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Du stellst das so dar als ob es ein "Männervernichtungsgesetz" gäbe!
Nochmal: es gilt für beide Partner gleich! Unterhaltspflichtig wirst du nur bei einer "schuldhaften" Scheidung. Bei einer "einvernehmlichen" hast du das Problem nicht. Wenn die Geschiedene aus Berechnung nicht wieder heiratet hast du ein Problem - wobei eine "eheähnliche Beziehung" auch reicht. Du mußt es halt nachweisen können. Dass es Probleme und auch Einseitigkeiten gibt, habe ich nicht abgestritten! Aber deine überzeichnete Darstellung stimmt so wohl nicht, dass "Hundertausende vernichtet werden". Klingt sehr martialisch. Und dass alle Männer, die schuldig geschieden werden unschuldig sind, kann wohl auch nicht sein. Vielleicht bei manchen, aber sicher nicht bei allen. Und dann... |
Der arme J@ck! Sucht eine Wohnung für seine junge Familie, und ihr stellts ihm hier die schlimmsten Horroszenarien dar.
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Ja, ist richtig - eigentlich sind wir sehr weit vom eigentlichen Thema weg. :-)
@LoM: Du bist ja auch (hoffentlich glücklich!) verheiratet (oder "nur" eine Partnerschaft?) und hast einige Kinder. Da sollte man ja schon auch für alle (noch) nicht verheirateten (jungen?) MitleserInnen betonen, dass es auch viele schöne Seiten einer Ehe - vorallem mit Kindern! - gibt. Oder nicht? ;) |
:heul:
:streichel: |
Wenn auch der gute LOM im IT-Bereich und Zwischenmenschlichem schon sehr viel gute Tips/Posts gegeben hat, dass was er so jetzt von sich gibt ist einfach billiger Schrott.
Die Probleme liegen tiefer als, wie dargestellt wurde, möglicher Geldverlust des 0815-Ex-Mannes oder "Geldgier" der 0815-Ex-Frau. Wir haben Gesellschaftliche Probleme und nicht Gesellschaftspolitische (Gesetze,etc.). Eine massive geistige Degeration/Rückschritt eben (dass sind die nicht so schönen Elemente der Globalisierung und Technifizierung). Wie gehen den die Ehen auseinander? Ist es vielleicht Untreue, Dreiecksbeziehungen, "Karrieregeilheit" und massive Übestundenbereitschaft, diese sogn. Midlife-Crisis (hat früher keiner gekannt) oder einfach nebeneinader herleben? Welche Begründungen wurden vor 30 Jahren für eine Scheidung angegeben und welche i-Tüpfchen sind es denn heute? Die Starken haben (und das ist gut so), die Rechte der Schwachen oder Minderheiten zu wahren. In unserem Fall ist das der Mann, der für Frau+Kind zu sorgen hat. Viele dieser Männer-€-Probleme sind hausgemacht (Untreue, Beziehungsaufgabe, Karriere, etc.). Natürlich gibt es immer wieder (und davon nicht unwenige Frauen), die meinen sie können das (Allimente) ausnutzen. Ex-Frau als auch Ex-Mann haben beide Rechte UND Pflichten. Bsp: Die Pflicht meines untreuen "Ex-"Vaters war für Frau+4Kinder zu sorgen, das Recht wäre u.a. das sogenannte Besuchsrecht. Da er seine Rechte (Besuch) nicht/nie wahrnimmt hat er auch (persönlich) ein Problem mit seinen Pflichten (€). Logisch; wer zahlt gerne viel für etwas, dass er nicht "konsumiert" oder "konsomieren" will. Weiters logisch: Er ist Dauerarbeitslos, erpfuscht sein Geld und auf seine Freundin (mit der er Untreu war) ist alles angemeldet (tolle Eigentumswohnung, tolles Auto, etc.). Bsp: Die Pflichten meiner Mutter bestanden darin 4 Kinder (Alter von 3 Jahre bis 10 Jahre) großzuziehen und sobald als möglich wieder Arbeiten zu gehen, da das Geld nicht reichte. Rechte: Minimale Allimente vom Ex-Mann. Und dahin will ich eigentlich jetzt das ganze Post schon kommen: Es gibt wesentlich mehr Frauen+Kind die an und unter den