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-   -   wegen dem raubkopieren: wir sind in österreich (http://www.wcm.at/forum/showthread.php?t=161404)

Guru 19.03.2005 23:53

Zitat:

Original geschrieben von ChRoM at
Und mal ganz ehrlich Guru: Unter _Privatkopie_ versteh ich das was in meiner Jugend gelaufen ist: Ich kauf mir eine neue CD und kopier sie einem Freund auf Kassette, ein andermal kauft der eine CD und ich krieg ein Tape. Heute reicht es theoretisch aus wenn weltweit ein Mensch eine CD kauft. Die stellt er ins Internet wo sich Millionen von Menschen ihre qualitativ gleichwertige "Privatkopie" ziehen. Privatkopie? Was ist daran privat wenn ich von einem Menschen den ich nie in meinem Leben gesehen hab und nie sehen werde ein File downloade? Das hat ja mit Tausch unter Privatleuten nix mehr zu tun. Die Situation hat sich einfach geändert, früher oder später wird sich die Gesetzeslage anpassen. Und das werden wir nicht mal hier in Österreich entscheiden, das rennt sowieso über Brüssel.


Was hier vom Netz herunter geladen werden kann, hat mit einer "Kopie" im wahrsten Sinne des Wortes nichts zu tun. Ein mp3-File ist auf Grund des zugrundeliegenden Algorithmus ein verlustbehaftetes, komprimiertes, ähnliches Produkt wie das Original. Dieses Produkt ist sinngemäß vergleichbar mit dem Radiomitschnitt auf Kassette - und dieser ist selbst durch das neue Urheberrechtsgesetz noch nicht verboten, solange er nicht kommerziell verwendet wird und ist durch die pauschale Abgabe auf Leermedien bezahlt.
Solange Du von einer Kopie (also ein 1:1 bitgleiches digitales File) sprichst, würde Guru Deine Meinung teilen. Eine Privatkopie von einem gekauften Musikträger, um diesen auf einem CD-Player in seinem Auto abzuspielen muss aber jedem Eigentümer zugestanden werden - insofern findet Guru die Verwendung von Kopierschutz für Musikträger bedenklich. Da aber die meisten Kopierschutzverfahren zumeist auf so manchem Betriebssystem oder so manchem CD/DVD-Gerät gar nicht wirken, kann auch nicht von einer Umgehung eines Kopierschutzes gesprochen werden - und daher sind die Bedingungen des Urheberrechtsgesetzes einzuhalten, die sehr wohl die private, nicht gewerbsmäßige Kopie erlauben.
Als Conclusio: ein mp3-File ist eben KEINE Kopie, daher kann ein Download dieses Files mit dem Urheberrechtsgesetz gar nichts zu tun haben.

Guru

Sloter 20.03.2005 00:54

Hm...wenn ein Türschloß nicht das neuerste ist und leicht entsperrt werden kann, ist das dann kein Einbruch, nur wenn es sich um eine Stahltüre handelt?

Wenn die User zu faul sind ordentliche Replikationen zu machen, sind sie selber schuld, aber Kopie bleibt Kopie.


my2cent

Sloter

ruffy_mike 20.03.2005 01:01

Wenn das Wörtchen 'wenn' nicht wäre... ;)

red 2 illusion 20.03.2005 01:20

Zitat:

Original geschrieben von Sloter


Wenn die User zu faul sind ordentliche Replikationen zu machen

Hab zuerst auch gedacht, aber der upload ist dann doch auch in A verboten.

Damit kannst eigendlich nur noch mp3 von den den Authoren selber downloaden oder halt Raubkopien aus einer BannenRepublik, aber die müssens ihre Probs selber lösen. Glaub damit wäres erledigt oder hab ich was falsch verstanden?

Guru 20.03.2005 06:21

Zitat:

Original geschrieben von Sloter
Hm...wenn ein Türschloß nicht das neuerste ist und leicht entsperrt werden kann, ist das dann kein Einbruch, nur wenn es sich um eine Stahltüre handelt?

Wenn die User zu faul sind ordentliche Replikationen zu machen, sind sie selber schuld, aber Kopie bleibt Kopie.


my2cent

Sloter

Einbruch und mp3 haben in etwa soviel miteinander zu tun wie eine Kuh und Sopranistin.

Guru

Guru 20.03.2005 06:22

Zitat:

Original geschrieben von red 2 illusion
Hab zuerst auch gedacht, aber der upload ist dann doch auch in A verboten.

Damit kannst eigendlich nur noch mp3 von den den Authoren selber downloaden oder halt Raubkopien aus einer BannenRepublik, aber die müssens ihre Probs selber lösen. Glaub damit wäres erledigt oder hab ich was falsch verstanden?

