WCM Forum

WCM Forum (http://www.wcm.at/forum/index.php)
-   Guru, e-Zitate & Off Topic (http://www.wcm.at/forum/forumdisplay.php?f=15)
-   -   Glaube JA/NEIN (http://www.wcm.at/forum/showthread.php?t=92372)

wol 29.03.2003 21:01

Zitat:

Original geschrieben von Ministerialrat Mailbomber

Gut und Böse ist Ansichtssache...

In Wirklichkeit gibt es Gut und Böse gar nicht, genauso wenig wie Gerechtigkeit und alles mögliche andere, zB Schönheit, Hässlichkeit, .... Das haben sich die Menschen ausgedacht, sind also rein auf den Menschen bezogen und ohne ihn nicht denkbar. In der Natur zB. ergibt gut , böse, gerecht, ungerecht,schön, hässlich ... überhaupt keinen Sinn.

3of4 29.03.2003 21:21

Zitat:

Original geschrieben von wol

In Wirklichkeit gibt es Gut und Böse gar nicht, genauso wenig wie Gerechtigkeit und alles mögliche andere, zB Schönheit, Hässlichkeit, .... Das haben sich die Menschen ausgedacht, sind also rein auf den Menschen bezogen und ohne ihn nicht denkbar. In der Natur zB. ergibt gut , böse, gerecht, ungerecht,schön, hässlich ... überhaupt keinen Sinn.

stimmt

Deep_Thought 29.03.2003 21:52

Wenns um so ein Thema geht fällt mir immer folgender Witz ein.

Treffen sich zwei Planeten sagt der eine zum anderen "ja was hast denn du siehst ja gar nich gut aus" darauf der andere "ach ja mich plagts schon einige Zeit ich hab Homo Sapiens" darauf wieder der eine "Denk da nix des geht vorbei das hatte ich auch"

Und daran glaub ich auch. Ich denke nicht das wir uns schnell genug weiterentwickeln um andere Planeten zu besiedeln und ich denke auch nicht dass wir dermaßen zu Umweltschützern werden dass wir auf der Erde überleben können.

D_T

Memphis 30.03.2003 13:02

Ich glaube an Gott und bin praktizierender Christ obwohl ich bei keiner Religionsgemeinschaft dabei bin. Ich war früher zwangsweise Katholisch bin aber mit 18 ausgetreten da ich die Kirche btw alle Religionsgemeinschaften eher als Firmen sehe die nichts mit christlicher Nächstenliebe zutun haben. Meine Kinder sind auch nicht getauft, werden aber trotzdem "christlich" erzogen :)
Für mich zählt die Bibel als Grundlehre.

gnagflow 30.03.2003 22:14

Zitat:

Original geschrieben von Memphis
Für mich zählt die Bibel als Grundlehre.

fuer mich auch:)
welche uebersetzung? oder gar urtext???;)
es gibt da ja zum teil erhebliche unterschiede, vor allem wenn man z.b. die "neue welt"-uebersetzung (fuer nicht eingeweihte: von jehovas zeugen) und die luther'84 vergleicht.

hometown 30.03.2003 23:06

egal ob
 
katholisch, hinduismus, moslem etc.

alle glauben an das positive.

ob ich noch katholisch bin oder von jedem etwas, das wissen die obere Instanz, die Wahrheit ist da draußen.

;)

Tarjan 31.03.2003 02:05

Ist ja zu hoffen dass man an das positive glaubt, auch wenn man eingeschworener Atheist wie ich bin.

PrinzRazzo 12.04.2003 02:33

Re: egal ob
 
Zitat:

Original geschrieben von hometown
katholisch, hinduismus, moslem etc.

alle glauben an das positive.

ob ich noch katholisch bin oder von jedem etwas, das wissen die obere Instanz, die Wahrheit ist da draußen.

