Was das Rechtfertigen von Geschwindigkeitsübertretungen anlangt, so gibt es dafür KEINE Rechtfertigung. Eine Geschwindigkeitsübertretung ist ein eindeutiger Bruch einer Vewaltungsverordnung. Damit ist eigentlich alles klar. Jeder muss einfach für sich selbst entscheiden, ob er sich hier konform veralten will oder nicht. Dies wird vielfach davon abhängen, ob man sich einfach leiten lässt und treuherzig davon ausgeht, dass "die da oben schon wissen werden was sie tun" oder ob man die Unsinnigkeit einzelner Verordnungen deutlich erkennt und durch sie die eigene Intelligenz beleidigt sieht. Doch mir ging es überhaupt nicht darum, Geschwindigkeitsübertretungen zu rechtfertigen. In vielen der hier von Schnellfahrgegnern geposteten Beiträgen hat man das Gefühl, das jeder Schnellfahrer als verantwortungsloser Raser, ja fast potentieller Mörder gesehen wird. Dem will ich widersprechen. Denn mit einem Wagen, der auf 300Km/h ausgelegt ist, bei 250Km/h abregelt, auf einer dafür geeigneten, leeren Strasse 220Km/h zu fahren, ist in den meisten Fällen ungefährlicher, als mit einem Kleinwagen mit 140 im normalen Autobahnverkehr unterwegs zu sein. Ein Schnellfahrer muss damit nicht also unbedingt verantwortungslos handeln, auch wenn ihm, so man ihn erwischt, der Führerschein entzogen wird. Auch das knappe Auffahren muss nicht zwangsläufig gefährlich sein, wie ich im ersten Posting schon zu zeigen versucht habe. Und selbst das rechts Überholen kann unter (seltenen) Umständen gefahrlos sein, auch wenn ich das persönlich kaum mache. Denn solange Fahrer auf der Strasse sind, die ein vorgegebenes Tempo ohne Tempomat nicht halten können, muss ich davon ausgehen, dass ihre Aussenspiegel (der rechte sicher, der linke wahrscheinlich auch) fast neu (also kaum benutzt) sind, da ihre Fahrzeugbeherrschung beim Spurwechsel bereits so beansprucht werden dürfte, dass von einem gleichzeitigen Blick in den Spiegel nicht ausgegangen werden kann. Also bleibe ich sicherheitshalber lieber knapp hinter ihnen und hoffe, dass mein Blinken über den Innenspiegel irgendwann einmal ihr Auge erreicht... :D :D :D |
Seit es Tempolimits gibt, wird gemeckert: Für die einen sind sie immer noch zu wenig und die anderen fühlen sich in ihrem Fahrgefühl eingeschränkt. Fakt ist, daß Tempolimits verfügt werden, wo Sicherheitsrisiken bestehen oder auch aus Umweltschutzgründen, hier sei nur der Lärmschutz erwähnt. Eine Diskussion um Tempolimits bewegt sich im Spannungsfeld zwischen der Einsicht, daß die überwiegende Mehrheit der Unfälle auf nicht angepaßte Geschwindigkeit zurückzuführen ist, und, daß es andererseits Widerstände gegen die "von oben" verordnete Tempobremse gibt.
Tempolimits reduzieren die Anzahl und die Schwere der Unfälle. Überhöhte Geschwindigkeit birgt ein enormes Unfallrisiko, da sich der Bremsweg bei hohem Tempo exponentiell verlängert. Dieser lange Bremsweg verunmöglicht ein Anhalten bei drohender Gefahr. Somit ist nicht angepaßte Geschwindigkeit der Unfallverursacher Nummer Eins. Tempolimits schonen die Umwelt und sorgen für niederen Benzinverbrauch. Im europäischen Vergleich der Tempolimits bildet Österreich mit 100/130 im Freilandbereich mit Deutschland und Spanien ein Schnellfahrerparadies. In den meisten europäischen Staaten gelten 90 bzw. sogar 80 km/h im Freiland und 100 bzw. 120 km/h auf Autobahnen |
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Die Unfälle finden doch größtenteils nur deswegen statt, weil sich die Leute nicht _angepaßt_ bewegen. Wenn eine Kolonne auf der Autobahn 100 fährt, dann gehen 150 halt einmal nicht, außer Du öffnest die dritte Dimension. Zitat:
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Aber etwa 30% Bremsweg weniger - das kann schon entscheidend sein, ob Du einen Unfall hast oder nicht. Zitat:
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Übrigens: wie hoch ist Deine Reaktionszeit? 0,01 Sekunde? Weil in der fährst Du auch noch ungebremst weiter... Zitat:
Langer Rede kurzer Sinn - es bleibt jedem selbst überlassen, ob er sich an Gesetze halten will oder nicht. Nur wenn jemand Gurus Freiheit nur deswegen einschränkt, weil er glaubt, er könne tun was er will und bräuchte sich nicht um irgendjemanden anderen zu kümmern, dann wird Guru bösartig. Guru fährt im Jahr auch so etwa 50 - 70.000 km, auch mit einem Vehiculum, dass über die notwendigen PS und sogar einen Tempomat verfügt - aber langfristig gesehen ist es eben gesünder, unsere 130 als Richtgröße im Auge zu behalten. Guru |
Na also!
Den Dreien -FXP- -Cindy- & -Guru- ist wohl nichts mehr hinzuzufügen. Wünsche daher noch: Gu(r)te fahrt. (Denn der ist eindeutig und garantiert lebensrettend - schon zweimal erlebt!) |
Argumente sind ja jetzt schon genug ausgetauscht worden, deswegen richte ich jetzt noch eine Bitte an unsere vorschriftstreuen FahrererInnen.
Fährt bitte wenigstens immer brav rechts, haltet genug Abstand zum Vordermann, sodass auch ein überholen nur eines Autos jederzeit möglich ist und vor allem regt euch nicht auf, wenn ihr mal überholt werdet. ;) |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 12:19 Uhr. |
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