Existenzrand "rutschen" als Frauen+Kind die sich durch Betrug "sanieren". Es bleibt: Minderheiten sind zu schützen! Gleiches gilt für die Zahl die allimentezahlenden Ex-Männer, im Vergleich zu den Frauen+Kindern sind verhältnismäßig wenige "existenzgefährdet". ------------ @LOM: Bedenke, dass deine Kollegen sicher nicht ehrlich in der Situationsbeschreibung sind. Wer gibt schon SEINE Fehler und Versagen zu? Man schiebt es doch gerne auf Andere oder Umstände ab, oder? Ein Bild hast du erst, wenn du auch die Frau und die Kinder befragst... @J@ck: Um himmelswillen haud' dich doch noch nicht als junger, dynamischer Mensch mit junger Familie jetzt schon in die Schuldenfalle! Miete bezahlen "für etwas, dass einem doch nicht gehört" ist nicht das Schlechteste! ps: Einen Missstand gibt es noch: Tausende Unverheiratete leben (inkl. Kind) zusammen und beziehen den Alleinerzieherabsatzbetrag. Das ist ein regelrechter GesellschaftsBETRUG. |
Zitat:
Ich bin auch gerade beim Hausbauen mit meinem Freund (wir sind jetzt 12 Jahre zusammen), gut Fremdkapital ist nicht so hoch, aber trotzdem war es für uns nie eine Frage, was wäre wenn´s auseinander geht .... Lg Oliver |
@Oli: richtig! Meine Frau und ich sind jetzt 9 Jahre zusammen, da kann ich nicht mehr andauernd überlegen, was passieren würde, wenn dem nicht mehr so wäre.
Im Gegenteil gehe ich vom besten Fall aus ... bis dass der Tod uns scheidet etc. |
@franznovak:
Du sprichst mir aus der Seele! Genau sehe ich es auch! Vielleicht mit einer Ausnahme: dass der "starke" Mann für die "schwache" Frau zu sorgen hat, gilt für mich nur dann, wenn er "schuldhaft" (sprich zu seinem Vorteil) die Partnerschaft verläßt. |
Zitat:
Ist derjenige "schuldig", der es nicht mehr ausgehalten hat ? Denn eine Beziehung ist ja auch was, das auf Gegenseitigkeit beruht. Kann man jemand deswegen "schuldig" sprechen, weil er nicht mehr liebt ? Aus welchen Gründen auch immer. Furchtbar, mir ziehts alles zusammen, wenn ich nur daran denke. |
Dazu haben wir ein Rechtssystem (mit allen seinen Schwächen!!!)! Der Richter hat zu entscheiden, wenn die Partner es nicht können!
Wenn ER es nicht mehr aushält, kann er ja eine einvernehmliche Scheidung anstreben. |
Zitat:
Selbstverständlich gibt es viele schöne Seiten der Ehe. Nur kann ich nicht nur an mich selbst denken in einer Gesellschaft. Was ich mit den ganzen Postings zeigen will ist, daß man auch für andere Lebensformen Verständnis haben muss. Man muss die Realität sehen, so wie sie heute ist. Und heute ist nicht mehr die Ehe die Norm, heute könnte man die "Nicht-Ehe" als die Norm bezeichnen. Und unsere Gestezgebung hinkt dem ganzen meilenweit hinterher. Wegen den genannten schweren Betrugsfällen: Ich finde, die ganze Sache ist von der falschen Seite her aufgezäumt. Man müsste die Ehe belohnen und nicht die "Nicht-Ehe". Also z.b. wenn ich als Alleinverdiener 3 Kinder habe, müsste man die Steuerbemessung auf 2 Erwachsene verteilen und dürfte auch die Kinder nicht unberücksichtig lassen. Denn mein Einkommen verteilt sich ja auch auf 5 Leute. |
Zitat:
und das du deswegen alles nur als billigen schrott bezeichnen musst ? ich möchte einfach für alles offen sein, mit beinharter und gnadenloser verurteilung wird kein problem gelöst. Zitat:
aber siehst du nicht, daß das passiert ist, eben WEIL wir so kranke gesetze haben ? die leute werden in die illegalität gedrängt, weil sie in der legalität gar keine sinnvolle überlebenschance haben. und das ist dann ein schlag ins gesicht jedes steuerzahlenden bürgers, was dann zu noch weiterer verschärfung und radikalisierung führt. ein regelrechter teuefelskreis das ganze. einwurf meinerseits: manchmal erreicht man mehr, wenn man den druck vermindert, anstatt ihn zu erhöhen ! Zitat:
weil wir völlig verkehrte gesetze haben und weil der staat sich nicht im geringsten um seine soziale verantwortung schert ! Zitat:
hat jemand zahlen wie das wirklich aussieht ? und machts noch immer nicht klick ? könnte es nicht auch daran liegen, daß es heutzutage nur ein "alles oder nichts gibt" ? Zitat:
schon klar. aber das gilt für beide seiten. Zitat:
das ist minimal. die wirklichen betrugsfälle kosten ein xfaches. teuer sind die fälle, wo familien völlig normal zusammenleben und wo die frau notstand bezieht. und wo sie vielleicht sogar noch schwarz arbeitet. obwohl der mann ein geregeltes einkommen hat. wie gesagt: in unserem steuerrecht wird die "nicht-familie" gefördert. aber wie die derzeitige situation der menschen ist, wird dabei völlig außer acht gelassen. das ergebnis dieser realitätsfernen gesetze sind betrug im großen stil, arbeitsverweigerung, schwarzarbeit, unberechtigtes beziehen von notstand etc... |
Um deinen extremen Standpunkt ein wenig ins rechte Licht zu rücken ein paar Zahlen: Es sind nicht "Hundertausend vernichtete Männer"!
Zugegebenermaßen stammen die Zahlen aus 1997 (bessere habe ich auf die Schnelle nicht gefunden), aber ich glaube nicht dass es hundertmal schlechter geworden ist in 10 Jahren. 87% aller Scheidungen verlaufen einvernehmlich ==> kein vernichteter Mann! ca. 2300 Scheidungen waren strittig, davon war in 1300 Fällen der Mann schuld. Wenn wir annehmen, dass die Hälfte aller Männer bei einer schuldigen Scheidung von den Frauen "vernichtet" werden (wahrscheinlich sind es aber ein paar Prozent!), dann gibt es ein paar Hundert (wahrscheinlich sind es 20-50) "vernichtete" Männer und NICHT Hunderttausend. Also LoM - nicht so übertreiben!!! Ich glaub dir ja, dass es solche Fälle gibt - aber es ist NICHT die Regel, sondern die Ausnahme! Von der Regel erzählt dir keiner, von der Ausnahme berichtet jeder! Dass die Gesetze nicht ideal sind, steht auch außer Zweifel, aber diese so schlecht darzustellen, ist nur polemisch. |
Zitat:
ein fall von meinem arbeitskollegen: seine frau brachte 3 kinder mit,deren ex nur 250.- (!) für die 3 kinder zahlt,und kein gericht in österreich kann ihm mehr vorschreiben. sie soll auch froh sein ,das er nicht nur 1.- zahlt,damit wäre er auch aus dem schneider. grund: er ist selbsständig,verdient sich seinen unterhalt mit nachhilfestunden,fährt 1x jährl auf urlaub. wo wird dieser mann "vernichtet"? es gibt auch andere fälle,wie in meinem familienkreis,wo er im privatkonkurs 700.- für 2 kinder löhnen darf. aber kinder kosten halt,auch wenn man verheiratet wäre. |
Deine Fälle verstehe ich nicht so wirklich! Als Beispiel wofür sollen sie dienen? Wir haben ja auch über Unterhalt für geschiedene Frauen und nicht für die Kinder gesprochen. Und da stimmt deine Aussage:"...kein Gericht kann ihm mehr vorschreiben..." sicher nicht! Du zahlst pro Kind je nach Alter ca. 16-20% vom Nettoeinkommen. Wobei geschaut wird, was man mit seiner Ausbildung verdienen KÖNNTE und davon werden die Prozent berechnet! Wenn er dann weniger arbeitet oder einen schlecht bezahlten Job annimmt, ist das egal.
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ich kann es auch net glauben,aber leider ist es so. wenn man selbstständig ist bleibt dir viel erspart. in österreich ist nicht jeder gleich vor dem gesetz,überhaupt zw. 2 bundesländer. |
Hallo LoM!!