;)

ich glaube auch, daß "gott" die gesamtheit aller positiven gedanken, gefühle oder taten ist und daß gott genauso ein teil von pong ist.

und tarjans gott ist schon sein glaube an das positive

in diesem sinne allen einen wunderschönene guten abend

lg

CISK 12.04.2003 03:35

ich bin brav röh/kath.
nur an DIE kirche kann ich leider nur mehr schwer glauben

PrinzRazzo 12.04.2003 10:16

Zitat:

Original geschrieben von CISK
ich bin brav röm/kath.
nur an DIE kirche kann ich leider nur mehr schwer glauben

:ja:

moin moin!

ich glaube auch nicht an den einzigen katholischen gott und daß alle protestanten, moslems usw. nicht in den einzigen (katholischen) Himmel kommen.

und für alle, die wissen, gute christen zu sein:

wer glaubt etwas zu sein, hört auf etwas zu werden. :hehe: [size=0,5]cu in hell[/size]

lg

gnagflow 12.04.2003 11:38

Zitat:

Original geschrieben von PrinzRazzo

:ja:

moin moin!

ich glaube auch nicht an den einzigen katholischen gott und daß alle protestanten, moslems usw. nicht in den einzigen (katholischen) Himmel kommen.

wer den katechismus der r.k.-kirche kennt, weiss auch, dass das mit sicherheit nicht behauptet wird.
Zitat:


und für alle, die wissen, gute christen zu sein:

wer glaubt etwas zu sein, hört auf etwas zu werden. :hehe: [size=0,5]cu in hell[/size]

lg

es gibt keine guten/schlechten christen, es gibt gute/viele graustufen/schlechte menschen.
und
man ist weder als mensch, noch als christ (oder angehoeriger bzw glauebiger jedweder anderer religion oder konfession) jemals "fertig".
Zitat:


Original geschrieben von CISK

ich bin brav röm/kath.
nur an DIE kirche kann ich leider nur mehr schwer glauben

glauben ist nicht "nur" eine frage von koennen, es ist auch ein geschenk ;)

CISK 12.04.2003 12:31

Zitat:

Original geschrieben von gnagflow



glauben ist nicht "nur" eine frage von koennen, es ist auch ein geschenk ;)

ein geschenk?
wie was?

Yolgie Bear 13.04.2003 01:20

Geschichtlicher Exkurs der Religionen:

Ägypter: Ihre Religion erklärte wieso der Nil überschwemmt, wieso 1 Person über alles bestimmen durfte, ...

Inder: Ihre Religion erklärte wieso der Ganges reinigend war, wieso es regnet, ...

Wikinger: Ihre Religion erklärt wieso es Donnert und Blizt, wieso es dürreperioden gibt, ...

"Christen": Ihre Religion erklärt wieso man nicht töten soll, wie man in einer Gemeindschaft leben soll, ...

Indianer: Ihre Religion erklärte wieso die Büffel wanderten, und wieso die Weissen kamen und sie bekäpften, ...

Ich glaube ihr wisst worauf ich hinauswill.
In allen Stammen/Gruppen/Völkern dieser Erde gibt es Religionen, Mythen, Götter die es den Menschen ermöglichen in einer Welt zu leben die sie nicht verstehen und nie völlig verstehen werden. Doch alle diese Religion, Mythen, Götter sind von Menschen erschaffen worden. Menschen die Gutes wollten. Menschen die wollten das andere ohne Sorgen leben, Menschen die wollten das es andere leichter haben. Erzählen wir nicht auch unseren Kindern vom lieben Gott der auf sie aufpasst? Erzählen wir das weil wir daran glauben das 24/7 ein Wesen jeden unserer Schritte überwacht oder erzählen wir das weil wir unseren Kindern ein paar Sorgen uns Ängste nehmen wollen?

Ich bin der Meinung das jeder Mensch etwas braucht an das er glauben kann, aber nicht für jeden Menschen muss dies unangreifbar sein. Ich glaube das meine Familie immer für mich da ist und das es immer schlechter sein könnte. Das hilft mir mit Dingen fertigzuwerden die sonst sehr schwer für mich wären.