Da streiten sich die Juristen, ob Upload verboten ist....

Guru

ChRoM at 20.03.2005 11:09

Zitat:

Ein mp3-File ist auf Grund des zugrundeliegenden Algorithmus ein verlustbehaftetes, komprimiertes, ähnliches Produkt wie das Original. Dieses Produkt ist sinngemäß vergleichbar mit dem Radiomitschnitt auf Kassette
Dieser Argumentation möchte ich in gleich zwei Punkten widersprechen:

1.) Ein in vernünftiger Qualität codiertes MP3 ist für die Ohren von Otto-Normal-User nicht vom Original zu unterscheiden. Wäre der Qualitätsunterschied tatsächlich hörbar, wären Tauschbörsenuser längst auf ein verlustfreies, unkomprimiertes Format umgestiegen. In Zeiten wo ganze Spielfilme durchs Netz gejagt werden, ist es doch recht egal ob ein Song 2 MB oder 15 MB groß ist.

2.) Die MP3s in Tauschbörsen sind in aller Regel von Original-CDs gerippt und daher sehr wohl Kopien, die über's Netz verteilt werden. Der Vergleich mit Radiomitschnitten ist also nicht zutreffend. Zumal im Radio der Moderator gerne am Anfang und Ende in den Song plappert, was erst mühsam rausgeschnitten werden müsste. Einen Song mit geschnittenem Anfang und Ende würde jeder Tauschbörsenuser löschen und nach einem besseren Exemplar suchen.

@!.-:;,-_#+ 20.03.2005 11:47

also wenn man ein MP3 mit 128kbs net vom Original unterscheiden kann,ist man taub.

od. hat noch nie originale Musik gehört,geschweige denn LP's

@!.-:;,-_#+ 20.03.2005 11:50

zu punkt 2.

ich kann aber sehr wohl internetradio aufnehmen,da sind meistens die lieder ohne moderator,die darf ich aber schon ins netz stellen,oder?

ich finde diese diskussion sowieso zwecklos,denn mit einführung einer Komprimierung ist sowieso nichts mehr original.
sogar Filme sind ja über Sat komprimiert,daher nicht mehr original.

ChRoM at 20.03.2005 12:34

Zitat:

ich kann aber sehr wohl internetradio aufnehmen,da sind meistens die lieder ohne moderator,die darf ich aber schon ins netz stellen,oder?
Du gehst scheinbar davon aus, dass in Ö nicht nur der Download sondern auch der Upload durch eine Gesetzeslücke gedeckt ist. Das ist fürchte ich ein Irrtum.

Zitat:

ich finde diese diskussion sowieso zwecklos,denn mit einführung einer Komprimierung ist sowieso nichts mehr original.
Stimmt. Aber was schließt Du daraus? Nix? Genau, die Feststellung tut nämlich nix zur Sache.

Guru 20.03.2005 18:55

Zitat:

Original geschrieben von ChRoM at
Dieser Argumentation möchte ich in gleich zwei Punkten widersprechen:

1.) Ein in vernünftiger Qualität codiertes MP3 ist für die Ohren von Otto-Normal-User nicht vom Original zu unterscheiden. Wäre der Qualitätsunterschied tatsächlich hörbar, wären Tauschbörsenuser längst auf ein verlustfreies, unkomprimiertes Format umgestiegen. In Zeiten wo ganze Spielfilme durchs Netz gejagt werden, ist es doch recht egal ob ein Song 2 MB oder 15 MB groß ist.

2.) Die MP3s in Tauschbörsen sind in aller Regel von Original-CDs gerippt und daher sehr wohl Kopien, die über's Netz verteilt werden. Der Vergleich mit Radiomitschnitten ist also nicht zutreffend. Zumal im Radio der Moderator gerne am Anfang und Ende in den Song plappert, was erst mühsam rausgeschnitten werden müsste. Einen Song mit geschnittenem Anfang und Ende würde jeder Tauschbörsenuser löschen und nach einem besseren Exemplar suchen.

ad 1) Maybe ist es für DEINE Ohren eine Kopie - juristisch gesehen ist es das nicht.

ad 2) Woher die Uploads stammen, ist in AT juristisch nicht relevant.

Guru

frazzz 20.03.2005 18:58

Zitat:

Original geschrieben von Guru
ad 1) Maybe ist es für DEINE Ohren eine Kopie - juristisch gesehen ist es das nicht.

ad 2) Woher die Uploads stammen, ist in AT juristisch nicht relevant.

Guru



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btw:


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netter artikel, but besserer title @me ;)


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