Wo sind deine 100000 "vernichteten Männer"? Die Statistik sagt was ganz anderes. ;) |
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bin ich entschuldigt, daß ich zwischendurch nicht so schnell antworten konnte ;) na, du hast mich mit deinen zahlen schon etwas beruhigt. das war ja auch der sinn der diskussion, ich wollte klarheit. ich bin auf meine zahlen einfach deswegen gekommen, weil ich irgendwann mal gehört habe, daß heutzutage mehr als die hälfte der ehen geschieden werden. du wirst mir jetzt eventuell genauere zahlen sagen können, wie viele % der ehen scheitern ? und da ich in wien arbeite, sehe ich wahrscheinlich auch extremere zahlen als menschen in anderen bundesländern. denn da kann man schon sagen, daß eine intakte klassische familie fast nicht mehr vorkommt. da gibt es doch fast nur noch patchwork-familien ? und von denen die noch zusammenleben, wie viele von denen können sich eine trennung einfach nicht leisten ? weil schon die eine wohnung für die familie an die grenzen des einkommens beider ehepartner geht. da ist doch gar nicht daran zu denken, plötzlich zwei wohnungen zu finanzieren. und wenn man sich für ein bestimmtes thema interessiert, weil man einen persönlichen anlassfall hat, so wie eben ich, wo zwei kollegen den hut draufgehaut haben, weils ihrer aussage nach sinnlos ist. dann zählt man halt 1 und 1 zusammen und ist etwas besorgt und denkt sich was ist da los ? |
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denn ich glaube kaum, daß man als selbständiger nachhilfe-gebender mensch, bei dem das geschäft nicht wirklich gut läuft, im geld schwimmt. und das 1x im jahr in urlaub fahren ist heute ja auch nicht wirklich was besonderes. stellt sich auch die frage welcher urlaub das ist. ich meine, ich habe mein ganzes leben noch keinen "richtigen" urlaub gehabt. kann ich mir mit 3 kindern gar nicht leisten, das würde mich tausende euro kosten, das habe ich nicht. aber ich möchte meinen, daß man als arbeitender mensch schon einmal im jahr auf urlaub fahren kann, im rahmen der vielleicht bescheidenen möglichkeiten. das würde ich auch niemandem absprechen wollen. was anderes wäre es, wenn man so wie manche leute meint, man bräuchte 3 oder mehr urlaube pro jahr. versteh mich nicht falsch, ich kenne den fall nicht. aber ich denke es könnte durchaus einleuchtende gründe geben, wo wirklich nicht mehr zu holen ist. in der mehrzahl der fälle wird es ein unselbständig erwerbstätiger sein, der bereits tausende euro abgaben im jahr zahlt. so einer kann dann sein gehalt auch nicht wirklich verheimlichen. der kann dann nur noch aufgeben oder arbeiten und trotzdem nichts mehr davon haben. |
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@Jack - wieso denn keine Genossenschaftswohnung(Gemeindewohnung)? |
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stell dir das mal vor, wenn jemand sage ich mal 1000 euro netto verdient. und sagen wir mal der hat 3 kinder. der hat doch sofort bis zu 600 euro alleine für die alimente los. und dann noch was für den unterhalt ? da sind wir sofort beim existenzminimum. oder sagen wir anderes beispiel: jemand verdient 2000 euro netto auch mit 3 kindern. 1200 euro alimente :eek: und dann darfs vielleicht noch a bissal mehr sein ? ein paar hunderter unterhalt. der ist sofort wieder auf dem existenzminimum. also sind wir eigentlich genau dort. mehr als 90% der männer mit 3 kindern sind sofort ruiniert, wenn sie alimente zahlen müssen. da bleibt genau gar nix übrig, egal wie viel man verdient. man ist praktisch IMMER am existenzminimum angelangt ? ich meine wie viel müsste man in diesem fall verdienen ? wie viele menschen in österreich gibt es die 3000 euro oder mehr netto verdienen ? das geht sich ja nicht mal mit einem manager-gehalt aus. oder nur dann wenn man wirklich schon ziemlich gut "im futter steht". das wären dann wahrscheinlich deutlich weniger als 5% der menschen in österreich ? und DAS kann doch nicht die realität sein ? :eek: oder sehe ich das jetzt wieder falsch und zu drastisch ? ich meine, alimente muss man doch immer zahlen. das hat doch gar nichts mit strittiger trennung oder einvernehmlicher trennung zu tun. das sind die grundlegenden verpflichtungen jedes elternteils, der nicht zusammen mit seinen kindern lebt ? alleine die alimente für mehr als 1 kind treiben doch schon jeden durchschnittsverdiener sofort ans minimum ? |