DiabloII 13.04.2003 01:45

ich bin mein eigener gott...

otys 13.04.2003 19:42

Zitat:

Original geschrieben von DiabloII
ich bin mein eigener gott...
nachdem ich Atheist bin, nehme ich das Recht für mich in anspruch, nicht an dich zu glauben. ;)

DiabloII 14.04.2003 02:44

ich bin ja nicht dein gott oder sonstjemandes gott sondern nur mein gott. und ich finde jeder sollte für sich sein gott sein sofern er dazu in der lage ist.

kikakater 14.04.2003 15:51

Gott oder nicht Gott: Das Göttliche kommt erst mit der sozialen Interaktion ins eigene Leben, sein eigener Gott zu sein, bedeutet sich selbst zu erhöhen, weil jeder nur für sich selbst vorhanden wäre.

Gott zu leugnen ist das gleiche wie sich selbst zu erhöhen. Eine Hilfe für den anderen zu sein ist eine Verpflichtung für jeden, es kommt auch hundertfach wieder zurück, wenn man auch für andere und nicht nur sich selbst da ist.

DiabloII 14.04.2003 16:33

du missverstehst mich.
ich entscheide was ich tue ich entscheide welche wege im leben ich gehe ich bin architekt meiner zukunft. soziale interaktion oder was auch immer sind nur einflüsse von aussen die aufnehme verwalte die mich in einer art beeinflussen oder auch nicht aber letztendlich entscheide ich was ich tue.
und kein allmächtiges wesen im himmel auf einem berg in der sonne oder sonstwo mit einem masterplan in dem menschen wie spielfiguren zum zweck der erfüllung des masterplans herumgeschoben werden wird mich beeinflussen.

das hatt nichts damit zu tun das ich mich selbst erhöhe sondern eher damit das sich andere selbst herabstufen wenn sie sich jedesmal wenn etwas nicht gut läuft(tod eines sehr jungen mittmenschen zb) aller verantwortung entziehen und brabeln gottes wege sind unergründlich und gott hatt einen plan für alle von uns.

PrinzRazzo 14.04.2003 16:41

@gnagflow
ich spiele auf jene christen an, die sich selbst als gute christen sehen, aber trotzdem schwarze oder überhaupt andersfarbige sowie homosexuelle diskriminieren, ihre kinder notfalls mit gewalt (physischer und natürlich auch psychischer) zwingen den gottesdienst zu besuchen und die einem sandler auch in 1000 jahren nicht einen fuckin* eurocent geben würden. soll der asoziale wos hackeln.

ich kenne viele christen, die ihr kind mit gewalt zur liebe erziehen!!! (g´sunde watschn in christlich koservativen kreisen nach wie vor weit verbreitet)

liebe deinen nächsten wie dich selbst usw. wenden diese ´paradechristen` gerade dann an, wenn es ihnen in den kram paßt.

diese aufstellung ist natürlich etwas überzogen.
ich kenne aber einen ganzen "Arsc*voll" von diesen wahren christen, denen nichts wichtiger ist, als scheinheilig alle anderen als sünder dastehen zu lassen und die selbst soviel dreck am stecken haben, daß die ma 48 das rinterzelt vergrößern müßte.

mir wird nur übel, wenn sich schlechte menschen als gute christen bezeichnen.

@Yolgie Bear
ich weiß, worauf du hinauswillst ;)

@DiabloII
auch du bist gott, nur halt nicht mehr als kikakater oder meine wenigkeit selbst.
nur das bißchen gott in dir wird keine berge versetzten. wenn aber gaaaanz viele an den selben gott glauben, dann hat dieser auch mehr macht (glaub ich halt zumindest)wobei die macht auch nur von den gläubigen gegeben wird.

lg

kikakater 14.04.2003 17:14

Letztendlich ist Jesus Gott wie auch Mensch und jeder Mensch soll so handeln und behandelt werden als ob er Jesus wäre.

Das Quentchen Gott, das in uns allen ist, ist nicht durch sich selbst, sondern selbstlos. DIESES bedeutet auch, sich kein Bild von Gott zu machen. Die Heilshandlung besteht in der ernsthaften - wenn auch durch Fehler und Sünden bedrohten oder gestörten - Auseinandersetzung mit dem Geben, das oftmals schwer fällt ... und auch mit dem Vergeben, das noch schwerer fällt für blinde Rechthaberei.

miezekatze 15.04.2003 09:38

ich glaub an die menschen die mir wichtig sind und an mich selber das reicht vollkommen .. und lebn tu ich auch noch auch wenn ich nicht an gott oda so zeugs glaub :p

ah da hab ich doch glatt nu was vagessn.. die leute die an gott glaubn stören mich nicht - solange sie mich mit dem zeugs net belästigen soll doch jeder glauben was er will :)

Pavlovs_Dog 15.04.2003 17:32

Zitat:

klane ich glaub an die menschen die mir wichtig sind und an mich selber das reicht vollkommen
Den "Glauben" (welchen auch immer) finden die Menschen ja immer erst wenn es ihnen dreckig geht.
Wenn sie ein Kind verloren haben und es nicht verstehen können daß es einfach nicht mehr da sein soll.
Wenn sie alt werden und sie es nicht verstehen können daß danach nichts mehr übrig sein soll.
Wenn sie im Krieg leben und keiner da ist der ihnen die Angst nehmen kann.
Wenn sie eine Krankheit haben und sich nicht erklären können "warum gerade ich?"

Drum - Klane - sei dich blos nicht sicher daß es immer so sein wird.

Tarjan 15.04.2003 18:00

Deswegen habe ich weiter vorne auch geschrieben:

Allerdings der Glaube an sich (an was auch immer) ist nicht schlecht, da er für den einzelnen viel bewirken kann.

wol 15.04.2003 21:23

Glauben heißt nix wissen! :D

Tarjan 15.04.2003 23:35

Ich weis eh nix, aber ich glaube auch an nicht viel :D.

porli 17.04.2003 02:06

ich weiß nicht so recht!

als kleines kind wird da schon eingepfärcht dasd jeden sonntag in die kirche musst! imma a gute nacht gebet usw!
und wennst amal bei deinen großeltern sagst: " he ich bin nicht so strenggläubig" oje aba dann, dann schauns dich gleich alle bös an!

was soll das! soll doch jeder seinen freien glauben haben! wir haben ja "theoretisch" auch die meinungsfreiheit! :rolleyes:

einen jedem das seine!

gott,yehowa, budda, sich selber..... !

Mupped 21.04.2003 01:58

Also da ist vor rund 2000 jemand ans Kreuz genagelt worden. Nehmen wir mal an es war wirklich der Sohn Gottes der von den damaligen Gerichten wegen Gotteslästerung (!) zum Tode verurteilt wurde.

Das sagt mir zum einen, daß die damals überhaupt keine Ahnung gehabt haben, genausowenig wie heute, WAS der überhaupt wollte, weil sonst hätten Sie Ihn ja nicht ans Kreuz genagelt.

Und zum zweiten: frag ich mich, wer auf die wahnwitzige Idee gekommen ist, daß durch einen einfachen Mord plötzlich die ganze Welt frei von Schuld sein soll. :heul:


Also wer da noch glaubt - der sollte vielleicht mal anfangen zu denken.

Tarjan 21.04.2003 10:26

Das witzige daran ist ja, das Christus (sofern er gelebt hat) im Mittelalter von der Kiche ja höchstwahrscheinlich als Ketzer verbrannt, und in der heutigen Zeit halt ignoriert oder angefeindet würde.

zed 21.04.2003 15:37

Zitat:

Original geschrieben von Tarjan
Das witzige daran ist ja, das Christus (sofern er gelebt hat) im Mittelalter von der Kiche ja höchstwahrscheinlich als Ketzer verbrannt, und in der heutigen Zeit halt ignoriert oder angefeindet würde.