@LoM:
Brav, wenn du am Fenstertag arbeitest...;) Dass nahezu die Hälfte aller Ehen geschieden werden stimmt schon (ich glaub 42% sind es). Und in Wien sind es ziemlich genau 50%. Aber wie gesagt: an die 90% einvernehmlich. In einem deiner ersten postings hast du gesagt du willst in der Diskussion den Unterhalt für die Kinder (der berechtigt sei) von jenem für die Frau trennen. Und jetzt ist für dich der Beweis dafür, dass es doch für die Männer viel schlimmer ist. Nochmal: das Gesetz gilt für beide!! Meine Frau hat jahrelang 16-21% ihres Gehaltes Unterhalt für eine ihrer Töchter bezahlt. Eine Zeitlang sogar mehr, weil eben gesagt wurde, die könnte aufgrund ihrer Ausbildung ja mehr verdienen. Ist doch ungerecht, oder? Gilt aber für Mann und Frau genau gleich. Nochmal: ich streite nicht ab, dass es für viele (egal, ob Mann oder Frau!) eine extreme finanzielle Belastung gibt nach einer Scheidung. Nur solltest du beide Seiten betrachten! Was macht die (verlassene) Frau mit drei Kindern? Wenn sie arbeiten gehen kann, weil sie glücklicherweise einen Job hat, braucht sie eine Kinderbetreuung - die kostet genug. Der normale Lebensunterhalt kostet auch genug. Und genau da hat der Mann, der nichts mehr dafür an "Arbeit" zu Hause leistet, weil er weg ist, mit Geld den Ausgleich zu schaffen. So sieht es das Gesetz vor. Das ist genau die Verantwortung, die du als Vater ein Leben lang hast - und von auch du geschrieben hast! Die Prozentsätze sind auf den ersten Blick natürlich sehr hoch (sie verringern sich auch bei mehreren Kindern!), aber rechne deine Haushaltskosten und die Kosten für die Kinder zusammen. Glaubst du wirklich, dass du mit 200€ pro Kind im Monat auskommst? |
Zitat:
selbstverständlich ist keine rede davon, daß man ein kind mit 200 euro ernähren kann. aber es gibt ja auch noch die familienbeihilfe. und natürlich ist die familienbeihilfe auch nur ein kleiner teil der entstehenden kosten. aber wer sagt, daß immer der "entfernte ehepartner" für ALLE kosten ALLEINE aufkommen soll und muss ? sollten sich nicht die eltern zu gleichen teilen um die versorgung ihrer kinder kümmern ? fazit ist für mich nach wie vor: wir haben raubritterische gesetze, die einem getrennten ehepartner mit mehr als 1 oder 2 kindern sofort jegliche lebensgrundlage raubt. und diese menschen werden dann in die illegalität gedrängt. der staat nimmt einfach seine soziale verantwortung nicht wahr. ich meine, wir reden ja hier nicht von verbrechern. wir reden von normalen menschen wie du und ich. in wien wie du schreibst, ist das jeder zweite mensch, der einfach kein glück in der liebe gefunden hat. siehst du, und das ist das verrückte. ich weiss man soll keine politik machen. aber ich denke, der staat stiehlt sich einfach aus seiner sozialen verantwortung. das gilt auch für diejenigen, die sich sozial nennen wollen, es gilt für alle gleichermaßen. zumindest hat dieses wirklich ernste thema noch nie jemand angesprochen. DAS sind die wahren probleme. unsere lieben politiker rechnen sich eiskalt aus, was das kosten würde und das wars dann. da vernichten wir lieber "die schuldigen". solange die menschen die augen vor den unglaublichen härten unserer gesetze verschließen, werden sie nicht begreifen was das überhaupt heisst. man sieht sich vielleicht an, daß ein