das mit sicherheit, bei den revolutionären ideen die der hatte (sonfern er gelebt hat)


@porli
jedem sein glaube, nur aufzwingen würde ich mir den von niemandem lassen. und wenn die grosseltern böse schaun, dann lass sie halt, ist deren problem wie sie damit umgehen.


mir ist so und so dieses ganze glaubensgetue an gott (wie immer er jetzt genannt wird) mehr als suspekt.
ich bin sehr wohl der meinung dass es im universum höhere mächte als uns lächereliche menschen gibt, aber das das sowas "reelles, greifbares" wie ein gott sein soll.. das finde ich doch sehr blauäugig, naiv und realitätsfremd.

Mupped 21.04.2003 20:22

Zitat:

Original geschrieben von zed


mir ist so und so dieses ganze glaubensgetue an gott (wie immer er jetzt genannt wird) mehr als suspekt.
ich bin sehr wohl der meinung dass es im universum höhere mächte als uns lächereliche menschen gibt, aber das das sowas "reelles, greifbares" wie ein gott sein soll.. das finde ich doch sehr blauäugig, naiv und realitätsfremd.

Ja das stimmt - und doch ist es ebenso blauäugig, naiv und realitätfremd, daß das alles um uns herum nur Zufall war und keine weitere Auswirkung haben soll.

Tarjan 21.04.2003 20:59

Das anthropische Prinzip der Physik lässt grüßen ;): http://www.klawi.de/anthr.p.htm

gnagflow 21.04.2003 21:03

Zitat:

Original geschrieben von zed

mir ist so und so dieses ganze glaubensgetue an gott (wie immer er jetzt genannt wird) mehr als suspekt.
ich bin sehr wohl der meinung dass es im universum höhere mächte als uns lächereliche menschen gibt, aber das das sowas "reelles, greifbares" wie ein gott sein soll.. das finde ich doch sehr blauäugig, naiv und realitätsfremd.

was ist an gott greifbar? - wohl doch nur die auswirkungen des glaubens - wenn man glaubt. aber sonst?

imho hat glauben immer etwas mit persoenlicher erfahrung zu tun und damit, dass man ein zwar reelles, aber ungreifbares gegenueber in jesus hat.
das hat aber meines erachtens nichts mit blauäugig, naiv und realitätsfremd zu tun. persoenliche erfahrung halt.

edit:
grausiges design, die seite. brrr!

otys 22.04.2003 16:05

Zitat aus Federico Di Trocchio "Newtons Koffer":

Ebenso wahrscheinlich ist, dass in einem unendlichen Universum die erweiterte Version des "elften Gebotes" gilt. Dieses Gebot verdankt sich nicht Moses, sondern dem Nobelpreisträger Murray Gell-Mann, der die Auffassung vertrat, dass auf dem Gebiet der Elementarteilchen (sein Spezialgebiet) und der Quantenmechanik das Prinzip gelte, "was nicht verboten ist, ist obligatorisch". Auch hochgradig unwahrscheinliche Phänomene, so meinte er damit, ereignen sich früher oder später notwendig, sofern sie mit der Feldtheorie nicht inkompatibel sind.
Regge schlägt in seinem Buch eine erweiterte Version des elften Gebotes vor, das danach für das gesamte Universum und nicht nur für die Teilchenphysik gelten soll:

"Ein möglicher Gegenstand, auch wenn er extrem unwahrscheinlich ist, muss sich in irgendeinem Ereignis der Raumzeit realisieren." Kurz, alles, was auch nur minimal wahrscheinlich ist, wird früher oder später Wirklichkeit.

In einem Gespräch mit dem Schriftsteller Primo Levi sagt Regge:

"Eine Statue von Primo Levi aus tibetanischen Olivenöl, das auf 200 Grad minus gefroren ist, gibt es sicher in irgendeinem Teil des Universums: Es handelt sich um ein extrem unwahrscheinliches Objekt, weshalb man sicher einige Milliarden Jahre reisen muss, um es aufzufinden, aber irgendwo existiert es. Das Universum ist unendlich, weil es allem Raum bieten muss, was erlaubt ist, denn alles, was erlaubt ist, ist obligatorisch." (Dialogo: Primo Levi e Tullio Regge)

3of4 22.04.2003 16:15

@otys: genial!!!

otys 22.04.2003 16:49

Zitat:

Original geschrieben von Tarjan
Das anthropische Prinzip der Physik lässt grüßen ;): http://www.klawi.de/anthr.p.htm
zu Lee Smolin, der auf dieser Seite zitiert wird, sollte man fairerweise auch noch folgendes anmerken, denn dann relativieren sich diese Zahlen:



Babyuniversen

Mupped 23.04.2003 23:41

Zitat:

Original geschrieben von otys

"Ein möglicher Gegenstand, auch wenn er extrem unwahrscheinlich ist, muss sich in irgendeinem Ereignis der Raumzeit realisieren." Kurz, alles, was auch nur minimal wahrscheinlich ist, wird früher oder später Wirklichkeit.



"Eine Statue von Primo Levi aus tibetanischen Olivenöl, das auf 200 Grad minus gefroren ist, gibt es sicher in irgendeinem Teil des Universums: Es handelt sich um ein extrem unwahrscheinliches Objekt, weshalb man sicher einige Milliarden Jahre reisen muss, um es aufzufinden, aber irgendwo existiert es. Das Universum ist unendlich, weil es allem Raum bieten muss, was erlaubt ist, denn alles, was erlaubt ist, ist obligatorisch." (Dialogo: Primo Levi e Tullio Regge)


Warum sollte das Universum unendlich sein? Das Wort "Schöpfung" beinhaltet ja einen Rahmen - etwas mit einem Ende worüber man nicht hinauskommt. Ich glaube eher das dieser Grobe Teil mit Namen "Universum" der kleinste Teil der Schöpfung ist.

wol 24.04.2003 19:12

Das Problem ist: Man kann es sich weder unendlich noch endlich vorstellen. Wir Küchenschaben sind wohl zu primitiv dazu. Wie die Fliege an der Fensterscheibe...

maXTC 24.04.2003 19:27

Zitat:

Original geschrieben von wol
Das Problem ist: Man kann es sich weder unendlich noch endlich vorstellen.
also ich kann das, zumindest "endlich"...

endlich ist meine alte zu hause, ich habe eh schon hunger! :D;)

Tarjan 24.04.2003 20:10

Tja dewegen haben wir ja Gott erfunden, weil wir uns das nicht vorstellen können.

@maXTC: schickst sie mir auch vorbei, ich habe auch Hunder :D.

otys 26.04.2003 18:18

Zitat:

Original geschrieben von Mupped



Warum sollte das Universum unendlich sein? Das Wort "Schöpfung" beinhaltet ja einen Rahmen - etwas mit einem Ende worüber man nicht hinauskommt. Ich glaube eher das dieser Grobe Teil mit Namen "Universum" der kleinste Teil der Schöpfung ist.

Diese Frage schien endgültig beantwortet zu sein, als Einstein sein Modell eines, dank der Krümmung des Raumes, endlichen und konstanten, aber nicht begrenzten Kosmos mit gleichmässiger Materieverteilung skizzierte.
Aber Einstein irrte: Das Universum, so meinte man später, entstand aus einer gewaltigen Explosion und befindet sich in ständiger Ausdehnung. Wenn es offen und unendlich ist, wird es sich immer weiter ausdehnen. Ist es dagegen geschlossen und endlich, wird auf die Ausdehnungsphase eine Kontraktion erfolgen und am Ende wird der Kosmos in sich zusammenstürzen und aufhören zu existieren.

Das Problem ist noch offen. Aber die vorhandenen Daten und auch die Wissenschaftsgeschichte deuten eher auf ein unendliches Universum hin.

(aus Federico di Trocchio "Newtons Koffer")


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 08:07 Uhr.

Powered by vBulletin® Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.
© 2009 FSL Verlag