ehepartner fremd gegangen ist. aber man fragt nicht mehr warum. jeder ist sich einig, dieser mann ist der schlechteste mensch der welt, und da fährt die eisenbahn drüber. und dabei wirds bleiben, bis irgendwann mal jemand die erde drüberschüttet. du siehst was ich damit sagen will ? ein geschiedener mensch wird eventuell nicht nur finanziell vernichtet, es könnte ihm auch noch passieren, daß er nicht schon genug probleme hat. er wird dann eventuell auch noch von der gesellschaft geächtet. furchtbar, man darf gar nicht daran denken. ein normales leben wird dieser mensch niemals wieder führen. "lebenslänglich" kriegt man üblicherweise nur wenn man einen menschen tötet. in diesem fall ist es aber fast so. ok, man ist nicht eingesperrt. aber man hat auch nicht wirklich mehr das geld, daß man irgendwas machen könnte. denn was soll jemand denn machen, wenn ihm nix mehr bleibt ? bitte versteh mich nicht falsch. ich will das ganze nur verstehen. aber je mehr ich nachfrage, desto mehr wirds mir zur gewissheit, daß die leute die ihre arbeit gekündigt haben nicht übertrieben haben. und selbst wenn es sich in diesen fällen um strittige trennungen gehandelt hat. ist das dann ein grund, diesen menschen fertig zu machen ? auch wenns "nur" 10% der scheidungen sind. übrigens, was ist derzeit das existenzminimum ? und inwiefern werden diese unterhaltskosten beim steuerausgleich berücksichtigt ? ich gehe mal nicht davon aus, daß diese zur gänze wirksam werden ? also bekommen die betroffenen z.b. bei einem spitzen-steuersatz von 50% wirklich 50% der kosten erstetzt ? oder nur einen pauschalen betrag ? |
Ich habe diese Gesetze nicht gemacht und bin auch nicht dafür verantwortlich! Ich wollte dir nur aufzeigen, dass du pauschalierst und übertreibst. Wie du selber sagst, es sind "nur" 10% strittig und davon sind es auch wiederum eher Einzelfälle - die zugegebenermaßen denjeniegen zerstören können. Aber das ist nicht die Regel, sondern die Ausnahme!
Klar sollte nicht der getrennt lebende Ehepartner 100% der Kosten für ein Kind übernehmen müssen. Aber mit 200€ kommst ja nicht weit. Du forderst, der "Staat" soll seine soziale Pflicht wahrnehmen? Genau das tut er mit so einem Gesetz: er verhilft damit dem KIND (!!!) zu seinem Recht und nicht der Mutter (oder dem Vater). Bei allen Unterhaltsverfahren ist der jeweilige Elternteil nur Vertreter des Kindes. Daher kann man auch auf Alimente für das Kind nicht verzichten. Was viele Frauen offensichtlich gerne tun würden, damit sie den Kontakt zu den Kindern noch mehr untergraben könnnen. (Aber das ist eine andere Geschichte) Oder meinst du etwa, der Staat soll die Zahlungen für den "armen" Vater übernehmen? Dein Vergleich mit "lebenslänglich" ist mehr als zynisch! Ein Gewaltverbrechen mit der lebenslangen (!!) Verantwortung für ein Kind zu vergleichen, ist deiner nicht würdig. So weit ich informiert bin, sind diese Gesetze historisch so gewachsen, weil es sich sehr viele Väter in der Vergangenheit sehr, sehr einfach gemacht hatten und nichts für ihre Kinder gezahlt haben. Und nochmal: es geht hier nicht um Geld für die Mutter! Es ist ein RECHT des KINDES auf Unterhalt: sei es in Form von Geld UND Anwesenheit bei aufrechter Beziehung. Oder nur in Form von Geld UND Besuchsrecht, wenn der Vater nicht mehr im gleichen Haushalt wohnt. Da geht es um Grundrechte, die vom Richtre abzuwägen sind. Wobei ich persönlich auch nichts davon halte, wenn es wirklich ums "vernichten" geht. Aber 20% für ein Kind oder 30% für zwei finde ich OK. Wie hoch das Existenzminium im Moment ist, kann ich dir nicht sagen. Und ob man Alimente von der Steuer absetzen kann, bezweifel ich, denn du kannst ja die Kosten für die Kinder, die in deinem Haushalt leben, ja auch nicht abschreiben. |
Nein, ich meine nicht, daß der Staat die Zahlungen für den armen Vater übernehmen soll.
Aber ich meine, daß niemand einen Ausgleich für unschuldig in Not geratene Menschen bietet. Es kann doch nicht sein, daß jemand der arbeitet genau das gleiche bekommt als jemand der nichts arbeitet ? Da sind wir ja beim Kommunismus ? Und genau dann sind wir beim Punkt, wo niemand mehr was arbeitet, weils sowieso egal ist. Es bringt nichts, der arbeitende Mensch wird bestraft, jemand der nix tut wird belohnt. Und genau das passiert auch in vielen Fällen. Das kann doch nicht der Sinn der Sache sein ? Irgendwas stinkt da gewaltig. bezüglich unterhalts-absetzbetrag habe ich schon was gefunden, z.b.: http://www.arbeiterkammer.at/www-192-IP-26758.html * Für das erste Kind gibt es € 25,50 * für das zweite Kind 38,20 und * für das dritte und jedes weitere Kind € 50,90 pro Monat. super nicht ? man zahlt sagen wir mal 1000 euro unterhalt und 1000 euro steuern und abgaben. und kriegt heisse 114,60 euro. natürlich wird das sofort wieder ins existenzminimum reingerechnet und es bleibt wieder nur das minimum übrig... (glaube ich zumindest) man kann es drehen und wenden wie man es will. letztendlich verlieren alle. die betroffenen weil sie kriminalisiert werden. und der staat weil er letztendlich dann lauter sozialfälle und arbeitslose hat. aber niemand bekennt sich zur realität und niemand ist bereit die verantwortung für diesen riesen-skandal zu übernehmen. vielleicht wollen wir derartige zustände sogar ? ich habe sogar von fällen gehört wo leute überhaupt abgehaut sind. haben sich einfach so mal für 30 jahre nach argentinien abgesetzt. und dann als alter mensch sind sie zum sterben wieder zurück in die heimat gekehrt. furchtbar tragisch und dramatisch das ganze. aber niemand sieht das so wie es ist ? |
Lieber LoM jetzt bleib doch einmal auf dem Boden der Realität!!!!
Du tust so als ob es wirklich hunderttausende von solchen Fällen gibt. Ich habs dir doch vorher schon ausgerechnet: wenn es 100 pro Jahr sind, sind es viel. Das ist doch genau die Gratwanderung, die der Gesetzgeber immer machen muss: entweder eine Verbesserung für (wirklich!) zehntausende Scheidungskinder mit der Gefahr für hundert (wirkich!) arme Väter Härtefälle zu generieren. Und da bin ich bei dir: diese Härtefälle sollten im Detail behandelt und verhindert werden - OHNE dass die Gefahr besteht, den anderen ihr RECHT wieder zu nehmen. Und sehr komisch: sonst schreist du immer der Staat soll sich überall zurückziehen, weil es ja ach so teuer ist. Was glaubst du, wie viel Beamte wir mehr brauchen würden, wenn alle Fälle bis ins letzte Detail weiterbehandelt werden müssen...;) |
Zitat:
...und lass dich von deinen Kollegen nicht so anlügen, die Programmier verdienen net so schlecht. Oder? @LoM: Ich werde zu deinem vielen "Weisheiten" auf Froumsebene nicht Stellung nehmen. Vielleicht trifft man sich mal in einer Gastlichkeit und dann kann man das etwas besser ausdiskutieren... ;) Gruss, franz ps: Die Selbstständigen Allimentezahler (Einzelunternehmer) sind oft die Ärgsten von allen Allimenteprellern. Die machen absichtlich Verluste und können somit fast gar nicht belangt werden. Von der Schwarzgeldkassa lebens dann aber doch recht gut. Abhilfe: Gerichtl. Klagen, - wenn der Betrieb längerfristig gar nix abwirft soll/muss er ehrlich arbeiten gehen -> AMS. ;) pps: Die Gesetze sind oft ein schlechter Witz... |
Trotzdem diskutiere ich gerne mit LoM - er hat oft so extreme Standpunkte, die er seeeehr lange vertritt! ;) :p
Aber dafür ist er (zumindest mir gegenüber) nie persönlich geworden - und das schätze ich sehr in einer Diskussion! |
Stimmt, LOM ist einer der vortrefflichsten Diskutanten hier.
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wow, ich bin gerührt !
:-) ja, man muss das so sehen. ich bin kein experte für diese dinge. aber ich hatte eben schon einige unerfreuliche geschichten gehört. auch von rechtsgelehrten, die eigentlich wissen müssten wie das so in der praxis ablauft. deswegen frage ich ja nach. wisst ihr worüber ich sehr erstaunt bin ? irgendwie müsste es doch auch betroffene geben die vielleicht aus eigener erfahrung erzählen ? aber wahrscheinlich schreibt niemand wirklich seine eigene geschichte hier, weil das ganze natürlich sehr schmerzhaft und persönlich ist. ich glaube sehr viel menschen haben bei dem thema auch viele hintergedanken: die rechnen einfach eiskalt nach und tun dann was nötig ist, um möglichst gut auszusteigen. und ich finde es auch ein wenig verlogen, wenn man auf die "drückeberger" hinhaut, aber selbst vielleicht genauso einfach alles rausholt was man rausholen kann. mit neid kann man es glaube ich nicht erklären, weil um so eine situation braucht man niemand zu beneiden. stellt euch nur vor welche probleme ein mensch haben muss, der nicht mal mehr zu seinen eigenen kindern kontakt hat :eek: gibts was schlimmeres ? und vor allem aus welchen gründen ? ich finde das system der pfändung aufs existenzminimum äußerst schlecht. ich denke man müsste unterschiede machen zwischen leuten die nichts arbeiten und leuten die was tun. weiss nicht, ob das nicht sowieso so ist. aber ich denke das existenzminimum ist diese vielzitierte zahl, die jeder irgendwie zugestanden bekommt ? egal ob er was dafür tut oder nicht ? und bezüglich mehr privat, weniger staat: ja natürlich, warum nicht ? aber ich denke wenns fälle gibt, wo familien in not sind, dann hat der staat die pflicht sich darum zu kümmern. oder meinetwegen die eu, wenn unser staat es nicht schafft. leider liegt die priorität bei den entscheidungsträgern eher dabei, wie man am besten stimmen kaufen kann. und die leute sind zu dumm zu begreifen, daß das geld das sie vom staat bekommen, vorher ja x-fach selbst bezahlt haben. ich möchte jetzt als beispiel auf eine dokumentation hinweisen, die ich mal gesehen habe. und da ist es um die riesigen sozialen lücken gegangen, die ein pflegefall in der familie aufreissen kann. man muss sich das mal vorstellen: jemand hat sein ganzes leben gearbeitet und gespart. und nur weil der dann krank wird und ein pflegefall ist, wird das gesamte vermögen und das gesamte erbe vernichtet und vom staat kassiert. und dafür hat man jahrzehnte sozialversicherung bezahlt. man denkt sich dann immer wieder: jeder der spart ist dumm. gescheit sind die, die nichts haben, weil sie alles verschleudert haben. denen wird dann alles nachgeschmissen. und genau dagegen wende ich mich. ich wende mich gegen ein system, daß die menschen vernichtet, die ihr ganzes leben arbeiten und die schützt, die sich einfach nur hängen lassen. und zwar weil das system sowieso nicht funktioniert. man sieht ja was passiert. die leute arbeiten dann nichts mehr und das kanns ja auch nicht sein. |
Zitat:
Zu deinen sonstigen Beipielen (Doku): ich will sie nicht runterspielen, sicher gibt es (viele) Härtefälle, Extremauslegungen von Gesetzen, Missbrauch usw. ABER das ist NICHT die REGEL, das sind AUSNAHMEN!! Natürlich werden diese dann gierig von den Medien aufgegriffen und oft noch übertrieben. Aber das gilt sicher nicht für die Masse. Und nochmal: jedes dieser Schicksale ist zu bedauern und denen ist auch zu helfen (auch vom Staat!!!). Aber deswegen gleich die Gesetze zu ändern, würde vieles "verschlimmbessern". Du bist aber nicht allein mit deiner Interpretation von Beobachtungen, denn der Mensch neigt ganz allgemein "induktiv" zu denken und nicht "deduktiv"... :cool: |
ich werde an mir arbeiten, mehr in den deduktiven bereich zu kommen :-)
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